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DE935045C - Verfahren zur Herstellung von Polsterkissen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polsterkissen

Info

Publication number
DE935045C
DE935045C DE1954935045D DE935045DA DE935045C DE 935045 C DE935045 C DE 935045C DE 1954935045 D DE1954935045 D DE 1954935045D DE 935045D A DE935045D A DE 935045DA DE 935045 C DE935045 C DE 935045C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
cushion
layers
chain
weft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1954935045D
Other languages
English (en)
Inventor
Erika Bergmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GUSTAV BERGMANN FA
Original Assignee
GUSTAV BERGMANN FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GUSTAV BERGMANN FA filed Critical GUSTAV BERGMANN FA
Application granted granted Critical
Publication of DE935045C publication Critical patent/DE935045C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C27/00Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas
    • A47C27/002Mattress or cushion tickings or covers

Landscapes

  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polsterkissen
    Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, einen
    \\'cg zur wirtschaftlichen Herstellung gepolsterter
    - insbe>ondere :;abgeteilt« gepolsterter - Auf-
    lrbe@isen zu linden, die nicht nur ein ansprechen-
    de.., ltlere#, haben, sondern die sich auch durch
    eine hohe Formbeständigkeit sowie eine lange
    Lebensdauer auszeichnen.
    Es ist an sich nicht mehr neu, mit Gewebe über-
    zogene Polster in der eise herzustellen, daß man
    z« ei die Oberfläche des Polsters ergebende Ge-
    «-el)elagen gleichzeitig anfertigt und sie dabei in
    gleichmäßigen Abständen miteinander derart ver-
    gebt, (Ial) zur Aufnahme von Polstermaterial ge-
    eignete Taschen entstehen. Bei diesem bekannten
    Verfahren werden die beiden Gewebelagen durch in
    der Richtung des Schusses des Gewebes liegende
    @chinale Abbindestreifen miteinander verwebt. Es
    entstehen so parallel zueinander liegende Gewebe-
    Schläuche, die anschließend von den offenen Seiten des Gewebes her mit Polstermaterial gestopft werden.
  • Die Füllung solcher »Pfeifenpolster« mit einem locker in die Schläuche gestopften Polsterstoff bringt aber den -\Tachteil mit sich, daß das Polstermaterial, z. B. Baumwolle, Roßhaar od. dgl., bereits nach kurzer Benutzungsdauer in den Schläuchen zusammengepreßt wird und sich dabei ungleichmäßig über die Länge der Polsterschläuche verteilt. Infolgedessen wird ein solches Pfeifenpolster - insbesondere wenn es als Sitzpolster verwendet wird - sehr rasch unansehnlich, und an bestimmten Stellen büßt es sehr bald seine Polsterwirkung ein.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Polster, insbesondere ein Sitzpolster, oder ein Auflegekissen zu schaffen, das eine sehr hohe Formbeständigkeit auch bei starker Belastung zeigt und trotzdem sehr biegsam und anpassungsfähig ist.
  • Die Erfindung besteht darin, daß man ein Polster oder Kissen, dessen Gewebebezug aus zwei Gewebelagen besteht, die während des Webvorganges in gleichmäßigen Abständen miteinander verwebt werden und so Taschen zur Aufnahme von Polstermaterial bilden, in der Weise herstellt, daß die beiden Gewebelagen sowohl in Richtung der Kette als auch des Schusses der Gewebe abgebunden werden, wobei allseitig durch Webbindung geschlossene Taschen entstehen, in die vor Schließen der jede Tasche abschließenden Bindung die Polsterfüllung eingebracht wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet vor allem den Vorteil, daß das Hohlgewebe sich eng an die Polstereinlagen anschmiegt und daher die Polstereinlagen unverrückbar gehalten sind, was nicht nur das gefällige Aussehen hebt, sondern auch für die Formbeständigkeit des Auflegekissens von Bedeutung ist. Außerdem fallen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Auflegekissen verhältnismäßig billig aus, da sie in einem Zuge hergestellt werden können. Dies tritt vor allem dann klar hervor, wenn man bedenkt, daß z. B. bei abgesteppten Auflegekissen zahlreiche Arbeitsgänge erforderlich sind, ganz abgesehen davon, daß Steppnähte meistens den Beanspruchungen nicht gewachsen sind und verhältnismäßig leicht auftrennen. Wenn man mit Schußfäden unterschiedlicher Färbung arbeitet, erhält man -j e nach der Farbe der Kettenfäden - ein zweifarbiges oder zweifarbig meliertes Waffelmuster, dessen Einzelflächen quadratisch oder rechteckig sind. Durch die Wahl der Farbe können nach Ermessen des Herstellers sehr unterschiedliche Effekte erzielt werden, ohne daß sich dabei eine Verteuerung des Auflegekissens ergibt. Außerdem können durch entsprechende Wahl der Ketten- und der Schußfäden auch beliebige Muster in den einzelnen Waffelfeldern erzielt werden, ohne daß solche Muster zu einer nennenswerten Erhöhung der Herstellungskosten führen.
  • Zur Füllung der Taschen dienen vorgeformte, d. h. den Abmessungen der Taschen entsprechende Polstereinlagen, die beispielsweise aus Schaumgummi oder einem anderen Schaumstoff bestehen können.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß sowohl die Webkanten als auch der Kettenanfang und das Kettenende der das Kissen bildenden Gewebelagen zusätzlich vernäht bzw. nach Zusammenrollen zu einem Randwulst vernäht werden.
  • Zur Erzielung eines gefälligen Aussehens können die Ketten- und die Schußfäden mit einer gewissen Zugabe von den festen Randkanten abgeschnitten werden, so daß die Enden der Ketten- und der Schußfäden Fransen ergeben. Wenn man an Stelle der Fransen einen anderen Abschluß wünscht, ist es zweckmäßig, die Ketten- und die Schußfäden in einem bestimmten Abstand von den festen Kanten nochmals zu verweben und sie dann nach dem Abschneiden so einzurollen und zu vernähen, daß ein umlaufender, verhältnismäßig weicher Randwulst entsteht.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Auflegekissens beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt Fig. i ein Auflegekissen in schaubildlicher Darstellung, Fig. 2 und 3 rechtwinklig zueinander verlaufende Ouerschnitte durch das Auflegekissen nach Fig. i, lediglich schematisch dargestellt.
  • Das Auflegekissen i hat in dem in Fig. i gezeigten Beispiel eine quadratische Form und besteht aus einzelnen quadratischen Feldern 2, die dicht beieinanderliegen und infolge der erfindungsgemäßen Herstellungsart nur schmale Spalte 3 zwischen sich frei lassen.
  • Die erfindungsgemäße Arbeitsweise bei der Herstellung des Auflegekissens i geht aus den Fig. 2 und 3 hervor und soll an Hand dieser Figuren näher erläutert werden.
  • Die in einen nicht dargestellten Handwebstuhl eingespannten Kettenfäden k werden bei Beginn des Arbeitsvorganges durch die Schußfäden s so miteinander verwebt, daß ein sich nur über ein kurzes Stück erstreckendes Doppelgewebe .I entsteht, das anschließend in ein aus einer Oberbahn und einer Unterbahn 6 bestehendes Hohlgewebe übergeht, dessen Kettenfäden k bei 7 gekreuzt werden, so daß das zuvor eingeschobene Schaumgummistück 8 (oder ein anderes elastisches Polsterstück) innig umschlossen in dem Hohlgewebe eingebettet liegt. Genauso wie die Kettenfäden bei gekreuzt werden, wechseln die Schußfäden s bei 9 von der Oberbahn 5 zu der Unterbahn 6 und umgelehrt, so daß die Schaumgummistücke 8 auch nach der anderen Richtung hin gewissermaßen mit Vorspannung in dem Hohlgewebe 5, 6 sitzen. Durch das Wechseln der Ketten- und der Schußfäden k bzw. s werden also abwechselnd die Oberbahnen zu Unterbahnen und die Unterbahnen zu Oberbahnen, wie aus den Fig. a und 3 hervorgeht.
  • Die Schußfäden s werden in gleicher Weise wie die Kettenfäden k an ihren Enden verwebt und gegebenenfalls zusätzlich vernäht. Ferner können die Kettenfäden k und die Schußfäden s mit einer gewissen Zugabe von den dicht neben den äußeren Schaumgummistücken 8 liegenden gebundenen Teilen 4. des Gewebes nochmals verwebt sein, so daß zusätzliche Randkanten io entstehen, die eine Fransenbildung vermeiden. In einem solchen Fall ist es zweckmäßig, die überstehenden Enden einzurollen, wodurch sich ein umlaufender Randwulst i i ergibt, der durch eine Naht 12 gegen Aufrollen gesichert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Polsterkissen, bei denen in gleichmäßigen Abständen miteinander verwebte Gewebelagen Taschen zur Aufnahme von Polstermaterial bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gewebelagen @o«-ohl in fichtungder Kette als auch des Schusses der Gewebe abgebunden «-erden, wobei allseitig durch Webbindung beschlossene Paschen entstehen. in die vor Schließen der jede Tasche abschließenden Findung die Polterfüllung eingebracht wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Füllung der Taschen vorgeformte, z. r. aus Schaumstoff hergestellte Poltereinlagen verwendet werden. -3. Verfahren nach Anspruch i oder -a, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Webkanten als auch der Kettenanfang und das Kettenende der das Kissen bildenden Gewebelagen zusätzlich vernäht bzw. nach Zusammenrollen zu einem Randwulst vernäht «-erden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften 1r. 51E 42.f.
DE1954935045D 1954-09-26 1954-09-26 Verfahren zur Herstellung von Polsterkissen Expired DE935045C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE935045T 1954-09-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE935045C true DE935045C (de) 1955-11-10

Family

ID=581734

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1954935045D Expired DE935045C (de) 1954-09-26 1954-09-26 Verfahren zur Herstellung von Polsterkissen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE935045C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129431B (de) * 1958-05-02 1962-05-17 Teufel Wilh Jul Fa Kleidungsstueck

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE516424C (de) * 1931-01-22 Budd Edward G Mfg Co Verfahren zur Herstellung von Pfeifenpolstern

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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