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Einsatzrost für Kühlschränke Die Erfindung betrifft ausziehbare, auf
Rollen laufende Einsatzroste für Kühlschränke.
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Bei Kühlschränken sind Einsatzroste bekannt, die sich über die volle
Breite des Kühlabteils erstrecken und die aus demAhteil herausziehbar sind. Derartige
Einsatzroste können jedoch nicht vollständig aus dem Abteil herausgezogen werden,
ohne daß sie aus dem Gleichgewicht kommen bzw. unerwünschte Biegebeanspruchungen
auftreten.
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Für Schreibtische und Schränke sind teleskapartig ausziehbare Schubladen
bekannt.
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Die vorliegende Erfindung kombiniert einen sich über die ganze Breite
des Kühlabteils erstreckenden Einsatzrost mit einer teleskopartig ausziehbaren Tragvorrichtung
in einer besonders bequemen Weise so, daß der Einsatzrost leicht im ganzen herausgehoben
und wieder zurückgesetzt werden kann, wobei er trotzdem auf dieser VOT-richtung
vollständig aus dem Abteil herausgezogen werden und auch die volle Breite des Abteils
einnehmen kann, das somit voll ausgenutzt wird.
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Diese Wirkung kann erzielt werden, indem man auf den am weitesten
außenliegenden Elementen der teleskopartigen Tragvorrichtung in der Nähe der Seitenwände
des Abteils aufwärts gerichtete Stege anbringt, diese an ihren rückwärtigen Enden
zur Seite und nach einwärts von den Seitenwänden weg abbiegt, weiter, indem man
die Seitenkanten
sowie die hinteren Kanten der Roste mit einem hohlen
Rand versieht, mit dem sie über die geraden und gebogenen Teile der Stege paßt und
auf diesen ruht.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden an Hand der
Zeichnung beschrieben und dargestellt. In der Zeichnung stellt Fig. i die Vorderansicht
eines Haushaltkühlschrankes mitEinsatzrosten nach der Erfindung dar; Fig.2 ist ein
senkrechter Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. i in vergrößertem Maßstab und zeigt
die Einsatzroste verschieden weit ausgezogen; Fig.-3 ist ein horizontaler Schnitt
durch einen Teil längs der Linie 3-3 in Fig. i in vergrößertem Maßstab; Fig. 4 ist
ein Schnitt längs der Liriie 4-4 in Fig. 2 in vergrößertem Maßstab; Fig. 5 ist ein
Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig.4 in vergrößertem Maßstab, aber ohne Einsatzrost;
Fig.6 ist ein Schnitt längs der Linie, 6-6 in Fig.5 in vergrößertem Maßstab.
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In Fig. i ist ein Haushaltkühlschrank dargestellt, der aus einem äußeren
Gehäuse i i und einem inneren Gehäuse 12 besteht, zwischen denen Isoliermaterial
14 liegt (Fig.2 und 3). Das Aufbewahrungsabteil 15 für die Lebensmittel wird von
einem Verdampfer 17 gekühlt, der einen Teil eines geschlossenen Kälteaggregates
bildet. Eine Tür 18, die in Fig. i offen dargestellt ist, verschließt normalerweise
den Schrank. Das Abteil 15 weist mehrere Einsatzroste i9 auf, die ahnehmbarr auf
Haltern 2o ruhen, die an den Seitenwänden des Abteils befestigt sind. Die Einsatzroste
i9 sind aus Aluminium od. dgl. und sind mit Schlitzen 22 versehen, um eine Luftzirkulation
zu gewährleisten. Jeder der Einsatzroste i9 weist eine nach oben gebogene rückwärtige
Kante 23, nach oben gebogene Seitenkanten 24 mit hohlem,- Rand, deren Zweck weiter
unten beschrieben wirdund eine nach Unten gebogene oder geneigte Lippe 26 an der
Vorderkante auf. -Die den Einsatzrost tragenden Halter 2o, die in Fig. 2 ohne den
Einsatzrost i9 dargestellt sind, gestatten jeden Einsatzrost i9 je nach Wunsch so
weit herauszuziehen, wie das in Fig.2 für die unteren Einsatzroste dargestellt ist,
so daß sie in ihrer äußersten Stellung etwa um ihre volle Tiefe nach außen aus dem
Schrank herausragen. Das wird nur durch zwei ausziehbare Laufschienen erreicht.
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Jeder der Halter 2o besteht aus einem Winkelstück 31, dessen senkrechter
Schenkel unter Zwischenschaltung einer Gummischeibe 32 cd. dgl. an der Gehäuseinnenwand
12 mit den Schrauben 33 befestigt ist, wobei von außen an der Gehäuseinnenwand-12
noch eine U-förmige Verstärkung 34 vorgesehen ist (Fig. 5). Ein etwas kürzeres Winkelstück
36 ist mit den Schrauben 37 mit seinem horizontalen Schenkel an dem horizontalen
Schenkel des Winkelstückes 31 befestigt (Fig.2 und 5), während- in seinem vertikalen
Schenkel zwei in einem Abstand voneinander liegende Rollenpaare 38 gelagert sind,
die auf den J3olzen 39 laufen (Fig.6). Eine metallene Laufschiene41 umfaßt die Rollen
und ist an einem L-förmigen Profil 42 mit ein paar Bolzen 43 befestigt, auf denen
je eine Rolle 44 läuft (Fig. 2 und 4). An ihrem hinteren Ende ist die Laufschiene
41 außerdem mit einem Niet 46 fest mit dein Profil 42 verbunden.
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Eine zweite Laufschiene 47 von C-förmigem Querschnitt umfaßt die beiden
Rollen 44. An ihr ist- mit den Nieten 49 (Fig. 5) ein sich nach oben erstreckender
Steg48 von gleicher Länge befestigt, dessen hinteres Ende bei 51 nach innen abgebogen
ist (Fig. 2, 4 und 5). Dieser Steg 48 bildet dieAuflage für den Einsatzrost auf
der Laufschiene 47. Die hohle Kante an den Seiten und hinten an dem Einsatzrost
i9 paßt über die Stege 48 und über das nach innen abgebogene Ende 51, so. daß die
ausziehbaren Laufschienen 47 der der Höhe nach ausgerichteten Halter 2o sich gemeinsam
bewegen, wenn der Einsatzrost i9 herausgezogen wird.
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Jedes der beweglichen Teile 41 und 47 ist an seinem Vorderende mit
einer Endkappe 53 versehen. Jedes dieser Teile weist außerdem hinten einen.Anschlagbolzen
54 und vorn einen Anschlagbolzen 55 auf, der den weiter unten erläuterten Zweck
erfüllt. Ein kurzer Block 56 (Fig. 5) vorn an den Winkeln 31 und 36 bildet die Auflage
für die beiden ausziehbaren Laufschienen 41 und 47 dadurch, daß der untere Fußteil
des L-förmigen Profils 42 auf dem Block 56 ruht. Bei einer Bewegung der Laufschienen
41 und 47 gleitet das Profil 42 auf dein Block 56.
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Die Rollen 38 und 44 und der Gleitblock 56 werden vorzugsweise aus
einem Polyamidmaterial hergestellt. Weiche Gummipuffer 58 können an der Rückseite
der Hinterkante der Einsatzroste i9 vorgesehen .werden (Fig. 3), die an der Rückwand
des Abteils 15 zur gleichen Zeit anstoßen, wenn die Anschlagbolzen 55 die Rollen
38 und 44 anhalten, damit der Stoß auf die Anschlagbolzen 55 gemildert wird, wenn
die Einsatzroste i9 ganz nach hinten ' geschoben- werden.
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Die obersten Halter 2o, die in Fig: 2 'dargestellt sind, zeigen den
Einsatzrost (nicht dargestellt) in ganz eingefahrener Stellung in dem Abteil 15.
Die unmittelbar darunterliegenden Halter 2o sind teilweise ausgefahren. Die Laufschienen
47 mit den Stegen 48 sind nach vorn gezogen, sind aber noch nicht mit der Laufschiene
41 und den Rollen 44 im Eingriff. In dieser Stellung ist der Anschlagbolzen 54 hinten
an der Laufschiene 47 nach vorn und fast in Berührung mit der hinteren Rolle 44
der Laufschiene gelangt. Bei weiterem Vorziehen des Einsatzrostes i9 und seiner
Laufschiene 47 in die ganz unten in Fig.2 .dargestellte Stellung läßt den Anschlagbolzen
54 am Ende der Laufschiene 47 an der Rolle 44 der Laufschiene 41 anschlagen, so
daß die Laufschiene 41 herausgezogen wird, bis der Anschlagbalzen 54 am Ende der
Laufschiene 41 an die hinterste der an dem Winkel 36 befestigten Rollen 38 .anschlägt.
In dieser vollständig ausgezogenen Stellung des Einsatzrostes i9 liegt die Laufschiene
47 an zwei voneinander entfernt
liegenden Punkten auf der inneren
Laufschiene 41 auf, sie ruht nämlich auf den Rollen 44, die ein Kippen des Rostes
verhindern. Auch die innere Laufschiene 41 hat durch die beiden Rollenpaare
38
mehrere Auflagepunkte auf dem festen Winkel 36, die ein Kippen verhindern.
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Wird der Einsatzrost ig in das Abteil zurückgeschoben,soschlagen zunächst
die Anschlagbolzen 55 am vorderen Ende der Laufschienen 47 und 41 der Reihe nach
gegen die vorderen Rollen 44 und dann 38.
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Die vorliegende Konstruktion gestattet leichten Zugang zu den inneren
Teilen des Abteils oder der Einsatzroste. Durch Anordnung der Einsatzroste auf den
ausziehbaren Laufschienen, die dicht an der Seitenwand des Abteils montiert sind,
nützt der Einsatzrost die ganze Breite des Abteils aus. Durch die Verwendung der
C-förmigen Laufschienen bilden die Rollen die einzige Verbindung zwischen den beweglichen
Teilen, und ein zu großes seitliches Spiel wird vermieden. Diese Maßnahmen zusammen
mit der Herstellung des Gleitblocks und der Rollen aus dem angegebenen Material
ergeben einen ausziehbaren Einsatzrost, der sehr geringe Reibung hat.