DEG0012424MA - Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstatten - Google Patents
Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von ErdöllagerstattenInfo
- Publication number
- DEG0012424MA DEG0012424MA DE1953G0012424 DEG0012424A DEG0012424MA DE G0012424M A DEG0012424M A DE G0012424MA DE 1953G0012424 DE1953G0012424 DE 1953G0012424 DE G0012424 A DEG0012424 A DE G0012424A DE G0012424M A DEG0012424M A DE G0012424MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- water
- oil
- soluble
- viscosity
- substances
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 17
- 239000003208 petroleum Substances 0.000 title claims description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 40
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 14
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 claims description 4
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 claims description 4
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 claims description 4
- 229920002125 Sokalan® Polymers 0.000 claims description 3
- 229920000881 Modified starch Polymers 0.000 claims description 2
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 claims description 2
- 235000010980 cellulose Nutrition 0.000 claims description 2
- 235000019426 modified starch Nutrition 0.000 claims description 2
- 150000007524 organic acids Chemical class 0.000 claims description 2
- 235000005985 organic acids Nutrition 0.000 claims description 2
- 235000018102 proteins Nutrition 0.000 claims description 2
- 102000004169 proteins and genes Human genes 0.000 claims description 2
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 claims description 2
- 239000000344 soap Substances 0.000 claims description 2
- 239000008107 starch Substances 0.000 claims description 2
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 claims description 2
- 229920006186 water-soluble synthetic resin Polymers 0.000 claims description 2
- 239000000654 additive Substances 0.000 claims 1
- 229910052783 alkali metal Inorganic materials 0.000 claims 1
- -1 alkali metal salts Chemical class 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 claims 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 47
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 13
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 12
- 239000000523 sample Substances 0.000 description 7
- 238000006424 Flood reaction Methods 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 3
- 239000011734 sodium Substances 0.000 description 3
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 2
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 2
- 239000008239 natural water Substances 0.000 description 2
- 229920000058 polyacrylate Polymers 0.000 description 2
- 229920000642 polymer Polymers 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- NIXOWILDQLNWCW-UHFFFAOYSA-M Acrylate Chemical compound [O-]C(=O)C=C NIXOWILDQLNWCW-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M Ilexoside XXIX Chemical compound C[C@@H]1CC[C@@]2(CC[C@@]3(C(=CC[C@H]4[C@]3(CC[C@@H]5[C@@]4(CC[C@@H](C5(C)C)OS(=O)(=O)[O-])C)C)[C@@H]2[C@]1(C)O)C)C(=O)O[C@H]6[C@@H]([C@H]([C@@H]([C@H](O6)CO)O)O)O.[Na+] DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M 0.000 description 1
- 229920001807 Urea-formaldehyde Polymers 0.000 description 1
- 150000001447 alkali salts Chemical class 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 239000012895 dilution Substances 0.000 description 1
- 238000010790 dilution Methods 0.000 description 1
- 239000006185 dispersion Substances 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 150000002170 ethers Chemical class 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 229920001495 poly(sodium acrylate) polymer Polymers 0.000 description 1
- 239000004584 polyacrylic acid Substances 0.000 description 1
- 229920000151 polyglycol Polymers 0.000 description 1
- 239000010695 polyglycol Substances 0.000 description 1
- ODGAOXROABLFNM-UHFFFAOYSA-N polynoxylin Chemical compound O=C.NC(N)=O ODGAOXROABLFNM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 description 1
- 229930182490 saponin Natural products 0.000 description 1
- 235000017709 saponins Nutrition 0.000 description 1
- 150000007949 saponins Chemical class 0.000 description 1
- 229910052708 sodium Inorganic materials 0.000 description 1
- NNMHYFLPFNGQFZ-UHFFFAOYSA-M sodium polyacrylate Chemical compound [Na+].[O-]C(=O)C=C NNMHYFLPFNGQFZ-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 1
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 description 1
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 description 1
- 239000003643 water by type Substances 0.000 description 1
- 238000009736 wetting Methods 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. August 1953 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Olausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstätten.
Unter Wasserfluten sollen alle Operationen verstanden werden, bei denen in den Ölträger Wasser
mit Hilfe von Einpreß-Sonden eingebracht wird, um einen vermehrten Zustrom von Öl zu den Fördersonden
zu erzeugen.
Aus Laboratoriums- und Feldbeobachtungen ist bekannt, daß die Verdrängung des Öls aus dem ölhaltigen
Gestein bzw. aus Ölsanden nicht einfach in dem Sinne erfolgt, daß das Wasser den Ölinhalt des
Trägergesteins etwa kolbenartig vor sich herschiebt. Das Wasser eilt dem Öl zum Teil voraus, so daß in
den Fördersonden bereits Wasser zutage tritt, wenn das Trägergestein noch beträchtliche Ölmengen enthält.
Der Periode reiner Ölproduktion folgt mehr oder minder rasch eine solche, in der Öl mit Wasser
zusammen gefördert wird, wobei der Wassergehalt des Gemisches laufend zunimmt, bis die Grenze der
Wirtschaftlichkeit des Verfahrens erreicht ist. Bei der laboratoriumsmäßigen Nachahmung der beim
Wasserfluten oder auch beim natürlichen Wassertrieb ablaufenden Vorgänge gilt daher der bis zum ersten
Wasserdurchbruch erzielte Entölungsgrad einer Probe, nämlich der Volumanteil Öl in Prozenten der ursprünglichen
Ölmenge, als die bei dem betreffenden Gestein und Öl in der Lagerstätte erzielbare Entölung,
die, wie bekannt, außer von dem Viskositäts-
609 506/72
G 12424 VI15a
verhältnis von Öl zu Wasser auch von der Durchlässigkeit des Trägergesteins in mdy (Millidarcy) abhängt.
Bei nicht zu geringer Durchlässigkeit des Trägergesteins ist der Entölungsgrad nur noch von
dem Viskositätsverhältnis der beiden Phasen des Systems abhängig. Er nimmt einen um so höheren
Wert an, je mehr sich das Viskositätsverhältnis dem Wert ι nähert, und erreicht erfahrungsgemäß seine
untere Grenze bei einem Viskositätsverhältnis des
ίο Öles zum Flutwasser von 30 : 1.
Die Erfindung geht von der bekannten Erkenntnis aus, daß man auch bei Lagerstätten mit zähflüssigen
Ölen, deren naturgegebene Voraussetzungen für das Fluten mit Wasser nach den vorstehenden Erläuterungen
ungünstig sind, den Flutungsprozeß verbessern und den Entölungsgrad erhöhen kann, wenn
man dem Flutwasser lösliche Stoffe zusetzt, die geeignet
sind, seine Viskosität zu steigern.
Die Verwendung verdünnter Lösungen anorganischer Salze zum Fluten von Erdöllagerstätten ist
bekannt. Sie werden als Flutmedium dazu verwendet, wenn auf den Ölfeldern, was bekanntlich oft der Fall
ist, nur salzhaltige Wässer zu Verfügung stehen, oder in solchen Fällen, wenn die geologische Beschaffenheit
der Gesteine bei Verwendung salzfreien Wassers Quellungserscheinungen hervorrufen würde, die ein
ausreichendes Eindringen des Wassers verhindern. Auch wurde schon in Erwägung gezogen, solche
Salzlosungen höherer Konzentration oder Dispersionen kolloidaler Substanzen mit genügend hoher Konzentration
zum Fluten zu verwenden. Diese Vorschläge vermochten wegen der hohen, damit verbundenen
Kosten bzw. wegen der Gefahr der Verstopfung des porösenGest eins keinen Eingang in dieTechnik zu finden.
Man hat auch bereits versucht, durch Zusatz oberflächenspannungserniedrigender
Stoffe, wie Saponinen, eine bessere Benetzung des ölführenden Gesteins und dadurch eine Erhöhung der Ölausbeute zu
erzielen. Mit der gleichen Zielsetzung wurde auch der Zusatz von Polyglykoläthern zum Flutwasser in
sehr geringen Konzentrationen vorgeschlagen, die ebenfalls durch Herabsetzung der Oberflächenspannung,
unter gleichzeitiger Ausbildung eines Films an der Grenzfläche Wasser-Öl, bewirken sollen, daß
das Öl besser vom Gestein gelöst wird. Bei diesen bekanntgewordenen Verfahren besitzt das Flutmedium
meist keine wesentlich höhere Viskosität als reines Wasser. In manchen Fällen kann sogar eine
verminderte Viskosität angenommen werden. Dagegen sind Verfahren vorgeschlagen und auch praktisch
ausgeübt worden, das Viskositätsverhältnis durch Senkung der Viskosität des Öles zu beeinflussen,
so z. B. mittels Einpressen von Gas oder durch Erwärmen.
Es wurde nun gefunden, daß man das Ölausbringen wesentlich verbessern kann, indem man zur Erhöhung
der Viskosität des Flutwassers in einem solchen Maße, daß das Verhältnis der Viskosität des zu fördernden
Öles zu der des Flutwassers nur noch höchstens 30 : 1 beträgt, leichtlösliche Salze organischer Säuren oder
organische Stoffe höheren Molekulargewichts, wie Stärke, Stärkederivate, Eiweißstoffe und Cellulosederivate,
verwendet.
Auf diese Art und Weise gelingt es, das Ausbringen von Öl bis zum Wasser durchbrach z. B. aus einem
gegebenen ölhaltigen Gestein von 15 °/0 auf 26 % zu
erhöhen, wenn man dessen Viskosität erhöht und dadurch das Viskositätsverhältnis öl zu Wasser von
40 auf 21 senkt.
In Fällen, in denen eine Lagerstätte bereits teilweise mit Wasser, sei es durch vorausgegangenes
Fluten, sei es durch natürlichen Wassertrieb, überflutet ist, wird man zweckmäßig höherkonzentrierte
Lösungen verwenden, als nach den sonst gegebenen Bedingungen erforderlich wäre. Durch die Verdünnung
mit dem bereits im ölführenden Gestein vorhandenen Wasser stellt sich von selbst eine
niedrigere Konzentration und Viskosität des Flutungsmediums ein, die bei Wahl geeigneter Ausgangskonzentrationen
und -mengen den gewünschten Bedingungen entspricht.
Besonders vorteilhaft verfährt man erfindungsgemäß, wenn man dem Flutwasser solche höhermolekulare,
wasserlösliche organische Stoffe zusetzt, deren Moleküle Kettenstruktur aufweisen. Durch den
Zusatz solcher Stoffe wird die Viskosität von Wasser beträchtlich erhöht, so daß es möglich ist, mit verhältnismäßig
geringem Aufwand an gelöstem Stoff, d. h. etwa 1 °/0 und weniger, auszukommen. Es
kommen hierfür praktisch alle Stoffe mit Kettenmolekülen in Frage. Zusätzliche Vorteile lassen sich
erzielen, wenn man dem Flutwasser solche höhermolekulare organische Stoffe zusetzt, deren wäßrige
Lösungen strukturviskos sind, z. B. Seifen, wasserlösliche Celluloseabkömmlinge, wasserlösliche Kunstharze
vom Typus der Harnstoff-Formaldehyd-Kunstharze und andere Kunststoffe, die wasserlösliche
Kettenpolymerisate bilden. Da bekanntlich bei Lösungen dieser Art ihre Viskosität mit der Fließgeschwindigkeit
zunimmt, ergeben sich durch ihre Anwendung bei den geringen Fließgeschwindigkeiten
des Flutungsprozesses im Gestein besonders große Ölausbeuten.
Als hervorragend geeignet haben sich hierfür die Alkalisalze der Polyacrylsäuren erwiesen, die schon in
geringen Konzentrationen die Viskosität von Wasser sehr stark erhöhen. Flutversuche mit Lösungen von
polyacrylsaurem Natrium ergeben, entsprechend der höheren Viskosität dieser Lösungen, einen wesentlich
besseren Entölungsgrad als reines Wasser, wie die folgenden Beispiele zeigen.
Die Versuche wurden mit zylindrischen Proben eines Unterkreidesandsteins ausgeführt, dessen Porenraum
ganz mit Öl ausgefüllt war. Dieselben Proben wurden einmal mit Wasser und nach erneuter Sättigung
mit Öl mit einer Lösung von 0,2 °/0 Natriumpolyacrylat bis zum Wasserdurchbruch geflutet. Die
Versuchstemperatur betrug 200.
Öl
Wasser
Na-Polyacrylat-Lösung
Viskosität
cp
cp
77
IO
Viskositätsverhältnis
77
7,7
506/72
G 12424 VI/5a
Probe
Nr.
Durchlässigkeit
mdy
832
1300
5260
1300
5260
Porosität
7o
25,8
25,8
28,4
25,8
28,4
Entölungsgrad
beim Fluten mit
Acrylat-
beim Fluten mit
Acrylat-
Wasser
l6,0
14,5
13,5
14,5
13,5
lösung
44.0
34,2
34,2
42,1
Wie erwähnt, ändert sich bei Lösungen von Stoffen, die langkettige Moleküle bilden und strukturviskos
sind, die Viskosität mit der Fließgeschwindigkeit in dem Sinne, daß sie um so größer wird, je kleiner die
Fließgeschwindigkeit ist. Da diese durch die Einpreßgeschwindigkeit bzw. den Einpreßdruck reguliert
werden kann, bietet diese Ausführungsform überraschenderweise den zusätzlichen großen Vorteil, daß
durch Abstimmung des an das System angelegten
ao Druckgradienten die Fließgeschwindigkeit und damit die Viskosität des Flutmediums in weiten Grenzen
geregelt werden kann. So ergab sich z. B. bei Versuchen an einer ölhaltigen Gesteinsprobe, unter Verwendung
einer o,2prozentigen Na-Polyacrylatlösung als Flutmedium,
daß die Fließgeschwindigkeit bei Senkung des Druckgradienten von 0,17 auf 0,005 at/cm, also
auf x/34 des ursprünglichen Wertes, sich auf 1Z238 des
Ausgangs wert es verringerte. Das bedeutet, daß die Viskosität der Lösung bei dem niedrigeren Druckgradienten
den siebenfachen Wert besaß. Infolgedessen kann mit solchen Lösungen die Ölausbeute
noch weiter gesteigert werden, indem man das Fluten langsam, also unter niedrigem Druck durchführt. Das
folgende Beispiel zeigt deutlich, in welchem Maße die Ergebnisse vom angelegten Druckgradienten
abhängig sind.
Zylindrische Probestücke von Bentheimer Sandstein wurden mit Öl getränkt und bei verschiedenen
Druckgradienten geflutet. Es wurden bis zum Wasserdurchbruch die folgenden Entölungsgrade
erzielt:
Probe Nr.
0,07 at/cm
Entölung bei
42,3 33,7
2 34,2 25,1
3 36,5 32,3
Das vorstehend beschriebene Verfahren eröffnet einen neuen und überraschenden Weg, um auch bei
0,13 at/cm
% solchen Erdöllagerstätten, die infolge der Beschaffenheit der darin enthaltenen Ölkomponente für das normale Fluten mit Wasser nicht zugänglich sind bzw. zu geringe Ölausbeuten ergeben, das Fluten mit einfachen und verhältnismäßig billigen Mitteln bei beträchtlich gesteigertem Ausbringen an Öl durchzuführen und so einen sonst vielleicht aus wirtschaftlichen Gründen notwendigen vorzeitigen Abbruch der Förderung zu vermeiden. Besonders in ölarmen Gebieten ist das erfindungsgemäße Verfahren dazu berufen, eine sonst nicht erreichbare Mehrausbeute an Öl sicherzustellen.
% solchen Erdöllagerstätten, die infolge der Beschaffenheit der darin enthaltenen Ölkomponente für das normale Fluten mit Wasser nicht zugänglich sind bzw. zu geringe Ölausbeuten ergeben, das Fluten mit einfachen und verhältnismäßig billigen Mitteln bei beträchtlich gesteigertem Ausbringen an Öl durchzuführen und so einen sonst vielleicht aus wirtschaftlichen Gründen notwendigen vorzeitigen Abbruch der Förderung zu vermeiden. Besonders in ölarmen Gebieten ist das erfindungsgemäße Verfahren dazu berufen, eine sonst nicht erreichbare Mehrausbeute an Öl sicherzustellen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstätten mit Flutwasser,
dem wasserlösliche Stoffe, die geeignet sind, pro Einheit gelösten Stoffes eine beträchtliche
Erhöhung der Viskosität zu bewirken, in solchen Mengen zugesetzt werden, daß das Verhältnis
der Viskosität des zu fördernden Öles zu der des Flutwassers nicht mehr als 30:1 beträgt,
dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatz leichtlösliche Salze organischer Säuren oder organische
Stoffe höheren Molekulargewichtes, wie Stärke, Stärkederivate, Eiweißstoffe, Cellulosederivate,
verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Flutwasser solche höhermolekulare, wasserlösliche organische Stoffe, deren
Moleküle Kettenstruktur aufweisen, z. B. Seifen, Cellulosederivate, wasserlösliche Kunstharze, in
Mengen bis zu 1 % zugesetzt werden.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Flutwasser Alkalisalze
von Polyacrylsäuren zusetzt.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das die löslichen Stoffe
enthaltende Flutwasser mit geringem Druckgradienten, d. h. mit geringer Geschwindigkeit
in die Lagerstätte einpreßt.
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man bei ganz oder teilweise
überfluteten Lagerstätten das die löslichen Stoffe enthaltende Flutwasser mit höherer Konzentration
an gelöstem Stoff als bei nicht überfluteten Lagerstätten einpreßt.
Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 233 381, 2 533 546;
Walter Rühl, Entölung von Erdöllagerstätten durch Sekundärverfahren, 1952, S. 35 bis 39;
»Bohrtechnik — Brunnenbau«, 1953, S. 137 bis 142.
© 609 506/72 4.56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1953G0012424 DEG12424B (de) | 1953-08-10 | 1953-08-10 | Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstatten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1953G0012424 DEG12424B (de) | 1953-08-10 | 1953-08-10 | Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstatten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DEG0012424MA true DEG0012424MA (de) | 1956-04-19 |
| DEG12424B DEG12424B (de) | 1956-04-19 |
Family
ID=34071522
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1953G0012424 Pending DEG12424B (de) | 1953-08-10 | 1953-08-10 | Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DEG12424B (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097931B (de) * | 1958-02-12 | 1961-01-26 | Wintershall Ag | Verfahren zur Sekundaerfoerderung von Erdoel durch Fluten |
| DE1116171B (de) * | 1958-03-07 | 1961-11-02 | Wintershall Ag | Verfahren zur Sekundaerfoerderung von Erdoel durch Fluten |
| GB1100051A (en) * | 1964-03-16 | 1968-01-24 | Mobil Oil Corp | Liquid flow in a permeable earth formation |
-
1953
- 1953-08-10 DE DE1953G0012424 patent/DEG12424B/de active Pending
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0058371B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus unterirdischen Lagerstätten durch Emulsionsfluten | |
| EP0047370B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte | |
| EP0073894B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte | |
| DE3720330C2 (de) | ||
| DE3024865A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von oel aus unterirdischen formationen | |
| EP0117970B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus Speichergestein | |
| EP0047369B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von weitgehend emulsionsfreiem Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte | |
| EP0213321A2 (de) | Verfahren zur Injektivitätserhöhung von Einpressbohrungen bei der Ölförderung mittels Wasserfluten | |
| DE1483772A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von OEl aus einer oelhaltigen unterirdischen Formation | |
| DEG0012424MA (de) | Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstatten | |
| DE3218346C2 (de) | ||
| EP0058871B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte | |
| EP0272406A2 (de) | Verfahren zur erhöhten Gewinnung von Erdöl aus einer unterirdischen Lagerstätte durch Tensidfluten | |
| DE3211168C1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Erdoel aus untertaegigen Lagerstaetten | |
| EP0272405B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Erdöl aus einer unterirdischen Lagerstätte durch Tensidfluten | |
| EP0088206B1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte | |
| DE2419540B2 (de) | Verfahren zur sekundaergewinnung von kohlenwasserstoffen aus einer unterirdischen lagerstaette | |
| DE1517345A1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Teilen durchlaessiger geologischer Formationen | |
| DE2558548A1 (de) | Verfahren zur sekundaergewinnung von erdoel aus untertaegigen lagerstaetten durch fluten mit netzmittel enthaltendem wasser | |
| DE3134530C2 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte | |
| DE1275016B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Erdoel nach dem Wasserflutverfahren | |
| DE68905925T2 (de) | Xanthankonzentrate, verfahren zur herstellung und verwendung zur steigerung der gewinnung von oel aus unterirdischen formationen. | |
| AT252135B (de) | Verfahren zur Behandlung von Teilen durchlässiger geologischer Formationen | |
| AT262194B (de) | Verfahren zur Erdölgewinnung | |
| DE1294303B (de) | Verfahren zur Behandlung von unterirdischen Lagerstaetten |