Garraumeinsatz mit spezifischem Grundaufbau, sowie Gargerät
Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Garraumeinsatz zum lösbaren Verbau in einen Garraum eines Gargeräts. Der Garraumeinsatz ist insbesondere plattenförmig ausgebildet. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Gargerät.
Aus der DE 102010 030471 A1 ist ein Backofen bekannt. Der Backofen weist ein separates Garraumteilerelement auf, das mit mindestens einem großflächigen Heizelement versehen ist. Das Garraumteilerelement stellt eine Einbaueinheit dar, die in dem Garraum des Backofens in spezifischer Einschubebene einbringbar ist. Dadurch ist der Garraum wahlweise in individuell beheizbare, benachbarte Garraumbereiche unterteilbar. Diese Einbaueinheit weist jedoch nur ein integriertes Heizelement auf. Die Nutzbarkeit ist dadurch eingeschränkt. Darüber hinaus ist aus der EP 2 431 667 A1 ein beheizbarer Einschub-Garraumteiler sowie ein Gargerät bekannt. Eine Oberseite des Einschub-Garraumteilers ist als eine Gargutaufnahme ausgebildet und diesbezüglich wannenförmig gestaltet. In dem plattenförmigen Einschub-Garraumteiler ist eine Flächenheizung integriert. Zusätzlich kann auch ein Temperatursensor vorgesehen sein. Auch dieser beheizbare Einschub-Garraumteiler ist bezüglich seiner Nutzbarkeit limitiert.
Aus der DE 42 17 545 A1 ist ein elektrischer Back- und Bratofen bekannt. Der Ofen weist eine in den Garraum einsetzbare Platte auf, die einen Heizkörper aufweist, der Hitze nach unten abgibt. Die Platte weist eine Isolierung mit einer an der Unterseite ausgebildeten Vertiefung auf, in welcher der Heizkörper angeordnet ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Garraumeinsatz zu schaffen, der variabler nutzbar ist. Entsprechend ist es auch Aufgabe der Erfindung, ein Gargerät zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch einen Garraumeinsatz und ein Gargerät gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Garraumeinsatz zum lösbaren Verbau in einem Garraum eines Gargeräts. Der Garraumeinsatz ist plattenförmig ausgebildet. Der Garraumeinsatz weist eine Basiseinheit auf. Der Garraumeinsatz weist darüber hinaus ein Heizelement auf. Dieses ist insbesondere separat zur Basiseinheit. Das Heizelement ist an der Basiseinheit angeordnet. Das Heizelement ist auf einer einer Unterseite der Basiseinheit abgewandten Seite zumindest bereichsweise nach unten hin freiliegend angeordnet. Die Basiseinheit ist ein Rahmen. Der Rahmen ist daher sowohl nach oben als auch nach unten offen. Dies ist in vertikaler Richtung beziehungsweise in Höhenrichtung des Garraumeinsatzes zu verstehen. Das Heizelement ist in dem von dem Rahmen umgebenen Freiraum angeordnet und in Bezug zum Rahmen nach oben und nach unten hin freiliegend angeordnet.
Durch einen derartigen Garraumeinsatz ist es ermöglicht, diesen auch als Garraumteiler zu nutzen. Er erstreckt sich insbesondere bestimmungsgemäß über die gesamte Breite eines Garraums eines Gargeräts, in dem der Garraumeinsatz Verwendung finden soll. Dadurch kann ein derartiger Garraumeinsatz, insbesondere mit seinem Rahmen, an den seitlichen vertikalen Wänden einer Muffel des Gargeräts, die den Garraum begrenzt, direkt angeordnet werden. Indem die Basiseinheit als Rahmen ausgebildet ist, ist eine gewichtsreduzierte Ausgestaltung ermöglicht. Des Weiteren ist ein dadurch erst geschaffener Freiraum zur Anordnung von weiteren Komponenten, insbesondere des Heizelements nutzbar. Dennoch ist durch diesen Rahmen eine mechanisch stabile Trägerkomponente für das Heizelement erreicht. Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Basiseinheit als Rahmen dahingehend, dass im Betrieb des Heizelements in dieser Grundkonfiguration des Garraumeinsatzes Wärme sowohl nach oben als auch nach unten abgegeben werden kann. Indem dieses Heizelement nämlich nach oben und nach unten in dieser Grundkonfiguration freiliegt, ist diese Wärmeabgabe besonders effizient.
Es ist in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass nur ein derartiges Heizelement in diesem Freiraum angeordnet ist.
Dieses Heizelement des Garraumeinsatzes, das in diesem Freiraum des Rahmens angeordnet ist, weist elektrische Kontakte auf. Mit diesen kann das Heizelement und somit auch der gesamte Garraumeinsatz direkt mit elektrischen Gegenkontakten, die
beispielsweise an der Muffel des Gargeräts oder außerhalb der Muffel des Gargeräts ausgebildet sind, direkt gekoppelt werden.
In einem Ausführungsbeispiel ist der Rahmen umlaufend geschlossen. Damit sind die oben genannten Vorteile besonders erfüllt. Besonders hohe Stabilität und auch Verwindungssteifigkeit ist dadurch erreicht. Ebenso ist es dadurch ermöglicht, dass das Heizelement umfangsseitig vollständig durch den Rahmen umgeben ist. Ein seitliches, das heißt in der Ebene, in der sich de Rahmen aufspannt, Freiliegen des Heizelements außerhalb des Rahmens ist dadurch verhindert. Damit kann auch ein unerwünschtes seitliches Berühren des Heizelements vermieden werden. Der Rahmen bietet somit in dem Zusammenhang auch einen seitlichen, umlaufend geschlossenen Berührschutz für das Heizelement.
In einem Ausführungsbeispiel ist der Rahmen einstückig ausgebildet. Dies bedeutet, dass keine Einzelkomponenten vorhanden sind, die durch lösbare Verbindungen miteinander verbunden sind. Es kann insbesondere bei der einstückigen Ausgestaltung vorgesehen sein, dass der Rahmen in einem einzigen Herstellungsverfahren in seiner Grundform erzeugt wird. Dies bedeutet, dass bei diesem Ausführungsbeispiel nicht zunächst separate Einzelteile gefertigt werden, die dann im Nachgang in einem weiteren Verfahren verbunden werden, beispielsweise verschweißt werden oder dergleichen. Möglich ist jedoch in einem anderen Ausführungsbeispiel auch, dass Einzelteile des Rahmens zunächst separat für sich betrachtet hergestellt werden und in einem nachfolgenden Verbindungsschritt miteinander unlösbar verbunden werden.
In einem Ausführungsbeispiel ist der Rahmen aus Metall ausgebildet. Dadurch ist er besonders stabil. Des Weiteren hält er dadurch im besonderen Maße den hohen Temperaturen, wie sie in einem Garraum eines Gargeräts auftreten können, stand.
In einem Ausführungsbeispiel ist der Rahmen aus zumindest zwei separaten Profilteilen gebildet, die miteinander verbunden sind. Diese können ein unteres und ein oberes Profilteil sein. Diese können aber auch ein vorderes und ein hinteres Profilteil sein. Die Profilteile können gleiche oder ähnliche Formgebungen aufweisen und aufeinander gelegt werden. Sie können dann direkt miteinander verbunden werden oder durch zusätzliche Verbindungsteile miteinander verbunden werden.
Dadurch können vielfältige individuelle Konfigurationen des Rahmens ermöglicht werden.
In einem Ausführungsbeispiel ist der Heizkörper mit einer lösbaren Verbindung mit dem Rahmen verbunden. Dies ist ein weiteres sehr vorteilhaftes Ausführungsbeispiel, denn dadurch können die Einzelteile reversibel getrennt und wieder miteinander verbunden werden. Dies hat Vorteile bezüglich der Reinigung einerseits und der Wartung beziehungsweise eines Komponentenaustausches andererseits. Es muss in einem derartigen Zusammenhang dann nicht der gesamte Garraumeinsatz ersetzt werden, sondern es können Einzelteile davon ausgetauscht werden.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen zumindest eine integrierte Griffzone auf. In einem Ausführungsbeispiel kann diese Griffzone als Griffmulde ausgebildet werden. Damit ist es in besonders vorteilhafter und nutzerfreundlicher Weise ermöglicht, den Garraumeinsatz sicher direkt zu greifen und zu transportieren. Gerade der Rahmen bietet in dem Zusammenhang Vorteile. Zum einen ist der Rahmen in einem Ausführungsbeispiel dicker, insbesondere im Querschnitt, als es das Heizelement ist. Somit ist es auch ermöglicht, dass in dem Rahmen größere Griffzonen ausgebildet sind, sodass auch ein sicheres Greifen und Tragen des Garraumeinsatzes ermöglicht ist. Darüber hinaus ist es durch dieses Ausführungsbeispiel auch ermöglicht, dass der Garraumeinsatz gegriffen werden kann, ohne dass das Heizelement gegriffen werden muss oder in unmittelbarer Nähe zum Heizelement eine Hand zum Handhaben des Garraumeinsatzes positioniert werden muss.
In dem Zusammenhang stellt eine Griffmulde ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer Griffzone dar. Denn damit kann ein besonders umfängliches und sicheres Greifen erfolgen. Insbesondere ist die Griffmulde in Höhenrichtung des Garraumeinsatzes betrachtet nach unten hin offen und/oder in horizontaler Richtung des Garraumeinsatzes betrachtet seitlich und/oder nach vorne offen. Ein besonders ergonomisches und nutzerfreundliches Greifen ist dadurch ermöglicht.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen einen in Tiefenrichtung des Garraumeinsatzes betrachtet vorderen Rahmenbalken auf. Auf einer dem Freiraum des Rahmens abgewandten Frontseite dieses Rahmenbalkens ist eine nach oben offene
Einbuchtung ausgebildet. Damit kann ein Nutzer in diese Einbuchtung eingreifen und ein gegebenenfalls vorhandenes Zusatzmodul des Garraumeinsatzes, welches auf dem vorderen Rahmenbalken angeordnet ist, von unten direkt greifen. Damit kann dieses gegebenenfalls vorhandene Zusatzmodul im Frontbereich des Rahmens auch einfach kontaktiert und betätigt werden.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen zumindest einen seitlichen Rahmenbalken auf. Dieser seitliche Rahmenbalken erstreckt sich mit seiner Längsachse in Tiefenrichtung des Garraumeinsatzes. Insbesondere schließt dieser zumindest eine seitliche Rahmenbalken mit einem vorderen Ende an einem vorderen Rahmenbalken des Rahmens an. In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen, insbesondere der zumindest eine seitliche Rahmenbalken, Aufnahmen für ein zum Rahmen und zum Heizelement separates Zusatzteil des Garraumeinsatzes auf. Damit ist es bestimmungsgemäß vorgesehen, dass diese Aufnahmen als Zusatzteil-Aufnahmen ausgebildet sind und vorgesehen sind. Dadurch ist es ermöglicht, dass sowohl örtlich als auch gegenständlich sehr individuelle Zusatzteile des Garraumeinsatzes mit dem Rahmen gekoppelt werden können. Ein sehr individueller modularer Aufbau des Garraumeinsatzes ist ermöglicht. Insbesondere kann der Rahmen dann multifunktionell bestückt werden und dient als Träger nicht nur für das Heizelement, sondern auch für zumindest ein derartiges weiteres Zusatzteil. Durch die Ausgestaltung der Basiseinheit als Rahmen können diese Zusatzteile an spezifischen Rahmenbalken des Rahmens individuell angeordnet werden. Die Rahmenbalken dienen dann auch als vorteilhafte Träger für diese Zusatzteile. Insbesondere ist es dabei ermöglicht, dass die Zusatzteile nach oben oder nach unten das im Freiraum angeordnete Heizelement nicht abdecken. Dieses Freiliegen und somit die nach oben und nach unten gerichtete Abgabe der Heizenergie des Heizelements ist dann auch durch diese Zusatzteile nicht beeinträchtigt. Somit ist es vorteilhaft vorgesehen, dass bei einer Projektionsbetrachtung auf den Rahmen und somit bei einer Betrachtung senkrecht zur Ebene, in der sich der plattenartige Garraumeinsatz erstreckt, ein gegebenenfalls vorhandenes Zusatzteil nicht mit dem Heizelement überlappend angeordnet ist.
Insbesondere ist zumindest eine Aufnahme so angeordnet, dass ein Zusatzteil an einer Oberseite und/oder an einer Außenseite des Rahmenbalkens angeordnet ist. Insbesondere ist die Aufnahme so vorgesehen, dass das Zusatzteil zumindest
bereichsweise in Höhenrichtung des Garraumeinsatzes betrachtet über den Rahmenbalken nach oben übersteht, an dem es angeordnet ist.
Damit lässt sich der Aufbau des Garraumeinsatzes nach oben hin erweitern. Durch die Zusatzteile ist dann eine individuelle Konfiguration des Garraumeinsatzes ermöglicht. Das Zusatzteil kann für sich betrachtet eine Eigenfunktion aufweisen und muss dann nicht mehr weiter bestückt werden. Möglich ist es jedoch auch, dass ein derartiges Zusatzteil einen Zwischenträger für ein weiteres, dazu separates Zusatzmodul des Garraumeinsatzes bildet. Dieses Zusatzmodul ist insbesondere auch separat zum Heizelement und zum Rahmen. Damit kann die variable Ausgestaltung und somit die individuelle Konfigurationsmöglichkeit des Garraumeinsatzes nochmals wesentlich erweitert werden. Insbesondere oberhalb des Rahmens ist dadurch eine umfängliche Möglichkeit geschaffen, den Garraumeinsatz individuell zu bestücken und zu konfigurieren, indem ein oder unterschiedliche Zusatzmodule daran angeordnet werden können. Dazu dienen die Zusatzteile als entsprechende Träger.
In einem Ausführungsbeispiel ist das Zusatzteil lösbar an der Aufnahme angeordnet. Eine derartige lösbare Verbindung ist somit reversibel koppelbar und entkoppelbar. Damit kann das Zusatzteil einfach angebracht und wieder entnommen werden. Je nach Bestückungsbedarf und somit je nach Konfigurationsvariante des Garraumeinsatzes können in einer Minimalkonfiguration nur der Rahmen und das Heizelement vorgesehen sein. In einer weiteren Konfiguration kann zusätzlich dann zumindest ein derartiges Zusatzteil vorhanden sein. In einer nochmals weiteren Konfigurationsmöglichkeit kann der Garraumeinsatz zusätzlich zum Rahmen und zum Heizelement und zum Zusatzteil mit einem dazu separaten Zusatzmodul bestückt sein. Eine lösbare Verbindung für das Zusatzteil an der Aufnahme kann beispielsweise eine Schnappverbindung oder eine Steckverbindung sein. Auch eine Schraubverbindung oder eine Schnappverbindung können vorgesehen sein.
In einem Ausführungsbeispiel ist das Zusatzteil als längliche Schiene ausgebildet. Sie erstreckt sich mit ihrer Längsachse im angeordneten Zustand an einem Rahmenbalken insbesondere in Tiefenrichtung des Garraumeinsatzes. Es kann dann vorgesehen sein, dass die Längsachse des Zusatzteils und die Längsachse des Rahmenbalkens, an dem das Zusatzteil angeordnet ist, parallel sind. In einem Ausführungsbeispiel kann
vorgesehen sein, dass das Zusatzteil eine im Querschnitt U-förmige Führungsschiene ist. Die Führungsschiene kann bestimmungsgemäß zur Aufnahme eines dazu separaten Zusatzmoduls des Garraumeinsatzes vorgesehen sein. Damit kann das Zusatzmodul einerseits einfach an den Rahmen angebracht werden, insbesondere einfach eingeschoben werden. Andererseits ist dann in der angebrachten Endposition des Zusatzmoduls dieses Zusatzteil auch als Halteelement genutzt. In dem Zusammenhang kann das Zusatzteil einen Endanschlag aufweisen. Damit kann die eingeschobene Endposition des Zusatzmoduls definiert vorgegeben werden. Insbesondere in Tiefenrichtung des Garraumeinsatzes ist dann die Endposition des Zusatzmoduls im Vergleich zum Rahmen sehr genau erreichbar und einstellbar.
Durch die U-Form der Führungsschiene ist dann auch ermöglicht, dass das Zusatzmodul randseitig umgriffen ist. Einerseits ist dadurch die Führung verbessert, andererseits auch das Halten in der Endposition verbessert. Insbesondere dient das Zusatzteil in dem Zusammenhang dann auch als Randkantenschutz für das Zusatzmodul.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Garraumeinsatz ein Zusatzmodul auf. Dieses Zusatzmodul ist insbesondere plattenförmig. Das Zusatzmodul ist eine zum Rahmen und zum Heizelement separate Komponente des Garraumeinsatzes. Sie ist dazu vorgesehen, dass sie im montierten Endzustand den Freiraum, der von dem Rahmen umgeben wird, von oben, insbesondere vollständig, abdeckt. Damit ist es auch ermöglicht, dass ein Eingreifen von oben in den Freiraum verhindert ist. Einerseits kann dann der Garraumeinsatz abhängig von der Funktionalität des Zusatzmoduls als plattenartiger Garraumteiler genutzt werden, auf welchen auf die Oberseite des Zusatzmoduls Gegenstände aufgebracht werden können. Beispielsweise kann in dem Zusammenhang ein Gargutträger, wie ein Gitterrost oder ein Backblech oder eine Pfanne oder dergleichen, darauf positioniert werden. Das Zusatzmodul kann in dem Zusammenhang quasi als obere Abdeckung des Freiraums genutzt werden. Es kann dahingehend ausgebildet sein, dass es thermisch isolierend wirkt, sodass Wärmeenergie des Heizelements nach oben nicht oder nur geringfügig abgegeben werden kann. Das Zusatzmodul kann eine Isolationsplatte sein. Möglich ist es jedoch auch, dass das Zusatzmodul als Energieabgabeeinheit ausgebildet ist. Dann kann es bewusst so konfiguriert sein, dass die Wärme des Heizelements auf die Energieabgabeeinheit übergeben wird und diese Wärmeenergie dann von der Energieabgabeeinheit nach oben
abgestrahlt wird. So kann die Energieabgabeeinheit beispielsweise auch aus Keramik ausgebildet sein. Nicht nur in dem Zusammenhang kann dieses Zusatzmodul in seiner Funktion als Energieabgabeeinheit ein Pizzastein oder dergleichen sein.
Das Zusatzmodul ist in einem Ausführungsbeispiel mit einer lösbaren Verbindung an der Aufnahme angeordnet. Auch dadurch kann es einfach reversibel abgenommen und wieder angebracht werden. Insbesondere durch einfaches, insbesondere lineares, Anschieben an den Rahmen, insbesondere geführt durch die Zusatzteile, ist eine einfache Montage und Demontage ermöglicht.
In einem Ausführungsbeispiel weisen eine Bodenplatte und/oder eine Deckenplatte des Zusatzmoduls Prägungen auf. Zusätzlich oder anstatt dazu können diese Bodenplatte und/oder die Deckenplatte Mediumablauf- und/oder Sammelrinnen aufweisen. Insbesondere dann, wenn das Zusatzmodul dazu vorgesehen ist, dass Lagergüter, wie beispielsweise auch Gargut, auf der Oberseite platziert werden können oder sollen. Denn dann können beispielsweise flüssige Medien dieses Lagerguts austreten und in diesen Rinnen gesammelt werden. Ein unerwünschtes, von der Oberseite Ablaufen dieser Medien von dem Zusatzmodul kann dadurch vermieden werden.
Durch den Rahmen als Basiseinheit des Garraumeinsatzes wird eine offene Bauform bereitgestellt, sodass das Heizelement in Höhenrichtung betrachtet gleichzeitig in beiden Richtungen wirken kann und Wärmeenergie abgeben kann. Ohne ein Drehen des Garraumeinsatzes kann somit gleichzeitig Wärmeenergie von oben und nach unten aus dem Garraumeinsatz abgegeben werden.
Der Rahmen kann in einem Ausführungsbeispiel aus Metall ausgebildet sein. Beispielsweise kann er aus einem emaillierten Blech und/oder Aluminium und/oder Edelstahl sein. In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen in Höhenrichtung betrachtet eine Höhe auf, die größer ist, als das Heizelement. Dies bedeutet, dass in einem Ausführungsbeispiel in Höhenrichtung betrachtet das Heizelement insbesondere vollständig innerhalb der Höhe des Rahmens angeordnet ist. Dadurch steht das Heizelement nicht nach oben und/oder nach unten über den Rahmen über. Auch dadurch ist ein zusätzlicher gewisser Schutz gebildet. Insbesondere ist es dadurch auch ermöglicht, dass der Garraumeinsatz beispielsweise auf eine Arbeitsplatte aufgestellt
werden kann. Denn dann ist vermieden, dass das Heizelement direkt auf der Arbeitsplatte aufsitzen würde. Vielmehr dient dann der Rahmen auch als direkte Auflage. Es kann vorgesehen sein, dass hier Standflächen an der Unterseite des Rahmens ausgebildet sind. Beispielsweise können hier auch Prägungen als Standfüße ausgebildet sein. Darüber hinaus ist es somit auch möglich, dass der Garraumeinsatz mit dem Rahmen auch kippfrei und stabil aufgestellt werden kann.
In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Unterseite des Rahmens einen Tiefziehbereich aufweist. Dies bedeutet, dass dieser Bereich durch ein Tiefziehen erzeugt ist. Dieser Bereich erstreckt sich in Höhenrichtung nach unten und erweitert diesbezüglich den Rahmen, sodass er nach unten im Vergleich zum Heizelement übersteht. Dieser Tiefziehbereich kann vollständig umlaufend ausgebildet sein. Lediglich beim horizontalen Herausführen von elektrischen Kontakten des Heizelements, die sich durch einen Rahmenbalken des Rahmens vom Freiraum nach außerhalb erstrecken, ist diesbezüglich in einem Ausführungsbeispiel eine Unterbrechung dieses Tiefziehbereichs ausgebildet. In einem Ausführungsbeispiel kann das Zusatzmodul einstückig ausgebildet sein. Dabei kann es aus einem einzigen Material hergestellt sein. Möglich ist es auch, dass das Zusatzmodul mehrteilig aufgebaut ist. Es kann dazu eine Bodenplatte und eine Deckenplatte aufweisen. Diese können direkt miteinander verbunden sein. In einem Ausführungsbeispiel kann zwischen der Bodenplatte und der Deckenplatte ein Zwischenraum gebildet sein. Dieser kann mit einem thermisch isolierenden Material gefüllt sein. Möglich ist es auch, dass die Deckenplatte in einem vorderen Bereich ihrer Unterseite eine Griffzone, insbesondere eine Griffmulde, aufweist. Damit kann die Handhabung des Zusatzmoduls für einen Nutzer vereinfacht werden. Beispielsweise kann im angebrachten Zustand des Zusatzmoduls an dem Rahmen diese Griffzone an der Unterseite des Zusatzmoduls fluchtend mit der Einbuchtung an einer Frontseite eines vorderen Rahmenbalkens des Rahmens angeordnet sein. Damit kann in diese Einbuchtung eingegriffen werden und direkt in die Griffzone an die Unterseite des Zusatzmoduls gelangt werden. Damit kann auch ein einfaches Entnehmen des Zusatzmoduls von dem Rahmen ermöglicht werden.
Möglich ist es auch, dass eine Oberseite des Zusatzmoduls individuell strukturiert ist. Beispielsweise kann hier ein Oberflächenbereich generiert sein, der eine höhere Rauigkeit aufweist. Damit kann ein unerwünschtes Verrutschen eines Garguts und/oder eines
Gargutträgers, das beziehungsweise der auf dieser Oberseite direkt aufgestellt ist, vermieden werden.
Möglich ist es auch, dass die Deckenplatte und die Bodenplatte mit einer Klebeverbindung direkt miteinander verbunden sind. Möglich ist jedoch auch eine Schraubverbindung. Darüber hinaus ist es auch ermöglicht, dass durch ein weiteres Zusatzteil, insbesondere eine Randeinfassung, die separat zur Deckenplatte und zur Bodenplatte ist, ein Verbindungselement zwischen der Deckenplatte und der Bodenplatte gebildet ist. Dieses kann beispielsweise ein aus Edelstahl gebildeter Randstreifen beziehungsweise eine Randeinfassung sein.
In einem anderen Ausführungsbeispiel ist das Zusatzmodul als Wendeplatte ausgebildet. Dies bedeutet, dass sie bestimmungsgemäß beidseits zur Nutzung vorgesehen ist. So können diese Oberseite und/oder Unterseite des Zusatzmoduls unterschiedlich strukturiert und/oder aus unterschiedlichem Material ausgebildet sein. Möglich ist es auch, dass dadurch ein einfaches Reinigen des Zusatzmoduls ermöglicht ist. Denn so kann beispielsweise dann durch ein Umdrehen der Platte ein Verbrennen der Rückstände durch den aktivierten Heizkörper erfolgen, der dann direkt auf diese Oberfläche des Zusatzmoduls einwirken kann.
Wenn das Zusatzmodul als Energieabgabeeinheit bestimmungsgemäß ausgebildet ist, kann diese beispielsweise als Grillwärmeplatte oder Kontaktwärmeplatte ausgebildet sein. Dabei ist dieses Zusatzmodul dann aus einem gut leitenden Material, beispielsweise Aluminium, ausgebildet. Sie kann dann auch insbesondere mit einer spezifischen Gebrauchsoberfläche ausgebildet sein. Diese kann in einem Ausführungsbeispiel eine Oberfläche sein, die leicht zu reinigen ist. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine Gebrauchsoberfläche dieses Zusatzmoduls bei einem Ausführungsbeispiel einer Energieabgabeeinheit beispielsweise Rippen aufweist. Dies kann beispielsweise bei einer Grillplatte realisiert sein. Auf der anderen Seite kann dieses Zusatzmodul dann beispielsweise plan ausgebildet sein.
Möglich ist es auch, dass eine Gebrauchsoberfläche, die beispielsweise als Grilloberfläche ausgebildet ist, eine randseitige Einfassung aufweist. Dies ist ein nach oben überstehender Steg. Er kann insbesondere vollständig umlaufend geschlossen
ausgebildet sein. Ein unerwünschtes Ablaufen von Medien des Garguts, das auf dieser Grilloberfläche zubereitet wird, kann dadurch vermieden werden.
Durch eine Möglichkeit eines zerstörungsfrei lösbaren Anbringens von verschiedenen Energieabgabeeinheiten in den Aufnahmebereich ist auch die Handhabung des Garraumeinsatzes sehr einfach und nutzerfreundlich ermöglicht. Die individuelle Konfiguration des Garraumeinsatzes mit einer spezifischen Energieabgabeeinheit kann damit auch schnell und einfach durchgeführt werden. Damit kann der Garraumeinsatz abhängig von den jeweiligen Einsatzbedingungen schnell und individuell konfiguriert werden.
Durch den Garraumeinsatz wird somit quasi auch ein mehrstufiges beziehungsweise kaskadiertes Energieerzeugungs- und Abgabesystem geschaffen. Es erfolgt somit nicht mehr nur eine Energieerzeugung durch ein Heizelement und eine entsprechende Abgabe der Energie des Heizelements von der Basisplatte selbst, sondern durch die Übertragung der Energie des Heizelements auf die Energieabgabeeinheit kann somit auch gegebenenfalls diese Kopplung verbessert werden und die Energieabgabe von dem Garraumeinsatz nach außen durch diese Energieabgabeeinheit spezifiziert und individualisiert werden. Damit lässt sich auch ein Energieabgabeszenario flexibler und individueller gestalten. Dies kann nicht nur Vorteile bezüglich des Zubereitungsvorgangs im Garraum haben, sondern auch bezüglich einer zeitlich und bezüglich der Menge der Energie situationsangepasstere Abgabe erfolgen. Auch die Art der Energieabgabe kann somit individualisiert werden.
Insbesondere ist die von der Energieabgabeeinheit abgegebene Energie Wärmeenergie.
Eine elektrische Energiequelle kann Bestandteil des Garraumeinsatzes sein. Diese elektrische Energiequelle kann jedoch auch extern zum Garraumeinsatz angeordnet sein. Insbesondere weist der Garraumeinsatz dann elektrische Kontakte auf. Diese können mit elektrischen Gegenkontakten kontaktiert werden, sodass die elektrische Energie von der elektrischen Energiequelle über diese Kontaktschnittstelle auf das Heizelement des Garraumeinsatzes übertragen wird.
Weist der Garraumeinsatz keine derartige eigene elektrische Energiequelle auf, so kann er beispielsweise an dem Stromnetz angeschlossen werden.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Garraumeinsatz zumindest einen elektrischen Kontaktbereich auf, mit welchem der Garraumeinsatz mit einer externen Energieversorgungseinheit koppelbar ist. Insbesondere ist dieser elektrische Kontaktbereich mit zumindest einem elektrischen Kontakt ausgebildet. Dieser ist zum direkten Kontaktieren eines garraumeinsatzexternen elektrischen Gegenkontakts ausgebildet. Die Energieversorgungseinheit ist insbesondere eine elektrische Energieversorgungseinheit.
Das Heizelement kann einen Rohrheizkörper und/oder einen Strahlungsheizkörper und/oder eine Induktionsheizung aufweisen. Damit können vielfältigste und unterschiedlichste Energiequellen als Heizelemente für den Garraumeinsatz bereitgestellt werden. Die von dem Heizelement erzeugte Energie kann in dem Zusammenhang somit Wärmeenergie sein. Sie kann jedoch auch elektromagnetische Energie sein, wie dies im Falle der Induktionsheizung zutrifft. Das Heizelement kann zu dieser Energieerzeugung mit einer elektrischen Energiequelle verbunden sein, sodass durch die elektrische Energie das Erzeugen der Energie des Heizelements gestartet wird.
In einem Ausführungsbeispiel weist dieser thermische Isolationsbereich Aerogel als thermisch isolierendes Material auf. Dieses ist einerseits sehr leicht, andererseits bezüglich der thermischen Isolationswirkung besonders vorteilhaft. Der thermische Isolationsbereich kann auch eine Vakuumeinheit aufweisen.
Ist das Heizelement beispielsweise ein Rohrheizkörper oder ein Strahlungsheizkörper, wird die diesbezüglich erzeugte Wärmeenergie auf die Energieabgabeeinheit übertragen. Abhängig von der Art der Energieabgabeeinheit kann dann eine entsprechende Energie, insbesondere eine Wärmeenergie, von der Energieabgabeeinheit in den Garraum abgegeben werden. Insbesondere ist es in dem Zusammenhang daher auch möglich, dass ein zuzubereitendes Lebensmittel direkt auf die Energieabgabeeinheit aufgebracht wird. Beispielsweise kann dies bei einem Grillgut oder bei einer Pizza oder einem zuzubereitenden Kuchen oder dergleichen der Fall sein. Möglich ist dies jedoch auch bei vielfältigen anderen Lebensmitteln.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Gargerät. Das Gargerät weist ein Gehäuse auf. In dem Gehäuse ist ein Garraum ausgebildet. In dem Garraum können Lebensmittel zubereitet werden. Das Gargerät weist in einem Ausführungsbeispiel einen Garraumeinsatz gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel auf.
Zusätzlich zu dem bereits oben genannten Ausführungsbeispiel, bei welchem Aerogel als Materialbereich für den thermischen Isolationsbereich vorgesehen ist, kann auch eine Vakuumeinheit als thermischer Isolationsbereich in der Basisplatte ausgebildet sein. Ebenso kann jedoch auch eine Kombination zwischen einem Aerogel und einer vakuumierten Einheit vorgesehen sein. Dadurch ist auch eine leichte und besonders gut isolierende Ausgestaltung realisiert. Insbesondere ist eine derartige allgemein vorgesehene gewichtsminimierte Ausgestaltung des Garraumeinsatzes dann von Vorteil, wenn der Garraumeinsatz nicht auf dem Boden einer den Garraum begrenzenden Wand angeordnet ist, sondern diesbezüglich quasi aufgehängt ist.
Ein Garraumeinsatz kann auch als Garraumteiler ausgebildet sein. Dadurch kann der Garraum in zumindest zwei unterschiedliche Garraumteilbereiche unterteilt werden. Insbesondere weist der Garraumeinsatz in Breitenrichtung des Gargeräts betrachtet im Wesentlichen eine Breite auf, die der lichten Weite zwischen zwei vertikalen Wänden, die den Garraum begrenzen, entspricht. Damit ist auch eine besonders einfache Halterung des Garraumeinsatzes an diesen gegenüberliegenden vertikalen Seitenwänden ermöglicht.
Bei einem Ausführungsbeispiel kann das Zusatzmodul in Höhenrichtung des Gargeräts betrachtet wahlweise direkt oberhalb oder direkt unterhalb dem Rahmen im Garraum positioniert werden. Es kann dann auch direkt am Rahmen lösbar angeordnet sein. Beispielsweise dann, wenn das Zusatzmodul eine Isolationsplatte ist, kann somit in einem Ausführungsbeispiel eine thermische Isolationswirkung nach oben erfolgen, und das Heizelement nach unten frei liegen. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Isolationsplatte unter dem Rahmen angeordnet sein und nach unten hin thermisch isolieren. Das Heizelement kann dann nur nach oben Hitze abgeben.
Insbesondere kann nicht nur hier, sondern auch in anderen Ausführungsbeispielen ein weiteres Zusatzmodul des Garraumteilers vorhanden sein. Beispielweise kann dann eine Grillplatte direkt oberhalb dem Heizelement auf dem Rahmen angeordnet sein.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Energieabgabeeinheit als Pizzastein wird eine Platte bereitgestellt. Diese kann sowohl durch einen Rohrheizkörper als auch durch einen Strahlungsheizkörper geheizt werden. Ebenso ist aber auch eine Heizung mit einer Induktionsheizung möglich. Das eigentliche Heizelement ist bei der Induktionsheizung eine Induktionsspule. Dies ist in der Basisplatte des Garraumeinsatzes angeordnet. Sie wechselwirkt elektromagnetisch mit der Energieabgabeeinheit.
Möglich ist es auch, dass abhängig von der Verbauposition des Garraumeinsatzes in dem Garraum auch eine Oberhitze durch den Garraumeinsatz erzeugbar und bereitstellbar ist.
In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der zumindest eine elektrische Kontaktbereich, der an dem Heizelement des Garraumeinsatzes ausgebildet ist, an einem diesbezüglichen schmalen Seitenrand der Basisplatte ausgebildet ist. Dadurch ist ein besonders einfaches elektrisches Kontaktieren eines elektrischen Gegenkontakts, der beispielsweise an einer derartigen vertikalen Seitenwand, die einen Garraum begrenzt, angeordnet ist, ermöglicht. Insbesondere wird dabei automatisch die elektrische Kontaktierung zwischen dem elektrischen Kontaktbereich und dem Gegenkontaktbereich ermöglicht, wenn der Garraumeinsatz in seiner Endposition im Garraum angeordnet ist. Die Endposition ist in Tiefenrichtung des Gargeräts betrachtet. In Höhenrichtung betrachtet kann der Garraumeinsatz insbesondere auf zumindest zwei verschiedenen Ebenen in dem Garraum positioniert werden.
Möglich ist es auch, dass abhängig von der Verbauposition des Garraumeinsatzes in dem Garraum auch eine Oberhitze durch den Garraumeinsatz erzeugbar und bereitstellbar ist. Damit kann auch beispielsweise ein einfaches Überbacken oder Grillen ermöglicht werden, wobei in dem Zusammenhang die Energieabgabe nach oben auf das darunter befindliche Gargut erfolgt. Beispielsweise ist dabei auch ein Zubereiten des Lebensmittels, insbesondere von Fleisch, bei Temperaturen bis zu 800 °C ermöglicht.
Möglich ist es auch, dass zumindest zwei separate Garraumeinsätze gleichzeitig in dem Garraum angeordnet sind. Insbesondere können die auf verschiedenen Höhenlagen in dem Garraum positioniert sein. Insbesondere ist die Orientierung der Garraumeinsätze allgemein so, dass die Energieabgabeeinheit dem zuzubereitenden Lebensmittel in dem Garraum zugewandt ist.
Durch ein derartiges Konzept mit einem modular aufgebauten Garraumeinsatz kann das Gargerät selbst beispielsweise ohne einen fest verbauten, herkömmlichen Unterhitzeheizkörper ausgebildet werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass dann bei einem derartigen Gerät der Heißluftbetrieb, insbesondere auch zweifach, durch den Garraumeinsatz zur Verfügung steht. Es kann dann beispielsweise ein derartiger Garraumeinsatz im Garraum angeordnet werden und dadurch ein oberer und ein unterer Garraumteilbereich gebildet werden. In dem Zusammenhang stellt dann in einem Ausführungsbeispiel der Garraumeinsatz eine Oberhitzeeinheit für den unteren Garraumteilbereich dar.
Bei einem diesbezüglich um 180° umgedrehten Verbau beziehungsweise einem umgedrehten Einbringen des Garraumeinsatzes in den Garraum kann andererseits ein Unterhitzemodul beziehungsweise ein Dampfgarmodul für den in Höhenrichtung darüber befindlichen Garraumteilbereich bereitgestellt werden.
Ebenso ist es in einem Ausführungsbeispiel möglich, dass der Garraumeinsatz ganz nach unten im Garraum positioniert ist und somit quasi unterhalb des Garraumeinsatzes kein Garraumteilbereich zum Einbringen von Lebensmitteln mehr ausgebildet ist. Bei einem derartigen Ausführungsbeispiel stellt dann der Garraumeinsatz beispielsweise ein Unterhitzemodul und/oder ein Dampferzeugungsmodul dar, welches dann quasi für den gesamten darüber befindlichen Garraum nutzbar ist.
Ebenso sind diese insbesondere drei verschiedenen Ausführungsbeispiele möglich, wenn bei der grundsätzlichen Ausgestaltung des Gargeräts kein eigener fest verbauter, herkömmlicher Oberhitzeheizkörper vorhanden ist. Abhängig von der jeweiligen Einbringungsposition des Garraumeinsatzes kann dann ein entsprechendes Oberhitzemodul und/oder Dampferzeugungsmodul durch diesen Garraumeinsatz bereitgestellt werden.
Möglich ist es auch, dass in einem Ausführungsbeispiel eines Gargeräts sowohl auf einen Oberhitzeheizkörper als auch einen Unterhitzeheizkörper verzichtet ist und durch diesen vorhandenen Garraumeinsatz sowohl ein Oberhitzemodul als auch ein Unterhitzemodul bereitgestellt wird. In dem Zusammenhang ist es dann möglich, dass ohne einen zusätzlichen modularen Heizer ein einfacher Umluftbackofen realisiert werden kann. Der modulare Heizer beziehungsweise der Garraumeinsatz kann bei einem derartigen Ausführungsbeispiel jedoch auch als Oberhitzemodul genutzt werden. Insbesondere auch dann, wenn er als Dampferzeugungsmodul ausgebildet ist. Ebenso ist es möglich, dass der Garraumeinsatz bei einer derartigen Ausgestaltung eines Gargeräts ohne eigenen integrierten Oberhitzeheizkörper und Unterhitzeheizkörper als Unterhitzemodul genutzt wird. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Energieabgabeeinheit beispielsweise ein Pizzastein oder eine Grillplatte ist. Bei einem Ausführungsbeispiel des Garraumeinsatzes als Dampfgenerator kann das Wasser in der diesbezüglichen Energieabgabeeinheit bereits direkt vorhanden sein. Es kann somit auch diesbezüglich ein integrierter Wassertank vorhanden sein. Die Befüllung dieses Wassertanks der Energieabgabeeinheit kann beispielsweise über eine Wasserzuleitung oder an einem Wasserhahn erfolgen.
In einem Ausführungsbeispiel ist es durch die Erfindung auch möglich, den Garraumeinsatz auch als Nachrüstsystem für ein Gargerät bereitzustellen. Damit ist es auch möglich, dass ein Gargerät in einer individuellen Grundkonfiguration bereitgestellt wird. Abhängig davon, ob ein Nutzer dann eine Funktionserweiterung möchte, kann dieser zumindest eine Garraumeinsatz oder auch mehrere Garraumeinsätze als Nachrüstkomponenten nachgerüstet werden. Insbesondere ist es in dem Zusammenhang auch möglich, dass bei dem Garraumeinsatz nur die Grundkonfiguration bereitgestellt wird. Zur individuellen Ausgestaltung einer Anordnung kann ein Nutzer dann zusätzlich ein oder mehrere, je nach Wunsch oder Bedarf, Energieabgabeeinheiten zusätzlich nachrüsten, sodass er nutzerindividuell eine Anordnung mit dem Garraumeinsatz und zumindest einer Energieabgabeeinheit konfigurieren kann.
Ein Aspekt der Erfindung betrifft somit auch ein Nachrüstsystem für ein Gargerät. Das Nachrüstsystem weist einen Garraumeinsatz gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon auf. Das Nachrüstsystem kann auch eine
Anordnung gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon aufweisen.
Mit Angaben „oben“, „unten“, „vorne“, „hinten, „horizontal“, „vertikal“, „Tiefenrichtung“, „Breitenrichtung“, „Höhenrichtung“ etc. sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und bestimmungsgemäßem Anordnen des Garraumeinsatzes beziehungsweise des Geräts gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen, sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Gargeräts;
Fig. 2 eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Garraumeinsatzes;
Fig. 3 der Garraumeinsatz gemäß Fig. 2 in einer zu Fig. 2 unterschiedlichen Perspektive;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Garraumeinsatzes gemäß Fig. 2 und Fig. 3;
Fig. 5 eine Frontansicht des Garraumeinsatzes gemäß Fig. 2 und Fig. 3;
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Zusatzmoduls für einen Garraumeinsatz;
Fig. 7 eine zu Fig. 6 unterschiedliche Perspektive des Zusatzmoduls;
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung eines Garraumeinsatzes, der die Komponenten gemäß Fig. 2 bis Fig. 7 aufweist;
Fig. 9 den Garraumteiler gemäß Fig. 8 in einer zu Fig. 8 unterschiedlichen Perspektive;
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zusatzmoduls für einen Garraumeinsatz;
Fig. 11 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zusatzmoduls für einen Garraumeinsatz;
Fig. 12 eine Frontansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Gargeräts; und
Fig. 13 eine perspektivische Darstellung des Gargeräts gemäß Fig. 12.
In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen
In Fig. 1 ist in einer schematischen Darstellung ein Gargerät 1 gezeigt. Das Gargerät 1 kann ein Backofen oder ein Mikrowellengargerät oder ein Dampfgargerät sein. Es kann auch ein diesbezüglich kombiniertes Gargerät sein.
Das Gargerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf. In dem Gehäuse 2 ist insbesondere eine Muffel 3 angeordnet. Diese begrenzt mit ihren Wänden einen Garraum 4. Der Garraum 4 ist frontseitig durch eine hier nur gestrichelt angedeutete Tür 5 des Gargeräts 1 begrenzt, wobei die Tür 5 hier schematisch im geöffneten Zustand gezeigt ist.
Darüber hinaus ist in Fig. 1 ein Garraumeinsatz 6 gezeigt. Der Garraumeinsatz 6 ist eine für sich betrachtet separate Komponente. Er ist bestimmungsgemäß zum Einsetzen in den Garraum 4 ausgebildet. Diesbezüglich ist der Garraumeinsatz 6 ein Garraumteiler. Dies bedeutet insbesondere auch, dass er in Breitenrichtung (x-Richtung) des Gargeräts 1 eine Breite aufweist, die im Wesentlichen der lichten Weite zwischen zwei gegenüberliegenden vertikalen Seitenwänden 3a und 3b der Muffel 3 entspricht. Dadurch kann der Garraumeinsatz 6 horizontal in den Garraum 4 eingesetzt werden und an den gegenüberliegenden Seitenwänden 3a und 3b insbesondere direkt angeordnet werden. Der Garraumeinsatz 6 ist insbesondere plattenförmig ausgebildet. Dies bedeutet, dass er in dem Zusammenhang als eckiger Flachkörper ausgebildet ist.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Garraumeinsatzes 6 gezeigt. Der Garraumeinsatz 6 weist eine Basiseinheit 7 auf. Die Basiseinheit 7 ist als Rahmen 8 ausgebildet. Dieser Rahmen 8 weist einen vorderen Rahmenbalken 9, einen hinteren Rahmenbalken 10 und seitliche Rahmenbalken 11 und 12 auf. Diese bilden im Ausführungsbeispiel einen umlaufend geschlossenen Rahmen 8. Der Rahmen 8 ist hier als viereckiger Rahmen ausgebildet. Durch den Rahmen 8 ist ein Freiraum 13 umgeben beziehungsweise begrenzt. In diesem Freiraum 13 ist ein Heizelement 14 des Garraumeinsatzes 6 angeordnet. Das Heizelement 14 ist hier ein mehrfach gewundener Stab beziehungsweise ein Rohr. Wie zu erkennen ist, ist der Rahmen 8 in Höhenrichtung (y-Richtung) nach oben und nach unten offen. Dadurch ist auch das Heizelement 14 in dieser Höhenrichtung nach oben und nach unten offen frei liegend, da der Freiraum 13 nach oben und nach unten vollständig offen ist. Das Heizelement 14 weist elektrische Kontakte 15 und 16 auf. Diese sind durch Enden des mehrfach gewundenen stabförmigen Heizelements 14 gebildet. Wie zu erkennen ist, sind in dem Ausführungsbeispiel diese Enden horizontal aus dem Freiraum 13 heraus, insbesondere durch den hinteren Rahmenbalken 10, nach außen geführt. Sie können in dem Zusammenhang durch den hinteren Rahmenbalken 10 hindurch geführt sein oder unter dem Rahmenbalken 10 hindurch geführt sein.
Dieses Ausführungsbeispiel nur mit dem Rahmen 8 und dem Heizelement 14 ist eine Grundkonfiguration des Garraumeinsatzes 6.
In einem Ausführungsbeispiel ist das Heizelement 14 so in dem Freiraum 13 angeordnet, dass es in Höhenrichtung weder nach oben noch nach unten über die Höhe des Rahmens 8 übersteht. Dies bedeutet insbesondere, dass sich der Rahmen 8 weiter nach oben und/oder weiter nach unten erstreckt, als das Heizelement 14.
Dies bedeutet auch, dass dieser Garraumeinsatz 6 mit dem Rahmen 8 und dem Heizelement 14 als fertige Grundkonfiguration nutzbar ist. Der Garraumeinsatz 6 kann somit in dieser Grundkonfiguration bestimmungsgemäß als Garraumteiler verwendet werden. Es ist bei diesem Ausführungsbeispiel dann die ungehinderte Wärmeabgabe des Heizelements 14 nach unten und gleichzeitig nach oben ermöglicht.
In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der Garraumeinsatz 6 zumindest ein Zusatzteil 17 aufweist. Es können auch mehrere Zusatzteile 17 und 18 vorgesehen sein. Das Zusatzteil 17 und/oder das Zusatzteil 18 sind zu dem Rahmen 8 und zu dem Heizelement 14 separate Bauteile. Insbesondere können das Zusatzteil 17 und/oder das Zusatzteil 18 eine Führungsschiene sein. Diese kann jeweils im Querschnitt U-förmig sein. Die hier gezeigten länglichen Schienen sind in einem Ausführungsbeispiel an bestimmungsgemäß dazu vorgesehenen Aufnahmen 19 und/oder 20 angeordnet. Insbesondere sind diese Aufnahmen 19 und 20 an einer Oberseite 8a und/oder an Randseiten 21 beziehungsweise 22 des Rahmens 8 ausgebildet. Ein Zusatzteil 17 und/oder 18 kann dann so insbesondere an seitlichen Rahmenbalken 11 und/oder 12 befestigt werden, dass es in Höhenrichtung gegenüber der Oberseite 8a nach oben übersteht. Wie zu erkennen ist, sind diese Zusatzteile 17 und/oder 18 hier mit ihren Längsachsen in Tiefenrichtung orientiert. Dies bedeutet, dass sie insbesondere parallel zu den Längsachsen der seitlichen Rahmenbalken 11 und 12 angeordnet sind. Die hier als Führungsschienen ausgebildeten Zusatzteile 17 und 18 sind somit zerstörungsfrei lösbar anbringbar und wieder abnehmbar. Dadurch sind die Modularität und die individuelle Konfigurierbarkeit des Garraumeinsatzes 6 deutlich flexibler.
In einem Ausführungsbeispiel können diese Zusatzteile 17 und/oder 18 bestimmungsgemäß dazu vorgesehen sein, ein weiteres Zusatzmodul des Garraumeinsatzes 6 aufzunehmen. Ein derartiges Zusatzmodul ist in einem Ausführungsbeispiel wiederum eine zu den Zusatzteilen 17 und/oder 18, zu dem Rahmen 8 und dem Heizelement 14 separate Komponente. Durch die in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsbeispiele der Zusatzteile 17 und 18 wird ein derartiges Zusatzmodul, welches vorzugsweise plattenartig ausgebildet sein kann, geführt. Beispielsweise kann dieses Zusatzmodul von vorne her kommend oberhalb des Rahmens 8 in die Führungsschienen eingeschoben werden und linear in Tiefenrichtung (z-Richtung) nach hinten geführt geschoben werden. In einem Ausführungsbeispiel kann zumindest ein Zusatzteil einen hinteren Anschlag 23 aufweisen. Dadurch ist eine eingeschobene Endposition des Zusatzmoduls vorgegeben.
In Fig. 3 ist das Ausführungsbeispiel des Garraumeinsatzes 6 in einer zu Fig. 2 unterschiedlichen Perspektive, nämlich von unten her, gezeigt. Mit diesen Zusatzteilen 17 und 18 ist eine Erweiterungskonfiguration des Garraumeinsatzes 6 ausgebildet.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen 8 zumindest eine Griffzone auf. In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel sind diesbezüglich Griffzonen 24 und 25 an Unterseiten der seitlichen Rahmenbalken 11 und 12 ausgebildet. Dadurch kann der gesamte Garraumeinsatz 6 im Bereich des Rahmens 8 direkt gegriffen werden und einfach durch einen Nutzer getragen werden. Dies kann ohne ein Berühren des Heizelements 14 sicher erfolgen. In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist diesbezüglich eine jeweilige Griffzone 24, 25 als Griffmulde ausgebildet.
Eine Griffzone 24, 25 kann innenliegend durch eine Begrenzungswand, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist, begrenzt sein. Dadurch ist eine Begrenzungswand zu dem Heizelement 14 gebildet. Insbesondere ist somit auch ein Berührschutz gebildet, wenn ein Nutzer mit einer Hand in die Griffzonen 24 und/oder 25 eingreift. Insbesondere ist eine Begrenzungssteg 26 ausgebildet. Vorzugsweise ist diese Begrenzungswand durch den Begrenzungssteg 26 gebildet. Dieser ist insbesondere einstückig mit dem Rahmen 8 ausgebildet. Er kann beispielsweise durch Tiefziehen gebildet sein. Er kann daher ein Tiefzieh-Begrenzungssteg sein. Außenseitig kann diese Griffzone 24 und/oder 25 durch eine zusätzliche Wulst 27, die an dem Umfangsrand beziehungsweise dem äußeren Rand des Rahmens 8 ausgebildet ist, begrenzt sein. Dadurch ist auch eine nach unten offene Griffmulde formspezifisch verbessert gebildet.
Wie zu erkennen ist, kann dieser Begrenzungssteg 26 vollständig umlaufend ausgebildet sein. Insbesondere kann er in einem Ausführungsbeispiel nur an derjenigen Stelle 26a
unterbrochen sein, an welcher die Enden 15 und 16 aus dem Rahmen 8 nach außen geführt sind. Der Begrenzungssteg 26 weist in Höhenrichtung betrachtet eine Höhe auf, die größer ist als das Heizelement 14. Insbesondere kann dieser Begrenzungssteg 26 in einem Ausführungsbeispiel auch als Standelement ausgebildet sein. Dieses ist bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, dass der Garraumeinsatz 6 mit diesem Begrenzungssteg 26 direkt auf einer Oberfläche, beispielsweise einer Arbeitsplatte, aufgestellt werden kann. Dies kann dann so erfolgen, dass das Heizelement 14 berührungslos zu dieser Arbeitsplatte angeordnet ist.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Rahmen 8, insbesondere der vordere Rahmenbalken 9, eine Einbuchtung 28 auf. Diese ist im Ausführungsbeispiel ein nach vorne hin und/oder nach oben hin und/oder nach unten hin offener Ausschnitt. Damit ist es ermöglicht, dass von vorne und/oder von unten eingegriffen werden kann und nach oben hin durchgegriffen werden kann. Dies ist dann vorteilhaft, wenn ein Zusatzmodul auf dem Rahmen 8 angeordnet ist und insbesondere den vorderen Rahmenbalken 9 von oben abdeckt. Es kann dann von unten in diese Einbuchtung 28 eingegriffen werden und an die Unterseite dieses Zusatzmoduls im vorderen Bereich gelangt werden, sodass dieses Zusatzmodul an der vorderen Unterseite direkt gegriffen werden kann.
Vorzugsweise ist in dem Freiraum 13 nur ein einziges Heizelement 14 angeordnet. Insbesondere ist dies dasjenige Heizelement 14, mit welchem der Garraumeinsatz 6 extern mit der Energieversorgung direkt koppelbar ist. Dies erfolgt über die Enden 15 und 16.
In Fig. 4 ist der Garraumeinsatz 6, wie in den Beispielen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 gezeigt ist, von der Seite dargestellt.
In Fig. 5 ist der Garraumeinsatz 6, wie er in den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 gezeigt ist, von vorne dargestellt. Die im Querschnitt U-Form der Zusatzteile 17 und 18 ist hier zu erkennen.
In Fig. 6 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Zusatzmoduls 29 gezeigt. Das Zusatzmodul 29 ist bestimmungsgemäß zur Nutzung mit dem Rahmen 8 vorgesehen. Es ist daher insbesondere Bestandteil einer weiteren
Erweiterungskonfiguration eines Garraumeinsatzes 6. Das Zusatzmodul 29 ist hier plattenförmig ausgebildet. Es kann in einem Ausführungsbeispiel eine Isolationsplatte sein.
Allgemein betrachtet ist das Zusatzmodul 29 zum Verbau an der Konfiguration, wie sie in Fig. 2 bis Fig. 5 gezeigt ist, vorgesehen. Insbesondere sind dabei die Zusatzteile 17 und 18 dazu vorgesehen, das dazu separate Zusatzmodul 29 aufzunehmen. Das Zusatzmodul 29 ist auch eine zu dem Rahmen 8 und zu dem Heizelement 14 separate Komponente. Ist in einem Ausführungsbeispiel dieses Zusatzmodul 29 eine Isolationsplatte und ist sie in der angeschobenen Endposition an der Erweiterungskonfiguration in Fig. 2 bis Fig. 5 angeordnet, so ist der Freiraum 13 von oben durch dieses Zusatzmodul 29 vollständig abgedeckt. Insbesondere ist zwischen dem Heizelement 14 und dem Zusatzmodul 29 in dessen angeordneter Endposition ein Abstand gebildet. Insbesondere ist hier ein Luftraum zwischen dem Heizelement und dem Zusatzmodul 29 gebildet. Durch das Ausführungsbeispiel als Isolationsplatte kann der gesamte Garraumeinsatz 6 dann so konfiguriert sein, dass die von dem Heizelement 14 erzeugte Wärmeenergie nur nach unten oder im Wesentlichen nur nach unten abgestrahlt wird. Damit kann bei einem Einsatz als Garraumteiler, wie es beispielhaft in Fig. 1 gezeigt ist, ein dadurch erzeugter oberer Garraumbereich 4a thermisch isoliert werden. Er ist dann insbesondere kühler als ein ebenfalls erzeugter unterer Garraumbereich 4b.
Ein Zusatzmodul 30 kann in einem anderen Ausführungsbeispiel jedoch auch eine Energieabgabeeinheit, wie es beispielsweise in Fig. 10 und 11 gezeigt ist, sein. Diesbezüglich kann es dann beispielsweise eine Grillplatte oder dergleichen sein. In dem Zusammenhang ist das Zusatzmodul 30 dann bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, dass es Wärmeenergie, die es von dem Heizelement 14 aufnimmt, gezielt nach oben abgibt, um darauf aufgebrachtes Gargut zu erwärmen. Insbesondere kann dann auch gezielt Wärme in den oberen Garraumbereich 4a abgegeben werden.
In einem Ausführungsbeispiel kann ein Zusatzmodul 29, wenn es als Isolationsplatte ausgebildet ist, einstückig ausgebildet sein. Es kann jedoch auch mehrteilig ausgebildet sein. In dem Zusammenhang kann es eine Deckenplatte 31 und eine Bodenplatte 32 aufweisen. Diese können direkt miteinander verbunden sein. Beispielsweise kann dies über eine Klebeverbindung erfolgen. Möglich ist es auch, dass hier eine
Schweißverbindung oder eine Schraubverbindung vorgesehen ist. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann das Zusatzmodul 29 eine zusätzliche Randeinfassung 33 aufweisen. Diese kann umfangsseitig die Deckenplatte 31 und die Bodenplatte 32 umgeben. Beispielsweise kann diese Randeinfassung 33 aus Metall, insbesondere Edelstahl, sein.
Es kann vorgesehen sein, dass eine Oberseite 31a der Deckenplatte 31 und/oder eine Unterseite 32a der Bodenplatte 32 strukturiert ist. Es können Prägungen vorgesehen sein. Ebenso können Vertiefungen und/oder Erhebungen oder dergleichen ausgebildet sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 7 ist zu erkennen, dass die Unterseite 32a der Bodenplatte 32 im vorderen Bereich eine Griffzone 34 aufweist. Diese Griffzone 34 kann eine Griffmulde sein. Die Griffzone 34 ist nach unten hin, insbesondere nur nach unten hin, offen. Gleiches kann bei einem Zusatzmodul 30 vorgesehen sein.
In Fig. 8 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Garraumeinsatzes 6 gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die bereits angesprochene Erweiterungskonfiguration gezeigt. Sie weist die Komponenten gemäß der Grundkonfiguration mit den dann noch zusätzlichen Zusatzteilen 17 und 18 auf, und weist hier zusätzlich ein Zusatzmodul, insbesondere das Zusatzmodul 29, auf. Dieses ist in der angeordneten Endposition gezeigt. Es ist diesbezüglich seitlich durch die Zusatzteile 17 und 18 umgriffen. Es ist oberhalb des Rahmens 8 angeordnet. Es erstreckt sich größenmäßig im Wesentlichen über die Flächenausmaße des Rahmens 8. Der Freiraum 13 ist von oben vollständig durch dieses Zusatzmodul 29 abgedeckt.
In Fig. 9 ist diese Erweiterungskonfiguration des Garraumeinsatzes 6 gemäß Fig. 8 in einer dazu unterschiedlichen Perspektive gezeigt, nämlich von unten. Wie zu erkennen ist, sind die Griffzone 34 und die Einbuchtung 28 fluchtend zueinander angeordnet. Das Zusatzmodul 29 ist so dimensioniert und in der angeordneten Endposition angeordnet, dass die Einbuchtung 28 von oben abgedeckt wird. Durch einen Eingriff von vorne und/oder unten in die Einbuchtung 28 ist dann auch die Griffzone 34 nach oben hin zugänglich.
In Fig. 10 ist das bereits oben erwähnten weitere Ausführungsbeispiel eines Zusatzmoduls gezeigt, welches hier das Zusatzmodul 30 ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das plattenförmige Zusatzmodul 30 an einer Oberseite 30a mit Mediumablauf- und/oder Sammelrinnen 35 ausgebildet. Diese sind hier zusammenhängend und als eine, insbesondere vollständig umlaufende, Mediumablauf- und/oder Sammelrinne 35 ausgebildet.
In Fig. 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Zusatzmoduls 30 gezeigt. Auch dieses ist bestimmungsgemäß als Energieabgabeeinheit, insbesondere auch hier als Wärmeenergieabgabeeinheit, ausgebildet. Das Zusatzmodul 30 ist hier eine Grillplatte. So kann die Oberseite 30a hier beispielsweise Rippen und/oder Rillen aufweisen. In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass eine randseitige Erhöhung 36 ausgebildet ist, durch welche diese Oberseite 30a eingefasst ist. Auch dadurch kann vorteilhaft vermieden werden, dass Medien, die beim Grillen des auf die Oberseite 30a aufgebrachten Garguts von der Oberseite 30a ablaufen würden.
In Fig. 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Gargeräts 1 gezeigt. Es ist hier eine spezifische Position eines Garraumeinsatzes 6 dargestellt. Das Gargerät 1 weist auch hier beispielsweise ein Heißluftsystem 37 auf. Es ist hier rückseitig eine Prallplatte 38 montiert. Diese weist Lüftungsöffnungen auf, durch welche Luft in den Garraumbereich 4a zirkuliert wird. In Höhenrichtung betrachtet ist hier vorgesehen, dass die definiert vorgesehene Einschubebene des Garraumeinsatzes 6 vollständig unterhalb dieser Austrittsöffnungen in der Prallwand 38 angeordnet ist. Dadurch kann erreicht werden, dass der obere Garraumbereich 4a mit Heißluft und/oder Oberhitze betrieben werden kann. Andererseits kann der untere Garraumbereich 4b mit dem Heizelement 14 als Oberhitzeheizkörper betrieben werden.
Der Garraumeinsatz 6 kann hier in vielfältigsten Ausgestaltungen konfiguriert werden, insbesondere dahingehend, wie dies durch die vielfältigen Ausführungsbeispiele, wie sie oben erläutert wurden, dargelegt ist. Damit ergeben sich vielfältigste Verwendungsmöglichkeiten für einen unterschiedlich konfigurierbaren Garraumeinsatz 6. Dies ermöglicht wiederum unterschiedliche Funktionalitäten und Zubereitungsvorgänge in dem Garraum 4, insbesondere in einem Garraumbereich 4a und/oder 4b. Möglich ist es in dem Zusammenhang auch, dass gleichzeitig unterschiedliche Zubereitungsvorgänge mit
unterschiedlichen Erwärmungsszenarien in diesen Garraumbereichen 4a und 4b erfolgen können.
In Fig. 13 ist das Ausführungsbeispiel des Gargeräts 1 in Perspektive gezeigt. Insbesondere ist hier gezeigt, dass ein Garraumeinsatz 6 vorhanden ist, der in einer Erweiterungskonfiguration gebildet ist, insbesondere mit einem Zusatzmodul 30, das eine Grillplatte sein kann, konfiguriert ist.
Bezugszeichenliste
Gargerät
Gehäuse
3 Muffel vertikale Seitenwand vertikale Seitenwand
Garraum oberer Garraumbereich unterer Garraumbereich
5 Tür
Garraumeinsatz
7 Basiseinheit
8 Rahmen
9 vorderer Rahmenbalken
10 hinterer Rahmenbalken
11 seitlicher Rahmenbalken
12 seitliche Rahmenbalken
13 Frei raum
14 Heizelement
15 Kontakt
16 Kontakt
17 Zusatzteil
18 Zusatzteil
19 Aufnahme
20 Aufnahme
21 Randseite
22 Randseite
22 Randseite
23 hinterer Anschlag
24 Griffzone
Griffzone
26 Begrenzungswand
26a Stelle
27 Wulst
28 Einbuchtung
29 Zusatzmodul
30 Zusatzmodul
30a Oberseite
31 Deckenplatte
31a Oberseite
32 Bodenplatte
32a Unterseite
33 Randeinfassung
34 Griffzone
35 Mediumablauf- und/oder Sammelrinne
36 Erhöhung
37 Heißluftsystem
38 Prallwand
Breitenrichtung y Höhenrichtung
Tiefenrichtung