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DE939423C - Verfahren zur Herstellung eines photographischen Mehrfarbenbildes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines photographischen Mehrfarbenbildes

Info

Publication number
DE939423C
DE939423C DEG11551A DEG0011551A DE939423C DE 939423 C DE939423 C DE 939423C DE G11551 A DEG11551 A DE G11551A DE G0011551 A DEG0011551 A DE G0011551A DE 939423 C DE939423 C DE 939423C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blue
green
exposure
light
red
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG11551A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis A M Meeussen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gevaert Photo Producten NV
Original Assignee
Gevaert Photo Producten NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gevaert Photo Producten NV filed Critical Gevaert Photo Producten NV
Application granted granted Critical
Publication of DE939423C publication Critical patent/DE939423C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/18Processes for the correction of the colour image in subtractive colour photography

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines photographischen Mehrfarbenbildes, insbesondere eines Bildes mit verbesserter Farbenwiedergabe.
Bekanntlich ist ein subtraktives Mehrfarbenbild aus mindestens zwei Farbstoffbildern aufgebaut. In der subtraktiven Dreifarbenphotographie sollten die Farbstoffe dieser Farbstoffbilder theoretisch ein Drittel des sichtbaren Spektrums vollständig absorbieren und den übrigen Teil vollständig durchlassen.
Die in der Praxis verfügbaren Farbstoffe, insbesondere die Blaugrün- und die Purpurfarbstoffe, entsprechen nicht den spektralen Forderungen. Die Blaugrünfarbstoffe z. B. absorbieren rotes Licht nur ungenügend und zeigen darüber hinaus eine unerwünschte Absorption von grünem und insbesondere ig von blauem Licht. In ähnlicher Weise absorbieren die Purpurfarbstoffe zu wenig grünes und zu viel blaues Licht.
Zur Kompensierung dieser mangelhaften Absorption sind bereits verschiedene Methoden bekannt, bei denen nach vollständiger Entwicklung aller Teilbilder das Teilbild mit nicht idealer Absorption auf eine Schicht kopiert wird, in der das entstandene Negativ des fehlerhaften Bildes bzw. Positiv, wenn das fehlerhafte Bild selbst ein Negativ ist, zu einer Farbe entwickelt wird, die das gleiche Licht absorbiert, welches auch das
zu korrigierende Bild in -unerwünschter Weise ab sorbiert. Beispielsweise wird das Blaugrünbild, das in übermäßiger Weise blaues Licht absorbiert, auf eine Schicht kopiert, in der das erhaltene Bild zu einer gelben Farbe entwickelt wird.
Ein anderer bekannter Vorschlag besteht darin, die grün- und bzw. oder rotempfindliche Schicht von üblichem farbbildnerhaltigen Mehrschichtenmaterial im Anschluß an die Farbentwicklung mit geeignetem Licht wieder zu belichten, worauf man mit einem Hydrazin entwickelt (USA.-Patentschrift 2518739).
Bei üblichem farbbildnerhaltigen Mehrschichtenmaterialist es auch möglich, im Anschluß an die Farbentwicklung das ganze Material wieder zu belichten und in einem Schwarzweiß-Entwickler zu entwickeln, dem Substanzen beigegeben sind, welche eine Entwicklung der oberen Schicht verhindern (USA.-Patentschrift 2 476 541).
Man kann ferner nach dem Farbentwickeln und Fixieren eines Mehrschichtenmaterials, welches zwischen den üblichen farbbildnerhaltigen lichtempfindlichen Schichten noch eine Silberjodidemulsionszwischenschicht aufweist, diese Schicht durch das blaugrüne und bzw. oder das purpurne Farbbild hindurch wieder beuchten und entwickeln (USA.Patentschrift 2 571 698).
Es wurde nun gefunden, daß Farbkorrekturen dadurch in einfacher Weise durchführbar sind, daß das photographische Material im Laufe der Farbentwicklung erneut belichtet wird.
Erfindungsgemäß erhält man also ein korrektes Mehrfarbenbild, wenn man das belichtete photographische Mehrschichtenmaterial farbentwickelt und während dieser Färb entwicklung wiederbelichtet.
Die Wahl der Farbe des Lichtes sowie der Seite, von der das Mehrschichtenmaterial zu belichten ist, hängt von der Struktur des Materials ab.
Die Wiederbelichtung kann durchgeführt werden, wenn sich das photographische Material im Entwickler befindet; das Material kann zu dem gleichen Zweck aber auch aus dem Entwickler herausgenommen und dann in demselben Bad weiterentwickelt Werden. Da die Entwicklung bei der unmittelbar folgenden Wässerung fortläuft, kann man unter Umständen auch erst dann wiederbelichten, wenn das photographische Material aus dem Entwickler ins Wässerungsbad gebracht oder sogar erst, während das Material gewässert wird.
Als Beispiel diene ein Mehrschichtenmaterial, das von unten nach oben die folgenden Schichten besitzt: eine rot- und blauempfindliche Schicht, die einen Farbstoffbildner für Blaugrün enthält, eine grün- und blauempfindliche Schicht, die einen Farbstoffbildner für Purpur enthält, eine Gelbfilterschicht und eine blauempfindliche Schicht, die einen Farbstoffbildner für Gelb enthält.
Ein solches Material werde beispielsweise während der Farbentwicklung von der Vorderseite und von. der Rückseite her mit grünem Licht belichtet.
Infolge der rückseitigen Grünbelichtung wird das sich entwickelnde Blaugrünbild in die grünempfindliche Schicht kopiert, worin ein purpurfarbiges weiches Positiv des Blaugrünbildes entsteht; auf diese Weise wird die fehlerhafte Absorption des Blaugrünbildes im grünen Teil des Spektrums korrigiert.
Infolge der vorderseitigen Grünbelichtung wird das sich entwickelnde gelbe Bild in die grünempfindliche Schicht kopiert, worin ein purpurfarbiges weiches Positiv des gelben Bildes entsteht; in dieser Weise wird die fehlerhafte Absorption des gelben Bildes im grünen Teil des Spektrums korrigiert.
Ein anderes Mehrschichtenmaterial möge von unten nach oben aus folgenden Schichten bestehen: eine allein für Blau empfindliche Schicht, die einen Färbstpffbildner für Gelb enthält, eine für Rot und kurzwelliges Blau empfindliche Schicht, die einen Farbstoffbildner für Blaugrün enthält, und eine für Grün und kurzwelliges Blau empfindliche Schicht, die einen Farbstoffbildner für Purpur enthält. Die Vorderseite dieses Materials wird während der Farbentwicklung mit blauem Licht von 430 bis 490 ταμ und rotem Licht und seine Rückseite mit grünem Licht belichtet. Durch die Grünbelichtung der Rückseite wird die mangelhafte Grünabsorption des gelben sowie des blaugrünen Bildes kompensiert, während die Blau- und Rotbelichtungen der Vorderseite die Kompensierung der unerwünschten Blauabsorption des Purpur- und des Blaugrünbildes sowie der unerwünschten Rotabsorption des Purpurbildes bewirken.
Ein technischer Schritt, der der neuen Methode der Farbkorrektur sehr behilflich sein kann, besteht in der Umwandlung von Licht einer gewissen Farbe in Licht einer anderen entweder langwelligeren oder kurzwelligeren Farbe. Diese Umwandlung kann beispielsweise mittels eines Fluoreszenzschirmes oder eines Bildwandlerrohres geschehen. Beim oben beschriebenen photographischen, eine Gelbfilterschicht enthaltenden Mehrschichtenmaterial könnte das von der Rückseite dieses Materials kommende grüne Licht an der Vorderseite mittels eines Bildwandlerrohres in blaues Licht umgewandelt und wieder auf das photographische Mehrschichtenmaterial gerichtet werden, und zwar in der Weise, daß in der Oberschicht ein gelbes Maskenbild entsteht, welches die unerwünschte Blauabsorption sowohl des Blaugrün- wie des Purpurbildes kompensiert. Eine Belichtung der Rückseite mit blauem Licht kann nicht den gleichen rfolg haben, weil die gelbe Filterschicht blaues Licht absorbiert, während sie grünes Licht hindurchläßt.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung. Selbstverständlich ist diese· auf Mehrschichtenmaterialien verschiedener Typen oder Strukturen anwendbar. Der Aufbau des Materials sowie die angestrebte Farbkorrektur werden im Einzelfall die Farbe des Korrektionslichtes bestimmen.
Beispiel 1
Ein Gevacolornegativ-Kinofilmstreifen wird in einem mit konstanter Zeit und veränderlicher Belichtungsintensität arbeitenden Sensitometer durch einen Stufenkeil und ein Filter R678 (Rotbelichtung), dessen Absorptionskurve durch Fig, 9 wiedergegeben ist, belichtet. Der Streifen wird dann für 51Z2 Minuten bei 20° in einem Entwickler G 23 folgender Zusammensetzung entwickelt:
A. Diäthylparaphenylendiaminsulfat .. 2,75 g Wasser 100 cm3
B. Wasser 800 cm3
Hexametaphosphat ΐ,ο g
Natriumsulfit (wasserfrei) 2,0 g
Kaliumcarbonat 75,0 g
Hydroxylaminchlorhydrat 1,2 g
Kaliumbromid 0,5 g
Wasser bis auf 900 cm3
(unmittelbar vor dem Gebrauch wird B. zu A. hinzugefügt).
Nach der Entwicklung wird für 30 Sekunden gewässert und 8 Minuten in einem Bad G 51 folgender Zusammensetzung fixiert:
Wasser 800 cm3
Natriumthiosulfat (krist.) 300 g
Natriumsulfit (wasserfrei) 13 g
Kalium-meta-bisulfit 12 g
Eisessig 10 g
Kaliumalaun 15 g
Wasser bis auf 1000 cm3
Anschließend wird der Streifen 15 Minuten lang 2e gewaschen und 8 Minuten in einem Bad G 41 folgender Zusammensetzung gebleicht:
Wasser 800 cm3
Kaliumferricyanid 100 g
Eisessig 15 cm3
Natriumhydroxyd 5 g
Kaliumbromid 15 g
Wasser bis auf 1000 cm3
Wieder wird 5 Minuten gewässert, dann 5 Minuten in einem Bad G 52 folgender Zusammensetzung fixiert:
Wasser 800 cm3
Natriumthiosulfat (krist.) 300 g
Natriumsulfit (krist.) 20 g
Natriumhexametaphosphat r g
Wasser bis auf 1000 cm3
und schließlich 15 Minuten gewässert.
Der Gevacolornegativ-Kinofilm besteht im wesentlichen von oben nach unten aus einer blauempfindliehen Emulsionsschicht, die einen gelben Farbstoffbildner enthält, einer Gelbfilterschicht, einer blau- und grünempfindlichen Emulsionsschicht, die einen Farbstoffbildner für Purpur enthält, und einer blau- und rotempfindlichen Emulsionsschicht, die einen Farbstoffbildner für Blaugrün enthält.
Die oben beschriebene Absorption für Blau, Grün und Rot des Keilbildes wird mittels eines photoelektrisch und integral arbeitenden Sensitometers gemessen. Im Diagramm der Fig. 1 zeigt die Kurve g die unerwünschte Grünabsorption, die Kurve b die unerwünschte Blauabsorption und die Kurve r die Rotabsorption. Diese Kurven entstehen, wenn auf die Abszisse die relativen Belichtungen der Keilbildoberflächen und auf die Ordinate die Dichten jeweils der Bildoberfläche für blaues, grünes und rotes Licht aufgetragen werden.
Ein anderer Streifen desselben Gevacolornegativfilms wird wie oben belichtet, 4 Minuten im Bad G 23 bei 20° entwickelt, 30 Sekunden gewässert, 30 Sekunden auf der Rückseite mittels einer Lampe von 15 Watt in einer Distanz von 0,30 m durch die Filter G 537 und G 5 (Grünbelichtung) belichtet, deren Absorptionskurve in den Diagrammen der beiliegenden Fig. 10 und 11 wiedergegeben sind, 1 Minute im Entwickler G 23 bei 20° entwickelt, 30 Sekunden gewässert und weiter wie oben behandelt.
Die Absorption für Grün (Kurve g), Blau (Kurve b) und Rot (Kurve r) des in dieser Weise erhaltenen Keilbildes wird wie oben gemessen und ist im Diagramm der beiliegenden Fig. 2 wiedergegeben.
Die Kurven g und b zeigen, daß die Grün- und Blauabsorptionen beträchtlich besser sind. Der Maskiereffekt ist ein wenig übertrieben, weil die Kurven abfallen, wo sie im Diagramm der Fig. 1 steigen. Dieser Überkorrektion kann in der Weise vorgebeugt werden, daß die Wiederbelichtung in einem späteren Entwicklungsstadium durchgeführt wird. Man könnte sich darüber wundern, daß infolge einer zusätzlichen Grünbelichtung, welche die Bildung eines schwachen zusätzlichen Purpurbildes in der für Grün empfindliehen Schicht verursacht, nicht nur die Grünabsorption, sondern auch die Blauabsorption korrigiert wird. In der Erkenntnis jedoch, daß die Purpurfarbstoffe nicht nur grünes, sondern auch blaues Licht absorbieren, ist dieser Korrektureffekt wohl begreiflich.
Beispiel 2
Ein anderer Streifen desselben Gevacolornegativ-Kinofilms wird in einem mit konstanter Zeit und veränderlicher Belichtungsintensität arbeitenden Sensitometer durch einen Stufenkeil und die im Beispiel 1 erwähnten Filter G 537 und G 5 (Grünbelichtung) hindurch belichtet, 51Z2 Minuten bei 20° im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt und weiter genau wie der erste im Beispiel 1 erwähnte Streifen behandelt.
Das Diagramm der Fig. 3 zeigt die Grünabsorption (Kurve g) und die unerwünschte Rotabsorption (Kurve r) des in dieser Weise erzeugten Keilbildes. Die Messung dieser Absorptionen geschieht wie im Beispiel i.
Ein weiterer Streifen desselben Gevacolornegativ-Kinofilms wird wie oben belichtet, 4 Minuten bei 200 im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt, 30 Sekünden gewässert, vorderseitig 30 Sekunden mittels einer Lampe von 15 Watt in einer Distanz von 0,30 m durch das Filter R 678 laut Beispiel 1 (Rotbelichtung) hindurch belichtet, 1 Minute bei 20° im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt, 30 Sekunden gewässert und weiter wie oben behandelt.
Die Grün- (Kurve g) und Rotabsorption (Kurve r) des in dieser -Weise erhaltenen Keilbildes wird wie oben gemessen und ist im Diagramm der Fig. 4 wiedergegeben. Der Kurve r nach ist die Rotabsorption in den mittleren Stufen des Keilbildes übertrieben. Der Überkorrektion kann ebenso wie im Beispiel 1 vorgebeugt werden. Die Absorption der dichtesten Bildteile hat weniger Bedeutung und ist zurückzuführen auf eine gewisse Grünempfindlichkeit der rotempfindlichen Emulsionsschicht.
Beispiel 3
Ein weiterer Streifen desselben Gevacolornegativ-Kinofilms wird in einem mit konstanter Zeit und veränderlicher Belichtungsintensität arbeitenden Sensitometer durch einen Stufenkeil und ein Filter R 619 (Rotbelichtung) hindurch belichtet, dessen Absorptionskurve im Diagramm der beiliegenden Fig. 12 wiedergegeben ist, 51Z2 Minuten bei 200 im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt und weiter wie der erste Streifen des Beispiels 1 behandelt.
Das Diagramm der Fig. 5 zeigt die Rotabsorption (Kurve r) und die unerwünschte Grün- (Kurve g) und Blauabsorption (Kurve b) des in dieser Weise erhaltenen Keilbildes. Die Messung dieser Absorption geschieht wie im Beispiel 1.
Ein anderweitiger Streifen desselben Gevacolörnegativ-KinofUms wird wie oben beuchtet, 6 Minuten bei 20° im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt, 5 Sekunden rückseitig mittels einer Lampe von 100 Watt in einer Distanz von 0,60 m durch ein G 537-Filter (Grünbelichtung) hindurch belichtet, dessen Absorptionskurve im Diagramm der Fig. 10 wiedergegeben ist, 30 Sekunden bei 20° im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt, 25 Sekunden gewässert, 5 Sekunden vorderseitig mittels einer Lampe von 100 Watt in einer Distanz von 0,60 m durch ein R 619-Filter (Rotbelichtung) hindurch belichtet, dessen Absorptionskurve im Diagramm der Fig. 12 wiedergegeben ist, 10 Sekunden gewässert und weiter wie oben behandelt.
Die Grün- (Kurve g), Blau- (Kurve δ) und Rotabsorption (Kurve r) des in dieser Weise erhaltenen Keilbildes wird, wie im Beispiel 1, gemessen und ist im Diagramm der Fig. 6 wiedergegeben. Wie aus den Kurven g und b hervorgeht, sind die Grün- und Blauabsorptionen merklich verbessert. Infolge der Rotwiederbelichtung ist die unerwünschte Rotabsorption des nach der Grünwiederbelichtung entstandenen purpurnen Farbstoffes durch die Bildung eines schwachen supplementären Blaugrünbildes kompensiert worden.
Beispiel 4
Ein anderer Streifen desselben Gevacolornegativ-Kinofilms wird in einem mit konstanter Zeit und veränderlicher Belichtungsintensität arbeitenden Sensitometer durch einen Stufenkeil und die Filter G 537 und G 5 (Grünbelichtung) hindurch belichtet, deren Absorptionskurven im Diagramm der Fig. 10 und 11 wiedergegeben sind, 5χ/2 Minuten bei 200 im Entwickler G 23 laut Beispiel 1 entwickelt und weiter wie der erste Streifen des Beispiels 1 behandelt. Das Diagramm der Fig. 7 zeigt die Grünabsorption (Kurve g) und die unerwünschte Blau- (Kurve b) und Rotabsorption (Kurve r) des in dieser Weise erhaltenen Keilbildes. Die Messung dieser Absorptionen geschieht wie im Beispiel 1.
Ein letzter Streifen desselben Gevacolornegativ-Kinofilms wird wie oben belichtet und weiter wie der zweite Streifen des Beispiels 3 behandelt.
Die Grün- (Kurve g), Blau- (Kurve b) und Rotabsorption (Kurve r) des in dieser Wiese erzeugten Keilbildes wird wie oben gemessen und ist im Diagramm der Fig. 8 wiedergegeben. Die Kurven r und b zeigen eine merkliche Verbesserung der Rot- und Blauäbsorption.
Die unerwartete Erhöhung der Rotabsorption zu der Maximaldichte ist entweder auf eine etwaige Empfindlichkeit der rotempfindlichen Schicht für grünes Licht oder auf den Durchgang von etwas rotem Licht durch die Filter G 537 und G 5 (Grünbelichtung) zurückzuführen, deren Absorptionskurven im Diagramm der Fig. 10 und 11 wiedergegeben sind.
Der Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem Stand der Technik ist in dem Vorteil zu erblicken, daß die Farbkorrektur ohne eine Änderung der Struktur des photographischen Materials durchführbar ist. Dabei können auch die üblichen Farbstoffbildner verwendet werden. Eine Verlängerung der Verarbeitungsdauer oder eine Komplizierung der Arbeitsstufen tritt nicht ein; es ist lediglich eine kleine Lichtquelle nötig, die das Material während der Farbentwicklung in einem bestimmten Augenblick mit Licht einer bestimmten Farbe von der richtigen Seite her belichtet.

Claims (7)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung eines photographischen Mehrfarbenbildes durch Belichtung und Farbentwicklung eines wenigstens zwei lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten enthaltenden photographischen Materials, dadurch gekennzeichnet, daß während der farbigen Entwicklung erneut belichtet wird, gegebenenfalls unter Umwandlung der Wellenlänge des Lichtes, nachdem es das Material durchleuchtet hat und bevor es auf das Material zurückgerichtet wird,
z. B. mit Hilfe eines Fluoreszenzschirmes oder eines Bildwandlerrohres.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiederbelichtung stattfindet, während sich das photographische Mehrschichtenmaterial im Entwickler befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das photographische Mehrschichtenmaterial in einem geeigneten Entwicklungsstadium zwecks Wiederbelichtung aus dem Entwickler herausgenommen und nach erneuter Belichtung im selben Farbentwickler weiterentwickelt wird. .110
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wiederbelichtung des photographischen Mehrschichtenmaterials eine kurze Wässerung vorangeht.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiederbelichtung des photographischen Mehrschichtenmateriäls erst vor oder während der Wässerung stattfindet, die unmittelbar auf die Behandlung im Farbentwicklungsbad folgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mehrschichtenmaterial, das von unten nach oben aus einer rot- und blauempfindlichen Schicht, die einen Farbstoffbildner für Blaugrün enthält, einer grün- und blauempfindlichen Schicht, die einen Farbstoffbildner für Purpur ent-
hält, einer Gelbfilterschicht und einer-blauempfindlichen Schicht, die einen Farbstoffbildner für Gelb enthält, aufgebaut ist, während der Farbentwicklung auf der Vorder- und Rückseite mit grünem Licht belichtet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mehrschichtenmaterial, das von unten nach oben aus einer allein für Blau empfindlichen Schicht, die einen Farbstoffbildner für Gelb enthält, einer für Rot und kurzwelliges Blau empfindlichen Schicht, die einen Farbstoffbildner für Blaugrün enthält, und einer für Grün und kurzwelliges Blau empfindlichen Schicht, die einen Farbstoffbildner für Purpur enthält, aufgebaut ist, während der farbigen Entwicklung von der Vorderseite mit blauem Licht von 430 bis 490 ταμ und rotem Licht und von der Rückseite mit grünem Licht belichtet wird.
Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 518 739, 2 746 541,
571 698.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 509 650 2.56
DEG11551A 1952-05-07 1953-04-21 Verfahren zur Herstellung eines photographischen Mehrfarbenbildes Expired DE939423C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB11541/52A GB731268A (en) 1952-05-07 1952-05-07 Improvements in or relating to the production of photographic multi-colour images

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ID=9988130

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