DE932084C - Programmsteuerung fuer Sterilisiereinrichtungen - Google Patents
Programmsteuerung fuer SterilisiereinrichtungenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
- Programmsteuerung für Sterilisiereinrichtungen Zusatz zum Patent 830 998 Gegenstand des Hauptpatents 830 998 ist eine Programmsteuerung für S terihsiereinrichtungen, insbesondere für dampfbetriebene Autoklaven, die zur Aufgabe hat, den Sterilisationsprozeß, welcher sich zusammensetzt aus einer Vorevakuierung, der eigentlichen Dampfströmung, der Nachevakuierung und der Wiederbelüftung, vollautomatisch mit einer Ventilkammer durchzuführen. Diese Ventilkammer ist so ausgeführt, daß mehrere Ventile über einen gemeinsamen Nockenantrieb, der zeitlich den Ablauf des Prozesses bestimmt, zusammengefaßt sind.
- Es kann nun zweckmäßig sein, diese Ventile nicht örtlich zu einer Ventil anordnung zusammen zufassen, sondern sie einzeln innerhalb der Sterilisiergeräte anzuordnen. Bei einer solchen Dezentralisation kommt es jedoch darauf an, daß sie untereinander trotzdem in lehren Arbeitsstellungen dem vorgeschriebenen Programm entsprechen, ohne mechanisch mitein,ander gekuppelt zu sein.
- Es ist zwar bekannt, diese Anordnung dadurch zu erreichen, Idaß man die einzelnen Ventile als sogenannte Magnetventile ausbildet und ihre Betätilgung über eine Kontaktwalze vornimmt. Hierzu sind jedoch empfindliche elektrische Rel.ais nötig, und ein besonderer Nachteil ist, daß ein Magnetventil nur eine »Zu«- oder »Auf«-Stellung einnehmen kann, nicht aber zeitliche Zwlischenwerte, welche wiederum nur durch Nocken erreicht werden können.
- Die Erfindung will den Vorteil des dezentralisierten Magnetventils mit der nockengesteuerten Ventilgruppe verbinden.
- In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise' als Prinzip schema dargestellt. Ein Geber I hat einen drehbaren Anker mit einer Kreuzwicklung in einem elektromagnetischen Wechselfeld. Der Anker ist; elektrisch verbunden mit einem Empfänger 2, dessen drehbaren Anker ebenfalls mit einer Kreuzwicklung in einem elektromagnetischen Wechselfeld elektrisch verbunden ist. Im Ruhezustand sind die induzierten Spannungen der beiden Anker entgegengesetzt gerichtet und heben sich auf. Bei Verdrehung des Ankers im Geber 1 sind die in den beiden Ankerspulen induzierten Spanungen zwischen dem Geber I und dem Empfänger 2 verschieden groß.
- Der dadurch entstehende Ausgleichsstrom erzeugt bei festgesetztem Geberanker 1 in dem Empfängeranker 2 so lange ein Drehmoment, bis sich der Empfängeranker in die gleiche Lage des Geberankers eingestellt hat, bis kein Ausgleichsstrom mehr fließt. Hierbei ist die Stellung des Geberankers I der Stellung des Empfängerankers 2 eindeutig zugeordnet. Der Empfängeranker 2 trägt auf seiner Welle ein Übertragungsorgan, z. B. einen Nocken 3.
- Dieser Nocken wirkt in bekannter Weise auf ein Ventil 4 und beeinflußt dieses in seinem Öffnungsquer;schmtt.
- Nach der Erfindung können so viele Empfängersysteme, z. B.2a und 2b, auf einen Geber geschaltetwerden, als Ventile zur Durchführung eines Sterilisierprogramms notwendig sind. Hierbei ist es zweckmäßig, die Folge der einzelnen Ventile im Sinne des Programmablaufs zeitlich so anzuordnen, daß der verlangte Effekt erreicht wird. Die Einstellung des Geberankers I soll nach der Erfindung enitweder von Hand mit einem Handrad 5 oder auch mechanisch, z.B. mit einem Elektromotor 6 unter Zwischenschaltung eines Getriebes 7, vorgenommen werden. Zur Erhöhung des Drehmoments zur Betätigung der Ventile kann es zweckmäßig sein, zwischen dem das Ventil betätigenden Nocken und der Welle des Ankers ebenfalls ein Getriebe zwischenzuschalten. Wird nach der Erfindung der Geiberanker mechanisch angetrieben, so wird das Sterilisierprogramm in der verlangten Reihenfolge: der Entlüftung, der Dampfströmung, der Evakuierung zum Zweck der Trocknung und der Wiederbelüftung der Sterilisierkammer über drei Ventile so durchgeführt, daß diese drei Ventile im Sinn des Programms bei einer bestimmten Winkelverstellung des Geberankers I ablaufen. Nach der Erfindung wird es zweckmäßig sein, die Verstellung des Geberankers zwar auch mechanisch vorzunehmen, jedoch die enzelnen Sterilisierphasen durch Impulse taktweise durchzuführen. Bei dem zuerst genannten Betrieb des kontinuierlichen Durchlaufens des Programms, welches in etwa 10 bis 12 Minuten abläuft, ist, es erforderlich, ein sehr großes Übersetzungsverhältnis am Getriebe 7 zwischein dem mechanischen Antrieb und der Geberwelle des Ankers einzuschalten. Nach dem Impulsverfahren jedoch ist der Verlauf folgender Der Geber 1 wird durch eine D'ruck'knopfbetätigung des Motors für den Geberanker eingeschaltet Es erfolgt eine kleine Verstellung des Geberankers, weiche genügt, den Empfängeranker auf die gewünschte Ventileinstellung zu bringen. In der Endstellung unterbricht der mechamische Antrieb des Geberankers, und die Sterilisierkammer wird evakuiert. Ist nun eine bestimmter Unterdruck erricht, so erhält der Geberankerantrieb einen neuen Impuls, entweder von Hand oder durch ein entsprechendes Kontaktorgan. Hierauf stellt sich der Geberanker augenblicklich in seine neue Lage ein und bleibt in dieser stehen. Das ist die Stellung, in der der Empfänger 2a Idas Frischdampfventil in die S,trömungsstellung bringt. In dieser Lage bleibt das Frischdampfventil so lange stehen, bis der vorgeschriebene Sterilisiereffekt erreicht ist. Durch einen neuen Impuls, entweder von Hand oder durch Kontaktauslösung, stellt sich der Geberanker in seine neue Stellung ein, welche den Zustand der Evakuierung bzw. der Trocknung charakterisiert.
- Ein weiterer Impuls auf den Antrieb des Geberankers bringt diesen in die Stellung der Wiederbelüftung der Kammer, so daß der Empfänger 2b, welcher das Belüftungsventil betätigt, gleichzeitig das Ende des Programms anaeigt Dieses Impulsverfahren ist deshalb außerordentlich wichtig, weil man hierdurch die Möglichkeit hat, die Folgezeiten der einzelnen Sterilisierphasen der Natur des zu sterilisierenden Materials entsprechend willkürlich zu wählen.
- Die Handradwelle 5 für den Gebenranker 1 ist gleichzeitig mit einer Skalenscheibe ausgerüstet, die den jeweiligen Stand des Sterilisierprogramms angibt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Programmsteuerung für Sterilisierein,richtungen nach. Patent 830 998, insbesondere für dampfbetriebene Autoklaven, dadurch gekennzeichnet, daß IdiUe Entlüftung, die Dampfströmung, die Evakuierung und die Wiederbelüftung der Sterilisierkammer über eine entsprechende Anzahl von Einzelventilen erfolgt, die über je einen Drehanker, der sich in einem Magnetfeld befindet, betätigt werden.
- 2. Programmsteuerung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehanker (Empfänger) derart mit einem zweiten System als Geber elektrisch verbunden ist, daß die Winkelstellung des Geberankers die Stellung des Empfängerankers bestimmt.
- 3. Programmsteuerung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Empfängeranker auf einen gemeinsamen Geberanker derart elektrisch geschaltet sind, daß bei zunehmenden Winkelgraden des Geberankers eine aufeinanderfolgende Betätigung der an die Empfängeranker angeschlossenen Ventile im Sinn des Programms erfolgt, wobei der Geberanker mechanisch angetrieben wird.
- 4. Programmsteuerung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Geberanker jeweils nach Erreichnung des Endzustandes einer Sterilisierphase durch einen Impuls von Hand auf die nächste Sten.lisationsphase geschaltet wird.
- 5. Programmsteuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Impuls selbsttätig ausgelöst wird durch an sich bekannte mechanische Kupplung mit Kontrollorganen für physikalische Größen - wie Druck, Temperatur, Vakuum oder Zeit -, die ansprechen, wenn die einer Sterilisationsphase zugeordneten Sollwerte erreicht werden.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
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| DE932084C true DE932084C (de) | 1955-08-22 |
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Cited By (2)
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Families Citing this family (1)
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1949
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1223995B (de) * | 1957-08-21 | 1966-09-01 | Muenchener Medizin Mechanik G | Sterilisiergeraet |
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