DE957036C - Verfahren zur Herstellung von neuen, den Muskeltonus beeinflussenden Diammoniumverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen, den Muskeltonus beeinflussenden DiammoniumverbindungenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 31. JANUAR 1957
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12q GRUPPE 3201
INTERNAT. KLASSE C07c;d —
Dr. Emil Girod, Riehen, Basel (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
J. R. Geigy A,-G., Basel (Schweiz)
Verfahren zur Herstellung von neuen, den Muskeltonus beeinflussenden
Diammoniumverbindungen
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 21. April 1953 an
Patentanmeldung bekanntgemadit am 26. Juli .1956
Patenterteilung bekanntgemacht am 10. Januar 1957 Die Priorität der Anmeldung in der Schweiz vom 21. April 1952 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Verbindungen, die den Muskeltonus beeinflussen
und insbesondere muskelrelaxierende Wirkung besitzen.
Aus der deutschen Patentschrift 841 917 sind Ver-''-■'.idungen
mit muskelrelaxierender Wirkung bekannt,
R',
die der untenstehenden allgemeinen Formel (I) entsprechen, wobei jedoch R' einen Alkylrest mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen bedeutet.
Es wurde nun gefunden, daß die neuen Diammoniumverbindungen der allgemeinen Formel
-0—(CH2)„ —0 —(CH2)m—
worin N ( niedermolekulare Dialkylaminogruppen, Piperidino-, Methylpiperidino-, Pyrrolidino-, Methyl-
.R'
ΘΘ
2 An
(I)
pyrrolidino-, Morpholino- oder Methylmorpholinogruppen, R' Benzylreste, welche im Benzolkern auch
durch niedermolekulare Alkylgruppen, ebensolche
Alkoxygruppen, eine Methylendioxygruppe und/oder
Halogenatome substituiert sein können,, m ganze
Zahlen von 2 bis 4, η eine ganze Zahl von 8 bis 20 und
An- ein einwertiges Anion, insbesondere von Halogenwasserstoffsäuren,
oder ein Normaläquivalent eines mehrwertigen Anions bedeuten, eine ähnliche Wirkung
ausüben. Sie unterscheiden sich jedoch von den obengenannten bekannten Verbindungen dadurch, daß sie
den Vorteil einer etwa zwei- bis viermal kürzeren Wirkungsdauer aufweisen, was iür bestimmte Anwendungsgebiete,
z. B. bei der Elektroschockbehandbng, beim Einrenken von Gelenken sowie bei der" Intubation,
wenn für die nachfolgende Operation keine oder nur geringe Muskelerschlaffung notwendig ist,
von wesentlicher Bedeutung ist.
Solche Verbindungen werden durch Umsetzung von ditertiären Bis-aminoalkoxy-alkanen der allgemeinen
Formel
:N-(CH2)m-O-(CH2)„-O-(CH2)m-N;
(Π)
mit 2 Mol von Benzylhalogeniden der allgemeinen Formel
R' —Hai, (III)
wobei N^ , R', m und η die oben gegebene Bedeu-
tung haben und Hai ein Halogenatom bedeutet, hergestellt.
R\ Sofern im Endprodukt die Gruppe ρ N— durch
eine niedermolekulare Dialkylaminogruppe (R = niedermolekularer Alkylrest) verkörpert sein soll, kann
man auch ein ditertiäres Bis-aminoalkoxy-alkan der allgemeinen Formel
R',
:N-(CH2)ro-O-(CH2)K-O-(CH2)m-N;
(IV)
mit einer reaktionsfähigen Alkylverbindung der allgemeinen Formern
R--Hai, R—O—SO2-O—R oder Aryl—SO2OR
(V, VI, VII) behändem.
Schließlich kann man auch auf 2 Mol von tertiären Aminen der allgemeinen Formel
(VIII)
R-N
ein Bis-halogenalkoxy-alkan der allgemeinen Formel
Hal-(CH2)m-O-(CH2)„-O-(CH2)m-Hal
(IX) einwirken lassen.
Die für das erstgenannte Verfahren als Ausgangsstoffe benötigten ditertiären Bis-aminoalkoxy-alkane
der allgemeinen Formel (II) können — soweit nicht bereits bekannt — z. B: durch Umsetzung von α, α>-Α1-kandiolen
der allgemeinen Formel
HO —(CH2)B —OH
vorteilhaft in Form ihrer Metallverbindungen (Alkoholate) mit 2 Mol von tertiären Aminoalkylhalogeniden
der allgemeinen Formel
—(CH2)m —Hai
oder durch Umsetzung von α, ω-Dihalogenalkanen der
allgemeinen Formel
Hal— (CH2),,- Hai
mit 2 Mol von tertiären Aminoalkoholen der allgemeinen Formel
N-(CH2^-OH
ebenfalls mit Vorteil in Form ihrer Metallverbindungen erhalten werden. Das zweite Verfahren ist vorzuziehen,
wenn die entsprechenden tertiären Aminoalkylhalogenide, welche im ersten Verfahren benötigt
würden, sehr unbeständig sind, so z. B. für die Herstellung von ditertiären Bis-((5-amino-butoxy)-alkanen.
Man kann aber auch die Bis-halogenalKoxyalkane der
allgemeinen Formel (IX) anstatt mit tertiären Aminen mit sekundären Aminen der allgemeinen Formel
;n —H
R'
umsetzen, um zu den ditertiären Bis-aminoalkoxyalkanen
der allgemeinen Formel (II) zu gelangen.
Als ditertiäre Bis-aminoalkoxy-alkane seien beispielsweise genannt:
i, 8-Bis-(/S-dimethylamino-äthoxy)-octan, Sdp. 0,05
142 bis 1440;
i, 8-Bis-(/S-diäthylamino-äthoxy)-octan, Sdp. 0,08
I56bisi58°;
i, 8-Bis-(y-diäthylamino-propoxy)-octan, Sdp. 0,05
i63bisi.65°;
i, 9-Bis-(^-dimethylamino-äthoxy)-nonan, Sdp. 0,06
I48bisi5o°;
i, 9-Bis-(/3-diäthylamino-äthoxy)-nonan, Sdp. 0,06
154 bis 159°;
i, io-Bis-(/5-dimethylamino-äthoxy)-decan, Sdp. 0,04
I34bisi37°; iao
i, io-Bis-(j5-diäthylamino-äthoxy)-decan, Sdp. 0,035
153 bis 1570;
i, io-Bis-(j5-pyrrolidino-äthoxy)-decan, Dihydrobromid
Smp. 1540;
i, io-Bis-(j8-piperidino-äthoxy)-decan, Sdp. 0,04 ias
I59bisi68°;
ι, io-Bis-(/J-morpholino-äthoxy)-decan, Sdp. 0,15
211 bis2i5°;
i-(ß - Dimethylamino - äthoxy) - το-(γ - diäthylaminopropoxy)-decan,
Sdp. 0,07 153 bis 158°;
τ-(β - Diäthylamino - äthoxy) - το-(γ - dimethylaminopropoxy)-decan, Sdp. 0,03 144 bis 149°;
τ-(β - Diäthylamino - äthoxy) - το-(γ - dimethylaminopropoxy)-decan, Sdp. 0,03 144 bis 149°;
i, io-Bis-(y-dimethylamino-propoxy)-decan,Sdp.o,O2
140 bis 1440;
i, io-Bis-(y-diäthylamino-propoxy)-decan, Sdp. 0,03
ίο 164 bis 169°;
1, io-Bis-(y-dibutylamino-propoxy)-decan, Sdp. 0,09
230 bis 231°;
i, ii-Bis-(ß-dimethylamino-äthoxy)-undecan;
i, i2-Bis-(y-diäthylamino-propoxy)-dodecan;
i, i4-Bis-(^-diäthylamino-äthoxy)-tetradecan;
i, i4-Bis-(^-diäthylamino-äthoxy)-tetradecan;
i, i5-Bis-( -dimethylamino-butoxyj-pentadecan;
i, i6-Bis-(/S-dimethylamino-äthoxy)-hexadecan;
i, i6-Bis-(y-dimethylamino-propoxy)-hexadecan;
1, i8-Bis-(^-diäthylamino-äthoxy)-octadecan;
i, 20-Bis-(j8-dimethylamino-äthoxy)-eikosan.
i, 20-Bis-(j8-dimethylamino-äthoxy)-eikosan.
Als Benzylhalogenide der allgemeinen Formel
R'—Hal (HI)
zur Umsetzung mit den ditertiären Bis-aminoalkoxyalkanen
kommen beispielsweise in Frage:
Benzylchlorid, -bromid und -jodid, 2-Methyl-,
3-Methyl- und 4-Methyl-benzylchlorid und -benzylbromid,
3,5-Dimethyl-benzylchlorid und -benzylbromid,
4-Isopropyl-benzylchlorid und -benzylbromid,
2-Methoxy-, 3-Methoxy-, 4-Methoxy-benzylchlorid und -benzylbromid, 3,4-Dimethoxy-benzylbromid,
3, 4-Methylendioxy-benzylbromid, 2-, 3- und 4-Chlorbenzylchlorid
und -benzylbromid, 2-, 3- und 4-Brombenzylchlorid und -benzylbromid.
Verwendet man in den angegebenen Verfahren zur Herstellung von ditertiären Bis-aminoalkoxy-alkanen
als Ausgangsstoffe Verbindungen, welche an Stelle der Dialkylaminogruppe eine Benzyl-alkylaminogruppe
enthalten, indem man z. B. tertiäre Aminoalkylhalogenide der allgemeinen Formel
R'.
R'
)N-(CH2)ro-Hal
mit Metallverbindungen von α, ω-Alkandiolen oder Tertiäraminoalkohole der allgemeinen Formel
R',
:N-(CH2)m-OH
mit a, co-Dihalogenalkanen, ferner N-Alkyl-benzylamine
der allgemeinen Formel
R'
Ν —Η
mit Bis-halogenalkoxy-alkanen der allgemeinen Formel
(IX) umsetzt, so gelangt man in analoger Weise zu den Ausgangsstoffen für das zweitgenannte Herstellungsverfahren
für die Diammoniumverbindungen, z. B.zumi, io-Bis-(/?-(benzyl-methyl-aminb-)-äthoxy)-dekan
oder 1, io-Bis-(y-(benzyl-methyl-amino)-propoxy)-dekan.
Im weiteren kann man zur Herstellung solcher Ausgangsstoffe beispielsweise auch diprimäre Bis-aminoalkoxy-alkane,
wie die durch Umsetzung von α, co-Alkandiolen mit 2 Mol Acrylonitril und anschließende Hydrierung
leicht zugänglichen Bis-aminopropoxy-alkane, mit 2 Mol von gegebenenfalls "durch niedermolekulare Alkyl-
oder Alkoxygruppen, eine Methylen-dioxygruppe und/oder Halogenatome substituiertem Benzaldehyd
unter reduzierenden und hydrierenden Bedingungen' umsetzen und die erhaltenen Bis- (benzylamino-alkoxy) alkane
entweder zunächst in Bis-(benzyl-alkylaminoalkoxy)-älkane der allgemeinen Formel (IV) überführen
oder in einem Arbeitsgange ohne Isolierung der genannten ditertiären Zwischenprodukte die gewünschten
Diammoniumverbindungen der allgemeinen Formel (I) herstellen. Aus dieser Herstellungsmöglichkeit für die
ditertiären Ausgangsstoffe sowie auch aus der leichten Zugänglichkeit der N-Alkylbenzylamine aus gegebenenfalls
substituiertem Benzaldehyd und Monoalkylamihen ergibt sich, daß das zweitgenannte Herstellungsverfahren
für die Diammoniumverbindungen vor allem dann in Frage kommt, wenn die für das erstgenannte
allgemeine Herstellungsverfahren benötigten substituierten Benzylhalogenide weniger leicht zugänglich
oder infolge Unbeständigkeit weniger leicht zu handhaben sind als die entsprechenden substituierten
Benzaldehyde.
Als reaktionsfähige Alkylverbindungen, die gemäß dem zweiten Herstellungsverfahren mit Bis-(benzylalkylaminoalkoxy)-alkanen
zur Umsetzung gelangen können, seien beispielsweise Methylbromid, Methyljodid,
Äthylchlorid, Äthylbromid, Äthyljodid, Propylbromid, Propyljodid, Butyibromid, Butyljodid, Isobutylbromid,
Hexylbromid.Allylbromid und Allyljodid sowie Dimethylsulfat und Diäthylsulfat genannt.
Zu den Bis-halogenalkoxy-alkanen der allgemeinen Formel (IX) als Ausgangsstoffe für das dritte Verfahren
zur Herstellung der neuen Diammoniumverbindungen, wie i, 2-Bis-(o-brom-butoxy)-butan, kann
man z. B. durch Umsetzung vonBis-oxyalkoxy-alkanen mit Phosphorhalogeniden gelangen, Bis-oxyalkoxyalkane
sind z. B. durchUmsetzung von α, co-Dihalogenalkanen
mit überschüssigen a, ω-Alkandiolen mittels Natrium erhältlich. Die als zweite Reaktionskomponente
in diesem Verfahren benötigten tertiär-substituierten Benzylamine sind z. B. durch Umsetzung von
Benzylhalogeniden mit entsprechenden sekundären Aminen leicht zugänglich.
Da die pharmakologische Aktivität der erfindungsgemäßen Salze in erster Linie vom Kation abhängt,
kommt der Art des Anions im Rahmen dieser Erfindung geringere Bedeutung zu. Zur therapeutischen
Verwendung sollen Salze solcher anorganischer oder organischer Säuren verwendet werden, welche nicht
starke Eigentoxizität aufweisen und dadurch pharmakologische Nebenwirkungen verursachen. Im übrigen
richtet sich die Wahl des Anions nach verschiedenen Gesichtspunkten, wie Preis der Säure bzw. des Quater-
nierungsmittels, Leichtigkeit der Umsetzung, Kristallisierbarkeit (Reinigungsmöglichkeit) und Wasserlöslichkeit
der Produkte, wobei von Fall zu Fall die geeignetste Lösung durch wenige orientierende Versuche
leicht zu finden ist.
Verbindungen, in welchen An0 von Hai®,
(—Ο —SO2-O-R)Q oder (Aryl — SO2 — O)Θ
verschieden ist, werden zweckmäßig durch nachträglichen Austausch dieser Anionen gegen andere hergestellt.
Die diquartären Salze sind annähernd farblose, kristallisierende Verbindungen oder, seltener, viskose
gelbe Öle. Zur Kristallisation eignen sich besonders organische Lösungsmittel oder geeignete Gemische
solcher, z. B. von im allgemeinen gut lösenden Mitteln, wie Alkoholen, mit schlechter lösenden, wie Aceton
oder Essigester, oder sehr wenig lösenden, wie Äther oder Benzol. Im Wasser sind diese Salze im allgemeinen gut
und mit praktisch neutraler Reaktion löslich.
ao Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung
der neuen Verbindungen näher erläutern. Teile bedeuten darin Gewichtsteile, vorzugsweise in Gramm.
Gewichtsteile verhalten sich zu Volumteilen wie
g zu ecm.
I1 io-Bis-[/J- (dimethyl-benzyl-ammonium) -äthoxy] -
dekan-dichlorid 3,16 Teile 1, io-Bis-(j8-dimethylamino-äthoxy)-dekan,
3 Teile reines Benzylchlorid und 20 Volumteile Butanon werden etwa 14 Stunden unter Rückfluß
gekocht. Das als viskoses Öl abgeschiedene quartäre Salz wird durch Zugabe von wenig abs. Methanol und
Erwärmen gelöst. Beim Stehen in der Kälte kristallisiert das Produkt aus. Es wird abgesaugt, mit Aceton
gewaschen und im Vakuum bei- 50 bis 60° getrocknet. F. 145 bis 1460.
i, io-Bis-[y-(dimethyl-benzyl-ammonium)-propoxy]-dekan-dichlorid
3,44 Teile i, io-Bis-(y-dimethylamino-propoxy)-de-
kan und 3 Teile reines Benzylchlorid werden unter Feuchtigkeitsausschluß etwa 14 Stunden in einem Bad
von 90 bis 100° erhitzt. Man bringt das Produkt durch Kühlen und durch Verreiben mit trockenem Aceton
zur Kristallisation, saugt ab, wäscht mit wenig Aceton, ;dann mit absolutem Äther und trocknet im Hochvakuum
bei 50 bis 60°. Das hygroskopische Produkt schmilzt bei etwa 1550.
i, io-Bis-[)S-(dimethyl-4'-methylbenzyl-ammonium)-äthoxy]
-dekan-dibromid
3,16 Teile 1, io-Bis-(/?-dimethylamino-äthoxy)-dekan,
20 Volumteile trockenes Aceton und 4 Teile 4-Methyl-benzylbromid werden etwa 14 Stunden unter
Rückfluß gekocht. Das" Produkt fällt fest aus; es wird
nach Erkalten abgesaugt, mit Aceton gewaschen und gewünschtenfalls aus Isopropanol + Butanon umkristallisiert.
Es schmilzt bei etwa 110°.
ι, io-Bis-[^-(dimethyl-4'-methoxybenzyl-ammonium)-
äthoxy]-dekan-dichlorid
Man arbeitet wie im Beispiel 3 unter Verwendung von 3,5 Teilen 4-Methoxy-benzylchlorid an Stelle des
4-Methyl-benzylbromids. Das zunächst ölig ausfallende
Salz kristallisiert beim Stehen, es kann aus heißem Butanon unter Zugabe von Isopropanol bis zur Lösung
umkristallisiert werden und schmilzt dann bei 1330.
11,6 Teile 1, io-Bis-(/?-bromäthoxy)-dekan und
25 Teile N-Methyl-3, 4-dimethoxy-benzylamin werden gemischt und 6 Stunden im siedenden Wasserbad
erhitzt. Nach Erkalten löst man in verdünnter Salzsäure + Wasser, befreit die Lösung durch Ausäthern
sowie durch Filtrieren mit Kohle von Verunreinigungen, setzt in der Kälte 3o°/0ige Natronlauge bis zur
stark alkalischen Reaktion zu und nimmt die ausgeschiedenen Basen in Äther auf. Nach Trocknen der
Ätherlösung mit Kaliumcarbonat wird der Äther abdestilliert und N-Methyl-3, 4-dimethoxybenzylamin
anschließend durch Destillation im Hochvakuum (unterhalb 10-3 mm) bei etwa 100° vollständig entfernt.
Der Rückstand wird warm mit Tierkohle verrührt und abgesaugt. Man erhält das 1, io-Bis-[/?-(methyl-3',
4'-dimethoxybenzyl-amino)-äthoxy]-dekan als viskoses hellgelbes Öl.
5,9 Teile dieses Produkts werden in 50 Volumteilen Aceton gelöst, unter Kühlung mit 3 Volumteilen
Methyl] odid versetzt und etwa 10 Stunden unter Rücknuß
gekocht. Das quartäre Salz scheidet sich als viskoses Öl aus. Es wird durch Lösen in heißem Wasser,
Filtration mit Tierkohle und Eindampfen im Vakuum als hellgelbe viskose Masse erhalten. Das Perchlorat
schmilzt bei 92 bis 930. iöo
In analoger Weise lassen sich beispielsweise auch herstellen:
i, 8-Bis-[j3-(benzyl-dimethyl-ammonium)-äthoxy]-oktan-dichlorid,
F. 135°,
i, io-Bis-[/3-(3', s'-dimethylhenzyl-dimethyl-ammonium)-äthoxy]-dekan-dibromid,
F. 129 bis 130°,
i, io-Bis-[j8-(benzyl-pyrrolidinium)-äthoxy]-dekandibromid,
F. — (hygroskopische Kristalle),
i, 10-Bis- [ß- (benzyl-piperidinium) -äthoxy] - dekandibromid,
F. 110 bis 112°,
i, io-Bis-[j3-(benzyl-4-methylpiperidinium)-äthoxy]-dekan-dibromid,
F. 150 bis 1510,
i, 10-Bis- Q3-(benzyl-morpholinium) -äthoxy] -dekandibromid,
F. 134 bis 1370,
i, io-Bis-[y-(4'-chlorbenzyl-dibutyl-ammonium)-propoxy]-dekan-dibromid,
F. 122 bis 123°,
i, i2-Bis-[/J- (benzyl-dimethyl-ammonium)-äthoxy]-dodekan-dichlorid,
F. 1520,
i, i4-Bis-fj8-(3', 4'-dichlorbenzyl-diäthyl-ammonium)-äthoxy]-tetradekan-dibromid,
F. 144 bis 1450.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von neuen, den Muskeltonus beeinflussenden Diammoniumverbindungen der allgemeinen FormelR'\R —Ν —-0-(CEyn-N^-©θ•2 An®worin N^ niedermolekulare Dialkylamino-gruppen, Piperidino-, Methylpiperidino-, Pyrrolidino-, Methylpyrrolidino-, Morpholino- oder Methylmorphdünogruppen, R' Benzylreste, welche im Benzolkern auch "durch niedermolekulare Alkylgruppen, ebensolche Alkoxygruppen, eine Methylendioxygruppe und/oder Halogenatome substituiert sein können, m ganze Zahlen von 2 bis 4, η eine ganze Zahl von 8 bis 20 und An© einwertige Anionen, insbesondere von Halogenwasserstoffsäuren, oder Normaläquivalente mehrwertiger Anionen, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man entsprechende di-tertiäre Bis-aminoalkoxyalkane der allgemeinen FormelIN-(CEy1n-O- (CEyn-O-(CH8), -n;.Rworin N C^ ,m und η die obigen Bedeutungen hat, mit 2 Mol von Benzylhalogeniden der allgemeinen Formel R,_Hal,worin R' die obigen Bedeutungen hat und Hai) N-(C H2)^-O-(C H2^-O-(CH2L-N ein Halogenatom bedeutet, in an sich bekannter Weise umsetzt und gegebenenfalls anschließend Hai® durch andere Anionen austauscht oder ein ditertiäres Bis-aminoalkoxy-alkan der allgemeinen Formelworin R, R', m und η die obigen Bedeutungen hat, in bekannter Weise mit einer reaktionsfähigen Alkylverbindung der allgemeinen FormelnR—Hai, R—0— SO2-O-R oder Aryl— SO2OR,wobei R einen niedermolekularen Alkylrest bedeutet, umsetzt und gegebenenfalls anschließend das Anion durch ein anderes Anion ersetzt oder auf 2 Mol von tertiären Aminen der allgemeinen FormelR'\
R-NeinBis-halogenalkoxy-alkan der allgemeinenFormelHaI-(CBy1n-O-(CEyn-O-(CEy1n-HaI,wobei N { , R', Hai, m und η die obigen Bedeü-tungen haben, in an sich bekannter Weise einwirken läßt, und gegebenenfalls anschließend Hai® durch ein anderes Anion ersetzt.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentanmeldung G473iIVb/i2q
(Patent 841 917).© 609 576/534· 7.56 (609 777 1.57)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH957036X | 1952-04-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE957036C true DE957036C (de) | 1957-01-31 |
Family
ID=4550348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG11557A Expired DE957036C (de) | 1952-04-21 | 1953-04-21 | Verfahren zur Herstellung von neuen, den Muskeltonus beeinflussenden Diammoniumverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE957036C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE841917C (de) * | 1949-12-07 | 1952-06-19 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von Bis-tert.-aminoalkoxyalkanen und ihren quaternaeren Ammoniumhalogeniden |
-
1953
- 1953-04-21 DE DEG11557A patent/DE957036C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE841917C (de) * | 1949-12-07 | 1952-06-19 | Geigy Ag J R | Verfahren zur Herstellung von Bis-tert.-aminoalkoxyalkanen und ihren quaternaeren Ammoniumhalogeniden |
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