DE1242999B - Vorrichtung zum rotierenden Stanzen von flexiblen Bahnen wie Papier, schwacher Karton, Folien od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum rotierenden Stanzen von flexiblen Bahnen wie Papier, schwacher Karton, Folien od. dgl.Info
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Description
- Vorrichtung zum rotierenden Stanzen von flexiblen Bahnen wie Papier, schwacher Karton, Folien od. dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum rotierenden Stanzen von flexiblen Bahnen wie Papier, schwacher Karton, Folien od. dgl. mit einer Trägerwalze für das einen Teil des Umfanges derselben bedeckende Schnittwerkzeug und zwei Gegendruckwalzen, zwischen denen die zu stanzende Bahn hindurchläuft, und einer Zurichtung zum Höhenausgleich der Schnittkanten des Werkzeuges. Mit einer solchen Vorrichtung kann ein Bandstreifen intervallweise im Durchlaufverfahren bestanzt werden. Es ist aber nicht möglich, damit eine lückenlose Bearbeitung zu erreichen, es sei denn, das Schnittwerkzeug würde den gesamten Umfang der Trägerwalze bedecken (deutsche Patentschrift 635 364). Solche Vollzylinderwerkzeuge mit Stanzlinien auf dem ganzen Umfang sind sehr kostspielig und sehr aufwendig in der Herstellung; sie sind sehr leicht einer Beschädigung ausgesetzt, erlauben keine direkte Zurichtung und lassen sich nur schwer aufbewahren. Man hat deshalb für die intervallweise Bestanzung das Schnittwerkzeug gesondert von der Trägerwalze hergestellt und mit dieser lösbar verbunden. Dabei sind bei einer bekannten Ausführung Stahllinien in einem bereits vorgeforinten Guß- oder Blechmantel eingesetzt und dort vernietet oder verlötet (belgische Patentschrift 606 840). Mit diesem Schnittwerkzeug lassen sich kleinforinatige Ausschnitte mit geschlossenen Stanzlinien nicht herstellen, und damit ein sauberer Stanzschnitt erzielt werden kann, müssen die Schneidlinien nach dem Aufspannen des Mantels nochmals überarbeitet werden. Eine eventuelle Zurichtung, d. h., ein Ausgleich bei zu hoch- oder zu tiefliegender Schnittkante kann nur auf der Gegendruckwalze erfolgen.
- Auf dem Gebiet der Rotationsdruckmaschinen ist es bekannt, eine Werkstückbahn zur kontinuierlichen Bearbeitung über einen Fornizylinder zu führen, der nur teilweise auf seinem Umfang mit einer Druckform besetzt ist. Es werden dann zwei Druckzylinder angewendet, und die Bahn wird über eine Schlaufe zweimal an den Formzylinder herangeführt (deutsche Auslegeschrift 1096 373).
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rotationsstanze zu schaffen, mit der eine lückenlose Bahnstanzung möglich ist, wobei ein rasch auswechselbares, leicht und preiswert herstellbares, jegliche Stanzarbeit exakt ausführendes Werkzeug benutzt werden kann.
- Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß das Schnittwerkzeug aus einer dünnen Platte aus flexiblem Werkstoff besteht, aus der die Schnittlinien erhaben herausgearbeitet sind, und die auf der Trägerwalze lösbar aufgespannt ist daß ferner die Zurichtung zwischen dem Schnittwerkzeug und der Trägerwalze angebracht ist, wobei die Anzahl der der Trägerwalze zugeordneten Gegendruckwalzen dem Verhältnis des Umfangs der Trägerwalze zur Länge des Schnittwerkzeuges entspricht, und die Werkstückbahn zur kontinuierlichen Bearbeitung über alle Gegendruckwalzen geführt ist und, wie beim Drucken bekannt, zwischen jeweils zwei Gegendruckwalzen eine um mindestens eine Führungswalze gelegte Schlaufe bildet. Zur leichten Justierung ist die Lagerung mindestens einer der Führungswalzen verstellbar ausgebildet.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch in einer Ansicht dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
- Auf eine Trägerwalze 1 ist über die Hälfte ihres Umfanges ein Schnittwerkzeug 2 lösbar aufgespannt. Diametral einander gegenüberliegend sind zwei Gegendruckwalzen 3 vorgesehen, über die eine Werkstückbahn 4 aus Papier oder Karton läuft. Die Gegendruckwalzen 3 liegen mit der über sie laufenden Werkstückbahn 4 an den Stellen A und B an der Trägerwalze 1 an.
- Auf der einen Seite der Trägerwalze 1 ist die Werkstückbahn 4 in Form einer Schlaufe von der Trägerwalze 1 abgehoben. Hierzu sind zwei Führungswalzen 5 vorgesehen, die im Abstand voneinander angeordnet sind und über die die Werkstückbahn 4 geführt ist. Die Länge der Schlaufe muß genau dem Umfang der Trägerwalze 1 oder einem vollen Vielfachen desselben entsprechen. Der Weg der Werkstückbahn 4 von der Stelle A bis zur Stelle C und von hier bis zur Stelle B entspricht jeweils der abgewickelten Länge des Schnittwerkzeuges 2. Zur Regelung der Länge der Schlaufe ist die eine Führungswalze 5, wie durch den Pfeil 6 veranschaulicht ist, verstellbar ausgebildet. Zwischen dem Schnittwerkzeug 2 und der Oberfläche der Trägerwalze 1 ist eine Zurichtung angeordnet.
- Beim kontinuierlichen Bearbeiten der Werkstückbahn 4, die von einer Vorratsrolle abläuft, wälzt sich das auf der Trägerwalze 1 angeordnete Schnittwerkzeug 2 gegen die beiden um 1801 gegeneinander versetzten Gegendruckwalzen 3 ab. Die Bahn 4 wird, nachdem sie an der Stelle A zwischen der ersten Gegendruck-walze 3 und der Trägerwalze 1 intervallweise bestanzt worden ist, von der Trägerwalze 1 abgezogen und um die beiden Führungswalzen 5 geführt. Wenn sich die Hälfte der Trägerwalze 1 mit dem auf ihr befestigten Werkzeug 2 gegen die erste Gegendruckwalze 3 abgerollt hat, befindet sich der Anfang des bearbeiteten Abschnittes der Bahn - 4 genau auf der Hälfte des Weges zur zweiten Gegendruckwalze 3 an der Stelle C. An der Stelle B zwischen der zweiten Gegendruckwalze 3 und der Trägerwalze 1 beginnt nunmebr der weitere Bearbeitungsvorgang, so daß durch das Abrollen der halben Oberfläche der Trägerwalze 1 durch das Schnitt-"verkzeug 2 der bisher unbearbeitete Teil der Bahn 4 bestanzt wird.
- Es kann erwünscht sein, daß beim Durchlaufen von der Bearbeitungsstelle A bis zur Bearbeitungsstelle B ein längerer Zeitraum verstreicht, wenn z. B. neben dem Stanzen gleichzeitig gedruckt werden und die Farbe antrocknen soll. Um dies zu erreichen, kann der schlaufenfönnige Weg der Werkstückbahn 4 vervielfacht sein. Bei einer großen Schlaufe läßt sich innerhalb derselben z. B. eine Farbauftragvorrichtung anordnen.
- Der für die Bearbeitung benutzte Teil der. Trägerwalze 1, also die Länge des Schnittwerkzeiiges 2, muß nicht notwendig, wie in der Zeichnung dargestellt, die Hälfte des Umfanges der Trägerwalze 1 betragen. Der Walzenumfang kann vielmehr in beliebi g viele gleiche Teile aufgeteilt und einer dieser Teile kann als Werkzeug ausgebildet sein. Die Anzahl der Gegendruckwalzen 3 muß dann der Teilung der Trägerwalze 1 entsprechen, um eine fortlaufende Bearbeitung zu ermöglichen.
- Das Schnittwerkzeug 2 besteht aus einer biegsamen Metallplatte von 0,6 bis 1,5 mm Dicke, aus der die Stanzform erhaben herausgearbeitet ist. Zum - Aufspannen des Schnittwerkzeuges 2 auf der Walze 1 sind an beiden Enden der streifenförmigen Platte freie Randstreifen vorgesehen, die über die eigentliche Stanzfläche vorstehen und mit Einrichtungen zum Befestigen der Platte, z. B. mit Löchern versehen sind. Wenn das Schnittwerkzeug 2 nach dem Aufspannen Stellen aufweist, an denen die Stanzlinien nicht genUend oder zu tief in die Werkstückbahn 4 eindringen, kommt die Zurichtung zum Zuge. es werden dann jene Stellen an der Unterseite des Schnittwerkzeuges 2 z. B. unterlegt oder unterklebt. Vielfach genügt die Unterlage eines dünnen Papierstreifens. Das Schnittwerkzeug 2 kann nachgeschärft und Beschädigungen können nach dem Abnehmen mit Leichtigkeit dadurch wieder ausgebessert werden, daß entweder die Platte von der Rückseite her getrieben oder ein neuer Plattenteil eingesetzt wird.
- Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine kontinuierliche, lückenlose und genaue Bearbeitung einer Werkstückbahn möglich ist mit einem einfachen, billig und schnell herstellbaren Werkzeug. Die Maschine läßt sich sehr schnell umstellen, denn das Schnittwerkzeug kann rasch ausgewechselt werden. Insbesondere läßt sich ein einwandfreies Stanzen mit in sich geschlossenen Stanzlinien erreichen. Die Aufbewahrung der im ab-Crenommenen Zustand flachen Schnittwerkzeuge nimmt wenig Raum in Anspruch; die Werkzeuge sind relativ unempfindlich. Ein entscheidender Vorteil liegt darin, daß die Zurichtung zwischen dem Schnittwerkzeug und der Trägerwalze angeordnet werden kann; denn hier läßt sich die zu korrigierende Stelle rasch und leicht auffinden, und es ergibt sich die Möglichkeit, daß die Gegendruckwalze einen anderen Durchmesser aufweist als die Trägerwalze, so daß beim gegenseitigen Abrollen stets neue Berührungsstellen auftreten und eine Beschädigung der Gegendruckwalze durch das Schnittwerkzeug im Laufe der Zeit vermieden wird.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum rotierenden Stanzen von flexiblen Bahnen wie Papier, schwacher Karton, Folien od. dgl. mit einer Trägerwalze für das einen Teil des Umfanges derselben bedeckende Schnittwerkzeug und zwei Gcgendruckwalzen, zwischen denen die zu stanzende Bahn hindurchläuft, und einer Zurichtung zum Höhenausgleich der Schnittkanten des Werkzeuges, d a d u r c h g c k e n n z e i c h n e t, daß das Schnittwerkzeug (2) aus einer dünnen Platte aus flexiblem Werkstoff besteht, aus der die Schnittlinien erhaben herausgearbeitet sind, und die auf der Trägerwalze (1) lösbar aufgespannt ist, daß ferner die Zurichtung zwischen dem Schnittwerkzeug (2) und der Trägerwalze (1) angebracht ist, wobei die Anzahl der der Trägerwalze (1) zugeordneten Gegendruckwalzen (3) dem Verhältnis des Umfanges der Trägerwalze (1) zur Länge des Schnitt' werkzeuges (2) entspricht, und die Werkstückbahn (4). zur kontinuierlichen Bearbeitung über alle Gegendruckwalzen (3) eeführt ist und, wie beim Drucken bekannt, zwischen jeweils zwei Geaendruckwalzen (3) eine um mindestens eine Führungswalze (5) gelegte Schlaufe bildet.
- 2. Vorrichtung. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung mindestens einer der Fübrungswalzen (5) verstellbar ausgebildet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 898 3901, 635 364, 177 681; , deutsche Auslegeschriften Nr. 1096 373, 1048 858, 1038 065; - französische Patentschrift Nr. 398 374; belgische Patentschrift Nr. 606 840.
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