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Beschlag für Schiebetüren Die Erfindung betrifft einen Beschlag für
Schiebetüren, insbesondere rahmenlosen Glasschiebetüren oder Spiegelschiebetüren,
von Schränken, vorzugsweise Badezimmerschränken oder Vitrinen. Derartige Beschläge
sind im allgemeinen als Geradführungen ausgebildet. Die bekannten Geradführungen
gestatten lediglich eine Verschiebung der Schiebetür innerhalb der Schranköffnung.
Es sind deshalb zwei Schiebetüren vorgesehen, die wahlweise verschoben werden können.
Dies hat unter anderem den Nachteil, daß jeweils nur eine Schrankhälfte geöffnet
werden kann. Besonders nachteilig ist dies bei Badezimmerschränken, bei denen die
Schiebetür einen Spiegel aufweist und die bevorzugt über Waschbecken angeordnet
werden. Während des Waschens, Schminkes usw.
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ist es an sich erwünscht, daß der Badezimmerschrank geöffnet ist,
damit die in dem Schrank befindlichen Gegenstände zugänglioh sind. Bei geöffnetem
Zustand steht jedoch nur die halbe Spiegelfläche zur Verfügung, so daß die vor dem
Waschbecken stehende Person in der Benutzung der Spiegelfläche beeinträohtigt ist.
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Auch werden Schiebetüren bevorzugt bei Schränken, insbesondere bei
Glasvitrinen verwendet, deren Innenraum eine große Breite aufweist. Durch die bekannten
Schiebetüren ist jedoch jeweils nur die eine IMlfte des Schrankes bzw. der
Vitrine zugänglich. Dies ist besonders bei Ausstellungsvitrinen
nachteilig,
wo es an sich erwünscht ist, zu Dekorationszwecken oder dergleichen die gesamte
Öffnung der Vitrine leicht öffnen zu können.
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Ein weiterer Nachteil der bekannten Schiebetüren besteht darin, daß
die nutzbare: Raumtiefe des Schrankes beeinträchtigt wird, da die beiden Schiebetüren
zumindest in geöffnetem Zustand in unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind. Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag für Schiebetüren zu schaffen,
der die Nachteile der bekannten Beschläge nicht aufweist. Insbesondere ist es ein
Ziel der Erfindung, einen Beschlag zu schaffen, der besondere Vorteile in Verbindung
mit Badezimmerschränken oder mit Schränken großer Öffnungsbreite, insbesondere Ausstellungsvitrinen,
oder Vitrinen, die zur Aufbewahrung von Vasen, Porzellan, Silber oder dergleichen
in Haushalten dienen, bietet und der es auch auf einfache Weise ermöglicht, anstelle
von zwei Schiebetüren nur eine Schiebetür vorzusehen.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Beschlag für Schiebetüren
zu schaffen, der es ermöglicht, daß auch Schränke mit Schiebetüren versehen werden
können, deren Öffnungsbreite so gering ist, daß bisher die Anwendung von Schiebetüren
praktisch nicht möglich bzw. nicht sinnvoll war. Eine besondere Aufgabe der Erfindung
ist es, einen Beschlag für Spiegel aufweisende oder als Spiegel ausgebildete
Schiebetüren
zu schaffen, der es ermöglicht, daß der Spiegel wahlweise zwischen mindestens zwei
benachbarten Plätzen verschoben werden kann. So ist es beispielsweise häufig der
Fall, daß neben einem Waschtisch ein Schminktisch oder dergleichen angeordnet ist,
wobei beide Plätze nicht gleichzeitig benutzt werden. In diesem Fall mußten bisher
getrennte Spiegel vorgesehen sein.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Beschlag
für Schiebetüren, insbesondere rahmenlosen Glasschiebetüren oder Spiegelschiebetüren,
von Schränken, vorzugsweise Badezimmerschränken oder Vitrinen, vorgeschlagen, daß
der Beschlag mindestens eine ausziehbare Teleakopführung mit einer Nährzahl von
Teleskopgliedern auf-
weist, von denen mindestens ein Teleskopglied als ausziehbares
Halteglied zum Balten einer Schiebetür und ein Teleskopglied als ein an dem Schrank
befestigbares Trägerglied ausgebildet ist, und das Halteglied soweit ausziehbar
ist, daß die Schiebetür im wesentlichen ganz aus der vorgesehenen Schranköffnung
teerausgeschoben werden kann.
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Diese erfindungsgemäße Teleskopführnng hat gegenüber den bekannten
Beschlägen erhebliche Vorteile und ermöglicht auch eine vielseitigere Anwendung
von mit Schiebetüren ausgerüsteten Schränken, insbesondere von Badezimmerschränken.
So kann nunmehr beispielsweise mit Vorteil anstelle von zwei über
--benachbarten
Waschbecken ange.ordne-ten-Badezimmer schränken , --- -.-deren Schiebetüren als
Spiegel ausgebildet sind, ein einziger in der Mitte zwischen beiden Waschbecken
angeordneter Badezimmerschrank vorgesehen sein, der zwei Spiegelschiebetüren aufweist.
Wenn ein Waschplatz benutzt wird, kann unter gleich-
zeitigem Öffnen
des Schrankes die Schiebetür über das betreffende Waschbecken verschoben werden.
Damit ist während der Benutzung des Waschbeckens gleichzeitig der Badezimmerschrank
geöffnet. Bevorzugt kann die Teleskopf`ührung auch so ausgebildet sein, daß die
Schiebetür aus ihrer zugeordne-ten SQhranköffnung wahlweise nach beiden
Seiten ausgezogen werden kann, so daß der Spiegel an insgesamt drei benachbarte
Plätze verschoben werden kann, die sich praktisch nicht überlapppen. Desgleichen
kann ein derartiger Badezimmerschrank oder Schminkschrank oder dergleichen über
einem von zwei benachbarten Plätzen, beispielsweise einem Waschtisch oder
einem benachbarten Schminktisch angeordnet sein, wobei die
Spiegelschiebetür
bei Gebrauch durch öffnen des Schrankes über den benachbarten
Platz geschoben werden kann. Auch bie-
tet der erfindungsgemäße Beschlag
den Vorteil, daß die volle
Breite des Schrankes geöffnet werden
kann, gleichgültig ob
eine oder zwei Schiebetüren vorgesehen
sind.
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Ein besonderer Vorteil ist auch, daß.bei Sehränken-
mit
zwei Schiebetüren diese bei Verwendung der erfindungsge-
mäßen
Teleskopführung in derselben Ebene angeordnet und verschoben werden können, wodurch
die nutzbare Schranktiefe vergrößert wird.
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Auch bietet der erfindungsgemäße Beschlag besondere Vorteile
in Verbindung mit Einbauschränken. Die Schiebetür kann in diesem Fall geöffnet werden,
ohne daß an dem nebendem Schrank befindlichen Nauerteil oder dergleichen Führungen
für die Schiebetür erforderlich sind. Ferner hat sie den Vorteil, das S dhrankbild
bzw. das Raumbild nicht zu stören.
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Die Teleskopführung kann in irgend einer geeigneten Weise ausgebildet
sein. Desgleichen kann ihre Anordnung an dem Schrank in irgend einer geeigneten
Weise getroffen sein. Im allgemeinen genügt es, wenn die Teleskopführung lediglich
auf der Unterseite oder Oberseite der Schranköffnung, vorzugsweise auf der Unterseite
angeordnet ist. Die der durch die Teleskopiührung geführten Seite der Schiebetür
gegenüberliegende Türseite benötigt hierbei je nach Ausbildung der Teleskopführung
keine besondere Führung. Dennoch ist es im allgemeinen zweckmäßig,
diese gegenüberliegende Seite in
einer Rinne öder dergleichen
zu führen.
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Im Sinne der Erfindung ist unter Teleskopführung jede . _ ausziehbare
ßeradtührnng verstanden, die ein an dem Schrank stationär angeordnetes
Teleskäpglied und mindestens ein auf
diesem Trägerglied geradegeführtes,
ausziehbares Teleskopglied aufweist, wobei die Schiebetür an dem am weitesten ausziehbaren.Teleakopglied
befestigt werden kann. Gemäß der Erfindung ist bevorzugt vorgesehen, die Teleskopf
hrung als doppelt ausziehbare Teleskopführung auszubilden, die mindestens ein als
Zwischenglied ausgebildetes Teleskopglied aufweist, das bei vollem Ausziehen des
zugeordneten-Haltegliedes ungefähr die Hälfte des Weges des Haltegliedes zurücklegt.
Es zeigte sich, daß eine derartige Teleskopführung ganz besondere Vorteile als Beschlag
für Schiebetüren bietet. Insbesondere sind mit einer solchen Teleskopführung u.a.
alle die Vorteile erzielbar, auf die weiter oben bereits hingewiesen wurde.
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Die Meleakopführung kann mit Vorteil so ausgebildet sein, daß die
Schiebetür aus der Geschlosaenstellung wahlweise nach rechte oder linke verschoben
werden kann.
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Wenn zwei Schiebetüren vorgesehen sind, so kann die Teleskopführung
zweckmäßig als Doppelteleakopführung ausgebildet sein, die zwei Zwischenglieder
mit auf ihnen geführten Haltegliedern aufweist, die auf einem gemeinsamen Trägerglied
geradegeführt sind.
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Bevorzugt ist die Teleakopführung so ausgebildet, daß sie sich harmonisch
in das Schrankbild einfügt und dazu bei-
---trägt-9 d-e-mSchrank--ein-
gefätligers -Auueehen zu--verleihen ---Zudiesem Zweck können die sichtbaren Oberseiten
und/oder Unterseiten der Teleskopglieder eben und in einer gemeinsamen horizontalen
Ebene in geringem Abstand voneinander angeordnet sein. Auch die in Ansichtsrichtung
vordere Seite der Teleakopführung kann mit Vorteil eben ausgebildet sein. Auch bietet
diese Ausbildung nicht nur ästhetische, sondern auch technische Vorteile.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, die Teleskopführung
so auszubilden, daß sie nach ihrer Anbringung an dem Schrank in Ansichtsrichtung
des Schrankes nicht sichtbar ist.
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Ferner kann die Teleskopführnng, wenn sie nur einseitig ausziehbar
ist, zweckmäßig so ausgebildet sein, daß sie wahlweise als Zinke- oder als
Rechtsausassform ver-
wendet werden kann, d.h., in unterschiedlichen
Stellungen an
dem Schrank so angebracht werden kann, daB
die Schiebetür je nach der Anbringung der Teleskopführung nach links oder
rechts ausgezogen werden kann.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind in der nachfolgenden Eeschreibung,-der
Zeichnung
und den Patentansprüchen beschrieben bzw. dargestellt,
wobei es sich versteht, daß
der
erfindungsgemäße Beschlag
in zahlreichen
weiteren AusfUhrnngsformen verwirklicht werden kann.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 - 4 schematische Vorderansichten von Schränken unterschiedlicher
Form zur Erläuterung von Verschiebungsmöglichkeiten von Schiebetüren mittels des
neuartigen Beschlages, Fig. 5 eine Vorderansicht eines Badezimmerschrankes mit einer
Teleskopführung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 6 einen
Teilschnitt durch den Schrank nach Fig. 5 gemäß der Schnittlinie 6-6, Fig. 7 eine
ausschnittsweise Vorderansicht eines Schrankes mit einer neuartigen Teleskopführung,
Fig. 8 .einen Teilechaitt durch den Schrank nach Fig. 7 gemäß der Schnittlinie 8-8,
Fig. 9 eine ausschnittsweise, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Schrankes
mit einer Te leskopführung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 10 einen Schnitt durch den Schrank nach Fig. 9 gemäß Schnittlinie 10--10,
Fig.
11 eine ausschnittsweise, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Schrankes,
der eine Teleskopiührung gemäß
einem weiteren AusfUhrungebeispiel aufweist,
Fig. 12 eine ausschnittsweise, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Schrankes
mit einer Teleskopiührung gemäß einem weiteren AusiUhrungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 13 einen Sobnitt durch den Schrank nach Fig. 12 gemäß Schnittlinie 13-13, Fig.
1¢
eine Seitenansicht einer Teleskopführung
ge-
mäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig.
15 eine gemäß
der Schnittlinie
16-16 der Pig. 16
geschnittene, ausschnittsweise Seitenansicht
eines
Schrankes mit
einer Teleskopführung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der
Erfindung, Zig. 16
eine aussohnittaweise, gemäß
der Schnittlinie
16-16 der Pig.
15 geschnittene
Vorderansicht
den Schrankes
nach Fig.
15,
Fig. 17 eine sohaubildliche Ansicht eines
weiteren Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen T e 1e skopführung , Fig.
18 eine Seitenansicht der Teleskopführung nach Fis. 17, wobei zusätzlich_die Anbringung
an einem Schrankboden dargestellt ist, Fig. 19 eine ausschnittsweise üntenansicht
der Teleskopführung nach den Fig. 17 und 18 zur genaueren Darstellung einer Einzelheit
dieser Figuren, Fig. 20- eine Vorderansicht einer Teleskopführung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 21 eine Seitenansicht der in Fig. 20 dargestellten
Teleskopführung, Fig. 22 einen Schnitt durch die Teleskopführung nach Fig. 20 gemäß
der Schnittlinie 22-22.
| sich |
| In der Zeichnung sind/entsprechende Teile mit gleichen |
Bezugszeichnen versehen.
In Fig. 1 ist ein Badezimmersahrank 10a
mit zwei rahmenlosen als Spiegel ausgebildeten Schiebetüren 15a, 15b
dar-
gestellt,
die mittels einer Doppelteleskopführung, die an der vorderen Unterkante des Schrankes
befestigt ist, in die strichpunktiert dargestellten Stellungen ausgezogen werden
können, so daß das Schrankinnere voll zugänglich ist.
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In Fig. 2 ist ein kleinerer Badezimmerschrank 10b dargestellt, der
eine einzige rahmenlose Spiegelschiebetür 15c aufweist, die mittels einer Teleskopführung
wahlweise in die linke oder rechte Offenstellung, die strichpunktiert dargestellt
sind, verschoben werden kann.
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In Fig. 3 ist ebenfalls ein Badezimmerschrank 10c dargestellt, dessen
Spiegelschiebetür 15d mittels einer Teleskopführung in die strichpunktiert dargestellte
Offenstellung ausgezogen werden kann.
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In Fig. 4 ist eine Ausstellungsvitrine 10d dargestellt,
deren
rahmenlose Glasschiebetür 15c in die strichpunktiert dargestellte Offenstellung
ausgezogen werden kann, so daB ebenfalls das Schrankinnere voll zugänglich
ist.
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In den weiteren Figuren sind einige bevorzugte Teleskopführungen
dargestellte wie sie beispielsweise bei Schränken
nach den 7ig. 1 - 4 als Schiebetürbeschläge verwendet werden
können.
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In den Fig. 5 und 6 ist ein Badezimmerschrank 10f dargestellt, dessen
Innenraum 16 durch eine Schiebetür 15, die aus
einem rahmenlosen
Spiegel besteht, verschlossen werden kann. Die Oberseite
1? der Schiebetür ist in einer Rinne 18 geradegeführt, die an der
Decke 19 des Schrankes befestigt ist.
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Die Unterseite 20 der Schiebetür 15 ist mittels einer doppelt
ausziehbaren
Teleskopführung 12a in die in Fig. 5 dargestellte
Offenstellung
ausziehbar. Die Offenstellung der Teleskopführung 12a ist .durch
nicht näher dargestellte Anschläge gegen weiteres Ausziehen gesichert.
Sie weist drei. ineinander geschachtelte Teleskopglieder
auf, nämlich ein an dem Boden 22 des Schrankes befestigtes
Trägerglied 23a, ein in dem Innenraum dieses Trägergliedes forrschlüssig
geführtes Zwischenglied 24a und ein in
diesem Zwischenglied formsohlüsäig
geführtes Halteglied 25a
auf. In dem rinnenförmigen Innenraum 27
des Haltegliedes 25a
ist die Schiebetür 15 mittels Schrauben
21 befestigt. Diese
Teleskopführung eignet sich u.a.
besonders für kleinere und
leichte Schiebetüren. Zweckmäßig
ist die rechte Seite des
Trägergliedes 23a mittels eines hochgebogenen
Winkellappens 26 verschlossen. Dieser Winkellappen dient gleichzeitig
als
Anschlag für die ßeschloseenstellung der Teleskopglieder.
Diese Teleskopführung kann sowohl als Linksausführungsform (
wie dargestellt), als auch als Rechtsausführungsform ver-
wendet
werden, indem -andtelle der Seitenwand 30 des Trägergleides
23a dessen Seitenwand 31 an dem Boden 22 befestigt
wird.
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In den Pig. ? und 8 ist eine Variante der in den Fig.
5
und 6 dargestellten Teleskopführung dargestellt, die
besonders
günstige Führungseigenschaften hat und eine
vertikale Symmetrieebene
32 aufweist. Auch diese doppelt ausziehbare Teleskopführung 12j, die ein Trägerglied
23b, ein Zwischenglied 24b und ein Halteglied 25b aufweist, kann wahlweise als Linksausführungsform
oder Rechtsausführungsform verwendet werden. Um die Gleitfähigkeit der ausziehbaren
Teleskopglieder zu verbessern, sind auf den Gleitbahnen der Teleskopglieder Gleitbeläge
33-37 angeordnet. Diese Gleitbeläge können vorteilhaft aus Polytetrafluoraethylen
bestehen.
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Die in den Fig. 9 und 10 an einem Schrankboden 22 angeordnete Teleakopführung
12b weist drei schienenförmige Teleskopglieder auf, nämlich ein Trägerglied 23j,
ein Zwischenglied 24j und ein Halteglied 25j, die horizontal nebeneinander angeordnet
sind. Die Oberseiten dieser Teleskopglieder sind eben ausgebildet und in geringem
Abstand voneinander in einer gemeinsamen horizontalen Ebene 39 vorgesehen. Das Trägerglied
23j ist mittels einer sich über seine länge erstreckenden Halteplatte 40 an dem
Schrankboden 22 fast
angeordnet und befindet sich in Ansichtsrichtung des
Sohrankes vor den anderen beiden Teleskopgliedern, was in vielen Fällen
von
Vorteil ist.
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An der Schiene 41 des Zwisohengliedes 24j sind auf jeder Seite je
zwei Rollen 42 - 45 drehbar gelagert, von denen die Rollen 42, 43 ein Rollenlaufwerk
für das Halteglied 25j und
die Rollen 44, 45 ein Rollenlaufwerk für
das auf dem Trägerglied 23j gelagerte Zwiaohanglied 24j bilden. Die einzelnen Rollen
weisen je eine Umfangsnut, wie 49 auf, in die als Geradführungabahnen
dienende
Schienenteile, wie 50 - 53, mit
geringem radialem Spiel eingreifen. Diese
Rollenführung ist leichtgängig und kippfest. In manchen fällen kann es auch zweckmäßig
sein, wenn das einzelne Rollenlaufwerk mehr als zwei Rollen aufweist, wobei eine
Teilanzahl dieser Rollen im wesentlichen als Tragrollen zur Aufnahme der vertikalen
Kräfte und mindestens eine weitere Rolle im wesentlichen das Kippmoment um die Verschiebeachse
aufnimmt, Das Halteglied 25j weist einen Halter 54 von ß förmigem Querschnittsprofil
auf, der der Halterung der Schiebetür 15 dient. Dieses H-förmige Profil bat den
Vorteil, daB die Teleskopführung wahlweise als Rechts- oder linksausführungsform
verwendet werden kann. Zu diesem Zweck ist es lediglich erforderlich, die Teleskopführung
von der Halteplatte 40 abzuschrauben und umgekehrt auf diese Halteplatte wieder
aufzuschrauben. In diesem Fall dient dann die Rinne 55 als Halterung für die Schiebetür
15.
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Diese Teleskopführung zeichnet sich u.a. durch ihre einfache Bauart
und hohe Stabilität aus.
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Die in Fig. 11 dargestellte Teleskopführung 12o unterscheidet sich
von der in den Fig. 9 und 10 dargestellten TeleskopfUhrung 12b im wesentlichen dadurch,
daß das an dem Boden 22 des Schrankes angeschraubte Trägerglied 23o als Winkellappen
ausgebildet ist, an dessen, vertikalem Schenkel 5? die Rollen, wie 59, des
Rollenlaufwerkes für das Zwischenglied 24c angeordnet sind. An diesem Zwisohenglied
24c ist das Halteglied 25o in der gleichen Weise wie bei der Teleskopführung nach
den Fig. 9 und 10 gelagert.
Die in den Fig.
12 und 13 dargestellte besonders ein-
fache, stabile, raumsparende
und formschöne Teleskopfübrang 12d weist als Trägerglied zwei an dem Bodenteil 60
eines aus Kunststoff hergestellten Schrankgehäuses befestigte, mittels Wälzlagern
gelagerte Rollen 64, 65 auf, die in einem rechteckförmigen, seitlich geschlossenen
Innenraum 63 des Zwischengliedes 24d mit geringem Spiel angeordnet sind.
Das Halteglied weist ebenfalls zwei auf Wälzlagern gelagerte
Rollen 61, 62 auf, die an der Schiebetür 15 unmittelbar befestigt
sind und in einem zweiten rechteokförmigen, seitlich geschlossenen
Innenraum 66 des Zwischengliedes 24d hineinragen.
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In Fig. 14 ist eine ebenfalls besonders einfache
und
zweckmäßige Teleskopführung 12e dargestellt, deren Trägerglied
23e unmittelbar an dem Schrankboden 22 befestigt ist.
In Abweichung
von den Ausführungsbeispielen nach den Pig.
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9 - 12 ist das Trägerglied 23e in Ansichtsrichtung
hinter
dem Halteglied 25e und Zwischenglied 24e angeordnet.
An dem
Zwischenglied 24e, das als Schiene ausgebildet ist und zweckmäßig
aus Eisen oder Messing bestehen kann, sind Rollenlaufwrerke
für die Führung der ausziehbaren Teleskopglieder angeordnet.
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Die Rollen der Rollenlaufwerke, von denen zwei Rollen 71,
72
sichtbar sind, laufen gegen Kippen gesichert in längssohlitzen
der Schienen 73 und 74 des Haltegliedes und des Trägergliedes.
Die
in den Fig. 15 und 16 dargestellte Teleskopführnng 12g weist zur Führung der ausziehbaren
Teleskopglieder Kugellaufwerke 78 und 79 auf, von denen jedes zwei vertikal übereinander
angeordnete Kugelreihen 781, 78" bzw. 791, 79" aufweist. Das Trägerglied 23g ist
fest in einem von Schenkeln 90, 91 und 92 begrenzten Raumes eines an dem Boden 22
des Schrankes angeschraubten Halters 93 befestigt. Das Zwischenglied 24g und das
Halteglied 25g sind mittels der Kugellaufwerke kippfest gelagert. Die Kugeln der
gugellaufwerke sind in fest mit dem Zwischenglied 24g verbundenen Käfigen,
wie 94, geführt. Diese
Teleskopführung kann ebenfalls durch einfaches
Umsetzen wahlweise als Zinks- oder Rechtsausführungsform verwendet werden. Sie eignet
sich auch besonders zum Führen von schweren Türen, beispielsweise von Glasschiebetüren
größerer Vitrinen und weist durch die dargestellte Ausbildung der Teleskopglieder,
besonders auch der günstigen Form des Zwischengliedes und der Ausbildung
der Kugellaufwerke ganz besondere Vorteile auf.
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Die in den Fig. 17 - 19 dargestellte Teleskopführung
12f
ist so ausgebildet, daB die ausziehbaren Teleskopglieder
(Trägerglied 23f, Zwischenglied 24f, Halteglied 25f) wahlweise
nach links oder rechts ausgezogen werden können, wie es in
Fig.
2 angedeutet ist. Das Trägerglied 23f kann ähnlich
wie
bei den vorangehenden Aueftihrnngsbe ispielen entweder direkt
an dem Boden eines Schrankes oder mittels eines geeigneten
Halters in Ansichtsrichtung der Schiebetür vor den beiden
anderen
Teleskopgliedern an dem Schrank befestigt werden.
Die erstere
Anbringungsart ist in Fig. 18 an einem Beispiel dargestellt. Die wahlweise Ausziehbarkeit
nach links und rechts wird hier dadurch erreicht, daß sich die beiden Rollenlaufwerke,
die je drei Rollen 114p 115, 116 bzw.
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117, 118, 119 aufweisen, und die zugeordneten Führungsbahnen im wesentlichen
über die länge des in einer Ausziehrichtung vorgesehenen Verschiebeweges erstrecken.
Es versteht sich, daß dieselbe Maßnahme auch bei. den in den vorangehenden Ausführungsbeispielen
dargestellten Rollenlaufwerken und Kugellaufwerken und zugeordneten Führungsbahnen
getroffen werden kann, wodurch ebenfalls eine Ausziehbarkeit in beiden Richtungen
erreicht wird.
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Wie besonders deutlich aus Fig. 18 zu erkennen ist, sind die Rollen
117 - 119 an dem Halter 120 der Schiebetür und die Rollen 114 - 116 an dem Zwischenglied
24f befestigt. Die Rollen sind in Längskanälen rechteckförmigen Querschnittes des
Zwischengliedes bzw. des Trägergliedes so gelagert, daß die ausziehbaren Teleskopglieder
gegen Verkippen gesichert sind und nur in Ausziehrichtung verschoben werden könnnen.
In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, mehr Rollen als dargestellt, vorzusehen,
wobei einzelne dieser Rollen im wesentlichen das Gewicht der Schiebetür und andere
dieser Rollen im wesentlichen das Kippmoment aufnehmen.
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Zur Begrenzung der beiden seitlichen Auszugsstellungen der ausziehbaren
Teleskopglieder sind in der Mitte des Bodens des Haltegliedes 25f und des Bodens
des Trägergliede$ 23f
Anschlagstifte 121, 122 befestigt, die mit
an den Seiten des Bodens des Zwischengliedes 24f angeordnete-. Anschlagnasen 123,
124 zusammenwirken.
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Ferner ist eine im ganzen mit 125 bezeichnete einstellbare Ans^hlagvorrichtung
vorgesehen, die erfindungsgemäß eine in der Mitte des Bodens des Zwischengliedes
24f angeordnete drehbare Anschlagplatte 126 aufweist, an der zwei vertikale Anschlagstifte
129 und 130 befestigt sind, die mit den Anschlagstiften 121 und 122 zusammenwirken
können. Durch Verschwenken der Anschlagplatte 126 kann die Teleskopführung wahlweise
so eingestellt werden, daß sie entweder nur nach rechts oder nur nach links oder
beliebig nach beiden Seiten ausgezogen werden kann. Zur Erleichterung dieser Einstellungen
sind auf dem Boden des Zwischengliedes 24f Markierungen 131 angebracht. Als Zeiger
dient der Anschlagstift 130. In der Stellung R ( Fig.19) kann die Teleskopführung
"nur-- nach rechte, in der Stellung 0 nach keiner Seite und in der Stellung h nur
nach links ausgezogen werden. Zur Verstellung der Anschlagplatte von Z auf R und
umgekehrt muß sich die Teleskopführung in ihrer Geachlossenatellung befinden.
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Die in den Fig. 20 - 22 dargestellte Teleskopführung ist als Doppelteleakopführung
12h ausgebildet und dient der Führung von zwei benachbarten, in derselben vertikalen
Ebene angeordneten und in der Sohließstellung aneinander stossender, Schiebetüren
15a und 15b. Diese Doppelteleskopführung woist ein durchgehendes, als Rohr ausgebildetes
Trägerglied
23h auf, in welches zwei ebenfalls rohrförmig ausgebildete Zwischenglieder 24h und
24k in der Schließstellung aneinander anstossend angeordnet sind, die in entgegengesetzten
Richtungen ausgezogen werden können.
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In jedem Zwischenglied ist ein zylindrischer Stab 25h, 25k geführt,
die ausziehbare Halteglieder für die Schiebetüren 15a und 15b bilden. Die linke
Schiebetür 15a befindet sich in ihrer Geschlossenstellung und ist zusammen mit den
ihr zugeordneten Teilen der Doppelteleskopführung nur teilweise dargestellt, da
die symmetrisch zu der rechten Bälfte der Doppelteleskopführung äuegebildet sein
kann. Diese rechte FMlfte der Doppelteleskopführung ist in der ausgezogenen Stellung
dargestellt. Wie zu erkennen ist, ist die Schiebetür 15b mittels eines Haltebleches
133 an dem Halteglied 25k befestigt, so daß nur ein Teil des Gewichtes der
Schiebetür 15b auf der Teleskopführung lastet. Die Schiebetür 15b stützt sich ferner
noch in einer auf der Oberseite des Trägergliedes 23h angeordneten, durchgehenden
Führungsrinne 134 ab.
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Durch diese Lagerung wird erreicht, daß die ausziehbaren Teleskopglieder
der Teleskopführung nur mit einem Teil des Gewichtes der Schiebetür belastet sind
und folglich leichtgängiger sind und schwächer ausgebildet sein' können.
Die
7tihrnngsrinne für die Schiebetür, die hier durch die auf dem Trägerglied vorgesehenen
Seitenwände 135 und 136 begrenzt ist, kann in manchen Fällen vorteilhaft
auch an dem
Schrank selbst angeordnet sein, beispielsweise ale in den Sohrankboden
eingelassenen Rinne oder dergleichen ausgebildet sein. Desgleichen
versteht es sich, daß diese erfindungsgemäße
Gewichtsentlastung
der Teleskopführung auch bei anderen Ausführungsformen der Teleskopführung sinngemäß
angewendet werden kann und auch unterschiedlich ausgebildet sein kann.
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Die Teleskopglieder sind in dem Ausführungsbeispiel nach den Fig.
20 - 22 rund. In manchen Fällen können sie vorteilhaft auch eine andere Querschnittsform
aufweisen, bevorzugt eine rechteckige oder quadratische Querschnittsform haben.
Die starren Teile der neuartigen Teleskopführung können aus geeigneten Materialien
bestehen, die die erforderliche Festigkeit aufweisen. Bevorzugt sind hierfür Metalle,
wie Aluminium, Eisen oder Messing vorgesehen. Es versteht sich, daß in manchen Fällen,
zumindest für einzelne Teleskopglieder oder Bauteile, Kunststoffe zweckmäßig sein
können.