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Kartonverpackung mit winklig zueinander angeordneten Wänden
Die Erfindung
bezieht sich auf eine Eierzellenpappschachtel und bezweckt hauptsächlich, diese
stabiler zu gestalten und zugleich einen größeren Füllraum in den Schachtelzellen
zu schaffen.
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Bekannte Verpackungen, insbesondere solche, die zur Aufnahme von
Eiern bestimmt sind, bestehen aus Pappe. Die Papptafeln erhalten Knicklinien, um
welche zur Erstellung der Schachtel eine Falzung erfolgt. Üblicherweise werden die
Papptafeln so vorbereitet, daß durch Einfügen von Zwischenwänden beim Falten zur
fertigen Schachtel Verpackungen mit Einzelzellen entstehen. Solche Schachteln sollen
einerseits genügend steif sein, um ein Beschädigen der eingebrachten Eier hintanzuhalten;
sie sollen anderseits aber aus einer Pappe bestehen, die so dünn wie irgend möglich
ist.
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Diese Anforderungen an die Schachtel und die Pappe bedingen bislang
entgegengerichtete Maßnahmen. Damit nämlich eine Schachtel entsteht, deren Festigkeit
ausreichend ist, muß Pappe verwendet werden, die beachtlich dick ist.
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Ihr abzuhelfen, ist Zweck der Erfindung, welche bei einer Kartonverpackung
mit winklig zueinander angeordneten, mittels Knickkanten aneinander anschließenden
Wänden darin besteht, daß die Knickkanten von wellenförmigen, sich spiegelbildlich
gegenüberliegenden Knicklinien gebildet sind.
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Die Knickkanten können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
auch zickzackförmig ausgebildet sein.
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Besonders vorteilhaft ist es, bei Kartonverpackung die Knickkanten
der Außenwände wellenförmig in spiegelbildlich sich wiederholendem Verlauf der-
art
vorzusehen, daß von jeder Wellenform in jede Zelle einragende Wulste bzw. bei jeder
Zelle den Hohlraum vergrößernde Ausbuchtungen entstehen.
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Eine solcherart ausgebildete Kartonverpackung weist entlang der oberen
und unteren Kanten jeweils an den Stellen der Einzelzellen pfannenförmige Ein-und
Ausbuchtungen auf, die einerseits den Zellenhohlraum vergrößern und anderseits die
Kartonverpackung beachtlich versteifen. Es ist daher nuninehr möglich, dünnere Pappe
zu verwenden, als es bisher bei der Herstellung von Eierpappschachteln iiblich ist.
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Weitere Vorteile und Merkmale sind in der nachstehenden Beschreibung
der Zeichnung erläutert, welche ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.
Es zeigt Fig. I eine Pappentafel mit Ausnehmungen und Iinicklinien in Ansicht, Fig.
2 eine aus der Pappentafel nach Fig. I gebildete Schachtel in flach gefalteter Form,
Fig. 3 die Schachtel nach Fig. 2 aufgerichtet und verschlossen in Draufsicht, Fig.
4 die Schachtel nach Fig. 3 von unten gesehen, Fig. 5 die Schachtel nach Fig. 3
von der Seite gesehen, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5, Fig.
7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 5.
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Nach Fig. I weist die biegsame Pappentafel I0, die zur Herstellung
des Behälters dient, nahezu rechtwinklig verlaufende Außenkanten auf. Die Tafel
ist zur Herstellung einer Eierschachtel bestimmt, die in zwei gleiche, je sechs
Eier aufnehmende Hälften unterteilbar ist. Sie hat zu diesem Zweck eine quer verlaufende
perforierte Linie 10.
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Die Tafel 10 ist, wie aus Fig. I ersichtlich ist, derart ausgeschnitten
und geritzt, daß eine Verschlußklappe ii entsteht. Diese weist beiderseits, der
perforierten Linie 10' je einen Satz entgegengesetzt gerichteter Verschlußlappen
12 entlang des Randes auf. Die Klappe In ist gelenkig mit dem rechteckigen Schachteldeckel
I3 über eine besonders ausgebildete, sich längs erstreckende Knickkante I4 verbunden.
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Der Deckel 13 ist über weitere Knickkanten I5, die den Kanten 14
völlig entsprechen, mit einer Rückwand I6 gelenkig verbunden. Diese Rückwand ist
ihrerseits über eine weitere Knickkante 17 mit einem längs unterteilten Boden I8
verbunden. Der Boden 18 ist durch eine mittig angeordnete, längs verlaufende Faltlinie
19 in zwei gleiche Abschnitte 20 unterteilt, welche mehrere Sätze entgegengesetzt
verlaufender Ausnehmungen von verschiedenartiger Form aufweisen. Ein Satz dieser
Schlitze, die mit 21 bezeichnet sind, weist eine schlüssellochåjhnliche Form auf
und ist an den entgegengesetzten Enden der entsprechenden Abschnittsteile 20 angeordnet.
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Dazwischen sind Schlitze 22 vorgesehen, welche größer sind und parallele
Seiten haben. Eine dritte Serie mit mittig erweiterten Schlitzen 23, die mit den
übrigen Schlitzen in einer Längsrichtung verlaufen und von diesen längsseitig entfernt
sind, erstrecken sich entlang der mittleren Faltlinie 19.
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Der längs unterteilte Boden Ig ist außerdem zum Polstern der Eier
in bekannter Weise mit Schlitzen 24 versehen, die sich über den entsprechenden Bodenabschnitt
20 erstrecken, wobei sie längsseitig voneinander entfernt verlaufen.
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Der Boden I8 ist mittels Knickkanten 25, die in ihrer Form den Kanten
17 entsprechen, mit der Vorderwand 26 verbunden. Diese ist ihrerseits an einer quer
unterteilten Wand 27 angelenkt. Schließlich ist ein Klebstreifen 28 mit der entgegengesetzten
Außenseite der Wand 27 gelenkig verbunden.
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Die Wand 27 weist zwei entgegengesetzt gerichtete Sätze von Querunterteilungen
29 auf, und zwar je einen Satz beidseitig der mittig verlaufenden Perforationslinie
IO'. Die äußersten Unterteilungen dieser Sätze überragen außenseitig die Endkanten
des Deckels 13, der Rückwand 16, des Bodens I8 und der Vorderwand 26. Die Querunterteilungen,
die innerhalb der schmalsten aneinandergrenzenden Teile der Tafel angeordnet sind,
werden durch voneinander getrennte und längs verlaufende Schlitze 30 von der Vorderwand
26 und durch ähnliche Schlitze 3I von dem Klebstreifen 28 abgetrennt. Aufeinanderfolgende
Querunterteilungen 29 beidseitig der Mittelfaltlinie II werden voneinander durch
entsprechend geformte Schlitze 32 getrennt, welche in Verbindung mit einer Anzahl
von Öffnungen 33 entlang einer mittleren Faltlinie 34 des Teiles 27 zusammenwirken,
um an den Innenseiten der Querteile 29 Verschlußhaken 35 zu bilden.
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Dreieckig geformte Haltelappen 36, 37 sind entlang der Gelenklinie
des Teiles 27 gegenüber der Vorderseite 26 und dem Klebstreifen 28 längs voneinander
entfernt angeordnet. Diese Lappen dienen in bekannter Weise dazu, die Querteile
mit den zuvor erwähnten Wänden zu verbinden. Sie haben hierzu kurze, sich quer erstreckende
Faltungen 38 und sich längs erstreckende Faltungen 39.
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Die entsprechenden Sätze der Querteile 29 sind voneinander entlang
der Mittellinie der Tafel durch einen quer verlaufenden Schlitz 40 getrennt, der
sich zwischen einem Paar der verhältnismäßig großen Öffnungen 41 erstreckt, und
der übereinstimmend mit der mittleren Perforationslinie I0' verläuft.
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Die Querteile 29 der entsprechenden Sätze sind zum Aufrichten der
Schachtel in die Gebrauchslage nach unten in entgegengesetzten Richtungen um die
entsprechend quer verlaufende Faltlinie 38 faltbar. Die Querteile wirken ihrerseits
mit den Öffnungen 2I, 22 und 23 des längs geteilten Bodens I8 zusammen.
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Die quer verlaufenden Haken 35 dienen dazu, die einzelnen Teile zu
stützen und den Boden, einem umgekehrten V gleichend, zu tragen (s. Fig. 6 und 7).
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Die Knickkanten I4, I5, I7 und 25, welche die verschiedenen Teile
der Pappschachtel miteinander gelenkig zu den parallelen oberen Seiten des Deckels
und den parallelen unteren Seiten seines Zellenbodens verbinden, tragen wesentlich
dazu bei, eine Verstärkung und Versteifung der gesamten aufgerichteten Schachtel
zu bewirken und dabei den die Eier aufnehmenden Raum der einzelnen Zellen
zu
vergrößern. In allen Fällen verlaufen die Knickkanten in einer sich wiederholenden,
rhombusförmigen Außengestalt, die durch zickzackförmige Faltlinien, welche spiegelbildlich
zueinander verlaufen, gebildet werden. Faltenausbuchtungen 45 und Überschneidungspunkte
46 wechseln einander ab, um pfannenartige, wellenförmige einander folgende Rhomben
zu bilden, welche mit 47 bezeichnet sind und längs der entsprechenden Knickkanten
I4, rs, I7 und 25 verlaufen, wobei die Ausbuchtungen 45 der durch die Querteile
29 bestimmten Mitte der Zellen zusammenfallen.
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Bei der dargestellten, unterteilbaren Schachtel, haben die Knicklinien
verhältnismäßig lange geradlinig verlaufende zentrische Teile48, welche sich quer
zur Perforationslinie I0' erstrecken und die nicht zellenbildende mittige Zone der
beabsichtigten Unterteilung des Behälters überbrücken. Bei einer nicht unterteilbaren
Schachtel wiederholt sich der rhombusbildende Verlauf 47 gleichmäßig im gleichen
Abstand längs der gesamten Erstreckung der entsprechenden Faltung.
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Zur Bildung der Eierschachtel aus der Tafel 10 nach Fig. I wird sie
um die sich längs erstreckende mittlere Faltlinie 34 der quer unterteilten Wand
27 gefaltet, und zwar derart, daß die beiden Hälften aufeinanderliegen. Hierauf
wird die nach oben gerichtete Fläche des Klebstreifens 28 geleimt, wonach das so
gefaltete und geleimte Blatt nochmals um die längs verlaufende mittlere Faltlinie
19 des Bodenteils I8 gefaltet wird. Der Klebstreifen wird dann mit der Rückseite
I6 gegenseitig verklebt, und zwar so, daß er in einem Gebiet, das parallel zum und
unmittelbar unter den wellenförmig verlaufenden Knickkanten I5 verläuft, mit der
Wand I6 verbunden ist. Dies ergibt eine fertige, flach zusammengelegte Schachtel,
wie sie die Fig. 2 der Zeichnung darstellt. Die Faltschachtel wird zur gebrauchsfähigen
Schachtel (Fig. 2 bis 7) mittels eines an sich bekannten automatischen Pappschachtelaufrichteapparates,
indem die Vorder- und Rückwand 26 und I6 gespreizt und die beiden anderen Wände
I8 und 19 zu einer rechtwinklig verlaufenden Außenkante gebracht werden. Dabei werden
die Querteilungen 29 um die Gelenkfaltungen 38 der dreieckigen Haltelappen 36 zueinander
parallel gebracht, so daß sie in einem rechten Winkel zu den verschiedenen Wänden
stehen und der längs verlaufende Boden 18 im Querschnitt umgekehrten V-förmigen
Verlauf nimmt, innerhalb dessen die Haken 35 der verschiedenen Querteilungen 29
mit den entsprechenden Öffnungen 22, 23 der Abschnitte 20 eine Verriegelung bilden.
Der Deckel I3 wird durch Umklappen um die Knickkante 15 verschlossen, wobei die
Zungen der Verschlußklappe 11 mit den Querteilen der Haltelappen 37 zusammenwirken.
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Wenn die Schachtel fertig und, wie beschrieben, verschlossen ist,
bildet sie entlang ihrer oberen und unteren Längskante eine ausgesprochen pfannenförmige
Ausbuchtungen aufweisende Konstruktion.
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Die rhombusförmigen Gebilde 47, welche quer zum Niittelpunkt der in
Längsrichtung aufeinanderfolgenden Eierzellen angeordnet sind, verursachen die pfannenartig
nach außen verlaufenden Ausbuchtungen längs der äußeren Kanten am Deckel, wie dies
insbesondere die Fig. 3, 5 und 7 zeigen, in welchen die Ausbuchtungen mit 50 bezeichnet
sind.
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In den Abbildungen ist die wellenförmig verlaufende Außenlinie entlang
des Deckelendes deutlich erkennbar. Ebenso ist ersichtlich, daß die Gebilde 47 ~
an den oberen und unteren Enden der Schachtelwände I6 und I7 die gleiche Wirkung
des Ausbeulens dieser Wände nach den entgegengesetzten Richtungen haben, wobei diese
Beulen mit 5I bezeichnet sind. Die Ausbuchtungen bewirken einen Raumzuwachs der
einzelnen Eierzellen. Außerdem erhöhen die pfannenförmigen Gebilde 47 die Steifigkeit
der Wände I6 und 26 der Schachtel wesentlich, indem sie die wellenförmigen Außenkanten
bilden und dabei die Wände im Bereich der Zellenmitte nach außen drücken. Es entstehen
somit an den längsseitigen Schachtelecken säulenförmige Träger, deren Widerstand
gegen Biegung von beachtlicher Größe ist. Der wesentlichste Anteil der Versteifungszunahme
der Schachtel rührt von den warzenartigen Gebilden der Seitenwände der Schachtel
her.
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Infolge dieser Ausbildung braucht darüber hinaus der Biegewinkel
um die entsprechenden Kanten der pfannenförmigen Gebilde nicht so groß zu sein wie
im Falle der völlig rechtwinkligen Faltung.
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Dies bewirkt, daß sich beim Biegen weniger Störungen im Faserverlauf
und somit nach wiederholtem Biegen wenig Festigkeitsverluste ergeben.
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Dabei werden diese Vorteile erreicht, ohne daß es erforderlich wäre,
irgendwelche Abmessungen der Tafel 10 gegenüber denjenigen einer für die Erstellung
herkömmlicher Schachteln bestimmter Tafeln zu ändern.
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Es hat sich auch gezeigt, daß das Verschließen des Schachteldeckels
infolge des Beuleffektes an der Vorderseite erleichtert wird.
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Darüber hinaus gewährleistet die pfannenartige, wellenförmig sich
erstreckende Kantenausbildung ein einfacheres und handlicheres Greifen beim Handhaben,
als dies bei üblichen Schachteln mit geradkantigen Eckausbildungen möglich ist.
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In vielen Fällen kann die rhombusartige Gestaltung der Schachtelwände
auf die Unterkante der Schachtel beschränkt werden.
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PATENTANSPROCHE: I. Kartonverpackung mit winklig zueinander angeordneten,
mittels Knickkanten aneinander anschließenden Wänden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Knickkanten von wellenförmigen, sich spiegelbildlich gegenüberliegenden Knicklinien
gebildet sind.