DE949726C - Kraftgas erzeugende Ladung - Google Patents
Kraftgas erzeugende LadungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/04—Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25C—HAND-HELD NAILING OR STAPLING TOOLS; MANUALLY OPERATED PORTABLE STAPLING TOOLS
- B25C1/00—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices
- B25C1/08—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure
- B25C1/10—Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by combustion pressure generated by detonation of a cartridge
- B25C1/16—Cartridges specially adapted for impact tools; Cartridge and bolts units
- B25C1/163—Cartridges
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- F42B1/00—Explosive charges characterised by form or shape but not dependent on shape of container
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Description
AUSGEGEBEN AM 27. SEPTEMBER 1956
/ 7195 IVa 178 d
Die Erfindung bezieht sich auf verbesserte Ladungen für die Erzeugung von Kraftgasen zum
Antreiben von mechanischen Vorrichtungen, wobei ein mit einer konstanten Strömungsgeschwindigkeit
fließender Strom von Gasen während der Zeit, in der sie wirksam sind, sich entspannt und beispielsweise
dazu dient, eine Maschinenstarteranlage in Betrieb zu setzen, bei der die Gase auf die Flügel
einer Turbine treffen. Die Erfindung bezieht sich auch auf Patronen, welche die verbesserten Ladungen
enthalten. Die Erfindung ist besonders anwendbar, wenn es erwünscht ist, daß die Erzeugung des
gesamten Gasstromes, der durch die Kraftgaserzeugungsladung aus der Patrone gebildet wird,
nicht mehr als eine geringe Anzahl von Sekunden dauert.
Bei Patronen zur Betätigung von mechanischen Vorrichtungen der beschriebenen Art besteht die
Ladung üblicherweise im wesentlichen aus einem massiven Körper, der aus einer im wesentlichen ao
aschelos verbrennenden kolloidalen Nitrocellulosestoffzusammensetzung ausgepreßt ist, die in sich
selbst abbrennt und die ohne Anwendung eines flüchtigen Lösungsmittels hergestellt ist, wobei diese
Masse gewöhnlich Nitroglycerin und Hemmittel von organischer Natur enthält. Die die Ladung
enthaltende Patrone und die Zündmittel für die Stoffzusammensetzung werden in einem Verschluß
abgebrannt, der an der entsprechenden mechanischen Vorrichtung vorgesehen ist.
Kolloidale Nitrocellulosestoffzusammensetzungen brennen nur bei Drucken befriedigend ab, welche
wesentlich höher sind als diejenigen, mit denen die ίο mechanischen Vorrichtungen der beschriebenen Art
gewöhnlich betrieben werden, und demgemäß ist es im allgemeinen üblich, in der Vorrichtung ein
Druckregelventil vorzusehen, durch das die aus der Patrone eintretenden Gase hindurchgehen.
Selbst wenn ein derartiges Ventil vorgesehen ist, ist es für die wirtschaftlichste Arbeitsweise der
mechanischen Vorrichtung wünschenswert, daß der in dem Verbrennungsraum auf der Hochdruckseite
des Ventils entwickelte Druck schnell auf einen ao Arbeitsdruck ansteigt und auf diesem stehenbleibt,
so daß die Ladung in befriedigender Weise abbrennt. Dieser Arbeitsdruck auf der Hochdruckseite
des Ventils kann ein solcher sein, wie er für den Betrieb der entsprechenden mechanischen Vorrichtung
vorgeschrieben ist.
Zweck der Erfindung ist nunmehr, eine Ladung vorzuschlagen, welche eine konstante Abbrennoberfläche
für mindestens einen wesentlichen Teil der Abbrennzeit besitzt.
Eine ringförmige Ladung aus einer Nitrocellulosestoffzusammensetzung,
die geeignet ist, ihre eigene Verbrennung unter einem gewünschten Druck zu unterhalten, besitzt, wenn sie dagegen geschützt
wird, an ihrer äußeren Oberfläche abzubrennen, eine längere Abbrennzeit im Vergleich zu
einer ungeschützten Ladung, die aus einem mit mehreren Bohrungen versehenen Zylinder besteht,
obwohl diese beiden Ladungen eine größer werdende Abbrennoberfläche besitzen gegenüber einer
kleiner werdenden Abbrennoberfläche einer nicht geschützten ringförmigen Ladung.
Es ist nun erkannt worden, daß durch die Einführung einer Ausgleichladung, welche eine kleiner
werdende Abbrennoberfläche besitzt, es möglich ist, die größer werdende Abbrennoberfläche einer geschützten
ringförmigen Ladung auszugleichen und so eine zusammengesetzte Ladung zu schaffen,
welche eine konstante Abbrennoberfläche für mindestens einen wesentlichen Teil ihrer Abbrennzeit
besitzt.
Die Erfindung betrifft nunmehr eine Kraftgas erzeugende Ladung von größerer Länge als Durchmesser,
welche beim Abbrennen für den größten Teil ihrer Abbrennzeit einen konstanten Druck entwickelt.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß die Ladung aus mehreren Formstücken besteht, die
derart beschaffen sind, daß die der Abbrennung dienende Oberfläche während fast des ganzen Abbrennvorganges
konstant ist. Die Formstücke bestehen hierbei aus einem zylindrischen Hohlkörper,
dessen Außenseite gegen ein Abbrennen geschützt ist, und mindestens einem zylindrischen Kernstück.
Diese Formstücke, d. h. der zylindrische Hohlkörper und der oder die zylindrischen Kernstücke, sind
aus einer bei bestimmtem Druck in sich selbst abbrennenden Nitrocellulosemasse zusammengesetzt.
Die Herstellung dieser Formstücke erfolgt zweckmäßigerweise derart, daß die entsprechende Nitrocellulosestoffzusammensetzung
ausgepreßt und dann in entsprechende Längen zerschnitten wird. Die Zusammensetzung des zylindrischen Hohlkörpers
und der Kernstücke kann die gleiche sein und aus einer schneller oder langsamer abbrennenden
kolloidalen Nitrocellulosestoffzusammensetzung bestehen. Die Zeit der Verbrennung dieser Formstücke
hängt von dem Durchmesser und der Art ihrer Zusammensetzung ab.
Die die Ausgleichladung oder -ladungen darstellenden Formstücke befinden sich an der ringförmigen
Endoberfläche der zylinderförmigen Ladung, und sie sind gegebenenfalls an dieser durch
Ankleben fest angebracht. Die andere ringförmige Endfläche des zylindrischen Abbrennteiles liegt frei,
so daß diese bei der Zündung abbrennen kann. Der zur Verbindung der Kernstücke an dem zylindrischen
Formstück durch Ankleben verwendete Klebstoff besteht zweckmäßig aus einer entsprechendenLösung
der Nitrocellulosestoffzusammensetzung in einem geeigneten Lösungsmittel.
Der Schutz der äußeren Zylinderfläche des zylindrischen Formstücks gegen Abbrennen erfolgt beispielsweise
durch eine sich überlappende schraubenlinienförmig angebrachte Aufwicklung aus Isolier
band. Es können selbstverständlich für diesen Zweck auch entsprechende Wickelbänder aus
Celluloseacetat oder anderen Kunststoffen angewandt werden. Es kann auch eine Hülle aus einem
weichen gummiartigen Material über die zu schützende Oberfläche gestülpt werden. Hierbei ist
darauf zu achten, daß durch diese Umwicklung oder die Hülle eine genügende dauernde Haftung an der
äußeren Zylinderoberfläche stattfindet und die Umhüllung eine genügende Stärke besitzt, so daß die
Hülle wirksam verhindert, daß die äußere zylindrische Oberfläche des hohlzylindrischen Teils der
Ladung während der Abbrennzeit derselben entzündet wird. Gegebenenfalls kann auch in diesem
Fall ein Klebstoff angewandt werden, um zu bewirken, daß eine sichere Haftung der Umhüllung
herbeigeführt wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Kraftgas erzeugenden Ladung gemäß
der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Axialschnitt durch eine Patrone oder Kartusche mit der Ladung gemäß der Erfindung
und
Fig. 2 einen Schnitt auf der Linie A-A der Fig. 1
in Richtung der Pieile gesehen.
Wie sich aus Fig. 1 ergibt, besteht die Patronenoder
Kartuschenhülse aus einem verhältnismäßig iao starken Boden 1, der einen Randflansch besitzt, und
aus einer etwa nach oben hin in der Stärke abnehmenden zylindrischen Wandung 2. Diese Hülse ist
zweckmäßig aus Messing hergestellt.
Der Bodenflansch ermöglicht das Halten der Patrone in einem Verschluß einer Starteranlage, bei
der die aus der Patrone erzeugten Gase auf die Flügel einer Turbine treffen, wobei zwischen dem
Verschluß und der Turbinenkammer zweckmäßig ein Druckregelventil vorgesehen ist. An der Innenseite
des Bodens der Patronenhülse ist ein Zündergehäuse 3 eingepreßt, das einen elektrischen Zünder
4 enthält, der mit feinkörnigem Schwarzpulver gefüllt ist, welches durch eine dünne abbrennbare
Scheibe io an seiner Stelle gehalten wird. Ein ringförmiger Teil 7 einer aus Formstücken zusammengesetzten
Ladung besteht aus einer im wesentlichen aschefrei abbrennenden Masse, die hauptsächlich
aus Nitrocellulose und Nitroglycerin mit kleinen Anteilen an Dibutylphthalat, Diäthyldip'henylharnstoff,
Vaseline und Kaliumnitrat besteht. Diese ringförmige Ladung besitzt eine wesentlich größere
Länge als ringförmige Stärke, und sie ist mit einer an ihr haftenden Umhüllung 8 aus Isolierband
od. dgl. versehen, das in schraubenlinienförmigen Windungen überlappend an der äußeren zylindrischen
Oberfläche angebracht ist und die ein Abbrennen der Ladung an der äußeren Zylinderfläche
verhindert. An der unteren Fläche des ringförmigen Teiles 7 sind vier Vollzylinder oder Kernstücke 9
angeklebt, die sämtlich die gleiche Länge besitzen und die aus einer Masse ausgepreßt sind, welche die
gleiche Zusammensetzung wie der ringförmige Teil 7 der Ladung besitzt. Das Verhältnis der
Stärke des Ringes der Ladung 7 zum Durchmesser der zylindrischen Teile 9, deren Anordnung am
besten aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist derart, daß die zylindrischen Teile 9 so lange abbrennen, bis die
Geschwindigkeit der Gaserzeugung aus der inneren Ringoberfläche und den Endoberflächen der Hauptladung
nicht mehr größer wird. Die Länge jedes zylindrischen Teiles 9 ist größer als der Radius
desselben und wird durch die Menge des zusätzlichen Gases bestimmt, das erforderlich ist, um die
Anfangsgeschwindigkeit der Gaserzeugung aus den erwähnten Oberflächen bis auf eine Höhe zu steigern,
die der maximalen Geschwindigkeit der Gaserzeugung aus diesem Teil der Ladung entspricht.
Der Klebstoff, der dazu verwendet wird, die zylindrischen Teile 9 an dem ringförmigen Teil 7
anzukleben, besteht zweckmäßig aus einer Lösung der Ladungsmasse in einem flüchtigen Lösungsmittel, wie Aceton. Die Klebstoffschicht an sich ist
in der Zeichnung nicht dargestellt.
Ein Musselinbeutel 6 enthält eine Zündladung aus Schwarzpulver, dessen Korn gröber ist als das
des in dem Zünder 4 vorhandenen Schwarzpulvers. Dieser Beutel 6 ist an der Unterseite des ringförmigen
Teiles 7 angeklebt, und zwar an den Zwischenräumen zwischen den zylindrischen Teilen 9.
An der Oberseite des ringförmigen Teiles 7 befindet sich ein Deckel 11 aus Celluloseacetat, Celluloid
oder einem ähnlichen leicht zerstörbaren Material. Der im Innern der ringförmigen Ladung 7
befindliche zylindrische Raum 13 bildet einen axialen Zylinder, durch den die erzeugten Gase
beim Abbrennen der Ladung austreten. Der Deckel 11 kann eingeschnitten oder in anderer Weise ort- j
lieh geschwächt sein, um die Zerstörung desselben zu unterstützen. Der Rand des Gehäuses 2 ist bei 12
über den Deckel 11 nach innen umgebogen, so daß auf diese Weise die Patrone bzw. Kartusche geschlossen
wird. Für gewöhnlich wird die Patrone bzw. Kartusche für den Transport durch Überstülpen,
eines Deckels geschützt, der entfernt wird, bevor die Patrone in den Verschluß für den Gebrauch
eingesetzt wird.
Wenn die Patrone in den Verschluß eingesetzt und dieser verschlossen worden ist, wird der elektrische
Zünder gezündet, so daß das in dem Zünder 4 enthaltene Schwarzpulver abbrennt und die Scheibe
10 durchbrennt. Infolge der verschlossenen Unterbringung des Schwarzpulvers in dem Zünder wird
dieses gezündet ausgestoßen, so· daß es gegen den Musselinbeutel 6 trifft und das in ihm enthaltene
Schwarzpulver ebenfalls gezündet wird. Durch die Zündung dieser Schwarzpulverladung 6 erfolgt auch
die Zündung der frei liegenden Oberflächen der Hauptladung in unmittelbarer Nachbarschaft der
Zündladung 6, was eine Zündung der gesamten frei liegenden Oberflächen der Hauptladung zur Folge
hat, wodurch auch der Deckel 11 durchgebrannt und zerstört wird.
Nachdem auf diese Weise der Deckel 11 zerstört worden ist, wird die Ladung in der Hülse durch die
Umbördelung bei 12 und durch die Reibung der Umhüllung 8 gegen die Wandung 2 der Hülse
zurückgehalten. Die abbrennende Oberfläche der Ladung besteht aus der inneren zylindrischen Oberfläche
des Raumes 13, der vorderen Endoberfläche des Teiles 7 der Ladung, der Bodenoberfläche dieses
Teiles der Ladung und den zylindrischen und rückwärtigen Endoberflächen der zylindrischen Teile 9
der Ladung. Wenn das Abbrennen fortschreitet, wird die Oberfläche des ringförmigen Teiles der
Ladung größer, solange die Geschwindigkeit des Anwachsens der zylindrischen Oberfläche des ringförmigen
Raumes 13 die Geschwindigkeit der Verringerung der vereinigten Endoberflächen überschreitet.
Andererseits nehmen die zylindrischen Oberflächen der zylindrischen Teile 9 ab, so daß
eine Ausgleichwirkung entsteht, wodurch die Abbrennoberfläche ausgeglichen wird, bis die zylindrischen
Teile 9 abgebrannt sind.
Claims (2)
1. Kraftgas erzeugende Ladung von größerer Länge als Durchmesser, welche beim Abbrennen
für den größten Teil ihrer Abbrennzeit einen konstanten Druck entwickelt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ladung aus mehreren Formstücken besteht, die derart beschaffen sind, xao
,daß die der Abbrennung dienende Oberfläche während fast des ganzen Abbrennvorganges
konstant ist.
2. Ladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formstücke aus einem zylindrischen
Hohlkörper, dessen Außenseite gegen
ein Abbrennen geschützt ist, und mindestens einem zylindrischen Kernstück bestehen, wobei
die Formstücke aus bei bestimmtem Druck in sich selbst abbrennenden Nitrocellulosemassen
zusammengesetzt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:' Deutsche Patentschriften Nr. 414560, 405749;
britische Patentschriften Nr. 487400, 521890;
canadische Patentschrift Nr. 394278; australische Patentschrift Nr. 105 578.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 509 699/93 3.56 (609 625 9.56)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1077744X | 1952-05-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE949726C true DE949726C (de) | 1956-09-27 |
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ID=10872311
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI7195A Expired DE949726C (de) | 1952-05-07 | 1953-05-01 | Kraftgas erzeugende Ladung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE949726C (de) |
| FR (1) | FR1077744A (de) |
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Also Published As
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|---|---|
| FR1077744A (fr) | 1954-11-10 |
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