Einbaugerätekombination zum Einbauen und Vorverdichten von Asphaltschichten
Die Erfindung betrifft eine Einbaugerätekombination zum Einbauen und
Vorverdichten von zweilagigen Asphaltschichten, bestehend aus einem ersten Einbaugeräten zum Einbau einer Tragschicht und einem zweiten
Einbaugerät zum Einbau einer Deckschicht, die jeweils einen Materialauf- nahmekübel, ein Tranportsystem zum Transport des heißen Mischgutes und ein Verteiler- und Verdichtungssystem aufweisen.
Im Stand der Technik ist es bekannt mehrschichtige Asphaltbeläge mit Einbaugeräten entweder in einer Breite oder mit zwei gestaffelten Fertigern in zwei zeitlich getrennten Arbeitsgängen einzubauen. Dabei ist es erforderlich, unterschiedliche Asphaltmaterialien und unterschiedliche Schichtstärken einzubauen, wobei zwischen den einzelnen Schichten üblicherweise eine Bitumenemulsion zum Verkleben der Schichten eingesetzt wird. Weiterhin ist es bekannt, daß Asphaltbeläge mit zwei gestaffelten Einbaugeräten nach Vorverdichten mittels Walzen der unteren Schicht warm auf heiß eingebaut werden. Dabei werden die Schichtstärken nach den vorgeschriebenen Dickenbemessungen der in den betreffenden Ländern jeweils gültigen unterschiedlichen Straßenbauvorschriften eingebaut.
Im Stand der Technik sind auch Verfahren und Einbaugeräte bekannt, um zweischichtige Asphaltbeläge mit einer Maschine heiß auf heiß einzubauen und zu verdichten.
Nach US 4 534 674 sind ein Fertiger und ein Verfahren bekannt, bei denen die Straße erhitzt, die obere Asphaltschicht abgefräst und das abgefräste, erhitzte Material mit neuem Material vermischt und danach auf die Straße zurückgebracht wird, nachdem flüssiges Bitumen als Kleber aufgebracht wurde. Bei dieser auch als Heißrecycling (Repave-, Remix- oder Remix-plus- Verfahren bezeichnetem Reparatur der Straßendecke erfolgt die Herstellung der unteren Schicht des Asphalts auf der Baustelle, nachteilig ist dabei, daß durch die Aufnahme von Altmaterial von der Straße Schwankungen der Zusammensetzungen des verlegten Materials unvermeidbar sind, da alte Straßen oft mit verschiedenen Materialien repariert werden. Weiterhin wird das Altmaterial durch das Aufheizen so stark thermisch belastet, daß eine Schädigung des Asphalts (durch Verbrennung) auftritt und krebserregende Gase (PAH) gebildet werden. Da Asphalt ein schlechter Wärmeleiter ist, können nur dünne Asphaltschichten abgehoben und verarbeitet werden.
In EP 0 730 694 ist ein Großfertiger beschrieben, der die Aggregate von zwei Einbaugeräten in einer Baueinheit beinhaltet. Dies wird dort durch eine Rahmenverlängerung und Erhöhung der Grundmaschine erreicht. Nachteilig ist dabei, daß dieses Einbaugerät nur speziell für den zweischich- tigen Einbau von Heißasphalt geeignet ist, also für eine allgemeine Anwendung, die auch den einlagigen Einbau erfordert, nicht geeignet ist.
Beim Einbau heißer Schichten auf noch nicht vollständig erkalteter Schichten verursacht das nachlaufende zweite Einbaugerät Einsenkungen in der unteren heißen Asphaltschicht, da das Raupen- oder Räderfahrwerk für den konventionellen Einbau, nämlich für den Einbau einer heißen Asphaltschicht auf einem kalten Untergrund, konzipiert ist. Diese Einsenkungen führen zu Schichtdickenunterschieden über die gesamte Einbaubreite sowie in Längsrichtung, insbesondere bei Stillstand und sehr unterschiedlicher Einbaugeschwindigkeit. Weiterhin ergeben sich Qualitätsunterschiede durch unvermeidliche Abstandsänderungen der beiden Einbaugeräte.
Bei den bekannten Verfahren zum Einbau von mehrschichtigen Asphaltbelägen wird eine Kontrolle der Deckschichtdicke auf der heißen Unterlage manuell durchgeführt. Diese Methode ist sehr ungenau, da die Schichtgrenze zwischen der heißen unteren Asphaltschicht und der direkt darüber verlegten oberen Schicht, die in der Regel die Deckschicht darstellt, mit den üblichen Methoden nicht bestimmbar ist, weil beide Asphaltschichten noch plastisch sind.
In DE 38 23 917 AI ist ein Einbaugerät für große Arbeitsbreiten und hohe Einbauleistungen für den Asphalt- und Betonstraßenbau beschrieben, bei dem zur Erhöhung der Materialaufgabe mindestens zwei Einfullschütten im Einfüllbereich angeordnet sind. Diese Ausgestaltung des Einfüllbereiches ermöglicht die gleichzeitige Materialaufgabe von zwei, drei oder mehr Lkws, wodurch die Verteilarbeit reduziert wird. Weiterhin wird die Einbaudicke durch eine Nivelliersteuerung mit außerhalb der Einbaubreite angeordneten Nivellierdrähten überwacht. Bei dieser Nivelliersteuerung wird die Einbaudicke der Gesamtschichtstärke geregelt. Die
Bestimmung der Dicke der oben aufgetragenen heißen Asphaltdeckschicht ist nicht möglich.
Nachteilig ist hierbei, daß das sehr leistungsfähige Einbaugerät nur ein einheitlich zusammengesetztes Asphaltmischgut aufnehmen und einbauen kann. Die direkte Verlegung von zwei unterschiedlichen Asphalten übereinander ist nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschinenkombination anzugeben, die durch bauliche Veränderung von zwei herkömmlichen Einbaugeräten geschaffen wird, direkt hintereinander fahrenden Straßeneinbaugeräten anzugeben, die die unmittelbare Verlegung von zwei an einer stationären Mischanlage hergestellten, unterschiedlichen Asphalten im Heißverfahren über die gesamte Einbaugerätebreite ermöglicht.
Die Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen von Patentanspruch 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Bei der erfindungsgemäßen Übergabegerätekombination sind die beiden Einbaugeräte miteinander gekoppelt. Die Koppelung kann in einer festen oder gelenkigen Verbindung bestehen, durch eine elektronische Steuerung mindestens einer der beiden Übergabegeräte erfolgen oder durch das Bedienerpersonal realisiert werden.
Der Abstand der beiden hintereinanderfahrenden Einbaugeräte wird dadurch konstant gehalten wird, wobei der maximale Abstand der beiden
Einbaugeräte durch die Länge der Übergabegeräte für das Deckschichtmischgut bestimmt wird. Durch den konstanten Abstand wird eine gleichbleibenden Asphaltqualität insbesondere gewährleistet.
Vorzugsweise enthält das erste Einbaugerät zwei Materialaufnahmekubel oder einen unterteilten Mischgutaufnahmekübel, die in den Abmessungen, insbesondere in der Breite so veränderlich sind, daß sie gleichzeitig von zwei Lkws mit unterschiedlich zusammengesetzte Asphaltmischgut beschickt werden können.
Dabei dient ein Mischgutaufhahmekübel in bekannter Weise zur Lagerung des vom ersten Einbaugerät einzubauenden Mischgutes, während die Aufgabe des zweiten Mischgutaufnahmekübels bzw. des zweiten -teiles nur in der Zwischenlagerung des Deckschichtasphaltes besteht, der über ein Transportsystem in der Mischgutaufnahmekübel des zweiten nachlaufenden Einbaugeräts gefördert wird. Der zweite Einbaugerät ist ein Raupeneinbaugerät und fährt auf der heißen, nur vorverdichteten unteren Asphaltschicht. Das Vorverdichten der unteren Asphaltschicht erfolgt mit den bekannten normalen oder mit höherverdichtenden Einbaubohlen. Um ein Einsinken zu verhindern, ist dessen Kettenfahrwerk so verändert, daß die Bodenpressung vermindert wird und vorzugsweise unter 1,8 kg/cm2 liegt.
Weiterhin kann das zweite Einbaugerät zusätzliche Sensoren beinhalten, die die genaue Einhaltung der vorgegebenen Deckschichtschichtstärke gewähr- leisten
Das Deckschichtmischgut wird direkt auf die nur vorverdichtete heiße Unterlage verlegt und mit dem Verdichtungselement des zweiten
Einbaugerats vorverdichtet Anschließend werden beide Asphaltschichten gemeinsam mittels Walzen verdichtet
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß zur Steuerung der Arbeitsab- laufe beide Einbaugerate mit einer speicher-programmierbare Steuerung (SPS) und/oder einen Industriecomputer (IPC) ausgerüstet sind Die Steuereinheiten der Maschinenkombination sind mittels Funksignale, Kabel oder Infrarotsender miteinander verbunden, so daß für den Einbauzug nur ein Maschinist benotigt wird
Der erfindungsgemaße Einbauzug ermöglicht das Einbauen und Vorverdichten von zwei unterschiedlich zusammengesetzten Asphalten im Heißverfahren direkt übereinander, die an stationären Asphaltanlagen produziert werden Besonders vorteilhaft ist dabei, daß die Maschinenkombination in einfacher Weise durch bauliche Veränderungen aus zwei handelsüblichen Straßeneinbaugeraten hergestellt werden kann
Beide Straßeneinbaugerate müssen nur soweit baulich verändert werden, daß auch ein getrennter Einsatz jedes einzelnen Einbaugerats unabhängig voneinander möglich ist, falls nur einlagige Asphaltschichten (heiß auf kalt) eingebaut werden Mit der erfindungsgemaßen Geratekombination wird eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erreicht Bei dem von der Mischanlage angelieferten Asphalt handelt es sich um einen mit weniger Schwankungen behafteten Asphalt, der eine definierte Temperatur besitzt Ferner gehen davon die oben genannten schädlichen Emissionen nicht aus, da die Herstellung mit einer gleichmaßi- gen und niedrigen Temperatur erfolgt
Mit der Verbreiterung der Mischgutaufnahmekubel und/oder Unterteilung ist die gleichzeitige Aufnahme und Zwischenlagerung von zwei
unterschiedlich zusammengesetzten Asphalten möglich Der eine Mischgutaufhahmekubel oder der Kubelteil nimmt den Asphalt für die untere Asphaltschicht auf und dieses Material wird direkt vom ersten Einbaugerat hohen- und profilgerecht verlegt und mit einer üblichen Verdichtungseinheit (Einbaubohle mit Normal- oder Hochverdichtung) vorverdichtet Durch das gleichzeitige Beschicken beider Mischgutaufhahmekubel werden Gleichgewichtsschwankungen des ersten Einbaugerats vermieden und ein gleichmaßiges Fahren des ersten Einbaugerats gewahrleistet Dadurch wird die Qualität der verlegten Schichten erhöht
Falls die Einbaubreite das Nebeneinanderfahren zweier Lkws nicht ermöglicht, kann auch durch Verkleinern eines Mischgutaufhahmekubels oder eines Kubelteiles der jeweils anderen Mischgutaufnahmekubel oder der Kubelteil befüllt werden Bei verminderter Einbaubreite ist durch die Nach- einanderbefüllung mit unterschiedlichen Asphalten somit auch ein kontinuierlicher Einbau von zwei ubereinanderliegenden Heißasphaltschichten möglich, da das Deckschichtmischgut direkt in den Mischgutaufnahmekubel des zweiten Einbaugerats gefordert wird und in der Regel mengenmäßig wesentlich geringer gegenüber der Einbaumenge des ersten Einbaugerats ist Damit gelingt es, die Lkw-Wechselzeit durch Bevorratung in den Mischgutaufnahmekubel zu überbrücken Das Transportsystem für das Deckenmischgut besteht vorzugsweise aus zwei Einzelbandern Es ist aber auch möglich Schnecken, Lattenroste, Kratzforderer oder Kombinationen dieser Transportsysteme einzusetzen Die Transportsysteme sind beheizbar, um einen erheblichen Temperaturverlust und ein Ankleben des Asphalts zu verhindern
Das erfindungsgemaße umgebaute erste Straßeneinbaugerat vereinigt somit die Aufgaben eines konventionellen Straßeneinbaugerats, mit dem die untere Asphaltschicht verlegt und vorverdichtet wird, mit der Aufgabe eines Uber- gabegerates zum Befördern von Asphaltmischgut in den nachlaufenden zweiten Einbaugerat Mit der Erfindung wird deshalb auch der Vorteil erzielt, daß kein selbstfahrendes Ubergabegerat für das Deckenmischgut des zweiten Einbaugerats benotigt wird
Das zweite Einbaugerat fahrt direkt hinter dem ersten Einbaugerat und verlegt die Deckschicht unmittelbar auf die heiße untere Asphaltschicht, so daß dessen Warmepotential optimal für die Verdichtung genutzt werden kann Der Abstand der beiden Einbaugerate ist deshalb so gering wie möglich zu halten Der Abstand wird im vorliegenden Fall durch die Lange des Fordersystemes für den Deckschichtasphalt begrenzt und sollte möglichst weniger als 4 m betragen
Das zweite Einbaugerat ist in der Regel ein Raupeneinbaugerat und fahrt auf der vorverdichteten heißen unteren Asphaltschicht Um ein Einsinken zu verhindern, ist es möglich, das Kettenfahrwerk so zu verandern, daß die Bodenpressung vermindert und vorzugsweise unter 1,8 kg/cm2 liegt Dies erfolgt z B durch eine Verbreiterung des Fahrwerks um 200 mm gegenüber den üblichen Breiten und/oder der Verlängerung des Fahrwerks
Ferner ist es möglich, das zweite Einbaugerat zusatzlich zur Nivellierautomatik vorn und hinten beidseitig mit Sensoren zu versehen, die die Hohen der heißen nur vorverdichteten ersten und zweiten Asphaltschichten abtasten Als Sensoren können übliche Laser-, Infrarot- oder Ultraschallsensoren eingesetzt werden Der Einsatz von mechanischen Meßfühlern ist wegen der Gefahr von Beschädigungen der empfindlichen noch heißen
Schicht ungenau. Die Einbaustärke der Deckschicht wird auf einem Display im Fahrerstand ständig angezeigt. Beim Überschreiten der vorgegeben Toleranzen wird automatisch eine Korrektur vorgenommen
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht auf das erste Einbaugerät der Gerätekombination,
Fig. 2 die Vorderansicht des ersten Einbaugerätes,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Gerätekombination,
Figur 4 die Vorderansicht einer Ausführungsform des ersten Einbaugerätes, bei dem das Deckschichtmischgut seitlich vorbei geführt wird,
Figur 5 eine schematische Darstellung einer Anlage für den
Asphalteinbau mit zwei Einbaugeräten und einem selbstfahrenden Übergabegerät,
Figur 6 die Draufsicht auf den in Figur 5 gezeigten Einbaugerätezug,
Figur 7 eine Draufsicht auf das selbstfahrende Übergabegerät und
Figur 8 das Ubergabegerate in Seitenansicht,
Figur 9 ein Ubergabegerat mit schwenkbaren Mischgut- aufbewahrungskubel in Seitenansicht,
Figur 10 die zugehörige Draufsicht und
Figur 11 eine Seitensicht dazu
Die Einbaugeratkombination besteht bei dem in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Fall aus zwei unabhängig voneinander operierenden Einbaugeraten, wobei das erste Einbaugerat einen geteilten Mischgutaufnahmekubel aufweist, der beidseitig zur Verbreiterung nach rechts und nach links teleskopartig ausziehbar und/oder geknickt ist Damit wird eine Bef llung mit zwei Mischgutarten ermöglicht, wobei gleichzeitig zwei Lkw unterschiedliches Mischgut anfahren und in die Kübel abkippen können Um die Stabilität zu erhohen sind außerdem beidseitig ausfahrbare Stutzrader 15 angebaut Das Unterlagenmischgut (Binder-Asphalttragschicht) wird direkt auf die Unterlage verlegt und mit bekannten Vorverdichtungseinrichtungen verdichtet Das Mischgut in dem anderen Mischgutaufnahmekubel wird über ein Band oder über Schnecken in die Mischgutaufnahmekubel des unmittelbar nachlaufenden zweiten Einbaugerats transportiert Um ein Eindrucken des Fahrwerkes beim Befahren der heißen vorverdichteten Unterlage zu minimieren wird die Breite der Ketten 1 1 des nachlaufenden Einbaugerats von 300 mm auf 500 mm verbreitert Das Deckschichtmischgut wird
vorverdichtet und anschließend werden beide Schichten nochmals gemeinsam mittels Walzen verdichtet.
Der in Figur 1 dargestellte erste Einbaugerät enthält zwei in der Breite veränderliche Einbaugerätkübelteile Ml und M2. Die einklappbaren Seitenwände werden auf vorzugsweise 6200 mm ausgefahren, so daß das gleichzeitige Abkippen von zwei unterschiedlichen Asphaltgemischen aus zwei Lkw möglich ist. Der Einbaugerätekübelteil für die untere Asphaltschicht beinhaltet zwei Transportsysteme 1 und 2, die das Mischgut zu den beiden getrennten und gegenläufig arbeitenden Verteilerschnecken 3 und 4 befördern. Für jede Einbaubohlenhälfte 5 und 6 ist durch die beiden Transportsysteme 1 und 2 eine getrennte Regelung der Mischgutmenge möglich. Die Einbaubohlen 5 und 6 des ersten Einbaugeräts sind als hochverdichtende Bohlen 12 mit zwei Stampfern versehen.
Der Aufnahmekübel M2 für das Mischgut der oberen Schicht enthält nur ein Transportband 7, das durch das vorn laufende Einbaugerät geführt wird. Um das mittige Befüllen des nachlaufenden Einbaugeräts zu gewährleisten, ist dieses entweder schwenkbar angeordnet oder mit einem zusätzlichen Quer- verteilerband 8 gekoppelt. Um das Abkühlen des Deckenmischgutes bei Regen oder kalter Witterung auf dem Transportweg gering zu halten, ist an der Oberseite der Transportbänder eine Abdeckung angebracht, die mit einer indirekten Beheizung versehen ist. Dadurch wird gleichzeitig das Ankleben des Asphaltmischgutes vermindert. Das Transportsystem für das Deckenmischgut besteht im dargestellten Beispiel aus den beiden hintereinander angeordneten Einzelbändern 7 und 8. Es ist aber auch möglich andere Transport Systeme z.B. Schnecken, Lattenroste, Kratzförderer oder Kombinationen davon zu verwenden. Beide
Mischgutkubelteile sind seitlich kippbar, um das außerhalb des Abzugsbandes liegende Asphaltmischgut auf das Transportsystem zu leiten
Das in Figur 2 dargestellte zweite Einbaugerat ist an der Einfüllseite mit einem aufgesteckten, vorzugsweite 400 mm hohen, Abtrennblech 9 versehen, um ein Herausfallen des Deckschichtmischgutes vor die Ketten 11 des Raupeneinbaugerats zu verhindern, was zu starken Unebenheiten der heißen Unterlage führen wurde Zusatzlich zur Nivellierautomatik sind an den zweiten Einbaugerat beidseitig vorn und hinten Sensoren 10 angebracht, die die Oberflachen der beiden Schichten abtasten und damit eine Bestimmung der Einbaudicke der Deckschicht ermöglichen Die Schichtstarke wird dem Maschinisten auf einem Display im Fahrerstand standig angezeigt Außerdem werden die Meßdaten der Nivelliersteuerung zugeführt Bei Überschreiten der vorgegebenen Toleranz wird die Hoheneinstellung der Verdichtungsbohle entsprechend korrigiert
Das zweite Einbaugerat ist mit normalverdichtenen Bohlen, die nur einen Stampfer enthalten, ausgerüstet
Figur 3 zeigt eine Seitenansicht der Einbaugeratekombination Hierbei verlauft das Transportsystem für den Transport des Deckschichtmischgutes, das hier von dem Forderband 7 gebildet wird, durch das erste Einbaugerat hindurch es ist auch möglich, daß das Forderband 7 geneigt ausgeführt ist oder aus einem ebenen Teil mit anschließend ansteigenden Bereich besteht
In Figur 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der das Mischgut für das zweite Einbaugerat seitlich am ersten Einbaugerat vorbeigeführt wird An dem Einbaugerat befinden sich ausziehbare Mischgutaufnahmekubel Ml und M2 An dem Mischgutkubel M2 für den Deckschichtasphalt ist ein
Einfüllstutzen 13 für den Deckschichtasphalt angebracht, durch den das Material auf den Seitenförderer 7' gelangt Dort wird es bis zum Querfbrde- rer 8' transportiert, an dem sich ebenfalls ein Einfüll stutzen befindet, durch den dann das Mischgut auf das Verteilersystem gelangt Als Antriebsaggre- gat 14 für den Seitenförderer wird vorzugsweise ein Dieselmotor eingesetzt
In den Figuren 5 bis 8 ist ein Beispiel für eine Ausführung erläutert, bei der das Mischgut für die obere Asphaltschicht mit einem gesonderten, vor den beiden Einbaugeraten selbstfahrenden, Ubergabegerat B zum hinteren Einbaugerat transportiert wird
Die Figuren 5 und 6 erläuterten einen Einsatzfall mit gesondertem Ubergabegerat in Zusammenarbeit mit einem Einbauzug, der zwei Einbaugerate enthalt Wie aus der Darstellung ersichtlich ist, versorgt das Ubergabegerat B gleichzeitig das erste Einbaugerat El und das dahinter angeordnete zweite Einbaugerat E2 Das Mischgut für das Einbaugerat E2 wird mit dem Ubergabegerat auf ein am vorderem Einbaugerat El angeordnetes, langsver- schiebbares Forderband F3 zur Weiterforderung des Materials transportiert Das verschiebbare Forderband F3 ist hydraulisch um 1500 mm vor- und ruckschiebbar
Die Figuren 7 und 8 erläutern die Arbeitsweise des Ubergabegerates Im beschriebenem Beispiel erfolgt die Beschickung durch zwei in Längsrichtung wirkende Förderbänder Fl und F2 Das Mischgut wird durch Lkws in den Vorratsbehalter M3 des Ubergabegerates B bzw in den Vorratsbehalter M4 des ersten Einbaugerates El gekippt Am Ubergabegerat B sind die seitlichen Kubelwande M3 1 und M3 2 bis zu einem Kippwinkel von 60° kippbar um das vollständige Entleeren des Vorratsbehalters M3 zu erleichtern Die
Förderbänder Fl und F2 transportieren das Mischgut je nach Stellung des Forderbandes M3 entweder in den Vorratsbehalter M4 des Einbaufertigers El oder auf das verschiebbare Forderband F3 Das vordere Förderband Fl ist unter einem Winkel von 8° angeordnet, die Bandbreite betragt 1350 mm, so daß sich eine nutzbare Abzugsbreite von 1200 mm ergibt Beim Einbau von Kompaktasphalt mit großer Einbaubreite bis zu 7,5 m kann der zweite Einbaufertiger E2 auch seitlich beschickt werden Das zweite Band F2 des Ubergabegerates B ist deshalb als Schwenkband ausgelegt Es ist in der Hohe verstellbar um verschiedene Forderhohen zu realisieren Im dargestell- ten Fall handelt es sich um ein schwenkbares Band mit Fachwerkrahmen, das beidseitig um 40° zur Langsachse geschwenkt und dessen Neigung zur Horizontalen zwischen 15° und 25° einstellbar ist
An dem Förderbändern sind Reinigungseinrichtungen, beheizte Hartmetall- abstreifer sowie Spruheinrichtungen angebracht, die eine einwandfreie Reini- gung der Bander gewahrleisten Das hintere Forderband F2 ist außerdem reversierbar und mit einer hydraulischen Reinigungsklappe ausgestattet, so daß Grobkornanteile ebenfalls vom Band entfernt werden können Der große Kippwinkel der Kubelwande ermöglicht eine einfache und vollständige Reinigung des Materialbunkers Aufgrund der guten Bandreinigung ist es möglich, abwechselnd verschiedene Mischguter zu transportieren, ohne daß Verschmutzungen eines Mischgutes durch vorher beforderte andere Mischguter auftreten
Erprobungen des erfindungsgemaßen Ubergabegerates haben ergeben, daß sowohl Binder- als auch Asphaltdeckschichten sowie beliebige andere Gemische über dasselbe Forderband gefordert werden können Die Reinigungseinrichtungen an den beiden Bandern, Hartmetallabstreifer und Beheizung, stellen bei Materialwechsel die Sauberkeit des Bandes sicher.
Grobkornanteile des Binders können aus den vorgenannten Gründen nicht in das Deckenmaterial gelangen
Vorteilhaft ist dabei, daß das Ubergabegerat deshalb nicht mit einem separa- ten, knickbaren Band zur Forderung des Asphalts ausgestattet werden braucht
Ein weiterer wichtiger Vorzug der erfindungsgemaßen Anordnung besteht darin, daß diese in einfacher Weise an bisher im Einsatz befindliche Uberga- begerate angebracht werden kann Hierzu kann beispielsweise der Bandabzug verbreitert, die Kubelwande angepaßt und ein neues um ca 800 mm längeres Schwenkband mit Fachwerkrahmen eingebaut werden
Der Schwenkwinkel des hinteren Bandes betragt beidseitig 40° zur Fahrzeu- glangsachse Die Hohenverstellung des Bandes erfolgt zwischen 15° und 25° Das hintere Forderband F2 ist reversierbar ausgeführt Dadurch können störende Guter auf dem Forderband leicht beseitigt werden, ohne daß das Bedienungspersonal manuell am Forderband hantieren muß Am Einlauf des hinteren Forderbandes F2 ist deshalb eine Vorrichtung zur Aufnahme von Mischgutresten angebracht Die Vorrichtung besteht aus einem kastenförmigen Teil, das beim Ruckwartslauf des Bandes mit einer hydraulisch betätigten Klappe automatisch geöffnet wird
Zur Abstutzung des schräg verlaufenden Bandes kann am hinteren Forderband F2 ein lenkbares Stutzrad angebracht sein
Alle Bewegungen der Förderbänder Fl, F2 und F3 sind hydraulisch stufenlos verstellbar und lassen sich gut dosierbar regeln Es ist naturlich auch möglich, die Schwenkbewegung über andere Einrichtungen wie Seilzuge,
Zahnstangen oder mechanische Getriebe, vorzugsweise Schneckengetriebe, zu betätigen.
Ferner ist vorteilhaft, daß der Beschicker einen modularen Aufbau aufweist, so daß das vordere Band kurzfristig ausgetauscht und/oder durch andere Fördereinrichtungen ersetzt werden kann. Der Beschicker ist damit kurzfristig an andere Förderbedingungen anpaßbar. Hierzu kann das vordere Förderband Fl gemeinsam mit den zugehörigen Antriebs- und Reinigungseinrichtungen in einer Längsführung herausgezogen werden. Die dadurch ermöglichte einfache und schnelle Auswechselbarkeit gestattet es, Reparaturen schnell auszuführen und die Übergabeeinrichtung auf unterschiedliche Fördersituationen umzurüsten. Es können z.B. unterschiedliche Bandbreiten eingesetzt oder das Förderband kann durch eine geschlossene Schnecke ersetzt werden, was insbesondere für staubförmige Transportgüter erforder- lieh ist.
In gleicher Weise ist es möglich, das hintere Band F2 durch eine Schnecke zu ersetzen.
Die Antriebsleistung ist ausreichend groß gewählt, um auch andere Fördereinrichtungen wie Kratzerbänder, Schnecken etc. anzutreiben.
In den Figuren 9 bis 11 wird ein Übergabegerät erläutert, mit dem das Einbaugerät El und das dahinter angeordnete zweite Einbaugerät E2 dadurch beschickt werden kann, daß das Übergabegerät mit eine Zusatzein- richtung mit schwenkbaren Mischgutaufbewahrungskübel versehen ist.
Erfindungsgemäß ist die Zusatzeinrichtung an einem Übergabegerät angeordnet, das im Normalbetreib zum Beschicken von nur einem Einbaugerät
eingesetzt wird. Die Zusatzeinrichtung ist mit lösbaren Befestigungsmitteln angebracht, so daß sie leicht abnehmbar ist und das Übergabegerät sowohl in üblicher Weise als auch zur Beschickung von zwei Einbaugeräten eingesetzt werden kann.
Wie aus Figur 9 ersichtlich ist, verfügt die Zusatzeinrichtung über ein zusätzliches, schwenkbares Mischgutkübel K, wobei die Schwenkung um eine waagerechte oder um eine senkrechte Achse erfolgen kann. Es ist auch möglich diese Bewegung translatorisch mit Führungen, die am Grundgestell des Übergabegerätes angebracht werden, auszuführen. Ferner weist das Übergabegerät außer dem an üblichen Geräten bereits vorhandenen ersten Förderband 16 ein zusätzliches Förderband 18 auf, das in Fahrtrichtung gesehen rechts oder links am Grundgestell angebracht werden kann. Zweckmäßigerweise besteht dieses zusätzliche Förderband 16 aus zwei hintereinan- der angeordneten Einzelbändern. Es ist auch möglich, anstelle eines Förderbandes für den Transport der Baustoffe andere Transporteinrichtungen, z.B. eine Schnecke, einen Kratzer oder einen Kratzförderer anzubringen. Die Transporteinrichtungen sind je nach dem zu transportierenden Material wahlweise beheizbar. Das Heizen kann mit Gas, durch eine Elektroheizung oder auch durch Wärmerückgewinnung, beispielsweise durch Nutzen der Abgase des Antriebsmotors erfolgen.
Der Materialfluß des ersten Mischgutes verläuft dabei in bekannter Weise vom ersten Mischgutkübel 17 auf ein regelbares Förderband 16 in den Vorratsbunker des ersten Einbaugerätes.
Der Materialfluß des zweiten Mischgutes verläuft über die Zusatzeinrichtung aus dem Zusatzmischgutkübel K mit einem dort angebrachten Seitenförderer, der ein senkrecht zur Transportrichtung der Förderbänder
16,18 laufendes Querband 19 enthält, auf das zusätzliche Förderband 18. Das Förderband 18 ist seitlich rechts oder links parallel und leicht steigend am Grundgestell angebracht. Über ein weiteres Band wird das Material in den Vorratsbunker des zweiten Einbaugerätes transportiert. Der zusätzliche Mischgutkübel K mit dem Seitenförderer kann mit Hilfe des Schwenkhebels 20 nach oben weggeschwenkt werden, so daß die beiden Vorratskübel 17 und K abwechselnd von einem Transportfahrzeug ungehindert beschickt werden können. Die Schwenkbewegung wird im dargestellten Beispiel durch den Hydraulikzylinder 21 betätigt. Es ist auch möglich, die Schwenkbewegung über andere Einrichtungen wie Seilzüge, Zahnstangen oder mechanische Getriebe, vorzugsweise Schneckengetriebe, zu betätigen.
BEZUGSZEICHENLISTE
Ml... M5 Mischgutaufahmekübel
M3.1, M3.2 Kübelwand Fl vorderes Förderband
F2 hinteres Förderband
F3 verschiebbares Förderband am Einbaugerät
4 Vorratsbehalter
El erstes Einbaugerät E2 zweites Einbaugerät
B Übergabegerät
K zusätzliches Mischgutkübel
1, 2 Transportsystem
3, 4 Verteilerschnecken 5,6 Einbaubohlen
7 Transportband durch Einbaugerät geführt
8 Querverteilerband
9 Abtrennblech
10 Sensoren zur Höhenmessung 11 Kettenfahrwerk
12 Hochverdichtungsbohle mit zwei Stampfern
13 Einfüllstutzen für Mischgut
14 Antriebsaggregat für Seitenförderer
15 Stützräder 16 erstes Förderband
17 erstes Mischgutkübel
18 zusätzliches Förderband
19 Querband
20 Schwenkhebel 21 Hydraulikzylinder