DE978035C - Zum Anbau an ein Landfahrzeug bestimmte Vorrichtung zum Verlegen von Minen in den Erdboden - Google Patents
Zum Anbau an ein Landfahrzeug bestimmte Vorrichtung zum Verlegen von Minen in den ErdbodenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine zum Anbau an ein Landfahrzeug bestimmte Vorrichtung zum Verlegen von
. Minen in den Erdboden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die das Verlegen
und die Tarnung von Minen und dergleichen Ofjekten kleiner Abmessungen in verschiedenartigem
Gelände (mit Ausnahme von felsigem Terrain) mechanisch durchzuführen gestattet, derart, daß eine möglichst
hohe Aufeinanderfolge in Verbindung mit einer vorschriftsmäßigen Tarnung, besonders gegen Luftbeobachtung,
erreicht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe ist gemäß dem Hauptmerkmal der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
es einen kreisbogenförmig gekrümmten Kasten aufweist, der in einer senkrechten parallel zur Längsachse
des Fahrzeugs verlaufenden Ebene angeordnet ist und dessen innerer Durchlaßquerschnitt dem Umriß der zu
verlegenden Minen entspricht, während sein unteres Ende offen, meißelartig zugeschärft ist und eine an den
Kasten angelenkte Klappe aufweist, welche die untere Austrittsöffnung des Kastens verschließt, daß ferner ein
bogenförmig gekrümmter Stößel von gleichem Krümmungsradius und gleichem Krümmungsmittelpunkt wie
der Kasten vorgesehen ist, der in den Kasten einführbar ist, daß weiterhin ein Gestänge vorgesehen ist, um
eine Drehbewegung des Kastens um seine horizontale Drehachse herbeizuführen, wodurch das äußere angeschärfte
Ende des Kastens tangential in den Erdboden einzudringen bzw. aus diesem wieder herausgezogen zu
werden vermag, wobei der Kasten die Achse gemeinsam mit dem Stößel hat, sie durch den gemeinsamen
Krümmungsmittelpunkt führt und auf einer Höhenlage über Flur legt, die kleiner ist als der Außenradius des
Kastens, und daß ein Gestänge zum Bewegen des Stößels im Kasten vorgesehen ist. Infolge dieser Betätigung
während der Schwenkbewegung des Kastens um seine Achse, schürft sein meißelartiges Ende den Erdboden
nahezu horizontal an und dringt tangential in diesen ein, wobei es unter der aufliegenden Erddecke
gleitet. Die dünne und schmale' Erdzunge, die auf diese Weise angehoben wird, fällt in ihre Anfangslage zurück,
wenn der Kasten in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt wird und hinterläßt keine Spur.
In dieser Ausbildung und Arbeitsweise unterscheidet
die Erfindung sich von bekannten Geräten zum Verlegen von Minen, beispielsweise einem vollständig selbsttätig
arbeitenden Minenverleger für Panzerminen, einem Gerät, das eine Pflugschar aufweist zum Zweck,
eine durchlaufende zwischen 5 und 25 cm tiefe Erdfurehe zu schneiden und ein Erdband entsprechender
Breite anzuheben, um auf diese Weise einen Graben herzustellen, auf dessen Grund im gewünschten Abstand
die Minen abgesetzt werden. Das Erdband wird anschließend seitlich wieder zurückgeschlagen, um die
Minen zu tarnen. Das tangentiale Anschneiden des Erdbodens bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfordert
eine vielfach kleinere Kraft als das vertikale Aufgraben und gewährleistet überdies eine optimale Tarnung.
Von Bedeutung ist ferner, daß bei dem erfindungsgemäßen Gerät die Minen gleichmäßig in einer
vorbestimmten Tiefe und genau horizontaler Lage verlegt werden. Darin liegt die Gewähr für ein sicheres
Funktionieren und maximale Wirkung der Mine. Noch ferner steht der Erfindung ein weiteres Gerät, das zum
schnellen Verlegen, ebenso aber auch zum Wiederaufsammeln von Minen dient; sie werden dort nicht eingegraben,
sondern lediglich auf dem Erdboden abgesetzt. In weiterer Ausbildung der Erfindung betrifft diese
auch ein Fahrzeug zum selbsttätigen Verlegen von Minen in den Erdboden in schneller, einstellbarer Folge
und anschließender Tarnung der Minen unter Verwendung der Vorrichtung nach dem oben beschriebenen
Hauptmerkmal der Erfindung. Ein solches Fahrzeug kennzeichnet sich dadurch, daß es eine Plattform und
einen Schlitten aufweist, der auf der Plattform in Längsrichtung zwischen zwei Endlagen mit gleicher
Geschwindigkeit aber in der Fahrtrichtung des Fahrzeugs entgegengesetzter Richtung bewegbar und in
seine Ausgangslage rückführbar ist, ferner, daß auf dem Schlitten der kreisbogenförmig gekrümmte Kasten angeordnet
ist, der um die senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlittens verlaufende Achse schwenkbar ist,
in derartiger Ausbildung und Anordnung der Gestänge, daß die Drehbewegung des Kastens in Arbeitsstellung
und zurück und ebenso die des Stößels in Abhängigkeit von der Bewegung des Fahrzeugs und des Schlittens
bewirkt werden. Zweckmäßigerweise wird der Schlitten in bezug auf das Fahrzeug während der Verlegungszeit
mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die gleich und entgegengesetzt der Fahrzeuggeschwindigkeit
ist, um einen möglichst vollkommenen Stillstand gegenüber dem Erdboden zu erhalten, wobei das Fahrzeug
sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegt. Wenn das Werkzeug sich in der Längsachse des Fahrzeuges
bewegt, arbeitet es genau, selbst wenn der Stillstand des Fahrzeuges nicht vollständig ist. Der Arbeitstakt,
währenddessen das Werkzeug aus dem Erdboden ausgetreten ist, wird zum Wieder-in-Gang-Gehen desselben
benutzt. Die Gesamtdauer der Verlegung ist also die Zeitspanne zwischen dem Eindringen der Spitze
des Kastens in den Boden und ihrem Zurückziehen, eine Dauer, deren Verringerung man auf zwei Sekunden
und sogar weniger einrichten kann. Es können daher Minen in sehr hoher Aufeinanderfolge verlegt werden.
Die Spur, welche die Mine hinterläßt, beschränkt sigh auf einen leichten Erdbuckel ohne Zerstörung der
Oberfläche des Vegetationskissens. Die Spuren des Verlegungsfahrzeuges selbst zeichnen sich nur schwach
im Gelände ab, weil das Fahrzeug mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fährt ohne bohrend wirkende Beschleunigung
oder Bremsung. Die Vorrichtung arbeitet um so vorteilhafter, wenn die Mine eine große und flache
Gestalt hat. Ein Minendurchmesser von 250 mm bei einer Höhe von 120 mm ist vorteilhaft, obgleich eine
geringere Höhe vorzuziehen wäre. Die Verlegungstiefe kann geregelt werden, sei es durch feste Anordnung
des Geräts oder durch Änderung der Bodenfreiheit des Trägerfahrzeugs (man braucht ungefähr 15 cm Schwingungsausschlag).
Die Steuerung der Tragarme des Kastens und des Stößels und die des Schlittens kann durch Heber besorgt
werden, die synchron gesteuert werden oder durch irgendeine andere Vorrichtung, die einen genauen
Zusammenhang der Bewegungen vermittelt. Um zu vermeiden, daß die Reaktion des Eindringens der
Kastenspitze in den Boden auf die Steuerorgane der Schlittenverschiebung zurückwirkt, kann ein oszillierender
Sporn vorgesehen sein, der sich im Boden verankert im Augenblick der Verlegung der Mine und der
gleichzeitig einen guten Stillstand gewährleistet.
Das Laden des oder der Minenverlegungskästen kann von Hand erfolgen oder mit einer selbsttätigen
Zuführkette, die auf der Plattform des Fahrzeuges angeordnet ist.
Die verschiedenen Bewegungen können hydraulisch, mechanisch oder anders gesichert sein; ihr Ausschlag
ist ungefähr 90°, ebenso für das Hauptwerkzeug wie für den Stößel. Die aufgewendeten Kräfte liegen in der
Größenordnung von 10 000 Newton für das Hauptwerkzeug und 500 Newton für den Stößel.
Um den automatischen Verlauf des Arbeitszyklus zu sichern, sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
die für den Antrieb der Drehung des Kastens und des Stößels vorgesehenen Gestänge von hydraulischer
Art und werden von Kolbenpumpen gespeist, deren Förderung proportional der Mitnahmegeschwindigkeit
des Schlittens ist und durch Nocken gesteuert wird, die sich mit einer Geschwindigkeit proportional der Geschwindigkeit
der Pumpen drehen und über zwischengeschaltete Verteiler das Auslösen und Stillsetzen jeder
Drehung steuern. So bleibt der Arbeitszyklus gleichförmig, wenn man die Geschwindigkeit des Antriebs des
Ganzen ändert. Denn jede Bewegung hat eine Geschwindigkeit (Lieferung der Pume) umgekehrt proportional
ihrer Dauer; folglich ändert sich ihr Ausschlag nicht. Dieses System erlaubt das selbsttätige Arbeiten
des Zyklus ohne Rücksicht auf die Geschwindigkeit des Fahrzeuges, wobei die Kadenz der Verlegung proportional
der Geschwindigkeit des Fahrzeuges ist und ihr Abstand einzig und allein vom Spiel der verwendeten
Nocken abhängt. Somit gestattet das System es, das Fahrzeug zwischen zwei Verlegungen zu beschleunigen
im Falle, wenn die Minen weit auseinanderliegen.
-In weiterer Ausbildung der Erfindung kann um die Achse des Kastentragarmes ein Abstreicher schwenkbar
angeordnet sein, der gegen den Kastentragarm abgefedert ist und durch einen Anschlag am Stößeltragarm
betätigbar ist, derart, daß der Abstreicher den Erdboden niederhält, wenn der Kasten aus diesem wieder
herausgezogen wird. Um das Eindringen des Schneidendes des Kastens in den Erdboden zu erleichtern,
kann derselbe mit Zähnen versehen sein. Um den Schlitz in der Erddecke nach dem Herausziehen des
Kastens wieder zu schließen, kann am Fahrzeug eine Walze zum Einebnen des Erdbodens angeordnet sein.
Um den vorgesehenen Arbeitsablauf zu gewährleisten können nach einem weiteren Erfindungsmerkmal die
Steuernocken der Gestänge derart regelbar sein, daß der Stößel nicht in Drehung versetzt wird, wenn der
Kasten schon teilweise in den Erdboden eingedrungen
ist und er sein oberes Ende freigelegt hat, damit in dieses eine Mine eingeführt wird.
Die Vorrichtung sowie der Kreislauf der Minenverlegung werden im einzelnen an einem Ausführungsbeispiel
eines Minenlegfahrzeugs an Hand der Zeichnung beschrieben werden, in denen
F i g. 1 eine Draufsicht auf ein Minenlegfahrzeug ist;
F i g. 2 ist eine Draufsicht in größerem Maßstab auf den Schlitten, der die Verlegevorrichtung trägt;
F i g. 3 ist eine Seitenansicht des beweglichen Schiittens und der Verlegevorrichtung mit ihren Steuerorganen;
F i g. 4 ist in Ansicht eine Einzelheit des Kastentragarms;
F i g. 5 ist eine perspektivische Ansicht eines Kastens,
F i g. 6 eine solche einer abgeänderten Ausführungsform;
F i g. 7 bis 11 sind analoge Ansichten zu F i g. 3 mit
den verschiedenen Stadien des Kreislaufs der Minen-Verlegung.
Das Fahrzeug irgendeines Typs weist eine Plattform auf, auf welcher hinten das Führerhaus 1 angeordnet ist
und welche zwei parallele Schienen 2 aufweist, auf welchen in beiden Richtungen der Schlitten 3 sich zwisehen
zwei bestimmten Lagen verschieben kann. Der Schlitten trägt die Verlegevorrichtung der Minen. Auf
der Plattform sind die Zuführvorrichtung 4 und seitliche
Rampen 5 für den Minenvorrat vorgesehen.
Der eigentliche Schlitten (F i g. 2) trägt eine horizontale
Drehachse 6 für die Arme 7, die einen kreisbogenförmigen Kasten 8 und einen Arm 10 eines Stößels 11
tragen, der sich in den kreisbogenförmigen Kasten 8 einschieben kann.
Hydraulische Gestänge 12, 12a und 13 steuern die Drehung der Arme 7 und 10 um ihre Achse, während
ein hydraulisches Gestänge 14 mit seiner Kolbenstange 15 die Verschiebung des Schlittens in beiden Richtungen
steuert.
Die Bewegungen dieser hydraulischen Gestänge sind synchronisiert, um den Kreislauf der Minenverlegung
zu bewirken. Dieser wird jetzt beschrieben.
Die Form des Kastens 8.ist die einer kreisbogenförmigen
Rutsche mit U-förmigem Querschnitt (F i g. 5), offen an den Zuführseiten 16 und an der entgegengesetzten
Seite durch eine Klappe 17 geschlossen, weiche um Scharniere 18 drehbar ist und sich auf einen Endteil
auflegt, der bei 19 abgeschrägt ist. Das Ende der Abschrägung
kann mit Zähnen 19a versehen sein, welche das Eindringen des Kastens in den Boden erleichtern.
Hierzu und um das Abscheren des Erdbodens zu vermeiden, kann der Kasten außerdem mit Ansätzen 20
von drejeckigem Querschnitt eingefaßt sein (F i g. 6).
Eine mittlere Führungsschiene 38 kann als Führung der Mine 32 während ihres Niedergehens im Kasten
dienen und, wenn es nötig ist, ihre Drehung verhindern. Ferner kann eine Ausgleichsfeder 35 auf einer Seite des
Kastens 8 vorgesehen sein, um das Herabrutschen der Mine zu bremsen.
Wie Fi g. 3 zeigt, steuert die Kolbenstange 15 des
hydraulischen Gestänges 14 die Verschiebung des Schjittens 3, der mit seinen Rollen 21 auf den Schienen
2 fährt, über seine Stange 22, die bei 23 auf dem Ende der Kolbenstange 15 angelenkt ist und bei 24 an dem
Schlitten über eine Rückziehfeder 25 befestigt ist Diese Stange 22 endet in einer Platte 26, die mit Ankerzähnen
27 versehen ist. Diese Platte mit Ankerzähnen gestattet, ein besonderes Steuerorgan für die Verankerung
am Boden zu ersparen.
Der Arm 7, der den Kasten 8 trägt, besteht aus zwei parallelen Flanschen, die auf der festen horizontalen
Achse 6 am Schlitten angelenkt sind. An einer Ecke derselben sind bei 28 die Steuergestänge 12 und 12a
angelenkt (F i g. 3).
Der Arm 10 des Stößels ist auf der gleichen Achse 6 angelenkt, und bei 9 ist die Kolbenstange des hydraulischen
Gestänges 13 angelenkt.
Schließlich ist auf der gleichen Achse 6 ein Abstreicher 29 angelenkt, der durch eine Rückstellfeder 30
zum Arm 7 hin belastet und von einem Anschlag 31 am Arm 10 betätigt wird.
Der Verlegungszyklus ist folgender unter der Annahme, daß das Fahrzeug sich mit stetiger und gleichmäßiger
Geschwindigkeit im Sinn des Pfeils Fbewegt.
Bei Abfahrt wird der Schlitten 3 im Sinne des Pfeils F vom Gestänge 14 mit irgendeiner Rücklaufgeschwindigkeit
bis in die Nähe der Minenbeschickungsvorrichtung 4 gezogen. Der Kasten 8 wird aufgefüllt, und die
Gestänge 12,12a und 13 sind außer Betrieb (F i g. 3).
Vom Augenblick an, wenn der Kasten 8 in seinem Totpunkt ankommt, kehrt sich der Schub der Gestänge
12 und 12a um und bewirkt sein Wiederhochgehen; der Stößel 11 hält die Mine, auf welcher die Klappe 17
während des Rückgangs gleitet, fest und öffnet sich so ohne Schwierigkeit. Zu gleicher Zeit hindert der Abstreicher
29, durch den Anschlag 31 so lange festgehalten, wie der Stößel 11 verriegelt bleibt, die Oberflächenschicht
des Bodens daran, an der Unterfläche des Kastens 8 anzukleben und mitgenommen zu werden.
Wenn der Kasten 8 genügend angehoben ist, um die Mine loszulassen, entriegelt sich der Stößel 11 und gelangt
in seine Anfangsstellung, mitgenommen durch das Gestänge 13, während der Kasten 8 sein Wiederhochgehen
unter der Wirkung der Gestänge 12 und 12a beschleunigt.
Diese Phase wird beendet im Augenblick, wenn der Schlitten 3 am Ende seines Rücklaufs ankommt. Das
Wiederinstellunggehen erfolgt dann durch Umkehren der Richtung des Gestänges, was gleicherweise bewirkt,
daß der Ankersporn 22 hochgehoben wird.
Das Fahrzeug setzt seine Bewegung fort, aber das Gestänge 14 wirkt im Sinn des Pfeiles P, indem es den
Schlitten 3 entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des Fahrzeugs und mit der gleichen Geschwindigkeit
schiebt, derart, daß die Verlegevorrichtung unbeweglich zum Boden bleibt. Zu gleicher Zeit schlägt der Ankersporn
herunter, und die Gestänge 12 und 12a betätigen den Kasten 8, der sich dem Erdboden nähert
(F ig. 7).
Das Fahrzeug setzt seine Bewegung fort, und der Schlitten geht mit derselben Geschwindigkeit im Sinn
des Pfeiles Fi weiter zurück (Fig.8). Der Kasten 8
dringt infolge seiner Zähne 19a in den Erdboden ein, und eine Mine 32 wird in den Kasten eingeführt.
Im nächsten Augenblick (F i g. 9) ist die Spitze des
Kastens 8 ganz in den Erdboden eingedrungen, die Mine 32 ist in den Kasten bis zu ihrem endgültigen
Platz hineingerutscht, und zwar mitgenommen durch den Stößel 11, welcher unter Einfluß des Gestänges 13
in der Art eines Gewehrverschlusses gewirkt hat
Am Ende des Rücklaufs des Schlittens 3 ist der Arbeitszyklus beendet, und der nächste kann beginnen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Zum Anbau an ein Landfahrzeug bestimmte Vorrichtung zum Verlegen von Minen in den Erdboden,
dadurch gekennzeichnet, daß es einen kreisbogenförmig gekrümmten Kasten (8) aufweist, der in einer senkrechten parallel zur
Längsachse des Fahrzeugs verlaufenden Ebene angeordnet ist und dessen innerer Durchlaßquerschnitt
dem Umriß der zu verlegenden Minen entspricht, während sein unteres Ende offen, meißelartig
zugeschärft ist und eine an den Kasten (8) angelenkte Klappe (17) aufweist, welche die untere Austrittsöffnung
des Kastens (8) verschließt, daß ferner ein bogenförmig gekrümmter Stößel (11) von gleichem
Krümmungsradius und gleichem Krümmungsmittelpunkt wie der Kasten (8) vorgesehen ist, der
in den Kasten (8) einführbar ist, daß weiterhin ein Gestänge (12) vorgesehen ist, um eine Drehbewegung
des Kastens (8) um seine horizontale Drehachse (6) herbeizuführen, wodurch das äußere angeschärfte
Ende des Kastens (8) tangential in den Erdboden einzudringen bzw. aus diesem wieder herausgezogen
zu werden vermag, wobei der Kasten (8) die Achse (6) gemeinsam mit dem Stößel (11) hat,
sie durch den gemeinsamen Krümmungsmittelpunkt führt und auf einer Höhenlage über Flur legt, die
kleiner ist als der Außenradius des Kastens (8), und daß ein Gestänge (13) zum Bewegen des Stößels
(11) im Kasten (8) vorgesehen ist.
2. Fahrzeug zum selbsttätigen Verlegen von Minen in den Erdboden in schneller, einstellbarer Folge
und anschließender Tarnung der Minen unter Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß es eine Plattform (2) und einen Schlitten (3) aufweist, der auf der Plattform in
Längsrichtung zwischen zwei Endlagen mit gleicher Geschwindigkeit, aber in der Fahrtrichtung des
Fahrzeugs entgegengesetzter Richtung bewegbar und in seine Ausgangslage rückführbar ist, daß auf
dem Schlitten (3) der kreisbogenförmig gekrümmte Kasten (8) angeordnet ist, der um die senkrecht zur
Bewegungsrichtung des Schlittens (3) verlaufende Achse (6) schwenkbar ist, in derartiger Ausbildung
und Anordnung der Gestänge (12 und 13), daß die Drehbewegung des Kastens (8) in Arbeitsstellung
und zurück und ebenso die des Stößels (11) in Abhängigkeit von der Bewegung des Fahrzeugs und
des Schlittens (3) bewirkt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Antrieb der Drehung des
Kastens (8) und des Stößels (11) vorgesehenen Gestänge (12, 12a, 13) hydraulischer Art sind und von
Kolbenpumpen gespeist werden, deren Förderung proportional der Mitnahmegeschwindigkeit des
Schlittens (3) ist und durch Nocken gesteuert wird, die sich mit einer Geschwindigkeit proportional der
Geschwindigkeit der Pumpen drehen und über zwischengeschaltete Verteiler das Auslösen und Stillsetzen
jeder Drehung steuern.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß um die Achse (6) des Kastentragarms
(7) auch ein Abstreicher (29) schwenkbar ist, der gegen den Arm (7) elastisch abgefedert ist und durch
einen Anschlag am Stößeltragarm (10) betätigbar ist, derart, daß er den Erdboden niederhält, wenn
der Kasten (8) aus diesem wieder herausgezogen
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidenende (19) des Kastens
(8) mit Zähnen (19a) versehen ist, welche das Eindringen in den Boden erleichtern.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Walze vorgesehen ist, die zum
Einebnen des Erdbodens hinter dem Kasten (8) läuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuernocken der Gestänge derart
regelbar sind, daß der Stößel (11) nicht in Drehung versetzt wird, wenn der Kasten (8) schon teilweise
in den Erdboden eingedrungen ist und sein oberes Ende (16) zum Einführen einer Mine (32) freigelegt
hat.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schlitten (3) in der Nähe des
Kastens (8) eine selbsttätige Minenzuführvorrichtung angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE978035T | 1965-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE978035C true DE978035C (de) | 1976-04-22 |
Family
ID=6918588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1965978035D Expired DE978035C (de) | 1965-04-05 | 1965-04-05 | Zum Anbau an ein Landfahrzeug bestimmte Vorrichtung zum Verlegen von Minen in den Erdboden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE978035C (de) |
-
1965
- 1965-04-05 DE DE1965978035D patent/DE978035C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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