DE959303C - Vorrichtung zum Bestrahlen verschieden grosser Flaechen mit kuenstlich radioaktiven Stoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Bestrahlen verschieden grosser Flaechen mit kuenstlich radioaktiven StoffenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Bestrahlen verschieden groß er Flächen mit künstlich radioaktiven Stoffen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bestrahlen verschieden großer Flächen mit künstlich radioaktiven Stoffen.
- Es ist bekannt, auf einer Walze eine Mehrzahl von Radiumröhrchen aufzubringen und mit dieser Walze die zu behandelnde Fläche zu überrollen.
- Diese Anordnung hat, abgesehen von den hohen Kosten des Radiums, den Nachteil, daß keine gleichmäßige Bestrahlung der Fläche möglich ist, da die Strahlenemission über den Umfang der Walze schwankt.
- Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Bestrahlen von Flächen zu schaffen, die billig in der Herstellung ist und eine vollkommen gleichmäßige Strahlungsintensität beim Behandeln beliebiger Flächen besitzt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Walze, die auf ihrer Mantelfläche mit einer Auflage eines künstlich radioaktiven Strahlers, vorzugsweise Strontium go, überzogen ist und mit Hilfe geeigneter Mittel über die zu bestrahlende Fläche geführt wird.
- Als Walze kann ein beliebig geformter Rotationskörper verwendet werden. Die Oberfläche der Walze ist vorzugsweise mit einem inaktiven Schutzüberzug, der einen Verlust von Aktivität sicher vermeidet, überzogen. Die Walze wie auch der Überzug können aus metallischen, keramischen, organischen oder beliebigen anderen geeigneten Werkstoffen bestehen.
- Es ist nicht unbedingt erforderlich, die Strahlung nur an der Oberfläche anzubringen. Die strahlende Substanz kann vielmehr auch etwa gleichmäßig im Werkstoff, aus dem die Walze hergestellt ist, verteilt sein.
- Auf einer Achse können nebeneinander mehrere Walzen, und zwar mit oder ohne Zwischenstücke, angeordnet sein, wodurch jeweils ein breiterer Streifen der zu behandelnden Oberfläche bestrahlt werden kann.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im nachstehenden an Hand dieser Zeichnung beschrieben: Fig. I zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung in Ansicht; Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. I; Fig. 3 zeigt in Seitenansicht den Strahlerkopf mit einer anderen Ausführung des Strahlenschutzes; Fig. 4 gibt ähnlich Fig. 3 einen Strahlerkopf mit einer Einrichtung, mit der die Walze für die Lagerung wahlweise ganz abgedeckt werden kann, in ihrer unwirksamen Stellung wieder; Fig. 5 zeigt die Abdeckung in ihrer wirksamen S,tellung, in der keine Strahlen austreten können; Fig. 6 zeigt eine Steuer- und Kontrollvorrichtung für die erfindungsgemäße Vorrichtung.
- Wie aus den Fig. I und 2 ersichtlich, ist eine als Rotationskörper geeigneter Form ausgebildete Walze I, die hier eine zylindrische Form hat und beispielsweise eine Breite von 0,5 bis I cm-haben kann, auf ihrer Außenseite mit einer gleichmäßigen Schicht eines künstlich radioaktiven Strahlers überzogen.
- Für die Bestrahlung von - Höhlungen od. dgl. wird zweckmäßig eine Walze mit konvexer und für die Bestrahlung erhabener Flächen, etwa des Nasenrückens, eine Walze mit konkaver Oberfläche verwendet. Entsprechend kann die Walze durch Wahl ihrer Oberflächenform allen vorkommenden Fällen angepaßt werden.
- Die Walze 1 ist drehbar in einer Halterung 3 gelagert, die in eine Verlängerung 4 des Handgriffes 6 eingeführt ist und hier durch eine Feststellschraube 5 gehalten wird. Die Halterung 3 mit der Walze 1 kann durch Lösen der Feststellschraube 5 von dem Handgriff getrennt und gegebenenfalls gegen eine Halterung mit einer Walze von anderer Form und/oder Breite ausgetauscht werden. Die Lösbarkeit der Halterung 3 hat den weiteren Vorteil, daß für die Aufbewahrung nur die Halterung mit der Walze strahlengeschützt gelagert zu werden braucht.
- Zwischen dem Handgriff 6 und der Walze I ist als Strahlenschutz eine Scheibe 7 vorgesehen, die bei Betastrahlern beispielsweise aus organischem Glas bestehen kann. Diese Scheibe ist zweckmäßig, wie aus Fig. 2 ersichtlich, so gewölbt, daß ihre Ränder höher liegen als ihre Mitte.
- Eine andere Ausführungsform des Strahlenschutzes erhält man, wenn man über die Walze an der Halterung 3 einen Schirm 70 anbringt, der zylindrisch gewölbt ist, mit einem Krümmungsradius, der wenig größer ist als der der Walze und der mindestens ebenso breit ist wie die aktive Oberfläche der Walze.
- Unter dem zylindrisch gewölbten Schirm kann, etwa um die Walzenachse schwenkbar, ein zweiter Schirm 71 angeordnet sein, dessen Krümmungsradius zwischen dem des Schirmes 70 und dem der Walze liegt oder wenig größer als der des Schirmes 70 ist und der infolgedessen zwischen Walze und Schirm bzw. außen um den Schirm 70 geschwenkt werden kann. Auf diese einfache Weise ist es möglich, das Präparat im nicht benutzten Zustand immer abgeschirmt zu halten, so daß sich besondere Behälter zur strahlensicheren Lagerung erübrigen.
- Um eine bequeme Handhabung der Vorrichtung zu ennöglichen, ist der Handgriff 6 zweckmäßig mit einer Aussparung 6a für den Daumen oder Zeigefinger versehen.
- Um eine genaue Kontrolle über die behandelte Fläche zu haben, wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zweckmäßig mit einem Storchenschnabel, wie er in Fig. 6 gezeigt ist, oder einet ähnlichen Vorrichtung gekuppelt. Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann der Weg, der von der Walze zurückgelegt wird, genau registriert werden; damit ist eine ständige Kontrolle dafür gegeben, daß einerseits alle Teile der zu behandelnden Oberfläche erfaßt wurden, daß aber andererseits nicht einzelne Bereiche durch wiederholtes Überrollen einer zu starken Bestrahlung ausgesetzt - werden.
- In Fig. 6 ist der Schenkel des Storchenschnabels mit dem Handgriff 6 der erfindungsgemäßen Vorrichtung verbunden, beispielsweise mit Hilfe einer Klemmschraube 8, wie sie in Fig. 2 angedeutet ist. Der Schenkel 11 trägt an seiner unteren Verlängerung I2 ein Zeichengerät I3, beispielsweise einen Bleistift, der den zurückgelegten Weg auf einem Blatt Papier 14 registriert. Auf diesem Papier kann der Umriß 15 der zu behandelnden Fläche I6 aufgetragen sein, wodurch gleichzeitig eine Kontrolle dafür gegeben ist, daß wirklich nur diese Fläche bestrahlt wird, diese aber in ihrer gesamten Ausdehnung.
- Es ist auch der umgekehrte Weg denkbar, daß auf einem Blatt Papier zunächst die zurückzulegenden Bahnen aufgezeichnet werden, beispielsweise unter besonderer Berücksichtigung der Intensitätsverteilung über die Fläche, und daß dann die Bestrahlungsvorrichtung über denStorchenschnabel von dieser Zeichnung aus gesteuert wird.
- PATENTANSPR0CltE: I. Vorrichtung zum Bestrahlen verschieden großer Flächen mit künstlich radioaktiven Stoffen, gekennzeichnet durch eine als Rotationskörper beliebiger Form ausgebildete Walze, aus deren Oberfläche die von einem künstlich radioaktiven Strahler, beispielsweise Strontium go, herrührende Strahlung austritt und die mit Hilfe geeigneter Mittel über die zu bestrahlende Fläche geführt wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel der Walze mit einem künstlich radioaktiven Strahler, beispielsweise Strontium go, überzogen ist.3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der künstlich radioaktive Strahler, beispielsweise Strontium go, vorzugsweise gleichmäßig in dem Wertstoff, aus dem die Walze hergestellt ist verteilt ist.4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Walze mit einem inaktiven Schutzüberzug überzogen ist.5. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Walze und einem Handgriff ein Strahlenschutz angehracht ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Sttrahlenschutz eine Platte aus organischem Glas vorgesehen ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Strahlenschutz ein die Walze umfassender zylindrisch gewölbter Schirm vorgesehen ist mit einem Krümmungsradius, der wenig größer ist als der der Walze, wobei der Schirm mindestens ebenso breit ist wie die strahlende Oberfläche der Walze.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer zylindrischer Schirm vorgesehen ist, dessen Krümmungsradius wenig größer oder kleiner als der des ersteren Schirmes ist und der um die Walzenachse schwenkbar ist, wobei die Kreisbögen der beiden zylindrischen Schirme jeweils so zu wählen sind, daß sie sich in einer Stellung zu einem geschlossenen Zylinder ergänzen und sich dabei an ihren Enden vorzugsweise ein begrenztes Stück überlappen.9. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze in einer Halterung gelagert ist, die lösbar mit einem Handgriff verbunden ist.10. Vorrichtung nach einem der vorhergehen den Ansprüche, gekennzeichnet durch eine storchenschnabelähnliche tSbertragungseinrichtung, an deren einem Schenkel die Bestrahlungseinrichtung angebracht ist, während der andere Schenkel mit Registriermitteln versehen ist, mit denen die bestrahlte Fläche aufgezeichnet wird.
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| DE959303C true DE959303C (de) | 1957-03-07 |
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