DE974275C - Knickleisten zum Herstellen von Schuhwerk - Google Patents
Knickleisten zum Herstellen von SchuhwerkInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D3/00—Lasts
- A43D3/02—Lasts for making or repairing shoes
- A43D3/023—Hinge constructions for articulated lasts
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Die bisher bekannten Knickleisten zur Herstellung von Schuhwerk weisen den Nachteil auf, daß
sie gegen die angreifenden Kräfte nicht genügend widerstandsfähig sind. Der Knickleisten nach der
Erfindung ist insbesondere gegen Kräfte, die von der Sohlenbahn aus gegen ihn einwirken, außerordentlich
widerstandsfähig, da diese Kräfte nicht von der Scharnierfederung aufgenommen zu werden
brauchen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Knickleisten, bei dem Vorder- und Hinterteil einen neuartigen
Trennschnitt aufweisen. Wesentlich an diesem Trennschnitt ist, daß er in seinem mittleren Teil
einer Kreisbogenlinie folgt. Diese Kreisbogenlinie geht in ihrem unteren Teil in einen treppenförmigen
Absatz über, der als Anschlag in der Streckstellung dient. Unterhalb des treppenförmigen Absatzes
weisen Vorder- und Hinterteil einen gradlinigen Trennschnitt auf, der so angeordnet ist,
daß die Stirnwände des Vorder- und Hinterteiles ao in der Streckstellung gegeneinanderstoßen. Oberhalb
des kreisbogenförmigen Trennschnittes befindet sich zwischen Vorder- und Hinterteil in der
Streckstellung ein breiter Spalt, der derart beschaffen ist, daß der Leisten ausreichend geknickt
werden kann.
Erfindungsgemäß sind ferner Vorder- und Hinterteil des Leistens durch eine oder mehrere
Scharnierplatten miteinander verbunden. Wesentlich an dieser Verbindung ist, daß die Scharnierplatten
im Vorderteil an einem einzigen Zapfen und im Hinterteil an zwei Zapfen befestigt sind,
derart, daß die Scharnierplatten in bezug auf den Leistenhinterteil unbeweglich befestigt sind. Unter
Umständen kann jedoch eine umgekehrte Anordnung vorgesehen werden. Die in der Streckstellung
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des Leistens erforderliche Vorspannung wird dabei durch eine Bügelfeder erzeugt, die je über einen
Zapfen im Vorder- und Hinterteil gelegt ist. Die beiden Zapfen, die die Bügelfeder tragen, und derjenige
Zapfen, der die Befestigung der Scharnierplatten im Vorderteil darstellt, sind dabei in der
Weise angeordnet, daß eine Kniehebelwirkung entsteht.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel ίο für einen Leisten dargestellt, bei dem als Scharnier
ein Plattenpaar und eine Bügelfeder von rundem Querschnitt verwendet werden.
Fig. ι zeigt die seitliche Schnittansicht eines Leistens in verkürzter Stellung;
Fig. 2 zeigt den Leisten gemäß Fig. 1 in der Streckstellung;
Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Leistens in der Streckstellung;
Fig. 4 zeigt eine Aufsicht des Leistens gemäß Fig. 3.
Der in den Zeichnungen dargestellte Knickleisten besteht aus dem Vorderteil A und dem Hinterteil B.
Die einzelnen Teilstrecken des Trennschnittes sind durch einzelne Bezugsziffern gekennzeichnet. Im
oberen Teil des Trennschnittes ist zwischen den Stirnflächen ein Spalt vorgesehen, der durch die
Stirnfläche 7 des Vorderteiles und durch die Stirnfläche 11 des Hinterteiles begrenzt wird. Anschließend
an die Stirnfläche y des Vorderteiles folgt ein kreisbogenförmiger Trennschnitt 8, dessen
Mittelpunkt die Achse des Zapfens 3 bildet. Der Kreisbogenschnitt 8 endet in einen treppenförmigen
Absatz 9. Von diesem treppenförmigen Absatz 9 folgt der Trennschnitt einer geraden Linie 10. Die
Stirnfläche des Hinterteiles ist dementsprechend ausgebildet. Lediglich der Teil, der der Linie des
Kreisbogens folgt, ist gegenüber der entsprechenden Stirnfläche des Vorderleistens kürzer ausgeführt,
damit ein Spalt zwischen den Stirnflächen 7 und 11 entstehen kann. Die beiden Teile A und B
des Leistens sind in dem Ausführungsbeispiel durch die Scharnierplatten 1 verbunden. Die Befestigung
der Scharnierplatten erfolgt in der Weise, daß die Scharnierplatten im Vorderteil gelenkig am Zapfen
3 befestigt sind. Im Hinterteil B des Leistens erfolgt die Befestigung der Scharnierplatten durch
zwei Zapfen 4 und 2, von denen der Zapfen 2 gleichzeitig zur Auflagerung der Bügelfeder 6
dient. Bei einem Knicken des Leistens dreht sich also der Hinterteil B mit den am Hinterteil unbeweglich
befestigten Scharnierplatten 1 um den Zapfen 3 als Drehpunkt. Die Bügelfeder 6 selbst,
die in der Streckstellung unter Vorspannung steht, ist im Vorderteil A auf dem Zapfen 5 angeordnet.
Die Darstellung der Bügelfeder 6 in dem Ausführungsbeispiel zeigt lediglich die Möglichkeit einer
zweckmäßigen Gestaltung. Die Bügelfeder 6 könnte beispielsweise auch mit besonderen Augen zwecks
Anordnung an den Zapfen 5 und 2 versehen sein. Die Anordnung der Bügelfeder 6, der Zapfen S,
3, 4, 2 und der Scharnierplatten 1 ist schließlich so getroffen, daß eine Kniehebelwirkung entsteht. Wie
aus der Zeichnung hervorgeht, liegen die Zapfen 2 und s auf einer gedachten Achse I-II. Im Hinblick
auf diese gedachte Achse ist der Zapfen 3 derart angeordnet, daß er sich in der Streckstellung oberhalb
der Achse I-II und in der Knickstellung oder verkürzten Stellung unterhalb dieser Achse befindet.
Die Scharnierleisten 1 und die Bügelfeder 6 mit den dazugehörigen Zapfen sind in Aussparungen
12, 13 angebracht, deren Querschnitt der Form dieser Teile und den vorgesehenen Bewegungen
entspricht. Die Ausnehmung 14 im Hinterteil B dient zur Aufnahme eines Zwickdornes.
Die Wirkungsweise des Schuhleistens ergibt sich aus der Form und Lage des Schnittes zwischen
Vorder- und Hinterteil und der Anordnung der Drehpunkte des Kniehebelsystems, das durch die
Zapfen 2, 5 und 3 zur Wirkung gelangt. Befestigt man den Leisten in der Strecklage auf dem Zwickdorn
und übt von der Leistenspitze nach unten einen Druck aus, so erfolgt dadurch zunächst ein
Spannen der Bügelfeder 6, wobei sich der Zapfen 3 der Achse I-II nähert. Bei dieser Bewegung werden
die Zapfen 2 und 5 voneinander entfernt. Die Bügelspannung erreicht ihr Maximum, wenn sich
der Mittelpunkt des Zapfens 3 genau auf der Achse I-II befindet. Sobald der Zapfen 3 die Achse
I-II passiert hat, wird mit zunehmendem Abstand des Zapfens 3 von der Achse I-II die Federspannung
entsprechend geringer, bis diese vollständig entlastet ist. Bei dieser Bewegung dreht sich der
Vorderteil A um die Achse des Zapfens 3. Die geschilderte Bewegung kann so weit durchgeführt
werden, bis der obere Punkt der kreisbogenförmigen Stirnfläche am Hinterteil B den höchsten Punkt
der kreisbogenförmigen Stirnfläche am Vorderteil A berührt.
Beim Rückdrehen des Vorderteils A in die Streckstellung spielt sich entsprechend der gleiche
Vorgang hinsichtlich des Kniehebelsystems ab. Die Bewegung in die Streckstellung zurück wird beendet,
sobald die treppenförmigen Absätze 9 der beiden Leistenteile gegeneinanderstoßen.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Scharnierplattenpaar 1 so zusammengelegt, daß die
Stanzgratseite nach innen zeigt. Hierdurch wird die Wirkung erzielt, daß die um das Kopfende des
Plattenpaares 1 gelegte runde Bügelfeder 6 stets uo das Bestreben hat, die Scharnierplatten 1 fest gegen
die seitliche Ausnehmung zu drücken. Hierdurch wird eine besonders straffe Führung des Knickleistens
erreicht.
Den bisher bekannten Knickleisten gegenüber zeigt der Knickleisten nach der Erfindung ferner
den Vorteil, daß Kräfte, die von der Sohlenbahn aus nach oben zur Wirkung gelangen, sich nicht
auf die Bügelfeder 6 auswirken können, sondern von dem Scharnierplattenpaar 1 aufgenommen werden.
Der erfindungsgemäße Leisten bewährt sich daher besonders bei dem Vorgang des Glättens.
Wesentlich ist schließlich, daß die Scharnierplatten ι sehr widerstandsfähige Distanzhalter zwischen
dem Vorder- und Hinterteil darstellen. Infolgedessen tritt hierdurch eine wesentlich gerin-
gere Abnutzung der Gleitflächen ein, bei denen schon vorteilhaft ist, daß im Trennschnitt Hirnholz
auf Hirnholz trifft.
Claims (3)
1. Knickleisten zur Herstellung von Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß Vorder- und
Hinterteil (A, B) des Leistens einen Trennschnitt aufweisen, der in seinem mittleren Teil
einem Kreisbogen (8) folgt, dessen Mittelpunkt in der Achse eines Stiftes (3) liegt, um
den der Hinterteil an dem Vorderteil schwenkbar ist, während in dem darüberliegenden Teil
die Trennschnitte (7, 11) derart angeordnet sind, daß sie in der Streckstellung einen Spalt
aufweisen und eine Bewegung des Knickleistens in die verkürzte Stellung zulassen und daß anschließend
an den Kreisbogenschnitt (8) im unteren Teil ein Absatz (9) als Anschlag vorgesehen
ist, der in einen geraden, in der Streckstellung geschlossenen Trennschnitt (10) übergeht.
2. Knickleisten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Vorder- und Hinterteil
(A, B) durch eine oder mehrere nebeneinandergelegte Scharnierplatten (1), die an dem Zapfen
(3) im Vorderteil (A) schwenkbar und an Zapfen (2, 4) im Hinterteil fest gelagert sind, zusammengehalten
werden und eine Bügelfeder (6) angeordnet ist, die im Hinterteil (B) über ein
Ende der Scharnierplatten (1) gelegt ist, im Vorderteil (A) des Leistens durch den Zapfen
(5) gehalten wird und in der Streckstellung des Leistens unter Vorspannung steht.
3. Knickleisten nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen (2, 3) so
zueinander angeordnet sind, daß der Zapfen (3) in der Streckstellung oberhalb der Achse (I-II)
der Zapfen (2 und 5) und in der verkürzten Stellung unterhalb dieser Achse liegt und die
Scharnierplatten 1, die an den Zapfen (2, 4, 3) gelagert sind, zur Achse (I-II) einen Kniehebel
bilden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 399521;
britische Patentschrift Nr. 650982;
USA.-Patentschrift Nr. 2386808.
britische Patentschrift Nr. 650982;
USA.-Patentschrift Nr. 2386808.
In Betracht gezogene ältere Patente: .
Deutsche Patente Nr. 862106, 884764.
Deutsche Patente Nr. 862106, 884764.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 635/9 11.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB18118A DE974275C (de) | 1951-12-11 | 1951-12-11 | Knickleisten zum Herstellen von Schuhwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB18118A DE974275C (de) | 1951-12-11 | 1951-12-11 | Knickleisten zum Herstellen von Schuhwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE974275C true DE974275C (de) | 1960-11-10 |
Family
ID=6959605
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB18118A Expired DE974275C (de) | 1951-12-11 | 1951-12-11 | Knickleisten zum Herstellen von Schuhwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE974275C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE399521C (de) * | 1921-06-24 | 1924-08-09 | Fritz Empire Double Pivot Last | Zusammenklappbarer Leisten |
| US2386808A (en) * | 1944-09-23 | 1945-10-16 | United Last Company | Two-part last |
| GB650982A (en) * | 1948-04-13 | 1951-03-07 | British Bata Shoe Co Ltd | Improvements in and relating to lasts |
| DE862106C (de) * | 1951-04-10 | 1953-01-08 | Behrens A G C | Schuhleisten |
| DE884764C (de) * | 1951-11-30 | 1953-07-30 | Brueder Winkle Fa | Durch einen Kurvenschnitt in Zehen- und Fersenteil geteilter Zwickleisten |
-
1951
- 1951-12-11 DE DEB18118A patent/DE974275C/de not_active Expired
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