DE940219C - Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl. - Google Patents
Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl.Info
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- DE940219C DE940219C DE1949P0042271 DEP0042271D DE940219C DE 940219 C DE940219 C DE 940219C DE 1949P0042271 DE1949P0042271 DE 1949P0042271 DE P0042271 D DEP0042271 D DE P0042271D DE 940219 C DE940219 C DE 940219C
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B1/00—Explosive charges characterised by form or shape but not dependent on shape of container
- F42B1/02—Shaped or hollow charges
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
- Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl. Als Munroe- oder Hohlladungseffekt ist die E.rscheinung bekannt, daß ein mit einer konischen Aushöhlung versehener Sprengkörper eine weitaus stärkere Wirkung auf die beschossene Unterlage ausübt als ein gleichartiger massiver Sprengkörper. Es gelingt durch diese Anordnung mit verhältnismäßig geringen Sprengstoffmengen Durchschläge auf Eisen- und Stahlplatten zu erzielen, die mit wesentlich größeren Sprengstoffmengen bei üblicher Anwendung nicht herbeigeführt werden können.
- Nach den bisherigen Erfahrungen bestand die Anschauung, daß dieser Effekt nur bei allseitig geschlossener Mantelfläche des konischen, halbku@gel- oder glockenförmig gestalteten Hohlraumes eintritt, und daß seitliche Öffnungen oder Ausschnitte den eigenartigen Effekt nicht zustande kommen lassen.
- Entgegen dieser Auffassung hat es sich nun überraschenderweise herausgestellt, daß bei Anordnung einer beiderseits offenen Rinne im Sprengkörper der Effekt ohne Einbuße an Wirksamkeit aufrechterhalten werden kann. Bei Anwendung der Rinnenform wirkt sich die Erscheinung in der Weise aus, daß der Durchschlag die Form eines ganz schmalen Schnittes annimmt, der sich genau in der senkrechten Ebene der Scheitellinie der rinnenförmigen Ausnehmung ausbildet.
- Diese Abw andlungsform der Durchschlagswirkung kann in vorteilhaftester Weise ausgenutzt werden, um Eisen- und Metallkörper mittels eines scharfen Schrittes zu durchtrennen. Um möglichst lange Schnitte zu erzielen, wird die rinnenförmige Ausnehmung an der Längsseite eines entsprechend dimensionierten Sp@rengstoffkärpers angeordnet.
- Die Rinne, die den Charakter des Schnittes bedingt, kann eine beliebige Form, z. B. rechteckig, prismatisch, halbkugelförmig u. dgl., erhalten. Die besten Ergebnisse sind mit einer prismatischen Rinne erzielt worden, deren Scheitelwinkel etwa 9o Grad beträgt, da diese Form und Winkelgröße den besten Effekt bei unmittelbarer Auflage des Sprengkörpers gewährleistet.
- Zur Verstärkung der Wirkung kann die rinnenförmige Ausnehmung durch eine entsprechend geformte Metallrinne aus Eisen oder- sonstigem. geeigneten Material ausgekleidet werden. Sollen derartige Schneidpatronen für Unterwasserarbeiten verwendet werden, so besteht die Notwendigkeit, den Hohlraum so abzuschließen, daß ein Eindringen von. Wasser, das,den Effekt völlig aufheben würde, unmöglich ist. Diese Maßnahme wird z.-,veclemäßigerweise in der Art ausgeführt, daß -eine Metallauskleidung verwandet wird, diesowohl am Boden als auch an .den beiden Seitenenden völlig geschlossen ist und damit die Form eines allseits geschlossenen Prismas aufweist.
- Die beste Wirkung wird bei Benutzung von Sprengstoffen höchster Detonationsgeschwindigkeit erzielt. Am geeignetsten hierfür haben sich entweder Gußladungen aus Trinitrotolualmit Hexogen (Cyclotrimethylentrinitramin) oder Nitropentaerythrit und Hexogen erwiesen, die .durch geeignete Zusätze in einen plastischen Zustand versetzt ,verden.
- Besonders empfehlenswert ist es, bei den letztgenannten Zusammenstellungen die Plastifizierung mittels eines Zusatzes von gelatiniertem Nitroglyzerin herbeizuführen, da dieser Zusatz im Gegensatz zu den sonst hierfür benutzten unexplosiven Plastifikatoren, wie Wachs, Vaseline, Weichmachungsmittel u.,dgl., die Brisanz dieser beiden Sprengstoffe nicht herabsetzt.
- Der schematische Aufbau einer derartigen Schneidpatrone geht aus der Zeichnung hervor. Mit a ist hierbei der Sprengkörper bezeichnet, mit b die Auskleidung der Rinne.
- Die Durchschlags- und Schneidewirkung derartiger Sprengkörper isst, abgesehen von der Sprengstoffmenge, von der-Basisbreite der Rinne abhängig. Bei Anwendung einer prismatischen Aussparung und eines rechten Winkels als Scheitelwinkel, einer Einlage aus dünnem Eisenblech und bei Verwendung der genannten Sprengstoffkombinationen durchtrennt eine Patrone mit 15 mm Basisbreite eine Flußeisenplatte von etwa 15 biss 2o mm 'mit scharfem Schnitt, Basisbreiten von z. B. 2o mm, ,.o mm, 6o mm und ioo mm ergeben Schnittiefen von 2o bis 30 mm,. 4o bis 6o mm, 6o bis 9o mm und i oo bis i 5o mm. Härtere Werkstoffe, wie z. B. legierte Stähle und aufeinander genietete Bleche, ergeben etwas verri.ngerte@ Schnittiefen.
- Die derart gestalteten Patronen sollen zur raschen Zerlegung von Eisenkonstruktionen verwendet werden, deren Durchtrennung mittels Sauerstoffbrenner aus Sicherheitsgründen oder infolge schwerer Unzugänglichkeit nicht möglich ist. Sie haben sich bereits. bei der Abtragung von unter Spannung befindlichen Brückenkonstruktionen, herabhängenden, beschädigten Stahlbauten und bei Unterwasserarbeiten zum Zerlegen von Schiffswracks, Schneiden«von Spundwänden, Durchtrennung von Stahlkabeln, Trossen und Ketten bestens bewährt.
- Die Neuerung stellt somit einen bemerkenswerten Fortschritt hinsichtlich rascher und wirtschaftlicher Zerlegung von Metallkonstruktionen aller Art,dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl. unter Ausnutzung des bekannten Munroe- oder Hohlladungseffektes, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sprengkörper beliebiger Gestalt mit einer beiderseits offenen, rinnenförmigen Ausnehmung in der Mantelfläche verseben ist. z. Sprengpatrone nach Anisspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die am Sprengkörper angeordnete Rinne prismatische Gestalt besitzt, deren Scheitelwinkel etwa 9o Grad beträgt. 3. Sprengpatrone nach Anspruch i und ?, dadurch gekennzeichnet, daß die am Sprengkörper angeordnete Rinne mit einer Auskleidung aus Metall oder sonstigem geeigneten Material versehen ist. 4.. Sprengpatrone nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sprengkörper mit einer allseits geschlossenen, wasserdichten Auskleidung versehen ist. 5. Sprengpatrone nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengladung aus Gußmischungen-aus Trinitrotoluol und Hexo@gen (Cyclotrimethylentrinitramin) besteht. 6. Sprengpatronen nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengladung aus einer Mischung von Hexogen und Nitropentaerytbrit mit einem Zusatz von Plastifikatoren, wie Wachs, Vaseline, Weichm.achungsmittel oder gelatiniertem Nitroglycerin, besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0042271 DE940219C (de) | 1949-05-11 | 1949-05-11 | Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0042271 DE940219C (de) | 1949-05-11 | 1949-05-11 | Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE940219C true DE940219C (de) | 1956-03-15 |
Family
ID=581822
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1949P0042271 Expired DE940219C (de) | 1949-05-11 | 1949-05-11 | Sprengpatrone zum Schneiden von Eisenkonstruktionen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE940219C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1205876B (de) * | 1959-10-24 | 1965-11-25 | Wasagchemie Ag | Schneidladung |
-
1949
- 1949-05-11 DE DE1949P0042271 patent/DE940219C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1205876B (de) * | 1959-10-24 | 1965-11-25 | Wasagchemie Ag | Schneidladung |
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