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Verstärkter Faltbehälter Es ist in der Verpackungsindustrie allgemein
bekannt, daß der übliche Pappbehälter oft nicht genügend Festigkeit aufweist, um
verhältnismäßig schwere Lasten von Gütern mit hoher Wichte, Schüttgüter od. dgl.
abzustützen. Wenn demgemäß übliche Pappbehälter zum Versand und/oder zur Lagerung
von Gütern mit hoher Wichte verwendet werden, können die schweren Belastungen, welche
das Verpackungsgut auf die verschiedenen Behälterwände ausüben, zum Zerreißen des
Behälters führen, so daß ein Verlust und/oder Schaden am Verpackungsgut eintreten
kann.
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Zur Schaffung eines schwer belastbaren Faltbehälters geht die Erfindung
von einem bekannten Faltbehälter mit doppelten Seitenwänden aus, der aus einem im
wesentlichen rechteckigen Zuschnitt hergestellt ist, bei dem zwei in parallelem
Abstand angeordnete, durch Falze miteinander verbundene Seitenwandfelderreihen sowie
eine dazwischenliegende Bodenfelderreihe vorgesehen sind, die beiderseits eines
die Seitenwandfelderreihen verbindenden Bodenfeldes mindestens zwei zusätzliche,
durch Einschnitte voneinander getrennte Bodenfelder aufweist.
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Bei dem Zuschnitt für diesen bekannten Behälter sind vier Bodenwandfelder,
die durch Falze mit den beiderseits liegenden Seitenwandfeldern verbunden sind,
mit einem mittleren, parallel zu den Seitenwandfeldern verlaufenden Falz versehen.
Außerdem weisen zwei Bodenfelder, von denen das eine außen und das andere zwischen
zwei vollen Bodenfeldern liegt, dreieckige Ausschnitte auf, deren Spitzen an dem
mittleren Falz liegen und deren Basen sich von einer zur anderen Seitenwandfelderreihe
erstrecken. Eines der äußeren Seitenwandfelder ist durch einen Falz mit einem schmalen
Befestigungsstreifen verbunden, der beim Falten des Behälters mit dem am anderen
Ende des Zuschnitts liegenden Seitenwandfeld verbunden wird. Bei dem zusammengefalteten
Behälter liegen die Bodenwandfelder an den Innenseiten der äußeren Seitenwandfelder.
Beim Aufstellen des Behälters werden die inneren Seitenwandfelder teleskopartig
in die äußeren Seitenwandfelder eingeschoben, wobei die Bodenwandfelder um den mittleren
Falz gefaltet werden. Hierbei schieben sich die gegenüberliegenden Bodenwandhälften
der vollen Bodenwandfelder zwischen die mit den dreieckigen Ausschnitten versehenen
Bodenwandfelder.
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Bei diesem bekannten Behälter wird der Boden nicht durch volle durchgehende
Bodenwandfelder gebildet, und es verbleibt in der Mitte ein Spalt, was unerwünscht
ist. Ferner bietet der Boden nur einen geringen Halt und kann, wenn nicht mehr unterstützt,
nach unten durchsacken. Weiterhin hat die eine Seitenkante des Behälters nur eine
geringe Festigkeit, da sie nur durch den Verbindungslappen der äußeren Seitenwandfelder
gebildet wird; die inneren Seitenwandfelder sind an dieser Stelle nicht miteinander
verbunden.
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Es ist ferner ein doppelwandiger Faltbehälter bekannt, der einzelne,
an den Faltkanten durch Gewebestreifen zusammengeklebte Felder aufweist.
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Wenn man diesen Behälter aus zusammenhängenden, durch Falze getrennten
Feldern herstellen wollte, würde der Zuschnitt nicht im wesentlichen rechteckig
sein, so daß Verschnittverluste auftreten würden.
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Außerdem weist dieser Behälter nur einen doppelten Boden auf. Ferner
haben die Seitenkanten des Behälters nur eine geringe Festigkeit, da die inneren
Seitenwandfelder an den Seitenkanten nicht miteinander verbunden sind.
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Ein anderer bekannter Faltbehälter mit doppelten Seitenwänden weist
nur einen einfachen Boden auf und ist für schwere Belastungen nicht geeignet. Der
Behälter ist aus einem Zuschnitt hergestellt, der vorstehende, die Deckelklappen
bildende Felder aufweist und somit nicht als im wesentlichen rechteckig anzusprechen
ist. Auch bei diesem Behälter weisen sämtliche Seitenkanten nur eine einfache Falzverbindung
auf, so daß der Behälter gerade an den Stellen,
die am meisten beansprucht
werden, die geringste Festigkeit aufweist.
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Ein anderer bekannter Faltbehälter, der aus einem im wesentlichen
rechteckigen Zuschnitt hergestellt ist, weist doppelte Seitenwände und einen nur
aus zwei Schichten bestehenden Boden auf, wobei eine Anzahl der Kanten des Behälters
nur eine einfache Falzverbindung aufweisen, so daß derselbe großen Belastungen nicht
gewachsen ist.
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Die Erfindung bezweckt, einen schwer belastbaren Faltbehälter zu
schaffen, der doppelte Seitenwände aufweist, die an den Seitenkanten miteinander
verbunden sind, um die Festigkeit des Behälters an diesen Stellen wesentlich zu
erhöhen. Außerdem soll der Behälter zumindest drei volle Bodenschichten und einen
verstärkten Deckel aufweisen, wobei der Zuschnitt im wesentlichen rechteckig sein
soll, um den Verschnitt so gering wie möglich zu halten. Weiterhin soll der Deckel
zusammen mit einem Teil der äußeren Seitenwände durch eine Vorrichtung abtrennbar
sein, so daß ein leichtes Öffnen des Behälters möglich ist, wobei der abgetrennte
Deckel eine Kappe bildet, die wieder auf den Behälter aufsetzbar ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß die neben
dem die Seitenwandfelderreihen durch Falze verbindenden Bodenfeld liegenden Bodenfelder
eine rechteckige Form aufweisen und nur mit den Seitenfeldern der einen Reihe durch
Falze verbunden und von den Seitenwandfeldern der anderen Reihe durch Einschnitte
getrennt sind, um einen Boden mit zumindest drei vollen Schichten zu bilden, und
daß eine Reihe, vorzugsweise die die äußeren Seitenwandfelder bildende Reihe, durch
Falze mit einer vierten Felderreihe verbunden ist, welche äußere und innere Deckelklappen
des Behälters bilden.
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Eine äußerst vorteilhafte Ausbildungsform des Behälters gemäß der
Erfindung sieht vor, daß in parallelem Abstand zu dem die Seitenwandfelder mit den
Deckelklappenfeldern verbindenden Falz ein Doppelfalz vorgesehen ist, und daß auf
der nach innen weisenden Seite dieser Seitenwandfelder ein mit dem Doppelfalz ausgerichteter
Abreißstreifen hoher Festigkeit angeordnet ist, der mit einem von außen erfaßbaren
Abreißlappen verbunden ist.
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In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 einen Zuschnitt zur Bildung eines Faltbehälters gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht eines aus dem in F i g. 1 gezeigten Zuschnitt
hergestellten Behälters aus Wellpappe, Fig.3 eine perspektivische Ansicht des flach
zusammengelegten Behälters nach F i g. 2, Flug.4 einen Zuschnitt für einen Behälter
einer etwas abgewandelten Ausführungsform gemäß der Erfindung, Fig.5 eine perspektivische
Ansicht des aus dem Zuschnitt nach Fig.4 hergestellten Behälters, welcher teilweise
zusammengefaltet ist, F i g. 6 eine perspektivische Ansicht des in F i g. 5 gezeigten
Behälters in teilweise geöffneter Stellung, F i g. 7 den Behälter nach F i g. 5
und 6 in geschlossenem Zustand, Fig.8 einen Zuschnitt für eine weitere Ausführungsform
eines Behälters gemäß der Erfindung, Fig.9 eine perspektivische Ansicht des teilweise
gefalteten Zuschnitts nach Fig. 8,
F i g. 10 den aus dem Zuschnitt nach F i g. 8
hergestellten Behälter in teilweise geöffneter Stellung.
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Während nachfolgend verschiedene Ausführungsformen von insbesondere
zur Verpackung von Nägeln geeigneten Faltbehältern beschrieben werden, wird darauf
hingewiesen, daß diese Ausbildungsformen von Behältern auch ohne weiteres zur Verpackung
anderer Arten von Gütern mit hoher Wichte und von nichtstabilem Gut od. dgl. oder
auch für andere erwünschte Zwecke verwendbar sind. Da diese Behälter doppelte Seitenwände
aufweisen, haben sie weiterhin eine erhöhte Festigkeit in lotrechter Richtung, und
sie können daher mit größerer Sicherheit und ausgerichtet übereinander gestapelt
werden.
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Diese Behälter sind daher besonders gut geeignet, gruppenweise zusammengefaßt,
auf Traggestellen aufgestellt zu werden.
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Es wird nunmehr auf die Zeichnungen Bezug genommen.
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Eine Behälterausführung gemäß der Erfindung ist flach zusammengelegt
in Fig.3 und aufgerichtet in F i g. 2 gezeigt, wobei der Behälter im Ganzen mit
10 bezeichnet ist. Ein Zuschnitt hierfür ist in Fig.l gezeigt und kann zur Bildung
des Behälters 10 in einer nachfolgend zu beschreibenden Weise verwendet werden.
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Wie in Fig.1 gezeigt, ist der in Fig.2 und 3 dargestellte Behälter
10 aus einem im wesentlichen rechteckigen Zuschnitt hergestellt, welcher eingeschnitten
und gefalzt ist, um eine erste Reihe von vier durch Falze miteinander verbundenen
äußeren Seitenwandfeldern 12, 14, 16 und 18 zu bilden, während eine entsprechende
zweite Reihe durch Falze miteinander verbundener und im wesentlichen sich gleichgerichtet
erstreckender innere Seitenwandfelder 20, 22, 24 und 26 vorgesehen sind, die mit
Abstand zu der ersten Felderreihe angeordnet sind.
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Zwischen den einander gegenüberliegenden Seitenwandfeldern 16 und
24 beider Felderreihen ist ein durch Falze mit diesen Seitenwandfeldern verbundenes
Bodenfeld 28 vorgesehen. Das Maß des Bodenfeldes 28 zwischen diesen beiden damit
faltbar verbundenen Seitenwandfeldern 16 und 24 entspricht im wesentlichen der Breite
der benachbarten Seitenwandfelder 14, 18, 22 und 26 der beiden Seitenwandfelderreihen.
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Mit jedem der inneren Seitenwandfelder 20, 22 und 26 sind Bodenfelder
30, 32 und 34 durch Falze faltbar mit den inneren Kanten derselben verbunden, wobei
diese Bodenfelder 30, 32 und 34 sich im wesentlichen in gleicher Richtung erstrecken,
wie das zuvor erwähnte Bodenfeld 28. Zusätzlich ist ein Endfeld 20 der inneren Seitenwandfelder
mit einem Seitenkantenlappen 36 faltbar verbunden. Ein gleicher Seitenkantenlappen
38 ist faltbar mit dem Endfeld 12 der äußeren Seitenwandfelder verbunden, wobei
die Felder dieser Reihe Deckelfelder 40, 42, 44 und 46 aufweisen, welche faltbar
mit den äußeren Kanten derselben verbunden sind, um die Teile des Zuschnittaufbaus
zu vervollständigen.
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Die zusammenklappbare Eigenschaft des Behälters 10 wird durch das
Vorsehen mittlerer Falze im Zuschnitt ermöglicht, und zwar einmal bei 48 im Bodenfeld
28 zwischen den faltbar verbundenen Kanten derselben und zum anderen durch weitere
mittlere Falze bei 50, 52, 54 und 56 in den äußeren Seitenwandfeldern 14 und 18
und den inneren Seitenwandfeldern 22 und 26 und drittens durch ausgerichtete
mittlere
Falze bei 58, 60, 62 und 64 in den entsprechenden zugeordneten Deckelfeldern 42
und 46 und den Bodenfeldern 32 und 34.
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Vorzugsweise ist der Zuschnitt zusätzlich mit einem Abreißlappen
66 versehen, der an der freien Kante des Seitenkantenlappens 38 am Endfeld 12 der
äußeren Seitenwandfelder im Abstand von der äußeren Kante des Endfeldes 12 durch
Schlitze in dem Seitenkantenlappen 38 gebildet und mit im Abstand von den Deckelklappenfeldern
40 bis 46 angeordneten Falzen 68 (s. F i g. 1, 2 und 3), die sich fortlaufend über
die ganze äußere Seitenwandfelderreihe 12, 14, 16 und 18 an den Außenseiten derselben
gegenüberliegend zu der in Fig.3 gezeigten Seite erstrecken, ausgerichtet ist, während
ein Abreißstreifen 70 mit hoher Festigkeit, wie z. B. ein Glasfaserband auf der
Innenseite dieser Felder ausgerichtet zu dem Abreißlappen 66 und dem Doppelfalz
68 angebracht sind, um ein bequemes Öffnen des Behälters durch Abreißen des Streifens
70 und Durchtrennen des Doppelfalzes zu erreichen und einen leichten Zugang zu dem
darin verpackten Gut zu schaffen.
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Um den Behälter 10 aus dem in F i g. 1 gezeigten Zuschnitt zu bilden,
besteht der erste Schritt darin, die Bodenfelder 30, 32 und 34 nach abwärts in Anlage
auf die inneren Seitenwandfelder 20, 22 und 26 umzubiegen, mit denen sie durch Falze
verbunden sind.
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Als nächstes werden die inneren Seitenwandfelder 20, 22, 24 und 26
gefaltet, indem die Felder 22 und 26 an den mittleren Falzen 54 und 56 doppelt gefaltet
werden, wobei die fluchtenden mittleren Falze 62 und 64 gleichzeitig eine ähnliche
Zusammenfaltung der Bodenfelder 32 und 34 nach einwärts gestatten.
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Die so zusammengefalteten inneren Seitenwandfelder 20, 22, 24 und
26 und Bodenwandfelder 30, 32, 34 werden dann in benachbarte Beziehung zu den äußeren
Seitenwandfeldern gebracht, indem sie nach aufwärts um den mittleren Falz 48 im
Bodenfeld 28 gefaltet werden, so daß das innere Seitenwandfeld 20 auf dem äußeren
Seitenwandfeld 16 liegt, worauf dann die äußeren Seitenwandfelder 14 und 18 um die
mittleren Falze 50 und 52 doppelt gefaltet werden. Der Seitenkantenlappen 38 ist
durch Heftklammern 72 mit dem äußeren Seitenwandfeld 18 verbunden, um so den Behälter
10 in die in F i g. 3 gezeigte flachgelegte Form zu bringen.
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Um den flachgelegten Behälter in die in Fig. 2 gezeigte, aufgerichtete
Form aufzustellen, ist es lediglich notwendig, die in der Mitte gefalzten äußeren
Seitenwandfelder 14 und 18 nach einwärts zu drükken, um den Behälter 10 in die viereckige
Form zu bringen, worauf dann das Bodenfeld 30 abwärts in eine das Bodenfeld 28 überdeckende
Stellung gefaltet wird, um den Behälter 10 in der viereckigen ausgerichteten Stellung
zu halten, anschließend können dann die anderen mittleren gefalzten Bodenfelder
32 und 34 zusätzlich nach unten gefaltet werden, um ebenfalls das Bodenfeld 28 zu
überdecken.
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In dieser aufgerichteten Form bilden die Felder 12, 14, 16 und 18
der einen Felderreihe die äußeren Seitenwände des Behälters 10, wobei sich die Deckelfelder
40, 42, 44 und 46 aufwärts davon erstrekken, um eine obere öffnung zum Füllen zu
bilden, die nachträglich in der üblichen Weise verschlossen werden kann. Die äußere
Bodenwand des Behälters 10 wird durch das die Seitenwandfelder 16 und 24
verbindende
Bodenfeld 28 gebildet. Mit den zusätzlichen Bodenfeldern 30, 32 und 34 entsteht
ein vierfach geschichteter Boden des Behälters. Die verbleibenden inneren Seitenwandfelder
20, 22, 24 und 26 bilden Ausfütterungen innerhalb des Behälters 10, so daß eine
doppelt dicke Wellpappe an allen Seitenwänden vorgesehen ist.
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Nach dem Füllen des Behälters 10 kann, falls erwünscht, ein Deckelteil
eingelegt werden, worauf dann das obere Ende durch einfaches Falten und Befestigen
der Deckelfelder 40, 42, 44 und 46 in der üblichen überlappten Weise vervollständigt
wird. Das Bodenfeld 30 ist an dem inneren Seitenwandfeld 20 vorgesehen und kann
wahlweise abgetrennt und als oberer Deckel in den Behälter 10 eingelegt werden,
wobei dann immer noch ein Boden mit dreifacher Dicke bestehenbleibt. Der mittlere
Falz des inneren Seitenwandfeldes 26 und des Bodenfeldes 34 kann auch fortgelassen
werden, um die Versteifungswirkung dieser Teile zu erhöhen, wenn der Behälter 10
aufgestellt ist. Jede dieser Änderungen kann am Behälteraufbau vorgenommen werden,
ohne sonstwie die Art der Faltung aus dem ursprünglichen Zuschnitt in die zusammengestellte,
zusammengeklappte Form oder die Art, in welcher der Behälter aufgestellt wird, wesentlich
zu ändern.
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Während der Behälter 10 für viele Zwecke verwendbar ist, ist er besonders
zum Verpacken von Nägeln geeignet, da die bekannten Nägelbehälter aus Wellpappe
umständliche und zeitbeanspruchende Arbeitsgänge beim Aufrichten und Zusammenstellen
des Behälters aus den Zuschnitten erforderlich machen und auch eine beachtliche
Packmateriallagerung und Raum für die Vorbereitungsarbeitsgänge zum Zusammenstellen
der Behälter benötigen.
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Die Festigkeitsanforderungen bei Nägelverpackungen macht es ebenfalls
notwendig, Verstärkungsausfütterungen im Behälter vorzusehen, wobei es bisher besonders
schwierig war, diese Ausfütterungen während des Verpackungsvorganges der Nägel ordnungsgemäß
ausgerichtet zu halten, da das Verpacken ein Schütteln des Behälters erforderlich
macht, während er mit Nägeln gefüllt wird, um eine kompakte Packung zu erhalten.
Hinzu kommt, daß bei den bekannten Wellpappbehältern für Nägel sowohl ein Boden
als auch ein oberer Verschluß notwendig ist, der bei den schweren, gefüllten Packungen,
wie Verpackungen für Nägel, schwierig zu bewerkstelligen ist.
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Durch den Wellpappbehälter 10 wird die erforderliche Handhabung beim
Aufstellen und Verwenden der Behälter in hohem Maße vereinfacht. Der verbesserte
Behälter 10 wird aus einem einzigen Zuschnitt hergestellt und ist so ausgebildet,
daß er vorher in flachgelegter Form schnell aufgerichtet werden kann. Der so geschaffene
einteilige Behälter 10 mit den einteilig damit ausgebildeten Ausfütterungen schließt
jede Verschiebung dieser Teile während des Verpackungsvorganges aus, wobei gleichzeitig
bei der Aufrichtung ein von Anfang an geschlossenes Bodenende geschaffen wird, welches
die Notwendigkeit für irgendwelche Bodenverschlußarbeitsgänge am Ende des Verpackungsvorganges
ausschaltet.
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Ein anderer Faltbehälter ist in den Fig.4 bis 7 gezeigt und im ganzen
mit 74 bezeichnet. Der Behälter 74 kann aus dem in F i g. 4 gezeigten und im ganzen
mit 76 bezeichneten Zuschnitt hergestellt werden.
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Der Zuschnitt 76 weist im wesentlichen die gleiche Felderanordnung
wie der Zuschnitt nach F i g. 1 auf.
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Im Gegensatz zu dem in F i g. 1 gezeigten Zuschnitt sind die Deckelklappenfelder
104, 106, 108 und 110 nicht durch Einschnitte voneinander getrennt, sondern durch
Falze faltbar miteinander verbunden.
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Weiterhin sind bei diesem Zuschnitt die Mittelfalze 48 bis 62 der
Bodenwand-, Seitenwand- und Deckelklappenfelder sowie der Doppelfalz 68 mit der
Abreißvorrichtung 70 fortgelassen, können jedoch, wie ohne weiteres ersichtlich
sein dürfte, ebenfalls vorgesehen sein. Die Deckelklappenfelder 106 und 110 haben
Verlängerungen oder freie Enden 112, die sich um einen vorbestimmten Abstand über
die äußeren Kanten 114 der anderen Deckelklappenfelder 104 und 108 hinaus erstrecken.
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Die Deckelklappen 104 und 108 sind je an ihrer inneren Fläche gefalzt,
um drei dreieckige Abschnitte 116, 118 und 120 zu bilden, wodurch eine Faltkonstruktion
geschaffen wird, die nachfolgend noch näher beschrieben werden soll. Die Breite
einer jeden Deckelklappe 104 bzw. 108 entspricht ihrer doppelten Höhe zu Zwecken,
die nachfolgend beschrieben werden sollen.
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Ein faltbar verbundener Befestigungslappen 122 ist faltbar mit der
End- oder äußeren Kante des Feldes 110 verbunden. Der Befestigungslappen 122 ist
bei 126 für nachfolgend noch zu beschreibende Zwecke winklig gefalzt.
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Um den Behälter 74 aus dem Zuschnitt 76 zu bilden, kann der Zuschnitt
76 auf viele verschiedene Weise entweder von Hand oder automatisch gefaltet werden,
wobei zum Zwecke der Darstellung, jedoch nicht zur Begrenzung ein Verfahren zur
Handfaltung des Behälters 74 aus dem Zuschnitt 76 folgendermaßen durchgeführt wird.
Ähnliche Verfahren zum Zusammenstellen anderer Behälter gemäß der Erfindung sind
nachfolgend ebenfalls nur zum Zwecke der Darstellung eines solchen Faltverfahrens
beschrieben, da viele verschiedene Verfahren zur Anwendung kommen können.
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Die inneren Seitenwandfelder 20, 22, 24, 26 werden rechtwinklig zu
den damit verbundenen Bodenfeldern 30, 32, 28 und 34 gebogen. Die Bodenfelder 34,
32 und 30 werden auf das Bodenfeld 28 gelegt, um einen Aufbau mit vier Seiten zu
bilden, der vier Bodenwände aufweist. Wenn der Zuschnitt 76 aus Wellpappe od. dgl.
besteht, ist ersichtlich, daß bestimmte Wellungen in den Bodenfeldern 34, 28, 32
und 30 quer zu bestimmten Wellungen der anderen Bodenfelder verlaufen, so daß der
Boden des Behälters 74 weiterhin versteift wird.
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Lediglich durch Erfassen der Bodenfelder 34, 32 und 30 und Aufeinanderlegen
derselben in der angegebenen Reihenfolge auf das Bodenfeld 28 werden die entsprechenden,
faltbar verbundenen inneren Seitenwandfelder 26, 24, 22, 20 automatisch rechtwinklig
zu ihren entsprechenden Bodenfeldern 34, 28, 32 und 30 durch das Übereinanderlegen
der Bodenfelder gebogen.
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Nachdem die inneren Seitenwandfelder 26, 24, 22 und 20 und die Bodenfelder
34, 28, 32 und 30 gefaltet und in der in Fig. 5 gezeigten Weise zusammengestellt
sind, wird der faltbar mit dem inneren Seitenwandfeld 20 verbundene Lappen 36 um
die äußere Fläche des inneren Seitenwandfeldes 26 herumgefaltet, um die inneren
Seitenwandfelder 26, 24, 22 und 20 zusammenzuhalten. Hierauf werden die inneren
Seitenwandfelder und die Bodenfelder rechtwinklig zum äußeren Seitenwandfeld 16
in der
in F i g. 5 gezeigten Weise gebogen, wobei das innere Seitenwandfeld 20 parallel
zu und dicht an dem äußeren Seitenwandfeld 16 liegt, um an dieser Seite des Behälters
74 eine doppelte Seitenwand zu bilden.
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Die Seitenwandfelder 18, 14 und 12 werden dann auf die inneren Seitenwandfelder
26, 22 und 20 gelegt.
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Die Befestigungslappen 122 bzw. 38 liegen zwischen dem inneren Seitenwandfeld
26 und den Endabschnitten des Deckelklappenfeldes 104 und des Seitenwandfeldes 18
und werden mit dem Deckelklappenfeld 104 und dem Seitenwandfeld 18 in irgendeiner
geeigneten Weise durch Kleben, Heften od. dgl. verbunden. Bei dem in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Befestigungslappen 122 und 38 mit dem
Deckelklappenfeld 104 und dem Seitenwandfeld 18 durch Heftklammern 128 verbunden.
Die Heftklammern 128 können sich durch den unteren Befestigungslappen 38 in das
innere Seitenwandfeld 26 erstrecken, um das Seitenwandfeld 18, den Befestigungslappen
38 und das innere Seitenwandfeld 26, falls erwünscht, miteinander zu verbinden.
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Wenn es erwünscht ist, den Behälter 74 vollständig zu verschließen,
werden die gegenüberliegenden Paare der äußeren Deckelklappenfelder 106 und 110
auf den Behälter 74 abwärts gebogen, wobei das andere Paar der einander gegenüberstehenden
Deckelklappenfelder 104 und 108 eine Faltung damit bilden, da die zwischengeordneten
drei eckigen Abschnitte 118 nach einwärts gegeneinander in der in F i g. 6 gezeigten
Weise vorstehen.
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Wenn die äußeren Deckelklappenfelder 106 und 110 in der gezeigten
Weise zusammengebracht werden, wird eines der freien Enden 112 eines jeden Deckelklappenfeldes
106 oder 110 unter dem freien Ende 112 des anderen Deckelklappenfeldes 110 oder
106 aufgenommen. In der in Fig.7 gezeigten Ausführungsform wird das freie Endell2
des Deckelklappenfeldes 110 zwischen dem Deckelklappenfeld 106 und den entsprechenden
dreieckigen Abschnitten 120 und 116 des inneren Deckelklappenfeldes 104 aufgenommen.
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Um die Deckelklappenfelder 108 und 110 in der in Fig.7 gezeigten
geschlossenen Stellung zu halten, kann ein geeignetes Band 130, welches aus Metall
od. dgl. besteht, um den Behälter 74 geschlungen und bei 132 befestigt werden. Da
die freien Enden 112 der Deckelklappenfelder 106 bzw. 110 einander teilweise überlappen,
wird eine verhältnismäßig große, verstärkte Fläche des Deckels zur Aufnahme des
Bandes 130 geschaffen. Auf diese Weise wird das Band 130 nicht in die oberen Kanten
der Seitenwände 18 und 14 des Behälters 74 einschneiden, wenn das Band stramm um
den Behälter 74 gezogen wird.
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Es ist ersichtlich, daß aus dem Zuschnitt 76 ein Behälter geformt
ist, welcher verstärkte Boden-, Seiten- und Kopfwände aufweist, so daß der Behälter
zum Transport oder Lagern von Waren mit hoher Dichte verwendbar ist. Wenn weiterhin
der Behälter in der zuvor beschriebenen Weise verschlossen ist, können andere Behälter
ohne weiteres darauf gestapelt werden.
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Der aus dem Zuschnitt nach F i g. 1 oder 4 gebildete Behälter kann,
wie in F i g. 4 und 5 durch strichpunktierte Linien angedeutet ist, in vorteilhafter
Weise
so ausgebildet sein, daß der Innenraum des Behälters in vier Abteile aufgeteilt
wird.
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Dies wird dadurch erreicht, daß in parallelem Abstand zur freien
Kante der aneinandergrenzenden inneren Seitenwandfelder 20, 22 bzw. 24, 26 ein Einschnitt
134 bzw. 134' vorgesehen ist, der sich von der Mitte des einen Feldes bis zur Mitte
des anderen zugeordneten Feldes erstreckt. Von den Enden der Einschnitte 134, 134'
erstrecken sich rechtwinklig Falze 135 bzw. 135' zu den freien Kanten dieser Seitenwandfelder.
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Wenn der Behälter aufgestellt wird, können die durch die Einschnitte
134 und 134' und die Falze 135 und 135' gebildeten Felder 133 und 133', wie in Fig.
5 in strichpunktierten Linien angedeutet, nach innen gefaltet werden, um Abteile
136 bzw. 136' zu bilden. Man kann hierbei wie bei der Beschreibung des aus dem in
F i g. 1 gezeigten Zuschnitt gebildeten Behälters die Bodenwand 30 abtrennen -und
in den Behälter einlegen.
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Ein weiterer Behälter ist in F i g. 10 dargestellt und im ganzen
mit 196 bezeichnet. Der Behälter 196 kann aus einem Zuschnitt hergestellt werden,
welcher in Fig.8 dargestellt und im ganzen mit 198 bezeichnet ist.
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Der im wesentlichen rechteckige Behälterzuschnitt 198 ist in geeigneter
Weise eingeschnitten und gefalzt, um eine erste Reihe faltbar miteinander verbundene
äußere Seitenwandfelderreihe 200,202,204, 206 und 208 und eine zweite Reihe faltbar
miteinander verbundene innere Seitenwandfelderreihe 210, 212, 214, 216 und 218 zu
bilden. Ein Bodenwandfeld 220 ist faltbar mit seinen gegenüberliegenden Seitenkanten
mit den unteren oder inneren Kanten des äußeren Seitenwandfeldes 204 und des inneren
Seitenwandfeldes 214 verbunden. Zwei Bodenwandfelder 222 und 224 sind faltbar mit
einer ihrer Seitenkanten mit den unteren oder inneren Kanten der inneren Seitenwandfelder
212 und 216 verbunden.
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Eine weitere Reihe faltbar miteinander verbundener Deckelklappenfelder
226, 228, 230, 232 und 234 ist mit ihren inneren Kanten faltbar mit den oberen Kanten
der äußeren Seitenwandfelder 200, 202, 204, 206 und 208 verbunden.
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Die Deckelklappenfelder 228 und 232 weisen freie Enden 236 auf, die
von den äußeren Kanten 238 der anderen Deckelklappenfelder 200, 204 und 234 nach
außen vorstehen.
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Das Deckelklappenfeld 230 weist eine Breite auf, die der doppelten
Höhe derselben entspricht und ist bei 240 gefalzt, um drei dreieckige Abschnitte
242, 244 und 246 in im wesentlichen gleicher Weise wie die Deckelklappenfelder 104
und 108 des Zuschnitts 76 zu bilden. Die Deckelklappenfelder 226 und 234 sind je
diagonal gefalzt, um zwei dreieckige Felder 248 und 250 zu bilden, wobei die dreieckigen
Felder 248 der Deckelklappenfelder 226 und 234 zusammen einen dreieckigen Abschnitt
bilden, der im wesentlichen gleich der Größe des dreieckigen Abschnitts 244 des
Deckelklappenfeldes 230 ist, wenn die Endkanten der Deckelklappenfelder 226 und
234 in einer noch zu beschreibenden Weise zusammengebracht werden. Auf diese Weise
bilden das Deckelklappenfeld 230 und die kombinierten Deckelklappenfelder 226 und
234 zwei gegenüberliegende Faltkonstruktionen zum Verschließen des Behälters 196,
der in im wesentlichen gleicher Weise wie der Behälter 74
nach F i g. 6 und 7 verschlossen
wird. Wenn der Behälterzuschnitt 198 zur Bildung eines Behälters 196 gefaltet wird,
werden die inneren Seitenwandfelder 210, 212, 214, 216 und 218 rechtwinklig zu den
Bodenwandfeldern 222, 220 und 224 und zueinander gebogen. Das Bodenwandfeld 222
liegt dann auf dem Bodenwandfeld220, worauf dann das Bodenwandfeld 224 auf das Bodenwandfeld
222 gelegt wird, um einen verstärkten Boden des Behälters 196 aus drei Schichten
zu bilden.
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Die inneren Seitenwandfelder 210, 212, 214, 216 und 218 werden dabei
in die in F i g; 9 gezeigte Stellung gebracht, wobei durch - nachfolgendes Hochbiegen
des Seitenwandfeldes 204 dieses in Anlage an die inneren Seitenwandfelderhälften
210 und 218 gebracht wird.
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Die Seitenwandfelder 202 und -206- werden dann auf die inneren Seitenwandfeld'ei-
212 und 216 gelegt.
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Hierauf werden die Seitenwandfel-derhälften 200 bzw. 208 auf die
benachbarten Abschnitte dks-ver--bleibenden inneren Seitenwan-dfeldes 214 gelegt
und in geeigneter Weise damit befestigt, z. B. durch Leimen od. dgl. Auf diese Weise
bilden die SeitenWandfelder 200, 202, 204, 206 und 2(88 vier äußere Seitenwände
des Behälters 196, während die Felder 210, 212, 214, 216 und 218 vier innere Seitenwände
des Behälters 196 bilden.
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Wenn die Seitenwandfelder 200 und 208 auf das innere Seitenwandfeld
214 gelegt und mit diesem verbunden werden, decken sich die Endkanten der faltbar
verbundenen Deckelklappenfelder 226 und i34, um eine Faltkonstruktipn ähnlich der
der Deckelklappe 230 zu bilden, so daß der Behälter 196 durch die Deckelklappenfelder
226, 228, 230, 232 und 234 in derselben Weise geöffnet und geschlossen werden kann,
wie dies zuvor bei dem Deckel des in F i g. 7 dargestellten Behälteis 74 beschrieben
worden ist.
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Der Zuschnitt nach F i g. 8 des vorstehend beschriebenen Behälters
196 kann wahlweise dahingehend geändert werden, daß das innere und das äußere Seitenwandfeld
218 bzw. 208 und das Deckelklappenfeld 234 am einen Ende des Zuschnitts 198 durch
einen Falz mit je einem Befestigungslappen 36', 38' bzw. 122' verbunden werden,
wie dies in strichpunktierten. Linien angedeutet ist. Diese Befestigungslappen 36',
38' und 122' werden dann, wie hinsichtlich der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis
3 und den Fig. 4 bis 7 beschrieben, mit den am gegenüberliegenden Ende des Zuschnitts
liegenden Feldern 210, 200 und 226 verbunden, wobei im Gegensatz zu den beiden ersten
Ausführungsformen die Verbindungsstelle nicht an einer Kante, sondern in der Mitte
der Felder liegt, wie dies in F i g. 10 in strichpunktierten Linien gezeigt ist.
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Wenn die Höhe des Behälters etwa gleich der halben Breite ist, besteht
eine andere Abänderungsmöglichkeit des Zuschnitts 198 darin, daß die beiden halben
inneren Seitenwandfelder 210 und 218 in Fortfall kommen und ein inneres Seitenwandfeld
durch einen Falz mit einem der Bodenwandfelder 222 oder 224 verbunden wird, das
dann rechtwinklig vom betreffenden Bodenfeld hochgebogen am äußeren Seitenwandfeld
204 zur Anlage kommt. Auch in diesem Falle können Befestigungslappen 38', 122' vorgesehen
sein, die sich, wie in strichpunktierten Linien dargestellt, entlang dem äußeren
Seitenwandfeld 208 und dem DeckelklaDDenfeld 234 erstrecken.
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In diesem Falle müßte an Stelle-des Befestigungslappens 36' ein solcher
durch einen Falz mit der freien Schmalseite des mit dem Bodenwandfeld klappbar verbundenen
inneren Seitenwandfeldes verbunden und durch einen Einschnitt von dem inneren Seitenwandfeld
216 getrennt sein.