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DE959408C - Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen

Info

Publication number
DE959408C
DE959408C DEB22954A DEB0022954A DE959408C DE 959408 C DE959408 C DE 959408C DE B22954 A DEB22954 A DE B22954A DE B0022954 A DEB0022954 A DE B0022954A DE 959408 C DE959408 C DE 959408C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
foam
solutions
foams
synthetic resins
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB22954A
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Lenz
Dr Hans Scheuermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB22954A priority Critical patent/DE959408C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE959408C publication Critical patent/DE959408C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/30Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof by mixing gases into liquid compositions or plastisols, e.g. frothing with air

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Lösungen von härtbaren Kunstharzen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Lösungen von härtbaren Harzen unter Zusatz von schaumbildenden Stoffen und Härtungskatalysatoren. In der Regel wird bei diesem Verfahren Luft in die vorhin genannten Mischungen eingerührt und als Porenbildner verwendet. Man hat aber auch schon vorgeschlagen, solche Gase, die eine schlechtere Wärmeleitfähigkeit als Luft besitzen, in die Kunststoffmassen einzubringen und dadurch deren Wärmefsolierungsvermögen zu verbessern.
  • Die bisher bekannten Verfahren führen jedoch bei der Verwendung anderer Gase als Luft nicht zu befriedigenden Ergebrn.ssen, da die erzeugten Schaummassen nicht formbeständig sind, sondern häufig bereits beim Auskondensieren der Vorkondensationsprodukte zerfallen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man auch unter Verwendung von anderen Gasen als Luft aus Lösungen von härtbaren Kunstharzen Schaumstoffe herstellen kann, wenn der Schaum während des Entfernens des Lösungsmittels und des Erhärtens in einer Atmosphäre des gleichen Gases verbleibt, das zur Porenbildung verwendet wird. Die Lözungen der härtbaren Kunstharze werden dabei vorher in einer Vorrichtung mit anderen Gasen als Luft verschäumt, der Schaum wird aus dieser Vorrichtung herausgedrückt und nach dem Entfernen des Lösungsmittels ausgehärtet.
  • Die den Schaum aufbauenden härtbaren Kunstharze können z. B. auf Basis von Harnstoff, Melamin oder Phenolen bzw. deren Derivaten oder Gemischen und von Aldehyden hergestellt werden.
  • Der Kondensationsgrad dieser Produkte wird zweckmäßig so eingestellt, daß sie in d'em verwendeten Lösungsmittel, das in der Regel Wasser ist, zwar noch löslich sind, jedoch sehr leicht durch Einwirkung von Härtungskatalysatoren in den unlöslichen Zustand übergehen. Als Härtungskatalysatoren sind vorzugsweise anorganische und organische Säuren oder potentiell saureHärtungsmittel, wie Ammoniumsalze, geeignet. Als Schaummittel kann man beispielsweise alkylierte Naphthalinsulfonsäuren benutzen.
  • Als Beispiele für Gase, die gemäß diesem Verfahren zur Schaumherstellung verwendet werden sollen, seien Kohlensäure, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluorid u. dgl. genannt.
  • Zur Durchführung des Verfahrens kann man wäßrige Lösungen härtbarer Harze, vorzugsweise von Harnstoff oder Melaminharzen, unter Zufügen von Säuren bzw. sauren Schaummitteln, wie ß-Naphthalinsulfonsäure, in rasch laufenden geschlossenen Rührwerken mit dem betreffenden Gas vermischen. Der erzeugte Schaum wird in Formen abgelassen, nach völligem Erstarren ausgeformt und anschließend in dem gleichen Gas getrocknet.
  • Es ist zweckmäßig, vor dem Hinzufügen der Kunstharz lösung die Luft durch das gewünschte Gas zu verdrängen. Sobald das Harz genügend kondensiert ist und der Schaum eine ausreichende Stabilität besitzt, wird er unter Nachfüllen von Gas in Formen abgelassen. Diese Formen werden in geschlossene Kanäle geschoben, die mit den gleichen Gas wie das Rührgefäß gefüllt sind. Sobaldl die Schaunimasse formbeständig geworden ist, kann man sie aus der Form entnehmen und anschließend in einem Trocken raum bei 40 bis 600 trocknen. Der Trockenraum ist ebenfalls mit dem gleichen Gas gefüllt wie das Rührgefäß. Der Wasserdampf wird aus dem Trockenraum, zweckmäßig durch Umwälzen des Gases und Ausfrieren des Wassers, entfernt.
  • Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann man die wässrige Lösung des härtbarren Vorkondensates und die schaumbildenden Mittel in getrennten Gefäßen mit unter Druck stehenden Gasen verschäumen und dann vereinigen und aushärten lassen. Auch bei dieser Arbeitsweise erfolgt die Aushärtung in Gegenwart des Gases, das als Porenbildner diente.
  • Die Schaummassen können auch kontinuierlich hergestellt werden. Dazu führt man z. B. in den einseitig geschlossenen Rührbehälter an dem geschlossenen oberen Teil des Behälters das Gas. und die Schaummittellösung zu. In den sich bildenden Schaum wird an einer dem Ausgang genäherten Stelle die Lösung des härtbaren Harzes eingeführt und die Mischung durch rasches Rühren aufgeschäumt. Der entstandene Harzschaum wird aus dem Gefäß durch den Überdruck des Gases auf ein endloses Band befördert. Das endlose Band läuft durch einen Kanal, der geheizt sein kann und in dem im Gegenstrom das zum Schaumigriühren verwendete Gas dem Schaumstrom entgegenströmt.
  • Durch Verwendung von erwärmten Gas kann die Verfestigung des Schaumes beschleunigt werden.
  • Sofern die zur Herstellung des Schaumes verwendeten Harzlösungen selbst schaumerzeugende oder stabilisierende Eigenschaften besitzen, können auch bei der vorstehenden Arbeitsweise Schaummittel und Harzlösung sofort miteinander vermischt und gemeinsam mit dem bei der Verschäumung verwendeten Gas in den oberen Teil des Rührgefäßes eingeführt werden. In Sonderfällen kann es auch möglich sein, auf das Schaummittel überhaupt zu verzichten.
  • Bei der Herstellung des Schaumes wird man vorteilhafterweise die Bedingungen so wählen, daß die zur Verfestigung des. Schaumstoffes notwendigen Zusatzstoffe, wie z. B. Katalysatoren, bei Normaltemperatur die notwendige Reaktionsgeschwindigkeit entwickeLn. Es ist jedoch auch möglich, im Rührgefäß höhere Temperaturen anzuwenden, um eine raschere Verfestigung des Schaumes zu erreichen.
  • Die Temperatur des an das Rührgefäß sich anschließenden gasdurchflossenen Kanals, in dem die.
  • Trocknung und Verfestigung des Schaumes stattfindet, wird den Eigenschaften des zur Herstellung des Schaumstoffes verwendeten Materials angepaßt.
  • Sie wird im allgemeinen bei Verwendung von Kondensationslösungen, die bei Temperaturen von etwa 200 gerührt werden, 50 bis I00° betragen.
  • Um eine Diffusion der in den Schaummassen enthaltenen Gase zu verhindern, kann man sie mit porenfreien Überzügen, z. B. durch Überstreichen oder Überspritzen mit Lack- oder Bitumenlösungen, versehen. Man kann die Schaumstoffe auch in bekannter Weise in Folien, z. B. aus Polyvinylchlorid, Polystyrol oder Aluminium, einschlagen.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Beispiel I In das oben geschlossene Rührgefäß I von 701 Inhalt werden durch den Stutzen 2 390 ccm eines Gemisches aus 6g dibutylnaphthalinsEulfonsaurem Natrium 28 g 50%iger Phosphorsäure und 360 g Wasser je Minute eingesprüht. Ferner werden in das Gefäß durch die Öffnung 3 je Minute 32 1 Methylchlorid, das unter einem geringen Überdruck steht, und durch dile Einführung 4 ggo ccm einer in üblicher Weise hergestellten, etwa 380/oigen Kondensationslösung aus Harnstoff und. Formaldehyd gedrückt. Die Lösung des VorkondensateF aus Harnstoff und Formaldehyd ist im Verhältnis I: I bis 1 : 2 mit Wasser verträglich. Das Rührwerk 5 wird auf etwa 300 Umdrehungen pro Minute eingestellt, und es entsteht ein sehr fein- poriger, mit Methylchlorid gefüllter Kunstharzschaum. Je Minute verlassen 32 l des Kunstharzschaumes durch die Ablaßöffnung 6 das Gefäß. Der Schaum gelangt in den Kanal 7, wo er von einem Transportband 8 übernommen wird. In dem Kanal befindet sich ebenfalls Methylchlorid, das im Gegenstrom zu dem Schaumstoffband durch ihn gefördert wird. Die Temperatur der Kanalwandungen beträgt, ebenso wie die Temperatur des eintretenden Methylchlorids, I00° C. Durch Walzendichtungen tritt der fertig getrocknete und auskondenvierte Schaum aus dem Trockenkanal aus und wird anschließend sofort in gasdichte Kunststoffolien g eingeschlagen. Das den Kanal 7 durchströmende Methylchlorid wird im Kreislauf geführt und im Kühler 10 zum Ausfrieren des Wasserdampfes gekühlt und in der Wärmevorrichtung ii erneut aufgeheizt.
  • Beispiel 2 Nach der Arbeitsweise von Beispiel I werden in den Rührbehälter je Minute 801 Difluor-dichlormethan, 990 ccm einer 45%igen Lösung eines Harzes, das durch Kondensation von 3 Mol Formaldehyd, I,5 Mol Harnstoff und 0,2 Mol Phenol hergestellt wurde, sowie 390 ccm eines Gemisches aus 10 g dibutylnaphthalinsulfonsaurem Natrium, go ccm Phosphorsäure (50%ig) und 250 ccm Wasser eingeführt. Die Menge des den Behälter kontinuierlich verlassenden Schaumes beträgt je Minute 70 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Lösungen von härtbaren Kunstharzen, die mit anderen Gasen als Luft als Porenbilduer in einer Vorrichtung verschäumt werden, wonach der Schaum aus ihr herausgedrückt und nach Entfernen des Lösungsmittels ausgehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaum während des Entfernens des Lösungsmittel's und des Erhärtens in einer Atmosphäre des gleichen Gases verbleibt, das zur Porenbildung verwendet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 883 203 8I3 598.
DEB22954A 1952-11-16 1952-11-16 Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen Expired DE959408C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB22954A DE959408C (de) 1952-11-16 1952-11-16 Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen

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DEB22954A DE959408C (de) 1952-11-16 1952-11-16 Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE959408C true DE959408C (de) 1957-03-07

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DEB22954A Expired DE959408C (de) 1952-11-16 1952-11-16 Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE813598C (de) * 1950-03-04 1951-09-13 Basf Ag Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Schaummassen aus Harzen, Leimen u. dgl.
DE883203C (de) * 1950-09-26 1953-07-16 Carl Dr Franz Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE813598C (de) * 1950-03-04 1951-09-13 Basf Ag Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Schaummassen aus Harzen, Leimen u. dgl.
DE883203C (de) * 1950-09-26 1953-07-16 Carl Dr Franz Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel

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