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DESC013882MA - - Google Patents

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DESC013882MA
DESC013882MA DESC013882MA DE SC013882M A DESC013882M A DE SC013882MA DE SC013882M A DESC013882M A DE SC013882MA
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DE
Germany
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vol
chem
phenyl
soc
organic chemistry
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. November 1953 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 12 ο GRUPPE 25 Sch 13882 IVb/12 ο
Dr. Helmer Richter, Berlin-Grunewald, und Dr. Martin Sehende, Berlin-Frohnau
sind als Erfinder genannt worden
Schering A. G., Berlin
Verfahren zur Herstellung von 3-Aminoindarien
Zusatz zur Patentanmeldung Sch 12717 IVb/12 ο
In der Hauptpatentanmeldung Sch 12 717 IVb/120 ist ein Verfahren zur Herstellung von 3-Aminoindanen der allgemeinen Formel
R Phenyl
2CH9
Am
in der R = Wasserstoff oder Alkyl und Am eine unsubstituierte, mono- oder disubstituierte Aminogruppe bedeutet und die Disubstitution der Aminogruppe auch durch einen Ring bewirkt sein kann, beschrieben, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Ketogruppe von 3-Ketoindanen der allgemeinen Formel
R Phenyl
CH,
in der R die gleiche Bedeutung wie vorstehend angegeben besitzt, in an sich bekannter Weise durch
609 506/335
Sch 13882 IVb/12 ο
Behandeln mit reduzierenden und anschließend mit aminieireinden Mitteln, in die Gruppe > CH-Am überführt.
Im einzelnen verfährt man dabei, wie aus den Unteransprüchen des Hauptpatents hervorgeht, vorzugsweise so, daß. man die genannten 3-Ketoindane entweder durch Behandlung mit reduzierenden Mitteln zunächst in die entsprechenden 3-Indanole überführt, deren Hydroxylgruppe durch Halogen ersetzt und die entstandenen 3-Halogenindane mit Ammoniak bzw. Aminen umsetzt, oder daß man die 3-Ketoindane mit Hydroxylamin zunächst in ihre Oxime verwandelt, diese katalytisch zu den primären 3-Aminoindanen hydriert und diese gewünschtenfalls am Stickstoff alkyliert.
Die in der Hauptpatentanmeldung angegebenen Wege befriedigen hinsichtlich der Ausbeute nicht ganz, da während der Umsetzung leicht eine teilweise Abspaltung der Aminogruppe eintritt.
Es wurde nun gefunden, daß nian die gleichen 3-Aminoindane vorteilhafter aus den bereits genannten 3-Ketoindanen in bekannter Weise durch reduktive Aminierung erhalten kann, indem man z. B. die Ketoverbindungen in Gegenwart von Ammoniak oder Aminen und unter Verwendung . von Hydrierungskatalysatoren, zweckmäßig Nickelkatalysatoren, welche die Durchführung der Umsetzung sogar bereits unter Normalbedingungen, also ohne Erhöhung von Druck und Temperatur ermöglichen, hydriert. Doch kann gewünschtenfalls1 auch unter erhöhtem Druck gearbeitet werden. Man erhält bei der Anwendung von Ammoniak die primären, bei der Anwendung primärer Amine die entsprechenden sekundären, und schließlich bei der Anwendung sekundärer Amine die entsprechenden tertiären Indanamine. Gewünschtenfalls ist es auch möglich, die letztgenannten, am Stickstoff höher alkylierten Indanamine aus den zunächst genannten weniger hoch alkylierten durch weitere N-Alkylierung nach. an sich bekannten Methoden zu gewinnen. Durch die erfindungsgemäße Anwendung der reduktiven Aminierung wird neben einer technisch wertvollen Vereinfachung des Herstellungsverfahrens eine beachtliche Steigerung der Ausbeute an 3-Aminoindanen erzielt.
Diese Ausbeutesteigerung war nicht zu erwarten, da es bekannt war, daß crPhenylketone und ähnliche Verbindungen bei der reduktiven Aminierung in Gegenwart von Ammoniak und primären Aminen in der Regel nur mäßige bis allenfalls mittlere Ausbeuten liefern. Man'glaubte daher, daß die Nachbarschaft eines Ringes die Reaktionsfähigkeit der Ketogruppe herabsetzt (vgl. Neuere Methoden der präparativen organischen Chemie I, 1943, S. 106) und hat es aus diesem Grunde bisher auch wohl unterlassen, die Methode der reduktiven Aminierung bei den 3-Ketoindanen zu erproben.
Aus Absatz 2 der genannten Literaturstelle war zwar bekannt, daß /J-Phenylketohe, wie Benzylmethylketon, sich bei der reduktiven Aminierung vollkommen normal verhalten und quantitativ in das Amin überführbar sind, da es sich bei den vorliegenden 3-Ketoindanen jedoch um a-Phenylketone handelt, weil ihre Ketogruppe in α-Stellung zum Phenylkern des Indahsystems. steht, konnten auch aus dem erwähnten Verhalten der /?-Phenylketone keine , sicheren Vorhersagen für ein ähnlich günstiges Verhalten der 3-Ketoindane abgeleitet werden. .
Beispiel 1
10,4g (0,05 Mol) i-Phenylindanon-(3) werden in 50 ecm Methanol und 4,7 g Methylamin in Gegenwart von 1 g Raney-Nickel unter Normalbedingungen hydriert, wobei 0,85 Mol Wasserstoff aufgenommen werden. Nach dem Abtrennen des Katalysators dampft man die Lösung zur Trockne ein und nimmt, den Rückstand in Äther auf. Eine möglicherweise auftretende Trübung wird über Kohle abfiltriert. Das Hydrochlorid erhält man durch Zugabe von ätherischer Salzsäure, Ausbeute 10, ι g i-Phenyl-3-methylaminoindan-hydrochlorid,das sind 80,5°/oderTheorie;F. = 221-2230.
Beispiel 2
10,4 g i-Phenylindanon-(3) werden in 50 ecm Methanol. mit 6,8 g Dimethylamin in Gegenwart von Raney-Nickel unter Normalbedingungen hydriert; die Wasserstoffauf nähme beträgt 0,83 Mol. Nach der Aufarbeitung wird das Hydrochlorid des Isomerengemisches von i-Phenyl-3-dimethylaminoindan mit ätherischer Salzsäure gefällt. F. = 160 bis 1710. Die Ausbeute beträgt 65% der Theorie undkann durch Aufarbeiten der Mutterlaugen nochetwas erhöht werden.
Beispiel 3
10,4 g i-Phenylindanon-(3) werden mit 70 ecm Methanol und S g Methylamin versetzt. Man hydriert in Gegenwart von Raney-Nickel als Katalysator im Rollautoklav bei 30 atü und etwa 500. Nach 3 Stunden beträgt die Wasserstoffaufnahme ι Mol. Jetzt wird der Katalysator abgetrennt, die Lösungen werden dann im Vakuum zur Trockne eingedampft. Den Rückstand nimmt man in Äther auf, filtriert von einer leichten Ausflockung ab und fällt mit ätherischer Salzsäure das Hydrochlorid. Die Ausbeute beträgt 10,3 g i-Phenyl-3-methylaminoindanhydrochlorid, entsprechend 82% der Theorie. Das Hydrochlorid läßt sich aus Methanol-Äther umfallen, der Schmelzpunkt liegt dann bei 2300.
115 Beispiel 4
ι -Phenyl-1 -methyl-3-methylaminomdanhydrochlorid
37,6g 1-Phenyl-i-methyl-indanon-(3), dargestellt nach C. F. Koelsch, Journ. of Americ. ehem. Soc. Bd. 65, 1943, S. 59, werden mit 80 ecm Methanol und 12 g Methylamin in einem Rollautoklav in Gegenwart von Raney-Nickel als Katalysator bei 110 atü und 700 hydriert. Nach der Aufnahme von ι Mol Wasserstoff wird die Mischung auf-
506/335
Sch 13882 IVb/12 ο
gearbeitet. Man nitriert den Katalysator ab, engt das Filtrat im Vakuum ein, löst den Rückstand in trockenem Äther und fällt das Hydrochlorid des ι-Phenyl-i-methyl-3-methylaminoindans mit ätherischer Salzsäure. Die Ausbeute beträgt 43,9 g ent-. sprechend 94,8% der Theorie. Durch fraktioniertes Fällen und Umfallen der Hydrochloride aus Methanol-Äther lassen sich zwei Verbindungen mit den Schmelzpunkten F. = 212,5 bis 2130 bzw. 176 bis 1790 gewinnen, die sich voneinander unterscheiden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von 3-Aminoindanen der allgemeinen Formel
    R Phenyl
    >/ /\
    Am H
    in der R = Wasserstoff oder Alkyl und Am eine unsubstituierte, mono- oder disubstituierte Aminogruppe bedeutet und die Disubstitution der Aminogruppe auch durch einen Ring bewirkt sein kann, durch Behandlung der entsprechenden 3-Ketoindane mit reduzierenden und aminierenden Mitteln nach Patentanmeldung Sch 12 717 IVb/120, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Ketoindane, welche in i-Stellung die Gruppe
    TF? ''
    ' ζ enthalten, in der R Wasserstoff oder
    x Phenyl
    einen Alkylrest bedeutet, der reduktiven Aminierung unterwirft und erforderlichenfalls die erhaltenen primären bzw. sekundären Indanamine nach an sich bekannten Methoden am Stickstoff alkyliert.
  2. 2.· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- * kennzeichnet, daß man die reduktive Aminierung in Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren, vorzugsweise Nickelkatalysatoren und vorzugsweise unter Normalbedingungen, zweckmäßig in einem inerten Lösungsmittel, durchführt.
    Angezogene Druckschriften: W. Foerst, Neuere Methoden der präparativen organischen Chemie, 1949, S. 106;
    Beilsteins Handbuch der organischen Chemie, Bd. XII, 4. Aufl., 1929, Hauptwerk, S. 1191, Ergänzungsband II, 4. Aufl., 1950, S. 651;
    Liebigs Ann. d. Chem., Bd. 275, 1893, S.' 344 und 348;
    J. Chem. Soc., (London), Bd. 71, 1897, S. 250; . Elseners Encyclopaedra of Organic Chemistry, Bd. 12 A, Serie III, 1948, S. 151;
    USA.-PatentschriftBn Nr. 2 441 069, 2 573 644, 2625567;
    J. Am. Chem. Soc, Bd. 70, 1948, S. 1386; J. Org. Chem., Bd. 14, 1949, S. 907;
    Compt. rend. Soc. biol., Bd. 139, 1945, S. 944 und 945 (referiert in Chemical Abstracts 1947, Spalte 203 c).

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