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DE955409C - Verfahren zum voruebergehenden Faerben von Textilmaterialien und Farbstoffpraeparat hierfuer - Google Patents

Verfahren zum voruebergehenden Faerben von Textilmaterialien und Farbstoffpraeparat hierfuer

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Publication number
DE955409C
DE955409C DEB27421A DEB0027421A DE955409C DE 955409 C DE955409 C DE 955409C DE B27421 A DEB27421 A DE B27421A DE B0027421 A DEB0027421 A DE B0027421A DE 955409 C DE955409 C DE 955409C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
fibers
vinyl
water
textile materials
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB27421A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Charles Oplin
Alexander James Wesson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Acordis UK Ltd
Original Assignee
British Celanese Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Celanese Ltd filed Critical British Celanese Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE955409C publication Critical patent/DE955409C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/13Fugitive dyeing or stripping dyes
    • D06P5/138Fugitive dyeing or stripping dyes fugitive dyeing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum vorübergehenden Färben von Textilmaterialien und Farbstoffpräparat hierfür Die Erfindung betrifft das vorübergehende Färben von Textilien, insbesondere das flüchtige Färben von Fasern aus. Celluloseacetat oder anderen Cellulo:seestern .oder -äthern.
  • In der Textilindustrie ist eis allgemein üblich, auf Textilfäden oder andere Textilmaterialien auswaschbare Farbstoffe aufzubringen, um die Kenntlichmachung während der Verarbeitung zu erleichtern. Oft ist es von großem Vorteil, wenn man bestimmte Fäden in einer Kette während des Webens erkennen oder mit einem Blick eine Garn. art von einer anderen unterscheiden kann. Ferner ist es beim Verarbeiten von Mischungen aus zwei verschiedenen Arten Stapelfasern, beispielsweise einer Mischung aus Celluloseacetatstapelfasern und Wollfasern, zweckmäßig, die eine Faserart zu färben, so daß man durch Augenscheinprüfung der Mischung in der Lage ist, zu sagen, ob: die Mischung der Fasern vollständig bzw. ausreichend ist. Es isst natürlich wichtig, daß der verwendete auswaschbare Farbstoff, nachdem er seinen Zweck erfüllt hat, ohne weiteres, vorzugsweise durch normales. Waschen, entfernbar ist. Um dies im allgemeinen zu ermöglichen, muß der Farbstoff derart beschaffen sein, . daß er widerstandsfähig gegen Fixierung auf der damit angefärbten Textilfaser bzw. auf anderen mit solchen Textilfasern gemischten Fasern ist infolge von Behandlungen, wie z. B. Schlichten, Dämpfen, Konditionieren; Durchführung eines Krabbprozesses bzw. Fixieren mit trockener Hitze, wie sie manchmal bei Geweben mit Fasern aus synthetischen linearen Polymeren, z. B. Polyhexamethylenadipamid, angewandt werden. Der Krabbprozeß ist eine Vorfixierung, welche oft bei aus Wolle bestehenden oder solche enthaften-den Geweben als erste Naßbehandlung des Gewebes nach dem Verlassen des Webstuhls angewendet wird. Bei der üblichen Ausführung besteht dies Verfahren in einer Behandlung mit reinem Wasser bei oder nahe ioo°.
  • Es ist sehr schwer, Farbstoffe zu finden, welche nach den verschiedenen Behandlungsverfahren, denen eine Mischung aus Wollfasern und Celluloseacetatfasern bei der üblichen Verarbeitung der Mischung zu Garnen und zu Geweben unterworfen: wird, auswaschbar bleiben.
  • Saure Wollfarbstoffe sind oft brauchbar. Es wurde jedoch beobachtet, daß sie manchmal durch Dampfbehandlung oder selbst bei Behandlung mit geringen Mengen kalten Wassers fixiert werden. Gelegentlich trat Fixierung z. B. ein, wenn aus Wollfasern und aus Celluloseacetatstapelfasern bestehende Garne dadurch konditioniert wurden, daß sie auf Schußkötzern' mehrere Stunden in einem geschlossenen Raum auf einem nassen porösen Backsfeinfußboden gelagert waren. Kaltwasserprüfungen, welche in. einem Laboratorium durchgeführt werden können, sind folgende: i. Bei Garn oder losen Fasern wird ein Reagenzglas vom, 12 mm Weite und 15 cm Länge mit gefärbtem Material fest vollgepackt und umgekehrt in ein ioo cm3 Becherglas, welches q. cm3 Wasser enthält, gesetzt und über Nascht stehengelassen.
  • a. Bei Geweben wird ein Stück des gefärbtem Gewebes auf eine Glasplatte gelegt und auf dasselbe mit dem runden Ende nach unten ein Zylinder von 2o mm Durchmesser und ao mm Höhe aus rostfreiem Stahl, welcher ein axial durchbohrtes Loch von 6 mm aufweist, gesetzt; in das Loch wird 0,5 Cm3 Wasser getropft und die Anordnung über Nacht stehengelassen.
  • In jedem Falle wird das Material dann getrocknet und auf leichte Farbstoffentfernbarkeit durch kurzes Einseifen untersucht. Bei derartigen Versuchen werden viele saure Farbstoffe auf den Wollfasern bzw. Celluloseacetatfasern fixiert, so 'daB sie durch einfaches Spülen in Seifenlösung nicht entfernt werden können. Saure Farbstoffe werden ferner leicht fixiert auf Celluloseaoetatfasern, welche, einen wesentlichem. Acetongehalt von etwa 7 bis. io% aufweisen. Die Fixierung tritt daher sehr wahrscheinlich ein., wenn eine Lösung eines sauren Farbstoffes auf Celludoseacetatfasern unmittelbar nach ihrer Bildung durch Trockenspinnen aus einer Acetonläsung von Cellu.-loseacetat aufgebracht wird.
  • Es wurde festgestellt, daß Textilfasern sehr zufriedensbellend durch einen direktem. Baumwollfarbstoff in Verbindung mit einem wasserlöslichen. Polymer eines N-Vinyllactams und besonders mit einem Polymer des N-Vinylpyrrolidons gefärbt werden können. Zum. Beispiel können Celluloseacetatstapelfasern durch Anfeuchfen mit Wasser, welches je Liter i g »Chlorazol Fast Pink BKS« (Colour Index Nr. 353) und je Liter q. g handelsübliches Polyvinylpyrrolidon enthält, gefärbt werden, worauf sie getrocknet werden. Das Wasser-! gewicht kann 5o bis ioo'% des Fasergewichstes betragen. Die so gefärbte Faser kann mit Wolle oder mit regenerierter Celluloses.tapelfaser gemischt, das Gemisch- zu Garn, versponnen und letzteres zu Gewebe verarbeitet werden. Der Farbstoff kann durch Waschen mit einer milden Seifenlösung leicht entfernt werden, selbst wenn das Material während mehrerer Stunden naß gelassen war, wie z. B. gemäß der oben beschriebenen Kaltwasserprüfüng, oder wenn es während einer Zeitdauer von 15 Minuten bei einer Temperatur von ioo° gedämpft wurde. Ein weiterer aus ,dem Vorhandensein des polymerisierten N-Vinyllactams resultierender Vorteil ist der sehr gute Farbwert, welcher mit dem direkten Baumwollfarbstoff erzielt wird. Normalerweise wird sehr wenig Färbung sichtbar, wenn Celluloseacetatfasern mit einer einfachen wäßrigen Lösung eines direktem Baumwollfarbstoffes angefeuchtet und dann getrocknet -werden. Es scheint, daß ein Stoff nach Art eines Verteilungsmittels notwendig ist, um ein Agglomerieren des Farbstoffes zu verhältnismäßig großen Teilchen zu verhindern, wenn seine wäßrige Lösung auf den Fasern getrocknet wird. Das Additionspolymer eines N-Vinyllactams dient diesem Zweck.
  • Das vorzugsweise verwendete wasserlösliche Polymer ist das obenerwähnte N-Vinylpyrrolidon. Pyrrolidon ist dass Lactam von y-Aminobuttersäüre. Es können auch Polymere von Vinylderivaten der La,ctame anderer Aminofettsäuren verwendet werden, z. B. N-Vinyl-z-piperidon und N-Vinylcapro,-lactam. Weiterhin können wasserlösliche Heteropolymere verwendet werden, welche von zwei oder mehr N-Vinyllactamen als polymerisierbare Bestandteile abgeleitet sind, ferner wasserlösliche Heteropolymere, welche aus einem N-Vinylractam und einer anderen damit polymerisierbaren Äthylenverbindung abgeleitet sind, z. B. einer neutralen polymerisierbaren Äthylenverbindung, wie z. B. Acrylsäurenitril, Vinylchlorid, einem Acrylsäureester oder einem Methacrylsäureester.
  • Der .Anteil des zur Verhütung eines Fixiereis des Baumwollfarbstoffes notwendigen polymerisierten Vinyllactams kann durch Versuch sehr leicht ermittelt werden. Bei Verwendung handelsüblicher - direkter Baumwollfarbstoffe und des handelsüblichen Polyvinylpyrrolidonproduktes können im allgemeinen sehr befriedigende Reswltote erzielt werden, wenn das Gewicht des verwendeten Polymerisationsproduktes 3- bis 6mal so groß ist als das Gewicht des Farbstoffes. Falls der handelsübliche direkte Baumwollfarbstoff zo% tatsächlichen Farbstoff enthält (was bei gewöhnlichen Baumwoll-Direktfarbstoffen ein üblicher Gehalt ist) und das handelsübliche Polyvinylpyrrolidon 30% tatsächliches Polyvinylpyrrolidon enthält, entsprechen die oben angegebenen Zahlen 4,5 bis 9 Gewichtsteilen tatsächlichem Polyvinylpyrrolidon je Gewichtsteil tatsächlichen Farb. stoffes. Größere Polymeranteile können angewendet werden, bedeuten jedoch keinen wesentlichen. Gewinn. Im allgemeinen können sehr gutes Resultate mit ungefähr 6 Teilen Polyvinylpyrrolidon aUf jeden Teil Farbstoff erzielt werden.
  • Beim Färben von Textilfasern gemäß der Erfindung können verschiedene direkte Baumwollfarbstoffe verwendet werden. Im allgemeinen ist es vorteilhaft, direkte Baumwollfarbstoffe zu -verwenden, welche eine verhältnismäßig lange Halbfärbezeit bei Viskosekunstseide haben, wie sie in der von C. M. Whittaker und C. Wilcock in. >#Dyeing wich Coal-Tar Dyestuffs«, 5. Auflage, Jg. 1949, S.:239, beschriebenen Art und Weise gemessen wird. Beispielsweise können die Farbstoffe eine Halbfärbezeit von wenigstens io Minuten haben, z.. B. von wenigstens 50 Minuten.
  • Beispiele für direkte Baumwollfarbstoffe, die ausgezeichnete Resultate ergeben haben, sind das obanerwähnte Chlorazol Fast Pink BKS (Colour Index Nr. 353) (Halbfärbezeit = 28o Minuten), Chlorantineliehtblau 3GLL (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Bd. II, S. 47) (Halbfärbezeit = 126 Minuten) und Diphenylechtblaugrün BL (Schultz, Farbstofftabellen', 7. Auflage, Erg.-Bd. I, S. 87) (Halbfärbezeit = Zoo Minuten). Andererseits würden sehr gute Resultate mit Chryso@ phenine G (Colour Index Nr. 365) erzielt, welches nur eine Halbfärbezeit von 0,26 Minuten hat. Andere direkte Baumwollfarbstoffe, welche verwendet werden können, sind Chlorantinlichtgrün BLL (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Erg.-Bd. I, S. 79), Durazol Blue 2 RS (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Erg.-Bd. II Nr. 617), Durazol Fast Paper Blue io GS (Kupferphthalocyan.insulfonsäure), Diphenylechtbrilliantrosa BL (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Erg.-Bd. II, S. 73) und Sun Yellow 3G (Colour, Index Nr. 62o).
  • Der Farbstoff und das Zusatzpolymer eines N-Vinyllactams können auf die Fasern zusammen mit Textilappreturmitteln, z. B. Schlichtemitteln oder Schmiermitteln, aufgebracht werden.
  • Der direkte Baumwollfarbstoff und das Polymer eines N-Vinyllactams werden der Textilfaser zweckmäßig als wäßrige Lösung zugeführt, worauf die Fasern getrocknet werden können., um auf diesen eine Ablagerung von Farbstoff und Polymeren zu hinterlassen. Die Lösung kann ein Appreturmittel für die Textilfasern, z. B. ein Schlichtemittel oder ein Schmiermittel, enthalten. Ein Schmiermittel, z. B. ein Mineralöl, kann. beispielsweise in der Lösung durch ein geeignetes Emulgierungsmittel emulgiert sein.
  • Zum Auftrageur, der Lösungen können verschiedene- Wege eingeschlagen werden. Celluloseacetatstapelfasern können mit einer zur Erzielung der gewünschten Farbtönung ausreichenden Menge einer wäßrigen Lösung eines direkten Baum wo@llfarbstoffes und eines polymerisierten N-Vinyl-' lactams bespritzt werden, worauf die Fasern dann getrocknet werden. Auch können die Stapelfasern mit der Färbeflüssigkeit gesättigt werden; worauf sie dann ausgedrückt äder ausgeschleu.dert werden, so daß die erforderliche Menge Flüssigkeit auf dem Material verbleibt. Zum gleichzeitigen Färben und Fetten, von Celluloseacetats.tapelfasern können sie mit einer wäßrigen Lösung von je Liter o,i bis i g Chlorazol Fast Pink BKS (oder anderer der oben angegebenen direkten Baumwollfarb-Stoffe), die je Liter 3 bis 5 g Polyvinylpyrrolidon enthält und in welcher o, i bis i o/o Mineralöl (Viskosität 5o Sekunden Saybolt bei 38°) durch das Triäthanolamin Salz der Oleylschwefelsäure emulgiert ist, durchfeuchtet werden. Das Material wird dann ausgeschleudert, so daß darin 3o bis 8o °/o Flüssigkeit (bezogen auf das Trockengewicht des Materials) verbleibt, worauf es dann getrocknet wird.
  • Falls erwünscht, können die wasserlösliche Polymere der N-Vinyllactame enthaltenden wäßrigen -Farbstofflösungen den Celluloseacetatfasern während ihrer Herstellung nach dem Trockenspinnverfahren kontinuierlich beigegeben werden. Zum Beispiel können aus einer Anzahl Spinndüsen Celluloseacetatfäsern trocken gesponnen, werden, die durch Kontakt mit einem ein antistatisches. Agens, enthaltenden Mineralöl getränkten Docht gefettet und zu einem Faserbündel' z.usammengefaßt werden. Die Farblösung wird dem Faserbündel z. B. durch Aufspritzen oder durch einfaches Aufträufeln beigegeben. Das Faserbündel kann dann in Gefäßen zur weiteren Verarbeitung gesammelt werden. Wahlweise kann. es direkt einer Kräuselvorrichtung von der Art zugeführt werden, bei welcher das Faserbündel durch Förderrollen in einen Kasten mit einer belasteten Austrittstür, durch welche das gekräuselte Faserbündel austritt, gedrückt wird. In diesem Falle kann das Wasser der wäßrigen Färbeflüssigkeit dazu dienen, den Kräuselvorgang zu unterstützen. Das Faserbündel kann dann direkt einer entsprechenden Schn@eidmaschine zugeführt werden, in der es zu Stapelfasern, umgewandelt wird.
  • Das neue Verfahren des vorübergehenden Färbens ist für Celluloseacetatfasern in Form von Stapelfasern oder auch von endlosen Fäden beisonders wertvoll. Es ist jedoch aus den oben: angegebenen Gründen für Celluloseacetatstapelfasern deshalb von besonderem Nutzern, weil die gefärbtes Stapelfasern mit Wolle gemischt werden können und die Mischung ohne weiteres zu Garnen oder Geweben verarbeitet werden kann, aus. welchen, sich die Farbe durch einen milden Waschvorgang leicht und vollständig entfernen läßt.
  • Das neue Färbeverfahren kann auch bei Fasern aus anderen Celluloseestern oder Fasern aus Celluloseäthern angewendet werden, z. B. bei Fasern aus Cellulosepropionat, Acetatpropionat, Acetatbutyrat oder bei Fasern aus Äthyloellulouse. Das Färbeverfahren kann auch bei Textilfasern anderer Arten angewendet werden, z. B. bei tierischen Fasern, z. B. Wolle oder Seide, oder bei Cellulosefasern, z. B. Baumwolle oder Fasern aus regenerierter Cellulose, z. B. jenen., die durch den Viskose` prozeß hergestellt werden. Es kann weiter für Fasern aus synthetischen Kondensations- oder Additionspolymeren angewendet werden. So kann es bei Fasern aus linearen Polyamiden. angewendet werden, z. B. linearen Polyamiden aus Dicarbonsäuren und Diaminen, z. B. Polyhexamethylenadipamid, bei Fasern aus linearen Polyärriinocarbonsäuren, z. B. Polyaminocapronsäure, bei Fasern aus Polyurethanen, Fasern aus linearem Polyestern, z. B. ein Polyester aus Glykol und Terephthadsäure, und bei Fasern aus folgenden Kondensationspolymeren: Acrylnitr'ilpolymeren, z. B. Polyacrylnitril und Acrylnitril-Vinylch:lorid-Mischpolymeren, Vinylehlorid-Vinylacetat-Mischpolymeren und Vinylidenchlorid-Vinylch.lorid-Mischpolymeren. Gewebe aus Polyhexamethylen, adipamidgarn, welches erfindungsgemäß mit Chlorazol Fast Pink BKS und Polyvinylpyrrolidon gefärbt ist, kann beispielsweise einer Fixierung mit trockener Hitze bei az5 bis. 23o° unterworfen werden., ohne daß die Färbung gegen. Entfernen durch 3o Minuten langes Auswaschen in a g je Liter Seifenlösung mit 0,3 g- je Liter Soda widerstandsfähig geworden wäre.
  • Das Verfahren ist selbst dann wertvoll, wenn die zu färbende Faser nicht zu deinem gehört, welche geeignet sind, dauernd gefärbt zu werden, wenn die üblichen. Färbeverfahren angewendet werden, wie beispielsweise bei Polyglykolterephthalat. Durch Anwendung des neuen Verfahrens wird sichergestellt, daß nicht irgendwelche empfindlicheren Fasern, welche mit der gefärbten Faser zusummen verarbeitet werden, durch von der gefärbten Faser . übertragenen Farbstoff dauerhaft gefärbt werden.
  • Die Erfindung umfaßt konzentrierte Präparate, welche den direkten Baumwollfarbstoff und das wasserlösliche Additionspolymer eines N-Vinyllactams enthalten, aus welchen. durch Mischen mit Wasser Färbeflüssigkeiten hergestellt werden können, die zum vorübergehenden Färben von Textilfasern geeignerf sind. Derartige konzentrierte Präparate können, von i % Farbstoff an aufwärts enthalten, z. B. von a bis io% bzw. 150/0 oder mehr, wobei der Farbstoff mit dem erforderlichen Anteil N-Vinyllactampolymer vermischt ist, z. B.. mit dem 4,5- bis 9fachen Gewicht des Polyvinylpyrrolidons. Diese konzentrierten Präparate- können die Form von wäßrigen Flüssigkeiten oder Pasten bzw. die Form fester Körper, wie Pulver od. dgl., haben, Wobei letztere im.großen und ganzen frei von Wasser sind. Die Präparate können auch andere Materialien als den Farbstoff und das polymerisierte N-Vinyllactam enthalten, z. B. Textilfettungsmittel bzw. andere Textilappreturrnittal oder Dextrin., anorganische Salze oder andere Substanzen, wie sie gewöhnlich in handelsüblichen direkten Baumwollfarbstoffen vorhanden sind.
  • Konzentrierte Präparate können leicht durch Mischen handelsüblicher direkter Baumwollfarbstoffe mit einer konzentrierten Lösung des poly- -merisierten N-Vinyllactams hergestellt werden, wodurch klare Lösungen erzielbar sind. Präparate, die im wesentlichen wasserfrei sind, kann man durch Trocknen erhalten. Man kann. z. B. durch Verrühren von i Gewichtsteil trockenes Chlorazol Fast Pink BKS aoo % mit 8 Gewichtsteilen handelsüblichem Polyvinylpyrrolidon (30% feste Bestandteile) eine klare -rubinrote Lösung erzielen, welche etwa 4,5'/o Farbstoff enthält und mit Wasser verdünnt werden kann. Durch Trocknen in dünnen Schichten kann diese rubinrote Lösung in einen zerreibbaren Film umgewandelt werden, welcher leicht zu einem etwa iz% Farbstoff enthaltenden, Pulver verarbeitet werden, kann. Wahlweise kann die Lösung durch Zerstäubung getrocknet. werden, um so unmittelbar ein trockenes Pulver zu erhalten.. Der Film oder das Pulver sind in kaltem Wasser sehr leicht löslich..
  • Ähnliche Verbindungen können durch Ersetzen des Chlorazol Fast Pink BKS durch andere der obenerwähnten direkten Baumwollfarbstoffe zubereitet werden.
  • Wie schon erwähnt, können die erfindungsgemäß gefärbten Textilfasern durch einfache Behandlung leicht von der Farbe befreit werden. Wenn jedoch die gefärbten Fasern aus Cellulose bestehen oder mit Cellulosefasern gemischt sind, ist es nicht ratsam, das Material in Gegenwart des Färbemittels Behandlungen mit wäßrig-en Flüssigkeiten auszusetzen, welche einen wesentlichen Anteil eines Elektrolyts enthalten, da sonst bei gewissen Farbstoffen eine Gefahr besteht, daß der Farbstoff auf der Cellulose fixiert wird. Wenn daher beim normalen Bearbeiten des Materials eine derartige Behandlung erforderlich ist, ist es ratsam, zuerst denn Farbstoff mit einer wäßrigen Flüssigkeit, welche keinen wesentlichen Anteil eines Elektron lyts enthält, zu entfernen. Diese Behandlung kann bei einem niedrigen Verhältnis von Flüssigkeit zu Ware, z. B. weniger als io : i, erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRJCHE: i. Verfahren zum vorübergehenden Färben von Textilmaterialien, insbesondere aus Celluloseestern oder -äthern, mit Direktfarbstoffen, wobei die Textilmaterialien in einem wäßrigen Färbebad befeuchtet und dann. getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, daß dein Färbebad ein. wasserlösliches Polymerisationsprodukt eines N-Vinyllactams, insbesondere ein Polyvi_nylpyrrolidon, zugesefzt wird. z. Farbstoffpräparat, insbesondere in fester Form, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, das einen Direktfarbstoff und ein wasserlösliches Polymerisationspredukt eines N-Vinyllactams enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoffgehalt mindestens i % und der Polymergehalt mindestens das 4,5fache des Farbstoffgehalts beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften.: C. E. S c h i 1 d k n e c h t, » Vinyl und Related Polymers«, New York, 195z, S. 677.
DEB27421A 1952-09-22 1953-09-12 Verfahren zum voruebergehenden Faerben von Textilmaterialien und Farbstoffpraeparat hierfuer Expired DE955409C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091979B (de) * 1957-03-26 1960-11-03 Basf Ag Egalisiermittel in der Textilfaerberei
DE1133695B (de) * 1957-07-10 1962-07-26 Basf Ag Egalisiermittel in der Textilfaerberei

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None *

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