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DE484901C - Verfahren zur Herstellung von Farbenphotographien auf Bildtraegern mit mehreren uebereinandergeschichteten Emulsionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbenphotographien auf Bildtraegern mit mehreren uebereinandergeschichteten Emulsionen

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Publication number
DE484901C
DE484901C DEM86753D DEM0086753D DE484901C DE 484901 C DE484901 C DE 484901C DE M86753 D DEM86753 D DE M86753D DE M0086753 D DEM0086753 D DE M0086753D DE 484901 C DE484901 C DE 484901C
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DE
Germany
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Expired
Application number
DEM86753D
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English (en)
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Application granted granted Critical
Publication of DE484901C publication Critical patent/DE484901C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/26Silver halide emulsions for subtractive colour processes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbenphotographien auf Bildträgern mit mehreren übereinandergeschichteten Emulsionen Die Erfindung bezieht sich auf subjektive Farbenphotographie.
  • Farbenphotographien werden für gewöhnlich entweder durch ein Zweifarben- oder ein Dreifarbenverfahren hergestellt. Die Farbenwiedergabe in. dem erhaltenen .Bild ist natürlich etwas vollständiger, wenn ein Dreifarbenverfahren angewandt wird; für viele Zwecke geben aber Bilder, die nach dem Zweifarbenverfahren gemacht sind, vollständig zufriedenstellende Ergebnisse und stellen den photographierten Gegenstand im wesentlichen in seinen natürlichen Farben dar.
  • In der Farbenphotographie und inslyesondere bei der Darstellung von Bewegungsbildern ist es üblich, gleichzeitig oder abwechselnd eine Mehrzahl von E,inzel.farbenbildern, deren Zahl derjenigen der benutzten Farbeindrücke gleich ist, in Übereinanderlagerung auf den Schirm zu projizieren, wobei durch die Kombination der verschiedenen Einzelbilder ein zusammengesetztes Bild entsteht, das alle Farben in der ihrem Vorkommen in den Einzelfarben!bildern entsprechenden Verteilung enthält. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, getrennte, gleichzeitig aufgenommene Negative herzustellen, deren jedes einen Einzelfarbeindruck wiedergibt und- diese nacheinander in Übereinanderlagerung auf eine Platte oder einen Film zu drucken, worauf die Drucke dann so gefärbt werden, daß sie die geeigneten'im Original vorkommenden Farbwerte wiedergeben, Es ist auch schon vorgeschlagen worden, eine einzige Platte oder einen einzigen Film zu verwenden, die auf der einen Seite zur Wiedergabe wes bestimmten Farbeindrucks sensdbilisiert sind und auf der anderen Seite zur Wiedergabe eines davon verschiedenen Farbeindrucks, :so daß durch eine einzige Belichtung zwei Bilder erhalten werden können, die entsprechend die besonderen Farbeindrücke wiedergeben, für welcheihre Schichten sensibilisiert worden sind. Bei diesem Verfahren muß, da die beiden lichtempfindlichen Schichten sich auf demselben Film oder derselben Platte befinden, :die eine Seite des Films in besonderer Weise unempfindlich gegen Wasser gemacht oder in anderer Art geschützt werden, während das Bild auf der andern Seite entwickelt und gefärbt wird. Dieses Verfahren ist außerdem auf das Arbeiten mit nur zwei verschiedenen Farbeindrücken beschränkt und daher unanwendbar auf das Dreifarbenverfahren.
  • Man. hat auch schon vorgeschlagen, mehrere Emulsionsträger übereinanderzuschichten. Dabei waren aber die einzelnen Emulsionsschichten durch Zwischenlagen aus Celluloid, Gelatine @o. dgl. voneinander getrennt, und es wurde dann bei der Herstellung des Bildes jede einzelne Emulsionsschicht mit ihrem Träger von der darunter befindlichen Schicht abgezogen. Man hatte dabei also eine der Anzahl der angewandten Farben entsprechende Zahl von mit Emulsionsschicht versehenen Filmen.
  • Unbekannt war bisher ein farbenphotographisches Verfahren, bei dem auf einem Film oder sonstigen Bildträger eine Mehrzahl sensibilisierter Emulsionen ohne Zwischenschichten unmittelbar übereinander angeordnet sind, so daß durch eine einzige Exponierung eine Mehrzahl üb;exdergelagert Bilder mit verschiedenen Farbeindrücken geschaffen werden kann, die dann in verschiedenen Farben eingefärbt werden, während sie sämtlich auf dem gemeinsamen Träger bleiben.
  • Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist nur eine einzige Belichtung und ein einziger Druck- oder Kopdervorgang erforderlich, und die Entwicklung kann in einer einzigen Verfahrensstufe ausgeführt werden.
  • Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß keinerlei Gefahr der Bildung von Far.b-!ändern oder sonstigen Unvollkommenheiten besteht, wie. sie durch unvollständige Üb#ereinanderlagerung_ der Teilbilder verursacht werden können.
  • Ein Erfindungsmerkmal ist darin zu sehen, daß die Entwicklung des belichteten. Films oder der Platte durch eine einzige Operation bewirkt wird, indem die verschiedenen übereinandergelagerten latenten Bilder vollständig und gleichzeitig zu Schwarzweißnegativen entwikkelt werden. -Das -zur - Herstellung der Positive angewandte Licht-kann bei dein vorliegenden Verfahren abgeändert oder gefärbt werden, um dadurchdieFarbenwiedergäbe auf :dem herzustellenden Positiv zu verbessern. Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht eine Korrektur irgendwelcher Unstimmigkeiten von innerem Kontrasts ,die durch die Anwendung von trägen und schnellen Emulsionen verschiedener Farbenempfindlichkeit auf dem Film oder der Platte entstehen können.
  • Bei Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung benutzt man einen durchsichtigere Filmmoder Beine Platte und versieht diese Platte auf der leinen Fläche mit einer Mehrzahl. lichtempfindlicher Schichten :oder Emulsionen. Belesnem Zweifarbenverfahren werden zwei Emulsionen angewandt. Der durchsichtige Film oder die Platte wird zunächst mit einer sehr empfindlichen Silberbromidemulsion überzogen, um die Rot. oder Rotorang eeindrücke des zu photographierenden Gegenstandes wiied#erzugeben. Unmittelbar auf die erste wird eine trägere Silberbromidemulsion. aufgebracht, die mit der ersten Schicht eine im wiesentlichen einheitliche Schicht auf dem durchsichtigen Film bildet. Diese zweites Schicht wird für das Grün oder Ggünblau des Spektrums empfindlich gemacht. Es kann wünschenswert sein, die Stärke der blauen Strahlen dadurch zu vermindern, daß man in die obere Emulsion einen starken Gelbfarbstoff hineinbringt, der gleichmäßig in dieser Emulsio!nsschicbt verteilt wird. Dieser Gelbfarbstoff dient in belLannter Weise als Schirm zur Ausschließung aller blauen und violetten Strahlen von der unteren Emulsion und gleichzeitig zur Auser schließung eines Teils des blauen. Lichts von dem unteren Teil der oberen Schicht.
  • Auf einer derartig zusammengestellten Schicht wird eine einzige Aufnahme in der gewöhnlichen und für derartige Kompoundplatten bekannten Weise gemacht. Die beiden Emulsionen sind so zusammengestimmt, daß eine vollständige Belichtung jeder von ihnen in der gleichen Zeit erfolgt. Es ist klar, daß man ein Ausgleichsfilter anwenden kann, um die Belichtungszeit für jede der Emulsionen zu regeln, und man kann -auf diese Weise ohne Schwierigkeit eine gute und vollständige Belichtung jeder Emulsion erzielen.
  • Bei Entwicklung des Films ioder der Platte können die beiden lichtempfindlichen Schichten gleichzeitig oder auch nacheinander entwickelt werden, wobei es in keinem Falle nötig ist, die eine der Schichten während der Entwicklung der andern zu schützen. Dies wird dadurch :ermöglicht, daß eine Entwicklungs- oder Tonungslösung von der Oberfläche der Emulsion nach unten wirkt, so daß der Film.:.1so lange in der Lösung gelassen werden kann, .bis das Bild in der oberen Emulsion-'fertig ist, während die untere Schicht durch .die Lösung noch urangegriffen bleibt. Dies kann dadurch begünstigt werden, daß man =als - Grundstoff f-für- die lichtempfindlichen Schichten eine verhältnismäßig harte Gelatine benutzt, die nur- langsam von der Entwicklungs- oder Tonungslösung - durchdrungen wird :und in der die Wirkung dieser Lösungen langsam vor sich geht und bezüglich der Einwirkung rin die Tiefe überwacht werden kann.
  • Bei diesem Verfahren der Entwicklung der Emulsionen nacheinander wird der Film der Wirkung eines schnellen Oberflächenentwicklers ausgesetzt, bis .das in der oberen Emulsion hergestellte Bild vollständig entwickelt ist. Alsdann wird der Film aus d exn Entwicklungsbade entfernt und in ,der gewöhnlichen Weise gewaschen, worauf er in eine blaugrüntönende Lösung (wie z. B. eine Vanadineisenlösung) getaucht wird. Dann wird dieser Film zweckmäßig in einer schwachen Natriumthiosulfatlösung behandelt, um das Blaugrünbnld durchsichtiger zu machen und die Reste von Ferrocyanid zu entfernen, die nach dem Tonungsprozeß. zurückbleiben. Man setzt natürlich die Entwicklung und Tonung so lange fort, bis das obere Bild entwickelt ist, während die untere Emulsionsschicht unangegriffen bleibt, Der das B:laugrünbild enthaltende Film wizl nun einer Entwicklungslösungx wie Diamidophenol, ausgesetzt, die kein Alkali enthält, welches .das bereits hergestellte. Bild schädigen könnte. Man 1ä ßt diese Entwicklungslösung so lange einwirken, bis das untere Bild vollständig entwickelt ist, worauf der Film aus der Entwicklungslösung entfernt und in der gewöhnlichen Weise fixiert und gewaschen wird. Dann wird der Film mit einem geeigneten Bade gebeizt, welches das Blaugrünbild - in der -oberen E@mulsionsschicht nicht bleicht oder in anderer Weise schädigt, worauf er in eine orangerote Farbstofflösung getaucht wird, so daß das untere Bild, das für die Wirkung des Farbstoffe aufnahmefähig gemacht worden ist, in geeigneter Weise getont wird. Vorzugsweise i benutzt man zu diesem Zweck eine Farbstofflösung, die beispielsweise aus einer Mischung von Fuchsin, Auramin und verdünnter Essigsäure besteht. Der Film trägt so zwei übereinandergelagerte Bilden deren eines blaugrün und deren. anderes orangerot getont ist.
  • Der durch Vollendung des Entwicklungsprozesses erhaltene Film ist ein Negativ, und die Schwarz- und Weißwerte sind demgemäß umgekehrt. Wenn jedoch die beiden Bilder mit den geeigneten. Farben getont worden sind, so sind die Farben richtig, aber die Farbwerte unigekehrt; beispielsweise erscheint hellrot dunkel und dunkelrot hell. Dieses Negativ wird dann zur Bildung eines Positivs gedruckt oder kopiert, wobei das Positiv vollständig entsprechend dem Negativ zusammengesetzt wird. Die Kopierung wird in der gewöhnlichen Weise in einer einzigen Arbeitsstufe vollendet, .und :das Positiv wird dann in der soeben beschriebenen Weise: entwickelt und gefärbt, wodurch man ,ein getreues Abbild mit allen richtig wiedergegebenen. Farbwerten erhält.
  • Auf Wunsch kann man beide Entulsionsschichten gleichzeitig entwickeln und fixieren. Zu diesem Zweck wird ein Entwickler, wie saures Diamidophenol, benutzt, das gute Durchdringungsfähigkeit besitzt. Der Film wird in der Entwicklungslösung gelassen, bis beide Bilder vollständig entwickelt sind, worauf der Film gewaschen und die Bilder in der gewöhnlichen Weise fixiert werden. Dann wird der Film in eine blaugrün tonende Lösung getaucht, und man läßt diese Lösung so lange einwirken, bis die obere Schicht vollständig gefärbt ist, worauf der Film aus der Tonungslösung entfernt und in eine schwache Lösung von unterschwefligsaurem Natron getaucht wird, um das Bild durchsichtig zu machen und den Rest von Ferrocvanid zu entfernen, der auf dem Film abgelagert sein kann. Es hat sich gezeigt, daß dieser Tonnmgsprozeß eine genaue Regelung gestattet, und daß reichlich Zeit vorhanden ist, um den Film nach vollständiger Färbung des oberen Bildes aus ,dem Bade zu entfernen und zu waschen, ehe irgendeine färbende Einwirkung auf das untere Bild stattfindet. Der Film enthält nun ein Blawgrüiib üld und kann in der bereits beschriebenen Weise gebeizt und eingefärbt werden, um das untere Bild in geeigneter Weise zu tönen. Dieses Verfahren kann in gewissen Fällen insofern vorteilhaft sein, als eine Verminderung der Anzahl der auszuführenden Operationen und eine entsprechende Zeitersparnis möglich ist.
  • Bei einem Verfahren, das mehr als zwei Farben benutzt, z. B. bei einem Dreifarben-, verfahren, werden .drei Emulsio!nsschichten angewandt. Der durchsichtige Bildträger wird mit einer außerordentlich rasch arbeitenden, rotempfindlichen Emulsion bedeckt, eitle zweite Schicht einer rasch wirkenden orthochromatischen Emulsion wird unmittelbar auf dwe Oberfläche jener ersten Schicht gebracht, und eine trägere Emulsion der gewöhnlichen Art wird auf die Oberfläche der orthochrotnatischen Emulsion aufgetragen. Auch diese verschiedenen Emulsionen sind so, daß, wenn sie der Einwirkung des Lichts unterworfen werden, alle in der gleichen Zeitbelichtet sind. Die oberste Schicht, welche das Blauviolett des Spektrums wiedergibt, enthält wiederum zweckmäßig einen durch die ganze Masse verteilten gelben Schirmfarbstoff. Die Zwischenschicht gibt das Grün .des Spektrums wieder, während -die unterste Schicht das Rot wiedergibt. Nach der Belichtung des Films kann der Entwicklungsprozeß in der Weise ausgeführt werden, daß man alle drei Bilder in der oben beschriebenen Weise gleichzeitig entwickelt oder daß man die drei Bilder einzeln entwickelt und tont.
  • Das Färben der Bilder kann in der Weis,. ausgeführt werden, daß man die oberste Schicht blau tont, die mittlere grün und die unterste rot. Es kann aber schwierig sein, Ton,ungs- und Beizlösungen zu schaffen, um die aufeinanderfolgenden Schritte auszuführen, ohne die bereits getonten -und entiwickelten Bilder zu schädigen. Zur Überwindung .dieser Schwierigkeit werden vorzugsweise alle drei Bilder auf einmal entwickelt und die obere und mittlere Schicht nacheinander getont wie in dem Zweifaribenv erfahren, während das in der untersten Schicht enthaltene Bild schwarz gelassen wird. Der Film wird dann in einen Bicliromatsensib@ilisator getaucht, um .den oberen Teil der Schicht auf dem Film von neuem lichtempfindlich zu machen, worauf man ihn in kräftigem Licht in der Weise belichtet, daß die lichtempfindlichen Schichten sich auf der vom Licht abgewandten Seite des Films befinden. Das Licht wird dann durch das schwarze Bild, welches sich in der untersten Schicht befindet, hindurchgehen, und zwar irn Verhältnis zur Dichte ,des schwarzen Niederschlags auf der Oberfläche des Films, der das den roten Teilen des photographierten Objekts entsprechende Bild darstellt. Da die Wirkung des Lichts darin besteht, daß die von neuem liehtempfindlich gemachte Gelatine gehärtet wird, so wird die Oberfläche der Filmschicht entsprechend den Umrißlinien des schwarzen Bildes, das sich in der untersten Schicht befindet, gehärtet werden. Der Film wird dann m eine rote Farbstofflösung getaucht, und da die Oberfläche des Films teilweise gehärtet worden ist, ist sie selektiv aufnahmefähig für den Farbstoff und wird rote Farbe in denjenigen Verhältnissen annehmen, die identisch sind mit denjenigen, in denen die unterste Schicht die Farbe absorbiert haben würde, wenn sie zuvor der Wirkung einer Beizlösung in derjenigen Weisse unterworfen worden wäre, in der die beiden andern Bilder getont worden sind. Das schwarze Bild wird hierauf aus der untersten Schicht, z. B. mit Farmerschem Abschwächeir, herausgelöst, und man erhält ein Negativ in Aden richtigen Farben, jedoch mit umgekehrten Farbwerten.
  • Das Negativ kann zur Bildung eines Positivs in der für das Zweifarbenverfahren beschriebenen Weise kopiert werden. Beim Kopieren eines Bildes in Farben sind bekanntlich die auf dem Positiv wiedergegebenen Farben komplementär zu den entsprechenden Farben des Negativs. In dein Zv@eifarbenverfahren -werden gewöhnlich Komplementärfarben benutzt, so daß, obwohl die Farben in dem Negativ umgekehrt werden, trotzdem die Gesamtwirliung die gleiche bleibt, da die Komplemnentärfarben nur gegeneinander ausgetauscht werden. In dem Dreifarbenverfahren sind die Farben des Positivs kornplementär zu denjenigen des Negativs und sind verschieden von ihnen. Beispielsweise ist in der obigen Beschreibungangenommen worden, daß die Negative zur Wiedergabe von Blauviolett-, Griin- und Roteindrücken empfindlich gemacht worden waren. Dementsprechend werden dann die Farben im Positiv gelb, magentarot und blaugrün sein. Aus diesem Grunde müssen die Farbempfindlichkeiten der für das Positiv benutzten Emulsionen verschieden von den für das Negativ benutzten sein. Vorzugsweise wird der Film zuerst mit einer Schicht einer .gewöhnlichen panchromatischen Emulsion versehen, auf diese wird eine trägere rotempfindliche Emulsion gebracht, die einen gelben Farbstoff enthält, und schließlich wird eine weitere orthochromatische Emulsion von noch trägerem Charakter aufgebracht. Bei dieser Anordnung gibt die Deckschicht die Blawgrüneindrücke wieder. Die Zwischenschicht gibt einen Magenta- oder Blauroteindruck wieder insoweit, als die Emulsion selbst rofiemmpfmdhch ist, und die Blauwirkung die für gewöhnlich vorherrschen würde, läßt man auf die Oberfläche dieser Schicht mit ihrem vollen Wert wirken, schirmt sie aber für die tieferen Teile der Schicht durch den gelben Farbstoff ab, der als Schild oder Sehiran für die unterste Schicht dient. Die unterste oder panahromatische Emulsion erhält dasjenige Licht, das nach dem Durchgang durch die beiden oberen Schichten übrigbleibt, und gibt das Gelb des Spektrums wieder. Das Positiv wird dann in der oben beschriebenen Weise entwickelt und gefärbt, nur daß die angewandten Farben gelb, magentarot -und blaugrün sind an Stele derjenigen Farben, für die die Emulsionen des 'Negativs empfindlich gemacht worden sind.
  • Es ist verständlich, da.ß bei Anwendung des Verfahrens keine Möglichkeit der Bildung von FarbenrÄndern tim. dem Btildie besteht, da die verschiedenen Bilder genau übereinandergelagert und durch eine einzige Belichtung aufgenommen sind.
  • Das neue Verfahren umschließt die Herstellung eines Farbnegativs durch zuvorige Bleicheng der entwickelten Bilder. Die Bleichung erfolgt dadurch, d.aß man dien Film oder die Platte nach .,der Entwicklung in eine geeignete Bleichlösung taucht, beispielsweise in eine Lösung von Kalvumferricyanid, und den Film oder idie Platte in dieser Lösung läßt, bis beide Bilder vollständig gebleicht sind. Es hat sich gezeigt, daß der bekannte Zusatz einer kleinen Menge von Ammoniak zu der Kahumferricyanidlösung auch hier die Gleichung unterstützt. Es besteht auf dieser Stufe des Verfahrens keinerlei Gefahr einer Überbleich!ung der Bilder und keine Gefahr dafür, idaß das eine Bild stärker gebleicht würde als das andere, so daß die einzige Vorsicht, die man anwenden muß, darin zu erblicken ist, daß man die Platte genügend lange in der Bleichlösung liegenläßt, um eine vollständige Bleicheng der Bilder zu sichern. Hierauf wird die Platte aus der Bleichllösung genommen und in der gewöhnlichen Weise gewaschen und getrocknet.
  • Nach dem Ausbleichen der Bilder in dieser Weise wird das obere Bild wieder in seinen ursprünglichen Silberzustand zurückentwickelt. Das geschieht durch Anwendung irgendeines bekannten photographischem. Entwicklers, und zwar ist gewöhnlich eine starke Lösung des Entwicklers erforderlich. Vorzugsweise wird Diamidophenol angewandt. Man läßt die Platte in der Entwicklerlösung liegen, bis da obere Bild, d. h. das Bild, welches sich in der oberen Emulsionsschicht des Films oder :der Platte befindet, in seinen ursprünglichen Zustand zurückentwickelt ist. Die Entwicklungswirkung muß'aber gehemmt werden, bevor das untere Bild ang.griffen wird. Da sich das obere Bild nicht durch die ganze Dicke der für Aufnahme eines Bildes lichtempfindlich gemachten E:mulsionsschicht erstreckt, so bleibt ein beträchtlicher Zeitraum zwischen der Vollendung der Entwicklung des oberen Bildes und dem Beginn der Wirkung des Entwicklers auf das untere Bild. Die Entwicklungslösung wirkt von :der Oberfläche der Emulsion in die Tiefe, - und aus diesem Grunde ist reichlich Gelegenheit, die Platte aus der Entwicklerlösung zu entfernen, nachdem das obere Bild vollständig entwickelt worden ist, ohne daß eine teilweise Entwicklung auch des unteren Bildes einträte. Nach Herausnahme der Platte aus der Entwicklerlösung wird sie natürlich zur Entfernung :des Entwicklers gewaschen. Es ist zweckmäßig, denn Waschwasser ein wenig Essigsäure zuzusetzen, wodurch eine gründlichere und vollständigere Waschung der Platte erzielt wird.
  • Gemäß der Erfindung wird das untere Bild, d. h. das Bild, welches in dem ursprünglich zur Wiedergabe der Orangeratebudrücke empfindlich gemachten Teil der Ennulsion enthalten isst, blau oder bläultichgrün gefärbt, vorzugsweise bläulichgrün. Zu- diesem Zweck kann die Platte- mit dem gebleichten unteren und dem wiederentwickelten oberen Bild in irgendeine geeignete Lösung getaucht werden, die ein lösliches Eisenoxydulsalzenthält, vorzugsweise Eisenchlorür. Die gewöhnliche Eisenchloridlösung kann ebenfalls benutzt werden oder überhaupt irgendeine Lösung, die ein Eisenoxydsalz enthält; ies hat sich: aber gezeigt, daß mit dem Gebrauch von Lösungen dieser Art gewisse Nachteile verknüpft sind.
  • Zur Vermeidung dieser Nachteile wird das gebleichte Bild vorzugsweise mit einer Lösung von Eisenchlorür behandelt. Diese Lösung gibt ausgezeichnete Ergebnisse bei dem vorliegenden. Verfahren, und durch ihre Anwendung werden die Nachteile vermieden, die mit der Anwendung von Eisenchloridlösung verbunden sind. Beim Eintauchen der Platte in eine solche Lösung reagiert das untere gebleichte Bild, das jetzt aus Silberferrocyanid besteht, mit den Lösungsbestandteilen zur Bildung von Ferri- oder Ferroferrocyanid. Auf diese Weise wird das ganze untere Bild blau gefärbt, während das wiederentwickelte obere Bild durch die saure Eisenlösung nicht angegriffen wird und daher unverändert bleibt. Um in die Färbung des unteren Bildes eine gewisse Menge Grün. hineinzubringen, kann ein lösliches Vanadinsalz der Eisenlösung zugesetzt werden, wobei die -Menge des zugesetzten Vanad,insalzes von der Stärke der Grünfärbung abhängt, die man in das Bild bringen will. Nach dieser Einfärbung wird die Platte gewaschen und in eine Natriumthiosulfatlösung getaucht, um alle etwa noch im unteren Bild verbliebenen löslichen Silbersalze herauszulösen und das gefärbte Bild zu klären.
  • Das obere Bild wird nun rot oder orangerot gefärbt. Zu diesem Zweck wind die Platte zuerst in ein geeignetes Bei.zbad getaucht, um das obere Bild durch ein geeignetes Beizmittel in Kupferferrocyanid, Silberferrocyanid, Uranferrocyanid, Vanadinferrocyanid o. dgl. umzuwandeln. Nachdem die Beizung des Bildes vollendet isst, wird die Platte in eine Lösung eines basischen Anilinfarbstoffs des geeignet= roten oder orange Färbbades getaucht. Das Färben des oberen Bildes kann auch .mit Hilfe einer auswählend härtenden Bleiche vervollständigt werden. Jedes der bekannten Bleichmittel dieser Art ist für den Zweck anwendbar. Die Wirkung einer solchen Lösung besteht darin, die Gelatine auswählend zu härten und dadurch zu veranlassen, daß der Farbstoff von der Gelatine im umgekehrten Verhältnis zur Menge des im Bilde vorhandenen Silbers absorbiert wird. Wird dieses Verfahren angewandt, so erscheinen die Farben auf dem Negativ umgelehrt mit Bezug auf ihr Vorkommen ,im photographierten Objekt, so daß bei Anwendung dieser Färbmethode auf das Negativ auch die Anwendung einer ähnlichen Methode beim Herstellen des Positivs nötig wird, damit die Farben in denn erhaltenen Positiv richtig wiedergegeben. werden können.
  • Es ist zu beachten, daß die Farben auf den Negativ umgekehrt sind, d. h. das .in der unteren Schicht hergestellte Bild; die ursprünglich für das Orangerot des Spektrums empfindlich gemacht worden war, ist blaugrün gefärbt worden, während die obere ursprünglich zur Wiedergabe der Blaugrünwerte empfindlich gemachte Schicht oran;erot gefärbt worden ist.
  • Ein ähnliches Verfahren wird beim Kopieren zur Herstellung des Positivs angewandt. Die Platte oder .der Film, welche das Positiv aufnehmen sollen, .entspricht .in allen Beziehungen der Negativplatte vor der Exponferung und trägt die gleiche Art von Emulsionen in der gleichen Anordnung auf dem durchsichtigen Träger. Das Positiv wird einmalexponiert und nach der Exponverung in einer Weise behandelt, die in allen Beziehungen ähnlich derjenigen des bei Herstellung des Farbennegativs angewandten Verfahrens ist. Dabei ist zu beachten, daß die Farben bei Herstellung des Positivs wieder umgekehrt werden müssen, damit in dem fertigen Bild richtige Darstellungen erhalten werden.
  • Die Umkehrung der Farben bei Bildung des -Negativs und die zweite Umkehrung der Farben bei Bildung des Positivs-hat verschiedene Vorteile, deren bemerkenswertester wohl darin besteht, daß die Farbenumkehr zum Ausgleich jeder Unstimmigkeit in der trägen und schnell wirkenden Emulsion dient. Durch Auswechslung der Farben auf dem Farbennegativ und deren Wiederumkehrung bei Herstellung des Positivs wird die Möglichkeit unerwünschter Ergebnisse vermieden, die entstehen -könnten, wenn ein und dieselbe Farbe durchweg von der gleichen- Emulsion getragen würde.
  • Die Erfindung :umfaßt auch eine Verbesserung beim Kopieren zur Herstellung des Positivs-vom -Farbennegativ , wodurch bessere Unterschiede und kräftigere Färbung im Positiv gesichert werden. Zur Erreichung dieses Ziels benutzt man ein zweifarbiges Filter, das öffnungsstreifen an den äußeren Enden des Spektrums besitzt, um dadurch die Farbscheidung des Negativs. zu begünstigen. Wenn man das für die Herstellung des Positivs benutzte Licht in dieser Weise färbt, erhält man eine sehr gute Farbenwiedergabe auf dem Positiv, selbst wenn -die Farben des Negativs nicht von außergewöhnlicher Reinheit sind.
  • Nach der Erfindung kann man auch mit einer zweifachen Emulsionsschicht annähernd eine Dreifarbenwiedergahe erzielen. Hierfüx zieht man Vorteil aus .der Tatsache, daß die Farbenwerte des photographierten Gegenstandes nicht nur an der Oberfläche der zur Aufzeichnung dieser Werte empfindlich gemachtenEmülsions.schichtfestgehaltenwerden, sondern bis in eine beträchtliche Tiefe- in der Emulsion vorkommen. Auch wird Vorteil daraus gezogen, daß der oberen Emulsion eine gewisse Menge von gelbem Farbstoff einverlebt wurde, um die Bsauviolettfarbwerte zu absorbieren. Der gelbe Farbstoff- verhindert ein irgendwie in Betracht kommendes Durchdringen der blauviolettem. ;Strahlen. Deswegen werden diese Strahlen- nur an der Oberfläche der oberen Emulsion festgehalten werden oder werden. zum. mindesten sehr nahe dieser Oberfläche konzentriert sein und werden nicht in irgendwie erheblicher Ausdehnung durch die ganze Emulsionsmasse vorkommen, Die ganze obere Schicht ist j edoch auch zur Aufnahme des Grins des Spektrums empfindlich gemacht, und da :die Gegenwart des gelben Farbstoffs die grünen Strahlen nicht ausschließt, so werden die Grünwerte mehr oder weniger gleichförmig durch die ganze Tiefe der oberen Emulsion aufgenommen werden. Die Grünaufnahme unmittelbar an der Oberfläche der Emulsion, d. h. an derjenigen Stelle, wo die Blauviolettaufnahme kanzantriert ist, wird deswegen gering sein, weil die grünen Strahlen verhältnismäßig unaktinisch sind. Die Dichtigkeit des Grünbildes wird durch eine Anhäufung des Niederschlages durch die ganze Emulsionsschicht geschaffen, d. h. dadurch, daß die Grünwerte durch die ganze Tiefe der Schicht aufgenommen werden und nicht nur durch Konzentration an oder nahe der Oberfläche. DLe Oxangeroiteindrücke werden; in der unteren Emulsionsschicht aufgenommen, die Grüneindrücke durch die ganze Tiefe der .oberen Emutlsmonssehicht und die Blaueindrücke nahezu vollständig an der Oberfläche der oberen Schicht.
  • Nachdem das exponierte Negativ vollständig entwickelt und in der oben beschriebenen Weise behandelt worden ist, enthält die Platte dass obere Bild als Schwarzweißneg ativ entwickelt und das untere Bild blau gefärbt. Das obere Bild wird nun mit einen Beizmittel behandelt, das für den Gebrauch in Verbindung mit basischen Farbstoffen geeignet ist, wie beispielsweise eine Kupfer-@oxydf.erricyanidläsung, um die Gelat=ineschicht auswählend -absorptionsfähig für den Farbstoff zu machen. Das-Bild wird dann magentarot getont, -weil ,diese Farbe - für die Zwecke der Herstellung von Farbenbildern als komplementär zu Grün angesehen werden ! kann. Diese Farbtoniung kann durch einen geeigneten Farbstoff,- wie z. B. basisches Fuchsin (Rösänilinhydröchlorid), erzielt werden. Diesen Farbstoff läßt man so lang: einwirken, bis das ganze obere Bild gefärbt ! ist. Dann wird die Platte oder der Film in eine konzentrierte - Lösung eines gelben basischen Farbstoffs, wie Thioflavin, getaucht. Dieser Farbstoff hat die Wirkung, das Magentarot unmittelbar an der Ober$;äehe der oberen Ernulsionsschicht zu ersetzen, d. h. an derjenigen Stelle, wo dle Blaueindrücke aufgenommen sind. In diesem Stadium des Verfahrens trägt derngemäß die Platte oder der Film die Aufnahme -des photographierten Gegenstandes in drei Farben, nämlich Blau, Magentarot und Gelb. Die Bilder sind umgekehrt gefärbt, d. h. jedes Bild ist mit derjenigen Farbe gefärbt, die im wesentlichen komplementär zu der andern ist, deren Werte das -Bild aufgenommen hat. Diese Farbenumkehrung schafft, wie sich gezeigt hat, einen Ausgleich für anhaftende Unstimmigkeiten, die mit den wenig- und hochempfindlichen Eanulsionen verknüpft sind. Das Positiv wird durch Belichtung durch das Negativ hindurch in der üblichen Weise erzeugt. Dabei ist nur eine einzige Belichtung- _ erforderlich. Zur Bildung des Positivs ist das gleiche Verfahren nötig, wie es für die Herstellung des Negativs beschdebrn worden ist, d. h. das Positiv wird nach der Belichtung durch das Negativ hindurch in genau der eben in Verhindung mit der Behandlung des Negativs beschriebenen Weise behandelt. Dabei muß die Farbenumkehrung in dem Positiv wi:,-der .rückgängig gemacht werden, so daß das fertige Bild die richtige Farbenverteilung aufweist.
  • Zur Unterstützung bei der Erzielung einer wirksamen Farbenverteilung und um sich so den Ergebnissen eines Dreifarbenverfahrens möglichst anzunähern, hat es sich als wünschenswert ergeben, das Negativ durch ein dreifarbiges Filter zu exponieren. Dieses Filter ist so angeordnet, daß es zwei Absorptionsstreifen gibt, um die Trennung zwischen dem Rot, dem Grün und dem Blau des Spektrums zu bewirken. Die Absorptionsstreifen können mit Rhodamin und Fluorescein hergestellt werden. Die Wirkung ist eine Teilung des Spektrums in drei Abschnitte, welche entsprechend die drei Primärfarben enthalten, mit dem Ergebnis, daß eine bessere und schärfere Trennung der Farbwerte auf der photographischen Aufnahme erzielt wird.
  • Es hat sich weiter gezeigt, daß es wünschenswert ist, ein ähnliches Filter bei Herstellung des Positivs anzuwenden, und dabei hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, die Absorptionsstreifen auf diesem Filter ein wenig breiter und ein wenig schärfer begrenzt zu machen.
  • Man sieht so, daß dieses Verfahren eine annähernd dreifarbige Wiedergabe in einem Verfahren gestattet, das seinem Charakter und der Art seiner Handhabung nach im wesentlichen ein Zweifarbenverfahren ist und bei dem ein Träger benutzt wird, der eine zweischichtige Emulsion trägt, deren Schichten jedoch derart miteinander- vereinigt sind, daß sie der Sache nach einen einheitlichen Körper darstellen.
  • Es sind im vorhergehenden ;gewisse bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben worden; es ist jedoch zu beachten, daß mannigfache Abänderungen angewandt werden können, z. B. bezüglich der Abänderung der verschiedenen Entwicklungs- und Tonungslösungen u. dgl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i: Verfahren zur Herstellung von Farbenphotographien auf Bildträgern mit mehreren ÜbereinandergeschichtetenEmuls.ionen, wobei gleichzeitig in ohneZw ischenschichten unmittelbar aufeinander angeordneten. Emulsionsschichten, die zur Wiedergabe verschiedener Farbenwerte lichtempfindlich gemacht sind, eine Mehrzahl ummittelbar übereinandergelagerter latenter Bilder erzeugt wird, deren jedes einen besonderen Farbeindruck wiedergibt, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Bilder ungetrennt einzeln gefärbt werden und das Positiv von dem Negativ durch eine einzige Belichtung kopiert wird, worauf das Positiv entwickelt und eingefärbt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die übereinandergelagerten latenten Bilder sämtlich entwickelt und die erhaltenen Bilder dann zur Bildung des Negativs nacheinander gefärbt werden, worauf ein entsprechend dem Negativ zusammengesetztes Positiv vondem Negativ hergestellt und zur Erzeugung des Endprodukts einer ähnlichen Behandlung wie dieses unterworfen wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl übereinandergelagerter lichtempfindlicher Schichten des Positivs entsprechend für Farben empfindlich gemacht werden, die komplementär zu den im Negativ benutzten Farben sind. 4.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die entwickelten Bilder gebleicht und -daß dann das obere Bild wieder entwickelt wird, worauf jedes der Bilder in der ihm eigenen Farbe gefärbt wird. 5. Verfahren nach Anspruch i und .1 ., dadurch gelcennz.eii;hnet, daß nach Wiederentwicklung des oberen Bildes das untere Bild in einer Farbe gefärbt wird, für die das obere Bild ursprünglich empfindlich gemacht worden war, und' daß das obere Bild dann mit derjenigen Farbe gefärbt bzw. gebeizt wird, für die das untere Bild ursprünglich empfindlich gemacht war. 6. Verfahren nach Anspruch i und dadurch gekennzeichnet, d@aß zwei übereinandergelagerte latente Bilder hergesteIlt werden, die beide gleichzeitig entwickelt und fixiert und dann gebleicht werden, worauf das obere Bild wieder entwickelt und das Negativ dadurch gefärbt wird, daß zuerst das untere und dann das obere Bild getont wird. 7. Verfahren nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, draß das untere Bild blaugrün gefärbt und das obere Bild gebeizt und rotorange gefärbt wird, worauf ein Positiv von dem Farbennegativ in der gleichen Weise hergestellt wird. S. Verfahren zur Herstellung von zweifarbigen Farbenphotographien, dadurch i gekennzeichnet, daß man in Ernulsionsschichten, .die zur Aufnahme verschiedener Farbwerte empfindlich gemacht und zur Bildung -eines im wesentlichen ein Ganzes bildenden Körpers vereinigt sind, zwei i übereinandergelagerte latente Bilder herstellt, die gleichzeitig entwickelt werden, daß man dann die beiden Bilder fixiert und bleicht und hierauf das obere Bild wieder entwickelt, alsdann das untere färbt, hiernach das obere Bild in derjenigen Farbe färbt, für welche die :das untere Bild tragenden Schichten des lichtempfindlichen Mediums empfindlich gemacht waren, indem man durch ein geeignetes Bad die das obere Bild enthaltende Gelatine allein härtet, und zwar im Verhältnis zur Dichte des Bildes, worauf man die Platte mit einer geeigneten Farbstofflösungbehandelt, so d.aß der Farbstoff im umgekehrten Verhältnis zur Menge des im oberen Bilde enthaltenen Silbers absorbiert wird, um so ein Farbennegativ herzustellen. g. Verfahren zur Herstellung von Farbenphotographien in zwei Farben, dadurch gekennzeichnet, daß man in Emulsionsschichten, die zur Aufnahme von voneinaazder verschiedenen Farbwerten empfindlich gemacht sind, zwei übereina'ndergelagerte latente Bilder verschled:ener Farbeindrücke herstellt, diese gleichzeitig entwickelt und dann beide Bilder fixiert und bleicht, hierauf das obere Bild wieder entwickelt, alsdann jedes der beiden Bilder mit derjenigen Farbe färbt, deren Werte durch das andere Bild aufgenommen sind, eine zweite gewöhnliche Platte zur Aufnahme der Blaueindrücke des photographierten Gegenstandes herstellt und davon im Positiv ein gelbes Bild anfertigt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE756886C (de) * 1939-02-23 1952-10-27 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von farbtonrichtigen photographischen und kinematographischen Mehrfarbenbildern

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DE756886C (de) * 1939-02-23 1952-10-27 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von farbtonrichtigen photographischen und kinematographischen Mehrfarbenbildern

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