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Ausbildung der Stopfplatten bei Gleisstopfmaschinen Bei den bekannten.
Gleisstopfmaschinen, bei denen mit hochkantstehenden Stopfplatten versehene Stopferarme
beiderseits jeder Schiene und paarweise in bezug auf die Schwelle angeordnet sind
und durch eine senkrecht zur Schwellenachse verlaufende, zangenartige Schließbewegung
unter Überlagerung durch eine Rüttelbewegung gegeneinander geführt werden, liegen
die wirksamen Druckflächen der Stopfplatten in zur Schwellenlängsachse parallelen
Ebenen. Das Bettungsmaterial wird dadurch in senkrechter Richtung unter die Schwelle
geschoben, wodurch sich in demjenigen Bereich unterhalb der Schwelle, der unter
der Schienenauflagerstelle liegt, eine ungenügende Verdichtung des Schotters ergibt,
während dort gerade die größte senkrechte Belastung auftritt.
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Die Erfindung bezweckt nun., diesem Mangel dadurch zu beseitigen,
daß die Richtung des Druckes der Stopfplatten in den Überschneidungsbereich von
Schwelle und Schiene geführt wird, um auch an diesen Stellen eine ausreichende Verdichtung
des Schotters zu erreichen, und das soll dadurch bewirkt-werden, daß die Druckflächen
der Stopfplatten ganz oder, auf deren Breite bezogen, teilweise derart schräg gestellt
sind, daß die auf diesen schräg gestellten Flächen gedachten Lotrechten zum Überschneidungsbereich
von Schwelle und Schiene hin gerichtet sind.
Es ist bei Gleisstopfmaschinen
bereits bekannt, den Stopfplatten eine solche Lage zu geben, daß ihre auf den Schotter
einwirkende Fläche zur Schiene bzw. zur Schwelle geneigt verläuft, derart, da.$
der Schotter in Richtung auf den die Schiene unterstützenden -Bereich der Schwelle
zusammengepreßt wird. Bei dieser bekannten Ausführung werden ebenfalls die. Stopfer
der zu beiden Seiten der Schiene angeordneten Stopferpaare in einer Bewegungsbahn
gegeneinandergeführt, die senkrecht zur Schwellenlängsachse verläuft; im Verlaufe
dieses Gegeneinanderbewegens werden die die Stopfplatten tragenden Halter um senkrechte
Achsen geschwenkt, wodurch sich die Wirkung der Stopfplatten auf die Kreuzungsstelle
Schiene/Schwelle richtet. Auf eine beliebige Zwischen- oder auf die Endstellung
bezogen, ergibt sich somit, daß die Stopfer in ganzer Breite und im bestimmten Winkel
zur Fahrschiene-geneigt stehen. Während bei dieser bekannten Vorrichtung aber besondere
Einrichtungen zur Herbeiführung der Schrägstellung der Stopfplatten erforderlich
sind, wird der gerichtete Druck erfindungsgemäß lediglich durch die besondere Formgebung
der Stopfplatten erreicht.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke an Beispielen veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. i die Ausbildung und Wirkungsweise der bekanntes Stopfplatten,
Abb. 2 bis 4 verschiedene Ausbildungen und An-Ordnungen von Stopfplatten mit schräg
gestellten Druckflächen. und Abb. 5 in größerem Maßstabe die Ausbildung gemäß Abb.
4 mit Darstellung der Druckrichtungen. Die Abb. i zeigt schematisch die Ausbildung,
Anordnung und- Wirkungsweise der bekannten Stopfplatten. Beim Arbeiten dieser Stopfplatten
werden insbesondere die Räume d, b, e, f verdichtet, während die Einwirkung
auf den Schotter unterhalb des Kreuzungspunktes SchwelleSch/SchieneFs gering bleibt.
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Die Abb.2 zeigt die Anordnung von je zwei Stopferpaaren zu beiden
Seiten der. Schiene. Hierbei sind die Druckflächen der neben der Schiene liegenden
Stopfplatten-2, 2a, 3, 3a auf ihre ganze Breite schräg gestellt, wodurch auch die
Räume c, d stärker verdichtet werden. In der Abb.3 ist die Druckfläche der neben
der Schiene liegenden Stopfplatten nur teilweise, bezogen auf ihre Breite, schräg
gestellt, während in der Abb.4 auch die außenliegenden Stopferpaare geneigte Druckflächen
besitzen., und zwar sind diese Neigungen derart gerichtet, daß die Lotrechten auf
den geneigten Druckflächen zur Schwellenmitte bzw. zum Schwellenende zeigen, wodurch
der Wirkungsbereich der Stopfplatten auch nach diesen Richtungen erweitert und auf
die Räume g, h ausgedehnt wird.
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Die Abb. 5 zeigt in größerem Maßstabe die Ausbildung gemäß Abb.4,
und zwar sind hier die Druckrichtungen der Stopfplattenlächen eingezeichnet.
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Die Fahrschiene Fs liegt auf der Schwelle Sch. Die Stopfer des Verdichtungsgeräts
sind mit i, ia, 2, 2a, 3, 3a, 4, 4a und die zu stopfenden Räume mit
d bis h bezeichnet. Die gezeichnete Stopferstellung entspricht der Mittelstellung
des Geräts. Von dem Antriebsmittel des Geräts gehen etwa über eine Spindel Kräfte
aus, deren Teilkomponenten i, k, 1, m,n,o,Ar,s,t,u,v,w,x,g"zjemiteinem Pfeil veranschaulicht
sind. Die Neigungen der Stopfflächen sind richtig gewählt und die Stopfer richtig
angeordnet, wenn sich die Richtung der Teilkomponenten an den geneigten Flächen
mitten unter der zu stopfenden Schwelle treffen. Für die zu stopfenden Flächen c,
d unter der Fahrschiene sollen sich die vier Kraftrichtungen -in, ia, v und
w bei der Mittelstellung der Stopfer mitten unter der Fahrschiene Fs und
der Schwelle Sch im Punkte P treffen. Diese Räume werden dann besonders gut gestopft,
was erstrebt wird.
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Die Erfahrung in der Gleisunterhaltung zeigt, daß die Schwellen nicht
in der ganzen Länge gleichmäßig fest unterstopft werden dürfen. Unter der Fahrschiene
und auf beiden. Seiten von dieser und in einer bestimmten Breite ist ein festes
Lager erforderlich. Nach den Schwellenköpfen und den Schwellenmitten hin, in den
Übergangszonen also, sollen sie nur leicht aasgestopft werden. Stopft man die Schwellen
in der Mitte zu stark, so fäügt sie an zu »reiten«, wenn. sich das Lager unter der
Schiene durch die betriebliche Beanspruchung etwas senkt. In dem anderen Fall werden
die Schwellen statisch ungünstig beansprucht, wenn das Lager sich senkt, die Schwellenköpfe
aber stark aasgestopft sind und dem Lager nicht folgen- Diesen. Tatsachen wird Rechnung
getragen, durch entsprechende Wahl der Neigung der Stopfflächen der Stopfer i, ia,
4 und 4a. Will man eine lange Übergangszone nach der Mitte und zu den Kopfenden
der Schwelle stopfen, so wird der Neigungswinkel groß und in dem anderen Fa11 klein
zu wählen sein.
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Berücksichtigt man die gegebene Größe der Spindelkraft und den mittleren
Abstand der Stopfer, so lassen sich die wirksamen Kräfte und der günstigste Neigungswinkel
für die Stopfer 2, 2a, 3 und 3a hieraus: errechnen.