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DE1172591B - Hohlladung - Google Patents

Hohlladung

Info

Publication number
DE1172591B
DE1172591B DED39054A DED0039054A DE1172591B DE 1172591 B DE1172591 B DE 1172591B DE D39054 A DED39054 A DE D39054A DE D0039054 A DED0039054 A DE D0039054A DE 1172591 B DE1172591 B DE 1172591B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ignition
charge
shaped
charges according
charges
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED39054A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudi Schall
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Institut Franco Allemand de Recherches de Saint Louis ISL
Original Assignee
Institut Franco Allemand de Recherches de Saint Louis ISL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Institut Franco Allemand de Recherches de Saint Louis ISL filed Critical Institut Franco Allemand de Recherches de Saint Louis ISL
Priority to DED39054A priority Critical patent/DE1172591B/de
Priority claimed from FR936548A external-priority patent/FR1359513A/fr
Publication of DE1172591B publication Critical patent/DE1172591B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00Details of fuzes
    • F42C19/08Primers; Detonators
    • F42C19/0838Primers or igniters for the initiation or the explosive charge in a warhead
    • F42C19/0842Arrangements of a multiplicity of primers or detonators, dispersed within a warhead, for multiple mode selection
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B1/00Explosive charges characterised by form or shape but not dependent on shape of container
    • F42B1/02Shaped or hollow charges
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00Details of fuzes
    • F42C19/08Primers; Detonators
    • F42C19/095Arrangements of a multiplicity of primers or detonators, dispersed around a warhead, one of the primers or detonators being selected for directional detonation effects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 06 c
Deutsche Kl.: 78 e-5
Nummer: 1 172 591
Aktenzeichen: D 39054 VI b / 78 e
Anmeldetag: 30. Mai 1962
Auslegetag: 18. Juni 1964
Die Erfindung betrifft eine im wesentlichen rotationssymmetrische Hohlladung zur Erzeugung von Ausnehmungen im zu bearbeitenden Werkstück.
Als Formsprengkörper sind unter dem Namen »Hohlladungen« einerseits drehsymmetrische Ladungen bekannt, die vermittels eines dem anzugreifenden Objekt zugekehrten Hohlraums, dessen Wandung vorzugsweise mit einer Auskleidung versehen ist, nach zentraler Zündung eine bohrende Wirkung auch gegen härteste (Ziel-) Materialien besitzen. Andererseits sind als »Schneidladungen« flächensymmetrische Formsprengkörper bekannt, die durch einen rinnen- oder dachförmigen Hohlraum gekennzeichnet sind und bei der Sprengung längs der Symmetrieebene einen relativ schmalen Einschnitt etwa in Ladungslänge in dem dem Hohlraum zugekehrten (Ziel-) Material erzeugen. Bekannt ist ferner, daß derartige längliche Schnitte auch durch Sprengkörper mit elliptischer Formgebung des Sprengstoffes oder der Auskleidung erzielt werden können. ao
Beide Arten der Formsprengkörper — Bohr- und Schneidladungen'— werden nebeneinander sowohl in der zivilen wie in der militärischen Sprengtechnik verwendet und stellen häufig benutzte Standardladungen der derzeitigen Sprengpraxis dar. as
Man ging also bislang so vor, daß zur Herstellung von Ausnehmungen bestimmter Form solche Sprengkörper verwendet wurden, deren Geometrie der Geometrie der zu schaffenden Ausnehmung angepaßt war; man setzte also z. B. zur Herstellung schlitzförmiger Ausnehmungen Ladungen ein, bei welchen der Hohlraum ζ. B. rinnenförmig ausgestaltet war.
Überraschenderweise wurde nunmehr gefunden, daß es gelingt, die Form der erzeugten Ausnehmungen unabhängig von der Art der Anordnung des Sprengstoffes zu bestimmen, also z. B. auch mit einer rotationssymmetrisch geformten Sprengladung bzw. einem rotationssymmetrischen Hohlraum schlitzförmige Ausnehmungen zu erzeugen.
Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß bei im wesentlichen rotationssymmetrischen Hohlladungen zur Erzeugung von schnittartigen Ausnehmungen im zu bearbeitenden Werkstoff auf gleicher Höhe der Hohlladung zwei oder mehrere sich einander gegenüberliegende, synchron zu zündende Zündstellen im Bereich vom Kopf der Ladung bis etwa zur Mitte der Ausnehmung, insbesondere etwa des Hohlraumscheitels angeordnet sind.
Der Erfindung liegt also die Erkenntnis zugrunde, daß bei Hohlladungen die Form der erzeugten Ausnehmung im Werkstück durch besondere Anordnung der Zündung vorbestimmt werden kann. Dabei ist es Hohlladung
Anmelder:
Deutsch-Französisches Forschungsinstitut
Saint-Louis,
Saint-Louis, Haut-Rhin (Frankreich)
Vertreter:
Dr. M. Eule,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. W. J. Berg und
Dipl.-Ing. O. F. Stapf, Patentanwälte,
München 13, Kurfürstenplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dr. Rudi Schall, Weil/Rhein
durchaus möglich, daß durch mehrere Zündstellen ein gewisser Zündbereich geschaffen wird, wobei sich dann diese Zündbereiche wieder auf gleicher Höhe der Ladung gegenüberliegen müssen. Auch in dieser Weise sich gegenüberliegende Zündlinien sind im Sinne der Erfindung verwendbar.
Die Zündung in den sich gegenüberliegenden Zündstellen bzw. Zündbereichen darf dabei nicht so erfolgen, daß hier ein wesentlicher Zeitunterschied gegeben ist. Die Zündung muß tatsächlich synchron erfolgen, um im Sprengkörper Detonationswellen von flächensymmetrischer Geometrie zu erzeugen.
Eine besondere Bedeutung haben im Rahmen der Erfindung solche Hohlladungen, bei denen zusätzlich eine an sich bekannte, im wesentlichen zentral angeordnete Zündeinrichtung vorgesehen ist. Ein solcher Sprengkörper, der — je nach der Art, in der er gewünscht wird — wahlweise als Bdhrladung oder Schneidladung wirkt und demnach als universeller Formsprengkörper vielseitig verwendbar ist, bringt, wie ohne weiteres erkenntlich ist, wertvolle Vorteile mit sich. Dieser Hohlsprengkörper kann also so eingesetzt werden, daß er bei drehsymmetrischer Detonation (Zündung in der Ladungsachse) in bekannter Weise als Hohlladung wirkt. Wird diese Ladung jedoch so gezündet, daß die Detonation nicht drehsymmetrisch, sondern an den sich gegenüberliegenden Zündstellen erfolgt, so erhält man überraschenderweise eine ähnliche schneidende Wirkung, wie sie von den Schneidladungen bekannt ist. Dabei kann das Verhältnis von Schnittlänge zu Schnittiefe nämlich durch die Art des Sprengkörpers, dessen Zündung
409 600/126
und den angewandten Abstand zum (Ziel-) Material geregelt werden.
Hierbei sind die beiden Zündeinrichtungen, also die drehsymmetrische einerseits und die einander gegenüberliegenden Zündstellen andererseits so eingerichtet, daß jede der beiden Einrichtungen wahlweise unabhängig von der anderen zündbar ist. Dies ist vorteilhafterweise z. B. dadurch erzielbar, daß zum Übergang von der einen Zündungsart bzw. Zündungseinrichtung auf die andere, bei Verwendung von Knallzündschnüren als Zündübertragungselemente zur Bewerkstelligung dieses Übergangs, die initiierende Sprengkapsel verlagerbar angeordnet ist oder daß umschaltbare elektrische Zündelemente für den Zündstrom vorgesehen sind.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß außer der an sich bekannten zentralen Zündelementaufnahme eine weitere Zündelementaufnahme im Abstand von ersterer außerhalb der Ladung vorgesehen ist, wobei das Zündelement wahlweise in die eine oder andere Aufnahme gebracht werden kann und von der außerhalb angeordneten Aufnahme Zündübertragungsmittel, vorzugsweise Knallschnüre, zu den sich einander gegenüberliegenden Zündstellen führen.
Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform der Erfindung. Bei Initiierung des mit einer Auskleidung 2 versehenen Sprengkörpers 1 von der Sprengkapsel 3 her wird in bekannter Weise in dem dem Hohlraum zugekehrten Objekt der Hohlladungseffekt erhalten (Bohrwirkung). Wird die Zündung jedoch von der Sprengkapsel 4 eingeleitet und durch Detonationsschnüre 5 auf die Zündstellen 6 und 7 übertragen, so entsteht ein Schnitt, dessen Länge und Tiefe von der Lage des Zündpunktes, dem Abstand zum Ziel und dem Zielmaterial abhängt (Schneidwirkung). Die Zeichnung gibt die in Stahl erhaltenen Ergebnisse in Querschnitt und Aufsicht jeweils wieder.
Zweckmäßig erfolgt, wie bereits dargelegt, die Umschaltung von einer Zündungs art auf die andere durch Verschieben der Sprengkapseln aus der Stellung 3 in Stellung 4. Sie kann aber auch durch elektrische Umschaltung des Zündstromes auf einen elektrischen Zünder in Stellung 4 oder unmittelbar auf geeignete Schnellzeitzünder in 6 und 7 bewirkt werden.
Die Vorteile der Erfindung sind offensichtlich: Durch die vielseitige Verwendbarkeit ergibt sich eine Rationalisierung der Sprengarbeiten. Außerdem hat sich gezeigt, daß insbesondere bei relativ kurzen Schnittlängen, der der Erfindung zugrunde liegende rotationssymmetrische Sprengkörper einen erheblich besseren Wirkungsgrad besitzt als die bisher meist angewandten fiächensymmetrischen Schneidladungen, so daß eine beträchtliche Sprengstoffersparnis eintritt. Natürlich können durch simultane Sprengungen mehrerer, in einer Linie angeordneter erfindungsgemäßer
ίο Sprengkörper auch beliebig lange Schnittlängen erhalten werden.
Als Hohlraumformen und Auskleidematerial finden zweckmäßig die für Hohlladungen bekannten Formen (Kegel, Halbkugel, Trompete, Flasche u. ä.) und Stoffe (kompakte Metalle, Sintermetalle, Glas, Keramik) Verwendung.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Im wesentlichen rotationssymmetrische Hohlladungen zur Erzeugung von schnittartigen Ausnehmungen im zu bearbeitenden Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß auf gleicher Höhe der Hohlladung zwei oder mehrere, sich einander gegenüberliegende, synchron zu zündende Zündstellen, im Bereich vom Kopf der Ladung bis etwa zur Mitte der Ausnehmung, insbesondere etwa in Höhe des Hohlraumscheitels, angeordnet sind.
2. Hohlladungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine an sich bekannte, im wesentlichen zentral angeordnete Zündeinrichtung vorgesehen ist.
3. Hohlladungen gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Zündeinrichtungen wahlweise, unabhängig von der anderen, zündbar ist.
4. Hohlladungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Knallzündschnüren als Zündübertragungselemente, zum Übergang von der einen Zündungsart bzw. Zündungseinrichtung auf die andere, die initiierende Sprengkapsel verlagerbar angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Stettbacher, Spreng- und Schießstoffe, 1948, S. 135.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 600/126 6.64 © Bundesdruckerei Berlin
DED39054A 1962-05-30 1962-05-30 Hohlladung Pending DE1172591B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED39054A DE1172591B (de) 1962-05-30 1962-05-30 Hohlladung

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED39054A DE1172591B (de) 1962-05-30 1962-05-30 Hohlladung
FR936548A FR1359513A (fr) 1963-05-30 1963-05-30 Charges creuses

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1172591B true DE1172591B (de) 1964-06-18

Family

ID=25971443

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED39054A Pending DE1172591B (de) 1962-05-30 1962-05-30 Hohlladung

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DE (1) DE1172591B (de)

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