DE937361C - Verfahren zur Herstellung von Schaltkammern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SchaltkammernInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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Landscapes
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Schaltkammern Die Erfindung betrifft die Herstellung von Schaltkammern, welche im Inneren unter der Einwirkung eines Lichtbogens Gase mit Lös-rhwirkung abgeben. Man hat einerseits schon verschiedene, z. B. thermoplastische Stoffe, welche unter .der Wirkung des elektrischen Lichtbogens Löschgase abgeben, vorgeschlagen.
- Auf der anderen Seite sind schon zahlreiche Vorschläge gemacht worden, diese Stoffe je nach ihren mechanischen Eigenschaften in ganz bestimmter Weise zu verarbeiten. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, poröse Schaltkammerwandungen mit der gasabgebenden Substanz zu tränken oder das Innere der Schaltkammer durch Tauchen oder Aufstreichen mit dieser soggenannten Hartgasmasse zu überziehen. Vielfach hat man das Wandmaterial auch als Forrnkörper hergestellt und nachträglich in die Schaltkammer eingesetzt. In diesen Fällen ließ. die mechanische Festigkeit, speziell .das Festhalben der Hartgasmasse an denn Wandmaterial der S-cbaltkammer zu wünschen übrig.
- Die vorliegende Erfindung löst mit verhältnsmäßigeinfachen Mitteln die Aufgabe, die Hartgrimasse dauerhaft mit der Schaltkammer zu verbinden. Sie besteht aus einem Verfahren zur Herstellung von Schaltkammern aus Hartgewebe oid. dgl. mit einem inneren Wandbelag aus unter Lichtbogeneinwirkumg gasabgebenden Stoffen und ist zunächst dadurch gekennzeichnet, daß aus den Aufbaustoffen des Wandbelags erst Halbschalen vargepreßt werden. Diese werden dann gemäß der Erfirudung in den vorübergehend mit einem Formkern versehenen, selber als Preßfarm .dienenden Hartgewebekörpier eingelegt und durch einen in diesen eintauchenden Preßstempel unter-Erwärmung verdichtet. Die Druckwärmebiehandlung ist so vorzunehmen, daß die Halbschalen des Hartgasmaterials miteinander verfließen und .sich zugleich mit dem Hartgeweberobr fest verbinden.
- Von besonderem Vorteil ist gemäß der Erfindumg bei diesem Preßverfahren die- Verwendung eines Formkernes, der von innen her ;geheizt und anschließend (gekühlt werden kann. Während des Pressens wird der Formkern geheizt, wodurch ein besseres Fließen der zu verpressenden Hairtgasmasseerreicht wird. Nach vollendetem Pressen wird der Formkern abgekühlt, so da@ß !er sich zusammenzieht Dve Erfindung und sieht leicht ferner entfernt eine werden neuartige kann.' ilfs-,einrichtuag vor, die zur Überwachung der gleichmäßigen Verteilung von Druck und Wärmewirkung während des Preßvoxlganges dient. Zu diesem Zweck wird in den Hartgewebekörper, deir meist zylindrische Gestalt besitzen wird, eine Anzahl vorzugsweise radial gerichteter dünner Bohrungen angebracht, :die den Durchtritt der Preßmasse aus dem Kammerinneren nach außen gestatten, sobald infolge hohen Druckes respektive hoher Temperatur die Preßmasse ein bestimmtes Maß an Fließfähigkeit erreicht hat. Beginnt die Preßmasse aus den Öffnungen ;auszutreten, so dürfen Druck und Temp-eratur nicht weitererhöht werden bzw: kann der Preßvorgang beendet werden. Man hat ,es, durch Wahl des Durchmessers dieser Bohrungen also in der Hand, bestimmte Verarbeitungsbedingungen einzuhalten. Achtet man .darauf, daß die Preßmasse aus allem diesen Bohrungen etwa gleichmäßig austritt, so hat man. die Gewäh , daß die Pressung ordnungsgemäß- verlaufen ist.
- Gegenstand der Erfindung ist ferner die bevorzugte Verarbeitung eines H.arzgemisohes mach .dem oben gekennzeichneten Verfahren, welches als Bindeharz Acrylnitril enthaltende Mischpolym.erisate und als Harbgasmasse Abkömmlinge des Harnstoffes enthält. Dabei beträgt der Anteil des Bindestoffes zweckmäßig 25 bis 35 Gewichtsprozent, während als harnstoffähnliche Hartgasmasse insbesondiere in an sich bekannter Weise Harnstoff- oder Meläminharz.e Verwendung finden.
- Die Form der vorgepreß.ten Halbschalen soll so gewählt werden, daß sie zusammen den zwischen der Schaltkammer und dem Formkern :entstehenden Ringraum möglichst vollständig ausfüllen. Je wenig .er Hohlräume verbleiben, um so weniger groß ist der .erforderliche Hub des Preßstempels. Dennoch kann nicht verhindert werden, daß der Preßstempel wenigstens peinige Millimeter tief in die Schaltkammer eintaucht, schon allein deswegen nicht, weil die vorgepreßbe Preßmasse noch -etwas verdichtet wird ,und weil ein Teil der Preßmasse ja in die obenerwähnten radialen Bohrungen fließt. Wenn aus konstruktiven Gründen -die Forderung gestellt wird, daß der Hartgasbelag bündig mit dem Rand des Hartgewebekörpers ,abschließt, dann kann man entweder in einem zweiten Preßvorgang noch etwas Hartgasmasse nachfüllen, oder `man schneidet den überstehenden Rand des Schaltkammer.,gehäuses ab.
- Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Herstellung von Schaltkammern für sogenannte Hartgass-chalber, das sind. meist für die Abschaltung hoher Spannlungen und Ströme bestimmte Schaltgeräte, bei denen der beim Trennen der Kontakte auftretende Lichtbogen durch die aus .der Hartgasmasse austretenden Gase gelöscht wird. Als Wandmaterial der Schaltkammern kommt wegen seiner hervorragenden mechanischen Eigenschaften vor allem P.henolharzhartgewebie in Frage, wozu sowohl organische Fasern als auch Glasfasern verwendet werden können.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstelliu@g von Schaltkammern aus Hartgewebe od..dgl. mit einem inneren Wandbelag aus unter Lichtbogeneinwirkung gasabgebenden organischen Stoffen, gekennzeichnet, daß aus den Aufbaustoffen des Wandbelags Halbschalen vorgepreß.t, @dmese in den mit einem Formkern versehenen, selber als Preß.form dienenden Hartg.ewebekörper eingelegt und durch einen ,eintauchenden Preßsbempel unter Erwärmung verdichtet und ,untereinander sowie mit dem H.artgewehekörper verbunden werden.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Schaltkammern nach Anspruch ,,dadurch gekennzeichnet, daß ein zwecks Zufuhr vorn Kälte oder Wärme hohl ausgebildeter Formkern verwendet wird. -3. Verfahren zur Herstellung von Schaltkammern nachAnspruch i oder 2, dadurch gekennzei:ehnet, daß. ein mit engen, vorzugsweise radial gerichteten Bohrungen od. dgl. versehener Hartgewebekörl5er verwendet wird und daß Preß-!druek und/oder -temp.eratur so gewählt werden bzw. Uaß so lange gepreßt wird, bis an den Bohrungen .durch die Hartgewebewand Preßmas!se austritt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, @dadurch gekennzeichnet, daß als gasabgebender Stoff .eine aus 25 bi's 35 Gewichtsprozenten eines harzartigen Bindestoffes, vorzugsweise eines Acrylnitril enthaltenden Mischpolymerisabes, und im übrigen aus einem Abkömmling .des Harnstoffes bzw. aus einem Harnstoff- oder Melaminharz bestehende Hartgasmasse verwendet wird. - Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 648 198, 661 8o8, 708 720; österreichische Patentschrift Nr. 16o367.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE937361C true DE937361C (de) | 1956-01-05 |
Family
ID=7259728
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|---|---|---|---|
| DEL14136A Expired DE937361C (de) | 1952-12-10 | 1952-12-10 | Verfahren zur Herstellung von Schaltkammern |
Country Status (1)
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|---|---|
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Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE648198C (de) * | 1936-05-16 | 1937-07-24 | Aeg | Loeschrohr fuer elektrische Gasschalter |
| DE661808C (de) * | 1936-11-10 | 1938-06-28 | Aeg | Fuellstift fuer Schaltrohre von elektrischen Schaltern |
| AT160367B (de) * | 1935-07-02 | 1941-05-10 | Aeg Union Elek Wien | Elektrischer Stromunterbrecher, bei dem der Lichtbogen mit vorzugsweise gasabgebenden Isolierteilen in Berührung kommt. |
| DE708720C (de) * | 1939-03-23 | 1941-07-29 | Aeg | Verfahren zur Herstellung von Schaltkammerteilen |
-
1952
- 1952-12-10 DE DEL14136A patent/DE937361C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT160367B (de) * | 1935-07-02 | 1941-05-10 | Aeg Union Elek Wien | Elektrischer Stromunterbrecher, bei dem der Lichtbogen mit vorzugsweise gasabgebenden Isolierteilen in Berührung kommt. |
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| DE661808C (de) * | 1936-11-10 | 1938-06-28 | Aeg | Fuellstift fuer Schaltrohre von elektrischen Schaltern |
| DE708720C (de) * | 1939-03-23 | 1941-07-29 | Aeg | Verfahren zur Herstellung von Schaltkammerteilen |
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