DE949502C - Steuerbarer Magnetkreis - Google Patents
Steuerbarer MagnetkreisInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F29/00—Variable transformers or inductances not covered by group H01F21/00
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- H01F29/146—Constructional details
-
- H—ELECTRICITY
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- H01H51/01—Relays in which the armature is maintained in one position by a permanent magnet and freed by energisation of a coil producing an opposing magnetic field
-
- H—ELECTRICITY
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Description
Im Patent 911 755 ist ein steuerbarer Magnetkreis
mit mehreren in Reihe liegenden ferromagnetisohen Teilen und Vormagnetisierung nur eines
dieser Teile angegeben, der insbesondere als Steuerorgan mit Vorteil verwendet werden kann, wobei
'die Steuerung durch Veränderung der Vormagnetisierung erfolgen kann. Nach einer angegebenen
Ausführungsform wird der zu !beeinflussende Fluß von einem permanenten Magneten aufgedrückt.
Nach der Erfindung kann ein steuerbarer Magnetkreis nach dem Patent 911755 dadurch
wertvoll verbessert werden, daß die Länge derjenigen ferromagnetischen Teile, in denen die
Kraftlinienddchte erhöht wird, im Verhältnis zu dem Querschnitt der Teile kurz bemessen wird.
Auf diese Weise wird der Aufwand an Amperewindungen für die Vormagnetisierung sehr gering.
Dadurch wird es also ermöglicht, mit sehr kleinen Energien eine große Veränderung des Gesamtwiderstandes
des magnetischen Kreises herbeizuführen. Eine weitere Verringerung der Sättigungsarbeit kann dadurch erreicht werden, daß dem
Hauptkraftfluß noch ein Nebenweg (Parallelpfad) zur Verfügung gestellt wind, über den sich dieser
wenigstens zum Teil schließen kann, ohne über die Teile zu fließen, in denen eine Erhöhung der Kraftliniendichte
durchgeführt wird.
Die Länge derjenigen ferromagnetischen Teile, in denen die Kraftliniendichte erhöht wird, liegt
vorteilhafterweise in der Größenordnung der Wurzel aus dem Querschnitt der Teile. Dabei kann
die Länge kleiner als das Doppelte der kleineren der beiden Maße (Breite und Stärke) des Querschnittes
des Elisenkörpers an der durch die Aussparungen geschwächten Teile sein. Insbesondere
kann die Länge etwa des Zehnfache der reduzierten Länge des am Anker in angezogener Stellung
wirksamen Luftspaltes sein.
Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen steuerbaren Magnetkreises ist in Fig. 1 der Zeichnung
dargestellt. Mit 1 ist der Eisenkörper des Magnetkreises bezeichnet, dessen beide Schenkel 2 durch
Ausnehmungen 3 in je ein Schenkelpaar 4 unterteilt sind. Die Erregerwicklung 5 ist hierbei durch
eine Windung großen Querschnitts dargestellt, die durch die Ausnehmungen 3 hindurchgefädelt ist.
Zur Erzeugung des Hauptflusses ist ein permanenter Magnet 15 verwendet. Mit 16 ist ein Luftspalt
bezeichnet, über den sich ein Teil des Kraftlinienflusses schließen kann. 14 stellt einen Anker dar,
der beispielsweise unter dem Einfluß einer nicht gezeichneten Kraft steht und entgegen der Wirkung
dieser Kraft von dem Fluß durch die Schenkelpaare 4 in angezogenem Zustand gehalten wird.
Solange in der Windung 5 kein Strom fließt, ist der magnetische Widerstand der Teile 4 gering, so daß
ein großer Teil des Flusses des Magneten 15 sich über die Teile 4 und den Anker 14 schließt und
hierbei den Anker festhält. Durch einen Strom in der Windung 5 wird jedoch eine Sättigung der
Teile 4 herbeigeführt, die dank deren Kürze schon bei verhältnismäßig niedrigen Stromwerten den von
dem Magneten 15 ausgedrückten Fluß praktisch abriegelt,
so daß sich dieser nunmehr" praktisch ausschließlich über den Luftspalt 16 schließt, der
Magnetanker also abfällt. Der steuerbare .Magnetkreis stellt also einen Haltemagneten dar, der
seinen Anker so lange festhält, bis ein Strom durch die Windung 5 fließt, der also nach dem Arbeitsstromprinzip
arbeitet. Durch den Nebenweg über den Luftspalt 16 ist hierbei sichergestellt, daß der
Magnet 15 auch unter der Wirkung sehr hoher Stiomstöße in der Windung 5 nicht entmagnetisiert
werden kann. Bei dieser Anordnung kann man in einfacher Weise auch mehrere Ausnehmungen 3
hintereinander anordnen und jeder Ausnehmung eine !besondere Wicklung zuordnen. Auf diese
Weise ist es möglich, die Steuerung in Abhängigkeit von mehreren elektrischen Größen vorzunehmen;
so kann beispielsweise die Überwachung sämtlicher drei" Phasen eines Dreiphasenstromes
mit einem einzigen Gerät durchgeführt werden.
Wenn man ein Arbeiten nach dem Ruhestromprinzip wünscht, so ist der Teil des Magnetkreises,
in dem eine Erhöhung der Kraftliniendichte eintritt, mit dem Teil, in dem der Arbeitsanker liegt,
nicht in Reihe, sondern zu diesem parallel zu schalten. Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in
Fig. 2 dargestellt. Der Eisenkörper 1 ist hierbei nach Art eines Manteltransformators ausgeführt,
wobei beispielsweise in dem mittleren Schenkel 17 Ausnehmungen 3 für eine Windung 5 angeordnet
sind, während in dem äußeren Schenkel der Permanentmagnet 15, in dem anderen der Arbeitsanker
mit dem zugehörigen Luftspalt angeordnet ist. Solange bei dieser Anordnung ein Strom durch
die Windung 5 fließt, ist durch die Sättigung der magnetische Widerstand des mittleren Schenkels
Vj so stark erhöht, daß praktisch der ganze Fluß über den Anker 14 fließt. Bei Wegfall des Stromes
in der Windung 5 findet aber der Fluß des Magneten 15 infolge des nunmehr niedrigen magnetischen
Widerstandes in dem mittleren Schenkel 17 einen besseren Weg, so daß der Fluß praktisch von dem
Anker abgezogen wiird,. dieser also abfällt. Bei
solchen Anordnungen ist es möglich, eine Kurzschlußwicklung 18 anzuordnen, die den Schenkel
17 umschließt. Durch die Wirkung dieser Kurzschlußwicklung kann die Flußänderung verzögert
werden, so daß das Abfallen des Ankers 14 nicht sofort, sondern erst nach einer bestimmten Zeit erfolgt.
Diese Zeit kann beispielsweise durch Änderung des Widerstandes des Kurzschlußkreises an
einem in diesem angeordneten Regelwiderstand auch nachträglich in weitem Bereich verstellt
werden.
Claims (10)
1. Steuerbarer Magnetkreis nach Patent 911 755) dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
derjenigen ferromagnetischen Teile, in denen die KraftKniendichte erhöht wird, im Verhältnis
zu dem Querschnitt dieser Teile klein bemessen' wird.
2. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Magnetkreises noch ein magnetischer Nebenweg vorgesehen ist, über den sich der Hauptkraftfluß
wenigstens zum Teil unter Umgehung der Teile, in denen die Erhöhung der Kraftliniendichte
durchgeführt wird, schließen kann.
3. Steueribarer Magnetkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile, in denen
eine Erhöhung der Kraftliniendichte über eine kur.ze Weglänge bewirkt wird, in bezug auf den
Hauptkraftfluß parallel zu einem Teil des Magnetkreises liegen, in dem ein Arbeits- oder
Steueranker eingeschaltet ist.
4. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenkörper
des Magnetkreises nach Art eines Manteltransformators ausgebildet ist, bei dem innerhalb
des mittleren Schenkels Ausnehmungen kurzer iao Länge für eine Wicklung izur Erzeugung der
Vormagnetisierung angeordnet sind.
5. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere
Schenkel von einer Kurzschlußwicklung um- 1*5
schlossen äst.
6. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge in der
Größenordnung der Wurzel aus dem Querschnitt der Teile liegt.
7. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 1, 'dadurch gekennzeichnet, daß die Länge kleiner
als das doppelte der kleineren der beiden Maße (Breite und Stärke) des Querschnittes des
Eisenkörpers an der durch die Ausnehmungen ■geschwächten Stelle ist.
8. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
etwa das Zehnfache der reduzierten Länge des am Anker in angezogener Stellung wirksamen
Luftspaltes ist.
9. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Ausnehmungen
(Fenster 3) hintereinander angeordnet sind und jedem Fenster eine besondere
Wicklung (5) zugeordnet ist, wobei die Wicklungen in Abhängigkeit von mehreren elektrischen
Steuergrößen arbeiten.
10. Steuerbarer Magnetkreis nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß drei
Fenster zur Überwachung eines Dreiphasen-Stromsystems angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 697/360 3.56 (609 615 9.56)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES4635D DE949502C (de) | 1940-12-23 | 1942-04-11 | Steuerbarer Magnetkreis |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE223136X | 1940-12-23 | ||
| DES4635D DE949502C (de) | 1940-12-23 | 1942-04-11 | Steuerbarer Magnetkreis |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE949502C true DE949502C (de) | 1956-09-20 |
Family
ID=25763478
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES4635D Expired DE949502C (de) | 1940-12-23 | 1942-04-11 | Steuerbarer Magnetkreis |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE949502C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1266401B (de) * | 1963-09-14 | 1968-04-18 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Eisenkreis zur Betaetigung von Schutzrohrankerkontakten |
| DE1282182B (de) * | 1963-04-26 | 1968-11-07 | Felten & Guilleaume Ag Oester | Haltemagnetausloeser hoher Empfindlichkeit mit Permanentmagnet und schichtenfoermig aufgebautem Jochkoerper |
-
1942
- 1942-04-11 DE DES4635D patent/DE949502C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1282182B (de) * | 1963-04-26 | 1968-11-07 | Felten & Guilleaume Ag Oester | Haltemagnetausloeser hoher Empfindlichkeit mit Permanentmagnet und schichtenfoermig aufgebautem Jochkoerper |
| DE1266401B (de) * | 1963-09-14 | 1968-04-18 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Eisenkreis zur Betaetigung von Schutzrohrankerkontakten |
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