DE2812374A1 - Presse mit drei pressentischen und verfahren zum betrieb derselben - Google Patents
Presse mit drei pressentischen und verfahren zum betrieb derselbenInfo
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Description
DR.-ING. WALTER ABITZ DR. DIETER F. MORF DIPL.-PHYS. M. GRITSCHNEDER
Patentanwälte
Machen. 21. Μ^ΓΖ 1978
Postanschrift / Postal Address Postfach 860109, 8O0O München 86
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Telex: (O) 623992
779 4-92
NEFF-PERKINS COMPANY
P.O. Box 550, Painesville, Ohio 44077,
V.St.A.
Presse mit drei Pressentischen und Verfahren zum
Betrieb derselben
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Massenherstellung von vulkanisierten Gummigegenständen
und insbesondere zu Verbesserungen in einer drei Pressentische aufweisenden Spritz- und Druckpresse und/oder
Presspritzmaschine, durch welche die Fertigungsgeschwindigkeit
erheblich vergrössert wird.
Bisher entsprach es der gängigen Praxis, Formpressen mit drei Pressentisehen und dgl. zur Fertigung von kleinen vulkanisierten
Gummigegenständen zu verwenden, wobei derartige Pressen zwei getrennte Vulkanisierformen aufweisen. Vor dieser Erfindung
wurden die mit drei Pressentischen ausgestatteten Pressen unter Verwendung eines Zyklusses eingesetzt, gemäss welchem beide
Formen für eine Zeitspanne, beispielsweise 1 bis 3 Minuten, offen gehalten wurden, um eine Entnahme, Reinigung, Beschichtung
und Beschickung zu gestatten, worauf die Formen geschlossen und während 3 oder mehr weiterer Minuten unter einem hohen
Druck gehalten wurden, um den Gegenstand in den gewünschten elastischen Zustand zu vulkanisieren. Während dieser Formungsperiode wurden bei Druckpressen beide Formen zusammengestossen,
indem der hohe Druck zeitweilig verringert und erneut angewandt wurde, um Fehler als Folge eingeschlossener Gase zu beseitigen.
Beide Formen wurden in der gleichen Stufe im Formverfahren entweder geöffnet oder geschlossen.
Obgleich Pressen mit drei oder mehr Pressentdschen wirtschaftlicher
arbeiten als Pressen mit zwei Pressentischen, wurden Pressen mit drei Pressentischen und zwei Formen nicht an das Spritz-Beschickungsverfahren
angepasst.
Die vorliegende Erfindung macht es möglich, die für die Herstellung
von Guramigeg en ständen in handelsüblichen Druckpressen nrit
drei Pressentischen erforderliche Zeit um mindestens 30 % zu verringern, ohne
dass eine Beeinträchtigung der Qualität und eine Vergrösserung der erforderlichen Arbeit notwendig ist. Die Erfindung ist besonders
vorteilhaft bei Druckpressen, da sie lediglich einfache, vergleichsweise kostengünstige Verbesserungen in den vor-
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handenen Pressen erfordert und sich zur Verwendung seitens Produzenten mit bescheidenen Mitteln eignet. Sie behält die
Verfahrensweise mit "Zusammenstossen" bei, die zur Erzeugung
von Gegenständen höchster Qualität erforderlich ist und liefert einen einfachen, verlässlichen Vulkanisierzyklus, der
leicht zur Erzeugung der Gummigegenstände verwendet werden kann, die gegenwärtig auf den üblichen Vulkanisierpressen
mit drei Pressentischen hergestellt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren unterscheidet sich vom üblichen Verfahren darin, dass die Formen ausser Phase sind,
wobei eine Form entladen und erneut beschickt wird, während die andere Form in geschlossener Stellung verriegelt ist und die
Gegenstände vulkanisiert werden. Ein hoher Druck wird durch den Stempel auf jede Form nur während der Anfangsphase des
Vulkanisisrzyklusses ausgeübt. Der ungewöhnliche Zyklus hat darüberhinaus eine kürzere optimale Vulkanisierzeit zur Folge,
so dass die GesamtZykluszeit für ein bestimmtes Erzeugnis
an einer bestimmten Presse drastisch verringert werden kann, beispielsweise um 50 % oder mehr. Da jede Form während einer
kürzeren Zeitspanne geöffnet ist, ist es möglich, die Formtemperaturen zu erhöhen und dadurch den Vulkanisierzyklus
zu verkürzen.
Verschiedene Anlagen können mit einer mit drei Pressentischen ausgestatteten Presse bei der Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens verwendet werden. Vorzugsweise wird eine vorhandene Druckpresse abgeändert, indem eine besondere,zwei
Keile aufweisende Verriegelungsanordnung damit verwendet wird, die eine getrennte, kraftbetriebene Verriegelungsvorrichtung
jeweils in der Nähe des oberen und unteren Pressentisches aufweist,
um selektiv die Formabschnitte beider Formen festzuklemmen oder zu verriegeln. Eine derartige Verriegelungsvorrichtung
kann beispielsweise einen hin- und herbeweglichen Keil aufweisen, der an einer Kolbenstange eines Arbeitszylinders
zur Bewegung in und ausser verriegelnder Anlage an einem sich verjüngenden Keil-Block befestigt ist. Übliche elektrische
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und hydraulische Einrichtungen können verwendet werden, um
den Betrieb der kraftbetätigten Verriegelungsvorrichtung zum gewünschten Zeitpunkt zu veranlassen, und das System
kann halb-automatisch sein.
Bei einer typischen erfindungsgemässen Maschine wird die obere
kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung vorgeschoben, während die untere kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung zurückgezogen
wird, so dass eine Form zur Öffnung freigegeben wird, während die andere in einer geschlossenen Stellung verriegelt
wird. Wird den Formen ein hoher Druck zugeführt, so werden die Verriegelungsvorrichtungen vorzugsweise betätigt, um die
Formhälften einer Form zu verriegeln und die Formhälften der anderen Form zu entriegeln, bevor der Stempel abgesenkt wird.
In einem typischen erfindungsgemässen Zyklus (siehe Fig. 5)
wird die obere Vulkanisierform für eine Zeitspanne von beispielsweise 30 bis 60 Sekunden offengehalten, die ausreicht,
um die Entnahme der vulkanisierten Gummigegenstände zu gestatten,
das Reinigen und/oder Beschichten der Formflächen, die erneute Beschickung mit Einsätzen, falls dies notwendig ist,
und das Beschicken der Formhohlräume (bei Druckformen) mit vorgegebenen Mengen unvulkanisierten Gummis. Dies ist die
"Form offen"-Phase des Zyklusses. Während die obere Form geöffnet ist, ist die untere Form in geschlossener Stellung verriegelt
und wird beheizt, um die Behandlung oder Vulkanisierung der Gummigegenstände in ihren Formhohlräumen fortzusetzen. Nachdem
die obere offene Form erneut mit unvulkanisiertem Gummi beschickt
wird, wird der Stempel zum Schliessen der Form vorgeschoben und die Form wird einmal oder mehrmals "zusammengestossen"
und beispielsweise einem Druck von 103-bar bis 206 bar (15OO bis 3OOO psi) während einer kurzen Formungsperiode, beispielsweise
15 bis 30 Sekunden, ausreichend lange ausgesetzt, um den unvulkanisierten Gummi die gewünschte Form zu geben und
eingeschlossene Gase zu beseitigen. Während der Ausübung des hohen Drucks wird die kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung
betätigt, um die frisch beladene Form in geschlossener Stellung
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zu verriegeln und die andere Form zu entriegelnο Der Stempel
wird anschliessend zurückgezogen, um die genannte andere Form in eine offene Stellung zur Entnahme der Gegenstände, zur
Reinigung und zur erneuten Beschickung in der vorausgehend beschriebenen
Weise zu bewegen.
Bei Verwendung einer Zeitspanne von 50 Sekunden zum Entladen
und erneutem Beschicken einer jeden Form und einer Zeitspanne von 20 Sekunden für jeden Hochdruck-IOrmvorgang, ist es möglich,
Gummigegenstände von Spitzenqualität unter Verwendung einer Zykluszeit von etwa 140 Sekunden zu erzeugen oder etwa
der halben Zeit, die zur Erzeugung der gleichen Gummigegenstände auf der gleichen Presse unter Verwendung des handelsüblichen
-vor der Erfindung eingesetzten Verfahrens erforderlich war. Die Erfindung verringert nicht nur die Zykluszeit,
sondern hat auch weitere wichtige Vorteile. Sie ermöglicht eine verbesserte Temperatursteuerung und eine gleichmässigere
Qualität der hergestellten Gummigegenstände. Das Verfahren tendiert dazu, beim Vulkanisieren auftretende Schwierigkeiten
so klein wie möglich zu machen, da weniger Gefahr eines zu starken Vulkanisieren besteht. Ferner ist die Arbeitslast
für die Bedienungsperson leichter im Gleichgewicht zu halten als beim üblichen Verfahren.
Die Erfindung eignet sich ebenso für Spritzpressen mit drei oder mehr Pressentischen. In solchen Fällen muss die Spritzeinheit
von Form zu Form bewegt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist ferner wegen seiner Vielseitigkeit
von Vorteil. Da die obere Form unabhängig von..der unteren Form behandelt werden kann, ist es möglich, verschiedene
Arten von Gummierzeugnissen in jeder Form zu formen.
Ferner kann der beim "Zusammenstossen" an der unteren Form
ausgeübte--'Druck sich von jenem an der oberen Form verwendeten
unterscheiden.
Weitere Ziele der Erfindung liegen darin, die Herstellungs-
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kosten der geformten Gummierzeugnisse und dgl. zu verringern,
den Betrieb der Formmaschinen mit drei Pressentisehen zu verbessern
und ein wirksameres, verlässlicheres und vielseitigeres Verfahren zum Betrieb solcher Maschinen zur Verfugung
zu stellen.
Diese und weitere Ziele, Anwendungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich für den Fachmann aus den Zeichnungen» der Beschreibung
und den Ansprüchen.
In den Zeichnungen zeigen:
I1Xg. Λ eine Seitenansicht im verkleinerten Masstab, die eine
erfindungsgemässe hydraulische Formpresse darstelltr wobei
die Presse bei geöffneter oberer Form gezeigt ist,
Fig. 2 einen Aufriss in Richtung der Pfeile 2-2 der Fig. 1 und im gleichen Masstab,
Fig. 2A eine Teildarstellung eines Abschnitts der Fig. 2
im grösseren Masstab,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 1,
Fig. 4-A einen der Fig. 2 ähnlichen Aufriss in kleinerem Massstab, der die Stellung der Teile bei oberer geöffneter Form
und unterer geschlossener Form angibt, wobei die Verriegelungsvorrichtung für die obere Form in ihrer zurückgezogenen
gelösten Stellung dargestellt ist, während die Verriegelungsvorrichtung für die untere Form in ihrer vorgeschobenen Verriegelungsstellung
gezeigt ist, . .
Fig. 4-B einen Aufriss im gleichen Masstab wie in Fig. 4A,
der die Stellung der Teile darstellt, wenn der Stempel hochgefahren ist, um Druck auf beide Formen auszuüben, wobei die
Verriegelungsvorrichtung für die obere Form in ihrer zurückgezogenen gelösten Stellung dargestellt ist,
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Fig. 4-C einen Aufriss der Presse, der die Teile in ihren
Stellungen zeigt, wenn die Verriegelungsvorrichtung für die obere Form in die Verriegelungsstellung vorgeschoben ist,
sich die untere Form in offener Stellung befindet und die Sicherheits-Sperrvorrichtung in ihrer Betriebsstellung zur
Halterung des mittleren Pressentisches, ist,
Pig. 4-D einen der Fig. 4B ähnlichen Aufriss, der jedoch die
Verriegelungsvorrichtung für die obere Form in ihrer Betriebsstellung darstellt und die Verriegelungsvorrichtung für die
untere Form in zurückgezogener Stellung, und
Fig. 5 ein Diagramm, das die Betriebsfolge für die obere und
die untere Form und den Vulkanisierzyklus darstellt.
Es wird insbesondere auf die Fig. 1 bis 3 der Zeichnungen Bezug genommen, die im wesentlichen masstabsgetreu gezeichnet
sind und in denen gleiche Teile in den verschiedenen Ansichten durch gleiche Bezugszeichen bezeichnet sind, wobei eine mit
drei Pressentischen ausgestattete Spritz- und Vulkanisierpresse dargestellt ist, die zur Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens besonders abgeändert wurde.
Die hydraulische Presse A hat ein Haupt-Ünterteil 1, das am
Boden f befestigt ist, sowie einen horizontalen Pressenkopf 2, der starr durch vier vertikale Führungssäulen 3 oberhalb des
Unterteils befestigt ist. Ein oberer Pressentisch 4- ist mit dem Pressenkopf 2 starr in einer festliegenden horizontalen
Stellung verbunden. Die Presse hat einen freibeweglichen
Pressentisch 5 und einen unteren Pressentisch 6, die in
horizontaler Stellung befestigt sind und durch die Säulen 3 vertikal beweglich geführt werden, wobei der untere Pressentisch
6 gemeinsam mit dem Stempel 7 aufwärts und abwärts beweglich
ist. Eine obere Form 8 ist zwischen den Pressentischen 4- und 5 angeordnet und eine untere Form 9 liegt zwischen den
Pressentischen 5 und 6. Die obere Form hat einen stationären oberen Formabschnitt 8a, der starr mit dem Pressentisch 4·
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verbunden ist, und einen unteren Formabschnitt 8b, der starr
an der Oberseite des freibeweglichen Pressentiscb.es 5 zur
Bewegung derselben befestigt ist. Die untere Form 9 ist im wesentlichen wie die obere Form ausgebildet und hat einen
oberen Formabschnitt 9a, der starr mit der Unterseite des
Pressentisches 5 verbunden ist und einen unteren Formabschnitt
9b, der starr mit der Oberseite des unteren Pressentisches 6 verbunden ist. Die oberen und unteren Abschnitte der Form 9
bewegen sich somit jeweils gemeinsam vertikal mit den Pressentischen 5 und 6.
Das Unterteil 1 hat einen üblichen Aufbau und enthält einen Arbeitszylinder 11 mit einem vertikal hin- und herbeweglichen
Stempel 7, wobei der Arbeitszylinder stationär am Boden f
mittels eines Fussteils 13 mit rechteckförmigem Umfang befestigt
ist. Druckfluid wird dem Arbeitszylinder 11 durch eine Druckzuführleitung 14 zugeführt, die mit dem Unterteil 1 mittels
eines üblichen Anschlusselements 15 lösbar verbunden ist.
Die vorausgehend beschriebenen Teile der Presse sind in üblicher Weise ausgeführt und es können auch verschiedene andere
übliche Druckpressen mit drei Pressentischen abgeändert und zur Durchführung der Erfindung verwendet werden. Vie dargestellt,
hat jede der vier Führungssäulen 3 einen oberen Endabschnitt
16 mit verringertem Durchmesser, der sich durch den Pressenkopf 2 erstreckt und am oberen Ende mit einem Aussengewinde
versehen ist, das eine sechseckige Mutter 17 aufnimmt.
Jede Säule hat ferner einen unteren Endabschnitt 18 mit verringertem Durchmesser, der sich durch eine zylindrische Öffnung
in einem der Eckabschnitte 12 des Unterteils erstreckt und der an seinem Ende mit einem Aussengewinde zur Aufnahme einer
sechseckförmigen Mutter 19 versehen ist. Jede Säule ist an den Enden der Abschnitte 16 und 18 mit verringertem Durchmesser
mit Schultern 21 und 22 versehen, so dass jede Führungsäule 3 starr mit dem Pressenkopf 2 und dem Abschnitt 12 des Unterteils
1 verbunden ist, wenn die Muttern 17 und 19 angezogen werden.
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Eine Sicherheits-Sperrvorrichtung 10 ist vorhanden, um den Pressentisch
5 aufzufangen, falls er während des Entladens und . Beschiekens der unteren Form 9 herabfallen sollte. Die Sperrvorrichtung
10 enthält einen vertikalen Stab 24, der an seinem unteren Ende an einer Schwenkachse 25 befestigt ist,
•die von einem- gegabelten Halteelement 26 getragen wird, das
am Unterteil 1 befestigt ist- Der obere Endabschnitt 27 ctes
Stabs 24 ist mit einer Zugfeder 28 verbunden, die an einem
Ende am Pressenkopf 2 befestigt ist. Ein kanalförraiges Ansehlagelement
29ι das am Pressenkopf 2 befestigt ist, stellt
eine !Führung für den Stab 24 bei seinem Einwärts-und Auswärts
Verschwenken dar, wobei die Auswärtsbewegung durch den Endabschnitt
29a begrenzt wird.
Der Stab 24 hat einen breiten mxttigen Nackenabschnitt 31
und eine schräge Nackenfläche 32, die sich zwischen dem breiten
und dem schmalen Abschnitt des Stabs erstreckt, sowie eine flache, schräge Schulter 33^ am entgegengesetzten Ende
des Hockenabschnitts 31» eine flache vertikale Nockenfläche
34, die sich zwischen den Flächen 32 und 33 erstreckt und
in Anlage an eine vom unteren Pressentisch 6 getragene Nackenrolle 35 und eine vom freiweglichen Pressentisch 5 getragene
Nockenrolle 37 treten kann. Die Rolle 35 ist drehbar an
einem gegabelten Halteelement 36 befestigt, das starr mit
dem unteren Pressentisch zur gemeinsamen Bewegung hiermit verbunden ist.
In ähnlicher Weise ist die Nockenrolle 37 drehbar um eine horizontale Achse zwischen den gegenüberliegenden rechteckförmigen
Seitenabschnitten 38 einer gegabelten Führungsvorrichtung gelagert, die von einem Halteelement 39 (Fig. 3)
nach aussen ragt. Das Halteelement 39 ist starr mit dem Pressentisch
5 zur gemeinsamen Bewegung hiermit verbunden und hat
eine Schwalbenschwanzverbindung 41 zur Halterung eines lösbaren
Sperrelements 42, das in einer festliegenden Stellung unter der Nockenrolle 37 (Fig. 2) befestigt ist. Das Sperrelement
ist derart ausgebildet, dass es eine Schulter mit
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einer flachen Schrägflache 43 aufweist, die parallel zur
Fläche 33 des Sperr-Stabs liegt. Die Fläche 43 passt auf
die Fläche 33 und das Sperrelement 42 ist derart ausgebildet,
dass der Sperrstab gemäss Fig. 4-C in eine Sperrstellung
einschwenken kann.
•Fig. 4A zeigt die Stellung des Sperrstabs 24, wenn sich der
Pressentisch 5 in seiner unteren Stellung befindet. Zu diesem Zeitpunkt erfasst die Nockenrolle 37 die flache Nockenfläehe
34- des Sperrstabes, der durch die Zugfeder 28 gegen die
Nockenrolle 37 gedruckt wird. Gleichzeitig ist die Nackenrolle 35 des unteren Pressentisches gemäss Fig. 2 ausser
Anlage mit dem Sperrstab.
Wird der Stempel angehoben, um beide Formen 8 und 9 gegen ihre Schliesslage zu bringen, und den unteren Pressentisch 6
gegen seine obere Stellung anzuheben, so rollt die Nockenrolle 35 längs der Nockenfläche 32 nach oben, um den Sperrstab 24
nach aussen zu verschwenken und setzt dann die Bewegung längs der Nockenfläche 34- in die in Fig. 4B gezeigte Stellung fort.
Zu diesem Zeitpunkt ist das Sperrelement 42 im Abstand vom Sperrstab von diesem gelöst angeordnet, wie aus jener Figur
ersichtlich ist.
Fig. 4C zeigt die Stellung der Teile, wenn der untere Pressentisch 6 in seine unterste Stellung zurückgeführt wird. Zu
diesem Zeitpunkt ist die Nockenrolle 35 ausser Anlage mit dem Sperrstab und die Nockenrolle 37 ist bei 33 oberhalb der Schul
ter und ausser Anlage mit dem Sperrstab, so dass die Feder 28 die Fläche 33 veranlasst, sich unter die Sperrfläche. 43 des Sperrelements
zu erstrecken.
Wird der untere Pressentisch 6 anschliessend gemäss Fig. 4D angehoben, so erfasst die Nockenrolle 35 den Nockenabschnitt y
des Sperrstabs und verschwenkt diesen nach aussen, um ihn vom Sperrelement 42 zu lösen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Sperrstab
24 vom Sperrelement 42 gelöst, so dass dem Absenken des
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Pressentisches 5 kein Hindernis entgegensteht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung verwendet eine einzigartige,
mit zwei Keilen arbeitende Verriegelungsvorrichtung 20, die auf einer üblichen Bauart einer hydraulischen Formpresse
befestigt werden kann, um den Einsatz der Presse bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zu gestatten.
Diese Verriegelungsvorrichtung 20 enthält eine obere und eine untere kraftbetriebene Verriegelungsvorrichtung 40 bzw. 50,
die im wesentlichen identisch ausgebildet sein können. Wie dargestellt, befindet sich jede der kraftbetriebenen Verriegelungsvorrichtungen
in einer länglichen kraftbetriebenen Einheit, die in horizontaler Stellung an einer Seite der Presse
liegt und doppelt-wirk ende Arbeitszylinder 44· und 45 von im
wesentlichen gleicher Konstruktion enthält, die stirnseitig aneinander liegen, wobei ihre Kolbenstangen 46 sich in entgegengesetzten
Eichtungen nach aussen erstrecken. Die Enden der Arbeitszylinder sind starr mit L-förmigen Befestigungsplatten
51 verbunden, die starr in festliegenden Stellungen an langen Halteplatten 67 befestigt sind. Ein Keil 47 ist
starr am Ende einer jeden Kolbenstange befestigt und weist eine flache schräge Keilfläche 48 an der einen Seite und eine
flache horizontale !"ührungsfläche 49 an der gegenüberliegenden
Seite auf.
Jede der kraftbetriebenen Verriegelungsvorrichtungen 40 und
50 ist an beiden Seiten der Presse gemäss den Fig. 1 und 3
angeordnet. Wie dargestellt,.wird dabei eine übliche Presse abgeändert, indem vier Halteplatten 67 an den gegenüberliegenden
Seiten der Presse angeschweisst werden und die endseitigen-ELanschabschnitte
68 dieser Halteplatten horizontal fluchtend am stationären Pressenkopf 2 befestigt werden, während die
beiden anderen Halteplatten unmittelbar unter dem ersten Paar auf dem beweglichen Pressentisch 6 befestigt werden.
Ein Paar Keilführungen 52 mit Ii-förmigem Querschnitt sind durch
Schrauben 53 oder andere geeignete Befestigungsvorrichtungen
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starr an jeder Platte 67 in der JTähe der Befestxgungsplatten
51 befestigt, um die Keile 4-7 zu erfassen, wobei ein Paar
kleinerer Keilführungen 54- in ähnlicher Weise durch Schrauben
oder dgl. an den gegenüberliegenden Enden der Platte 67 befestigt ist und jede Führung 54- einen vorgegebenen Abstand von
der benachbarten Führung 53 aufweist, um einen freien Raum zur Aufnahme eines vertikal beweglichen Keilblocks 63 zu
schaffen. Die Führung 52 hat einen nach aussen vorspringenden Abschnitt ^5 mit einer abgeschrägten Handfläche 56 und einer
flachen horizontalen Keilanlagefläche 57» die fluchtend zur flachen Fläche 4-9 des benachbarten Keils liegt und gene
Fläche erfasst, um den Keil während seiner Hin- und Herbewegung zu führen. Die Keilführung 54· hat vorzugsweise im wesentlichen
die gleiche Form wie die Keilführung 52, weist jedoch gewöhnlich eine geringere Breite auf. Jede Führung 54· hat
einen vorstehenden Abschnitt 58 mit einer abgeschrägten Randfläche
59? die ähnlich wie die Fläche 56 ausgebildet ist,sowie
mit einer flachen horizontalen Keilanlagefläche 60 ,die ähnlich wie
die Keilanlagefläche 57 ausgebildet ist.
Die Flächen 57 und 60 liegen in einer horizontalen Ebene
parallel zur Kolbenstangenachse, um die Fläche 4-9 des Keils zu erfassen, während dieser hin- und herbewegt wird und während
er in seiner vorgeschobenen Betriebsstellung liegt.
In der Hahe der Ecken der Presse sind vier vertikale Keil-Haltestäbe
61 vorgesehen, die starr mittels Schrauben- oder anderer geeigneter Mittel mit den Enden eines Paars horizontaler
Aufspann- oder Halteelemente 62 verbunden sind. Jedes Halteelement 62 ist starr in horizontaler Stellung am-äusseren
Abschnitt 23 des mittigen Pressentisches 5 gemäss Fig. verbunden, so dass die Stäbe 61 sich mit diesem Pressentisch
auf- und abbewegen.
Ein Paar Keilblöcke 63 ist starr an den oberen und unteren
Enden einer jeden der vier Haltestäbe 61 mittels Schrauben 66 befestigt. Die Keilblöcke 63 weisen eine Grosse auf, die
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derart bemessen ist, um die richtige Einstellung der Formen 8 und 9 zu gewährleisten, wobei die Keilblöcke entfernt und
ersetzt werden können, falls die Formen durch Formen einer unterschiedlichen Grosse ersetzt werden. Jeder Keilblock 63
hat an einem Ende eine flache schräge Keilanlagefläche 64··, die parallel zur Schrägfläche 48 des Keils liegt und am
entgegengesetzten Ende einen abgeschrägten Eand 65 aufweist, um die Führung des Keilblocks zwischen den zugeordneten Keilführungen
52 und 54- zu erleichtern.
Jeder Keilblock ist in vertikaler.Stellung befestigt, wobei
seine entgegengesetzten flachen Seitenflächen 69 im wesentlichen
in den gleichen vertikalen Ebenen liegen wie die flachen vertikalen Flächen 71 und 72 der zugeordneten Keilführüngen
52 und 54-· Die Flächen 71 und 72 weisen einen Abstand
voneinander auf, der gleich gross wie oder geringfügig grosser als die Breite des Blocks 63 ist, damit der Keilblock
zwischen den Keilführungen, beispielsweise in der Verriegelungsvorrichtung 50 gemäss Fig. 2, aufgenommen werden kann.
Die abgeschrägten Ränder 56 und 59 der Keilführungen kommen in Anlage mit dem abgeschrägten Eand 6jp des Keilblocks, um
die Führung des Keilblocks bei seiner Bewegung zwischen den Keilführungen zu erleichtern.
Die gezeigte Presse A ist zum Formen und Vulkanisieren von handelsüblichen
Gumndge?genstäriden be stimmt, wie beispielsweise kreisförmigen
Gumminetzen. Die Vulkanisierformen 8 und 9 können identisch ausgebildet sein und sind mit einer Reihe pralleller
Reihen von nach unten gerichteten Formelementen 74- mit im
wesentlichen zylindrischer Form dargestellt, die in den oberen Formabschnitten 8a und 9a und ähnlichen Reihen kreisförmiger
Formhohlräume. 75 in den unteren Formabschnitten 8b und 9b
liegen. Jeder Formhohlraum ist koaxial und vertikal fluchtend mit seinem zugeordneten Formelement 74- angeordnet und hat
eine grossere Tiefe und einen grösseren Durchmesser, um ein
im wesentlichen napfförmiges Gummiteil zu formen. Die Formen 8 und 9 sind von üblicher Bauart und es ist offensichtlich,
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dass jedes der geformten Gummiteile in üblicher Weise aus einer abgemessenen Menge unvulkanxsierten Gummis .geformt
werden kann, beispielsweise aus einem im wesentlichen zylindrischen Pellet oder einer Masse unvulkanxsierten Gummis
mit einem Durchmesser, der geringer ist als der halbe Durchmesser eines jeden Formhohlraums 75 und einem Volumen, das
näherungsweise dem des fertigen Teils entspricht. Der Gummi kann ferner durch Spritzen eingeführt werden, nachdem die
Form geschlossen ist.
Jede der Pressentische 4-, 5 und 6 der Formpresse A ist mit
einer üblichen Heizvorrichtung ausgestattet, um die geeignete Formtemperatur zum Vulkanisieren der Gummiteile zu liefern.
Es können verschiedene elektrische oder mit Dampf oder Fluid arbeitende Heizsysteme verwendet werden. Wie dargestellt,
hat jeder Pressentisch eine übliche Heizvorrichtung 80 einschliesslich
Einlass- und Auslassleitungen 81 und 82 und einer Serie von querverlaufenden Leitungen 85, die im wesentlichen,
wie in Fig. 3 gezeigt, parallel zwischen den Leitungen 81 und 82 verbunden sind.
Der frei .bewegliche Pressentisch 5 hat zwei unabhängig voneinander
gesteuerte Heizvorrichtungen 80, wovon jede im geringen Abstand von der oberen und unteren Fläche des Pressentisches
liegt, um die Hitze für den unteren Formabschnitt 8b oder den oberen Formabschnitt 9a zu liefern.
Bisher war es üblich, eine drei Pressentische aufweisende Druckpresse in einem Zyklus zu betreiben, bei dem die Gummiteile
während weniger Minuten bei einem Druck von 103 bar (15OO ρsi) oder mehr vulkanisiert werden, der mittlere Pressentisch
zum Öffnen der oberen Form 8 abgesenkt wird, die obere Form entladen, mit Luft gereinigt, besprüht und erneut
beschickt wird, der mittlere Pressentisch zum Schliessen der oberen Form angehoben und die untere Form anschliessend
entladen, mit Luft gereinigt, besprüht und vor Wiederholung des Zyklusses erneut beschickt wird. Bei Verwendung eines der-
- 13 809840/0838
artigen Systems bei einer drei Pressentische aufweisenden
Presse ist es schwierig, mit einer wesentlich unterhalb von 5 Minuten liegenden Zykluszeit zu arbeiten»
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, die Zykluszeit mindestens um 40 % zu verringern, beispielsweise von etwa
300 Sekunden auf etwa 140 bis etwa 160 Sekunden oder weniger. Dies ist in der Kurve gemäss 31Xg* 5 dargestellt, welche die
Drücke zeigt, die an der oberen Vulkanisierform 8 und der
unteren Vulkanisierform 9 während eines jeden Zyklusses angewandt
werden können, wobei die Formdrücke sich beträchtlich ändern können, abhängig von der Grosse und Leistung der
Presse und der Art des vulkanisierten Teils» Der anfangs , auf das Gummipellet oder die Gummimasse zur !Formung des Teils
(Position I) ausgeübte Druck beträgt vorzugsweise mindestens 103 bar (1500 psi) und beträgt insbesondere etwa 138 bar
(2000 psi) bis etwa 206 bar (3000 psi).
Ein typischer erfindungsgemässer Zyklus ist schematisch in
den Pig. 4A bis 4D dargestellt. Zu Beginn eines jeden Zyklusses (Zeitpunkt Hull, 140 oder 280 Sekunden geraäss Fig. 5) ist
die Form 8 geöffnet und der Stempel 7 ist gemäss Fig. 4A unten. Zu diesem Zeitpunkt (Position I) wird die Form 9 durch
die Verriegelungsvorrichtung 50 geschlossen gehalten und
steht unter Druck.
Die Form 8 bleibt während einer geeigneten Zeitspanne offen und in dieser Position I, beispielsweise während 50 Sekunden
oder in einem ähnlichen Bereich, um eine ausreichende Zeit zum Entfernen der vulkanisierten Gummiteile aus den Formhohlräumen
75 zur Verfügung zu stellen, sowie zum Reinigen der Form mittels Luftstrahlen und Sprühen der Formflächen
mit einem Entformungsmittel oder dgl., bevor die Form erneut beschickt wird. Unter Druck stehendes Fluid wird anschliessend
dem Zylinder 11 zugeführt, um den Stempel 7 in die Position II . anzuheben und beide Formen 8 und 9 gemäss Fig. 4B zu schliessen.
Beim Schliessen der Form 9 sind die Keile 47 der Verriegelungsvorrichtung
40 in zurückgezogener Stellung ausser
Anlage mit dem zugeordneten Keilblöcken 63, wie aus jener
Figur ersichtlich, ist«
Die Teile bleiben in der Position II (S1Xg. 4B) während einer
geeigneten Formungsperiode von beispielsweise 20 Sekunden,
während ein Druck von beispielsweise 103 bis 206 bar oder mehr auf beide Formen 8 und 9 ausgeübt wird. Die Kurve gemäss
Fig. 5 zeigt zwei aufeinanderfolgende Zyklen, in denen der
Druck auf beide Formen in Position II, während der Zeitspanne von 50 bis 70 Sekunden und von 190 bis 210 Sekunden,
beispielsweise etwa 172 bar (2500 psi) beträgt.
Dieser volle Druck kann während einer Zeitspanne von 20 Sekunden oder ausreichend lange aufrechterhalten werden, um
das Gummiteil zu formen, jedoch werden bei vielen Gummiteilen bessere Ergebnisse erhalten, wenn der Druck kurzzeitig
verringert und unmittelbar anschliessend erneut ausgeübt wird, um ein "Zusammenstossen" zu bewirken. Dieses Verfahren verringert
anscheinend die Schwierigkeiten, die durch eingeschlossene Gase verursacht werden, und die Form kann mehrmals
mit einem Druck von 138 bis 206 bar während der 20 Sekunden betragenden Aufenthaltsdauer in Position II "angestossen"
werden. Die Wegnahme und die erneute Ausübung des Drucks zur Durchführung des "Anstossens" der Formen kann selbsttätig
oder von Hand gesteuert werden.
Während der Stempel .den hohen Druck in Position II ausübt
und nachdem der "Anstoss"-Vorgang beendet wurde, wird Druckfluid
den Zylindern 44 und 45 der kraftbetätigten Verriege-·
lungsvorrxchtung 40 in solcher Richtung zugeführt, um die Keile 47 gegen die Keilblöcke 63 vorzuschieben und dadurch
die obere Form 8 in geschlossener Stellung zu verriegeln. Die flachen Flächen 49 der Keile 47 liegen dann auf den zugeordneten
Keilführungen 52 und 54, während die Schrägflächen 48 der Keile die Schrägflächen 64 der zugeordneten Keilblöcke
erfassen. Somit verriegelt die Verriegelungsvorrichtung 40 die Pressentische 4 und 5 in ihrer Stellung und hält die Form
- 15 80984Q/083 8
779 92
c)i 9 R 1 ? Ί 7 A
8 geschlossen, so dass ein erheblicher Druck in dieser Form aufrechterhalten werden kann.
Zur gleichen Zeit, in der die Keile 47 der Verriegelungsvorrichtung
40 vorgeschoben werden, wird Druckfluid den Zylindern 44 und 45 der kraftbetätigten Verriegelungsvorrichtung
■50 in solcher Richtung zugeführt, um deren Keile 47 zurückzuziehen
und sie von ihren zugeordneten Keilblöcken 63 zu lösen, wodurch die oberen und unteren Abschnitte 9a und 9b
der unteren Form 9 gelöst werden.
Der Stempel 7 und der untere Pressentisch 6 werden aus der in Fig. 4B gezeigten Position II in die in Pig. 4G gezeigte
Position III abgesenkt, wodurch die Nockenrolle 35 ausser Anlage mit dem Nockenabschnitt 31 des Stabs 24 kommt und
die Feder 28 den Stab in eine Verriegelungsstellung verschwenken kann, in der seine Schulter 43 unterhalb des
Sperrelements 42 der Sicherheits-Sperrvorrichtung 10 liegt.
Das Absenken des Stempels führt nicht zur Wegnahme des gesamten Drucks an der oberen Form 8, während sich diese in
Positon III befindet. Gemäss Fig. 5 kann ein erheblicher Druck, beispielsweise mehrere halbe Dutzend bar in der Form 8 aufrechterhalten
werden, während sich der darin befindliche Gummi auf Vulkani si ertemp er at ur von beispielsweise 200° C
oder mehr während 50 Sekunden befindet.
Die zum Entladen der Gummiteile der Form 9i zum Reinigen der
Form und Beschichten derselben mit einem Entformungsmittel benötigte
Zeit ist im wesentlichen die gleiche wie für die Form 8. Somit kann die Form 9 in der Position III während 50 Sekunden oder
einer ausreichend langen Zeitspanne offenbleiben, damit die erforderlichen Schritte vorgenommen werden können, die zur
Vorbereitung der Form für den nächsten Zyklus nötig sind, während die Gummiteile in der Form 8 unter Druck weiter vulkanisiert
werden.
- 16 -
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Nachdem diese Verfahrensschritte durchgeführt worden sind,
oder am Ende der 50 Sekunden dauernden Zeitspanne (beispielsweise
bei 120 Sekunden oder 260 Sekunden gemäss i"ig. 6) wird
Druckfluid dem Zylinder 11 zugeführt, utn den Stempel 7 und
den unteren Pressentisch 6 in die in Fig.- 4D gezeigte Position IV anzuheben,in welcher beide Formen 8 und 9 geschlossen
sind. In dieser Position sind die Keile 47 der Verriegelungsvorrichtung
50 für die untere Form 9 in zurückgezogener
Stellung ausser Anlage mit ihrem zugeordneten Keilblock 6J und die Keile 47 der Verriegelungsvorrichtung 40 sind in
einer vorgeschobenen verriegelten Stellung in Anlage mit ihren zugeordneten Keilblöcken. Die Anordnung der Verriegelungsvorrichtungen
40 und 50. ist daher umgekehrt wie in Fig. 4B dargestellt.
Die Teile bleiben in der Position IV während einer geeigneten Zeitspanne, beispielsweise von 20 Sekunden, während ein hoher
Druck auf beide Formen 8 und 9 ausgeübt wird. Der Druck kann beispielsweise 103 bis 206 bar (15OO bis 3OOO ρsi) betragen
oder den gleichen Wert haben, wie der in Position II der Fig. 4B zugeführte Druck und er kann in der gleichen Art
und während der gleichen Zeitspanne ausgeübt werden. Der Druck kann gelöst und erneut ausgeübt werden, um ein "Zus-airanenstossen"
der Form mehrere Male zu erzielen, wie dies beispielsweise in der Position II vorgenommen wurde.
Während die beiden Formen 8 und 9 ia Position IV dem hohen
Druck ausgesetzt sind und nachdem das. "Zusammenstossen" beendet
wurde, wird Druckfluid den Zylindern 44-und 45 der kraftbetätigten
Verriegelungsvorrichtung 50 in solcher Eichtung zugeführt,
dass die Keile 47 in eine Verriegelungsstellung in Anlage am KeilbiÖGk 63 gemäss Fig. 2 vorgeschoben werden. Dadurch
werden die Pressentische 5 und 6 in ihrer Lage verriegelt,
so dass in der Form 9 ein merklicher Druck erzielt werden kann, wenn der Stempel abgesenkt wird.
Zur gleichen Zeit, in der die Keile 47 der Verriegelungsvor-
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770 *32 ^s 281237A
richtung 50 vorgeschoben werden, wird Druckfluid der kraftbetätigten
Verriegelungsvorrichtung 40 in solcher Richtung zugeführt, um deren Keile 47 zurückzuziehen, so dass die oberen
und unteren Abschnitte 8a und 8b der oberen Form 8 freigegeben werden, und zwar am Ende oder in der Nähe des Endes der 20
Sekunden-Zeit spanne in Position IV. Am Ende dieser Zeitspanne, (beispielsweise bei 140 oder 280 Sekunden gemäss Fxg. 5) wird
der Stempel 7 abgesenkt, um die Pressentische 5 und 6 gemeinsam
von der Position IV in die Position I zum Beginn eines weiteren Zyklusses abzusenken. Der Zyklus wird dann einmal oder
mehrere Male unter Durchführung der vorausgehend beschriebenen
Verfahrensweise wiederholt.
Die Sperrvorrichtung 10 wird freigegeben, wenn der untere Pressentisch 6 gemäss Fig- 4D angehoben ist, wobei die üTockenrolle
35 den Stab 24 erfasst und daher das Absenken des Pressentisches
5 von der Position IV zur Position I zwecks des Beginns eines weiteren Zyklusses nicht behindert.
Wie aus dem Beispiel gemäss i"ig. 5 hervorgeht, kann die Zeitdauer
zur Beendigung eines derartigen Zyklusses· 140 Sekunden betragen,
gegenüber dem typischen, bisher zum Vulkanisieren von Gummiteilen der gleichen Grosse und vergleichbarer Qualität
in einer Druckpresse mit drei Pressentischen verwendeten 5-Minu ten-Zyklus'.
Übliche hydraulische und elektrische Einrichtungen können für den Betrieb der Presse A oder irgendeiner anderen drei PressentischB
aufweisenden Presse verwendet werden, die bei der Durchführung der Erfindung eingesetzt wird. Die elektrische
Steuerung und die hydraulische Steuerung zum Betrieb des Hauptzylinders 11 und der Arbeitszylinder der- Verriegelungsvorrichtung
40 und 50 können in üblicher Weise ausgeführt sein. Sie können von Hand oder halb-automatisch .betrieben werden
und können Teil eines selbsttätigen elektrischen Steuersystems sein, falls eine selbsttätige oder halb-automatische Betriebsweise
gewünscht wird. Handbetätigte oder selbstätig arbeitende
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779 4-92
Steuerungen können für das Erhitzen der Pressentische oder den Betrieb der Heizvorrichtung 80 verwendet werden.
Die für den halb-automatischen erfindungsgemässen Betrieb
verwendeten Steueranlagen können verhältnismässig einfach sein und die gleichen Steuerungen können für die obere und
untere Form verwendet werden, da der Heiz- und Vulkanisierzyklus für die beiden Formen der gleiche ist, falls identische
Teile in den beiden Formen hergestellt werden.
Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Gummiteile in der oberen Form unabhängig von jenen in der unteren Form
sind und unterschiedlich behandelt werden können. Beispielsweise kann der bei einer Form verwendete Anstossvorgang
sich von jenem bei der anderen Form unterscheiden, wenn die Gummiteile in der einen Form sich von jenen in der anderen
Form unterscheiden.
Die vorliegende Erfindung eignet sich in gleicher Weise für Spritzpressen mit drei Pressentisehen. Um die Erfindung
in Verbindung mit Spritzpressen einzusetzen, kann die Spritzeinheit die Hohlräume in der ersten Form füllen und sich dann
zur Füllöffnung der zweiten Form bewegen und deren Hohlräume in der entsprechenden Phase des Zyklusses füllen. Die Spritzeinheit
kann eine zum Spritzen dienende Schraube aufweisen, die sich von der Füllöffnung der ersten Form zur Füllöffnung
der zweiten Form bewegt, oder eine Schrauben-Pressen-Spritzeinheit, die eine ähnliche Bewegung ausführt. Selbstverständlich
können andere geeignete Spritzvorrichtungen verwendet werden.
Der einzigartige erfindungsgemässe Zyklus hat besondere Vorteile
in Verbindung mit einer Spritzanlage, die es in kommerzieller Hinsicht attaktiv macht, eine derartige Vorrichtung
in einer mit drei Pressentischen ausgestatteten Presse zu verwenden. Die Verringerung der Zeitverzögerung zwischen einem
Spritzvorgang und dem nächsten erleichtert einen störungs-
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freien Betrieb der Spritzanlage und ermöglicht es,den
Gesamtzyklus zu verkürzen, indem der Gummi bei einer Temperatur eingespritzt wird, die nahe an der Vulkanisierungstemperatur
liegt.
Während das erfindungsgemässe Verfahren besonders auf das
Formen und Vulkanisieren von Gummiteilen abgestellt ist, kann das Verfahren auch zum Formen und Aushärten von anderen
hitzehärtenden synthetischen polymeren Stoffen als Gummi verwendet werden. Während unterschiedliche .Gummiarten bei
der Durchführung der Erfindung verwendet werden können, beispielsweise Neoprenkautschuk, Nitrilkautsch.uk, Butylkautschuk,
Siliconkautschuk usw., wird die Erfindung gewöhnlich bei der Herstellung von Gegenständen aus üblichen Butadien-Styrol-Kautschuk
(SBE) und dgl., eingesetzt.
Die bei der Durchführung der Erfindung verwendete Anlage kann sich von der gezeigten etwas unterscheiden. Beispielsweise
können verschiedene Vorrichtungen zum Zusammenhalten der Formabschnitte verwendet werden, nachdem sie dem "Zusammenstossen"
bei hohem Druck ausgesetzt wurden. Derartige Vorrichtungen könnten beispielsweise Hydraulikzylinder oder dgl.
an jeder Ecke der Form anstelle der gezeigten kraftbetriebenen Keil-Verriegelungsvorrichtung umfassen.
Abänderungen und Modifizierungen der besonderen gezeigten Verfahren und Vorrichtungen sind im Einklang mit den Patentgesetzen
im Rahmen der Erfindung möglich.
Ende der Beschreibung
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Claims (12)
- PatentansprücheVerfahren zum Betrieb einer drei Pressentische aufweisenden Vulkanisierpresse mit einem Pressenkopf, einem relativ zum Pressenkopf hin und weg beweglichen Stempel, einem oberen Pressentisch, einem mittleren Pressentisch und einem unteren, zwischen dem Stempel und dem Pressenkopf angeordneten Pressentisch, einer ersten Vulkanisierform oberhalb des mittleren Pressentisches, die einen vom oberen Pressentisch gehaltenen oberen Abschnitt und einen vom mittleren Pressentisch gehaltenen unteren Abschnit' aufweist, und einer zweiten Vulkanisierform unterhalb des mittleren Pressentisches, die einen oberen, vom mittleren Pressentisch gehaltenen Abschnitt und einen unteren vom unteren Pressentisch gehaltenen Abschnitt aufweist, wobei jede Form eine Anzahl von Formhohlräumen zur Bildung von Gummigegenständen aufweist, und das Verfahren das Füllen der Formhohlräume einer jeden Form mit einer vulkanisierbaren Gümmizusamniensetzung, das Halten einer jeden Form auf Vulkanisiertemperatur während einer ausreichenden Zeitdauer zum Vulkanisieren der Gummigegenstände in den elastischen Zustand umfasst, sowie anschliessend das Öffnen der Form und das Reinigen der Form vor der erneuten Beschickung für einen folgenden Zyklus, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zyklus folgende Schritte umfasst:(a) Entladen und Reinigen der oberen Form, während der Stempel abgesenkt ist und die untere Form geschlossen gehalten wird,- 1 809840/0838ORIGINAL INSPECTED779 492(b) Anheben des Stempels und Ausüben eines hohen Drucks auf beide Formen,(c) Verriegeln der geschlossenen, unter Druck stehenden oberen Form und Lösen der Verriegelung der unteren Form,(d) Beendigung des Vulkanisierens der Gegenstände in der unteren Form,(e) Absenken des Stempels zum Öffnen der unteren Form, während die obere Form geschlossen gehalten wird.(f) Entladen und Reinigen der unteren Form, während der Stempel abgesenkt ist und die obere Form geschlossen bleibt,(g) Anheben des Stempels und Ausüben des hohen Drucks auf beide Formen,(h) Verriegeln der geschlossenen3unter Druck stehenden unteren Form und Lösen der Veriegelung der oberen Form,(i) Beendigen des Vulkanisierens der Gummigegenstände in der oberen Form, und(J) Absenken des Stempels zum Öffnen der unteren Form und zum Beenden des Zyklusses, wobei jede Form auf der Vulkanisiertemperatur gehalten wird, während sie sich in geschlossener Lage befindet, und der Zyklus wiederholt zur Herstellung einer grossen Anzahl von Gummigegenständen durchgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der genannten Formungszeiträume nicht mehr als eine halbe Minute beträgt und jede Form für eine Zeitdauer von nicht mehr als etwa 1 Minute offen gehalten wird, und jede Form während der letztgenannten Zeitdauer entladen, gereinigt und mit einem Entformungsmittel beschichtet wird.
- 3· Verfahren nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtzeitdauer für einen vollständigen Zyklus nicht mehr als etwa 160 Sekunden beträgt.- 2 809840/0838779 4-92 Q
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummi in die Formhohlräume unter Druck einfliesst.
- 5» Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Pellets aus !anvulkanisiertem Gummi in die Formhohlräurne einer jeden Form eingegeben werden, während die Form offen ist.
- 6. Verfahren nach Anspruch Λ, dadurch gekennzeichnet, dass · der auf jede Form ausgeübte Druck während eines jeden Zyfclusses eine kurze Zeitspanne nach dem Schliessen der !form "verringert wird und nicht später als eine halbe Minute, nachdem das Vulkanisieren des in der Form befindlichen Gummis eingeleitet worden ist.
- 7- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf "beide Formen ein Druck von etwa 138 bis etwa 276 bar (2000 bis 4O00 ρ si) während der genannten kurzen Zeitdauer ausgeübt wird und während dieser kurzen Zeitdauer der hohe Druck verringert und erneut ausgeübt wird, um den Austritt von Gasen aus einer der genannten Formen zu erleichtern.
- 8. Hochdruckpresse zum Formen und Vulkanisieren von Gummigegenständen, mit einem einen feststehenden Pressenkopf aufweisenden Rahmen, einem Stempel zur Bewegung gegen den Pressenkopf und von diesem weg, einem oberen Pressentisch., einem mittleren Pressentisch und einem unteren Pressentisch, die zwischen dem Stempel und dem Pressenkopf liegen, einer ersten Vulkanisierform, die zwischen dem oberen Pressentisch und dem mittleren Pressentisch liegt und einen oberen^vom oberen Pressentisch getragenen Abschnitt und einen unteren,vom mittleren und unteren Pressentisch getragenen Abschnitt aufweist, wotei jede Form eine Anzahl von Formhohlräumen hat, einer Einrichtung zum Erhitzen einer jeden Form auf eine Vulkanisiertem]? er atur und einer Einrichtung, um auf den Stempel zum Schliessen beider Formen~ 3 — 809840/08384-92 ιDruck auszuüben, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse folgende Teile enthält:(a) eine erste kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung (40), um die erste Form in einer geschlossenen Stellung zu verriegeln, wenn sich der mittlere Pressentisch (5) und der untere Pressentisch (6) in der oberen angehobenen Stellung befinden,(b) eine zweite kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung (50) '.'zum Verriegeln der zweiten Form in geschlossener Stellung, wenn sich der mittlere Pressentisch (5) und der untere Pressentisch (6) in angehobener Stellung befinden, und(c) eine Einrichtung (44, 45), durch welche jede der kraftbetriebenen Verriegelungsvorrichtungen (40, 50) veranlasst wird, ihre zugeordnete Form freizugeben, wenn das Verriegeln der anderen Form vorgenommen wird, so dass eine der Formen geöffnet wird, wenn der untere Pressentisch in seine untere Stellung bewegt wird.
- 9·- Vulkanisierpresse gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtungen (40, 50) an den oberen und unteren Pressentischen (4, 6) befestigt sind und jede kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung (40, 50) einen Arbeitszylinder (44, 45) mit einem Kolben aufweist, sowie eine vom Kolben getragene Keilanordnung (47) mit einer Schrägfläche (48), dass neben jeder Keilanordnung (47) ein Keiiblpck (63) liegt und mit dem- mittleren Pressentisch (5) verbunden ist, dass der Keilblock (63) eine Schrägfläche (64)aufweist, die in Anlage an die Schrägfläche der zugeordneten Keilanordnung (47) gebracht werden kann,- dass ein Paar Keilführungen (52, 54) jeweils am oberen und unteren Pressentisch (4, 5) befestigt ist, um die zugeordnete Kexlanordnung (47) bei ihrer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung zu erfassen, wobei die Keilführungen (52, 54) im Abstand voneinander liegen, um eine Bewegung des zugeordneten Keilblocks (63) zwischen den Führungen zu gestatten und ferner derart angeordnet sind, um eine- 4 809840/0838779 492 cSeite der Keilanordnung (4-7) zu erfassen, wenn sich die entgegengesetzte Schrägfläche (64) der Keilanordnung in Anlage an der Schrägfläche (64) des zugeordneten
Keilblocks (63) befindet, so dass eine Auswärtsbewegung der Keilanordnung (47) die zugeordnete Form in geschlossener Stellung verriegelt. - 10. Vulkanisierpresse nach Anspruch 9* dadurch gekennzeichnet, dass jedes Paar Keilführungen (52, 54) einen Abstand voneinander aufweist, der im wesentlichen der
Breite des zugeordneten Keilblocks (63) entspricht und
abgeschrägte Ränder (59) aufweist, um das Führen des
Keilblocks zwischen den Führungen zu erleichtern. - 11. Hochdruckpresse zum Formen und Vulkanisieren von Gummigegenständen, mit einem einen feststehenden Pressenkopf aufweisenden Rahmen, einem gegen den Pressenkopf hin-
und hinweg beweglichen Stempel, einem oberen Pressentisch, einem mittleren Pressentisch und einem unteren Pressentisch, die zwischen dem Stempel und dem Pressenkopf liegen, einer ersten zwischen dem oberen Pressentisch und dem mittleren Pressentisch liegenden Vulkanisierform, die einen oberen, vom oberen Pressentisch getragenen Abschnitt und einen unteren, vom mittleren Pressentisch getragenen Abschnitt aufweist, einer zweiten
Vulkanisierform, die zwischen dem mittleren Pressentisch und dem unteren Pressentisch liegt, wobei jede Form
eine Anzahl von Formhohlräumen vorgegebener Gestalt zur Formung der Gummigegenstände aufweist, einer Einrichtung zum Erhitzen jeder Form auf Vulkanisiertemperatur, und
einer Einrichtung zur Zuführung von Druck zum Stempel" zum Schliessen beider Formen und zur Ausübung eines
Drucks von mindestens 138 bar (2000 psi) auf den unvulkanisierten Gummi in den Formhohlräumen, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse folgende Teile enthält:
eine erste kraftbetätigte Verriegelungsvorrichtung (40) für die erste Form mit einem Arbeitszylinder (44), der- 5 809840/0838779 492einen Kolben und eine vom Kolben getragene Keilanordnung (47) aufweist, eine Einrichtung (63) zur Verriegelung der ersten Form in geschlossener Stellung abhängig von der Bewegung der Keilanordnung (47) in einer Richtung und zur Freigabe der ersten Form abhängig von der Bewegung der Keilanordnung in entgegengesetzter Sichtung, einer zweiten kraftbetriebenen Verriegelungsvorrichtung (50) für die zweite Form mit einer Einrichtung (63) zur Verriegelung der zweiten Form in geschlossener Stellung, wenn die erste kraftbetriebene Verriegelungsvorrichtung (40) freigegeben ist und zur Freigabe der Formen, wenn die andere Form in geschlossener Stellung verriegelt ist. - 12. Vulkanisierpresse nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, um abwechselnd den mittleren Pressentisch (5) mit dem oberen Pressentisch (4) und mit dem unteren Pressentisch (6) zu verbinden und die einen oberen Keilblock (63) für den oberen Pressentisch (4) und einen unteren Keilblock (63) für den unteren Pressentisch (6) aufweist, wobei jeder Keilblock (63) eine Schrägfläche (64) zur Anlage an der Keilanordnung (47) der zugeordneten kraftbetätigten Verriegelungsvorrichtung (40, 50) aufweist, und durch eine Einrichtung (523 51O zur Führung einer jeden Keilvorrichtung (47) gegen den zugeordneten Keilblock (63) und von ihm weg ^ so dass der zugeordnete Pressentisch (4, 6) starr mit dem mittleren Pressentisch (5) verbunden ist, um eine der Formen geschlossen zu halten, wenn die letztgenannte Keilanordnung (47) die Schrägfläche (64) des zugeordneten Keilblocks (63) erfasst.13· Verfahren nach Anspruch 1 im wesentlichen wie dargestellt und/oder beschrieben.- 6 809840/0838
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