DE952038C - Drahtreutergeraet - Google Patents
DrahtreutergeraetInfo
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- DE952038C DE952038C DEL18009A DEL0018009A DE952038C DE 952038 C DE952038 C DE 952038C DE L18009 A DEL18009 A DE L18009A DE L0018009 A DEL0018009 A DE L0018009A DE 952038 C DE952038 C DE 952038C
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Links
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- 238000001035 drying Methods 0.000 description 4
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- 235000013325 dietary fiber Nutrition 0.000 description 1
- 235000015097 nutrients Nutrition 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F25/00—Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
- A01F25/12—Racks for drying purposes
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvester Elements (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 8. NOVEMBER 1956
L 18009 III j 45 e
Drahtreutergerät
Das Trocknen von Grünfuttermassen (Wiedengras u. dgl.) zum Zwecke besserer Aufbewahrung
als Rauhfutter in der Landwirtschaft erfolgte jahrhundertelang durch die Bodentrocknung (Bodenwerbung).
Vor allem in den letzten Jahrzehnten bemühte man sich von der Bodentrocknung immer
mehr Abstand zu nehmen, da durch sie beträchtliche Nährstoffverluste zu verzeichnen sind. Man
verwandte zuerst einfache Holzgerüste (Dreibock u. dgl.), auf die man halbvorgetrocknetes Heu zur
Fertigtrocknung aufhängte.
Im weiteren Bestreben, zu immer wirksameren Trocknungsmethoden zu gelangen, um zugleich
unabhängiger vom Wetter zu werden, im Notfall sogar in Regenzeiten mit der Heuwerbung zu
beginnen, übernahm man den Drahtreuter aus Schweden, den sogenannten Schwedenreuter. Der
Schwedenreuter in seiner ursprünglichen übernommenen Form wurde ohne Hilfsgeräte so gebaut,
daß man in gerader Linie auf der Wiese oder auf dem Acker in wechselnder Länge ein Schnurgerüst
mit vier oder fünf übereinandergelegenen Drähten so aufstellte, daß von einem Verankerungspfahl
aus, an dem alle Drähte befestigt wurden, mit einem Abstand von etwa 2 m voneinander senk- as
rechte, in erforderlicher Anzahl etwa 2 m hohe Pfähle zum Halten der Drähte eingerammt wurden.
Auf diese Drähte wird das grüne Gras zum Trocknen aufgehängt. Diese Schwedenreuter sind
allgemein bekannt. Da sie jedoch eine umstand-
liehe zeitraubende Arbeit erforderlich machen, begann man Hilfsgeräte zu schaffen, die erleichternd
und beschleunigend wirken können.
Um die vier oder fünf übereinanderliegenden Drähte gleichmäßig spannen zu können, hat man
Geräte gebaut, bei denen auf einem· Rahmen eine entsprechende Anzahl von Drahtrollen untereinander
angebracht waren. Jede dieser Drahtrollen saß auf einer Achse mit Kurbel, wobei die Achse
ίο an dem Ständerrahmen drehbar gelagert war. Wenn man durch eine solche Vorrichtung wohl in
der Lage war, die einzelnen Drähte individuell zu spannen, so mußte man jedoch in Kauf nehmen,
daß der Ständerrahmen mit den vier bzw. fünf Rollen, Lagern und Kurbeln eine verhältnismäßig
große Bauhöhe aufwies und überdies verhältnismäßig kostspielig war. Hinzu kam noch das nicht
unerhebliche Gewicht, da ja jede Rolle eine Achse und zwei Lager für sich benötigte. Wenn man
berücksichtigt, daß für mittlere und größere Betriebe zwanzig und mehr derartige Rahmen benötigt
wurden, so erkennt man, daß die Kosten des einzelnen Gerätes eine nicht unerhebliche Rolle
spielen mußten.
Gemäß der Erfindung sind bei einem Drahtreutergerät, bestehend aus Ständerrahmen mit
daraufgelagerten, durch Handkurbeln drehbaren Drahtrollen, die Drahtrollen auf einer gemeinsamen,
mit einer Handkurbel versehenen Welle frei drehbar nebeneinander angeordnet; außerdem sind
Mittel, z, B. Fixierhaken, vorgesehen, jede Rolle starr mit der Welle zu verbinden bzw. zu lösen.
Außer den bereits im vorstehenden genannten Kostenfragen ist auch die Bedienung eines Gerätes
nach der Erfindung einfacher als diese Geräte mit einer Anzahl untereinander angeordneter Drahtrollen.
Bei den bekannten Reutern muß jede Welle eine besondere Sperrklinke besitzen, während bei
der Anordnung nach der Erfindung dafür nur ein einziger Steckbolzen erforderlich ist.
Hinzu kommen noch eine Anzahl weiterer Vorteile, die im ganzen gesehen einen erheblichen
Fortschritt gegenüber dem bisherigen Entwicklungsstande ergeben.
Bei den bekannten Reutern ist es wohl möglich, die Drähte einzeln herauszukurbeln, dies ist aber
nicht nur möglich, sondern vielmehr unerläßlich. Das Herausziehen mehrerer Drähte wird daher
eine merkliche Zeit in Anspruch nehmen. Bei dem Reutergerät nach der Erfindung dagegen ist es
ebenfalls möglich, nur je eine Rolle mit ihrem zugehörigen Draht zu betätigen, was einfach dadurch
erfolgt, daß nur der dazugehörige Haken mit der Welle kraftschlüssig verbunden wird. Im Gegensatz
zu den Geräten mit untereinander angebrachten, einzeln gelagerten Drahtrollen ist es
iedoch möglich, auch mehrere oder sogar alle Rollen gleichzeitig mit der Welle zu verbinden
und dadurch nach Belieben einzelne Drähte oder aber, wenn es gewünscht wird, alle Drähte gleichzeitig
gemeinsam herauszuziehen. Schließlich sei nocli darauf hingewiesen, daß bei der Anordnung
nach der Erfindung je nach dem vorliegenden Bedarf mit zwei, drei oder mehr Rollen gearbeitet
werden kann. Will man beispielsweise nur zwei Drähte spannen, so zieht man die übrigen Rollen
von der Welle ab und läßt nur zwei Rollen auf der Welle im Gerät. Bei den bisher verwendeten
Geräten konnte man wohl die benötigten Rollen mit ihren Wellen abnehmen, jedoch mußte man die
verhältnismäßig schweren und großen Rahmen mit dem nicht benötigten Lager transportieren, während
bei dem Gerät nach der Erfindung der Rahmen an sich wesentlich kleiner sein kann, da ja nur eine
Welle vorgesehen ist, bei der die Drahtrollen dicht nebeneinander sitzen, so daß nur eine geringe
Rahmenbreite erforderlich ist.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt das Gerät mit Ständerrahmen in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 zeigt die Walze oder Welle; Fig. 3 zeigt eine Drahtrolle mit Fixierloch und
Fixierhaken.
Es gelten für alle Figuren für alle Teile die gleichen Bezugszeichen.
Der U-förmig ausgebildete Ständerrahmen 1 trägt an seinem unteren Ende eine Querschiene 2,
welche, abgesehen von der nötigen Stabilität, ein zu tiefes Einsinken des Rahmens in den Erdboden
verhindert. An dem oberen Teil des Rahmens 1 ist eine Kette 3 angebracht, die zur Verankerung des
Rahmens dient. Im oberen Teil des Rahmens, in zwei Lagern 4 gelagert, sitzt die Walze oder
Welle 5, auf deren einem Ende eine Handkurbel 6 sitzt. Auf dieser Welle 5 sitzen eine Anzahl von
Drahtrollen 7, von denen eine in perspektivischer Ansicht in Fig. 3 gezeichnet ist. Jede dieser
Rollen 7 weist einen Fixierhaken 8 auf, dessen Fixierstift 9 in Bohrungen 10 in der Welle 5 ein- 1°°
greift. Durch diesen Fixierhaken ist man in der Lage, nach Wunsch jede der Drahtrollen 7 auf der
Welle 5 zu fixieren oder aber zu lösen. Die Welle 5 mit den daraufsitzenden Drahtrollen 7 ist mit Hilfe
eines Fixierstiftes 11 feststellbar. Man ist also in
der Lage, ganz nach Wunsch entweder die gesamte Welle 5 mit allen oder mit -einzelnen Rollen starr
zu kuppeln bzw. die Weile mit den darauf festgekuppelten Drahtrollen 7 mit Hilfe des Stiftes 11
festzustellen. no
Claims (4)
1. Drahtreutergerät, bestehend aus Ständerrahmen mit darauf gelagerten, durch Handkurbel
drehbaren Drahtrollen, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtrollen (7) auf einer
gemeinsamen, mit einer Handkurbel (6) versehenen Welle (5) frei drehbar nebeneinander
angeordnet sind und daß Mittel, z. B. Fixierhaken (8), vorgesehen sind, jede Rolle starr
mit der Welle zu verbinden bzw. zu lösen.
2. Drahtreutergerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine am oberen Teil des
Ständerrahmens (1) befestigte Verankerungskette
(3).
3· Drahtreutergerät nach den. Ansprüchen ι
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständerrahmen zwei Lager (4) für die Welle
(5) aufweist sowie eine Querschiene (2) als Bodenauflage.
4. Drahtreutergerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch Mittel zur Fixierung
der Drehung der Welle (5) in ihren Lagern (4), beispielsweise einen durch Welle
und Lager gesteckten Fixierstift (11).
In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 162 803.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 514/55 5. (609 677 11.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL18009A DE952038C (de) | 1954-02-18 | 1954-02-18 | Drahtreutergeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL18009A DE952038C (de) | 1954-02-18 | 1954-02-18 | Drahtreutergeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE952038C true DE952038C (de) | 1956-11-08 |
Family
ID=7260941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL18009A Expired DE952038C (de) | 1954-02-18 | 1954-02-18 | Drahtreutergeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE952038C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1122316B (de) * | 1956-05-07 | 1962-01-18 | Otto Maus | Drahtreuter-Trockengestell fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse |
| DE1241660B (de) * | 1966-01-24 | 1967-06-01 | Dr Konrad Buck | UEberdachter Langreuter |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT162803B (de) * | 1947-05-17 | 1949-04-11 | Anna Krobath | Trockengestell für landwirtschaftliche Mähprodukte |
-
1954
- 1954-02-18 DE DEL18009A patent/DE952038C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT162803B (de) * | 1947-05-17 | 1949-04-11 | Anna Krobath | Trockengestell für landwirtschaftliche Mähprodukte |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1122316B (de) * | 1956-05-07 | 1962-01-18 | Otto Maus | Drahtreuter-Trockengestell fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse |
| DE1241660B (de) * | 1966-01-24 | 1967-06-01 | Dr Konrad Buck | UEberdachter Langreuter |
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