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DE974499C - Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Loesungen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Loesungen

Info

Publication number
DE974499C
DE974499C DEB3767A DEB0003767A DE974499C DE 974499 C DE974499 C DE 974499C DE B3767 A DEB3767 A DE B3767A DE B0003767 A DEB0003767 A DE B0003767A DE 974499 C DE974499 C DE 974499C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
temperature
concentrate
filling
wall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB3767A
Other languages
English (en)
Inventor
Joachim Dipl-Ing Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OBERRHEINISCHE VERMOEGENSVERWA
Original Assignee
OBERRHEINISCHE VERMOEGENSVERWA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OBERRHEINISCHE VERMOEGENSVERWA filed Critical OBERRHEINISCHE VERMOEGENSVERWA
Priority to DEB3767A priority Critical patent/DE974499C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE974499C publication Critical patent/DE974499C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0004Crystallisation cooling by heat exchange
    • B01D9/0013Crystallisation cooling by heat exchange by indirect heat exchange
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Lösungen Zusatz zum Patent 900209 Durch das Hauptpatent ist ein Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Lösungen geschützt, bei dem die zu konzentrierende Lösung durch einen Erstarrungsvorgang (Gefriervorgang) in ein Gemisch von festen, aus dem Lösungsmittel entstandenen Kristallen und flüssigem Konzentrat der gelösten Stoffe übergeführt wird und das Konzentrat durch Einführen einer geeigneten Verdrängungsflüssigkeit in das Gemisch aus den Zwischenräumen zwischen den Kristallen verdrängt wird. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß zwecks kontinuierlicher Gewinnung des Konzentrats die Verdrängungsflüssigkeit im Gegenstrom durch den in fortschreitender Bewegung befindlichen Kristallbrei geführt wird und das Konzentrat an der Stelle, an der die Konzentratzone sich bildet, abgenommen wird. Bei der Durchführung dieses Verfahrens hat sich gezeigt, daß die Verteilung des Stromes der Verdrängungsflüssigkeit über den Querschnitt des mit dem Kristall-Konzentrat-Gemisch gefüllten Behälters, z. B. eines Rohres, unter bestimmten ungünstigen Umständen nicht so gleichmäßig ist, daß alles oder fast alles an dem Kristallkörper haftende Konzentrat von der Verdrängungsflüssigkeit ausgeschieden wird.
  • Eine ungleichmäßige Verteilung des Stromes der Verdrängungsflüssigkeit hat sich vor allem dann ge- zeigt, wenn die NVandungstemperatur des das Kristall-Konzentrat-Gemisch (die Füllung) enthaltenden Behälters, insbesondere eines rohrförmigen Behälters, eine verhältnismäßig höhere Temperatur als die Füllung aufweist. Die Verdrängungsflüssigkeit zeigt in solchen Fällen das Bestreben, durch die Randzone zwischen der Füllung und der Behälterwand zu fließen.
  • Dieser Vorgang soll unter Hinweis auf die Fig. 1 a und 1 b der Zeichnung erläutert werden.
  • Fig. 1 a zeigt schematisch den Verlauf eines Stromfadens der Verdrängungsflüssigkeit (durch den Pfeil angedeutet) durch den Kern der Füllung. Der Stromfaden sucht sich einen Weg durch die unregelmäßig gelagerten Kristalle des Lösungsmittels. Die Kanten der Kristalle bilden für den Stromfaden einen Kanal mit großer Reibung, so daß der Stromfaden einen verhältnismäßig hohen Strömungswiderstand überwinden muß. Zwischen der Füllung und der Wand (s. Fig. Ib) steht dem Stromfaden dagegen ein Kanal von verhältnismäßig geringem Strömungswiderstand zur Verfügung. Die gegenüber der Füllung höhere Wandtemperatur läßt die Kristalle in der Nähe der Wand schmelzen, so daß ein etwas breiterer Kanal zur Verfügung steht, der einerseits von der glatten, einen geringen Strömungswiderstand aufweisenden Behälterwand und andererseits von den unregelmäßig gelagerten Kristallen begrenzt wird.
  • Diese durch die erhöhte Wandtemperatur bedingte Randgängigkeit hat zur Folge, daß der Kern der Füllung nur teilweise von Verdrängungsflüssigkeit durchströmt wird und in diesem Bereich »Konzentratnester stehenbleiben. Es wurde deshalb in dem Hauptpatent 900 209 schon vorgeschlagen, die Behälterwand zu isolieren, damit die Wandtemperatur des Behälters sich allmählich der Temperatur der Füllung anpaßt. Jedoch muß dann bei Beginn des Konzentrationsverfahrens ein Verlust an zu konzentrierender Flüssigkeit in Kauf genommen werden, weil die im Kern verbliebenen »Konzentratnester« mit dem Kristallbrei abgeführt werden.
  • Es wird deshalb erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine Kühlung für die Behälterwand vorzusehen. Bei systematischen Versuchen mit einer Apparatur, deren Behälterwand gekühlt wurde, wurde gefunden, daß optimale Verhältnisse, d. h. eine praktisch gleichmäßige Verteilung des Stromes der Verdrängungsflüssigkeit über dem ganzen Querschnitt der Füllung, bei einer Wandtemperatur erreicht werden, die einige Grade, vorzugsweise 2 bis 3"C, unter der Temperatur der Füllung liegt.
  • Fig. 1 c veranschaulicht die Strömungsverhältnisse an einer unterkühlten Behältenvand. Die Kristalle sind dicht an der Behältenvand gelagert und bilden für den durch den Pfeil angedeuteten Stromfaden der Verdrängungsflüssigkeit einen Kanal von etwa gleichem Strömungswiderstand wie ein Strömungskanal im Kern der Füllung (s. Fig. 1 a).
  • Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung als Ausschnitt einen Schnitt durch einen mit Kristall-Konzentrat-Gemisch gefüllten Behälter, dessen Wand von einem Kühlmantel umgeben ist und die durchlaufende Sole gegenüber der Füllung unterkühlt wird. Durch die strichpunktierte Linie A-B wird der Temperaturverlauf graphisch wiedergegeben. Bei dem in der Darstellung gewählten Beispiel beträgt die Temperatur des Kristall-Konzentrat-Gemisches -150C. Die zur Kühlung verwendete Sole hat eine Temperatur von -I8"C. Infolgedessen verläuft die Temperatur in der Randzone des Kristall-Konzentrat-Gemisches von -I5"C auf -I8"C abfallend, während sie in dem Kühlmantel und in der unmittelbaren Nähe desselben verhältnismäßig steil auf die Raumtemperatur von i20°C ansteigt.
  • Zur Kühlung der Behälterwand können bekannte Mittel dienen, z. B. kann die Behältenvand so ummantelt sein, daß ein Hohlraum (wie in Fig. 2 dargestellt) entsteht, der z. B. mittels eines Kühlmediums gekühlt wird. Es ist auch möglich, ein Kältemittel im Hohlraum des Mantels verdampfen zu lassen.
  • In der Literatur, so z. B. E. Perl: Chemie-Ingenieur-Technik, 1935, 5. I95; Perry, »Chemical Engineers Handbook«, I950, S. In64, und Bell, )>American Petroleum Refining«, 1945, 5. 329 und 33I, werden ebenfalls Einrichtungen beschrieben, die auf Temperaturen gebracht werden, die einige Grade tiefer als die ihres Inhaltes liegen. In diesen Fällen ist aber das Verfahrensziel ein grundsätzlich anderes, denn dort wird ein flüssig eingeführter Stoff kristallisiert. Demgegenüber wird beim vorliegenden Verfahren der Stoff bereits kristallisiert in die Apparatur eingeleitet. Die zusätzliche Kühlung dieses Stoffes erfolgt nur im Gebiet einer im Verhältnis zum Durchmesser der Einrichtung kleinen Randzone und bleibt ohne thermischen Einfluß auf die Hauptmenge des Inhaltes. Die vorliegende Erfindung bezweckt also keine Aggregatszustandsänderung des ganzen Behälterinhaltes, sondern allein die Vermeidung der vorstehend beschriebenen Randgängigkeit und erfüllt damit die wichtige Aufgabe, den Ablauf des im Hauptpatent goo 209 beschriebenen, nicht vorveröffentlichten Verfahrens sicherzustellen.
  • Eine ungleichmäßige Verteilung des Stromes der Verdrängungsflüssigkeit tritt auch dann ein, wenn die Wandung des das Kristall-Konzentrat-Gemisch enthaltenden Behälters eine merklich niedrigere Temperatur aufweist als die Füllung. Dieser Fall liegt vor, wenn die Erstarrungstemperatur der Verdrängungsflüssigkeit bzw. des Lösungsmittels verhältnismäßig hoch liegt oder wenn die Temperatur des Raumes, in dem die Apparatur aufgestellt ist, außerordentlich niedrig liegt. Die Stromfäden der Verdrängungsflüssigkeit nehmen dann ihren Weg hauptsächlich durch den Kern der Füllung, während infolge der Wärmeabfuhr durch die Behälterwand an der Randzone eine sehr dichte Lagerung der Kristalle eintritt, so daß in der Randzone »Konzentratnester« bleiben.
  • Es kann dann von einer »Mittelgängigkeit+< gesprochen werden. Um diese Erscheinung zu unterbinden, muß an Stelle einer Kühlung der Behälterwand eine geringe Erhöhung ihrer Temperatur vorgenommen werden.
  • Diese Erwärmung kann nach Beendigung des Konzeutrationsvorganges vorteilhaft auch dazu benutzt werden, die Entleerung des Behälters zu erleichtern.
  • Zu diesem Zweck wird durch Einschaltung bzw.
  • Steigerung der Erwärmung die Randzone der Füllung aufgeschmolzen, um diese nach Öffnen des Ver- schlusses des Apparates durch Herausfallenlassen bei senkrecht angeordnetem Behälter oder Ausschieben bei waagerecht angeordnetem Behälter zu entfernen.
  • Die Kühlung bzw. Erwärmung der Behälterwand kann in gleicher Weise bei Apparaten, in denen Kristall-Konzentrat-Gemische bewegt werden, wie auch bei Apparaten, in denen das Kristall-Konzentrat-Gemisch relativ zum Behälter stillsteht, angewendet werden.
  • PATENTANSPRSCHE I. Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Lösungen, bei dem die zu konzentrierende Lösung durch Erstarrungsvorgänge, z. B. Gefrieren, in ein Gemisch von festen, aus dem Lösungsmittel gebildeten Kristallen und flüssigem Konzentrat übergeführt wird und das Konzentrat durch Einpressen einer Verdrängungsflüssigkeit im Gegenstrom durch den in fortschreitender Bewegung befindlichen Kristallbrei von den Kristallen getrennt wird, nach Patent 900 209, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des vorzugsweise rohrförmigen Behälters, in dem der kontinuierliche Verdrängungsvorgang durchgeführt wird, auf einer Temperatur gehalten wird, die in der Nähe der Erstarrungstemperatur des Lösungsmittels bzw. der Verdrängungsflüssigkeit liegt, vorzugsweise etwa 2 bis 3"C unter der Erstarrungstemperatur des Lösungsmittels bzw. der Verdrängungsflüssigkeit.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Entleerung des Behälters nach Beendigung des Konzentrationsvorganges die Behälterwandung auf eine Temperatur gebracht wird, durch welche ein Aufschmelzen der Randzone der Füllung stattfindet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Perry, Chem. Eng. Handb., I950, S. IO6I bis Io72; Bell, Am. Petroleum Refining, I945, S. 329 und33I; Perl, Chemische Ingenieurtechnik, I935, Bd. III, 5. 195.
DEB3767A 1950-05-20 1950-05-20 Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Loesungen Expired DE974499C (de)

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DEB3767A DE974499C (de) 1950-05-20 1950-05-20 Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Loesungen

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DEB3767A DE974499C (de) 1950-05-20 1950-05-20 Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Loesungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE974499C true DE974499C (de) 1961-01-19

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ID=6953400

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DEB3767A Expired DE974499C (de) 1950-05-20 1950-05-20 Verfahren zur Gewinnung von Konzentraten aus Loesungen

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DE (1) DE974499C (de)

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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