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DE923656C - Verfahren zum Brennen oder Sintern durch Hindurchleiten heisser Gase durch das auf einer gasdurchlaessigen Unterlage aufgeschichtete Gut - Google Patents

Verfahren zum Brennen oder Sintern durch Hindurchleiten heisser Gase durch das auf einer gasdurchlaessigen Unterlage aufgeschichtete Gut

Info

Publication number
DE923656C
DE923656C DEM14956A DEM0014956A DE923656C DE 923656 C DE923656 C DE 923656C DE M14956 A DEM14956 A DE M14956A DE M0014956 A DEM0014956 A DE M0014956A DE 923656 C DE923656 C DE 923656C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hot
gases
gas
firing
sintering
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM14956A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dipl-Chem Dr Meyer
Hans Dipl-Chem Dr Rausch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM14956A priority Critical patent/DE923656C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE923656C publication Critical patent/DE923656C/de
Expired legal-status Critical Current

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Landscapes

  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Brennen oder Sintern durch Hindurchleiten heißer Gase durch das auf einer gasdurchlässigen Unterlage aufgeschichtete Gut Zum Sintern und/oder Brennen werden großtechnisch Sintermaschinen verwendet, die im wesentlichen aus einem gasdurchlässigen, bewegten Band bestehen. auf dem :eine Schicht Rostbelag und darüber eine Schicht des zu behandelnden Materiais aufgebracht wird, das häufig in gekrümelter Form und im Gemisch mit Rückgut aufgegeben wird. Das Brennen oder Sintern erfolgt entweder dadurch, daß auf dem Band eine Schicht festen Brennstoffes unter- oder oberhalb der zu behandelnden Schicht aufgebracht ist oder der Brennstoff dem zu behandelnden Gut zugemischt wird und nach Zündung durch eine geeignete Zündvorrichtung Verbrennungsluft durch die Schicht hindurchgesaugt wird oder durch Hindurchleiten heißer Gase durch die zu behandelnde Schicht. Gelegentlich werden auch feste Brennstoffe und heiße Gase gleichzeitig angewendet. Nach einem bereits beschriebenen Verfahren können überhitzungen des zu behandelnden Gutes dadurch vermieden werden, daß den hindurchgeleiteten heißen Gasen Abgase, insbesondere Rückgase aus dem Sinterbetrieb selbst, zugesetzt werden.
  • Nach der Erfindung wird die zuletzt geschilderte Arbeitsweise dadurch verbessert, .daß die aus der Beschickung abgesaugten Abgase in mindestens zwei Teilgasströme zerlegt werden, und zwar in einen kälteren und einen heißeren Teil, von denen nur der heißere Gasanteil als Rück- bzw. Kreislaufgas erneut durch die Beschickung hindurchgeführt wird, während der kältere Anteil entweder verlorengegeben oder bei genügend hoher C02-Konzentration in an sich bekannter Weise zur Gewinnung der letzteren verwendet werden kann. Diese Arbeitsweise bietet den Vorteil einer weit vollständigeren Ausnutzung des Wärmeinhalts der heißen Abgase, da aus Gründen der Stoffbilanz immer nur ein Teil der Abgase als Rückgas verwendet werden kann und in dem erfindungsgemäß verwendeten Teil der größte Teil dies Gesamtwärmeinhalts der Abgase enthalten ist. Die gesamte Gasführung wird zweckmäßig von drei Gebläsen besorgt, von denen eins die kälteren Abgase zur Esse oder, wenn ihre C 02 Konzentration genügend hoch ist, in entsprechende Aufbereitungsapparaturen leitet. Ein zweites Gebläse saugt unter der Heizhaube die heißesten Partien aus der Beschickung ab, um sie als Rück-oder Kreislaufgas mit dem frischen Brenngas zu vereinen, wobei die Beimischung entweder in der Heizhaube oder bereits vorher erfolgen kann. Mittels eines dritten Gebläses saugt man zweckmäßig außerhalb der Heizhaube Kühlluft durch die heiße Beschickung und führt diese entweder als Primärluft in den Brenner oder als Sekundärluft in die Heizhaube.
  • Zum Erhitzen der Beschickung können brennbare Gase bzw. Gasgemische jeglicher Art Verwendung finden, denen an geeigneter Stelle vor oder während des Verbrennungsvorganges die notwendige Verbrennungsluft zugeführt wird. Es können auch heiße Abgase anderer Herkunft verwendet werden, sofern sie dem beabsichtigten Zweck durch ihre Zusainm:ensetzung nicht schädlich sind. An Stelle von Gasen lassen sich auch Öle oder Kohlenstaub verwenden. Außerdem können auch die rückgeführten heißen Gase noch weiter erhitzt werden, z. B. durch Wärmeaustausch mit anderen heißen Gasen od. dgl. oder auf auf elektrischem Wege; z. B. durch Hindurchleitung durch eine Widerstandheizung.
  • Das Verfahren ist im folgenden an Hand der Abbildung näher ,erläutert: Durch die Aufgabevorrichtung i wird der Rostbelag und durch die Aufgabevorrichtung 2 der zu verarbeitende Rohstoff auf den sich drehenden Wanderrost 3 gegeben. Die Beschickung 5 gelangt unter die Heizhaube 4, in welche durch die Zweigleitungen i9 und den Brenner 2o Heizgase eingebracht werden. Nach Passieren der Brenn- und Sinterzone 6 gelangt die Beschickung in die Kühlzone 7, in der durch Ansaugung von Frischluft der Wärmeinhalt der Rostbeschickung wiedergewonnen wird. Der heißere Teil des Abgases wird aus den Saugkästen 12; 13, 14 durch die Rohrleitungen 8, 9, io ab- und mittels Gebläse 22 durch die Rohrleitung 17 als Kreislaufgas umgepumpt und durch die Zweigleitungen i9 unter die Haube 4 gedrückt. Aus .dem Saugkasten i i werden die kälteren Abgase durch die Leitungen 16 mittels Gebläse 21 abgesaugt und der Esse oder ihrer weiteren Verarbeitung zugeführt. 24 stellt schematisch die Zufuhr des gasförmigen, flüssigen oder staubförmigen Brennstoffes dar. Im Brenner 2o erfolgt gegebenenfalls Vermischung mit der heißen Kühlluft aus der Kühlzone 7, die vom Gebläse 23 aus dem Saugkasten 15 durch die Leitung 18 abgezogen wird. Es ist aber auch möglich, die heiße Kühlluft unter Einsparung des Kühlluftgebläses 23 durch die gestrichelt gezeichnete Leitung 26 direkt in die Leitung 17 zu führen und sie auf diese Weise zusammen mit dem Heißgasanteil in die Heizhaube 4 :einzubringen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern durch Hindurchleiten heißer Gase durch das auf einer gasdurchlässigen Unterlage aufgeschichtete Gut, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Beschickung abgesaugten Abgase in mindestens zwei Teilgass:tröme zerlegt werden, z. B. einen kälteren und einen heißeren Anteil, und daß der heiße Gasanteil als Rück- bzw. Kreislaufgas erneut durch :die Beschickung hindurchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von den aus der Beschickung abgesaugten Abgasen die kälteren Partien zur Esse oder bei genügend hoher C 02-Konzentration zur weiteren Verwertung geführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch -i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der rückgeführte heiße Teilgasstrom noch weiter erhitzt wird, z. B. auf elektrischem Wege oder durch indirekten Wärmeaustausch mit anderen heißen Gasen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Kühlung des gebrannten Gutes anfallende heiße Kühlluft entweder den heißen Umwälzgasen oder der Verbrennungsluft zugesetzt wird.
DEM14956A 1951-04-24 1951-04-24 Verfahren zum Brennen oder Sintern durch Hindurchleiten heisser Gase durch das auf einer gasdurchlaessigen Unterlage aufgeschichtete Gut Expired DE923656C (de)

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Publications (1)

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DE923656C true DE923656C (de) 1955-02-17

Family

ID=7296731

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DEM14956A Expired DE923656C (de) 1951-04-24 1951-04-24 Verfahren zum Brennen oder Sintern durch Hindurchleiten heisser Gase durch das auf einer gasdurchlaessigen Unterlage aufgeschichtete Gut

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DE (1) DE923656C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1084189B (de) * 1957-07-04 1960-06-23 Fellner & Ziegler G M B H Waermeaustauscher zur Behandlung schlagempfindlichen Schuettgutes, insbesondere Granalien fuer die Zementherstellung
DE1177542B (de) * 1960-02-03 1964-09-03 Polysius Gmbh Verfahren zum Brennen von Zement und anderem Sintergut auf einem Sinterband
DE1193412B (de) * 1958-03-18 1965-05-20 Dyckerhoff Zementwerke Ag Verfahren zur Herstellung von Weisszement-klinker

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1193412B (de) * 1958-03-18 1965-05-20 Dyckerhoff Zementwerke Ag Verfahren zur Herstellung von Weisszement-klinker
DE1177542B (de) * 1960-02-03 1964-09-03 Polysius Gmbh Verfahren zum Brennen von Zement und anderem Sintergut auf einem Sinterband

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