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Laufwerkbetriebenes Fahrspielzeug mit einer Hubvorrichtung mit Hubschlitten
zum Heben, Tragen und Stapeln von Lasten Fahrspielzeuge, die sich in ihrer Gestaltung
.eng an die großen, mit Motoren angetriebenen Vorbilder anlehnen, sind in vielfachen
Ausführungsformen bekannt. Die Verwendung von Laufwerken als Antriebs-, Schalt-
und Steuervorrichtung läßt wirklichkeitsgetreue Fahr- und Steuerbewegungen zu.
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Gegenstand der Erfindung ist ein laufwerkbetriebenes Fahrspielzeug,
das mit einer Hubvorrichtung mit einem Hubschlitten zum Heben, Tragen und Stapeln
von Lasten versehen ist. Ein derartiges Fahrspielzeug ist an sich bereits bekannt.
Gegenüber dem Bekannten weist der Gegenstand der Erfindung jedoch verschiedene Merkmale
auf, die eine Erhöhung des Spielreizes mit sich bringen und das Fahrspielzeug besonders
wirklichkeitsgetreu gestalten.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Hubrahmen im Spielzeugrahmen
oder an der Spielzeugkarosserie schwenkbar gelagert und mittels eines am Hubrahmen
befestigten Hebels in Rasten in verschiedenen Schwenkstellungen feststellbar ist.
Mittels dieses Hubrahmens und einer an sich bekannten Aufzugvorrichtung für den
Hubschlitten lassen sich außer den Fahrbewegungen auch noch die verschiedensten
Arbeitsbewegungen durchführen, wie sie auch die großen Vorbilder zulassen. Dies
ist besonders dadurch ermöglicht, daß gemäß weiterer Erfindung am Hubschlitten verschiedene
'Lastenaufnahmegeräte, z. B. Gabeln, Tragplatten,
Kästen, Haken
u. dgl., auswechselbar zu befestigen sind. Nach einer weiteren Ausführung nach der
Erfindung ist vorgesehen, daß der verschwenkbare Hubrahmen als Kranausleger oder
als Kransäule mit Kranbalken ausgebildet ist.
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Um die Verwendungsmöglichkeit des Spielzeuges noch vielfältiger zu
gestalten, kann dieses mit einer Kuppelvorrichtung zum Ankuppeln einer Seilwinde
ausgestattet sein, deren Antrieb von Hand mittels Kurbel oder durch ein im Fahrspielzeug
angeordnetes Laufwerk erfolgt. Die Anordnung und Ausbildung des Laufwerks kann in
bekannter Weise erfolgen, es kann ein- und abschaltbar sein sowie einen vom Fahrwerk
unabhängigen Antrieb des Hubschlittens und der Seilwinden zulassen.
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An die Stelle eines einzigen Laufwerkes können noch mehrere treten,
so daß die verschiedenen Vorrichtungen des Spielzeuges völlig unabhängig voneinander
betrieben werden können.
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Als Ausführungsbeispiel ist in den Figuren ein Hubstapler nach der
Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i einen senkrechten Längsschnitt durch den
Hubstapler, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Hubstapler bei abgenommenem Fahrzeugkasten,
Fig. 3 eine Vorderansicht des teilweise geschnittenen Hubstaplers ohne Hubrahmen,
Fig.4 eine Ansicht des Hubstaplers mit angebauter Seilwinde von hinten, Fig. 5 einen
senkrechten Teillängsschnitt durch den Hubstapler mit angebauter Seilwinde, Fig.
6 eine Teildraufsicht auf Fig.S.
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In den Figuren ist der Fahrzeugrahmen mit i bezeichnet. Auf diesen
ist der Fahrzeugkasten :2 aufgesetzt und durch Klemmzapfen 3 befestigt. Dieser Fahrzeugkasten
2 weist in Anlehnung an die großen Vorbilder einen Motoraufnehmerraum 4 mit Kühler
5, den Fahrersitz 6 und Durchbrüche für die verschiedenen Bedienungshebel und die
Lenksäule 7 auf. Auf den Fahrersitz .6 ist eine Fahrerfigur 8 mittels eines Stiftes
aufgesetzt: Der Fahrzeugrahmen i ist nach unten durch eine Grundplatte 9 abgeschlossen,
auf der das Laufwerkgehäuse i(o befestigt ist.
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An der Bodenplatte 9 ist vorn am Fahrzeug in aufgebogenen Lappen der
Hubrahmen i i mit der Achse 12 schwenkbar gelagert. Die Einstellung des Neigungswinkels
des Hubrahmens i i erfolgt vom Fahrersitz 6 aus. Rechts von diesem greift durch
einen mit Rasten versehenen Schlitz 13 des Fahrzeugkastens 2 ein um die Achse 15
schwenkbarer Handhebel 14 hindurch. An diesem ist eine Stange 16 schwenkbar befestigt,
die an einer Lasche 17 des Hubrahmens i i angreift und die Schwenkbewegungen des
Hebels 14 auf den Hubrahmen i i überträgt.
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Der Hubrahmen i i besteht aus zwei U-Profile aufweisenden Blechsäulen
18, die am freien Ende durch ein Querjoch i9 (Fig.4) verbunden sind. Unterhalb des
Querjochs i9 lagert eine zwei Seilrillen 2o aufweisende lose Welle 2i für die Führung
und Umlenkung der beiden Tragseile 23. Diese sind mit einem Ende an der Hubwelle
22 und mit dem anderen an dem Hubschlitten 24 befestigt, der mittels Lappen 25 je
einen Schenkel der U-Profile 18 des Hubrahmens i i umfaßt und dadurch im Rahmen
11 geführt ist. Im Hubschlitten 24 ist ein Schlitz 26 angeordnet, in welchen ein
hakenartiger Lappen 27 der Lastgabel 28 eingreift.
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Der Hubstapler läuft auf vier vollgummibereiften Doppelrädern 29:,
30. Seine Lenkung erfolgt durch Schwenken der Hinterradachse 31. Diese ist in zwei
Winkeln 34 eines Blechstreifens 33 gelagert, der um den Zapfen 32 schwenkbar
ist. An dem einen Winkel greift ein entsprechend gebogener Blechstreifen 35 mit
einer Nase 36 ein, der durch Verdrehen des Lenkrades 37 in seiner Längsrichtung
verschoben wird und dadurch die Radachse 31 verschwenkt. Zur Umsetzung der Drehbewegung
der Lenksäule 7 in eine Längsbewegung des Blechstreifens 35, der,unter der das Laufwerk
tragenden Platte 9 in einer Führung 38 verschiebbar gelagert ist, greift ein an
der Lenksäule 7 befestigtes Kitzel 39 in einen Schlitz 4o des der Steuerung dienenden
Blechstreifens 35 ein. Dieser Schlitz 40 weist auf der einen Schlitzseite eine Verzahnung
auf, die der Verzahnung des Kitzels 39 entspricht. Damit das Kitzel 39 und
die ihr zugeordnete Verzahnung im Schlitz 4o ständig im Eingriff bleiben, ist im
Bereich des Kitzels 39 für den Blechstreifen 35 eine zweite Führung in Form eines
Lappens an der Platte 9 angebracht.
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Dem Antrieb der Vorderräder 3o, dem der Hubwinde 2.2 und dem der Antriebswelle
41 für eine in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Seilwinde 64 dient ein einziges
einschaltbares Laufwerk. Zur Betätigung auch mit Handkurbeln weisen die Achsen der
Hubwinde 22 und die der Seilwinde 64 als Vierkant ausgebildete Achsenden 87 und
78 auf.
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Die durch einen Schlüssel aufziehbare Feder 42 des Laufwerks treibt
über Hauptrad 43, ein Kitzel 44, ein Rad 45 und ein Kitzel 46 die Welle 47 an. Auf
dieser Welle 47 ist eine Hakenhemmung 48 üblicher Bauart lose gelagert, die mit
dem Hemmrad 49 zusammenwirkt, das wie das Kitzel 46 über ein Kitzel 5o vom Rad 45
angetrieben ist.
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Auf an den Platinen des Laufwerkgehäuses i,o angeordneten Hohlnieten
sind zwei Schwenkhebel 52 angeordnet. In deren einem Schwenkarm lagert die Antriebsachse
53 der Vorderräder 3o" auf der das Kitzel 54 befestigt ist. Durch Schwenken der
Schwenkhebel 52 ist das Kitzel 54 mit dein Rsd 55, das auf der Welle 47 angeordnet
ist, in Eingriff zu bringen, so däß das Rad 55 das "Kitzel 54 und damit auch die
Vorderräder 3o antreibt. Erfolgt ein Schwenken der Schwenkhebel 5"2, in entgegengesetzter
Richtung, so greift ein auf der Hubwelle 22 angeordnetes Rad 57 in das Kitzel 46
ein und versetzt die Hubwelle in eine längsame Drehbewegung. Zu diesem Zweck ist
die Hubwelle 22 in dem anderen Arm der Schwenkhebel 5?, gelagert und führt deren
Schwenkbewegungen mit aus.
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Das Schwenken der Schwenkhebel 52 erfolgt über einen über die
Hubwelle 22 greifenden und zum Fahrersitz 6 geführten Schieber 58, -der in Rasten
59, 6o, 61 und 62 in der jeweiligen Steuer-
Stellung gehalten ist.
Die Rasten sind im Wagenkasten 2 neben dem Schlitz 58' angeordnet, durch den der
Schieber 58 aus dem Wagenkasten 2 herausgreift, und zwar sind durch die vier Rasten
59, 6o, 61, 62 vier Steuerstellungen gegeben.
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Durch Feststellung des Schiebers 58 in der Raste 59 greifen das Ritzel
54 und das Rad 55 ineinander und treiben die Vorderräder 30 an.
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Bei der Einstellung in die Raste 6o ist weder das von der Achse 47
anzutreibende Rad 57 der Hubwelle 22 noch das Ritzel 54 auf der Vorderachse 53 im
Eingriff mit dem Ritzel 46 bzw. dem Rad 55, und das Laufwerk läuft leer.
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Ist der Schieber 58 in der Raste 61 festgestellt, so drückt eine am
Schieber 58 angeordnete Nase 63 auf einen Anschlagstift 48' der Hemmung 48 und hält
dadurch das Hemmrad 49 fest. Dadurch ist das Laufwerk abgestellt.
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Die Einstellung des Schiebers 58 auf die Raste 62 bewirkt eine Schwenkstellung
der Hebel 52, durch welche das Antriebsrad 57 der Hubwelle 2ä in das Ritzel 46 eingreift,
so daß die Hubwelle 22 angetrieben ist.
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Der Antrieb für eine Seilwinde 64, die zusätzlich an dem Hubstapler
anzubringen ist, wie es die Fig.4, 5 und 6 zeigen, ist von dem Antrieb des Fahrwerkes
und dem der Hubwelle unabhängig und erfolgt vorzugsweise im Leerlauf des Laufwerkes.
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Dieser Antrieb ist in den Fig. i und 3 gezeigt. Die Antriebsachse
41 für die Seilwinde 64 lagert in der Rückwand des Fahrzeugrahmens i und ist gegen
Längsverschiebung durch einen auf ihr angeordneten Spreizring 66 und einen aus der
Gehäuseplatine herausgebogenen Trennlappen 66' gesichert. Das Lager 67 besitzt gegenüber
der Achse 41 ein geringes Spiel und läßt ein Ausschwenken der Achse 41 zu. Als weitere
Lagerstelle 68 dient ein quer durch den Fahrzeugrahmen i geführter, auf ihm rastender
und in seiner Längsrichtung verschiebbarer Blechstreifen 69, dessen Enden als Griff
70 winklig umgebogen sind. Durch Verschieben des Blechstreifens 69 wird das
Antriebsritzel 65 mit einem dem Hauptrad 43 verbundenen Kronenrad 7, in Eingriff
oder außer Eingriff gebracht. Dadurch, daß das Lager 68 gegenüber der Laufebene
des Fahrzeuges höher angeordnet ist als das Lager 67, besitzt die Antriebsachse
41 eine schwache Neigung in der Längsrichtung. Quer zum freien Ende der Achse 41
ist ein Stift 72 angebracht, den das geschlitzte Kupplungsglied 73 der Seilwinde
64 umfaßt.
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Der Seilwindenträger 74 ist am Fahrzeugrahmen i durch den Bolzen 75
zu befestigen. Dieser greift durch einen Lappen 76 des Seilwindenträgers 74 hindurch,
der derart gebogen ist, daß er formschlüssig in die entsprechende Aussparung von
Fahrzeugrahmen i und Fahrzeugkasten 2 eingreift. Der kastenförmige Seilwindenträger
74 ist durch eine Zwischenwand 77 unterteilt. In dieser und der einen Seitenwand
des Trägers lagert die Seilwinde 64, deren eines herausragende Achsende 78 zum Ansatz
einer Handkurbel vierkantig ausgebildet ist, während das andere Achsende ein Kronenrad
79 trägt. Mit diesem sind zwei aus einem Stück hergestellte Ritzel 8o und 81 in
Eingriff zu bringen, welche auf einer Vierkantwelle 82 verschiebbar gelagert sind.
Diese Vierkantwelle 82 ist in das Kupplungsglied 73 fest eingesetzt, so daß sie
sich mit der angekuppelten Antriebsachse 41 mitdreht.
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Ein an der Seitenwand 83 des Seilwindenträgers 74 verschiebbarer Schieber
85 greift mit einem Lappen 86 durch diese Wand 83 hindurch. Am Lappen 86 ist eine
Drahtöse 84 befestigt, die zwischen die Ritzel8o und 81 greift und deren Verschiebung
durch Bewegen des Schiebers 85 gestattet. Je nachdem, welches von den Ritzeln 8o
und 81 mit dem Kronenrad 79 in Eingriff gebracht ist, dreht sich die Seilwinde 64
in der einen oder anderen Richtung.