DE9405078U1 - Rettungseinheit mit Notfunkeinrichtung - Google Patents
Rettungseinheit mit NotfunkeinrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63C—LAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
- B63C9/00—Life-saving in water
- B63C9/0005—Life-saving in water by means of alarm devices for persons falling into the water, e.g. by signalling, by controlling the propulsion or manoeuvring means of the boat
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Description
Dr.Thomas U. Becker &Bgr;&THgr;&Ogr;&ggr;<&THgr;&Ggr; &&Ggr;* &Mgr;&udigr;&Igr;&Igr;&thgr;&Ggr; Dr. Karl-Ernst Müller
Diplomingenieur ^ .. .... . · ···· ·· .Diplomingenieur
European Patent Attorney Patentanwälte! I. . II . * II lEuiopean Patent Attorney
Anmelderin: 24. März 1994
Autoflug GmbH & Co
Industriestraße 1
Industriestraße 1
25462 Rellingen AFG 22994 sch29
Rettungseinheit mit Notfunkeinrichtung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine mit einer Notfunkeinrichtung
versehene Rettungseinheit zur Rettung von Personen aus einem See- oder Luftfahrzeug, wobei die im Rettungsfall in Betrieb
zu setzende Notfunkeinrichtung einen über ein drahtloses
Kommunikationssystem positionssignalgebenden Sender und eine satellitengestützte elektronische Navigationseinrichtung zur
Ermittlung des von dem Sender abzustrahlenden Positionssignals umfaßt. Ein derartiges drahtloses
Kommunikationssystem kann beispielsweise aus einem Satellitensystem zur Signalübermittlung bestehen.
Bei der Rettung von Personen aus See- oder Luftfahrzeugen
wird heute das Problem des Auffindens der verunfallten Person unter anderem dadurch gelöst, daß ein jeweils
mitgeführter Sender den Notruf über ein weltumspannendes und unter dem Begriff "INMARSAT" bekanntes Satellitensystem an
entsprechende Einsatz- beziehungsweise Rettungsstellen
EisenhüJtsflstra5e2'-,rp«4q88äP£tin§en:· TelSfon50)2102/83088+ 842901 · Telefax (0)2102/83069
weitergibt, Bestandteil des Notrufes ist daher bei solchen Systen auch eine Positionsangabe über die augenblickliche
Position der verunfallten Person, und zur Ermittlung dieser Positionsangabe beziehungsweise des zugehörigen
Positionssignals verfügen bekannte Rettungseinheiten über eine elektronische Navigationseinrichtung, welche die
jeweilige Position ständig und eigenständig errechnet; als Beispiel für eine solche Navigationseinrichtung kann das
GPS-System genannt werden, welches auf der Basis von von dem zum Betrieb des "INMARSAT" eingesetzten Satelliten völlig
unabhängigen künstlichen Sternen arbeitet und so die eigene Position beziehungsweise die Position der verunfallten
Person errechnet.
Eine Rettungseinheit mit den gattungsgemäßen Merkmalen ist für eine Schwimmweste in dem DE-GM 93 02 050 beschrieben;
die darin erläuterte Schwimmweste ist mit einer Notfunkeinrichtung ausgerüstet, die einen über das "INMARSAT"-System
kommunizierenden Sender und einen GPS-Teil zur eigenständigen Ermittlung der aktuellen Position der die
Schwimmweste tragenden Person aufweist, so daß die von dem GPS-Teil ermittelten Positionsdaten über den Sender in das
"INMARSAT"-Satellitensystem eingespeist und von hier aus an die zuständige Einsatzstelle weitergeleitet werden.
Mit der bekannten Rettungseinheit ist der Nachteil verbunden, daß im Anschluß an die Inbetriebsetzung im
Rettungsfall das GPS-Teil nach seiner erstmaligen Aktivierung einen Zeitraum von bis zu 30 Minuten benötigt,
um seine eigene Position beziehungsweise die Position der das GPS-Teil tragenden Person zu berechnen, so daß erst nach
dieser Zeitspanne ein erstes positionsgebendes Signal von dem Sender der Notfunkeinrichtung übermittelt werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Rettungseinheit mit den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß die Zeit für den Beginn des Absetzens von
positionsgebenden NotrufSignalen verkürzt ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung aus dem Inhalt der Schutzansprüche, welche dieser Beschreibung nachgestellt sind.
Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, daß die
elektronische Navigationseinrichtung der Notfunkeinrichtung
zusätzlich mit dem die Positionsdaten des Fahrzeuges ständig ermittelnden Bordrechner des See- oder Luftfahrzeuges über
eine im Rettungsfall lösbare Verbindung gekoppelt ist. Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, daß in der
Notfunksendeeinrichtung beziehungsweise in dem zugehörigen GPS-Teil zu jedem Zeitpunkt des Einsatzes des See- oder
Luftfahrzeuges die aktuelle Position dieses Fahrzeuges
verfügbar ist, so daß in einem plötzlich eintretenden Notfall beziehungsweise Rettungsfall die der Rettungseinheit
zugeordnete Navigationseinrichtung die eigene Position nicht erst berechnen muß, sondern die zuletzt geltende Position
des Fahrzeuges über den Notfunksender absetzen kann und
erst danach fortlaufend die Veränderung der Position berechnen und zu übermitteln braucht. Da das Nachhalten
einer sich verändernden Position durch den GPS-Teil problemlos zeitgleich zu der erstmaligen Berechnung der
eigenen Position nach Aktivierung möglich ist, wird unmittelbar nach Auslösung der Rettungseinheit mit dem
Absetzen positionsgebender Signale begonnen. Dadurch wird die Zeit für den Einsatz von Rettungsmittel erheblich
verkürzt.
Ein Ausführungsbeispiel betrifft die Anwendung der Erfindung
auf ein Seefahrzeug, vorzugsweise auf ein Unterseeboot, welches in der Regel außerhalb seines Rumpfes eine in einem
druckbeständigen Container verpackte Rettungsinsel mit sich führt. Im Notfall löst sich diese Rettungsinsel aus ihrer
Verankerung, schwimmt auf und öffnet sich automatisch an der Wasseroberfläche. In der Rettungsinsel ist nun eine
Notfunkeinrichtung angebracht, die neben dem Sender auch über den GPS-Teil verfügt. Erfindungsgemäß ist nun während
der Bereithaltestellung der in dem Container verpackten Rettungsinsel der GPS-Teil mit dem Bordrechner des
Unterseebootes verbunden, so daß von dort ständig die aktuellen Positionsdaten in den GPS-Teil übermittelbar sind.
Dementsprechend ist nach einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung der die Rettungsinsel aufnehmende Behälter beziehungsweise Container mit einem druckbeständigen
geteilten Stecker versehen ist, an dessen einem Teil die Notfunkeinrichtung über ein zugeordnetes Kabel angeschlossen
ist, und an dessen anderem Teil ein mit dem Bordrechner des Unterseebootes verbundenes Verbindungskabel angeschlossen
ist, so daß über diese Verbindungsbrücke die Datenübertragung von dem Bordrechner des Unterseebootes an
den GPS-Teil der Notfunkeinrichtung sichergestellt ist.
Kommt es im Rettungsfall zu einer Auslösung der Rettungsinsel, so trennt sich zunächst der aufschwimmende
Behälter von dem Verbindungskabel zum Bordrechner, und bei dem anschließenden Aufblasen der Rettungsinsel und der damit
verbundenen Trennung von dem Behälter findet ebenfalls eine Trennung des GPS-Teils von dem zugehörigen Steckerteil des
Behälters statt. Da bis zum Zeitpunkt der Aufhebung der Verbindung zwischen GPS-Teil und Bordrechner des Unterseebootes
die Positionsdaten des Unterseebootes in den GPS-Teil eingespeist wurden, kann der Sendeteil der Notfunkein-
richtung mit dem ersten Sendesignal sogleich die letzte Position des Unterseebootes beziehungsweise der
Rettungsinsel übermittein.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft den
Einsatz einer erfindungsgemäßen Rettungseinheit in einem Flugzeug. Ein solches Flugzeug ist mit einem Schleudersitz
ausgerüstet, wobei der Pilot mit seiner persönlichen Schutzausrüstung über den Schleudersitz mit dem Flugzeug
verbunden ist, in dem der Schutzanzug des Piloten einen entsprechenden Adapter aufweist, der in den Schleudersitz
eingeklinkt wird, während der Schleudersitz seinerseits über
eine zweite Hälfte dieses Adapters mit den flugzeugseitigen Einrichtungen verbunden ist. Über diese Verbindung ist zum
Beispiel die flugzeugseitige SauerstoffVersorgung des
Piloten, Sprechfunkkabel und dergleichen eingerichtet. Hier
ist nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung nun
vorgesehen, daß die Notfunkeinrichtung mit dem Sendeteil und dem GPS-Teil am Körper des Piloten gehaltert und über den
schleudersitzseitigen beziehungsweise flugzeugseitigen Adapter mit dem Bordrechner gekoppelt, so daß über diese
Verbindung die Daten des Flugrechners zu jedem Zeitpunkt in dem GPS-Teil der Notfunkeinrichtung verfügbar sind.
Wesentlich ist aber auch hier, daß in dem GPS-Teil die letzten Positionsdaten des Flugzeuges vor der Aufhebung
der Verbindung verfügbar sind.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Notfunkeinrichtung einen Schalter zum Abschalten der
Sendefunktion und einen durch die Abschaltung der Sendefunktion aktivierbaren Speicher zum Abspeichern der vom
Bordrechner aufgenommenen beziehungsweise von der Navigationseinrichtung selbst ermittelten Positionssignale
aufweist.
Dieses Ausführungsbeispiel trägt dem Umstand Rechnung, daß
bei einem militärischen Einsatz möglicherweise die sofortige Sendung von positionsgebenden NotrufSignalen
unerwünscht ist, so daß der Pilot die Möglichkeit hat, durch Abschaltung der Sendefunktion beispielsweise unmittelbar
nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug einen entsprechenden Notruf zu unterbinden. Damit in diesen Fall aber die letzten
Positionsdaten des Flugzeuges sowie die weiteren im Anschluß an die Auslösung des GPS-Teils von diesem ermittelten
Positionsveranderungsdaten für einen späteren Beginn des
Absetzens von NotrufSignalen zur Verfügung stehen, wird
durch das Abschalten der Sendefunktion ein entsprechender
Speicher in Betrieb genommen, auf dem die Daten abgespeichert sind, so daß sie bei einem späteren Beginn des
Absetzens von NotrufSignalen von dem Speicher abrufbar sind.
Sowohl bei der Anwendung der Erfindung bei einem Seefahrzeug als auch bei einem Luftfahrzeug versteht es sich, daß über
die jeweilige Verbindung auch noch andere Daten als die reinen Positionsdaten des jeweiligen Fahrzeuges übertragen
werden können, so beispielsweise die Fahrzeugkennung, der letzte Kurs, die letzte Geschwindigkeit, bei Anwendung bei
einem Luftfahrzeug die letzte Höhe des Flugzeuges sowie allgemein Zeit und Art des Notfalls, wobei alle die
vorgenannten Daten oder auch ein Teil davon in das im Rettungsfall abzusetzende Notsignal eingeschlossen sein
können.
Die in der vorstehenden Beschreibung und den Schutzansprüchen offenbarten Merkmale des Gegenstandes
dieser Unterlagen können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der
Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
Claims (4)
1. Mit einer Notfunkeinrichtung versehene Rettungseinheit
zur Rettung von Personen aus einem See- oder Luftfahrzeug, wobei die im Rettungsfall in Betrieb zu
setzende Notfunkeinrichtung einen über ein drahtloses
Kommunikationssystem positionssignalgebenden Sender und eine satellitengestützte elektronische
Navigationseinrichtung zur Ermittlung des von dem Sender abzustrahlenden Positionssignals umfaßt, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektronische Navigationseinrichtung der Notfunkeinrichtung zusätzlich
mit dem die Positionsdaten des Fahrzeuges ständig ermittelnden Bordrechner des See- oder Luftfahrzeuges
über eine im Rettungsfall lösbare Verbindung gekoppelt ist.
2. Rettungseinheit nach Anspruch 1 mit einer für die Rettung von Personen aus einem Seefahrzeug
eingerichteten aufblasbaren und während der
atii]gBn «Telefon#))2102/83088 + 842901 · Telefax{0)2102/83069
2 -
Bereithaltung in einem Behälter verpackten Rettungsinsel, wobei die Notfunkeinrichtung an der
Rettungsinsel gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der die Rettungsinsel aufnehmende Behälter mit einem
geteilten Adapterstecker versehen ist, an dessen einem Teil die Notfunkeinrichtung über ein zugeordnetes Kabel
und an dessen anderem Teil ein mit dem Bordrechner des Seefahrzeuges verbundenes Verbindungskabel angeschlossen
ist.
3. Rettungseinheit nach Anspruch 1 für die Rettung von
Personen aus einem Luftfahrzeug mit einem von dem Luftfahrzeug im Rettungsfall zu trennenden
Schleudersitz, wobei nach der Trennung des Schleudersitzes vom Luftfahrzeug eine anschließende
Trennung der Person von dem Schleudersitz vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Notfunkeinrichtung
am Körper der Person gehaltert und über einen Adapter mit einem zugehörigen, am Schleudersitz angeordneten
Gegenstück verbindbar ist, wobei der Schleudersitz seinerseits über eine Steckerverbindung mit dem
Luftfahrzeug derart verbunden ist, daß die Notfunkeinrichtung mit ihrer elektrischen Navigationseinrichtung
mit dem Bordrechner des Luftfahrzeuges gekoppelt ist.
4. Rettungseinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Notfunkeinrichtung einen Schalter zum Abschalten der Sendefunktion und einen durch die Abschaltung der
Sendefunktion aktivierbaren Speicher zum Abspeichern der
vom Bordrechner aufgenommenen beziehungsweise von der
Navigationseinrichtung selbst ermittelten Positionssignale aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9405078U DE9405078U1 (de) | 1994-03-25 | 1994-03-25 | Rettungseinheit mit Notfunkeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE9405078U DE9405078U1 (de) | 1994-03-25 | 1994-03-25 | Rettungseinheit mit Notfunkeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9405078U1 true DE9405078U1 (de) | 1995-07-27 |
Family
ID=6906504
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE9405078U Expired - Lifetime DE9405078U1 (de) | 1994-03-25 | 1994-03-25 | Rettungseinheit mit Notfunkeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9405078U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19648145A1 (de) * | 1996-11-21 | 1998-05-28 | Bosch Gmbh Robert | Vorrichtung zur Positionsbestimmung für einen Notrufsender |
| DE19702998A1 (de) * | 1997-01-28 | 1998-07-30 | Thomas Lehner | Ortungs- und Auffindungssystem |
| DE19707560A1 (de) * | 1997-02-26 | 1998-08-27 | Rudolph Logic Systems Gmbh | Vorrichtung zur Erkennung von betriebsbereiten mobilen Telefonapparaten |
-
1994
- 1994-03-25 DE DE9405078U patent/DE9405078U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19648145A1 (de) * | 1996-11-21 | 1998-05-28 | Bosch Gmbh Robert | Vorrichtung zur Positionsbestimmung für einen Notrufsender |
| DE19702998A1 (de) * | 1997-01-28 | 1998-07-30 | Thomas Lehner | Ortungs- und Auffindungssystem |
| DE19707560A1 (de) * | 1997-02-26 | 1998-08-27 | Rudolph Logic Systems Gmbh | Vorrichtung zur Erkennung von betriebsbereiten mobilen Telefonapparaten |
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