Kniehebe1-Spannvorrichtung
Besehreibung
Die Erfindung betrifft eine Kniehebel-Spannvorrichtung, mit einem stirnseitig an einer Betätigungseinrichtung angeordneten Lagerungskopf, an dem eine einen Spannarm enthaltende Schwenkeinheit um eine Schwenkachse zwischen einer Freigabestellung und einer Spannstellung verschwenkbar gelagert ist, mit einer in den Lagerungskopf eintauchenden Betätigungsstange der Betätigungseinrichtung, ferner mit einem einerseits über eine erste Lagerstelle an der Betätigungsstange und andererseits, mit Abstand zu der Schwenkachse, über eine zweite Lagerstelle an der Schwenkeinheit angelenkten Zwischenglied und mit einer am Lagerungskopf vorgesehenen und zur Vorgabe der Spannstellung des Spannarmes dienenden Anschlagfläche.
Eine Kniehebel-Spannvorrichtung dieser Art geht aus der EP o 575 888 Bl hervor. Sie verfügt über eine von der Schwenkeinheit und dem Zwischenglied gebildete Kniehebelanordnung, die durch die an dem Zwischenglied gelagerte Betatigungsstange der Betätigungseinrichtung aktiviert wird. Beim Ausfahren der Betätigungsstange wird die Schwenkeinheit mit ihrem Spannarm in die Spannstellung verlagert, eine einfahrende Betätigungsstange bewirkt ein Zurückschwenken in die Freigabestellung. Zur Vorgabe der Spannstellung ist ein stationärer oder einstellbarer Endstel lungsanschlag vorgesehen, der über eine am Lagerungskopf vorgesehene Anschlagfläche verfügt, auf die die Betätigungsstange bei Erreichen der Spannstellung stirnseitig aufprallt. Dieser Aufprall bewirkt eine hohe Belastung der Betatigungsstange und des regelmäßig mit dieser verbundenen Kolbens der Betätigungseinrichtung.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kniehebel-Spannvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die verschleißfördernden Belastungen reduziert sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß die Anschlagfläche in der Schwenkbahn der Schwenkeinheit liegt und zur Vorgabe der Spannstellung mit der Schwenkeinheit zusammenarbeitet.
Auf diese Weise erfolgt die Definition der Spannstellung durch das Zusammenwirken zwischen einer lagerkopfseitigen Anschlagfläche und der den Spannarm enthaltenden Schwenkeinheit selbst. Dies bewirkt eine Reduzierung der im Betrieb bei Erreichen der Spannstellung auftretenden Schläge und dementsprechend der Belastung der Betätigungseinrichtung und deren Bestandteilen. Auf Grund der regelmäßig vorhandenen Hebelübersetzung ist die Aufprallgeschwindigkeit im Vergleich zum Stand der Technik stark reduziert.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die Schwenkeinheit weist zweckmäßigerweise einen drehfest mit dem Spannarm verbundenen Schwenkhebel auf, an dem sich die zweite Lagerstelle befindet und der mit der lagerkopfseitigen Anschlagfläche zusammenarbeitet. Dieser Schwenkhebel kann ein bezüglich des Spannarmes separates Bauteil sein, das drehfest auf einem am Lagerungskopf drehbar gelagerten und dabei die Schwenkachse definierenden Lagerbolzen sitzt, an dem seinerseits der Spannarm drehfest angebracht ist. Eine derartige Anordnung begünstigt die Unterbringung des Schwenkhebels im Innern des Lagerungskopfes und in unmittelbarer Nachbarschaft der Betätigungsstange. Der Spannarm selbst kann sich außerhalb des Lagerungskopfes befinden, so daß der Lagerungskopf mit kompakten Abmessungen ausgeführt werden kann.
Bevorzugt ist die Anschlagfläche an der Innenseite einer sich parallel zur Schwenkachse der Schwenkeinheit erstreckenden und der Schwenkachse radial vorgelagerten Wand des Lagerungskopfes vorgesehen. Bei einer mit einem Schwenkhebel ausgestatteten Schwenkeinheit verläuft besagte Wand zweckmäßigerweise vor dem
Schwenkhebel mit zur Schwenkebene rechtwinkeliger Ausrichtung.
Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Schwenkeinheit schon kurz vor Erreichen des Totpunktes der Kniehebelanordnung an der Anschlagfläche zur Anlage kommt. Der Totpunkt ist dadurch definiert, daß der von der Längsachse der Betätigungsstange und der die beiden Lagerstellen verbindenden gedachten Verbindungslinie eingeschlossene Winkel einen rechten Winkel bildet. Bei ausgehend von der
10 Freigabestellung des Spannarmes ausfahrender Bet tigungsstange verringert sich der zunächst noch stumpfe eingeschlossene Winkel allmählich, bis der Totpunkt erreicht ist, wobei sich die Betätigungsstange anschließend zweckmäßigerweise noch geringfügig weiterbewegt, bis der eingeschlossene Winkel etwas 15 geringer als 90 ist. Diese Endstellung der Bet tigungsstange kann beispielsweise dadurch vorgegeben werden, daß ein mit der Betätigungsstange verbundener Kolben der Betätigungseinrichtung an einem Deckel der Betätigungseinrichtung zur Anlage gelangt. Da die bewegte Mimik zuvor allerdings schon
20 abgebremst wurde, ist die Beanspruchung des Kolbens hier nurmehr gering.
Damit die Kniehebelanordnung den Totpunkt problemlos überwinden kann, ist die Gelenkverbindung im Bereich wenigstens einer der beiden Lagerstellen zweckmäßigerweise so ausgeführt, daß in radialer Richtung bezüglich der Gelenkachsen eine geringfügige relative Bewegungsmöglichkeit zwischen den aneinander angelenkten Bestandteilen gegeben ist. Dies kann durch entsprechende Ausgestaltung der Lagerungen und/ oder
30 durch Einsatz geeigneter Elastikmittel realisiert werden.
Um die Beanspruchung der Betätigungseinrichtung auch beim in die Freigabestellung erfolgenden Verlagern des Spannarmes so gering wie möglich zu halten, ist zur Vorgabe der Freigabe- -> J Stellung zweckmaßigerweise eine außerhalb der Betatigungs- einheit an der Bet tigungsstange vorgesehene zweite Anschlagfläche vorhanden, die auf eine Gegenanschlagflache am
Lagerungskopf auflaufen kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Bauform der erfindungsgemäßen
Kniehebel-Spannvorrichtung bei in der Spannstellung befindlichem Spannarm und teilweise im Längsschnitt gemäß Schnittlinie I-I aus Fig. 2, Fig. 2 die Kniehebel-Spannvorrichtung in axialer Draufsicht auf den Lagerungskopf mit Blickrichtung gemäß Pfeil
II aus Fig. 2 und Fig. 3 die Kniehebel-Spannvorrichtung aus Fig. 1 und 2 in einer auf den Lagerungskopf beschränkten Teil- darstellung in einer Zwischenstellung des Spannarmes beim Übergang zwischen der Spannstellung und der
Freigabestellung .
Die beispielsgemäße Kniehebel-Spannvorrichtung 1 enthält eine Betätigungseinrichtung 2, die von einem fluidbetriebenen Arbeitszylinder und dabei insbesondere von einem Pneumatikzylinder gebildet ist. Sie verfügt über ein längliches Gehäuse 3 mit einem rohrähnlichen Mittelteil 4 und endseitig an diesem festgelegten Abschlußdeckeln 5, 6. Der Innenraum des Gehäuses 3 wird von einem darin axial verschiebbar angeordneten Kolben 7 axial in zwei Arbeitsräume unterteilt, die über gehäuseinterne Fluidkanäle 8 abwechselnd mit einem fluidischen Druckmedium beaufschlagt oder entlastet bzw. entlüftet werden können, um eine axiale Linearbewegung des Kolbens 7 hervorzurufen.
An dem Kolben 7 ist eine nachfolgend als Betätigungsstange 12 bezeichnete Kolbenstange angebracht, die den vorderen Abschlußdeckel 5 unter Abdichtung durchsetzt. Ihr außerhalb des Gehäuses 3 befindlicher äußerer Endabschnitt 13 taucht dabei in den Innenraum 14 eines, an die vordere Stirnseite des Gehäuses 3 angesetzten Lagerungskopfes 15 ein. Die Eintauch-
tiefe hängt von der momentanen Axialposition der Betätigungsstange 12 ab, die durch die erwähnte Fluidbeaufschlagung des Kolbens 7 vorgegeben werden kann.
An dem Lagerungskopf 15 ist eine allgemein mit Bezugsziffer 16 bezeichnete Schwenkeinheit verschwenkbar gelagert. Die durch Bezugsziffer 17 bezeichnete Schwenkachse liegt seitlich neben der axialen Bewegungsbahn der Bet tigungsstange 12 und verläuft rechtwinkelig zu deren Längsachse 18.
Wesentlicher Bestandteil der Schwenkeinheit 16 ist ein Spannarm 22. Er ragt vom Lagerungskopf 15 weg und kann beispielsweise dazu verwendet werden, um in der Fertigungsund Montagetechnik ein oder mehrere Werkstücke zu spannen. Die Schwenkbarkeit der Schwenkeinheit 16 macht es möglich, den Spannarm 22 gemäß Doppelpfeil 23 zwischen der aus Fig. 1 ersichtlichen Spannstellung und einer nicht näher dargestellten Freigabestellung relativ zum Lagerungskopf 15 zu verschwenken. Zentrum der Schwenkbewegung ist die Schwenkachse 17. Hervorgerufen wird die Schwenkbewegung durch die
Betätigungseinrichtung 2 und dabei insbesondere durch deren Betätigungsstange 12, die im Innenraum 14 des Lagerungskopfes 15 mit der Schwenkeinheit 16 in Antriebsverbindung steht. Hierzu ist der äußere Endabschnitt 13 der Betätigungsstange 12 über ein ein- oder mehrteiliges Zwischenglied 24 an der Schwenkeinheit 16 angelenkt.
Im einzelnen ist das Zwischenglied 24 über eine erste Lagerstelle 25 an der Betätigungsstange 12 drehgelagert. Die zugeordnete erste Drehachse ist in der Zeichnung mit Bezugsziffer 26 versehen. Mit seinem entgegengesetzten Endbereich ist das zum Beispiel laschenartige Zwischenglied 24 über eine zweite Lagerstelle 27 an der Schwenkeinheit 16 drehbar angelenkt, wobei die zugehörige zweite Drehachse durch Bezugsziffer 28 markiert ist.
Die beiden Drehachsen 26, 28 verlaufen parallel zur Schwenk-
achse 17, wobei die an der Schwenkeinheit 16 vorgesehene zweite Drehachse 28 mit Abstand zu der Schwenkachse 17 verläuft. Der sich zwischen der zweiten Drehachse 28 und der Schwenkachse 17 erstreckende Abschnitt der Schwenkeinheit 16 repräsentiert somit einen ersten Hebel 32, der mit dem einen zweiten Hebel 33 repräsentierenden Zwischenglied 24 eine Kniehebelanordnung 34 definiert.
Der erste Hebel 32 könnte ein einstückiger Bestandteil der Schwenkeinheit 16 sein. Zugunsten eines kompakten Aufbaus und einer einfachen Montage ist er beim Ausführungsbeispiel allerdings als bezüglich des Spannarms 22 separater, gleichwohl jedoch drehfest mit dem Spannarm 22 verbundener Schwenkhebel
35 ausgeführt. Die nähere bevorzugte Konstruktion hierzu macht vor allem die Fig. 2 gut deutlich.
Demnach ist ein die Schwenkachse 17 definierender Lagerbolzen
36 am Lagerungskopf 15 drehgelagert. Er durchsetzt den Lagerungskopf 15, aus dem er an entgegengesetzten Seiten heraus- ragt, wobei der außerhalb des Lagerungskopfes 15 angeordnete Spannarm 22 an den beiden äußeren Endabschnitten 37 des Lagerbolzens 36 drehfest fixiert ist. Dabei kann der Lagerungskopf 15 über zwei zumindest partiell zueinander be- abstandete und insbesondere parallel zueinander verlaufende plattenartige Seitenwände 38 verfügen, zwischen denen sich der Innenraum 14 befindet und die der Lagerbolzen 36 unter Zwischenschaltung einer nicht näher dargestellten Drehlagerung durchquert. Der Spannarm 22 kann an seinem dem Lagerungskopf 15 zugewandten Ende gabelartig ausgeführt sein und den Lagerungskopf 15 mit den am Lagerbolzen 36 fixierten Armen teilweise übergreifen.
Der Schwenkhebel 35 sitzt drehfest auf dem den Innenraum 14 durchquerenden Mittelabschnitt des Lagerbolzens 36. Ausgehend von diesem Lagerbolzen 36 ragt er zu der der Betätigungseinrichtung 2 entgegengesetzten Vorderseite des Lagerungskopfes 15, wo sich die zweite Lagerstelle 27 befindet, an der
das Zwischenglied 24, insbesondere ebenfalls über eine Gelenkbolzenverbindung, angelenkt ist.
Die erste Lagerstelle 25 ist zweckmäßigerweise ebenfalls unter 5 Verwendung eines zweiten Lagerbolzens 42 realisiert. Dieser durchsetzt ein am stirnseitigen Ende der Betätigungsstange 12 vorgesehenes Lagerauge 43 und gleichzeitig den zugeordneten Endabschnitt des Zwischengliedes 24, das beim Ausführungsbeispiel über zwei insbesondere starr miteinander verbundene 10 Laschenelemente 44 verfügt, die sowohl das Lagerauge 43 als auch den Schwenkhebel 35 auf entgegengesetzten Seiten flankieren.
Der zweite Lagerbolzen 42 ist über das Zwischenglied 24 hinaus 1^ beidseits axial verlängert und trägt auf seinen Endabschnitten insbesondere drehbar gelagert und vorzugsweise rollenartig ausgebildete Führungselemente 45. Diese laufen jeweils in einer Führungsnut 46, die an der Innenfläche der jeweils benachbarten Seitenwand 38 des Lagerungskopfes 15 vorgesehen 2 sind. Die Führungsnuten 46 erstrecken sich parallel zur Längsachse 18 und somit in Bewegungsrichtung der Betätigungsstange 12.
Um die Freigabestellung des Spannarmes 22 zu erhalten, wird 5 die Betätigungseinrichtung 2 derart betätigt, daß die Bet tigungsstange 12 eine weitestmöglich in das Gehäuse 3 eingefahrene Position einnimmt. Der Kolben 7 ist dabei weitestmöglich an den hinteren Abschlußdeckel 6 angenähert. Gleichzeitig befindet sich die erste Lagerstelle 25 in der Nähe des
30 vorderen Abschlußdeckels 5.
Um ausgehend hiervor den Spannarm 22 in die aus Fig. 1 ersichtliche Spannstellung zu verschwenken, wird die Betätigungsstange 12 zu einer aus dem Gehäuse 3 ausfahrenden :> J Ausfahrbewegung veranlaßt. Dabei entfernt sich die erste
Lagerstelle 25 axial vom vorderen Ende des Gehäuses 3, wobei gleichzeitig der Schwenkhebel 35 eine nach vorne und auswärts
gerichtete Schwenkbewegung gemäß Pfeil 47 um die Schwenkachse 17 ausführt, was die zweite Lagerstelle 27 zu einer Bewegung entlang einer Bogenstrecke veranlaßt. Die Fig. 3 zeigt eine Momentaufnahme der Kniehebel-Spannvorrichtung 1 bei ausfahrender Kolbenstange, wobei der Spannarm 22 eine Zwischenposition zwischen der Freigabestellung und der Spannstellung einnimmt.
Der Spannarm 22 hat seine Spannstellung erreicht, wenn die Schwenkeinheit 16 an einer in ihrer Schwenkbahn liegenden und am Lagerungskopf 15 vorgesehenen Anschlagfläche 48 zur Anlage gelangt. Zweckmäßigerweise ist es der Schwenkhebel 35, der seitens der Schwenkeinheit 16 mit der Anschlagfläche 48 zusammenarbeitet. Hierzu ist die Anschlagfläche 48 zweckmäßigerweise an der Innenseite einer sich zwischen den beiden Seiten- wänden 38 erstreckenden weiteren Seitenwand 52 des
Lagerungskopfes 15 vorgesehen, die der Schwenkachse 17 radial vorgelagert ist und sich neben dem Schwenkhebel 35 erstreckt. Sie stellt zweckmäßigerweise ein weiteres Begrenzungselement des Lagerungskopfes 15 für dessen Innenraum 14 dar. Zweck- mäßigerweise befindet sie sich an der dem Spannarm 22 zugewandten Seite des Lagerungskopfes 15. Sie kann Bestandteil der beiden anderen Seitenwände 38 sein.
Bei der Annäherung in die Spannstellung schließt die Längsachse 18 der Betätigungsstange 12 mit der zwischen den beiden Lagerstellen 25, 27 verlaufenden gedachten Verbindungslinie 53 auf der dem Schwenkhebel 35 zugewandten Seite einen ersten Winkel 54 ein, bei dem es sich um einen stumpfen Winkel handelt. Beim weiteren Ausfahren der Längs- achse 18 verringert sich der erste Winkel 54 zunehmend, bis zunächst der Schwenkhebel 35 an der Anschlagfläche 48 zur Anlage gelangt und nicht mehr weiter verschwenkt werden kann. Dieser Zustand stellt sich zweckmäßigerweise schon vor Erreichen des Totpunktes der Kniehebelanordnung 32, 33 ein, beim Ausführungsbeispiel also noch bevor der erste Winkel 54 einen rechten Winkel bildet. Zweckmäßigerweise ist die Anordnung so getroffen, daß der Kontakt zwischen der
Schwenkeinheit 16 bzw. deren Schwenkhebel 35 und der Anschlagfläche 48 etwa 3 - 5 vor Erreichen des Totpunktes erfolgt, wobei sich als vorteilhaft erwiesen hat, wenn der bis zum Erreichen des Totpunktes noch zurückzulegende Schwenk- winkel des Zwischengliedes 24 etwa 4 beträgt.
Beim ersten Kontakt des Schwenkhebels 35 mit der Anschlagfläche 48 wird die Hauptbelastung aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Kolben 7 seine vordere Endlage noch nicht erreicht. Die Ausfahrbewegung der Bet tigungsstange 12 setzt sich daher noch ein Stück weit fort, wobei die Kniehebelanordnung 34 über den Totpunkt hinwegläuft, so daß aus dem o ersten Winkel 54 ein spitzer Winkel von geringf gig unter 90 wird. Diese axiale Endposition der ersten Lagerstelle 25 bzw. der Betätigungsstange 12 wird beispielsweise dadurch definiert, daß der Kolben 7 an der Innenfläche des vorderen Abschlußdeckels 5 zur Anlage gelangt oder die Bet tigungsstange 12 mit einer in ihrem Verlagerungsweg liegenden und zweckmäßigerweise am Lagerungskopf 15 vorgesehenen Hubbegrenzungsfläche 55 zur Anlage gelangt. Dieser Zustand liegt in Fig. 1 vor.
Es sind also zweckmäßigerweise zusätzlich zu der mit der Schwenkeinheit 16 zusammenarbeitenden Anschlagfläche 48 mit den linear bewegten Bestandteilen 7, 12 der Betätigungseinrichtung 2 zusammenwirkende Hubbegrenzungsmittel vorhanden, die erst dann wirksam werden, nachdem die Schwenkeinheit 16 bereits an der Anschlagfläche 48 zur Anlage gelangt ist. Diese zweistufige Anschlagfunktion hat eine sehr günstige Kraft- Verteilung zur Folge, woraus eine reduzierte Beanspruchung der Bestandteile der Kniehebel-Spannvorrichtung 1 und insbesondere deren Betätigungseinrichtung 2 resultiert.
Damit beim Überwinden des Totpunktes keine nachteiligen Verspannungen im Gesamtsystem auftreten, ist beim Ausführungsbeispiel die von der ersten Lagerstelle 25 definierte Gelenkverbindung so ausgeführt, daß eine radiale relative
Bewegungsmδglichkeit zwischen dem Zwischenglied 24 und der Betätigungsstange 12 gegeben ist. Diese ist beispielsweise dadurch realisiert, daß der die Führungselemente 45 tragende zweite Lagerbolzen 42 zwar im Zwischenglied 24 radial spiel- frei gelagert ist, im Lagerauge 43 jedoch eine gewisse Bewegungsmöglichkeit quer zur Bewegungsrichtung der Betätigungsstange 12 aufweist. Dies kann beispielsweise durch ein entsprechend ausgeführtes Kugellager realisiert werden. Die beim Ausführungsbeispiel von Führungsnuten 46 definierten Führungs- bahnen für die Führungselemente 45 sind im Bereich des Totpunktes mit einer seitlichen Ausbuchtung 56 versehen, so daß insgesamt der Totpunkt überwunden werden kann, ohne ein Verklemmen des Zwischengliedes 24 zwischen den beiden Lagerstellen 25, 27 zu riskieren.
Zweckmäßigerweise wird nicht nur die Spannstellung, sondern auch die Freigabestellung des Spannarmes 22 durch eine am Lagerungskopf 15 vorgesehene Anschlagfläche definiert, die nachfolgend als zweite Anschlagfläche 57 bezeichnet sei. Sie befindet sich an der von der Betätigungseinrichtung 2 abgewandten Seite des Bodens 58 des Lagerungskopfes 15, der an die Betätigungseinrichtung 2 angesetzt ist. Dabei befindet sie sich zweckmäßigerweise unmittelbar neben der den Boden 58 durchsetzenden Betätigungsstange 12, die von der zweiten Anschlagfläche 57 konzentrisch umgeben sein kann.
Der zweiten Anschlagfläche 57 zugeordnet ist eine am äußeren Endabschnitt 13 der Betätigungsstange 12 vorgesehene Gegen- anschlagflache 62, die zweckmäßigerweise an einem Radialvor- sprung der Betätigungsstange 12 vorgesehen ist, der von einem auf die Betätigungsstange 12 aufgeschraubten Anschlagelement 63 gebildet sein kann. Dessen Position an der Betätigungsstange 12 wird zweckmäßigerweise so gewählt, daß die Gegen- anschlagflache 62 an der zweiten Anschlagfläche 57 zur Anlage gelangt, bevor der Kolben 7 auf den hinteren Abschlußdeckel 6 aufprallt.