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DE967870C - Verfahren zum Abscheiden von technisch reinem Anthracen und Carbazol aus Rohanthracen - Google Patents

Verfahren zum Abscheiden von technisch reinem Anthracen und Carbazol aus Rohanthracen

Info

Publication number
DE967870C
DE967870C DEST6366A DEST006366A DE967870C DE 967870 C DE967870 C DE 967870C DE ST6366 A DEST6366 A DE ST6366A DE ST006366 A DEST006366 A DE ST006366A DE 967870 C DE967870 C DE 967870C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anthracene
carbazole
toluene
acetone
crude
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST6366A
Other languages
English (en)
Inventor
Frans Peter Karel De Jong
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stamicarbon BV
Original Assignee
Stamicarbon BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon BV filed Critical Stamicarbon BV
Application granted granted Critical
Publication of DE967870C publication Critical patent/DE967870C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/56Ring systems containing three or more rings
    • C07D209/80[b, c]- or [b, d]-condensed
    • C07D209/82Carbazoles; Hydrogenated carbazoles
    • C07D209/84Separation, e.g. from tar; Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/10Purification; Separation; Use of additives by extraction, i.e. purification or separation of liquid hydrocarbons with the aid of liquids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2603/00Systems containing at least three condensed rings
    • C07C2603/02Ortho- or ortho- and peri-condensed systems
    • C07C2603/04Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings
    • C07C2603/22Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings containing only six-membered rings
    • C07C2603/24Anthracenes; Hydrogenated anthracenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 27. DEZEMBER 1957
St 6366IVb 112 ο
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbereiten von rohem Anthracen, wie dieses durch Kristallisierung und Abscheidung aus dem Anthracenöl, einem Nebenprodukt der Teerdestillierung, gewonnen wird.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Herstellung von technisch reinem Anthracen und Carbazol aus diesem Rohprodukt.
Das durch Abkühlen und Zentrifugieren aus dem Anthracenöl gewonnene Produkt enthält etwa 25 % Anthracen, 25 % Carbazol, 38 °/o Phenanthren und io°/o öl und sonstige Beimengungen.
Durch Umkristallisieren aus Naphthalinöl ist dieses Produkt zu einem Produkt mit 40% Anthracen, 38% Carbazol, 12% Phenanthren, 10% öl und sonstigen Beimengungen aufzubereiten.
Beim Gewinnen von Anthracen und Carbazol aus dem Rohprodukt bedient man sich meistens der unterschiedlichen Löslichkeit dieser Stoffe in verschiedenen Lösungsmitteln. Die Anwendung von Pyridin und Furanderivaten ist bekannt. Zudem hat man schon vorgeschlagen, technisch reines Anthracen aus rohem, durch Kristallisieren aus Naphthalinöl gewonnenem Anthracen herzustellen, indem man dieses nacheinander mit Toluol und Aceton extrahiert (Kosaka, Takashima und Kayamori, J. Soc. Chem. Ind. [Japan], 44, 23B [ 1941 ]). Phenanthren, öl und weitere Beimengungen
709 822/74
werden zum größten Teil von Toluol entfernt. Carbazol löst sich in Aceton. Der Extraktionsrückstand ist Anthracen mit einem Reinheitsgrad von 97 °/o. Aus dem Acetonauszug läßt sich ein Gemisch von Carbazol und Anthracen gewinnen, das etwa 6o bis 75 % Carbazol enthält.
Die Erfindung bezieht sich auf ein einfaches Kreislaufverfahren, womit es möglich ist, sowohl Anthracen wie Carbazol aus rohem Anthracen als ίο Produkte zu gewinnen, deren Gehalt 95 °/o übersteigt.
Nach diesem Verfahren wird das Rohanthracen zuerst in bekannter Weise in einer Anzahl Stufen oder nach einem kontinuierlichen Verfahren im Gegenstrom mit Toluol extrahiert und anschließend mit Aceton, wodurch technisch reines Anthracen zurückbleibt. Darauf wird der Acetonauszug nach Entfernung des Acetons in einer oder mehreren Stufen oder auf kontinuierlichem Wege im Gegenstrom bei normaler Temperatur mit Toluol extrahiert. Der Toluolauszug wird nach teilweiser Verdampfung des Toluols an geeigneter Stelle in das Auszugsverfahren des Rohanthracens mit Toluol zurückgeführt.
Als Rückstand des Auszuges des Rohanthracens mit Toluol und Aceton erhält man Anthracen mit einem Gehalt von 96 bis 98 %, als Rückstand des zweiten Toluolauszugs erhält man Carbazol mit einem Gehalt von 96 bis 99 %.
Phenanthren, öl und sonstige Begleitstoffe werden im Toluolauszug der ersten Stufe abgeführt, worauf sie durch Destillation des Toluols aus diesem Auszug gewonnen werden.
Man gebraucht erfindungsgemäß zur Reinigung von rohem Carbazol dasselbe Lösungsmittel, das auch bei der ersten Behandlung des Rohanthracens angewandt wurde. Der Auszug des Rohcarbazols enthält verhältnismäßig große Mengen Carbazol und Anthracen. Diese Mengen werden jetzt in einfächer Weise dem Verfahren wieder zugeführt. Zu gleicher Zeit werden andere toluollösliche Verunreinigungen des Carbazols wieder nach der ersten Stufe zurückgeführt, wodurch diese Verunreinigungen mit dem Rohphenanthren, das nur geringen Wert hat, abgeführt werden können. Diese Verunreinigungen bilden kein Hindernis für eine weitere Verarbeitung des Rohphenanthrens, beispielsweise auf Schwärze.
Da nacheinander Toluol, Aceton und abermals Toluol als Lösungsmittel angewandt werden, ist eine vollständige Entfernung des Toluols aus dem Rückstand der ersten Stufe nicht erforderlich. Geringe Prozentsätze Toluol hindern nämlich den Acetonauszug nicht in merkbarer Weise. Wird aus dem Acetonauszug das Aceton durch Destillation entfernt, so bleibt dieses Toluol in dem abgesetzten Rohcarbazol zurück und wird in das Toluol aufgenommen, das zum Auszug dieses Carbazols hinzugefügt wird.
In dieser Weise ist es möglich geworden, technisch komplizierte Filtrier- oder Zentrifugier- und darauffolgende Trockenvorgänge während des Auszugsverfahrens soweit wie möglich zu vermeiden und trotzdem eine Anhäufung von Verunreinigungen im Verfahren oder eine unerwünschte Vermischung von Lösungsmitteln zu verhindern. Nur beim Ausscheiden der Endprodukte Anthracen und Carbazol braucht man eine Zentrifuge und eine Trockenvorrichtung.
Die Zeichnung stellt ein einfaches Schema zum Aufbereiten vom Rohanthracen dar. Im ersten Arbeitsgang (1) wird das Rohanthracen mit Toluol extrahiert. Diese Extraktion kann kontinuierlich im Gegenstrom oder z. B. in einer Anzahl Stufen erfolgen. Der nach in bekannter Weise erfolgter Trennung, beispielsweise durch Filtrieren, anfallende Auszug wird in 6 destilliert, wobei neben Toluol ein Gemisch von Phenanthren, öl und sonstigen Begleitstoffen in flüssigem Zustand gewonnen wird. Dieses Gemisch von Stoffen läßt sich z. B. weiter auf Schwärze verarbeiten. Der Rückstand des Extraktionsverfahrens (1) wird darauf gleichfalls kontinuierlich im Gegenstrom oder in einer Anzahl Stufen mit Aceton extrahiert (2). Nachdem der Rückstand dieser Acetonextraktion nach der Abtrennung einem Trockenverfahren unterzogen worden ist, erhält man Anthracen, dessen Gehalt 96% übersteigt. Das Aceton wird darauf von dem Acetonauszug abdestilliert (3), worauf das anfallende feste Produkt, das aus mit go einem ziemlich hohen Prozentsatz Anthracen vermischtem Rohcarbazol besteht, wieder mit Toluol bei normaler Temperatur extrahiert wird (4). Nachdem der Rückstand dieser Extraktion einem Trockenverfahren unterzogen worden ist, erhält man Carbazol, dessen Gehalt 97 % übersteigt. Aus dem aus Toluol bestehenden Auszug, in dem sich als aufgelöste Stoffe namentlich Anthracen und Carbazol befinden, wird ein großer Teil des Toluols abdestilliert (5), worauf der Rest der ersten Extraktionsstufe (1) wieder zugeführt wird. Letztere Destillation ist erforderlich, weil bei der zweiten Extraktion mit Toluol (4) bei normaler Temperatur im Gegensatz zu der ersten Extraktion (1) viel größere Flüssigkeitsmengen gebraucht werden. Bei der ersten Extraktion hat man mit einer möglichst geringen Menge Flüssigkeit eine möglichst vollständige Entfernung der Verunreinigungen anzustreben. Das darin gelöste Carbazol und Anthracen werden ja abgeführt und gehen deshalb verloren. n0 Die Praxis hat gezeigt, daß diese Verluste bis auf weniger als 10% eingeschränkt werden können. Eine weitere Herabsetzung würde ein kompliziertes Scheidungssystem zur Folge haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zum Abscheiden von technisch reinem Anthracen und Carbazol aus Rohanthracen, wobei das Rohprodukt zuerst konti- 120 | nuierlich oder in einer Anzahl Stufen mit Toluol ! und anschließend mit Aceton extrahiert wird, wodurch technisch reines Anthracen zurückbleibt, und aus dem Acetonauszug Carbazol gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Aceton aus dem Acetonauszug abdestilliert
    wird und das anfallende Produkt bei normaler Temperatur mit Toluol extrahiert wird, wodurch technisch reines Carbazol zurückbleibt und der Toluolauszug der letzten Stufe nach einer teilweisen Verdampfung des Toluols an geeigneter Stelle dem Extraktionsverfahren des Rohanthracens wieder zugeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 124 136.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    709 822/74 12.5/
DEST6366A 1952-05-07 1953-05-06 Verfahren zum Abscheiden von technisch reinem Anthracen und Carbazol aus Rohanthracen Expired DE967870C (de)

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NL317452X 1952-05-07

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DEST6366A Expired DE967870C (de) 1952-05-07 1953-05-06 Verfahren zum Abscheiden von technisch reinem Anthracen und Carbazol aus Rohanthracen

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