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Kraftwagen, insbesondere mehrsitziger Sportwagen Die Erfindung bezieht
sich auf einen Kraftwagen, insbesondere mehrsitzigen Sportwagen, mit im Heck angeordnetem
Motor und stromlinienförmiger Karosserie, auf die ein haubenförmiger Aufsatz aufgesetzt
ist, der den Fahrgastraum und den nach hinten anschließenden Heckraum in Form eines
Stromlinienkörpers überdeckt.
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Es sind Kraftfahrzeuge bekannt, deren Wagenkasten aus einem tragflügelartigen
Unterteil und einem schmäleren, stromlinienförmigen Oberteil zusammengesetzt ist.
Des Oberteil überdeckt den Fahrgastraum sowie den sich anschließenden Heckraum und
ist unlösbar mit dem Unterteil verbunden. Es sind auch nichtstromlinienförmige Kraftfahrzeuge
bekannt, welche durch einen abnehmbaren, aus durchsichtigem Material bestehenden
Mantel abgedeckt werden und dadurch Stromlinienform erhalten. Der Mantel überdeckt
entweder den vornliegenden Motor oder das gesamte Fahrzeug, wobei im letzteren Fall
der Mantel zweiteilig ausgeführt und ein Teil klappbar am anderen befestigt ist.
Es sind ferner Sportwagen mit einem den Fahrgastraum überdeckenden, haubenförmigen
Aufsatz aus durchsichtigem Werkstoff bekannt, der zur Verwandlung in einen offenen
Wagen abnehmbar ausgebildet ist. Diese Fahrzeuge -sind wohl bei abgenommenem
Aufsatz als strömungsgünstig zu bezeichnen, nicht jedoch wenn, der Aufsatz angebracht
ist.
Dies ist darauf zurückzuführen, daß der Aufsatz lediglich den Fahrgastraum überdeckt,
wodurch beim Fahren die anströmende Luft abreißt und hinter dem Aufsatz eine Wirbelschleppe
bildet, die einen ins Gewicht fallenden Leistungsverlust zur Folge hat. Ähnliche
Ausbildungen abnehmbarer, den Fahrgastraum überdeckender Aufbauten sind auch bei
pontonförmigen Personenkraftwagen nicht mehr neu, die aber nur bei aufgesetztem
Aufsatz ohne größeren Leistungsverlust gefahren werden können. Bei Zellenfahrzeugen
sind gleichfalls Ausführungen mit lösbar befestigten Aufbauten der Mittelzellen
bekannt. Ein Fahren ohne Oberteil ist aus den gleichen Gründen nicht möglich. Sämtliche
Ausführungen haben gemeinsam, daß die Fahrzeuge nicht ohne Leistungsverlust wahlweise
offen bzw. geschlossen gefahren werden können, da in beiden Fällen die Stromlinienform
des Fahrzeuges nicht gewahrt ist, denn die strömungstechnischen Gesichtspunkte .
zwischen Wagenkastenunter- und -oberteil sind nicht berücksichtigt.
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Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile durch die gleichzeitige
Anwendung folgender Merkmale vermieden: a) Der Aufsatz ist in bekannter Weise zur
Umwandlung des geschlossenen Wagens in einen offenen abnehmbar an der Karosserie
angeordnet; b) der Aufsatz besteht in an sich bekannter Weise aus zwei haubenförmigen
Verkleidungsteilen, wobei der den Heckmotor überdeckende Teil in an sich bekannter
Weise an dem den Fahrgastraum überdeckenden Teil klappbar befestigt ist; c) der
in der Grundkarosserie angeordnete Motor ist bei abgenommenem Haubenteil in bekannter
Weise durch einen Deckel abgedeckt, der in einer Rinne im Wagenkastenunterteil aufliegt.
Dadurch wird eine einwandfreie Umströmung des Fahrzeuges sowohl bei offenem als
auch geschlossenem Aufbau erreicht.
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Ausschließlich im Rahmen der Erfindung sind nachstehende Einzelheiten
vorgesehen.. Sie haben keine selbständige erfinderische Bedeutung. Der Aufsatz enthält
eine diesen versteifende Querwand, welche gleichzeitig den Fahrgastraum vom Motorraum
trennt. Dadurch werden in bekannter Weise Dröhngeräusche weitgehend vermieden. Der
Aufsatz ist mittels der ein Rückblickfenster enthaltenden Querwand auf einem Sattel
abnehmbar befestigt, welcher einen Teil der Außenhaut des Fahrzeuges bei abgenommenem
Aufsatz bildet. Zum Schutz für die Insassen. des Fahrzeuges ist im Bereich der Querwand
in an sich bekannter Weise ein mit Abstand von der Außenhaut verlaufender, im wesentlichen
U-förmiger Querspant angeordnet, dessen Enden an den Rahmenlängsträgern leicht lösbar
befestigt sind. Zur Befestigung des vorderen, den Fahrgastraum überdeckenden Teiles
des Aufsatzes dienen in den Wagenkastenunterteil ragende und mit demselben lösbar
verbundene Seitenpfeiler der Windschutzscheibe. Eine einfache Anordnung der vom
Aufsatz gehaltenen Windschutzscheibe am Wagenkastenunterteil ergibt sich, wenn dieselbe
unter Zwischenschaltung von. nachgiebigem Material ohne Befestigungsmittel in einer
im Unterteil vorgesehenen Sicke aufliegt. Die seitlichen Enden der Querwand sind
in der Nähe des Überganges in die Seitenflächen des Aufsatzes abgewinkelt und bilden
zusammen mit der Verkleidung des Wagenkastenunterteils Kanäle, welche zur Entlüftung
des Fahrzeuges dienen.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung an einem Rennsportwagen veranschaulicht.
Es zeigt Fig. I eine schematische Seitenansicht eines Rennsportwagens mit dem erfindungsgemäßen
Aufsatz. Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. I, Fig. 3 einen Schnitt
nach der Linie III-III der Fig. I, Fig. 4 einen Teilschnitt nach der Linie IV-IV
der Fig. 2 in größerem Maßstab, Fig. 5 einen Querschnitt durch die Auflage der Windschutzscheibe
am Wagenkastenunterteil in größerem Maßstab, Fig. 6 einen Längsschnitt durch die
Motorraumabdeckung bei offenem Wagen, Fig. 7 eine Draufsicht auf die Motorraumabdeckung
nach Fig. 6, Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführung einer den Aufsatz
versteifenden Querwand mit den umliegenden Teilen desselben in größerem Maßstab,
Fig.9 einen Teilschnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8, und Fig. Io ein Schaubild
nach einem Teilschnitt nach der Linie X-X der Fig. 9 in größerem Maßstab.
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Bei geschlossenem Aufbau liegt auf dem stromlinienförmigen Wagenkastenunterteil
I ein stromlinienförmiger Aufsatz 2. Der Aufsatz überdeckt den Fahrgastraum 3 und
den Motorraum 4, in dem das Antriebsaggregat 5 gelagert ist. Der Aufsatz bildet
einen abnehmbaren Bauteil und besteht aus einem eine Windschutzscheibe 6 sowie den
Fahrgastraum 3 überdeckenden Teil a und einem eine Verkleidung 7 für den Motorraum
bildenden Teil b. Die Seitenflächen 8 des vorderen Teiles sind zugleich mit Ausnehmungen
9 für die Türen Io versehen, welche am Wagenkastenunterteil I in bekannter Weise
befestigt sind. Der Heckteil b ist am vorderen Teil a durch ein Scharnier II aufklappbar
befestigt und mit einer Ausnehmung 12 für den Rückblick versehen; die durch an sich
bekannte gitterartige Stege 13 abgedeckt ist. Die Ausnehmung I2 dient gleichzeitig
zum Eintritt der Kühl- oder Verbrennungsluft für das Antriebsaggregat 5, dem sie
durch eine Öffnung 1q. im Wagenkastenunterteil zugeführt wird.
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Zur Versteifung des Aufsatzes :2 ist eine Querwand 15 vorgesehen,
die mit einem Rückwandfenster 16 versehen ist und. den Fahrgastraum 3 vom Motorraum
q. trennt. Die Querwand 15 ist mit dem Aufsatz fest verbunden und erstreckt sich
bis zu der Trennfuge 17 zwischen dem vorderen Teil a und dem Heckteil
b des Aufsatzes. Der Rand der Querwand ist abgewinkelt und durch Schrauben
18 lösbar auf einem Sattel i9 des Wagenkastenunterteils befestigt, der einen Teil
der
Außenhaut 2o des Fahrzeuges bei abgenommenem Aufsatz bildet.
Die seitlichen Enden 2I der Querwand sind in der Nähe des Überganges in die Seitenflächen
8 des Aufsatzes heckseitig abgebogen und bilden zusammen mit der Außenhaut 2o des
Wagenkastenunterteiles Kanäle 22. Die Seitenflächen 8 des Aufsatzes sind mit Schlitzen
23 versehen, wodurch eine Entlüftung des Fahrgastraumes erfolgt.
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Zur Befestigung des Aufsatzes dienen am vorderen Teil a die Seitenpfeiler
24, die, über die Kontur der Windschutzscheibe 6 hinaus verlängert, sich in den
Wagenkastenunterteil I erstrecken und durch Schrauben 25 mit demselben verbunden,
sind. Der untere Rand 26 der Windschutzscheibe 6 liegt mit einem Gummiprofil 27
ohne Befestigungsmittel auf einer Sicke 28 am Wagenkastenunterteil auf (vgl. Fig.
5). Die Befestigung des Heckteiles b des Aufsatzes erfolgt durch Schrauben 29 an
den nach innen abgewinkelten Enden 3o der Verkleidung 6 (vgl. Fig. 4), wobei zwischen
der Verkleidung 6 und der Außenhaut 2o am Wagenkastenunterteil eine ringsum laufende
Gummileiste 3I angeordnet ist, die ein Scheuern der Teile verhindert. Die Befestigung
des Aufsatzes am Wagenkastenunterteil kann auch auf andere Weise, z. B. mittels
Schnellverschlüsse, erfolgen.
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Ein im Bereich der Querwand 15 angeordneter Querspant 32 verläuft
im Abstand von den Seitenflächen 8 des Aufsatzes und. schützt die Insassen bei Unfällen.
Der Querspant 32 ist U-förmig gebogen und mit seinen Enden mittels eines Bügels
33 durch Schrauben 34 lösbar mit den Rahmenlängsträgern 35 verbunden. Damit der
Querspant beim Fahren nicht in Schwingungen gerät, ist er noch durch eine Lasche
36 an einer im Wagenkastenunterteil vorgesehenen Querwand 37 befestigt, die den
Motorraum gegenüber dem Fahrgastraum bei abgenommenem Aufsatz trennt.
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Will man mit offenem Wagen fahren, so werden die Schrauben 25 an den
Seitenpfeilern 24 der Windschutzscheibe 6 und die Schrauben 29 an der Verkleidung
7 sowie die Befestigungsschrauben 18 gelöst. Da die Seitenflächen 8 den Fensterrahmen
38 der Türen Io mit abgewinkelten Enden 39 im Abstand umgreifen, kann der Aufsatz
bereits abgenommen werden. Damit der Querspant 32 sowie die Fensterrahmen 38 nicht
über die Kontur des Wagenkastenunterteils hinausragen, werden diese Teile gleichfalls
entfernt, was beim Querspant durch Lösen der Schrauben 34 bzw. Entfernen der Laschen
36 geschieht. Der nunmehr nach außen offene Motorraum 4 wird in bekannter Weise
durch einen Deckel 4o geschlossen, der in einer Rinne 41 liegt (vgl. Fig. 6). Zur
Zuführung von Kühl-und Verbrennungsluft für das Antriebsaggregat 5 ist der Deckel
40 mit durch ein Gitter 42 gebildeten Einlaßschlitzen 43 versehen.
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Der Formverlauf der Rinne 41 ist so gewählt, daß sich bei geschlossenem
Fahrzeug die abgewinkelten Enden 30 gemäß Fig. 4 des Aufsatzes am hinteren Ende
desselben bis in die Rinne 41 erstrecken, -wodurch eine einfache Lagerung und Fixierung
desselben erreicht wird. Zu diesem Zweck sind die Enden 3o des Aufsatzes mit einer
flanschartigen Verbreiterung 44 versehen (vgl. Fig. 2), die in einen abgestellten
Flansch 45 ausläuft (vgl. Fig. 4), der sich in der Rinne 41 im Wagenkastenunterteil
abstützt.
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Die Fig. 8 zeigt eine gegenüber der Fig. I geänderte Anordnung einer
den Aufsatz 2' versteifenden Querwand 46, wobei die umliegenden Teile gleichbleiben,
weshalb diese mit den gleichen, jedoch mit einem Index versehenen Bezugszeichen
bezeichnet sind. Im Gegensatz zu der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist
hierbei die Querwand 46 nicht auf dem Sattel I9' befestigt, sondern stützt sich
in der Rinne 41' ab, in der bei abgenommenem Aufsatz der Deckel 40' aufliegt. Die
Querwand ist, wie in den Ausführungsformen nach den Fig. I bis 7 an dem Aufsatz
2' befestigt, aber nach hinten geneigt. Sie enthält ein Rückfenster 47. Mit ihrem
unteren abgewinkelten Rand 48 ist sie in der Rinne 41' durch Schrauben 49 befestigt.
Die seitlichen Enden 5o der Querwand 46 sind nach hinten abgebogen und mit den Seitenflächen
8' des Aufsatzes verbunden. Da die Seitenflächen 8' des Aufsatzes im Abstand von
der Rinne 41' der Öffnung 14' verlaufen, ist es notwendig, die abgewinkelten Enden
48 aus der Rinne 41' herauszuführen. Zu diesem Zweck werden dieselben an einer verbreiterten
Stelle 5 1 so weit abgeschnitten, daß an der Querwand. nur noch ein schmaler
Steg 52 verbleibt (vgl. Fig. Io).