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DE946456C - Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen - Google Patents

Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen

Info

Publication number
DE946456C
DE946456C DEN8773A DEN0008773A DE946456C DE 946456 C DE946456 C DE 946456C DE N8773 A DEN8773 A DE N8773A DE N0008773 A DEN0008773 A DE N0008773A DE 946456 C DE946456 C DE 946456C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transmitter
antenna
directional coupler
compensation
compensating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN8773A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Thielcke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NORDWESTDEUTSCHER RUNDFUNK ANS
Original Assignee
NORDWESTDEUTSCHER RUNDFUNK ANS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NORDWESTDEUTSCHER RUNDFUNK ANS filed Critical NORDWESTDEUTSCHER RUNDFUNK ANS
Priority to DEN8773A priority Critical patent/DE946456C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE946456C publication Critical patent/DE946456C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/20Reducing echo effects or singing; Opening or closing transmitting path; Conditioning for transmission in one direction or the other
    • H04B3/23Reducing echo effects or singing; Opening or closing transmitting path; Conditioning for transmission in one direction or the other using a replica of transmitted signal in the time domain, e.g. echo cancellers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)
  • Transmitters (AREA)

Description

  • Nordwestdeutscher Rundfunk, Anstalt des öffentlichen Rechts, Hamburg Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen, d. h. zur Beseitigung solcher Impulse, die bei der Übertragung von Signalen als zusätzliche Störimpulse auftreten und später als die gewünschten Signale am Ende des Übertragungsweges eintreffen. Beispielsweise treten in einer Antennenanlage an elektrischen Stoßstellen Reflexionen auf, d. h., ein Anteil der Senderleistung wird zunächst nicht zur Antenne weitergeleitet oder nicht von der Antenne abgestrahlt, sondern läuft auf der Energieleitung zum Sender zurück. Da am Senderausgang für die rücklaufende Welle im allgemeinen Totalreflexion eintritt, gelangt dieser Leistungsanteil mit einem zeitlichen Abstand, der der Laufzeit der doppelten Leitungslänge zwischen Sender und Stoßstelle entspricht, zur Antenne und wird dort ausgestrahlt. Bei Fernsehübertragungen machen sich solche nachlaufenden Leistungsanteile als sogenannte »Geisterbilder« störend bemerkbar, wenn die Amplitude des Nachlaufes weniger als qo db Abstand von der Amplitude des Nutzsignals hat.
  • Bekanntlich müssen zur Beseitigung oder Verminderung der genannten störenden Reflexionen nach Möglichkeit alle Teilabschnitte des Übertragungsweges sehr genau in ihrem Wellenwiderstand aufeinander angepaßt werden. Dies geschieht in vielen Fällen durch einstellbare Anpassungsglieder an den Übergangsstellen. In anderen Fällen, z. B. an der übergangsstelle zwischen Senderausgang und Energieleitung, ist eine Anpassung nicht möglich: Oft gelingt es auch mit Feineinstellung nicht, - z. B. beim Fernsehen, die geforderte geringe Fehlanpassung an den Stoßstellen einzustellen. Denn selbst unter Berücksichtigung der Kabeldämpfung und der Tatsache, daß am Sender keine Totalreflexion auftritt, muß für die Antenne oder jede im Antennenzug liegende elektrische Stoßstelle ein Reflexionsfaktor von weniger als 0,015 verlangt werden. Diese Bedingung muß über den ganzen Frequenzumfang eines Fernsehkanals erreicht werden. Von den bisher ausgeführten Antennen wird diese Forderung nicht eingehalten, deren Erfüllung noch schwerer wird, wenn Antennen angestrebt werden, die über ein ganzes Fernsehband nicht nachgestimmt werden sollen.
  • Neben den durch die Technik der Antennen bedingten Stoßstellen tritt durch Witterungseinflüsse (Vereisung) eine weitere Fehlerquelle auf. Zur Verhütung von Reflexionen, die hierdurch bedingt sind, werden heute zum Teil umfangreiche undkostspielige Heizungseinrichtungen in die Antennenanlage eingebaut. Diese Stoßstellen können durch einmalige Einstellung einer optimalen Anpassung, nicht beseitigt werden, da sie von der Witterung abhängig sind.
  • Es ist ein Verfahren bekanntgeworden, welches es ermöglicht, störende Echos in einem Signal auf der Empfängerseite dadurch zu kompensieren, daß in einer mit Stoßstellen versehenen Verzögerungsleitung künstliche Echos erzeugt werden, welche als Kompensationssignale für die störenden Echos dienen. Unter einer Reihe von Einschränkungen- (wie z. B. das Vorhandensein fester Vorsignale und die Begrenzung des Laufzeitunterschiedes zwischen Signal und Echo) ist mit diesem Verfahren auch eine automatische Ausregelung von Echos, die in Amplitude und Laufzeit wechseln, möglich. Neben den einschränkenden Bedingungen hat dieses Verfahren den Nachteil, daß störende Echos, welche im Sender entstehen, in einer großen Anzahl von Empfängern (z. B. derjenigen der Fernsehteilnehmer) kompensiert werden müssen, was mit einem Aufwand verbunden. ist, der das Empfangsgerät versteuert und seine Bedienung erschwert.
  • Zur Vermeidung oder gänzlichen Beseitigung- der obengenannten, in der Senderanlage entstehenden störenden nachlaufenden Leistung oder der Nachlaufimpulse, insbesondere bei Fernsehbildübertragungen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, in die Antennenzuleitung einen Richtkoppler einzubauen, aus dem eine der rücklaufenden Welle proportionale Spannung gewonnen wird, die nach Verstärkung und Ausgleich der Laufzeit dem Energiekabel so zugeführt wird, daß eine Auslöschung der Nachlaufenergieln Richtung zur Antenne erfolgt. Die zugeführte Spannung stimmt zeitlich und bezüglich der Amplitude mit der am Senderausgang reflektierten rücklaufenden Welle überein, jedoch ist sie gegenüber dieser um z80° phasenverschoben, so daß eine Auslöschungderunerwünschten Reflexion in Richtung zur Antenne .eintritt.
  • Das neue Verfahren hat den Vorteil, daß die in der-Senderanlage entstehenden Störungen dort selbst kompensiert werden, wodurch eine wesentliche Vereinfachung aller auf diesen Sender eingestellten Empfangsgeräte erreicht wird, bzw. für Empfänger, welche nicht mit der bekannten Kompensation störender Echos ausgerüstet sind, auch ein einwandfreies Signal wiedergegeben wird. Darüber hinaus hat das neue Verfahren den Vorteil, daß die Antennen mit vertretbarem technischem Aufwand hergestellt werden können, ohne daß dabei die Überschreitung eines Reflexionsfaktors von 0,o=5 störende Reflexionen im Fernsehbild hervorruft.
  • Weiterhin kann durch das vorgeschlagene Verfahren auf umfangreiche Antennenbeheizungsanlagen verzichtet werden, da die Veränderungen der Anpassungsverhältnisse der Antenne durch Vereisung keine Bildstörungen mehr hervorrufen. Somit werden die Nachlaufimpulse auch dann noch einwandfrei und ohne Nachkorrektur der Anpassung kompensiert, wenn die Störungen durch Witterungseinflüsse auftreten oder sich verändern. Das Verfahren arbeitet dabei auch _ richtig, wenn der Reflexionsfaktor der Stoßstelle frequenzabhängig ist.
  • Während bei dem bekannten Verfahren das mit störenden Echos behaftete Hauptsignal zur Kompensation verwendet wird, dient bei dem neuen Verfahren das störende Echo, welches durch die 'Verwendung eines Richtkopplers vom Hauptsignal getrennt worden ist, selbst zur Kompensation. Hierdurch entfallen alle Einschränkungen in bezug auf die Amplitude des im Hauptsignal enthaltenen Echos; weiterhin ist durch dieses Verfahren jedes Signal, auch solches ohne festes Vorsignal, kompensierbar ohne Einschränkung der Laufzeit zwischen Stoßstelle und Sender.
  • Die Fig. z und 3 zeigen schematisch Ausführungsbeispiele zur Durchführung des neuen Verfahrens. In Fig. 2 ist ein Oszillogramm zur Erklärung des zeitlichen Verlaufs der Impulse wiedergegeben.
  • Im folgenden wird an- Hand der Fig. = zunächst das Prinzip des neuen Verfahrens beschrieben. Der Sender S ist über eine Energieleitung E mit der Antenne A verbunden. .In die Energieleitung ist ein Richtkoppler R eingeschaltet, der -aus der Leitung eine Spannung auskoppelt, die der rücklaufenden Welle proportional ist. Zwischen dem Richtkoppler R und dem Sender S ist in die Energieleitung ein Laufzeitausgleich L eingeschaltet. Dieser Laufzeitausgleich kann sowohl durch eine Verlängerung der Energieleitung um eine entsprechende Länge oder durch ein aus konzentrierten Schaltelementen aufgebautes Laufzeitglied erreicht werden. Die aus dem Richtkoppler R gewonnene Spannung wird in dem Verstärker V verstärkt und über ein Phasenglied P der Energieleitung E wieder zugeführt. Die Dimensionierung des Laufzeitgliedes muß so erfolgen, daß die im Richtkoppler R, im Verstärker V und dem Phasenglied P entstehende Laufzeit so ausgeglichen wird, daß das Kompensationssignal am Punkt B zeitlich mit dem unerwünschten Nachlaufsignal übereinstimmt, jedoch gegenüber diesem eine Phasenverschiebung von z80° hat.
  • Die Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf am Beispiel eines zu übertragenden Impulses: Der zur'Zeit t = o abgehende Impuls H wird an einer Stoßstelle reflektiert. Nach abermaliger Reflexion am Senderausgang wird der Antenne der Nachlaufimpuls N zugeführt. Der über den Richtkoppler R und den nachfolgenden Verstärker V gewonnene Kompensationsimpuls K wird in seiner Phase um 18o° gedreht. Der störende Nachlauf in Richtung zur Antenne wird ausgelöscht, da sich die beiden Impulse K und N bei der Addition aufheben.
  • Zur Ermittlung der Dimensionierungsgrößen ist in Fig. 3 eine Zusammenstellung der in Frage kommenden Faktoren gegeben. Die Antenne A hat einen Reflexionsfaktor dabei ist U.... das vom Sender S ausgehende und UYü@x das von der Antenne reflektierte Signal. Der Senderausgang bildet für die rücklaufende Welle den Reflexionsfaktor s. Die Auskoppeldämpfung des Richtkopplers sei r. Damit ergibt sich für den Verstärker V ein Verstärkungsfaktor Ist der Reflexionsfaktor s im Bereich eines Fernsehkanals frequenzabhängig, so wird dieses durch einen entsprechenden Frequenzgang des Verstärkers V ausgeglichen. Desgleichen ist unter Umständen eine frequenzabhängige Auskopplungsdämpfung des Richtkopplers zu berücksichtigen. Solange die genannten Bedingungen einschließlich des Laufzeitausgleiches erfüllt sind, ist keine Nachstellung der Einrichtung bei Änderungen des Reflexionsfaktors an der Antenne erforderlich. Es ist für die Wirkung des Verfahrens gleichgültig, an welcher Stelle des Senders das Kompensationssignal wieder zugeführt wird. Dieses kann auch in einer beliebigen Stufe des Senders, gegebenenfalls auch nach einer Demodulation erfolgen, vorausgesetzt, daß die zeitliche und amplitudenmäßige Übereinstimmung sowie die Gegenphasigkeit sichergestellt sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen bei Sendeantennen, insbesondere zur Fernsehbildübertragung, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufenergie nach Auskopplung mittels eines Richtkopplers zur Kompensation dient.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsspannung entweder am Senderausgang oder an einer beliebigen Stelle im Sender zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein frequenzabhängiger Reflexionsfaktor des Senderausganges und eine frequenzabhängige Auskoppeldämpfung des Richtkopplers durch einen entsprechenden Frequenzgang des Verstärkers ausgeglichen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 631 96o.
DEN8773A 1954-04-18 1954-04-18 Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen Expired DE946456C (de)

Priority Applications (1)

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DEN8773A DE946456C (de) 1954-04-18 1954-04-18 Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen

Applications Claiming Priority (1)

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DEN8773A DE946456C (de) 1954-04-18 1954-04-18 Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE946456C true DE946456C (de) 1956-08-02

Family

ID=7339050

Family Applications (1)

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DEN8773A Expired DE946456C (de) 1954-04-18 1954-04-18 Verfahren zur Kompensation von Nachlaufimpulsen

Country Status (1)

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DE (1) DE946456C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3035244A1 (de) * 1980-09-18 1982-03-25 M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 8900 Augsburg Mehrzylindrige ventilgesteuerte hubkolben-brennkraftmaschine

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB631960A (en) * 1945-11-02 1949-11-14 Sadir Carpentier Improvements in or relating to radio receivers and other receivers of electrical oscillations

Patent Citations (1)

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