DEK0014521MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. Juni 1952 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dämpfen und Bügeln von Kleidungsstücken nach
Patent 843 533, bei der eine schneiderpuppenartige Büste ohne Rückenteil mit einer im Mittelbereich
befindlichen vertikalen Trennwand versehen ist, durch welche zwei Kammern gebildet werden, in
denen durch Anbringung von Dampf-, Heißluft-, Luft-, Druck- und Absaugeleitungen unterschiedliche
Druckverhältnisse erzeugbar sind. Das Wesen ίο der zusätzlichen Erfindung besteht darin, daß die
die Blas- und Saugeinrichtungen aufnehmende Haltevorrichtung als ein beispielsweise aus einem
Hohlkörper bestehender Sockel zur Aufnahme verschiedener Größen, Arten und Typen von Büsten
ausgebildet ist, der sich nach oben ein- oder mehrfach gestuft oder konisch fortsetzt und so dem
dichten Aufsetzen und Befestigen des Unterteiles der aufzusetzenden Büste, gegebenenfalls unter Einfügung
von Ausgleichs- und Zwischenstücken, dient. Hierbei kann mit Vorteil für jedes zu- oder· abzuführende
Medium je eine, beispielsweise in die Seitenwand des Sockels eintretende Rohrleitung
vorgesehen sein, wobei diese Rohrleitungen in Ein- oder Mehrzahl sich im Innern des Sockels gabeln
und wobei die abgegabelten Rohrzweige den einzelnen Kammerabschnitten zugeordnet sind. Das in
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den Sockel eintretende Dampfzuleitungsrohr gal>elt
sich mit Vorteil im Sockelinnern in zwei aufsteigende Rohrzweige, wobei ein von einem Pedal Ix-lätigbar
<'s Ventil vor (Ut Calx-lung angeordnet ist
und wobei ferner ein von einem etwa mittels am Sockel angeordneten Schalters, Pedals od. dgl. einiiiid
ausschaltbaren VVarmluftventilator od. dgl. gespeistes Warmhiftzuleitungsrohr in den Sockel eingeführt
und in dessen Innerem in zwei aufsteigende kohrzwoige gegabelt ist, wobei ein vom Pedal betätigtes
Ventil im Kohrzweig ,ingeordnet ist, derart, daß die Rohrzweige zu dem Sockelhalsbereich einer
Seite fülliH-ii, während die zwei aufsteigenden Rohrzweige
und das ungegabelte, in den Sockel eindringende und dann aufsteigende Absaugrohr zu dem
Sockelhalsbereich der anderen Seite führen. An Stelle von Ventilen können jeweils in den Gabehnigs-St(1Ik1Ii
angeordnete Dreiwegehähne oder ähnliche Schalt- und/oder Regelorgane vorgesehen sein.
Ferner kann an Stelle zweifacher Galxdung in analoger Ausbildung jeweils eine drei- oder mehrfache
Calx-lung eines, mehrerer oder aller die Medien zu- bzw. abführenden Leitungsrohre od. dgl.
vorgesehen sein, denen solche Schalt- oder Steuermittel zugeordnet sind, die eine beliebige Umschaltung
und/oder Regelung des Zu bzw. Abflusses der Medien gestatten.
Die zur Krzcugung unterschiedlicher Druckverhältnisse
angebrachten Dampf-, Heißluft- und Luftdniekleitiiiigcn
sind zwcekmäßigerweise in der dem offenen Büsteiiteil ZUgX1Or(IiIeI(1Ii Kammer und
der dem durchbrochenen Büstenteil zugeordneten Kammer druckdicht durch die obere Abdeckplatte
des Sockels geführt, und die vertikale Trennwand der Büste sitzt als Treiinpaßstück auf der oberen
Abdeckplatte des Sockels auf.
Cemäl.t der Krlinduiig ist an der Seitenwand eines
Aufsatzstückes ohne Trennwand ein I losen-Dämpfuiiil
Spannapparat ansetzbar, in (K'ii die sich
aus gleichartigen Zuleitungen mischenden Druckverhältnissc aus dem Aufsatzstück weiterleitbar
sind.
Zum teilweisen äußeren Abdecken des unteren Bereiches einer auf den Sockel aufzusetzenden
unterteilten Mantelbüste kann mit Vorteil zwecks deren Umwandlung z. B. in eine Sakkobüste eine
vorzugsweise dichte Bandage od. dgl. mit ganz oder teilweise trennbarem Reißverschluß vorgesehen
sein.
Ks ist eine Bügelbüste mit festen Umrissen bekannt, über die eine Art Sack aus Taftseide gezogen
wird. I >ieser Sack wird, elx-iiso wie zusätzlich angebrachte
llilfssäeke, z.B. in den Ärmeln, durch den Dampf aufgeblasen, der so die Konturen des
darübergezogeiien Kleidungsstückes ausfüllt. Um
die Vorderseite des Kleidungsstückes einigermaßen in l''unii zu halten, wird über diese eine Art Schild
angebracht. Mit einer derartigen Maßnahme ist aber ein einwandfreies, formgerechtes Abdrücken
der Büste nicht möglich.
Bei einer anderen vorbekannten Konstruktion wird ebenfalls ein mit Dampf aufblasbarer Sack' benutzt,
durch den der Dampf in Form feinen Nebels in das Kleidungsstück eindringt. Zur Formgebung
des oberen Brustteils, der Schulter und des oberen Rückenteils sind besondere Platten angeordnet.
Bei der Bügelbüste nach dem Hauptanspruch tritt im ersten Arbeitsgang in lx;ide Büstenkammern
Heißdampf ein. Dieser Dampf wirkt in der dem vorderen durchbrochenen Büstenteil zugeordneten
Kammer zufolge des durch das Lochblech bedingten Widerstandes automatisch mit kleinerem Druck auf
das Kleidungsstück-Vorderteil ein als auf das Rückenteil. Da diesem Rückenteil der offene Büstenteil
zugeordnet ist, üixr dem sich lediglich die. Hülle befindet, tritt der Dampf mit vollem Druck
durch das Kleidungsstück. Im zweiten Arbeitsgang wird nach dem Abschalten der Heißdampf-Zufuhr
in den Rückenteil der Büste Heiß-Druckluft eingeleitet, während die Vorderkammer abgesaugt wird.
Dadurch legt sich der zu bearbeitende Sakko oder. Mantel fest und vollständig, ohne Falten zu bilden,
an der festen Vorderseite der zweckmäßig aus Leichtmetall bestehenden Büste an und ermöglicht
ein einwandfreies, formgerechtes Abdrücken der Büste. Zweckmäßigerweise wird noch ein dritter
Arbeitsgang angeschlossen, bei dem auch in die vordere Kammer Druckluft geleitet wird, welche die
eventuell erzeugten Druckstellen beseitigt und den im Stoff Ix-findlichen Restdampf hinausbläst.
So gestattet die Bügelbüstc nach dem Hauptpatent
das Auflegen verschiedener Größen von Herrensakkos sowie von Damenkostümen, weil das
Ausbuchten des Rückens durch den Dampf ]y/.w.
durch Warmblasen ein vollkommenes Anspannen des Kleidungsstückes von der Schulter bis unter- ·
halb der Taille für etwa drei Größennummern auf einer Büste ermöglicht.
Man kann in fortschrittlicher Weise eine wesentliche Verbesserung, besonders aber eine Verbilligung
in den Anschaffungskosten für den Gegenstand des Hauptpatents erzielen, wenn man entsprechend
der zusätzlichen Erfindung den Sockel als Universalsockel für die Bügelbüste nach dem Hauptpatent,
aber auch beispielsweise für Dämpfpuppen anderer Konstruktion und Hoscn-Dämpf- und Spannapparate
ausbildet. Der wirtschaftliche Vorteil eines solchen Sockels liegt vor allem darin, daß für
eine Vielzahl von früher vorrätig gehaltenen vollständigen Bügelbüsten nun nur noch ein einziger
Sockel je Arbeitsplatz notwendig ist und daß nur ein Austausch einzelner Büstenoberteile erforderlich
wird. Dieses bedeutet eine Ersparnis an Anlagckosten und an Einrichtezeit. Auch der Ausnutzungsgrad
der Anlagen wird erhöht. Mit einem einzigen erfindungsgemäßen Sockel, der mit einem abgestuften
oder konischen Kragen zur Aufnahme von Bügelpuppen usw. mit verschiedenen Durchmessern
ausgerüstet ist, wird es also ermöglicht, Büsten mit und ohne Kammereinteilung und weitere Bügcleinrichtungen
nach willkürlicher Wahl zu verwenden. In der Praxis wird es sich hauptsächlich darum
handeln, Kleidungsstücke zu dämpfen und zu bügeln. Jedoch sind mit einem solchen Sockel andere
Behandlungsgänge möglich, z. B. Desinfizieren, Imprägnieren. Mottenschutzbehandhuigen 11. a.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigt
Fig. ι den Universalsockel mit aufgesetzter Mantelbüste,
Fig. 2 den Universalsockel mit aufgesetzter Dämpfpuppe,
Fig. 3 den Universalsockel mit aufgesetzter Hosen-Dämpf- und Spannvorrichtung.
Der im Horizontalschnitt z. B. runde oder viereckige Sockel ist ein vorzugsweise mit kräftiger
Bodenplatte ι versehener Hohlkörper mit Wänden 2 und 3 und einem durchbrochenen festen oder abnehmbaren
Deckel 4. Der Deckel 4 besitzt, einteilig oder als besonderer Bauteil fest oder lösbar angeschlossen,
ein etwa gestuftes — also z. B. ein- oder mehrfach abgesetztes, unter Umständen aber auch
konisches — Kragenstück 5, auf das die Mantelbüste aufgesetzt ist. Der lichte Durchtrittsquerschnitt
des Deckels 4 bzw. des Kragens 5 ist in zwei Bereiche 6 und 7 geteilt. Diese Bereiche 6 und 7 entsprechen
in räumlicher Zuordnung den Kammern 8 und 9 der Mantelbüste.
Beispielsweise durch die Seitenwand 2 sind etwa waagerecht die Zu- bzw. Ableitungen in den Sockel
eingeführt, und zwar bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Dampfzuleitungsrohr 10, das
Warmwasserzuleitungsrohr 11 und das Absaugungsrohr 12. Alle diese Rohre 10, 11, 12 sind im Innern
13 des Sockels etwa knieförmig nach oben gebogen.
Das Dampfzuleitungsrohr 10 ist gegabelt; der eine Rohrzweig 14 führt in den Bereich 6, der andere
Rohrzweig 15 führt in den Bereich 7; analog ist das Warmluftzuleitungsrohr 11 gegabelt, wobei der eine
Rohrzweig 16 in den Bereich 6 und der andere Rohrzweig 17 in den Bereich 7 führt. Das Absaugungsrohr
12 führt ungegabelt lediglich zum Bereich 7, da im allgemeinen nur in diesem Bereich
eine Absaugungswirkung notwendig ist, gleichgültig welche Art von Büste auf den Sockel aufgesetzt
ist; bei Bedarf kann aber dieses Absaugungsrohr 12 gegabelt sein.
Das Dampfzuleitungsrohr 10 ist vorzugsweise vor der Gabelung mit einem Ventil oder einer
Drossel 18 od. dgl. versehen, die über ein entsprechendes Gestänge von dem Pedal 19 betätigt
wird. Das Warmluftzuleitungsrohr 11 ist lediglich in seinem Rohrzweige 17, also nach der Gabelung
mittels des Ventils 20 verschließbar bzw. zu öffnen; dieses Ventil 20 wird wiederum über ein entsprechendes
Gestänge von dem Pedal 21 betätigt. Das Absaugungsrohr 12 besitzt an beliebiger Stelle,
vorzugsweise aber im senkrecht laufenden Teil, das Ventil 22, betätigt über ein Gestänge durch das Pedal
23. Die drei Pedale 19, 21, 23 sind vor der Wand 3 angeordnet, in der entsprechende Aussparungen
oder öffnungen, Schlitze 24 od. dgl. vorgesehen sind, durch die das Hebelgestänge durchtritt.
Die Pedale können, wie gezeigt, übereinander, seitlich gestaffelt übereinander oder in gleicher Höhe
nebeneinander angeordnet sein. Es ist noch zu erwähnen, daß der Kragen 5 mit mehreren Stufen,
und zwar mit stufenförmig nach unten größer werdenden Durchmessern oder entsprechenden Außenabmessungen
ausgestattet sein kann; dies ermöglicht das Aufsetzen von Büsten mit verschiedenen
Innendurchmessern des Unterbereiches der Büste; unter Umständen ist aber auch z. B. konisch sich
nach oben verjüngende Ausbildung des Kragens 5 zu empfehlen. Ferner kann erfindungsgemäß die
Steuerung der die Medien führenden Leitungen z. B. auch durch etwa jeweils im Gabelungspunkt
der Leitungen angeordnete Dreiwegehähne erfolgen; auch andere bekannte Steuermittel sind mit
Nutzen anwendbar.
Der Betätigungsvorgang ist hier (Fig. 1) beispielsweise
so, daß die nach Art des Hauptpatents aufgebaute Mantelbüste je nach der Betätigung der
Pedale 19, 21, 23 Dampfzufuhr, Warmluftzufuhr und/oder Vakuumbildung in den Kammern 8, 9
oder einer dieser beiden Kammern erhält. Diese Kammern 8, 9 sind durch eine feste, vorzugsweise
dichte Wand 25 abgeteilt; der rückwärtige Teil der Büste ist nur im oberen Bereich 26 eine feste Wand,
und zwar eine durchlochte Wand, im übrigen aber im gesamten Unterbereich 27 offen, während die
siebartig gelochte Vorderwand 28 von oben bis unten durchgeht. Die Teile 25, 26, 28 sind vorzugsweise
ein einheitlicher Leichtmetallgußkörper, wobei im Oberbereich links und rechts je ein Armloch
29 vorgesehen ist. Über diese Bauteile 25, 26, 28 ist ein sackartiger Bezug 30 gezogen, der im unteren
Bereich geschlossen bzw. abgedichtet wird. Im vorderen Büstenteil ist zwischen der durchlochten
Wand 28 und dem Bezug 30 eine weiche Zwischenlage 31 zur Erzielung einer weichen Auflage für das
nicht dargestellte übergezogene Kleidungsstück vorgesehen. Es kann nun das Pedal 19 gesenkt werden;
demzufolge tritt durch die Rohrzweige 14, 15 in beide Kammern 8, 9 Dampf ein und tritt aus
diesen durch die Löcher der Wandungen 26, 28 und durch den gesamten sackartigen Bezug 30 aus,
diesen und somit auch das Kleidungsstück im rückwärtigen Büstenbereich spannend. Das nicht dargestellte
übergezogene Kleidungsstück, beispielsweise ein bis unten reichender Mantel, wird somit gedämpft.
Während dieses Vorgangs (Fig. 1) strömt über
das Warmluftzuführungsrohr 11 und dessen Rohrzweig 16 keine Warmluft zu, da der zugehörige besondere
Ventilator (warme Preßluft erzeugendes Aggregat) nicht eingeschaltet ist. Man kann natürlich
Warmluft auch zusätzlich zuführen, wenn besondere Umstände dies erheischen. Nach Loslassen
des Pedals 19 wird der Ventilator eingeschaltet, wofür z. B. ein besonderes Pedal, ein Schalter
od. dgl. am Sockel vorgesehen sein kann; das Pedal 21 wird zunächst in Ruhestellung belassen, so daß
durch den Rohrzweig 16 Warmluft nur in die hintere Kammer 8 einströmt und den rückwärtigen
Teil des Kleidungsstückes vortrocknet. Nach einer gewissen Zeitdauer wird bei noch umlaufendem
Ventilator das Pedal 21 dann gesenkt, so daß nunmehr auch durch den Rohrzweig 17 Warmluft, und
zwar in die Kammerg einströmt, so daß jetzt eine
Trocknung oder Vortrocknung des vorderen Teiles des Kleidungsstückes erfolgt. Das Pedal 21 wird
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Claims (8)
- K 14521 VII/3dzwcckinäßigerweise schon vor Erreichung absoluter Trocknung des Kleidungsstückes bzw. dessen vorderen Teiles wieder freigegeben. Nun wird der Ventilator abgestellt und dann das Pedal 23 gesenkt, so dal.l in der Kammer 9 Unterdruck mittels Absaugung durch die Rohrleitung 12 erzeugt wird; dies bedeutet praktisch ein Hügeln des vorderen Kleidungsstückleils. Λ11 diesen Vorgang, beendigt durch Loslassendes l'edals 23, kann nochmals kurzzeitig warme Druckluft in die Kammer 9 gegeben werden, damit Druck·- oder (ilanzstellen u.dgl. am Kleidungsstück wieder beseitigt werden.Ks ist ersichtlich, daß auch rindere Reihenfolgen der Vorgänge möglich sind; für die individuelle Behandlung von Stoffen, Tuchen usw. ist also größter Spielraum gegeben. Beispielsweise kann gleichzeitig in der Kammer H Oberdruck mittels Warmlufteinblasung, sogar erheblicher Oberdruck, bewirkt werden, während in der Kammer 9 zur gleichen Zeit ein Vakuum erzeugt ist. Es kann auch wenn man beispielsweise für die Rohrzweige 14 und 15 je ein Ventil mit entsprechendem Pedal vorsieht abwechselnd Dampf unter Druck der Kammer S oder der Kammer 9 zugeführt werden. Es ist auch möglich, an Stelle des Warmluftventilators für die Leitung 11, der ein- und ausschaltbar ist, einen YY'arniluftdruckspeicher vorzusehen und dann beispielsweise das Ventil 20 oder zusätzlich zu dem Ventil 20 ein weiteres Ventil in der Leitung it (xler deren Rohrzweig 16 vorzusehen. Man kann dem zuzuführenden Medium hohe Drücke geben und dann z. 1!. vor oder in den Zuleitungen einstellbare Reduzierventile vorsehen.Wichtig im Sinne der Erfindung ist in jedem KaIIe, daß es möglich ist, den verschiedenen Kammern oder Teilräumen einer Büste oder einer ähnlichen Behandlungsvorrichtung in wählbarer und vorbestimmbarer Weise die Bearbeitungsmedien zu oder abzuführen. Zusätzlich kann vorgesehen sein, beispielsweise die Ventile in einer solchen Art auszubilden, daß durch mehr oder weniger starkes I I inabdi'üeken der Pedale eine Veränderung und Anpassung, also eine Regelung des Oberdruckes in den Kammern K, 9 bzw. des Unterdruckes erzielt wird, so daß eine gute Anpassung an Stoflqualitäten, StolTdicken und andere zu berücksichtigende Eigenschaften und Bedingungen möglich wird. Man erreicht dies beispielsweise dann, wenn man die pedalbetätigten Ventile als an sich bekannte Druck-Reduzierventile ausbildet, wobei beispielsweise auch eine Regelung bzw. Einstellung des 1 löchstdruckes möglich ist, derart, daß ein zu Schaden führender Obcrdruek vermieden wird. 1 )ies gestattet beispielsweise in vorteilhafter Art die Verwendung auch reichlich hoher Drücke in den Leitungen, beispielsweise in den Rohrleitungen 10, 1 1.Es ist noch besonders zu erwähnen, daß die in Kig. 1 gezeigte Mantelbüste sich erfmdungsgemäß in einfacher Art zu einer Sakkobüste umwandeln läßt, und zwar dadurch, daß mau — in Kig. 1 strichpunktiert dargestellt den beim Behandeln eines Sakkos nicht benötigten unteren Bereich der Büste außen mit einer möglichst undurchlässigen Bandage 32 umgibt oder umwickelt (abdichtet) oder eine ähnliche Umhüllung überzieht. Vorteilhaft ist z. B. eine Bandage mit senkrecht laufendem Reißverschluß, der völlige Trennung der Verschlußkanten erlaubt. Anlegen und Abnehmen der Bandage sind dann besonders einfach zu bewerkstelligen.Fig. 2 zeigt, daß auf den Sockel gemäß der EiTmdung eine Kleiderbüste 33 aufgesetzt werden kann, die im allgemeinen einen ungeteilten Innenraum 34 besitzt. Es können durchaus verschiedene Größen solcher Büsten 33 aufgesetzt werden, und alle Dämpf-, Absaugungs-, Trocknungs- und ähnlichen Vorgänge können mittels der Pedale und mittels Ein- und Ausschaltens des Ventilators (Warmlufterzeugers) durchgeführt werden.Fig. 3 zeigt, daß der Sockel gemäß der Erfindung z. B. auch zum Aufsetzen eines Hosen-Diimpf- und -Spannapparates geeignet ist. Ein solcher Apparat besitzt einen Hohlkasten 35, der sich auf den Kragen 5 des Sockels aufsetzt und dort beispielsweise befestigt wird. Ein solcher Apparat besitzt seitlich fliegend an bzw. in dem Kasten 35 gelagerte Rohrholme 36, die zum Aufziehen oder Auflegen der Hosenbeine der Hose 37 dienen. Es sind hierbei beispielsweise mit Parallelogramm-Lenkern arbeitende Spannvorrichtungen vorgesehen, und der Rohrholni 36 l>esitzt Bohrungen zum Austritt von Dampf in das Innere der Hose. Es ist dabei auch vorgesehen, daß die Spannvorrichtungen 38, 39 durch am oder im Kasten 35 angeordnete Schwenkhebel 40, 41 betätigt werden, wobei zwecks Längsspannung der Hose beispielsweise die Spannvorrichtung 39 als Ganzes etwa parallel zu den Rohrholmen 36 verschicblich ist, und zwar unter Einwirkung der über den Handhebel 40 über entsprechendes Gestänge vermittelten Kräfte.Wie bereits dargetan, 'können viele Arten und Größen von Büsten, Puppen u. dgl. Apparaten an den Einheitssockel gemäß der Erfindung angeschlossen bzw. aufgesetzt werden ; die Verbindung kann dabei mittels bekannter Mittel erfolgen. Man kann mit besonderem Erfolg gemäß der Erfindung S chn eil vcrsch lü ssc, z. B. Bajonett verbindung, Schnei 1-schraubverschluß. Verriegelung, Verrastung u. dgl. vorsehen. Die entsprechenden Verbindungsteile können z. B. teils am unteren Büstenende od. dgl. und teils am Sockeldeckel oder -kragen angeordnet sein.P AT KXTA XS I' Γ, Γ C Il K:ι. Vorrichtung zum Dämpfen und Bügeln von Kleidungsstücken nach Patent 843 533, bei der eine schueiderpuppenartige Büste ohne Rückenteil mit einer im Mittelbereich befindlichen vertikalen Trennwand versehen ist, durch welche zwei Kammern gebildet werden, in denen durch Anbringung von Dampf-, Heißluft-, Luft-, Druck- und Absaugcleitungen unterschiedliche Druckverhältnisse erzeugbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Blas- und Saugeinrichtungen aufnehmende Haltevorrichtung als ein beispielsweise aus einem Hohlkörper bestehen-626/5K 14521 VH /3dder Sockel zur Aufnahme verschiedener Größen, Arten und Typen von Büsten ausgebildet ist, der sich nach oben ein- oder mehrfach gestuft (4, 5) oder konisch fortsetzt und so dem dichten Aufsetzen und Befestigen des Unterteils der aufzusetzenden Büste, gegebenenfalls unter Einfügung von Ausgleichs- und Zwischenstücken, dient.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für j edes zu- oder abzuführende Medium je eine, beispielsweise in die Seitenwand der Sockel eintretende Rohrleitung (10, 11, 12) vorgesehen ist und daß diese Rohrleitungen in Ein- oder Mehrzahl sich im Innern des Sockels gabeln, wobei die abgegabelten Rohrzweige den einzelnen Kammerabschnitten (8, 9) zugeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung unterschiedlicher Druckverhältnisse angebrachten Dampf-, Heißluft- und Luft-Druckleitungen in der dem offenen Büstenteil zugeordneten Kammer (8) und der dem durchbrochenen Büstenteil zugeordneten Kammer (9) druckdicht durch die obere Abdeckplatte (4) des Sockels geführt sind und die vertikale Trennwand (25) der Büste als Trennpaßstück auf der oberen Abdeckplatte (4) des Sockels aufsitzt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Seitenwand eines Aufsatzstückes (35) ohne Trennwand ein Hosen-Dämpf- und -Spannapparat ansetzbar ist, in den die sich aus gleichartigen Zuleitungen mischenden Druckverhältnisse aus dem Aufsatzstück weiterleitbar sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das in den Sockel eintretende Dampfzuleitungsrohr (10) im Sockelinnern in zwei aufsteigende Rohrzweige (14, 15) gegabelt ist, wobei ein von einem Pedal (19) betätigbares Ventil (ι8) vor der Gabelung angeordnet ist, daß ferner ein von einem etwa mittels am Sockel angeordneten Schalters, Pedals od. dgl. ein- und ausschaltbaren Warmluftventilator od. dgl. gespeistes Warmluftzuleitungsrohr (ii) in den Sockel eingeführt und in dessen Innerem in zwei aufsteigende Rohrzweige (16, 17) gegabelt ist, wobei ein vom Pedal (21) betätigtes Ventil (20) im Rohrzweig (17) angeordnet ist, derart, daß die Rohrzweige (14, 16) zu dem Bereich (6) führen, während die Rohrzweige (15, 17) und das ungegabelte, in den Sockel eindringende und dann aufsteigende Absaugrohr (12) zum Bereich (7) führen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Ventilen jeweils in den Gabelungsstellen angeordnete Dreiwegehähne oder ähnliche Schalt- und/oder Regelorgane vorgesehen sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle zweifacher Gabelung in analoger Ausbildung jeweils eine drei- oder mehrfache Gabelung eines, mehrerer oder aller die Medien zu- bzw. abführenden Leitungsrohre od. dgl. vorgesehen ist, denen solche Schalt- oder Steuermittel zugeordnet sind, die eine beliebige Umschaltung und/oder Regelung des Zu- bzw. Abflusses der Medien gestatten.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zum teilweisen äußeren Abdecken des unteren Bereiches einer auf den Sockel aufzusetzenden unterteilten Mantelbüste zwecks deren Umwandlung z. B.in eine Sakkobüste eine vorzugsweise dichte Bandage (32) od. dgl. mit ganz oder teilweise trennbarem Reißverschluß vorgesehen ist.Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 338 776, 2 443 557.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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