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DE2243192A1 - Verfahren zum fuellen von wasserfuehrenden bohrloechern mit sprengstoffen - Google Patents

Verfahren zum fuellen von wasserfuehrenden bohrloechern mit sprengstoffen

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DE2243192A1
DE2243192A1 DE2243192A DE2243192A DE2243192A1 DE 2243192 A1 DE2243192 A1 DE 2243192A1 DE 2243192 A DE2243192 A DE 2243192A DE 2243192 A DE2243192 A DE 2243192A DE 2243192 A1 DE2243192 A1 DE 2243192A1
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DE
Germany
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explosives
explosive
borehole
hose
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2243192A
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dr Christmann
Maximilian Dr Kluensch
Paul Dr Lingens
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
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Publication date
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Priority to IT52246/73A priority patent/IT990426B/it
Priority to GB4120973A priority patent/GB1414723A/en
Priority to CA180,154A priority patent/CA987935A/en
Priority to ES418364A priority patent/ES418364A1/es
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Priority to FR7331579A priority patent/FR2198117B1/fr
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/08Tamping methods; Methods for loading boreholes with explosives; Apparatus therefor
    • F42D1/10Feeding explosives in granular or slurry form; Feeding explosives by pneumatic or hydraulic pressure

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

OZ 72082
DYNAMIT NOBEL AKTIENGESELLSCHAFT
Troisdorf Bez. Köln
Verfahren zum Füllen von wasserführenden Bohrlöchern" mit Sprengstoffen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen von wasserführenden Bohrlöchern mit Sprengstoffen.
Es ist "bekannt, pulverförmige Ammoniumnitratsprengstoffe in unpatroniertem Zustand mittels Preßluft in Bohrlöcher einzublasen. Die Voraussetzung für die Anwendung dieses- Verfahrens war bisher, daß die Bohrlöcher trocken bzw. nicht zu feucht v/aren und das
ein Nachfließen von Wasser im Bereich des Bohrloches nicht stattfindet. Beachtet man diese Umstände nicht, so mußte mit mangelhaften Ergebnissen der Sprengarbeit gerechnet werden. Vor dem
Einblasen von unpatroniertem Sprengstoff in wasserhaltige Bohrlöcher wurde daher immer wieder gewarnt. Man war daher gezwungen, für das Füllen von wasserführenden Bohrlöchern mit unpatroniertem Sprengstoff sogenannte Slurries zu verwenden* Diese wasserhaltigen Mischungen weisen aber ohne besondere Maßnahmen gegenüber der wasserfreien Mischung eine geringere Detonationsfähigkeit auf. Auch das auf das Gewicht bezogene Arbeitsvermögen der wasserhaltigen Mischung liegt erheblich unter dem der wasser-»
freien Mischung.
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Es bestand daher die Aufgabe ein Verfahren zu finden, mit dem es möglich ist, auch wasserführende Bohrlöcher mit unpatroniertem pulverförmigen Sprengstoffen zu füllen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe. Sie besteht aus einem Verfahren zum Füllen von wasserführenden Bohrlöchern mit Sprengstoffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man an sich bekannte pulverförmige Ammoniumnitratsprengstoffe, die Quellmittel und/ oder Hydrophobierungsmittel enthalten, unpatroniert mittels Preßluft aus einem Druckkessel über einen mit seiner Mündung bis in das Bohrlochtiefste geführten Schlauch einbringt, der beim Füllvorgang aus dem Bohrloch in der Weise absatzweise oder kontinuierlich zurückgenommen wird, daß sich seine Mündung unterhalb des durch die Preßluft zumindest im wesentlichen in Richtung des Bohrlocheingangs zurückgedrängten Wassers und bis 50 cm, vorzugsweise bis zu 10 cm, über der Oberfläche des eingefüllten Sprengstoffes befindet. Die mit dem Sprengstoff aus der Schlauchmündung beim Einblasen austretende Luftmenge führt in vorteilhafter Weise praktisch zu einer Trennung zwischen Sprengstoff und Wasserüberdeckung. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich daher ohne weiteres sogar auf völlig mit Wasser gefüllte Bohrlöcher anwenden. Besonders vorteilhaft sind dabei der hohe Füllungsgrad des Sprengstoffs im Bohrloch und der geringe technische Aufwand, der für eine gute Sprengleistung erforderlich ist.
Das Zurückziehen des Schlauches ist beim erfindungsgemäßen Verfahren leicht und in einfacher Weise durchzuführen, da das Be-
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dienungspersonal infolge der leichten Vibrationen des Schlauches uciw tiindurchstromen des Sprengstoffes ohne weiteres fühlt, ob der Sprengstoff noch einwandfrei fließt oder ob die durchströmende Menge kleiner wird, weil der im Bohrloch ansteigende Sprengstoff der Schlauchmündung zu nahe kommt und dadurch den Austritt des einzublasenden Sprengstoffs aus dem Schlauch behindert. Im letzteren Falle wird dann der Schlauch einfach ein entsprechendes Stück herausgezogen, so daß der Sprengstoff wieder einwandfrei fließt. Dabei ist es ohne weiteres möglich, den einwandfreien Materialfluß im Schlauch durch geeignete automatisch wirkende Hilfsmittel zu überwachen, beispielsweise mittels eines am Schlauch angeordneten Mikrofons, das eine Vorrichtung zum selbständigen Herausziehen des Schlauches steuert.
Das Ammoniumnitrat kann bis zu einem Anteil von 50 Gev/.-% durch andere sauerstoffabgebende Salze ersetzt werden, wie z.B. Nitrate oder Perchlorate der Alkall- oder Erdalkalimetalle. Auch diese sauerstoffabgebenden Salze "sollten ebenso wie das Ammoniumnitrat in einer Kornform und Kornfeinheit vorliegen, die ein leichtes Einblasen gewährleisten.
Als Hydrophobierungsmittel seien z.B. mehrwertige Salze von langkettigen Fettsäuren und/oder langkettige Fettamine bzw. deren Salze genannt. Der Ausdruck langkettig soll hierbei bedeuten, daß die Zahl der C-Atome in den Ketten zwischen 8 und 24 liegt.
Beispiele für Quellmittel sind wasserlösliche Hochpolymere wie Polyacrylamid, Polyacrylsäure und deren Salze und Polyvinylal-
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kohol. In erster Linie eignen sich aber als Quellmittel Polysaccharide wie Agar-Agar, Carboxymethylzellulose, Guarmehl oder dergleichen.
Es können dem Sprengstoff auch Gleitmittel, z.B. Graphit oder Molybdändisulfid, zugesetzt werden. Die erwähnten Ammoniumnltratsprengstoffe können verbrennliche Stoffe enthalten, z.B. Mineraloder Dieselöl, Nitrotoluole, Kohlenstaub, Glykol, Hirnstoff, Holz- oder Pflanzenmehl. Außerdem können sie auch metallische Brennstoffe wie Aluminium, Magnesium oder Legierungen solcher Art enthalten.
Die genannten Ammoniumnitratsprengstoffe sind als solche nach Art und Menge ihrer Zusammensetzung für den Einsatz in Patronenform bereits bekannt. Hierbei ergab die Patronenhülle neben der Wirkung der Quell- und/oder Hydrophierungsmittel einen wesentlichen Schutz gegen das Eindringen von Wasser in den Sprengstoff. Die Verwendung der Patronenhülle ermöglichte überhaupt den Einsatz von pulverförmigen Ammoniumnitratsprengstoffen in wasserführenden Bohrlöchern. Sie hat jedoch den Nachteil, daß keine vollständige Füllung bzw. Ausnutzung des Bohrlochvolumens mit Sprengstoff erreicht werden kann«
Es hat sich bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, das Verhalten gegenüber Wasser und die Leistung des Sprengstoffs als vorteilhaft erwiesen, Sprengstoffe zu verwenden, die aus 60 bis 98 Gew.-% Ammoniumni-
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trat und 2 bis 40 Gew.-% verbrennlichen Stoffen bestehen, wobei in den verbrennlichen Stoffen bis zu 10 Gew.-% (auf den Sprengstoff bezogen) Quellmittel und/oder bis zu 3 Gew.-% (auf den Sprengstoff bezogen) hydrophobierende Mittel enthalten sind.
Es wurde gefunden, daß bei Verwendung von Ammoniumnitrat in geprillter Form die Einblasfähigkeit, gut ist, die Wasseraufnahme aber nicht unter allen Umständen zufrieden stellt. Bei alleiniger Verwendung von Ammoniumnitrat in gemahlener Form ist zwar die Wasseraufnahme gering, jedoch kann es beim Einblasen zu Unregelmäßigkeiten im Transport des Sprengstoffs durch den Schlauch hindurch kommen. Es hat sich daher als vorteilhaft erwiesen, wenn gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung die Ammoniumnitratanteile der Sprengstoffe sowohl in gepriliter als auch in gemalilener Form vorliegen, vorzugsweise im Gewichtsverhältnis 2 : 1. Es können dabei Prills aus dem Bereich der Siebmaschenweite von 0,2 bis 20 mm, vorzugsweise 0,2 bis 6 mm, insbesondere 0,8 bis 2,5 mm verwendet werden.
Für das Einblasen in Bohrlöcher kann das letzte Stück des Einblas Schlauches auch durch ein Rohr ersetzt werden. Am Ende des Schlauches bzw. Rohres können ferner seitlich Löcher angebracht werden, so daß durch diese ein Teil der Luft austritt und das Verdrängen des Wassers begünstigt. Am Schlauchende kann auch außen ein ringförmiger Wulst angebracht sein, der einerseits das Herausdrücken des Schlauches aus dem Bohrloch durcia, d©n ©ingefüllten Sprengstoff unterstützt und andererseits infolge der höheren Strömungsgeschwindigkeit der Einblaeluft zwischem d©a
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Wulst und der Bohrlochwandung das Verdrängen des Wassers zusätzlich begünstigt.
Ferner wurde gefunden, daß eine Steigerung des Einblasdruckes bis zu etwa 4 kp/cm zur Verringerung der Wasseraufnahme des einzublasenden Sprengstoffs führt. Beim Arbeiten mit höheren Blasdrücken.werden in den üblichen Anwendungsfällen keine ins Gewicht fallenden weiteren Vorteile mehr erreicht,, dennoch ist eine solche Arbeitsweise ebenfalls durchführbar.
Man kann bei dem Verfahren gemäß der Erfindung auch so arbeiten, daß in dem Druckkessel unten ein energiereicherer und darüber ein energieschwächerer Sprengstoff eingefüllt wird, so daß beim Entleeren des Druckkessels von unten im Bohrlochtiefsten ein stärkerer und in den darüberliegenden Teil ein schwächerer Sprengstoff geladen wird.
Sofern es im Einzelfall' erwünscht ist, daß auch das untere Ende der Sprengstoffsäule im Bohrloch möglichst wasserfrei ist, kann gemäß einem anderen Vorschlag der Erfindung unmittelbar vor Beginn des Sprengstoffeinbringens durch den Schlauch hindurch Luft in das Bohrlochtiefste geleitet werden, um das dort vorhandene Wasser noch vor dem Einbringen des Sprengstoffs weitgehendst zu verdrängen. Die dazu erforderliche Zusatzluft wird dem Schlauch an geeigneter Stelle von der Seite her zugeführt.
Beispiel 1:
Für den Versuch wurde ein Sprengstoffgemisch der folgenden Zu-
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sammensetzung verwendet:
geprillt 55 Gew.-# (90 Gew.-% Korngröße zwischen 0,8 u.
2,5 mm, Rest kleiner als 0,8 mm)
^^ gemahlen 30 Gew,-#
Aluminiumpulver 10 Gew.-%
Mineralöl 2 Gew.-#
Cälciumstearat 1 Gew,-%
Guarmehl 2 Gew.-% . · .
Dieses Gemisch wurde über einen 6 m langen Einblasschlauch von 25 mm Innendurchmesser aus einem Druckkesselladegerät in ein 4,50 m langes, wassergefülltes, senkrecht stehendes Rohr mit 80 mm Innendurchmesser eingeblasen. Das Rohr bestand in seinem unteren Teil aus einem 2 m langen, glasklaren Stück zur Beobachtung des Ladeergebnisses. Der Arbeitsdruck im Druckkessel betrug 3 kp/cm . Bei diesem Druck erreichte man im Ladeschlauch ein Volumenverhältnis zwischen Feststoff und Luft (umgerechnet auf einen Druck von 1 kp/cm ,) von 1:2 bis 1:3.
Beim Einblasen ist es erforderlich, daß der Einblas schlauch in dem Maß zurückgezogen wird, wie sich das Bohrloch mit Sprengstoff füllt. Wenn das Einblasgut im Bohrloch so weit gestiegen ist, daß es die Öffnung des Blasschlauches erreicht, wird ein weiterer Ausfluß aus der Schlauchmündung gestoppt. Hierauf wird der Blasschlauch allmählich herausgezogen werden, so daß erneut ein Abstand zur Stoffsäule auftritt und damit die Schlauchmündung wieder freigegeben wird. Nun konirr:τ der Materialfluß im Schlauch wieder in Gang und die Füllung
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schreitet fort, bis die Sprengstoffsäule wiederum die Mündung des Schlauches erreicht. Es wurde eine Säule von 110 cm Länge in das Rohr eingebracht, die 20 Stunden unter einer Wassersäule von 1 m Länge stehenblieb. Dabei wurde keine weitere Wasseraufnahme des Sprengstoffes beobachtet. Nach diesem Zeitraum hatte die Sprengstoffsäule eine Feuchtigkeitsverteilung wie folgt: Im Tiefsten, d.h. im Bereich des Beginns des Einblasens, befand sich ein 10 cm langer Stopfen mit 22 % Wassergehalt. Hierauf folgte die Hauptsäule mit 90 cm Länge, die durch kontinuierliches Einblasen erzeugt wurde, mit einem Wassergehalt von 4 %. Zwischen diesem vergleichsweise trockenen Ladesäulenstück und der übergelagerten verbleibenden Wassersäule befand sich noch ein 10 cm langer, nasser Stopfen mit 16 % Wassergehalt.
Beim Einsatz im Bohrloch bildet die vergleichsweise trockene Sprengstoffzone praktisch die ganze Ladesäule und die kurzen, feuchten Abschnitte an beiden Enden der Ladesäule spielen in Bezug auf die gesamte Sprengstoffmasse keine Rolle mehr.
Der Sprengstoff detonierte mit 4 % Wassergehalt in einem Stahlrohr von 52 mm inneren Durchmesser, 4 mm Wandstärke und 450 mm Länge nach der Zündung mittels einer Verstärkerladung, bestehend aus 27 g Pentaerythrittetranitrat und 3 g Wachs (Dichte 1,5 g/cm), einwandfrei durch. Ein versuchsweise gewollt zwischengelagerter Stopfen mit 20 % Wassergehalt und 50 mm Länge bzw. 13 % Wassergehalt und 100 mm Länge wurde durch die Detonation noch überbrückt.
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Dasselbe Sprengstoffgemisch wurde auch über einen 23 m langen Schlauch mit 25 mm Innendurchmesser aus dem Druckkesselladegerät in ein 13,5 m langes, wassergefülltes Rohr, das mit seiner Achse um 35° von der Senkrechten abwich (schrägstehend), eingeblasen. Der Innendurchmesser betrug wiederum 80 mm. Das untere Rohrende war wieder durchsichtig. Der Arbeitsdruck im Druckkessel betrug 4 kp/cm . In diesem Beispiel wurde am Anfang des Einblasschlauches hinter dem Ladegerät zusätzlich etwas Druckluft eingeblasen, um das im Schlauch zu transportierende Material weiter aufzulockern.' Hierbei erreichte man im Lade, schlauch ein Volumenverhältnis zwischen Transportgut und Luft von 1 ; 4 bis 1:5.
Das Einblasen verlief bei einer Arbeitsweise wie im Beispiel 1 reibungslos. Sofern diese Zusatzluft eingesetzt wurde und diese schon vor dem öffnen des eigentlichen Verschlusses am Druckluftladegerät in den Ladeschlauch eingeleitet wurde» wurde das Wasser im Bohrlochtiefsten schon vor dem Austreten des Sprengstoffes aus dem Ladeschlauch teilweise verdrängt. Hierdurch entfiel der cae 100 mm lange, nasse Sprengstoffstopfen im Bohrlochtiefsten. Die kontinuierlich geladene Ladesäule hatte bei diesem Versuch lediglich eine Feuchtigkeit von 1 bis 3 % aufgenommen. Zwischen dieser vergleichsweise trockenen Sprengstoffsäule und dem übergelagerten Wasser befand sich wiederum eine stärker durchnäßte Sprengstoffschicht von 100 bis 200 mm Länge.
Beispiel 2:
Ein Sprengstoffgemisch folgender Zusammensetzung wr&@ eingesetzt:
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- ίο -
geprillt 60 Gew.-96 (90 Gew.-tf Korngröße zwischen 0*8
und 2,5 mm, Rest kleiner als 0,8mm)
gemahlen 34 Gew.-St
Mineralöl 3 Gew.-Si
Calciumstearat 1 Gew..-Si
Guarmehl 2 Gew.-Si
Ein derartiges Gemisch kommt in Frage, wenn ein Sprengstoff gewünscht wird, der in seiner Energie nicht so hoch liegt wie der im Beispiel 1 genannte.
Beim Einblasen mit 4 kp/cm Blasdruck in das in Beispiel 1 beschriebene, wassergefUllte, senkrecht stehende 6 m lange Rohr nahm der Sprengstoff im mittleren Teil der Ladesäule 6 % Wasser auf. Beim Versuch detonierte eine derartige Mischung mit 6 % Wassergehalt in dem im Beispiel 1 beschriebenen Stahlrohr noch einwandfrei durch. Wurde der Wassergehalt versuchsweise gewollt auf 8 % erhöht, so setzte sich die Mischung im Stahlrohr ebenfalls noch detonativ um.
Beispiel 3:
Ein Sprengstoffgemisch folgender Zusammensetzung wurde eingesetzt:
NHi1NO, geprillt 55,5 Gew.% (90 Gew.-Si Korngröße zwischen 0,8 H -* und 2,5 mm, Rest kleiner als 0,8mm)
NH4N03 gemahlen 31,0 Gew. -%
Aluminiumpulver 5,0 Gew.-96
Dinitrotoluol 5,0 Gew.-#
Calciumstearat 0,5 Gew.-#
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Guarmehl 1,0 Gew.-%
Kohlenstaub 2,0 Gew.-%
Das Dinitrotoluol bestand aus einem bei O0G noch flüssigen Isomerengemisch. '
In derselben Weise getestet wie gemäß Beispiel 2, nahm das Gemisch beim Einblasen im mittleren Teil der Ladesäule 4,5 % Wasser auf. Bei der Prüfung im Stahlrohr detonierte die Mischung einwandfrei durch. Wurde der Wassergehalt auch hier versuchsweise gewollt auf 8 % erhöht, so setzte sich die Mischung im Stahlrohr ebenfalls noch detonativ um.
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Claims (5)

  1. 2 2 i - ! υ 2 IX
    Patentansprüche:
    1# Verfahren zum Füllen von wasserführenden Bohrlöchern mit Sprenstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man an sich bekannte pulverförmige Ammoniumnitratsprengstoffe, die Quellmittel und/oder Hydrophobierungsmittel enthalten, unpatroniert mittels Preßluft aus einem Druckkessel über einen mit seiner Mündung bis in das Bochlochtiefste geführten Schlauch einbringt, der beim FüllVorgang aus dem Bohrloch in der Weise absatzweise oder kontinuierlich zurückgenommen wird, daß sich seine Mündung unterhalb des durch die Preßluft zumindest im wesentlichen in Richtung des Bohrlocheingangs zurückgedrängten Wassers und bis 50 cm, vorzugsweise bis zu 10 cm, über der Oberfläche des eingefüllten Sprengstoffes befindet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengstoffe aus 60 bis 98 Gew.% Ammoniumnitrat und 2 bis 40 Gew.% verbrennlichen Stoffen bestehen, wobei in den verbrennlichen Stoffen bis zu 10 Gew.% (auf den Sprengstoff bezogen) Quellmittel und/oder bis zu 3 Gew.# (auf den Sprengstoff bezogen) hydrophobierende Mittel enthalten sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ammoniumnitratanteile der Sprengstoffe sowohl in geprillter als auch in gemahlener Form vorliegen, vorzugsweise im Gewichtsverhältnis 2:1.
    4098 11/0673. ORIQINAt INSPEÖtÜ'0
    J J I. Ί 1 q ?
    /3
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 Ms 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Druckkessel unten ein energiereicherer und darüber ein energieschwächerer Sprengstoff eingefüllt wird, so daß beim Entleeren des.Druckkessels von unten in das Bohrlochtiefste ein stärkerer und in den darüber liegenden Teil ein schwächerer Sprengstoff geladen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar vor Beginn des Sprengstoffeinbringens durch den Schlauch hindurch Luft in das Bohrlochtiefste geleitet wird.
    Troisdorf, den 28. Aug. 1972
    Dr.Mi/Ro
    098 1 1 /0673
    .-7S . ·
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