DE96504C - - Google Patents
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- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L17/00—Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
- F23L17/02—Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
- F23L17/04—Balanced-flue arrangements, i.e. devices which combine air inlet to combustion unit with smoke outlet
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIF
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Vorrichtung zur Zuführung von Luft zu Feuerungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lo. März 1896 ab.
Die vorliegende Erfindung stützt sich auf die Beobachtung, dafs ein Luftstrom und ein Strom
von Verbrennungsgasen in entgegengesetzter Richtung neben einander in einem Rauchabzugsrohr
fliefsen können, ohne sich wesentlich mit einander zu vermischen, und ferner
auf die Beobachtung, dafs, wenn ein Luftstrom in richtiger Weise in einen Schornstein
oder einen Feuerzug eingeführt wird, derselbe sich an den Wandungen entlang in entgegengesetzter
Richtung zu den Verbrennungsgasen, also nach der Verbrennungsstelle hin bewegt. Da der Luftstrom hierbei beständig Wärme
aufnimmt und die Verbrennungsgase ihre Wärme abgeben müssen, so läfst sich dieser Vorgang
verwerthen, um die Verbrennungsluft anzuwärmen.
Zu diesem Zweck wird in den Kanal, durch welchen abziehende Verbrennungsgase sich bewegen,
ein Luftstrom derart eingeleitet, dafs er die Richtung nach der Verbrennungsstelle
nimmt und in Berührung mit den in entgegengesetzter Richtung sich bewegenden Verbrennungsgasen
gelangt, so dafs der Luftstrom in die Brennstoffschient eintritt und das Feuer
unterhalt.
Ist der Luftstrom einmal erzeugt oder in Gang gesetzt, so erhält er sich selbst in Bewegung
und nimmt auf seinem Wege Wärme in stetig wachsendem Maafse auf. Ein Temperaturunterschied
besteht zwischen den beiden sich entgegenbewegenden. Strömen auf der
ganzen Länge des Weges, denn wenn auch die Temperatur der Luft stetig wächst, so
kommt sie doch beständig mit noch heifseren Verbrennungsgasen in Berührung und dieUebertragung
der Wärme aus den Verbrennungsgasen auf die entgegenströmende Luft vollzieht sich auf dem ganzen Wege, auf welchem die
beiden Ströme sich begegnen.
Es hat sich herausgestellt, dafs die Erfindung nicht allein zur vortheilhaften Ausnutzung der
Wärme, sondern auch zur Erhöhung der Leuchtstärke der Flamme vortheilhaft verwendet
wird.
Die Luft wird zweckmäfsig dem Abzugsrohr an dessen oberem Ende zugeführt, wodurch
der Vortheil erzielt wird, dafs dieselbe auf der ganzen Länge des Abzugsrohres der Wirkung
der heifsen Gase ausgesetzt ist. Wird die Luft an irgend einer anderen Stelle eingeführt, so
kafm* sie nur eine dementsprechend niedrigere
"Temperatur' annehmen.Γ
"Besonders günstige Ergebnisse werden erzielt,
wenn beim Anzünden der Feuerung die Zugthüren oder Oeifnungen am Herd vollkommen
geöffnet sind und nach Inbrandsetzung wieder geschlossen oder annähernd geschlossen werden, so dafs die Luftzufuhr
unter dem Herd abgeschnitten oder erheblich verringert wird. Hierdurch verringert sich auch
die Geschwindigkeit der abziehenden Verbrennungserzeugnisse. Durch theilweises Oeffnen
oder Schliefsen der unteren Zugöffnungen kann eine Regelung erzielt werden.
Ein weiterer Vortheil wird mit der neuen Vorrichtung durch die Verringerung des Rauches
erzielt, denn beim Einführen der Luft in der
oben beschriebenen Weise werden die freien Kohlentheilchen, welche für gewöhnlich entweichen
und sich in Form von Rufs ablagern, verzehrt oder annähernd verzehrt.
Fig. ι zeigt eine Feuerungsanlage für einen Dampfkessel im Höhenschnitt, bei welchem die
Erfindung Anwendung gefunden hat. Die Fig. 2 bis 12 zeigen Abarten.
Bei der in Fig. ι gezeigten Dampfkesselanlage ist in das obere Ende 15 des Schornsteins
ein Einsatzrohr oder ein Ablenkungsstück 8 eingesetzt, welches dazu dient, den Eintritt der Luft in den Schornstein einzuleiten.
An der Stelle, wo das Verbindungsrohr 6 vom Schornstein abzweigt, kann ein zweites Ablenkungsstück 9 vorgesehen sein, um
den abwärts sich bewegenden Luftstrom nach einer Oeffnung 10 zu leiten, die durch einen
mit Griff 12 versehenen Schieber 11 geregelt
wird. Dieses zweite Ablenkungsstück kann auch fortfallen. Der Weg des absteigenden
Luftstromes ist durch punktirte Linien und die Richtung desselben durch Pfeile 1 3 angedeutet.
Die Richtung der Verbrennungserzeugnisse wird durch den Pfeil 14 angegeben.
Die Form des Ablenkungsstückes 8 richtet sich nach der inneren Form des oberen Schornsteintheiles
15 und ist etwas kleiner als dieses, so dafs ein Zwischenraum zwischen beiden
verbleibt. Dasselbe ragt oben aus dem Schornstein heraus. Im vorliegenden Falle hat das
Ablenkungsstück die Gestalt eines Rohres und der Zwischenraum 16 ist ringförmig. Der absteigende
Luftstrom schliefst somit die aufsteigenden Verbrennungserzeugnisse vollkommen ein.
Zur Inbetriebsetzung der Anlage kann das Feuer in üblicher Weise angelegt werden, unter
Offenhaltung sä'mmtlicher Thüren, so dafs eine grofse Menge Sauerstoff unter den Rost treten
und das Feuer in Brand setzen kann. Ist der Brennstoff angezündet und das Feuer in vollem
Gange, so werden die Zugthüren und Aschraumthüren fast oder ganz geschlossen, so dafs
der Zutritt der Luft unter dem Rost verzögert oder abgeschnitten wird. Hierdurch verzögert
sich der Strom der Verbrennungsgase in dem Schornstein, Luft tritt von oben in denselben
ein, streicht an den heifsen Verbrennungserzeugnissen entlang und gelangt nach der
Verbrennungskammer in heifsem Zustande. Von dem Schornstein kann die Luft nach der Verbrennungskammer
durch geeignete Kanäle geleitet werden, z. B. durch eine Oeffnung zwischen ' der Verbrennungskammer und dem
Fuchs, oder wenn eine derartige Oeffnung nicht vorhanden ist, kann die Luft durch den
unteren Theil des üblichen Rauchabzugrohres oder des!"üblichen Verbindungsrohres nach der
Verbrennungskammer gelangen. Im Allgemeinen wird sich der Luftstrom in dem Theil
des Fuchses oder der Abzugsrohre bewegen, wo derselbe den geringsten Widerstand durch
die entgegenströmenden Gase findet. In lothrechten Abzugsrohren, z. B. Schornsteinen,
wird sich der Luftstrom an den Seiten entlang ziehen, wie in Fig. 1 durch Pfeile 13 angedeutet,
während er in schrägen oder waagrechten Kanälen sich unten'entlang zieht, also
bei der in Fig^i j^eTielgterf AnFage durch die
^fifiuT "'"" '" ~ '"" "-—
Bei der in Fig. 2 gezeigten Abart ist das Ablenkungsstück 8 an seinem oberen Ende
umgebördelt, bildet hier einen Windschutz 18 und besitzt einen nach unten reichenden Rohransatz
17 von gröfserem Umfang, der den Schornstein oben umgiebt. Die Luft tritt in
den Rohransatz von unten ein.
An Stelle eines kurzen Rohransatzes 17 kann
auch ein längeres Rohr 19 (Fig 3) oder 191
(Fig. 4) treten, welches den Schornstein auf seiner ganzen Länge bezw. zum grofsen Theil
umgiebt. Durch diese ' Einrichtung ' werden Verluste an Wärme durch Ableitung oder Ausstrahlung
von der Schornsteinwandung vermieden. Diese Wärme wird von der zwischen der Aufsenwandung des Schornsteins und dem
Rohr 19 bezw. 191 aufsteigenden Luft aufgenommen.
Bei der in Fig; 5 gezeigten Abart ist am oberen Theil 15 des Schornsteins oder Cylinders
ein äufserer, oben offener Mantel 20 vorgesehen, welcher nicht ganz bis zum oberen
Rand des Schornsteins reicht und unten derart eingeengt ist, dafs er hier sich dicht an die
Schornsteinwandung anschliefst.
Die Luft tritt in den Mantel 20 von oben ein und wird an der Wandung des heifsen
Schornsteins vorgewärmt, so dafs sie bereits etwas angewärmt in den Schornstein gelangen
kann. Der Eintritt in denselben kann in beliebiger Weise vermittelt werden, beispielsweise
durch Oeffnungen 21 in der Schornsteinwandung. Das Ablenkungsstück 8 ertheilt der Luft
die erforderliche Richtung.
Die Einleitung der Luft kann auch durch in den Schornstein hineinragende, oben nach aufsen
abgebogene Rohre 22 (Fig. 6) erfolgen. In dieser Figur ist gegenüber den Rohren 22 ein
ähnliches, jedoch aufsen angebrachtes Rohr 23 gezeigt, welches unten in den Schornstein einmündet.
Das Bogenstück 24 ist einfach auf den Rand des Schornsteins gehängt und kann in dieser Lage, falls erforderlich, befestigt werden.
An der Einmündungsstelle des Rohres 23 ist im Innern des Schornsteins ein Ablenkungsrohr 25 vorgesehen.
Bei der in Fig. 7 gezeigten Abart besteht das Ablenkungsstück 81 aus einem inneren Rohr,
welches ein beträchtliches Stück über den Schornstein vorragt und mit einer äufseren
Ummantelung ig1 in Verbindung steht. Der
Verbindungsring 18 dient als Windschutz. Der
Mantel 191 kann eine beliebige Länge an-'
nehmen. Diese Abart eignet sich insbesondere für Schornstein- oder Abzugsrohre, die zu kurz
sind und infolge dessen einen ungenügenden Zug besitzen, da durch Anbringen der Einrichtung,
welche eine Verlängerung des Schornsteins darstellt, der Zug wesentlich verbessert
wird.
Eine ähnliche, aber abnehmbare Vorrichtung zur Verlängerung des Schornsteins ist in den
Fig. 8 und 9 gezeigt. Das Verlängerungsrohr 26 hat einen ebenso grofsen Durchmesser wie das
Abzugsrohr oder der Schornstein und kann an diesem durch Nieten oder sonstwie befestigt
werden. Im Innern des Verlängerungsrohres 26 befindet sich ein zweites, durch Stege 27 befestigtes Rohr 8 von geringerem
Durchmesser, welches oben vorragt und somit weiter zur Verlängerung beiträgt. - Bei dieser
Einrichtung ist nicht allein der Weg des Rauches, sondern auch der der Luft verlängert.
Die in Fig. 10 gezeigte Abart unterscheidet sich von den letztbeschriebenen im wesentlichen
dadurch, dafs der Windschutz 18 eine Ausbuchtung erhält und somit eine gröfsere
Kammer bildet.
Die oben beschriebenen äufseren Mäntel werden vortheilhaft aus einem die Wärme
schlecht leitenden Stoff gefertigt.
Die in den Fig. 11 und 12 gezeigten Abarten
eignen sich insbesondere für Cylinder oder Tulpen an Lampen, Gasbrennern oder anderen Beleuchtungsgegenständen.
Bei dem in Fig. 11 gezeigten Lampencylinder
28 ist das obere Ende wulstartig ausgebaucht, besitzt einen engeren, einwärts gerichteten
Rohransatz 8 und ist oben mit seitlichen Löchern 29 versehen. Die Wirkung ist ähnlich, wie mit Bezug auf Fig. 2 beschrieben.
In Fig. 12 ist ein glatter Cylinder 28 gezeigt,
dessen inneres, oben vorragendes Ablenkungsstück 81 durch Stege 30 mit dem Cylinder
verbunden und mit diesem aus einem Stück gefertigt ist.
An Lampen oder Beleuchtungsgegenständen angewendet, hat die Vorrichtung nicht allein
die Wirkung, dafs die Leuchtstärke erhöht wird, sondern auch, dafs keine schädlichen
Gase in die Umgebungsräume entweichen.
Die Ablenkungsstücke dürfen den Schornstein nicht zu sehr verengen, da sonst die Abzugsgase
oder der Rauch durch die Luftkanäle entweichen. Für gewöhnlich darf die Schornsteinöffnung
nicht mehr als auf die Hälfte eingeengt werden, es empfiehlt sich vielmehr, den Durchgang für den Rauch oder die Verbrennungserzeugnisse
bedeutend gröfser zu
wählen als den für die eintretende Luft. Schliefslich empfiehlt es sich auch, das Rohr
für die austretenden Gase höher ausmünden zu lassen als die Oeffhung für die eintretende
Luft.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Zuführung von Luft zu Feuerungen, dadurch gekennzeichnet, dafs
central im oberen Ende des Schornsteins ein Rohr (8), welches auf eine kurze Strecke
in den Schornstein einmündet und oben vorragt, derart angeordnet ist, dafs zwischen
Rohr und Schornsteinwandung Luft eintreten und in unmittelbarer Berührung mit den abziehenden Feuergasen zur Feuerung gelangen kann.
2. Ausführungsform der unter Anspruch 1 angegebenen Vorrichtung, gekennzeichnet
durch eine kurze, dicht unter dem oberen Rande des Schornsteins angeordnete Ummantelung
(20, Fig. 5), welche oben offen, unten aber geschlossen ist und hier durch Oeffnungen (21) mit dem Schornsteininneren in Verbindung steht, über welchen
Oeffnungen sich ein oben erweitertes, abwärts gerichtetes Rohr (8) von geringerem
Durchmesser an die Wandung des Schornsteins anschliefst.
3. Eine Ausführungsform der unter Anspruch 1 angegebenen Vorrichtung, gekennzeichnet
durch eine Anzahl kurzer, gerader oder gekrümmter Rohre (22, 24 und 23, 25) von verhältnifsmäfsig geringer Durchgangsöffnung,
welche derart in das obere Ende des Schornsteins einmünden, dafs ihre unteren Enden parallel zur Schornsteinmittellinie
dicht an der Innenwandung herabreichen.
4. Eine Ausführungsform der unter Anspruch 1 oder 2 angegebenen Vorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, dafs das Rohr (8, Anspruch 1) bezw. das obere Ende des Schornsteins
(Anspruch 2) nach aufsen umgebördelt ist und dadurch als Windschutz (18) dient.
5. Eine Ausführungsform der unter Anspruch 4 angegebenen Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet,
dafs sich an die Umbördelung (18) ein Rohr (17 bezw. 19 oder 191) anschliefst
von entsprechend gröfserem Durchmesser als der Schornstein (Fig. 2, 3 und 4).
6. Eine weitere Ausbildung der unter Anspruch i, 2 oder 3 angegebenen Vorrichtung,
gekennzeichnet durch ein Ableitungsstück (9, Fig. 1) von entsprechender Krümmung
, welches an Abzweigungen oder Krümmungen des Abzugskanals angebracht wird und die Ueberleitung der sich entgegenbewegenden
Ströme veranlafst.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE96504C true DE96504C (de) |
Family
ID=367640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT96504D Active DE96504C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE96504C (de) |
-
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