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DE859801C - Verfahren zur Trennung von Stoffen durch Verdampfung bei Unterdruck - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Stoffen durch Verdampfung bei Unterdruck

Info

Publication number
DE859801C
DE859801C DEP6991D DEP0006991D DE859801C DE 859801 C DE859801 C DE 859801C DE P6991 D DEP6991 D DE P6991D DE P0006991 D DEP0006991 D DE P0006991D DE 859801 C DE859801 C DE 859801C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
substances
evaporation
liquid
mixture
substance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP6991D
Other languages
English (en)
Inventor
Roland Dr Sterner-Rainer
Herbert Dr Winter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Karl Schmidt GmbH
Original Assignee
Karl Schmidt GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Schmidt GmbH filed Critical Karl Schmidt GmbH
Priority to DEP6991D priority Critical patent/DE859801C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE859801C publication Critical patent/DE859801C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/04Refining by applying a vacuum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung von Stoffen durch Verdampfung bei Unterdruck Die Erfindung bezieht sch auf ein Verfahren zur Trennung von Stoffen, z. B. zum Entfernen von Gasen aus Flüssigkeiten, wie Metallschmelzen.
  • Zur Durchführung derartiger Verfahren wird bekanntlich in weitgehendem Maße die sogenannte fraktionierte Destillation benutzt, indem die flüssige Lösung der zu trennenden ,Stoffe so weit erwärmt wird, daß der Teildruck eines oder mehrerer der Stoffe den Druck der umgebenden Atmosphäre übersteigt und der Stoff somit zum Verdampfen kommt. Mitunter wird es erforderlich, durch Senkung des äußeren Druckes die notwendige Erwärmungstemperatur herabzusetzen, sei es, daß die Anwendung höherer Temperaturen zu große Schwierigkeiten hinsichtlich der Vorrichtung verursacht, etwa wegen der Gefahr des Auftretens von unerwünschten Einwirkungen der zu trennenden Stoffe mit den Baustoffen der einzelnen Geräte der Vorrichtung, oder daß die Maßnahmen zur Erzielung der notwen-dügen Temperatur das aus wirtschaftlichen Gründen zulässige Maß übersteigen. So werden z. B. Gase, die in Metallen gelöst sind, oder auch Metalle höheren Dampfdruckes, die in anderen mit höherem Siedepunkt gelöst sind, durch eine Vakuumbehandlung ausgetrieben, indem bei einer bestimmten Temperatur und Druck eine in einem Raum eingeschlossene Gasmenge entspannt- wird. Die flüchtigen Bestandteile können alsdann zweckmäßig in einer gekühlten Vorlage verflüssigt und auf diese Weise wiedergewonnen werden.
  • Derartigen Trennungsverfahren haftet jedoch der Mangel an, daß sie im allgemeinen reicht ununterbrochen betrieben werden können. Soweit unterbrechungslose Verfahren bekanntgeworden sied, haben sie die Anwendung von Atmosphärendruck zur Voraussetzung. Das Stoffgemisch wird dabei, falls erforderlich, erwärmt, bis der zu beseitigende Stoff verdampft und alsdann gegebenenfalls aufgefangen werden kann.
  • Es wunde nun gefunden, daß auch eine Trennung von Stoffen durch Verdampfung bei Unterdruck ohne Unterbrechung des Verfahrens durchführbar ist. Erreicht ist dies dadurch, daß mittels zusammenhängender Rohrleitungen in Verbindung mit einer Absaugvorrichtung der Zutritt des, flüssigen Gemisches der Stoffe zu dem unter Unterdruck stehenden Verdampfungsraum erfolgt und, ein Zurückfließen des Gemisches durch Eintauchen -des einen freien Endes der Rohrleitung in das Bad des Gemisches verhindert wird, während das Ausfließen des nicht flüchtigen Stoffes durch den abfallenden Teil der Rohrleitung, der mit seinem freien Ende in das Bad des letzteren taucht, vermieden ist. Die Höhe der Leitungsrohre hängt ab vom spezifischen Gewicht des Gemisches bzw, des, in Lösung befindlichen Stoffes und dem Unterschied des Atmosphärendruckes vom Druck im Verdampfungsraum. Die durch Destillation zu trennende Lösung oder das Genwisch wird, wenn weitere Mengen nachgesetzt werden, von dem Atmosphärendruck in den Verdampfungsraum hineingetrieben. Dort wird durch Destillation der Teil mit dem höheren Dampfdruck abgetrennt, während der Teil mit niedrigerem Dampfdruck in Form einer zweiten. Flüssdgkeitssäule abfließt: Um die Trennung in Fällen eines. Siedeverzuges oder bei vergleichsweise geringen Unterschieden in den Dampfdrücken der einzelnen Teile möglichst zu fördern, erscheint es dabei zweckmäßig, di-e noch unvollständig getrennte Lösung im Verdampfungsraum in an sich bekannter Weise stufenweise fallen zu lassen. Dabei wird das Auftreten der flüchtigen Teile durch. die Erschütterung der fallenden tropfenden Lösung und durch Zerreißen der unter Umständen zu hoch gespannten Oberfläche sowie durch Vergrößerung dieser Oberfläche gefördert.
  • Der Erfindungsgedanke wird durch eine Anzahl Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Es sei zunächst .die Trennung von Stoffen aus einer Lösung betrachtet, bei denen das Lösungsmittel bei Raumtemperatur oder auch bei erhöhten Temperaturen flüssig ist, der gelöste Stoff dagegen bei Raumtemperatur oder unter normalen Verhältnissen gasförmig auftritt, wie dies z. B. bei der Entgasung von Flüssigkeiten, oder von geschmolzenen Metallen beobachtet werden kann.
  • In der Fig. z ist ein Bad i der zu entgasenden Flüssigkeit mit einem Bad 3 des entgasten Lösungsmittels durch Rohrleitungen 2 und 4 verbunden, die an.-ihrem oberen Ende 5 nach außen hin gasdicht miteinander verbunden sind. Daselbst wird mittels einer Rohrleitung 6, die zu einer Absaugvorrichtung führt der flüchtige Stoff bei Druckerniedrigung abgezogen.
  • Die Höhe der Rohre 2 und- ¢ über den Flüssigkeitsspiegeln ist vom spezifischen Gewicht der gashaltigen und der entgasten Flüssigkeit irnd dem Unterschied zwischen. dem atmosphärischen und dem Betriebsdruck der Vorrichtung abhängig. Sind beide Bäder gefüllt und wird abgesaugt, so steigt aus beiden Bädern durch die Rohrleitungen Flüssigkeit bis zurVerennigung der beiden Flüssigkeitssäulen hoch. Wird, in das Bad i gashaltige Flüssigkeit zugegeben oder aus dem Bad 2 entgaste Flüssigkeit entnommen, so wird' das Gleichgewicht gestört, und es läuft Flüssigkeit aus dem. Bad i durch die Rohre 2 und 4 in das Bad 3 und wird dabei an der Stelle 5 entgast. Dieser Vorgang kann ununterbrochen fortgeführt werden.
  • Befindet sich die ganze Anlage in einem Ofen, so können Stoffe entgast werden, .die an sich bei Raumtemperatur in festem Zustand vorliegen. Bei spielsweise lassen sich, auf diesem Wege Metalle entgasen, wie Aluminium von dem, oft auftretenden Wasserstoff befreien.
  • Wird indem Bad i das Metall zuerst geschmolzen oder soll eine weitere etwa reinigende Behandlung durch Seigeru.ng oder eine andere Beeinflussung der Zusammensetzung vorgenommen wenden, so kann in einfacher Weise der Entgasungsvorgang durch Unterbrechung der Absaugung erfolgen, bis die Flüssigkeit im Bad i für die Entgasung oder Weiterverwendung nach der Entgasung vorbereitet ist. In diesem Fall kann man aber von einer Art Abheben der Flüssigkeit mit Hilfe des Unterdruckes unter gleichzeitiger Entgasung sprechen.
  • Die Fig. 2 gibt Auskunft über die Durchführung des Verfahrens, nach welchem Aluminiumschmelzen entgast werden können. Die Durchführung des Verfahrens kann bei Legierungen: des Aluminiums erfolgen, aber auch bei. anderen Metallen oder Flüssigkeiten entweder bei Raumtemperatur oder bei höheren Temperaturen. Entsprechend der Darstellung in Fig. -2 wird in einen Ofenraum 7, der in an sich bekannter Weise durch Heizkörper 8 erwärmt wird, durch die Bedienungstür g Metall 10 eingebracht, das beispielsweise durch Abstehenlassen von Oxydhäuten befreit sein kann. Eine Rohrleitung i i ist in den beheizten Ofenraum 7 einbezogen. Der Entnahmesumpf 12 ist mit Metall gefüllt, das zweckmäßig einer vorher schon gereinigtenChargeentstammt. WährenddesArbeitens der Absaugvorrichtung steigt bei 13 Schmelze in den Schenkeln der. beiden Rohrleitungen i i hoch und vereinigt sich im höchsten Punkt. Alsdann läuft die Schmelze in das Bad 12 über und kann db@rt in bekannter Weise durch Ausschöpfen, Auskippen oder zweckmäßig durch einfaches Überlaufenlassen in einer Gießrinne od. dgl. Gießform oder auch. in: Gießtiegeln oder Gießkannen aufgefangen werden.
  • Um die Entgasung vollkommen zu gestalten, kann die Temperatur während des Entgasungsvorganges möglichst niedrig gewählt werden. In diesem Fall muß der Ofen so gebaut sein, daß die Schmelze durch die Rohrleitung aus der heißeren Ofenzone in eine kältere fließt und dort entgast wird. Liegt die günstigste Entgasungstemperatur unter der günstigsten Gießtemperatur, so muß die Schmelze auf dem Weg von der Entgasungsstelle zum Gießsumpf 12 wieder erwärmt werden. Um dies zu veranschaulichen, sind in der Fig.2 die Heizkörper 8 auch noch neben den Rohrleitungen i i vorgesehen.
  • Bei einem Siedeverzug kann die Entgasungswirkung dadurch verbessert werden, daß dlie Oberfläche der Schmelze vergrößert wird. Zweckdienlich werden in diesem Fall mehrere Stufen in Form von Schalen übereinander angeordnet, so daß die Schmelze einen längeren, Weg zurückzulegen hat. Es besteht ferner die Möglichkeit, die Oberflächenspannung durch Zerreißen der Oberfläche wirkungs-Ios zu machen- So ist es zweckmä&ig, eine an sich bekannte Anordnung entsprechend der Darstellung nach Fig. 3 anzuwenden. Die infolge der Absaugung bei 15 durch das Steigrohr 14 angesaugte Flüssigkeit läuft über verschiedene Schalen 16 abwärts und gelangt schließlich in. den Entnahmesumpf 17. Die Oberfläche der auf diese Weise bewegten Schmelze wird dabei gegenüber der Anordnung nach den Fig. i und 2 erheblich vergrößert. Durch das Zerreißen der Oberfläche wird die Bildung von Gasblasen und deren Austreten erleichtert. Die Vergrößerung der Oberfläche und damit .die Verminderung der Oberflächenspannung und/oder die Erschütterung der Flüssigkeit können auch nach anderen an, sich bekannten Verfahren erfolgen.
  • Liegen die Dampfdrücke .der zu trennenden Teile vergleichsweise dicht nebeneinander, so gehen mit den gasförmiigenBestandteilen auch merkliche Mengen von flüssigem Stoff über. Um in diesem Fall die Trennung zu verbessern, wird über dem Zuflußrohr 18 der Fig. 4 ein weiterer Raum vorgesehen, der dem Verdampfungsraum entspricht. In diesem Teil des Verdampfungsraumes sind weitere Schalen i9 aufgestellt. Die Temperatur ist dabei zweckmäßig niedriger als diejenige im Ve.rdampfungsraum, jedoch höher als die Verdampfungstemperatur der zu verflüchtigenden Bestandteile. Das mstverdampfte Lösungsmittel verdichtet sich an der großen kälteren Oberfläche und fließt dann in den Verdampfungsraum zurück.
  • Bei dem gasförmigen Teil braucht es sich nun nicht nur um' Stoffe @ zu handeln, die schon bei Raumtemperatur unter normalen Bedingungen gasförmig sind, wie etwa Gase, die aus MetallschmeIzen, austreten.; es kommen vielmehr auch solche Stoffe in Frage, die erst bei höheren Temperaturen. und bei dem angewendeten niedrigen Druck unter der Saugwirkung zur Verdampfung kommen. So können beispielsweise Alkalimetalle, Erdelkaltimetalle, Zink, Kadmium, Quecksilber, Magnesium, Blei oder auch leichtflüchtige Verbindungen, wie etwa, Magrnessumsulfid, nach dein erfindungsgemäßen Verfahren in ununterbrochener Anwendung aus Aluminiumschmelzen beseitigt werden. Hier ist es wie auch in anderen Fällen besonders erwünscht, die gasförmigen Bestandteile aus dem Verdampfungsraum ,nicht nur abzusaugen, sondern durch Verdichten wieder zurückzugewinnen. Handelt es sich nur um einen einzigen Bestandteil, so. ist die Anordnung verhältnismäßig einfach. Entsprechend der Darstellung nach Fig. 5 wird der vom Verdampfungsraum 2o kommende Dampf in an sich bekannter Waise durch ein Kondensationsgefäß 21 bei einer unter der Verdampfungstemperaturliegenden Temperatur geleitet, wobei ein ausreichend langer Weg vorgeschrieben wird, um eine vollständige Verdichtung herbeizuführen. Nach der Verflüssigung läuft der leicht flüssige Teil durch eineRohrleitung 22 zurück, deren Höhe sich nach dem spezifischen Gewicht und dem Unterschied zwischen Atmosphärendruck und dem Arbeitsdruck im Verdiampfungsraum richtet, und gelangt in das Bad 23, aus dem es in an sich bekannter Weise entnommen -wird.
  • Bei mehreren, beispielsweise zwei dampfförmigen Stoffen, wie z. B. Zink und Magnesium, die bei der Verdampfungstemperatur des Stoffes mit dem niedrigsten Dampfdruck von ihrem Lösungsmittel, beispielsweise. aus Aluminiumlegierungen, getrennt und nicht als Gemisch, sondern einzeln zurückgewonnen werden sollen, wird der Dampf durch eine vom Verdampfungsraum kommende Leitung geführt, in der eine zwischen der Verdampfungstemperatur- der beiden Stoffe liegende Temperatur herrscht. Der Stoff verdtichtet sich reit dem niedrigsten Dampfdruck und wird wiederum durch Rohrleitungen 26, 30 und 34 nach Art der Erfindung, die am unteren Ende durch je einen Sumpf 27, 31 und 35 verschlossen sind, nach außen geleitet, während der Stoff mit dem höheren Dampfdruck dämpfförmig jeweils einem weiteren Verdichtungsgefäß 25, 29 und 33 mit noch niedrigerer Temperatur zugeleitet wird, an das dtie Absaugvorrichtung 36 angeschlossen ist. Durch die Rohrleitung 24 tritt die Zink und- Magnesium enthaltende Aluminiumlegierung in den Verdampfungsraum 25. Daselbst verdampfen Zink und. Magnesium, während das Aluminium durch das Rohr 26 dem Sumpf 27 zur Entnahme zugeführt wird. Die Dämpfe treten durch das Rohr 28 in den Verdichtungsraum 29, in dem das Magnesium verflüssigt wird und von dort durch das Rohr 30 und den Sumpf 31 entnommen werden kann. Das Zink tritt dampfförmig durch das Rohr 32 in den Verdichtungsraum 33 und nach der Verflüssigung des Dampfes durch das Rohr 34 in den Sumpf 35.
  • Besondere Vorteile bietet das erfindungsgemäße Verfahren, wenn vorgereinigte Lungen durch Verdampfung der leichtflüchtigen Bestandteile weiter gereinigt werden sollen. Bekanntlich bereitet eine Filtration der Lösung, die der Reinigung vorangehen soll, sehr häufig Schwierigkeiten. Im Falle einer Aluminiumlegierung z. B. ist ein Filtrieren im allgemeinen infolge der hohen Oberflächenr spannung und der Oxydhäuüe -nur unter Anwendung von Überdruck über oder Unterdruck unter dem Filter möglich. Die sinngemäße Anwendung des Verfahrens führt beispielsweise zu einem solchen nach Fig. 7. In einem Bad 37 befindet sich eine Schmelze, die zunächst durch Filtration von unlöslichen Bestandteilen,wiebeispielsweiseOxyden, oder hochschmelzenden Kristallarten befreit werden soll. Sie tritt unter der Wirkung des Unterschiedes zwischen dem Atmosphärendruck und dem Verdampfungsdruck in den weiteren Teil der Anlage, nachdem sie vorher das Filter 38 durchlaufen hat, und gelangt in die Rohrleitung 39, durch die die vorgereinigte Schmelze in den unter Unterdruck stehenden Verdampfungsraum gesaugt wird.
  • Besteht die Vorreinigung in einem Seigerungsverfahren, so kann die Entnahme des gereinigten Teiles. des Bades ebenfalls ohne Unterbrechung erfolgen. Es ist dabei ein Mindestmaß an Badbewegung, -die die Seigerungswirkung beeinträchtigen würde, nötig.
  • Die Fig. 8 zeigt schematisch ein Beispiel für den Fall, daß die gereinigte Schmelze qo, die den spezifisch schwereren Teil des Badinhaltes bildet und auf der die leichteren Verunreinigungen 41 schwimmen; unter der Einwirkung des Unterschiedes des Atmosphärendruckes gegenüber dem Verdampfungsdruck vom Boden des Seigerungsbades in die Rohrleitung 42 abgezogen wird. Unter Umständen erscheint es zweckmäßig, einen Teil der zu entfernenden Stoffe vor der Verdampfung mittels Unterdruck bei Atmosphärendruck abzudampfen.
  • Die in den Figuren dargestellten Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich natürlich auch für andere metallische Schmelzen als Aluminium vorteilhaft anwenden. Es ist ferner auch gleichgültig, ob durch die Verdampfung Stoffe beseitigt werden, die ursprünglich im Lösungsmittel vorhanden waren, oder ob sie erst inrZuge andererReinigwn:gsverfahren zugegeben werden. Diese Stoffe können auch durch Verdichtung zurückgewonnen und dann dem ersten Reinigungsverfahren wieder zugeführt Nverden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trennung von Stoffen durch Verdampfen bei Unterdruck, wie z. B. Entgasen von Metallsdhmelzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampfung ohne Unterbrechung durchgeführt wird, indem mittels zusammenhängender Rohrleitungen in Verbindung mit einer Absaugvorrichtung der Zutritt eines flüssigen Stoffgemisches zu dem unter Unterdruck stehenden Verdampfungsraum erfolgt, während das Abfließen des oder der flüchtigen Stoffe durch das in das Bad des in Lösung befindlichen Stoffes eintauchende Rohrende des oder der abfallenden Rohrleitungen verhindert wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere der gasförmigen oder auch flüssigen Stoffe des Stoffgemisches im Kreislauf einer dem Ver--dampfungsvorgang voraufgehenden Vorbehandlung unmittelbar wieder zugeführt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere der gasförmigen oder auch flüssigen Stoffe des Stoffgemisches aufgefangen und im flüssigen Zustand mittels eines Rohres nach außen. geleitet wird, das in ein Bad taucht, dessen Zusammensetzung der des oder der abzuleitenden Stoffe entspricht. q.. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Glas flüssige Stoffgemisch vor der Trennung in die -einzelnen Stoffe einer Vorreinigung, wie z. B. einem Filtrieren oder Abstehenlassen oder einem teilweisen Abdampfen flüchtiger Stoffe bei Atmosphärendruck, unterworfen wird:. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß zur vorausgehenden Reinigung von Aluminium Stoffe wie Chlor, Wasserstoff, Schwefel, Alkal:imetalle, Erdalkaldmetalle, Quecksilber, Kadmium, Blei, Zink, Magnesium und andere leichter als Aluminium flüchtige Grundstoffe oder deren Verbindungen dem Stoffgemisch zugesetzt werden. 6. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zur vorausgehenden Reinigung zugesetzten Stoffe aus dem flüssigen Stoffgemisch zurückgewonnen werden, indem sie mittels der Rohrleitungen und der Absaugvorrichtung voneinander getrennt und im Kreislauf dem flüssigen Stoffgemisch wieder zugeleitet werden. 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Schenkel der Rohrleitungen .entsprechend ,dem spezifischen Gewicht des flüssigen Gemisches und dem Druckunterschied zwischen dem äußeren Atmosphärendruck und dem im Verdampfungs.raum herrschenden Druck gewählt ist. B. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach. den Ansprüchen i bis 6, gekennzeichnet durch eine Ofenanlage, die ein Bad zur Vorbehandlung des flüssigenStoffgemisches enthält, ferner einen oder mehrere Verdampfungsräume, eine Absaugvorrichtung und gegebenenfalls eiinen oder mehrere Kondensationsnäume umfaßt.
DEP6991D 1945-02-18 1945-02-18 Verfahren zur Trennung von Stoffen durch Verdampfung bei Unterdruck Expired DE859801C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1194432B (de) * 1956-06-21 1965-06-10 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zur Gewinnung von in Thomas-Vorfrischschlacken befindlichen Metallen, insbesondere von Vanadium und Mangan
DE1583225B1 (de) * 1966-05-24 1972-03-09 Chemical Construction Corp Vorrichtung zum kontinuierlichen Entfernen von fluechtigen Verunreinigungen,insbesondere aus einer Metallschmelze

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1194432B (de) * 1956-06-21 1965-06-10 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zur Gewinnung von in Thomas-Vorfrischschlacken befindlichen Metallen, insbesondere von Vanadium und Mangan
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