DE92387C - - Google Patents
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- DE92387C DE92387C DENDAT92387D DE92387DA DE92387C DE 92387 C DE92387 C DE 92387C DE NDAT92387 D DENDAT92387 D DE NDAT92387D DE 92387D A DE92387D A DE 92387DA DE 92387 C DE92387 C DE 92387C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D75/00—Nailing devices on pulling-over or lasting machines
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- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Regelung des Stiftabstandes und der Stiftgröfse bei Aufzwickmaschinen,
bei denen das Oberleder durch eine Zwickzange über den Leisten gezogen wird, wobei die Zwickzange in einem beweglichen
Obertheil gelagert ist.
Beim Nageln des Oberleders sind für die Seitenränder kürzere Stifte mit gröfserem Abstand
und beim Hacken sowie beim Zehenende längere Stifte mit kleinerem Abstande erforderlich.
Die hierdurch bedingten Veränderungen und Umschaltungen der Maschine werden durch
eine Schaltwelle bewirkt, die der Arbeiter von seinem Platze aus durch Bethätigung eines
Druckhebels je nach Bedarf verstellen kann.
! Die Schaltwelle wird bei jeder Bethätigung des Druckhebels um 90 Grad gedreht und Wirkt einerseits auf die seitlichen Verschiebungen einer in den Leisten eingreifenden Führungsspitze und andererseits auf eine Schaltzunge, deren Stellung bestimmt, ob die in dem einen von zwei Stiftbehältern enthaltenen längeren oder die in dem anderen Behälter enthaltenen kürzeren Stifte zur Verarbeitung gelangen sollen. . Die Wirkung der Schaltwelle auf die Stiftweite erfolgt mittelst einer auf der Schaltwelle befestigten Coulisse, welche eine die seitlichen Verschiebungen der Führungsspitze vermittelnde Zugstange so verschiebt, das die seitliche Verschiebung der Führungsspitze gröfser oder kleiner ausfällt, je nachdem eine in den Coulissenschlitz eingreifende Führungsrolle sich an einem Ende oder in der Mitte der Coulisse, befindet.
! Die Schaltwelle wird bei jeder Bethätigung des Druckhebels um 90 Grad gedreht und Wirkt einerseits auf die seitlichen Verschiebungen einer in den Leisten eingreifenden Führungsspitze und andererseits auf eine Schaltzunge, deren Stellung bestimmt, ob die in dem einen von zwei Stiftbehältern enthaltenen längeren oder die in dem anderen Behälter enthaltenen kürzeren Stifte zur Verarbeitung gelangen sollen. . Die Wirkung der Schaltwelle auf die Stiftweite erfolgt mittelst einer auf der Schaltwelle befestigten Coulisse, welche eine die seitlichen Verschiebungen der Führungsspitze vermittelnde Zugstange so verschiebt, das die seitliche Verschiebung der Führungsspitze gröfser oder kleiner ausfällt, je nachdem eine in den Coulissenschlitz eingreifende Führungsrolle sich an einem Ende oder in der Mitte der Coulisse, befindet.
Die Wirkung der Schaltwelle auf die Stiftgröfse erfolgt mittelst eines die genannte
Führungsrolle tragenden Armes, welcher eine an die Schaltzunge angeschlossene Zugstange
so verschiebt, dafs eine am beweglichen Obertheil der Maschine angeordnete Rolle entweder
auf der einen oder anderen Seite der Schaltzunge in den Schlitz eines Rahmens eintritt,
nach dessen jeweiliger Stellung die zur Aufnahme der zu verarbeitenden Stifte bestimmte
Rinne entweder mit dem einen oder mit dem anderen Stiftgehäuse zum Eingriff gelangt.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt
worden.
Fig. ι zeigt den oberen Theil einer nach
vorliegender Erfindung ausgerüsteten Aufzwickmaschine in der Seitenansicht.
Fig. 2 ist der zugehörige Grundrifs.
Fig. 3 ist die entsprechende Vorderansicht.
Fig. 4 zeigt die Vorrichtung zur Verschiebung der Führungsspitze in der Seitenansicht.
Fig. 5 ist die entsprechende Vorderansicht.
Fig. 6 veranschaulicht die Vorrichtung zum Verstellen der Schaltwelle sowie die Wirkungsweise
der letzteren.
Fig. 7 zeigt die entsprechenden Theile in der Rückansicht.
Die Fig. 8 und 9 zeigen Einzelheiten.
Die Fig. 10 bis 14 veranschaulichen die zur
Regelung der Stiftgröfse dienenden Mechanismen.
Die zum Regeln der Stiftweite sowohl als der Stiftgröfse dienende Schaltwelle 160 ist im
feststehenden Obertheil 3 der Maschine gelagert. Am einen Ende derselben ist ein
Arm 165 angebracht (Fig. 7), der durch eine Gelenkschiene 166 an den Kurbelzapfen 167
einer Sperrscheibe 168 angeschlossen ist. Die Scheibe 168 ist auf der Welle 162 befestigt,
welche mit einer losen Riemscheibe 170 aus-
gerüstet ist. Die dauernd angetriebene Riemscheibe
befindet sich zwischen zwei Scheiben 171 und 172, welche sich beide mit der Welle 162
drehen müssen. Während aber die eine Scheibe 171 fest sitzt, ist die andere 172 in
der Längsrichtung der Welle etwas verschiebbar und steht unter dem Einflufs einer Spiralfeder,
welche sie mit genügender Reibung gegen die Riemscheibe 170 drückt, so dafs die Welle 162
von der Riemscheibe 170 mitgenommen wird, so lange sie nicht von der Sperrscheibe 168
daran gehindert wird.
Die Scheibe 168 ist mit vier Vorsprüngen 182
ausgerüstet, neben welchen die Kerben 185 vorgesehen sind. In die Scheibe 168 greifen
zwei Sperrklinken 186 und 187 .ein (Fig. 6),
welche mittelst eines Armes 194 gemeinsam bethätigt werden können. Der Arm 194 wird
von einer Spiralfeder 201 in seiner Ruhestellung erhalten, bei welcher die Klinke 186
in eine der Kerben 185 eingreift, während die Klinke 187 aufserhalb des Bereiches der Ansätze
182 steht. An das freie Ende des Armes 194 greift eine Schubstange 196, welche
mittelst des Druckhebels 198 so verstellt werden kann, dafs die Klinke 186 aus der Kerbe 185
heraustritt und die Klinke 187 dem Umfange der Scheibe 168 genähert wird. Sobald die
Klinke 186 die Scheibe 168 freigiebt, dreht sich die Schaltwelle 160 unter dem Einflufs
der Riemscheibe. Sollte die Klinke 186 nicht so früh zur Hemmscheibe zurückkehren, um
in die nächstfolgende Kerbe einzugreifen, so würde die Klinke 187 gegen den entsprechenden
Vorsprung 182 greifen und dadurch verhindern , dafs die Schaltwelle 160 bei einmaliger
Bethätigung des Druckhebels 198 um mehr als 1J4 gedreht wird. Der Arbeiter hat
es demnach vollständig in der Hand, durch je einen Druck auf den Druckhebel je eine Vierteldrehung
der Schaltwelle herbeizuführen.
Die Führungsspitze 209 befindet sich an dem seitlich ausgebogenen Arm 208, welcher
von dem am unteren Ende einer senkrecht verschiebbaren Welle 205 befestigten Arm 207
getragen wird. Die Welle 205 ist in dem feststehenden Obertheil 3 gelagert (s. auch Fig. 1)
und mit den Ringen 212 und 213 ausgestattet.
Zwischen beiden greift der eine Arm eines Winkelhebels 214 ein, welcher mittelst einer
Schubstange 216 von einer Nuthenscheibe der Betriebswelle 32 der Aufzwickmaschine bethätigt
wird und die Verticalverschiebungen der Führungsspitze bewirkt. Die seitlichen Verschiebungen
der Führungsspitze sind eine Folge von Drehbewegungen der Welle 205, welche mittelst eines an den Ring 212 angeschlossenen
Armes 222 (Fig. 9) herbeigeführt werden, indem auf diesen Arm ebenfalls eine von der
Betriebswelle aus bethätigte Zugstange 221 einwirkt. Um die Gröfse der seitlichen Verschiebung
veränderlich zu machen, greift die Schubstange 221 mit einer Bohrung auf den
Arm 222 und ist aufserdem mit einem Universalgelenk 238, 239 ausgestattet, welches sowohl
eine Aufwärtsbewegung der Welle 205 als auch eine Verschiebung der Stange 221 auf den
Arm 222 gestattet. Die letztgenannte Verschiebung wird von der Schaltwelle 160 aus
bewirkt, welche mit der Coulisse 225 ausgestattet ist. In den Schlitz 226 dieser Coulisse
greift eine Führungsrolle 227 ein, welche an einem schwingend aufgehängten Arm 228 angebracht
ist. Mit dem Arm 228 ist ein verstellbarer Arm 234 verbunden, durch dessen Schlitz 235 die Zugstange 221 hindurchgeht.
Durch eine Drehung der Schaltwelle 160 um . 900 gelangt die Gleitrolle 227 von der
Mitte der Coulisse nach dem einen Ende und wird dadurch von der Schaltwelle 160 etwas
entfernt. Infolge dessen wird auch die Zugstange 221 verschoben und der Angriffspunkt
derselben auf den Arm 222 von der Welle 205 entfernt. Da nun die Verschiebung der Zugstange
stets dieselbe bleibt, so wird natürlich die Verdrehung der Welle 205 und somit auch
die seitliche Verschiebung der Führungsspitze 209 kleiner. Bei einer weiteren Vierteldrehung der Schaltwelle 160 geht die Gleitrolle
227 wieder in die Mitte der Coulisse 225, so dafs auch die Zugstange 221 bezw. der
Angriffspunkt derselben auf den Arm 222 in ihre Ruhestellungen zurückkehren. Bei weiterer
Drehung der Schaltwelle 160 geht die Gleitrolle 227 nach dem anderen Ende der Coulisse,
wobei dieselbe Verschiebung der Schubstange 221 eintritt. Bei nochmaliger Drehung , um 900
kehrt die Gleitrolle wieder zur Mitte der Coulisse zurück. Das beschriebene Spiel wiederholt
sich bei jeder Umdrehung der Hemmscheibe 168,
wobei die Rückwärtsdrehung durch die gebogenen Haken der Klinke 187 verhindert wird.
Die Schubstange 216 und die Zugstange 221
werden durch ihre Hubscheiben von der Betriebswelle 32 aus so gesteuert, dafs die am
Arm 208 befindliche Führungsspitze 209 nach einander folgende Bewegungen ausführt. Aus
ihrer oberen Stellung geht sie zuerst etwas nieder, dann bewegt sie sich seitlich und geht
dann weiter nieder, und zwar nun in den Leisten hinein. Hier ruht die Spitze einen
Augenblick, bis der Stift eingetrieben ist. Alsdann geht die Spitze wieder zurück, wobei sie
den Leisten mit sich nimmt. Schliefslich geht die Spitze wieder nach oben, um diese Bewegungen
zu wiederholen. Die Welle 205 steht unter dem Einflufs einer am Maschinengestell
befestigten Feder 223, welche die Welle stets in ihre Ruhelage zu drängen strebt.
Wie nun ohne Weiteres ersichtlich ist, fällt die seitliche Verschiebung der Führungsspitze
und somit auch der Stiftabstand kleiner oder gröfser aus, je nach der Stellung der Coulisse 225
bezw. der Schaltwelle 160, deren Stellungen
der Arbeiter mittelst des Druckhebels 198 und der Klinken 186 und 187 nach Bedarf regelt.
Gleichzeitig dient die Verstellung der Schaltwelle 160 zur Regelung der Stiftgröfse.
In dem einen der beiden Stiftgehäuse 251
befinden sich längere und in dem anderen kürzere Stifte, welche durch Stiftbahnen zur
Arbeitsstelle geführt werden. Um den gerade erforderlichen Stift aus der entsprechenden
Stiftbahn zu entnehmen, ist folgende Einrichtung getroffen:
In eine Bohrung der Platte 257 (Fig. 10 bis ι 3) ist der Zapfen 278 eingesetzt, an dessen
unterem Ende der mit einer Kerbe 276 versehene Bügel 275 mittelst einer V-förmigen
Platte 277 befestigt ist. Auf der Platte 257 ruht der Rahmen 280, welcher durch einen
Stift 281 mit dem Zapfen 278 verbunden ist. In dem Rahmen 280 ist die Schaltzunge 282
mittelst einer Zugstange 292 verstellbar. Die Stellung der Schaltzunge hängt von der jeweiligen
Stellung der Schaltwelle 160 ab. Auf der Schaltwelle 160 sitzt ein lose drehbarer
Arm 286 (Fig. 8), dessen Nabe noch den abwärts gerichteten Arm 288 besitzt. Letzterer
steht unter dem Einflufs einer an das Maschinengestell angeschlossenen Feder 289, welche
denselben stets in der Ruhestellung zu erhalten strebt. Neben der Nabe der Arme 286
und 288 sitzt noch eine zweite Nabe mit dem abwärts gerichteten Arm 291, an welchen das
eine Ende der die Verstellung der oben erwähnten Schaltzunge 282 bewirkenden Zugstange
292 angeschlossen ist. Zwischen den beiden Armen 288 und 291 ist eine die Nabenhülsen
umfassende flache Feder 295 angeordnet, so dafs zwischen denselben eine federnde
Kupplung besteht. Bei derjenigen Stellung der Schaltwelle 160, bei welcher die Gleitrolle
227 in der Mitte des Coulissenschlitzes steht, liegt ein Arm 285 des Armes 228 an
dem Arm 286 und lenkt ihn in der Pfeilrichtung ab. Infolge dessen wird auch der
Arm 291 in der Richtung seines Pfeiles abgelenkt und die Schaltzunge 282 in die Stellung
der Fig. 12 gebracht. Bei derjenigen Stellung der Schaltwelle 160, bei welcher sich die Gleitrolle
227 an einem Ende des Coulissenschlitzes befindet, tritt der Ansatz 285 des Armes 228
von dem Arm 286 zurück. Infolge dessen zieht die Feder 289 die einzelnen Theile in
deren Ruhelage zurück.
Neben der Schaltzunge 282 bleibt je nach der Stellung derselben auf der einen oder auf
der anderen Seite in dem Rahmen 280 genügender Raum zum Eintritt einer am beweglichen
Obertheil 2 der Maschine befestigten Rolle 300. Diese bewirkt nun eine solche Verschiebung des Rahmens 280, dafs die
Kerbe 276 des Bügels 275 entweder der einen oder der anderen Stiftbahn gegenübersteht.
Auf diese Weise gelangt entweder ein längerer oder ein kürzerer Stift in die Kerbe 276, je
nachdem der Arbeiter die Schaltwelle auf den kleineren oder gröfseren Stiftabstand einstellt.
Geht nun der bewegliche Obertheil 2 zurück, so bringt die Rolle 300 den Rahmen 280
wieder in seine mittlere Stellung, bei welcher der in der Kerbe 276 hängende Stift sich
gerade über der Oeffnung 308 in der Platte 257 befindet, von wo er im geeigneten Moment
durch einen Arm 324 abgestrichen und mittelst des Stofsstempels 360 eingetrieben wird.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zum Regeln der Stiftweite und Stiftgröfse von Aufzwickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs eine unter dem Einflufs einer Sperrscheibe (168) mit Sperrklinken (186 und 187) und eines vom Arbeiter bewegten Hebels (198) stehende Schaltwelle (160) von der bei jeder Bethätigung des Hebels um 90° gedrehten Sperrscheibe eine Theildrehung erhält, infolge deren sowohl die seitliche Verschiebung der Führungsspitze (209) verändert, als auch eine Schaltzunge (282) verstellt wird und so einen Stift aus dem einen oder anderen von zwei verschiedenen Stiftbehältern der Eintreibvorrichtung zuführt.
- 2. Eine Vorrichtung der unter 1. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben der Ausschlag der Führungsspitze (209) dadurch verändert wird, dafs in den Schlitz einer auf der Schaltwelle (160) befestigten Coulisse (225) eine am freien Ende des Hebels (228) befindliche Rolle (227) geführt wird und mittelst eines am Hebel (228) verstellbaren Armes (234) die Schubstange (221) auf dem mit der Führungsspitze verbundenen Arm (222) so verschiebt, dafs die Schubstange an einem gröfseren oder einem kleineren Hebelarm auf die Führungsspitze einwirkt.
- 3. Eine Vorrichtung der unter 1. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben die in einem Rahmen (280) angeordnete Schaltzunge (282) eine den Stift von seiner Stiftbahn abnehmende Platte (275) verstellt und durch eine am beweglichen Obertheil der Maschine angeordnete Rolle (300) in ihrer jedesmaligen Stellung im Rahmen (280) gehalten wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE92387C true DE92387C (de) |
Family
ID=363910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT92387D Active DE92387C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE92387C (de) |
-
0
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