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DE1097931B - Verfahren zur Sekundaerfoerderung von Erdoel durch Fluten - Google Patents

Verfahren zur Sekundaerfoerderung von Erdoel durch Fluten

Info

Publication number
DE1097931B
DE1097931B DEW22763A DEW0022763A DE1097931B DE 1097931 B DE1097931 B DE 1097931B DE W22763 A DEW22763 A DE W22763A DE W0022763 A DEW0022763 A DE W0022763A DE 1097931 B DE1097931 B DE 1097931B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starch
flooding
cellulose
water
petroleum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW22763A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Ludwig Backhaus
Dr Walter Bulian
Alfred Kiesewetter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall AG
Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Wintershall AG
Kalle GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wintershall AG, Kalle GmbH and Co KG filed Critical Wintershall AG
Priority to DEW22763A priority Critical patent/DE1097931B/de
Publication of DE1097931B publication Critical patent/DE1097931B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K8/00Compositions for drilling of boreholes or wells; Compositions for treating boreholes or wells, e.g. for completion or for remedial operations
    • C09K8/58Compositions for enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons, i.e. for improving the mobility of the oil, e.g. displacing fluids
    • C09K8/588Compositions for enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons, i.e. for improving the mobility of the oil, e.g. displacing fluids characterised by the use of specific polymers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Sekundärförderung von Erdöl durch Fluten Es ist bereits bekannt, Salze von Celluloseäthercarbon- und -sulfonsäuren mit Oxalkyläther der Cellulose als Flutungsmittel zu verwenden, und zwar in einer quellkörper- und faserfreien Form. Diese Stoffe werden jedoch vorteilhaft bei Lagerstättentemperatur von nicht über 80° C eingesetzt, da sie bei höheren Temperaturen einen Abbau erfahren, wodurch die für die Flutung günstigen Eigenschaften zurückgehen. Auch Stärke ist für sich als Flutungsmittel bereits vorgeschlagen worden.
  • Es hat sich nun überraschend herausgestellt, daß der Abbau von Lösungen der vorstehend genannten bekannten Verbindungen bei höheren Temperaturen, insbesondere solchen über 80° C, durch Zugabe von Stärke oder abgebauter Stärke praktisch verhindert wird. Diese überaschende Tatsache ergibt sich aus den nachstehenden Beispielen, welche das Wasserbindevermögen nach 30 Minuten einer ungekochten Lösung (1) bzw. einer 3 Tage gekochten Lösung (2) gegenüberstellen.
  • Gegenstand des Patents 1043 996 ist der Zusatz von Carboxymethylcellulosen und/oder Carboxymethylstärken in Kombination mit Stärke, beispielsweise Ouellstärke, oder Stärkebestandteilen, wieAmylopektin, zu Bohrspülungen, besonders zu Salz-Ton-Spülungen. Bohrspülungen dienen dem Zweck, das Bohrwerkzeug zu schmieren und zu kühlen und das abgebohrte Gestein zutage zu fördern. Aus ihrer Zusammensetzung kann nicht auf diejenige von Flutungsmitteln geschlossen werden, durch welche Erdöl aus seiner Lagerstätte verdrängt werden soll und welche somit in physikochemischer Hinsicht anderen Ansprüchen genügen müssen als eine Bohrspülung.
  • Beispiel 1 40g eines Natriumsalzes der Celluloseglykolsäure mit niedrigem Molekulargewicht und niedrigem Viskositätsgrad, beispielsweise das unter der warenzeichenrechtlich geschützten Bezeichnung »Tylose« BT im Handel erhältliche celluloseglykolsaure Natrium, werden in 1 1 Wasser, welches mit 290 g Kochsalz praktisch gesättigt war, gelöst und ein Wasserbindevermögen (Filterplattenwert) von 17 Minuten festgestellt. Nach 30 Minuten war das Wasser um 2 mm gewandert (1). Nach 3tägigem Kochen war der Filterplattenwert nur noch 45 Sekunden, nach 26 Minuten war das Wasser bis zum äußersten Rand des Filterpapiers vorgedrungen (2).
  • Beispiel 2 40g eines Natriumsalzes der Celluloseglycolsäure mit niedrigem Molekulargewicht und niedrigem Viskositätsgrad, beispielsweise das unter der warenzeichenrechtlich geschützten Bezeichnung »Tylose« BT im Handel erhältliche celluloseglykolsaure Natrium, wurden in 1 1 Wasser, welches mit 290 g Kochsalz praktisch gesättigt war, gelöst und zusätzlich 10 g eines Stärkeproduktes, beispielsweise einer ganz oder teilweise aufgeschlossenen Stärke, zugegeben. Der Filterplattenwert der ungekochten Lösung (1) war unendlich, d. h., nach 30 Minuten war kein Wasser durchgelaufen. Nach 3tägigem Kochen betrug der Filterplattenwert 15 Minuten, und nach 30 Minuten war das Wasser nur 3 mm auf dem Filterpapier weitergelaufen (2).
  • Es ergibt sich daraus eine überraschende Verbesserung des Wasserbindevermögens gegenüber dem reinen Cellulosederivat nach Beispiel 1. Das Wasserbindevermögen ist für Flutungsmittel von großer Bedeutung, da derartige Lösungen sich in ihren Eigenschaften nicht verändern dürfen.
  • Der Zusatz von Stärke zu den genannten Celluloseverbindungen gestattet nunmehr, diese auch fürLagerstätten mit höheren Temperaturen zu verwenden, ohne durch Abbau des Flutungsmittels eine Herabminderung des Flutungseffektes befürchten zu müssen.
  • Der beispielsweise genannte Zusatz von 25 % Stärkeprodukt zur Celluloseverbindung ist keineswegs auf diese Menge beschränkt. Es wird im Einzelfall notwendig sein, je nach den Lagerstättenbedingungen die schiebende, kapillardruckerhöhende und waschende Wirkung dieses Zusatzes durch Erhöhung oder Erniedrigung der Menge zu variieren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: s d °1. Verfahren zur Sekundärförderung von Erdöl durch Fluten, dadurch gekennzeichnet, daß Salze der Celluloseäthercarbonsäuren - und/oder Celluloseäthersulfonsäuren und/oder Oxyalkyläther der Cellulose zusammen mit Stärke, vorzugsweise im Verhältnis von 4 Gewichtsteilen Cellulosederivat zu 1 Gewichtsteil Stärke, im Flutungsmittel verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stärke ganz oder teilweise aufgeschlossene -Stärke verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift G 12424 VI/5 d (bekanntgemacht am 19. 4. 1956). In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1043 996.
DEW22763A 1958-02-12 1958-02-12 Verfahren zur Sekundaerfoerderung von Erdoel durch Fluten Pending DE1097931B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013007680A1 (de) 2013-05-03 2014-11-06 Tougas Oilfield Solutions Gmbh Elektrolythaltige wässrige Polymerlösung und Verfahren zur Tertiärförderung von Erdöl

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DEG12424B (de) * 1953-08-10 1956-04-19 Gewerkschaft Elwerath Verfahren zur Erhöhung der Ölausbeute beim Wasserfluten von Erdöllagerstatten
DE1043996B (de) 1957-07-13 1958-11-20 Schoenebecker Brunnenfilter Ge Bohrspuelung

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WO2014177282A1 (de) 2013-05-03 2014-11-06 Tougas Oilfield Solutions Gmbh Elektrolythaltige wässrige polymerlösung und verfahren zur tertiärförderung von erdöl

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