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Verfahren und Vorrichtung zum Fertigbearbeiten von aus thermoplastischen
Kunstfäden bestehenden, auf Formen aufgezogenen Textilwaren, insbesondere Strümpfen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln
von Textilwaren, insbesondere gestrickten und gewirkten Waren aus Kunstfäden, die
mittels eines warmen flüssigen oder dampfförmigen Mittels in eine Dauerform gebracht
werden.
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Beim Fertigbearbeiten von Waren, z. B. Strumpfwaren, die aus Kunstfäden,
z. B. Polyamidfäden, hergestellt sind, «erden die- Waren üblicherweise mehreren
Behandlungen unterworfen, bei denen erwärmte Flüssigkeiten verwendet werden. Damit
die Waren einen guten Griff haben und knitterfrei sind, werden sie vor der Durchführung
anderer Behandlungen zuerst mit einem heißen -dampfförmigen Mittel, z. B: unter
Druck stehendem Dampf, behandelt, um die gewirkten oder gestrickten Waren. vorzuformen.
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Bei den bisher üblicherweise verwendeten Verfahren werden die Waren
zunächst auf Tragformen geformt oder vorgeformt und dann einer vorläufigen Waschung
und/oder Färbung unterzogen. Dieses Waschen und/oder Färben wird gewöhnlich in Kufen
vorgenommen, in welche die Strumpfwaren gelegt werden, die sich zu diesem Zwecke
in porösen Beuteln befinden. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ergibt das Entfernen
der Strumpfwaren von den Vorformungsträgern zwecks nachfolgender Spülung und Färbung
Falten
und andere Oberflächenunregelmäßigkeiten, die es notwendig machen, die Strumpfwaren
vor der letzten Färbungsstufe nochmals zu formen.
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Wenn dagegen derartige Strickwaren ständig auf denselben Formen verbleiben,
während sie allen erforderlichen Behandlungen der Fertigbearbeitung unterworfen
werden, nämlich Vorformen, Waschen, Spülen, Färben und Trocknen, wird ein hochwertiges
Endprodukt gewährleistet und eine beträchtliche Ersparnis an Arbeit und Zeit erzielt.
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Bei dem neuen Verfahren wird eine solche kontirinierliohe Arbeitsweise
unter Verwendung eines abgeschlossenen Autoklavs, der aus einer langgestreckben,
an ihren Enden mit einer Eih-und Auslaßkammer versehenen Zwischenkarrimer besteht,
dadurch ermöglicht, daß die Waren in der nach außen und gegen die Zwischenkammer
luftdicht abgeschlossenen Einlaßkammer dem erhitzten, strömenden Behandlungsmittel
bei im wesentlichen den gleichen Temperatur- und Druckverhältnissen, wie sie in
der Zwischenkammer herrschen, während einer Zeitdauer ausgesetzt werden, die mindestens
zuz teilweisen Formung der Waren ausreicht, und daß die Waren danach, nachdem die
Einlaßkammer räumlich mit der Zwischenkammer verbunden worden ist, in gegeneinander
abgeschlossenen Abteilungen der letzteren einer bis zur Fertigbearbeitung fortschreitenden
Weiterbehandlung durch aufeinanderfolgendes Waschen, Spülen und Färben. bei gleichzeitiger
Fortsetzung und Beendigung ihrer Formung unterworfen werden.
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Dieses Verfahren gestattet, die Formung der Waren (Vorformung und
Fertigformung) fortschreibend in allen Abteilungen des Autoklavs durchzuführen,
wobei die ständig auf Formen befindlichen Strümpfe einer Behandlung mit unter Überdruck
- stehendem überhitztem Dampf ausgesetzt sind. Hierbei wird das Formen, Färben (und
ebenso das Waschen und Spülen) der Strümpfe in der gleichen überhitzten Dampfatmosphäre
durchgeführt, ohne daß es notwendig ist, die Strümpfe von den Formhaltern abzunehmen.
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Im Gegensatz zu einem bereits bekannten, mit Autoklaven arbeitenden
Verfahren, bei dem die Ware in der Zwischenkammer des Autoklav s im wesentlichen.
nur einem Behandlungsvorgang unterzogen wird, werden bei dem neuen Verfahren alle
Behandlungsstufen als ein ununterbrochener Prozeß durchgeführt, so, daß z. B. die
auf ihren Formen gehaltenen Strümpfe reihenweise stets den gleichen Behandlungen
unter den denkbar günstigen Bedingungen unterworfen werden,. wodurch eine Gleichmäßigkeit
in der Formung und Färbung der- Strümpfe gewährleistet wird.
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Bei dem nach dem neuen Verfahren arbeitenden Autoklav, der in an sich
bekannter Weise mit untereinander verbindbaren Kammern zur Aufnahme von erhitzten
dampfförmigen Behandlungsmitteln unter überatmosphärischem Druck und zur schrittweisen
Hindurchführung der Waren auf Schienen und Fördermittel versehen ist, wobei die
eine Kammer einen Einlaßvorraum für die in den Autoklav eintretenden Waren und die
andere einen Auslaßraum für die den Autoklav verlassenden Waren bildet, sind erfindungsgemäß
in der Zwischenkammer Trennwände vorgesehen. die zuz Hindurchführung der Waren durch
diese Wände eine Öffnung von solcher Form aufweisen, daß die Waren bei ihrem Durchgang
die Öffnung im wesentlichen schließen.
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In den Zeichnungen, die eine bevorzugte Ausführung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung darstellen, ist Fig. i eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Autoklavs,
wobei Teile der in Einzelkammern unterteilten, Hauptkammer weggebrochen: sind, um
den Innenaufbau der Hauptkammer zu zeigen, Fig.2 eine teilweise im Schnitt dargestellte
Draufsicht nach Linie 2-2 der Fig. i, wobei die äußere Fördervorrichtung, die die
Waren zum Autoklav hin und« vom Autoklav weg fördert, ersichtlich ist, Fig.3 eine
Rückansicht der Vorrichtung, die die Verschiebevorrichtung zeigt, die dem Auslaßende
des Autoklavs zugeordnet ist, Fig. 4 ein. vergrößerter Querschnitt nach Linie 4-4
der Fig. 2, Fig. 5 ein noch weiter vergrößerter Querschnitt naoh Linie 5-5 der Fig.
2, Fig. 6 ein waagerechter Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5, Fig. 7 ein senkrechter
Schnitt nach Linie 7-7 der Fig. 5, Fig. 8 ein senkrechter Schnitt nach Linie 8-8
der Fig. 5, Fig. 9 eine abgeänderte Ausführungsform des durch die Querwände des
Autoklavs führenden Durchganges, Fig. io ein waagerechter Schnitt nach Linie io-io
der Fig.9. Fig. ia ein senkrechter Schnitt nach Linie i i-i i der Fig.2. Fig. 12
ein senkrechter Schnitt nach Linie 12-i2 der Fig.2. Fig. 13 ein waagerechter Schnitt
nach Linde 13-13 der Fig. i i, wobei ein Teil des Verschiebewagens gegenüber dem
Eingang des Autoklavs liegt, Fig. 14 eine vergrößerte Darstellung des eingekreisten
Teils »A« der Fig. 12, in :dem dargestellt ,ist, wie ein Förderwagen in die Auslaßkammer
des Autoklavs hineingezogen wird, Fig. 14a eine vergrößerte . Darstellung des eingekreisten
Teils »B« der Fig. 12, in dem dargestellt ist, wie ein Förderwagen aus der Ausgangskammer
herausgezogen wird, Fig. 15, 16 und 17 je eine schematische Darstellung aufeinanderfolgender
Relativstellungen der Wagen. bei ihrem Durchgang von der Einlaßkammer 'in und durch
die Einzelkammern des Autoklavs, Fig. 18 eine teilweise im Schnitt dargestellte
vergrößerte Ansicht der in dem gestrichelten Kreis »A« der Fig. 15 gezeigten Teile,
Fig.
i9 eine teilweise geschnittene Draufsicht des in Fig. 2o dargestellten Teils der
Vorrichtung, Fig. 20 eine teilweise geschnittene Ansicht nach Linie 20-2o der Fig.
i9, Fig.21 ein schematisch dargestellter Schnitt nach Linie 21-2i der Fig. 2, Fig.22
eine schematisch dargestellte Ansicht nach Linie 2a-22 der Fig. 2, Fig. 23 eine
schematisch dargestellte Ansicht nach Linie 23-23 der Fig. 2, F'ig.24 eine schematisch
dargestellte Ansicht nach Linie 24-24 der Fig. 2, Fig. 25 eine teilweise geschnittene
Drauf sicht nach Linie 25-25 der Fig. 27 des dieWaren tragenden Förderwagens, wobei
aus Gründen der Deutlichkeit einzelne Teile weggelassen oderweggeschnitten sind,
Fig.26 eine teilweise geschnittene Stirnansicht nach Linie 26-26 der Fig. 27 und
Fig.27 eine teilweise geschnittene Seitenansicht nach Linie 27-27 der Fig. 25.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat die Form eines Autoklavs
30 mit mehreren Kammern 31, 32 und 33, die zur Außenluft hin abgeschlossen
werden können und die voneinander abgedichtet sind. Die Kammern 31, 32, 33 (Fig.
i und 2) liegen hintereinander, wobei die Mittelkammer 32 verhältnismäßig lang ist
und die än beiden Enden liegenden Kammern 31 und 33 mit der Mittelkammer 32 in Verbindung
stehen.
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Die vorn: liegende Kammer 31 dient als Einlaßkammex, durch, die hindurch
die von den Förderwagen getragenen, aufgezogenen Waren, die in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung behandelt werden sollen, der für gewöhnlich geschlossenen, in Einzelkammern
unterteilten Mittelkammer 32 des Autoklavs zugeführt werden, während die hinten
liegende Kammer 33 als Auslaßkammer dient, durch die die behandelten Waren beim
Ausfahren aus dem geschlossenen Innenraum der Kammer 32 entladen werden. In der
Kammer 32 werden die Waren der erforderlichen Behandlung unterzogen. Die Kammer
32 wird gegen die Außenluft abgedichtet gehalten und in aufeinanderfolgenden Zonen
mit verschiedenartigen Behandlungsmitteln aus zubereiteten Lösungen beschickt, die
in die Kammern durch Sprühdüsen unter Druck und bei so hoher Temperatur eingesprüht
werden, daß sich Dampf bildet, der die Waren dauerhaft »verformt«, so daß sie die
Gestalt annehmen, die-ihnen von den Halteformen oder Tragformen gegeben wird.
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Die Kammern 31, 32 und 33 sind gegenseitig so aufgestellt, daß die
zu behandelnden Waren nacheinander endlos durch die Kammern hindurchgehen,_ wobei
jede Ware den gleichen Behandlungsfolgen gleichförmig unterzogen wird. Vorzugsweise
besitzt die ;Mittelkammer 32 des Autoklavs die Form eines langen zylindrischen,
waagerecht liegenden Gehäuses, das mehrere stirnseitig aneinandergestellte beladene
Förderwagen aufnimmt, während die Einlaßkammer 31 und die Auslaßkammer 33 je ein.
zylindrisches lotrechtes Gehäuse 31Q ist, dessen Innenraum mit der benachbarten
Stirnwand der Kammer 32 in Verbindung steht. Jede Vorkammer 31 und 33 besitzt auf
ihrer äußeren Seite einen Durchlaß 36, der durch eine drehbar gelagerte äußere Verschlußtür
37 verschlossen werden kann. Der äußere Durchl.aß 36 ist ungefähr rechtwinkliger
Form und steht lotrecht in der zugehörigen Vorkammer, während die Verschlußtür 37,
ähnlich geformt, im Querschnitt gleichlaufend. mit dem Zylinder der Vorkammer gekrümmt
ist und innerhalb dieses Zylinders 31Q liegt, um eine einwärts gerichtete Dichtung
38 zu berühren, die um den Umfang des äußeren Durchlasses 36 herum angeordnet ist.
Die äußere Verschlußtür 37 jeder Vorkammer besitzt zwei auf Abstand stehende Henkel
39, 39, die mit dem oberen Mittelteil der Verschlußtür aus einem Stück bestehen
und nach einwärts von der Verschlußtür ragen. Zwischen diesen Henkeln 39, 39 liegt
das Stirnende 41 eines waagerechten Armes 42, der sich ebenfalls von der Verschlußtür
37 nach einwärts quer über den zylindrischen Teil der zugehörenden Vorkammer erstreckt.
Das gegenüberstehende freie Ende des Armes 42 trägt ein Gegengewicht 43. In ausgerichteten
Öffnungen der Henkel 39, 39 und des Stirnendes 41 von Arm 42 liegt ein Drehzapfen
44, der ein freies Verschwingen der äußeren Verschlußtür 37 um die waagerechte Achse
des die Verschlußtiir haltenden Drehzapfens ermöglicht.
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Zwischen. den Enden des Armes 42 befindet sich ein Kuppelkopf 42"
zum Festhalten des unteren Endes einer lotrechten Welle 46, deren Achse mit der
Achse des Zylinders 31" der Vorkammer .zu= samfmenfällt. Die Welle 46 ist in der
von der Decke des Zylinders 31Q getragenen Büchse 47 drehbar gelagert, damit sie
mittels einer nachstehend beschriebenen Einrichtung um eine lotrechte Achse gedreht
werden kann. Die äußeren Verschlußtüren 37, 37 werden dabei über Bogen von
ungefähr 9o° verschoben, um die Durchlässe 36, 36 der Vorkammern 31 und 33 zu schließen
oder zu öffnen. Die Vorkammern 31 und 33 sind mit den gegenüberstehenden Stirnwänden
Stirnwänden der Mittelkammer 32 des Autoklavs durch Tunnel 48 und 49 verbunden,
von denen jeder rechtwinklig im Querschnitt ist und durch die angrenzende Stirnwand
der Kammer 32 völlig hindurchtritt. Der Querschnitt der Tunnel 48, 49 entspricht
dem Querschnitt der äußeren Durchlässe 36, 36 der Vorkammern 31 und- 33. Die Tunnel
liegen in Längsrichtung mit den Durchlässen 36, 36, damit die Wagen 34 in gerader
Richtung durch den Autoklav hindurchgeschoben werden können.
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Die innerhalb der Kammer 32 liegenden offenen Innenenden. der Tunnel
48 bzw. 49 werden durch innere Verschlußtüren 52, 52 geschlossen oder geöffnet,
die ähnlich den äußeren Verschlußtüren 37, 37 und auch in ähnlicher Weise gelagert
sind und die in Offenstellung oder Schließstellung durch die nachstehend beschriebene
Antriebsvorrichtung verschoben werden. Die geschlossenen äußeren Verschlußtü.ren
37, 37 dichten das Innere des Autoklavs von der Außenluft ab, sobald der Autoklav
mit Behandlungsmitteln von höherem Druck als
Außenluftdruck gefüllt
wird, wobei vorzugsweise ein überdruck von 0,35 kg/cm2 oder höher und: eine
Temperatur von 1o5° C verwendet wird. Die inneren Verschlußtüren 52, 52 dichten
die Einlaß-und Auslaßkammern 31 bzw. 33 von dem Innenraum der Mittelkammer 32 des
Autoklav's ab, sobald die eine oder die andere Außentür 37; 37 offen ist, so daß
innerhalb der Mittelkammer 32 die gewünschte Arbeitstemperatur und der Druck des
dampfförmigen Mirttels aufrechterhalten werden, das bei der Behandlung der durch
den Autoklav hindurchgeführten Waren verwendet wird.
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Es sind Einrichtungen (nicht dargestellt) vorgesehen, um den Innendruck
aus den. Vorkammern 31 und 33 _ abzulassen, ehe die zugehörenden Außentüren
37, 37 geöffnet werden, und um den Druck in der entleerten Kammer wieder auf den
in der Kammer 32 herrschenden Druck aufzufüllen, sobald die Außentür 37 geschlossen
ist und die Innentür 52 geöffnet werden soll. Der Innendruck kann zur Außenluft
oder zur Kammer 23 geleitet werden, während: die Einrichtung, durch die der Druck
in der Vorkammer dem in der Behandlungskammer 32 herrschenden Druck angeglichen
wird, unabhängig von den Einrichtungen sein kann, die zum Einblasen von dampfförmigen
Behandlungsmitteln in die Kammeer 32 dienen Die äußeren Verschlußtüren 37, 37 werden
natürlich nur dann abgedichtet, wenn der in der zugehörenden Vorkammer herrschende
Druck den Außenluftdruck übersteigt, und die innenliegenden Verschlußtüren 52, 52
werden nur abgedichtet, wenn der Druck in der Mittelkammer 32 höher ist als der
Druck in derjenigen Vorkammer, mit -der die innere Verschlußtür zusammenarbeitet.
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Der Autoklav 30 (Fig. 5, i f, 12 und 13) enthält ein Führungsgleis
für die endlos durch den Autoklav sich bewegenden Wagen 34. Das Führungsgleis besteht
aus zwei Schienen 53, 53 aus zwei waagerecht gelegten Winkeleisenstücken, die Schienen
von umgekehrter V-Form bilden. Die -Schienen verlaufen ohne Unterbrechung durch
den Autoklav hindurch und sind nur an den Kreuzungsstellen der Verschlußtüren 37,
37 und 52, 52 und bei 54 unterbrochen, damit eine Verschiebung der Verschlußtüren
in ihre Offenstellung und Schließstellung möglich ist.
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Eine bevorzugte Form der Wagen 34 (Fig. 25, 26 und 27) besteht aus
einem mit Rädern ausgerüsteten Gestell 56, daß die Formplatten 57 trägt, die in
dem dargestellten Beispiel aus Strumpfformen bestehen. Das Gestell ist rechtwinklig
in Aufsicht und wird von in Längsrichtung auf Abstand stehenden drei Räderpaaren
58 mit Nutenkränzen getragen, die auf den Schienen 53, 53 laufen. Das Gestell besitzt
in Längsrichtung auf Abstand stehende vordere und hintere Querträger 59 und 61,
in. Querrichtung auf Abstand stehende Längsträger 62 und. 63 sowie in Längsrichtung
auf Abstand stehende Querversteifungen 64, die durch Verschweißen zu einem starren
Rathmen umgebildet sind. Vorzugsweise werden die verschiedenen Warenformen 57 durch
Abstandsplatten 66 in Abstand voneinander gehalten. Eine Welle 67, die dicht neben
der einen Seitenwand 62 des Wagens in Längsrichtung durch die Querversteifungen
64 hindurchtritt, ist mit ihren gegenüberliiegenden Enden an dem vorderen Querträger
59 und an dem hinteren Querträger 61 befestigt. Die Formplatten 57, die eine unabhängige
Schwingbewegung auf der Wehe 67 ausführen können, lassen sich in die in vollen Linien
in Fig. 26 dargestellte Lage verschwingen, in der sie durch einen abwärts gerichteten,
längs der oberen Kante der Seitenwand 63 des Wagens verlaufenden Flansch 63Q gehalten
werden, oder sie können ihre Schräglage einnehmen, die in Fig. 26 mit gestrichelten
Linien dargestellt ist.
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Ein auf einer Seite der Längsmittelachse des Gestelles .56 liegender
Abschnitt des vorderen Querträgers 59 trägt einen federbeaufschlagten Riegel
68, der Leine SchwingbeNvegung um eine waagerechte Querachse ausführen kann.
Dieser Riegel besitzt zwei winklig zueinander stehende Armre 69 und 7i, von denen
sich der Arm 69 von der Schwingachse. 7o nach vorwärts unter den vorderen Querträger
59 und der Arm 71 nach rückwärts und abwärts von der Schwingachse erstreckt (Fig.
18 und 27). Das vordere Ende des Armes 69 endet in einen Haken mit einer
abgerundeten Spitze 72 und einer geraden Hinterkante 73. Der Riegel wird für gewöhnlich
durch eine Schraubenfeder 74 (Fig. 18 und 25) im Gegenzeigersinne gedreht. Die Unterkante
eines Abschnittes des hinteren Querträgers d1 jedes Wagens besitzt eine Abschrägung
76" (Fig. i8).
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Den äußeren. Verschlußtüren 37, 37 der Kammern 31 und 33 sind Antriebsvorrichtungen
77# 77 zugeordnet, die auf Untterlegplatten 78, 78 sitzen, von denen jede
fest auf der Decke des Autoklavs 3o befestigt ist (Fig. i, 2, i9 und 20). Jede Antriebsvorrichtung
77, 77 enthält einen Druckzylinder 79 mit einem Kolben 81, der mit der zugehörenden
Drehwelle 46 der zugehörenden Verschlußtür 37 über ein Gestänge 82 und einen Hebel
83 verbunden ist. Wird Druckflüssigkeit dem Zylinder 79 durch Leitungen (nicht dargestellt)
zugeführrt, so wird die Welle 46 gedreht, um die zugehörende Verschlußtür 37 entweder
zu öffnen oder zu schließen.
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Auf den Unterlegplatten 78, 78 sitzen auch zum Schließen und Öffnen
der inneren Verschlußtü.ren 52, 52 bestimmte Antriebsvorrichtungen 84, 84, die dien
Antriebsvorrichtungen für den Antrieb der äußeren Verschlußtüren gleichen. Jede
Antriebsvorrichtung enthält einen durch Druckflüssigkeit betätigten Druckzylinder
$6 mit einem Kolben 87, der mit der zugehörendven Drehwelle 46 über ein Gestänge
88 und einen Hebel 89 verbunden ist. Der Antrieb der Vorrichtungen 77, 77 und 84,
84 zum Schließen, und Öffnen der äußeren Verschlußtü.ren 37, 37 und der inneren
Verschlußtüren 52, 52 der Kammern 31 und 33 kann durch eine beliebige Schalteinrichtung
(nicht dargestellt) erfolgen, die im Griffbereich der die Vorrichtung bedienenden
Person liegt. Die Schalteinrichtung kann von Hand oder durch elektrisch geschaltete
Ventile
betätigt werden, die die Zufuhr der Druckflüssigkeit zu den Druckzylindern 79, 79
und 86, 86 der Antriebsvorrichtungen und die Arbeitszeit bestimmen.
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Der die zu behandelnden Waren tragende Wagen 34 wird durch die Kammer
31 hindurch mittels einer vors Druckflüssigkeit getriebenen Treibvorrichtung 9i
(Feg. i i und 13) bewegt, die einen Zylinder 92 aufweist, der auf der vorderen Stirnwand
der Kammer 31 gelagert ist und sich von dieser Stirnwand nach außen erstreckt. Mit
diesem Zylinder 92 arbeitet ein waagerecht verschiebbarer Kolben 93 zusammen, dessen
freies Ende eine Rodle 94 und einen den Wagen erfassenden Treiber 96 trägt, der
drehbar am Kolben gelagert ist und um eine waagerechte Achse schwingt. Dieser Treiber
86 wird für gewöhnlich durch eine Feder nach aufwärts hinter den Wagen 34 gehoben,
sobald der Wagen in, der innerhalb der Kammer 31 liegenden Stellung sich befindet
(Feg. ii). Das freie Ende des Kolbens 93 verschiebt sich beim Vorschieben mittels
des Zylinders 92 aus der in. Fig. i i in gestrichelten Linien dargestellten Stellung
in die in vollen Linien dargestellte Stellung und wird während dieses Verschiebens
von der Rolle 94 auf dem Boden 196 des Tunnels getragen, der von dem Innenraum des
Zylindergehäuses 31a in den Innenraum der Hauptkammer 32 des Autoklavs führt.
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Zum Verschieben des Wageas 34 durch die Kammer 32 hindurch ist eine
Fördervorrichtung vorgesehen, die eine endlose Kette 97 besitzt. Die Kette 97 wird
von einem Führungskettenrad 98 und einem Antriebskettenrad 99 getragen.
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Das Kettenrad 98 liegt in der Nähe des Vorderendes der Kammer 32 und
das Kettenrad 99 in der Nähe des hinteren Endes der Kammer 32. Das obere Trum der
Förderkette 97 (Feg. 5) wird mittels eines U-Eisens ioi geführt, während das untere
Trum der Kette 97 von zwei Winkeleisen 102, 102 getragen wird. Die Förderkette 97
trägt in gleichem Abstand voneinander stehende Treiber 103. Zum Spannen der Kette
97 ist das untere Trum über mehrere Spannkettenräder 104, io6 und 107 geführt.
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Der Wagen 34 wird durch die Auslaßkammer 33 mittels einer von Druckflüssigkeit
betätigten Zugvorrichtung io8 gezogen, deren Zylinder iog auf der hinteren. Stirnwand
der Kammer 33 gelagert ist und von dieser Stirnwand -,veg sich nach außen erstreckt.
Dem Zylinder iog ist ein. waagerecht verschiebbarer Kolben i i i zugeordnet, dessen
freies Ende eine Rolle 112 und einen den Wagen erfassenden Zughaken 113 trägt, der
dem Riegel 68 jedes Wagens gegenübersteht und den Riegel 68 erfaßt, sobald
der - Wagen 34 seine Stellung in der Kammer 32 einnimmt, die in Fig. 12 gestrichelt
dargestellt ist. Bei dien durch den Zylinder iog erfolgenden Zurückziehen dies Kolbens
i i i verschiebt sich das freie Ende des Kolbens aus der in gestreichelten Linien
in Fig. 12 dargestellten Stellung in. die in, vollen Linien dargestellte Stellung,
wobei während dieser Verschiebung die Rolle 112 von dem Boden i io des Tunnels 49
getragen wird, der von dem Innenraum der Kammer 32 in das Zylindergehäuse
33,
der Ausgangskammer 33 führt.
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Der Boden, der Kammer 32 ist in. mehrere Einzelbehälter mittels lotrechter
Querplatten 114 unterteilt, deren. Unterkanten so geformt sind, daß sie sich an
die Innenwandung der Kammer 32 anlegen, an der auch ihre Befestigung, z. B. durch
Anschweißen, erfolgt. Die Oberkante 116 der Querplatte 114 ist geradlinig und liegt
waagerecht. Jede Oberkante besitzt einen Mittelausschnitt 117, die zusammen eine
Reihe von in Längsrichtung ausgerichteten Nuten- bilden. An. jeder Platte 114 ist
ein- Winkeleisen 118 befestigt, dessen oberer Schenkel waagerecht liegt, um die
Nut 117 der Platte 114 zu überbrücken. An jeder Platte 114 ist in einem senkrechten
Abstand und parallel zum ersten Winkeleisen 118 ein zweites Winkeleisen befestigt,
das eine Mittelnut 121 aufweist. Das quer Hegeende Winkeleisen i 18 (Feg. 5) trägt
die in Längsrichtung sich. erstreckenden Schienen 53, 53 und die Führungsrinne ioi
für das obere Trum der Förderkette 97, während die quer liegenden Winkelschienen
i19 die Winkeleisen i o2, io2 tragen, die in einer Ebene mit ihren waagerechten.
Schenkeln, seitlich im Abstand voneinander liegen. Das obere Trum der Förderkette
97 verschiebt sich längs der Rinne oder dies U-Eisens ioi mit den nach aufwärts
gerichteten Treibern 103, während das untere Trum der Förderkette sich längs der
Winkeleisen io2, 102 verschiebt, wobei die Treiber 103 nach abwärts gerichtet sind
und zwischen den seitlich auf Abstand. stehenden Schenkeln der Winkeleisen io2,
102 sowie durch die Nuten 121 der Teile i i9 laufen. Die Zwischenplatten 114a, 1i46
und 114, ähneln der Platte 114, sind aber etwas abgeändert, uni den, an den gegenüberstehenden
Enden der Förderkette auftretenden besonderen; Verhältnissen zu genügen.
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Die Hauptkammer 32 des Autoklavs ist in eine Anzahl aneinander angrenzender
Einzelkammern durch mehrere Zwischenwände unterteilt, von denen jede Zwischenwand
aus drei in einer Ebene liegenden. Tafeln i22, 123 und i24 besteht, die in
senkrechter Verlängerung der Querwände 114 des Bodens liegen. Die Tafeln i22 und
12,3 sind gleiche, aber entgegengesetzt gerichtete Zuschnitte und befinden: sich
auf gegenüberstehenden Seiten der Mitteltafel 124. Die unteren Enden der Tafeln
122, 123 und 124 sind so geformt, daß sie Rinnen 126, i27 und 128 bilden,
die auf der oberen Kante 116 ihrer Tragplatte 114 sitzen (Feg. 7). Die mit Dichtungen
129 ausgerüsteten Außenkanten der Tafeln 122 und 123 verlaufen entsprechend
den Innenbegrenzungen der Kammeer 32. An jeder Tafel 122 und i23 ist eine Verstärkungs-
und Versteifungsstrebe 131 angeschweißt, deren Form aus Rig. 5 ersichtlich ist und
die zwei entgegengesetzt gerichtete Endstücke 131" und 13i6 besitzt. Die oberen
Endstücke 131a, 131" nehmen in ihren, ausgerichteten Öffnungen einen frei beweglichen
Gewindebolzen 132 mit zwei Muttern, 133 auf, bei
deren Verschrauben
die Tafeln, 122 und 123 voneinander weg bewegt werden und sich fest mit ihren Außenkanten
an die inneren Seitenwandungen der Kammer 52 anlegen. Die unteren Endstücke 13,b,
134 der Versteifungsstreben rat, 131 liegen in einem Abstand einwärts
von zwei, Konsolen i34, i34, die durch Schraubenbolzen 136
(Fig. 8) fest mit
der Platte 114 verbunden. sind. Spannbolzen 137, 137 ergreifen durch die
ausgerichteten Öffnungen der Konsolen 134, 134 sowie die unteren Endstücke I3Ib,
13,b und tragen Muttern 138, 138, bei deren Anziehen die Tafeln seitlich
auseinander- und in feste Anlage an die innerem Wandflächen der Kammer 32 gelegt
werden.
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Die in einer Ebene liegenden Tafeln. 12.2 und 123, die in dieser
Weise seitlich gespreizt werden können, um sich dicht und fest an den Innenumfang
der Kammer 32 zu legen, sind: längs ihrer Innenkanten so geschnitten, daB eine durch
die gestrichelte Linie 135 begrenzte rechtwinklige Öffnung (Fig. 5) entsteht,
über die die Mitteltafel 124 des jeweiligen Aufbaus, paBt. Die Randkanten dieser
Mitteltafel überlappen die entsprechenden Kanten der rechtwinkligen 'Öffnung
135. Die überlappenden Kanten, werden mittels Schraubenbolzen 139
zusammengehalten, die durch übergroße Öffnungen i4o dieser Kanten hindurchtreten,
wobei jeder Bolzen eine Unterlegscheibe 141 und eine Flügelmutter 1422 (Fig. 6)
besitzt.
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Der Mittelabschnitt der Mittelafiel 124 besitzt eine Öffnung 143,
durch die die zu behandelnden Waren bei ihrem Durchgang durch den Autoklav hindurchwandern..
Diese Öffnung entspricht mehr oder weniger der Form der aufgezogenen Waren, z. B.
eines Strumpfes., wie er in den Zeichnungen dargestellt ist. Die Umfangskante der
in jeder Mitteltafel liegenden Öffnung 143 trägt einte Dichtung 144 aus Gummi oder
einem ähnlichen Material. Diese Dichtung schützt die aufgezogene Ware gegen eine
mögliche Beschädigung, falls die Kante der Öffnung mit der Ware in Berührung treten
sollte. Die Offnungen 143 sind, an ihren Fußenden (Fig. 5) verbreitert, damit die
Wagen 34, auf denen die aufgezogenen, Waren, z. B. die Strümpfe, getragen werden,
bequem durch die Öffnungen 143 hindurchtreten. können.
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In bestimmten Fällen kann die gesamte Zwischenwand, bestehend aus
den Täfeln i22, i23 und 124, _ gewünschtenfalls mit einem trifihterartigen Bauteil
(Fig. 9 und fo) versehen werden, der aus, einer Blechplatte 145 besteht, die sich
um und durch die Randkanten und die Deckenkanten der Öffnung 143 erstreckt. Die
Blechplatte 145 besitzt im Verwendungsfalle eine solche Breite, daB sie ziemlich
weit über die entgegengesetzten Seiten der Querebene der Zwischenwand vorsteht,
und die Blechtafel ist relativ zur Bewegungsbahn der durch den Autoklav sich verschiebenden
Ware so geneigt, daß eine sich Verjüngende 'Öffnung gebildet wird, durch die die
Ware von einer Kammer zur anderen Kammer des Autoklavs wandert. Dieser sich verjüngende
Trichter 145 schützt nicht nur die Waren bei ,ihrem Durchgang durch die Zwischenwand,
sondern hindert auch das in einer bestimmten Kammer verwendete dampfförmige Behandlungsmittel
an einem Überströmen in die nächst angrenzende Kammer.
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Die Hauptkammer 32 des Autoklavs. (Fig. i und; 2) ist, durch die obenerwähnten
Zwischenwände in. vier Hauptbehandlungskammern unterteilt, nämlich in die Kammern
zum Waschen, zum ersten Spülen, zum zweiten Spülen und zum Färben. In jede Kammer
wird beim Durchgang der Waren eine entsprechende Lösung mittels einer Leitung eingesprüht.
Die Sprühanlage jeder Kammer enthält Sprühschlangen 146, einen Sammelbehälter für
die versprühte Lösung (Fig.2) und einen Erhitzer sowie eine Pumpe (nicht dargestellt).
Der Innenraum der Kammer 32 kann auch mit kaltem Wasser abgespritzt werden, das
durch -die Rohre 147 zugeführt wird, die im wesentlichen über die. volle Länge der
Kammer verlaufem Zum Herausschveben des, Wagens 34 aus .der AuslaBkammer 33 dient
eine durch Druckflüssigkeit betätigte Zugvorrichtung 148, die aus einem zweckentsprechend
gelagerten Zylinder 149 besteht, mit dem ein waagerecht sich verschiebender Kolben!
i5i zusammenarbeitet, dessen freier Endabschnitt 152 den Arm 69 des Riegels 68 erfaBt.
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Der Wagen 34 wird dadurch von den Schienen 53, 53 auf zwei Schienen
153, 153, eines mit Rädern ausgerüsteten Verschiebewagens 154 geschoben, dessen
Schienen 153, 153 mit den im Autoklav feststehenden Schienen 53, 53 ausgerichtet
werden können. Der Verschiebewagen 154 verschiebt @s.ich auf feststehenden Schienen
156, 156, die quer zur Längsachse des Autoklavs 30 liegen und auf dem Unterbau 157
gelagert sind.
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Es kann jede beliebige Fördervorrichtung verwendet werden, die die
Wagen 34 aus der Auslaßkammer 33 nacheinander herausschiebt und die Wagen 34 zur
EinlaBkammer 31 des Autoklavs zurückführt. Einer derartige Verschiebevorrichtung,
die in der Zeichnung schematisch dargestellt ist, besitzt eine an dem Ausgangsende
des Autoklavs liegende Verschiebevorrichtung mit dem erwähnten Wagen' 154, eine
am Aufnahmeende des Autoklavs 30 liegende gleiche Verschiebevorrich, tung und einen
zwischen diesen beiden Verschiebevorrichtungen! liegenden endlosen Kettenförderer.
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Zum'Verschieben des Verschiebewagens 154 und des vorn dem Verschiebewagen
154 getragenen Wagens 34 längs der Schienen 156, 156 dient eine durch
Druckflüssigkeit betriebene Vorrichtung 158,
die einen auf dem Rahmen 157
gelegenen Druckzylinder 159 aufweist, dessen waagerecht hin und her gehender Kolben.
161 an seinem fronen Ende mit dem Verschiebewagen 154 verbunden ist, so daß dieser
Wagen zwischen den in: vollen. Linien dargestellten und den in gestrichelten: Linien
dargestellten Stellungen bewegt wird.
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Befindet sich der Verschiebewagens 54 in der in Fig.3 gestrichelt
dargestellten Stellung, so wird
der Wagen34 von den Querschienen,
153, 153
durch eine von Druckmittel betätigte Treibvorrichtung 162 geschoben,
die einen Druckzylinder 163 besitzt, dessen waagerecht bewegbarer Kolben 164 an
seinem freien Ende mit dem beladenen Wagen 34 in Eingriff gebracht wird, um den
Wage-n@ 34 von den Querschienen 153, 153 auf zwei feststehende Schienen 166,
166 zu verschieben, die in Längsrichtung und parallel zum Autoklav 30 liegen. Die
Schienen 166, 166 werden von dem Untergestell 167 getragen.
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Der Wagen 34. wird längs der äußeren Rücklaufschienen I66,, 166 durch
zwei endlose Kettenförderer verschoben, von denen der eine Förderer eine über die
beiden Kettenräder 169 und 171 laufende endlose Kette 168 und der andere Förderer
eine über die Kettenräder 173 und 174 laufende endlose Kette 172 enthält. Die Kette
168 trägt eine Anzahl auf gleichem Abstand voneinander stehender Treiber, während
die Kette 172 nur einen einzigen Treiber 177 aufweist.
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Der Wagen 34 läuft am Ende seiner längs der Schienen 166, 166 erfolgenden
Bewegung auf zwei Schienen 178, 178 auf, die von einem mit Rädern ausgerüsteten
Verschiebewagen 179 getragen werden. Dieser dem Verschiebewagen 154 ähnliche Verschiebewagen
179 läuft über zwei feststehende Schienen 181, 18I, die auf einem Untergestell 182
sitzen. Eine im Aufbau der Vorrichtung 158 ähnliche Vorrichtung 183 verschiebt den
Verschiebewagen 179» längs den Schienen 181, 181, während eine durch Druckmittel
angetriebene, der Vorrichtung 162 ähnliche Vorrichtung 184 den Wagen 34 von den
Schienen 178, 178 auf die Schienen 53, 53 und in die Einlaßkammer 31 des
Autoklavs schiebt.
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Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Der beladene Wagen 34 wird aus
.seiner in Fig. i i gestrichelt dargestellten Stellung innerhalb der Einlaßkammer
31 in die in vollen Linien dargestellte nächste Stellung in der Kammer 32 durch
den Kolben 93 verschoben, der sich von der gestrichelt dargestellten Stellung in
die in vollen Linien dargestellte Stellung bewegt. In der in vollen Linien dargestellten
Stellung des Wagens 34 stößt die vordere Stirnseite des Wagens gegen die hintere
Stirnseite des unmittelbar vorhergehenden Wagens 34 an, wodurch diese Wagen durch
das Eingreifen des Hakenarms 69 von Riegel 68 des nächstfolgenden Wagens in den
Querträger 61 des vorauslaufenden Wagens in der aus Fig. 18 ersichtlichen Weise
gekuppelt werden. Während der in der Kammer 32 befindliche letzte Wagen 34 nicht
von einem Treiber 103 der Förderkette 97 erfaßt wird (ersichtlich aus den
Fig. ii und 1$), nimmt der unmittelbar diesem letzten Wagen vorausgehende Wagen,
, also der zweitletzte Wagen 34, eine Stellung ein, in der er von einem auf der
Förderkette 97 sitzenden Treiber 103 erfaßt wird. Dieser letzterwähnte Wagen, d.
h. der zweitletzte Wagen in der Kammer 32, zieht bei seinem Verschieben mittels
der Förderkette 97 den angekuppelten letzten Wagen mit sich, bis der Arm 71 des
Riegels 68 gegen eine feststehende Auslösestange 186 (Fig. 15 und 18) läuft, worauf
der Arm 69 des Riegels 68 freigegeben wird und außer Eingriff mit dem Querträger
61 des vorausgehenden Wagens abwärts schwingt, so daß auf diese Weise die Wagen
voneinander abgekuppelt werden, wie dies aus den Fig. 16 und 17 ersichtlich ist,
aus denen auch hervorgeht, daß der abgekuppelte letzte Wagen der Kammer 32 nicht
eher zwangläufig von einem auf der Förderkette 97 sitzenden Treiber 103
erfaßt
wird, bis er etwas auf Abstand von dem vorausgehenden Wagen steht.
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Sobald ein beladener Wagen 34 eine Stellung erreicht, die etwas vor
der in vollen Linien in Fig. 12 dargestellten Stellung liegt, läuft der Treiber
103, der diesen Wagen in diese Stellung geschoben hat, außer Eingriff mit dem Wagen
abwärts, worauf dieser Wagen von dem nächstfolgenden Wagen erfaßt ünd durch diesen
Wagen in die in Fig. 12 gestrichelt dargestellte Stellung geschoben wird. Der erfaßte
Wagen ist hierbei mittels des Riegels 68 wieder an den schiebenden Wagen angekuppelt
worden. Sobald der führende Wagen seine gestrichelt dargestellte letzterwähnte Stellung
einnimmt, wird der Riegel 68 wieder mittels einer Auslösestange 187 ausgelöst,
so daß die Wagen wieder voneinander abgekuppelt werden, wie dies die Fig. 12 zeigt.
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In der in Fig. 12 gestrichelt dargestellten Stellung des Kolbens i
i i der Wagenziehvorrichtung erfaßt der Zughaken 113 des Kolbens i i i den Arm 71
des Riegels 68 (Fig. 14), worauf der Wagen 34 beim Zurückziehen des Kolbens i i
i in seine in vollen Linien dargestellte Stellung in die Auslaßkammer 33 hineingezogen
wird, in der er die gestrichelt dargestellte Stellung einnimmt. In dieser Stellung
wird der Arm 69 des Riegels 68 von dem freien Hakenende 152 des Kolbens 151 (Fig.
14A) erfaßt, der beim Rückhub den Wagen 34 aus der Auslaßkammer 33 auf die Schienen
153, 153 des Verschiebewagens 154 zieht. Dieser - Verschiebewagen, der längs der
Schienen 156, 156 durch Vorschieben und Zurückziehen des Kolbens 161 vor und zurück
bewegt wird, kann so eingestellt werden, daß die von dem Wagen getragenen Schienen
153, 153 in Ausrichtung mit den Außenschienen 166, 166 (Fig. 2) liegen, worauf der
Wagen 34 durch Vorschieben des Kolbens 164 von den Schienen 153, 153 herunter auf
die Schienen 166, 166 geschoben wird.
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An diesem Zeitpunkt wird der beladene Wagen 34 von dem auf der endlosen
Kette der Fördervorrichtung 168 sitzenden Treiber 176 (Fig. 2q.) erfaßt und verhältnismäßig
langsam längs der Augenschienen 166, 166 verschoben, damit genügend Zeit für das
Trocknen der behandelten Strümpfe und für das Abstreifen der getrockneten Strümpfe
von den Formen 57 sowie zum Aufziehen neuer, noch zu behandelnder Strümpfe verbleibt.
Vorzugsweise läuft die Fördervorrichtung durch eine erwärmte Trockenkammer 188,
um die Strümpfe möglichst bald nach ihrer übertragung auf die Fördervorrichtung
168 zu trocknen. Sobald der Wagen 34 etwa die Hälfte des Schienengleises 166, 166
durchlaufen
hat, bewegen sich die Treiber 176 der Fördervorrichtung
168 außer Eingriff mit dem Wagen abwärts, worauf der auf der endlosen Kette der
Fördervorrichtung i72 sitzende einzige Treiber 177 diesen Wagen erfaßt und ihn verhältnismäßig
schnell über den übrigen Teil des Gleises 166, 166 und auf die Schienen 178, 178
des Verschiebewagens 179 schiebt, der längs des Gleises 181, 181 mittels des Kolbens
183, der von Druckmittel angetriebenen Vorrichtung 183 verschoben wird. Beim Zurückziehen
stellt der Kolben 181, den Verschiebewagen 179 so ein, daß die von dem Verschiebewagen
179 getragenen Schienen 178, 178 mit den Schienen 166, 166 ausgerichtet sind, und
beim Ausschieben des KoIberis wird der Verschiebewagen 179 durch den Kolben so eingestellt,
daß die Schienen 178, 178 des Wagens 179 mit den durch den Autoklav hindurchführenden
Schienen 53, 53 ausgerichtet sind. In dieser letzterwähnten Stellung des Verschiebewagens
179 wird der Kolben der Druckvorrichtung 184 vorgeschoben, um den Wagen 34 von den
Schienen 178, 178 herunter und längs der Schienen 53, 53 in die in Fig. i i gestrichelt
dargestellte Stellung zu schieben.
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Beim Einfahren des Wagens 34 in die Einlaßkammer muß natürlich die
äußere Verschlußtür 37 der Kammer 31 offen sein, und während die äußere Verschlußtür
37 offen ist, muß die innere Verschlußtür 52 geschlossen sein. Sobald der beladene
Wagen 34 die in Fig. i i gestrichelt dargestellte Stellung in der Vorkammei 31 einnimmt,
wird die äußere Verschlußtür 37 hinter ihm geschlossen. Beim Einfahren des Wagens
34 in die Vorkammer 31 befindet sich der Kolben 93 in seiner zurückgezogenen Stellung,
während sein federbeaufschlagter Arm 96 die in Fig. i i gestrichelt dargestellte
Stellung einnimmt. Eine weiter fortgesetzte Bewegung des Wagens 34 in die Einlaßkammer
31 bringt den Wagen in Berührung mit der Schrägfläche des Armes 96, der durch den
Wagen beim Darüberhinwegfahren abwärts gedrückt wird, dann aber nach aufwärts federt,
um sich gegen die hintere Stirnseite des Wagens zu legen, wie Fig. i i zeigt.
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Während der Wagen 34 aus der Mittelkammer 32 des Autoklavs in die
Auslaßkammer 33 sich vorschiebt, ist die innere Tür 52 der Auslaßkammer 33 offen,
und die äußere Tür 37 ist geschlossen. Sobald der Wagen 34 die in Fig. 12 gestrichelt
dargestellte Stellung in der Auslaßkammer 33 einnimmt, wird die innere Tür 52 hinter
dem Wagen, geschlossen, und die äußere Tür 37 vor dem Wagen wird geöffnet. Es sind
viele Lücken in den Schienen 53, 53 und viele Lücken zwischen den Schienen 53, 53
und den Schienen 166, 166 sowie zwischen den Schienen 153, 153 und den Schienen
178, 178 vorhanden. Um ein stoßfreies Fahren des Wagens 34 über diese Lücken
zu erzielen, ist der Wagen 34 mit einem Satz von sechs Rädern an Stelle von vier
Rädern ausgerüstet, wobei der Radabstand so groß ist, daß wenigstens - vier Räder
ständig fest auf den Schienen stehen.
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Jedes Behandlungsmittel wird vorzugsweise durch ein besonderes Leitungssystem
hindurchgeführt, dessen Rohrnetz innerhalb der Kammer 32 gelegen und angeordnet
ist (Fig. i und 2), um seitlich auf Abstand gestellte Sprühdüsenrohre zu bilden.
Die Farbflotte wird durch eine Wärmevorrichtung geleitet, die die Flotte auf die
gewünschte Temperatur erwärmt, und wird dann mittels einer Pumpe den Sprühdüsen
bei höherem Druck als Außenluftdruck zugeführt. Die anderen Behandlungslösungen,
z. B. die beim Waschen, Spülen usw. verwendeten Lösungen, werden in ähnlicher Weise
geleitet und von den Sprühdüsen bei erhöhter Temperatur und Druck versprüht. Der
gesamte Innenraum der Kammer 32 ist durchweg mit einem heißen Dampf von höherem
Druck als Außenluftdruck gefüllt, so daß sich die auf Formen aufgezogenen Waren
aus Kunstfäden zu der geformten Gestalt verfestigen können. Die Sprühdüsen sind
natürlich so angeordnet, daß der aus den Düsen austretende Sprühstrahl jeden Teil
des zu behandelnden Strumpfes erreicht. Der Überschuß an versprühtem Behandlungsmittel
sammelt sich in den Bodenbecken der verschiedenen Kammern, von wo das Mittel in
gelöster Form abgezogen wird. Die überschüssige Farblösung wird dem Vorratsbehälter
der Farbflotte zugeführt, in der die Flotte auf Güte, Konzentration und Menge regelmäßig
geprüft wird und gewünschtenfalIs zusätzliche Farblösungen zugegeben werden. Soll
die Vorrichtung aus irgendeinem Grunde schnell gekühlt werden, so kann der Innenraum
des Autoklavs mittels entsprechender Einrichtungen, z. B. der Kaltwasserleitungen
47, 147, mit kaltem Wasser besprüht werden.
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Zahl und Größe der verschiedenen Einzelkammern der Hauptkammer 32
des Autoklav s sind veränderlich. Beispielsweise können die Tafeln 122, 123 und
124 irgendeiner Zwischenwand völlig herausgenommen werden, so daß eine Kammer weniger
in dem Autoklav -vorhanden ist, oder es kann ein weiterer Satz von Tafeln eingebaut
werden, um mit einer feststehenden Platte 114 eine weitere Kammer zu bilden. Die
Zwischenwände können auch in anderer Weise, wie in der Zeichnung .dargestellt, aufgestellt
werden, um die Größe der in dem Autoklav befindlichen Kammern zu ändern. Sobald
die .Größe und/oder die Zahl der Kammern geändert wird, müssen natürlich auch entsprechende
Änderungen in den Spritzdüsen vorgenommen werden. An Stelle einer großen Kammer
können auch mehrere kleinere Kammern zur Durchführung einer einzigen Behandlung
dienen.
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Beim Aufrichten der Tafeln 122, 123 und 124 zu einer Zwischenwand
müssen die Dichtungen 129 fest gegen die Innenwand von Kammer 32 durch Anziehen
der Schraubenbolzen 132 und der Spannbolzen 137 gedrückt werden. Die Zwischentafel
124 ist abnehmbar, so daß sie durch eine andere Tafel ersetzt werden kann, die zu
einer abweichend gestalteten Warenform paßt. Wenn die Strümpfe oder die anderen
Waren durch die Tafeln 124 hindurchgeführt werden, trennen sie die Kammern völlig
voneinander ab.
Da ein beladener Wagen 34 seinen nächstfolgenden
Wagen in die Stellung fährt, in der er durch die Treiber 103 des endlosen Kettenförderers
97 erfaßt wird, und zwar am gleichen Zeitpunkt, an dem der unmittelbar vorausgehende
Wagen in die Stellung gefahren wird, in der er durch den. Arm 113 erfaßt
wird, der fest an dem innerhalb der Auslaßkammer 33 arbeitenden Zugkolben i i i
sitzt, erfordert die Vorrichtung die Verwendung mehrerer Wagen 34, die sich in Tandemart
längs einer endlosen Bewegungsbahn durch den eigentlichen Autoklav hindurchbewegen.
Es brauchen jedoch nicht alle Wagen mit den zu behandelnden Gegenständen beladen
zu sein. Die unbeladenen Wagen dienen dabei zum Vorschub des vorausgehenden und
des folgenden Wagens in den richtig abgestimmten Zeitfolgen.
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Beim Betrieb der beschriebenen Vorrichtung werden vor dem Einfahren
der zu behandelnden Waren in die Hauptkammer 32 des Autoklavs die verschiedenen
Behandlungsmittel, mit denen die Waren behandelt werden, in feinverteilter Form
bei der erforderlichen erhöhten Temperatur und bei erhöhtem Druck in die einzelnen
Kammern der Hauptbehandlungskammer eingesprüht, so daß der ganze Innenraum dieser
Kammer mit einem heißen Dampf gefüllt ist, der die Waren für dauernd in die durch
die Tragrahmen bestimmte Gestalt umformt. Bei diesem Einsprühen des Behandlungsmittels
in die Kammer 32 müssen natürlich die inneren Verschlußtüren 52, 52 geschlossen
sein. Sie werden dicht an die zugehörenden Durchlässe durch den hohen Druck des
in dieser Kammer 32 befindlichen dampfförmigen Mittels gepreßt, um die Kammer von
der Außenluft luftdicht abgeschlossen zu halten.
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Bei dieser zu Anfang erfolgenden Innenfüllung des Autoklavs sind die
äußeren Verschlußtüren 37 der Einlaßkammer 31 offen, damit ein beladener
Wagen 34 in diese Einlaßkammer einfahren kann. Der Wagen 34 wird in die Einlaßkammer
3 1 mittels des Kolbens der Druckvorrichtung 184 eingeschoben. Sobald der
Wagen 34 völiig innerhalb der Einlaßkammer 31 liegt, wird die äußere Verschlußtür
37 der Kammer mittels der beschriebenen Vorrichtung geschlossen, und der Innenraum
dieser Vorkammer 31 wird dann mit Dampf von einem Druck beschickt, der im wesentlichen
gleich dem Druck des in der Hauptkammer 32 des Autoklavs befindlichen Dampfes ist:
Sobald die innerhalb der Kammern 31 und 32 herrschenden Drücke gleich sind, wird
die innere Verschlußtür 52 geöffnet, worauf der betreffende Wagen 34 durch den Kolben
93 in die Kammer 32 eingeschoben wird, in der er von dem Kettenförderer 97 erfaßt
und fortlaufend durch die verschiedenen Kammern der Hauptbehandlungskammer 32 des
Autoklavs gefördert wird.
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Nachdem der Wagen aus der Einlaßkammer 3 i in die Hauptkammer 32 geschoben
worden ist, wird die innere Verschlußtür 52 wieder geschlossen, der Innendruck wird
aus der Vorkammer 31 abgelassen (zur Außenluft oder zu einer anderen Verwendungsstelle),
und die äußere Verschlußtür 37 wird dann wieder geöffnet, damit ein zweiter Wagen
in der gleichen Weise wie beschrieben in die Einlaßkammer 3 1 einfahren kann
und dann anschließend in die Kammer 32 geschoben wird, ohne daß eine Verminderung
des Innendruckes der Hauptkammer 32 erfolgt.
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Die innere Verschlußtür 52 wird natürlich nur geöffnet, sobald die
äußere Verschlußtür 37 geschlossen ist und die dazwischenliegende Kammer mit Dampf
von einem in der Hauptkammer des Autoklavs herrschenden Druck gefüllt ist; und die
äußere Verschlußtür 37 wird nur geöffnet, wenn die innere Verschlußtür geschlossen
ist und der in der dazwischenliegenden Kammer herrschende Druck auf den Außenluftdruck
vermindert ist. Die gleichen Vorschriften gelten für die Einlaßkammer 3 i und die
Auslaßkammer 33: Sobald ein Wagen der Wagenreihe in die Kammer 32 eingeschoben wird,
erfolgt seine Verriegelung mit dem unmittelbar vorhergehenden Wagen. Diese Verriegelung
bleibt bestehen, bis der Wagen in die Stellung gezogen wird, in der er von dem Kettenförderer
97 erfaßt wird. Sobald ein Wagen der von diesem Kettenförderer 97 vorgeschobenen
Wagenreihe sich dem Auslaßende der Kammer 32 nähert, öffnet sich die am Auslaßende
gelegene innere Verschlußtür 52 unter der Einwirkung der beschriebenen Vorrichtungen,
und der Wagen wird mittels des Kolbens i i i der Zugvorrichtung io8 völlig in die
Auslaßkammer 33 gezogen, die mit Dampf beschickt wurde, der den gleichen Druck hat
wie der Dampf des eigentlichen Autoklavs. Dann wird die Verschlußtür 52 wieder geschlossen,
der Innendruck der Auslaßkammer 33 wird abgelassen (zur Außenluft oder zu einer
anderen Verwendungsstelle), und die am Auslaßende der Auslaßkammer gelegene äußere
Verschlußtür 37 wird geöffnet, damit der Wagen mittels des Zughakens 151 der Druckvorrichtung
148 herausgezogen werden kann, die den beladenen Wagen 34 auf den Verschiebewagen
154 zieht.
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Dieser Verschiebewagen 154 verschiebt sich längs den Querschienen
156, 156 vor und zurück, um nacheinander die verschiedenen beladenen Wagen
34 von einer Stellung, die mit dem Gleis 53, 53 ausgerichtet ist, in eine seitlich
verschobene Stellung zu bringen, die mit den außenliegenden Fördergleisen 166, 166
ausgerichtet ist, auf denen die beladenen Wagen 34 nacheinander mittels des Kolbens
164 der Vorrichtung 162 vorgeschoben werden.
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Die verschiedenen Wagen werden dann nacheinander längs der äußeren
Gleise 166, 166 durch die Trockenzone, die Abstreifzone und die Aufziehzone hindurch
zuerst mit einer verminderten Geschwindigkeit und dann mit erhöhter Geschwindigkeit
zu der Stelle geführt, an der die beladenen Wagen auf den Verschiebewagen
179 geschoben werden, der durch den Kolben der Druckvorrichtung
183 längs der Quergleise 181, 181 vor und zurück gefahren wird. Die verschiedenen
beladenen Wagen 34 werden infolgedessen nacheinander so aufgestellt, daß
sie
durch den Kolben der Druckvorrichtung 184 in die Einlaßkammer 31 des Autoklavs eingeschoben
werden.
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Es sei darauf hingewiesen, daß sich die Wagen 34 fortlaufend bewegen,
daß die Vorrichtung als Ganzes so abgestimmt ist, daß die Stellung jedes Wagens
an einem bestimmten Zeitpunkt während des Arbeitens der Vorrichtung durch den nächstfolgenden
Wagen 34 innerhalb eines bestimmten Zeitabschnitts eingenommen wird, und daß das
Arbeiten der Verschlußtüren 37, 37 und 52, 52 sowie das Auslassen von Druck aus
der Einlaßkammer 3 i und der Auslaßkammer 33 sowie das Einführen von Druck in diese
Kammern zu der Bewegung der Wagen 34 richtig abgestimmt sein muß.
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Ein bedeutender Vorteil beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist darin zu sehen, daß die beschriebene Vorrichtung das »Vorverformen« der aus
Kunstfäden gestrickten Waren im aufgezogenen Zustande im Laufe der in der Vorrichtung
erfolgenden Behandlung erleichtert. Für gewöhnlich erfolgt das Vorformen in der
Zeit, während der die auf Formen aufgezogenen Waren in der zur Hauptbehandlungskammer
32 des Autoklavs führenden Einlaßkammer sich befinden, die selbst ein Autoklav bildet,
dessen Innenraum mit Dampf oder einem anderen dampfförmigen Mittel unter höherem
Druck als Außenluftdruck und von so hoher Temperatur gefüllt ist, daß das Verformen
der Warenmaschen zn einer Dauerform erfolgt.
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Da der Druck und die Temperatur der in die Hauptkammer des Autoklavs
eingesprühten verschiedenen Behandlungsmittel im wesentlichen gleich dem Druck und
der Temperatur der in die Einlaßkammer (und in die Auslaßkammer) eingeführten Druckströmungsmittel
sind, kann die Verformung an jeder gewünschten Stufe während der durch den Autoklav
hindurch erfolgenden Verschiebung der aufgezogenen Waren beendet werden. Gewünschtenfalls
kann die Verformung während der Zeit durchgeführt werden, während der die Waren
zeitweilig in der Einlaßkammer eingeschlossen sind, also vor dem Verschieben der
Waren in die Hauptbehandlungskammer 3a des Autoklavs. In der Einlaßkammer kann aber
auch eine nur teilweise Vorformung erfolgen, die dann in der einen oder der anderen
Einzelkammer der Hauptbehandlungskammer beim Durchgang der Waren beendet wird. In
bestimmten Fällen kann die Vorformung während des Waschens beendet werden, während
in anderen Fällen die Beendigung der Vorformung bis zu einer späteren Behandlungsstufe
der Waren in der Kammer 32 hinausgeschoben wird, beispielsweise bis zum Spülen oder
Färben der Waren. In jedem Falle erfolgt die Beendigung der Vorformung der Waren
während der Verschiebung der Waren durch den unter gleichförmigem Druck gehaltenen
Innenraum des Autoklavs und während die Waren auf Formen aufgezogen sind, um nacheinander
verschiedenen Behandlungsmitteln ausgesetzt zu werden. Die einmal aufgezogenen Gegenstände
oder Waren bleiben während der gesamten Behandlung, der sie unterworfen werden,
aufgezogen und werden von ihren Tragformen erst abgestreift, wenn sie völlig fertigbearbeitet
und zum Etikettieren und Verpacken getrocknet sind.
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Wenn es auch unnötig ist, einen genauen Punkt festzusetzen, an dem
die »Vorformung« der Ware innerhalb des Autoklavs völlig beendet ist, solange dieses
Vorformen vor dem Ausfahren der Ware aus der Auslaßkammer des Autoklavs erfolgt,
kann dieser Punkt, an dem die Vorformung beendet ist, auf Wunsch zeitlich früher
oder später gelegt werden, z. B. durch Änderung der Durchgangsgeschwindigkeit der
aufgezogenen Waren durch den Autoklav hindurch oder durch Änderung des Druckes und
der Temperatur der den verschiedenen Kammern des Autoklavs zugeführten Mittel, wobei
die Durchgangsgeschwindigkeit der Waren durch den Autoklav hindurch auf einer vorbestimmten
feststehenden Größe gehalten wird. Vorzugsweise werden bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung fließende Mittel verwendet, die bei Drücken von 0,35 biss 3,5
kg/cm-' über Atmosphärendruck eingeführt werden und Temperaturen von ro5 bis r5o°
C besitzen. Natürlich nimmt die zum Verfestigen der Ware erforderliche Zeit mit
der Druck-und Temperaturzunahme der verwendeten Behandlungsmittel ab, und umgekehrt,
Zoobei, wie oben ausgeführt, die Gesamtbehandlungszeit der aufgezogenen Waren innerhalb
der Kammern so geändert werden kann, wie es durch die Änderung des Druckes und der
Temperatur der fließenden Mittel oder durch die Änderung der Durchgangsgeschwindigkeit
der Waren durch den Autoklav hindurch erforderlich ist.
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Der Autoklav ist mit Vorrichtungen (nicht dargestellt) ausgerüstet,
die die Temperatur der in die Hauptkammer 32 eingeführten Behandlungsmittel und
auch den Druck der Behandlungsmittel regeln. Außerdem sind. Vorrichtungen (nicht
dargestellt) vorgesehen, die den Druck des in die Einlaßkammer 3 r und in die Auslaßkammer
33 eingeführten Dampfes regeln, so daß dieser Dampf unter einem Druck eingeführt
werden kann, der gleich dem Druck der in der Hauptkammer 32 befindlichen Behandlungsmittel
'ist. Als Sicherheitsvorrichtungen können Druckablaßventile (nicht dargestellt)
vorgesehen sein.