-
Bügelpresse für Hosen Die Erfindung betrifft eine Bügelpresse für
Hosen, insbesondere mit umschlaglosen Hosenbeinen, bei welcher die Hosenbeine beidseitig
mittels zweier Bügelpreßplatten auf einen mittleren Formkörper aufpreßbar sind.
-
Bügelpressen, bei denen beidseitig eines hängenden Forinkörpers Preßplatten
vorgesehen sind, sind bekannt. Es ist auch -üblich, solche Formkörper mit Dampfzu-
und -ableitungen zu versehen und die Formkörper bzw. die Bügelplatten aufzuheizen.
Auch ist es üblich, zum Bügeln von Kleidungsstücken Dampf dem Formkörper bzw. den
Preßplatten zuzuführen bzw. eine Abzweigung vorzusehen.
-
Bei Bügelpressen für Hosen ist es bekannt, die Hosenbeine beidseitig
mittels zweier Bügelpreßplatten auf einen mittleren Formkörper aufzupressen, wobei
die Hose an dem Formkörper durch Haltemittel festgehalten wird.
-
Haltemittel im unteren Hosenbeinbereich sind ebenfalls bekannt. Schließlich
gibt es Mehrfachbügelpressen, bei denen abwechselnd über eine Weiche das Bügelgut
den Preßplatten zugeführt wird bzw. bei welchen auf einem Drehgestell angeordnete
Formkörper nacheinander zwischen die Bügelplatten einfahrbar sind.
-
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, eine Hose faltenlos mit jedem
Hosenbein aufzuhängen, damit sie sich leicht dem Forinkörper anschließt. Dabei sollen
die Hosenbeine infolge der Gewichtswirkung der schweren Hosenbundpartie gestrafft
werden. Die Hose wird dabei in der Nähe des Hosenbundes festgehalten und dadurch
gespannt. Es wird kein besonderes Faltenausstreichen od. dgl. notwendig. Infolge
der Anwendung besonderer spreizbarer Haltemittel ist es möglich, die Hosen verschiedener
Länge bügelgerecht aufzuhängen.
-
Die Erfindung besteht darin, daß im oberen Preßplattenbereich verstellbare,
nicht auftragende, die Hosenbeine von innen unter Federeinwirkuno, in Richtung der
Bügelfalte spreizende Haltemittel angebracht sind, welche die Hosenbeine vor dem
Anpressen der Bügelpreßplatten in längsgespannter Lage an dem der Schrittnahtform
angepaßten Forrakörper festhalten.
-
Weiter bezieht sich die Erfindung auf die Ausbildung bzw. Anordnung
von Haltegliedern, der Anwendung von schräg nach oben gerichteten Ausströmöffnungen
und der Anwendung von an sich bekannten, wechselweise zwischen die Bügelpreßplatten
einfahrbaren Formkörpern bzw. auf deren Anordnung auf einem Drehgestell.
-
Der technische Fortschritt der neuen Hosenbügelpresse besteht in der
besonders einfachen Bauart, in der bequemen Handhabung der Hose beim Aufhängen,
in dem seitlichen Spannen jedes Hosenbeines ohne Falten und auch in der Längsspannung
der Hose am Formkörper.
-
Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen. In den Zeichnungen
sind mehrere Ausführungsformen veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine
Bügelpresse mit einem Formkörper und zwei auf diesen aufpreßbaren Bügelpreßplatten
in Vorderansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig.
1,
Fig. 3 eine Bügelpresse im senkrechten Schnitt nach Linie III-111
der Fig. 2, Fig. 4 das Oberteil des Formkörpers, teilweise im Schnitt, mit den auseinanderspreizbaren
Haltenütteln, Fig. 5 den Formkörper in Stirnansicht, Fig. 6 einen
Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 4, Fig. 6 a das Oberteil des Formkörpers
mit einer weiteren Ausführungsform. der Aufspannvorrichtung in Seitenansicht bzw.
im senkrechten Schnitt, Fig. 6b einen Schnitt nach Linie VIb-Vlb der Fig.
6 a, Fig. 7 eine Bügelpresse mit zwei Forinkörpem in Seitenansicht,
Fig. 8 eine Draufsicht zu Fig. 7,
Fig. 9 einen senkrechten Schnitt
durch den unteren Teil der Drehsäule der in Fig. 7 dargestellten Bügelpresse,
Fig. 10 einen Schnitt nach Linie X-X der Fig. 9,
Fig. 11 einen
Schnitt nach Linie XI-XI der Fig. 8,
Fig. 12 einen Schnitt nach Linie XII-XII
der Fig. 11,
Fig. 13 eine Bügelpresse mit fahrbaren Formkörpem in Draufsicht,
Fig.
14 einen fahrbaren Formkörper der in Fig. 13
dargestellten Bügelpresse in
Seitenansicht, Fig. 15 einen Schnitt nach Linie XV-XV der Fig.
7.
Bei der in der Fig. 1 bis 6b dargestellten Ausführungsform.
der Bügelpresse ist ein Formkörper 1
senkrecht in einem Rahmengestell 2 angeordnet.
Der Formkörper 1 ist an seinem oberen Ende an der mittleren Querstrebe
3 des Gestells 2 mittels Verschraubungen 4 befestigt. Der Formkörper
1 wird von einem ebenen flachen Hohlkörper gebildet, der sich - wie
aus Fig. 3 ersichtlich - nach unten zu konisch erweitert und an seinem
freien unteren Ende eine Ausbuchtung 5 besitzt, die dem Schritt einer Hose
angepaßt ist und'in die das Oberteil der zu bügelnden Hose eingelegt wird, während
die Hosenbeine der zu bügelnden Hose gegen die beiderseitigen Oberflächen des Formkörpers
1 zur Anlage kommen.
-
Der Formkörper 1, der z. B. aus Stahl, Aluminium oder dergleichen
Material besteht und in üblicher Weise mit einem Polsterbezug versehen ist (nicht
dargestellt), weist auf seiner Oberfläche eine Vielzahl von Lochungen
6 zum Austritt des in den Formkörper 1 geleiteten Dampfes zur Direktbeheizung
auf. Die Lochungen 6 sind zweckmäßig nach außen hin schräg aufwärts gerichtet,
so daß sich an den Lochungen etwa bildendes Kondensatwasser auf der inneren Oberfläche
des Formkörpers 1 herabströmt und nicht aus den Lochungen 6 austritt.
Der Dampf zur Direktbeheizung wird dem Formkörper 1 über die Rohrleitung
7 am oberen Ende zugeführt. Im Formkörper 1
ist ferner eine Heizschlange
8 angeordnet, der über eine Rohrleitung 9 am oberen Ende des Formkörpers
1 Dampf zur Indirektbeheizung des Formkörpers 1 zugeführt wird. Der
in den Formkörper 1
eingeführte Dampf strömt über eine Kondensatleitung
10 ab, die am unteren Ende des Formkörpers 1
vorgesehen ist. In dieser
Kondensatableitung 10 ist ein Kondensatableiter 11 angeordnet. An
das obere Ende des Formkörpers 1 ist eine Absaugleitung 12 angeschlossen,
über die die Restfeuchtigkeit beim Bügelvorgang abgesaugt wird. Die Zuleitung
7 für den Dampf zur Direktbeheizung und die Absaugeleitung 12 weisen in der
Zeichnung nicht dargestellte Regelorgane zum Ein- und Abschalten auf.
-
Das Anpressen der Hosenbeine gegen die beiden Außenseiten des Forrakörpers
1 erfolgt mittels zweier hohler Bügelpreßplatten 13. Diesen Preßplatten
13
wird über biegsame Leitungen 14 Dampf zur Direktbeheizung zugeführt. Auf
ihren Stirnflächen weisen die Bügelpreßplatten 13 Dampfaustrittsöffnungen
15
auf, die nach außen schräg aufwärts gerichtet sind. Die Bügelpreßplatten
13 besitzen an ihren unteren Enden in der Zeichnung nicht dargeste te Kondensatableitungen.
Die Preßplatten 13 sind unter Zwischenschaltung einer Federung
16 mittels eines Kopfstückes 17 an zweiarmigen Hebeln 18, 19
gelenkig befestigt. Diese schwingen um am Rahmengestell 2 angeordnete Nasen 20.
Die äußeren Enden der unteren Hebelarme 19 sind gelenkig an den Kolben 21
einer Flüssigkeitsdruckvorrichtung 22 angeschlossen, der über eine Leitung
23 Druckflüssigkeit, insbesondere Drucköl oder dergleichen Druckmedien, zugeführt
wird. Die Kolben 21 bewegen sich gegenläufig so daß bei Einleiten des Druckmittels
in die Druckvorrichtung 22 die beiden Preßplatten 13 gleichförmig und mit
gleichem Druck gegen die Oberfläche des Formkörpers 1 gepreßt werden. An
Stelle einer mit flüssigem Druckmittel arbeitenden Druckvorrichtung kann auch eine
mechanische Druckvorrichtung vorgesehen sein, die beispielsweise mittels eines Kniehebelgestänges
die Hebel 18, 19 betätigt. Als Druckmittel kann gegebenenfalls
in bekannter Weise ein gasförmiges Druckmedium Verwendung finden.
-
In Fig. 1 sind die Preßplatten 13 in ihrer äußeren Lage
dargestellt, und ihre Stellung beim Anpressen ist mit gestrichelten Linien veranschaulicht.
Die Höhe des Preßdruckes zum Andrücken der Preßplatten 13
ist einstellbar.
-
Die Vorrichtung zum Aufhängen der Hose an den unteren Enden der Hosenbeine
ist in vergrößertem Maßstab in Fig. 6 dargestellt. Die Aufhängevorrichtung
für die Hose ist an einem Träger 24 angeordnet, der zwischen der Querstrebe
3 des Gestells 2 und der oberen Fläche des Forinkörpers 1 mittels
der Halteverschraubungen 4 unter Einfügung einer Dichtung 25 befestigt ist
und durch die die Dampfleitungen 7, 9,
12 hindurchgeführt sind. Der Träger
24 ist von vier einen rechten Winkel bildenden, waagerecht verlaufenden Gestängen
26 umschlossen. Die Gestänge 26 sind an den Stimflächen des Trägers
24 in rohrfönnigen Lagern 27 geführt, die unter Zwischenschaltung von Druckfedern
28 im Träger 24 so gelagert sind, daß sich die Gestänge 26 entgegen
der Wirkung der Druckfedern 28 aufeinander zu bewegen können. Die Gestänge
26 sind ferner an den Längsflächen des Trägers 24 in rohrförmigen Lagern
29
geführt, die unter Zwischenschalten von Druckfedern 30 im Träger
24 so gelagert sind, daß sich die Gestänge 26 entgegen der Wirkung der Druckfedern
30
aufeinander zu bewegen lassen. Die Gestänge 26
lassen sich mithin
in beiden Horizontalrichtungen verschieben. Im oberen Preßplattenbereich ist an
jedem der verschiebbaren Gestänge 26 ein nach unten frei hängendes, nicht
auftragendes Haltemittel 31 in Form einer Leiste aus dünnem rostfreiem Blech,
Kunststoff od. dgl. befestigt. Die Aufhängeleisten 31
können längs ihrer äußeren
senkrechten Kanten sägenförmig ausgebildet sein.
-
Die Vorrichtung zum Aufhängen der Hosen kann auch so ausgestaltet
werden, daß die das Spreizen der Bügel 26 bewirkenden Federn 28, 30
in den rohrförnügen Lagern 27, 29 angeordnet sind.
-
Bei dieser in Fig. 4 bis 6 gezeigten Vorrichtung zum Haltern
der Hosenbeine wird jedes Hosenbein über je zwei Leisten 31 geschoben,
wobei die Leisten längs der Bügelfalten verlaufen. Alsdann wird jedes der beiden
Hosenbeinenden in Richtung der Horizontalen gespannt, indem die Gestänge
26 durch die Federn 28 auseinandergedrückt werden.
-
Man kann gegebenenfalls auch so verfahren, daß man zunächst nur eine
Aufhängeleiste in ein Hosenbein einführt.
-
Nach dem Spreizen der Aufhängeleisten 31 ist die Hose so aufgehängte
daß sich auf jeder Seite des Formkörpers 1 ein Hosenbein befindet, das
- beschwert durch den nach unten hängenden Teil - an den Aufhängeleisten
31 frei herabhängL Durch Hochziehen der Hose kann die Hosenschrittnaht gegen
die gewölbte Unterseite des Formkörpers 1 eingezogen werden, und dadurch
wird die Hose auch in dieser Längsrichtung gespannt.
-
An Stelle der in Fig. 4 bis 6 gezeigten Aufhängevorrichtung
für die Hosen kann auch die in Fig. 6 a und 6b dargestellte Aufhängevorrichtung
Anwendung finden. Diese weist ebenfalls einen Träger 24 auf, der zwischen der Ouerstrebe
3 des Gestells 2 und der oberen
Fläche des Formkörpers
1 unter Einfügung einer Dichtung 25 mittels der Halteverschraubungen
4 befestigt ist und durch die die Dampfleitungen 7, 9, 12 hindurchgeführt
sind. Die Aufhängeleisten 31 sind mit ihren oberen Enden an Führungsstiften
100 befestigt, die horizontal verschiebbar in Rohren 101 geführt sind,
welche auf beiden Seiten des Trägers 24 vorgesehen sind. Auf ihrer Unterseite weisen
die Rohre 101 Längsschlitze 103 auf, durch die, die Aufhängeleisten
31 hindurchfassen. Zwischen den beiden Führungstiften 100 ist in jedem
der beiden Rohre 101
eine Wendelfeder 102 angeordnet, die die Führungsstifte
100 auseinanderspreizt. Der Träger 24 weist sodann eine mittlere waagerecht
verlaufende Bohrung 104 auf. In dieser sind innenseitig an den Rohren
101
befestigte Zapfen 105 verschiebbar gelagert. Zwischen den beiden
Zapfen 105 befindet sich in der Bohrung 104 eine Schraubenfeder
106, die die beiden Rohre 101 auseinander, vom Träger 24 weg, drückt.
Die Rohre 101 sind in der Nähe ihrer Enden mit Zapfen 108 versehen,
die in Bohrungen 107 des Trägers 24 geführt sind.
-
Gemäß Fig. 6b weisen diese Führungsstifte 100
und damit
die Aufhängeleisten 31 des einen Rohres 101 ihren größten Abstand
voneinander auf und die Aufhängeleisten 31 des anderen Rohres ihren geringsten
Abstand voneinander, was im ersteren Falle den weiten Hosenbelnen und im letzteren
Falle den engen Hosenbeinen entspricht.
-
Um zu gewährleisten, daß die oberen Enden der Hosenbeine glatt gegen
das untere Ende des Forrnkörpers 1 anliegen, ist auf jeder Seite d'Os Formkörpers
1 unterhalb desselben ein Andrückbügel 33
klappbar auf der Bodenfläche
32 vorgesehen, dzr eine Spannschnur 34, beispielsweise aus Kunststoff od.
d21., aufweist, die die oberen Hosenbeinteile gegen den iÜormkörper 1 andrückt.
-
Die Handhabung der Bügelvorrichtung ist folgende: Die Bügelpreßplatten
13 sind zunächst vom Formkörper 1 entfernt. Auf jeder Seite des Formkörpers
1
wird ein Hosenbein der aufzubügelnden Hose auf die Aufhängeleisten
31 aufgebracht, und die Hose hängt dann an den Aufhängeleisten
il frei herab. Jedes Hosenbein ist daher längs gespannt. Alsdann wird die
Absaugung (Leitung 12) in Tätigkeit gesetzt und die Hosen von Hand in die für das
Bügeln erforderliche korrekte Lage gebracht, wobei die Hosenbeine fest am Formkörper
1 anliegen. Alsdann wird die Absaugung abgestellt und der Direktdampf über
die Leitung 7 in den Formkörper 1 und über die Leitungen 14 auch in
die Bügelpreßplatten 13 eingeleitet. Sobald genügend Direktdampf eingeleitet
wurde, wird die Zufuhr von Direktdampf über die Leitung 7 zum Forinkörper
1 und über die Leitungen 14 zu den Bügelpreßplatten 13 abgesperrt,
und es beginnt dann der Preßdruck der Bügelpreßplatten 13, der beispielsweise
10 Sekunden dauern kann. Alsdann wird, ehe die Preßplatten 13 öffnen,
die Absaugung über die Leitung 12 in Tätigkeit gesetzt, um die Restfeuchtigkeit
aus dem Bügelgut zu entfernen. Nach erfolgtem Öffnen der Preßplatten 13 werden
die Hosenbeine von den Aufhängeleisten 31 abgenommen, und die Hose ist bis
hoch in den Hosenbund hinein fertiggebügelt.
-
Das Ein- und Abschalten der Direktdampfzufuhr über die Leitung
7 zum Formkörper 1 und über die Leitungen 14 zu den Preßplatten
13 und das Ab-
saugen über die Leitung 12 sowie das Anlegen und das
Anpressen der Preßplatten und ihre Rückbewegung können automatisch mittels einer
Zeitschaltuhr gesteuert werden. Die Stärke des Preßdrucks ist einstellbar.
-
Der Formkörper 1 weist einen in der Zeichnung nicht dargestellten
Überzug aus dampfdurchlässigem Material auf, der eine feinste Verteilung des aus
dem Formkörper 1 austretenden Dampfes gewährleistet. Der Überzug ist der
Form des Formkörpers 1 angepaßt und verjüngt sich mithin nach oben zu. Er
kann an einer der äußeren senkrechten Kanten einen Reißverschluß aufweisen oder
auch an seinem oberen Ende mitels einer Kunststoffschnur zusammenziehbar sein. Der
Überzug ist der Form des Formkörpers 1 so genau angepaßt, daß er faltenlos
und unvertutschbar gegen dessen Oberfläche anliegt.
-
In den Fig. 2 bis 12 ist eine Bügelmaschine dargestellt, die zur Beschleunigung
des Arbeitsvorganges zwei Formkörper aufweist. Während auf den einen Formkörper
eine zu bügelnde Hose aufgezogen wird, wird am zweiten Forinkörper gleichzeitig
der Preßvorgang durchgeführt. Auch diese Bügelvorrichtung wird von nur einer Person
bedient.
-
Bei der in der Fig. 7 bis 12 dargestellten Ausfühlungsform
einer Bügelpresse sind zwei Formkörper 35, 36 senkrecht an einer drehbaren
Säule 37, in derselben senkrechten Ebene liegend, befestigt. Zur Befestigung
der Formkörper 35, 36 an der Säule 37
können Verbindungsbleche
38 dienen. Dem einen Forrnkörper 36 sind beiderseits Bügelpreßplatten
39,
40 zugeordnet, die schwenkbar auf einer Konsole 41 des Rahmengestells
2 angeordnet sind. Unter Zwischenschalten von Federn 42, 43 sind die Bügelpreßplatten
39, 40 an zweiarmigen Hebeln 44, 45 befestigt, die um einen Zapfen 46 der
Konsole 41 schwenkbar sind. Die Hebel 44, 45 werden von einer mit flüssigen oder
gasförmigen Druckmitteln arbeitenden Druckvorrichtung, die Preßzylinder 47, 48 aufweist,
betätigt. Die Preßzylinder 47, 48 sind an Nasen 49, 50 des Rahmengestells
2 angebracht. über Leitungen 51 ', 52 wird ihnen das Druckmittel zugeführt.
Die Rückbewegung der Bügelpreßplatten 39,
40 wird durch Rückholfedem
53, 54 bewirkt. über Leitungen 55, 56 wird den
Preßplatten 39, 40 Direktdampf zugeleitet.
-
An den beiden Formkörpern 35, 36 sind, wie bei der Ausführungsforrn
nach Fig. 1 bis 3 beschrieben. von Leisten 31 gebildete Vorrichtungen
zum Aufhängen der Hosen am oberen Ende der Formkörper 35, 36 und an der Säule
37 angeordiete Andrückbügel 33 am unteren Ende der Fornikörper
35, 36
vorgesehen.
-
Die Säule 37, an deren oberen Ende ein zur Anbringung der Formkörper
35, 36 dienender waagerechter Träger 57 befestigt ist, ist an seinem
oberen Ende in der Traverse 58 des Rahmengestells 2 drehbar gelagert. Das
untere Ende der Säule 37 ist drehbar auf einem Fuß 59 unter Zwischenschaltung
einer Dichtung 60 gelagert. Mittels eines Zahnrades 61 und einer Zahnstange
62 ist die Säule 37 samt den Formkörpern 35, 36 um
1801 schwenkbar. Die Zahnstange 62 wird mittels eines über eine Leitunc,
63 einem Preßzylinder 64 zugeführten Drucknuttels, wie Druckbl, Druckwasscr,
Diuckluft od. d,--1., betätigt.
-
Die Zuleitung des Dampfes für Dircktbeheizung und Indirektbeheizung,
die Ableitung des Kondensatwassers und die Absaugung erfolgen über die Säule
37. In den Fuß 59 führt eine Leitung 65 für den
Direktdampf
und eine Leitung 66 für den Indirektdampf. Ferner führt aus dem Fuß
59 die Kondensatableitung 67. Die Absaugung der Restfeuchtigkeit aus
den Formkörpern 35, 36 erfolgt am oberen Ende der Säule 37 über eine
Leitung 68. In der Säule 37 ist, wie in Fig. 9 und
10 dargestellt, eine Leitung 69 angeordnet, an die die Heizschlangen
8 der Forrnkörper 35, 36 angeschlossen sind. Die Leitung
69 bildet an ihrem unteren Ende ein Hosenrohr, dessen beide Enden
70 und 71 beide dampfleitend mit der Leitung 66 verbunden sind,
so daß die Formkörper 35, 36
sowohl dann, wenn sich - gemäß Fig.
7 - der Formkörper35 in Vorbereitungsstellung befindet als auch dann, wenn
sich der Formkörper 36 -s. Fig. 7 - in Preßstellung befindet, indirekt
beheizt werden.
-
In der Säule 37 sind ferner zwei Leitungen 72, 73
vorgesehen,
die den Forinkörpern 35, 36 den Dampf zur Dirck-tbehc-izung zuführen. Die
Leitung 65 im Fuß 59 weist nur eine Austrittsöffnung 74 für den Dampf
auf, so daß nur demjenigen Formkörper Direktdampf zugeführt wird, der sich jeweils
in Preßstellung befindet, nicht aber demjenigen Formkörper, der sich in Vorbereitungsstellung
befindet.
-
In der Säule 37 sind schließlich zwei Leitungen 75,
76
angeordnet, über die die Ableitung des Kondensats aus den Formkörpern
35, 36 über Kondensatableiter 11 erfolgL Die Leitung 67 im
Fuß 59 weist zwei Anschlußöffnungen 77, 78 auf, so daß die Kondensatableitungen
75, 76 der Säule 37 sowohl dann, wenn sich ein Formkörp-zr in Vorbereitungsstellung
befindet, in Fig. 7 Formkörper 35, als auch dann, wenn sich ein Formkörper
in Preßstellung befindet, in Fig. 7 Formkörper 36, das anfallende
Kondensatwasser abgeleitet wird. Es werden mithin die Formkörper 35, 36 beide
ständig mit Indirektdampf über die Heizschlangen 8 beheizt, und es wird ständig
das anfallende Kondensatwasser abgeleitet; die Direktdampfzuleitung zu den Formkörpern
35, 36 hingegen erfolgt über die Leitung 65 nur dann, wenn sich der
Formkörper in Preßstellung befindet.
-
Da das Absaugen intermittierend erfolgte ist -
wie in Fig.
11 und 12 dargestellt - der Stutzen 79,
80 der Formkörper
35, 36 automatisch verschließbar. Hierzu kann beispielsweise ein Verschlußstopfen
81,
der von einer Feder 82 nach außen gedrückt wird, im oberen Ende
der Säule 37 vor den Absaugestutzen 79, 80 angeordnet sein. Der Verschlußstopfen
81 ist an der Traverse 58 befestigt, so daß er feststeht und nicht
mit der Säule 37 und dem Querträger 57 dreh-, bar ist und die Absaugleitung
des jeweils in Preßstelluna befindlichen Formkörpers (Absaugleitun 79
C
9
in Fig. 11) verschließt, sobald die Preßplatten dieses Formkörpers anliegen
und der Direktdampf einzuströmen beginnt, um nach beendetem Preßdruck zu öffnen,
so daß die Restfeuchtigkeit aus dem Formkörper abgesaugt wird.
-
Wie in Fig. 8 durch die Linie 83 angedeutet ist, kann
die Bügelpresse anstatt mit zwei senkrecht einander gegenüber befindlichen Formkörpern
65 auch mit vier kreuzweise angeordneten Formkörpern versehen sein.
-
Bei der in Fig. 13 und 14 dargestellten Ausführungsform weist
die Bügelpresse zwei Formkörper 84, 85 auf, die einem Preßplattenpaar
86, 87 zugeordnet sind. Die Formkörper sind auf einem als Galgen ausgebildeten
fahrbaren Wagen 88, 89 angeordnet, der Laufräder 90 aufweist. Die
Laufräder 90 laufen auf einer - Gleisanlage 91, die eine Weiche
aufweist und so gestaltet ist, daß einer der beiden Wagen in den Bereich der Preßplatten
86"87 in Preßstellung gefahren werden kann, während sich der andere Wagen
außerhalb des Bereiches der Preßplatten 86, 87 in Vorbereitungsstellung befindet,
so daß auf den Formkörper 85 dieses Wagens 89 die zu bügelnde Hose
aufgebracht werden kann, während die auf dem Forinkörper 84 des Wagens
88 befindliche Hose gleichzeitig gebügelt wird. Die Gleisanlage
91 weist an den Enden der Gleise Anschläge 92 auf. Auch bei dieser
Anlage erfolgt die Zufuhr des Dampfes zur Direktbeheizung der auf dem Wagen
88, 89 befindlichen Fonnkörper 84, 85, die Zufuhr des Dampfes zur
Indirektbeheizung der Formkörper 84, 85 und die Ableitung des Kondensats
am unteren Ende der Formkörper über Schlauchleitungen 93, 94, 95.
Das Absaugen der Restfeuchtigkeit aus den Formkörpern 84, 85 erfolgt über
eine Schlauchleitung 96 am oberen Ende des Formkörpers.
-
Fig. 15 zeigt einen teilweisen Querschnitt durch einen Forinkörper
in vergrößertem Maßstab. Er zeigt die im Formkörper 97 befindliche Heizschlange
98
zur Indirektbeheizung sowie die schräg aufwärts gerichteten Austrittsöffnungen
99 für den in den Innenraum des Fonnkörpers geleiteten Direktdampf.
-
Da die Formkörpar an derBügelpresse auswechselbar angebracht sind,
kann die Maschine mit demjenigen Formkörper ausgerüstet werden, dessen Formgestaltung
dem jeweiligen Verwendungszweck der Bügelpresse entspricht.
-
Das Ein- und Abschalten der Direktdampfzufuhr und des Absaugens sowie
des Preßvorganges kann durch Fußpedale undioder durch von Hand zu betätigende Steuerorgane,
wie Handhebel oder Drucktasten, erfolgen. Die einzelnen Steuerorgane können eine
gegenseitige Verriegelung aufweisen, so daß es ausgeschlossen ist, daß Dircktdampf
aus dem Formkörper und den Preßplatten austritt, wenn sich der Formkörp,-r nicht
in Preßstellung befindet.
-
Ein weiteres Schaltorgan ist zum Einstellen der je-
weils gewünscliten
Stärke des Preßdrucks vorgesehen. Die Schaltorgane für die Direktdampfzuführung
zum Formkörper und zu den Bügelpreßplatten zum Dämpfen des Bekleidungsstückes, die
Schaltorgane für das Absaugen zum Entfernen der Restfeuchtigkeit aus dem gepreßten
Bekleidungsstück und die Schaltorgane für das Anlegen und Spreizen der Preßplatten
sowie für das Ausüben des Preßdrucks können in einem Programm geschaltet werden,
beispielsweise mittels eines elektrisch oder mechanisch gesteuerten Zeitplangebers,
so daß die Bügelpresse als selbsttätige Presse ausgebildet ist.