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DE1177542B - Verfahren zum Brennen von Zement und anderem Sintergut auf einem Sinterband - Google Patents

Verfahren zum Brennen von Zement und anderem Sintergut auf einem Sinterband

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Publication number
DE1177542B
DE1177542B DE1960P0024370 DEP0024370A DE1177542B DE 1177542 B DE1177542 B DE 1177542B DE 1960P0024370 DE1960P0024370 DE 1960P0024370 DE P0024370 A DEP0024370 A DE P0024370A DE 1177542 B DE1177542 B DE 1177542B
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DE
Germany
Prior art keywords
sintering
sintered
fuel
combustion air
grate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1960P0024370
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Industrial Solutions AG
Original Assignee
Polysius AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Polysius AG filed Critical Polysius AG
Priority to DE1960P0024370 priority Critical patent/DE1177542B/de
Publication of DE1177542B publication Critical patent/DE1177542B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
    • C04B7/44Burning; Melting

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Brennen von- Zement und anderem Sintergw:auf einenSinterband Beim Brennen von Zement auf einem Sinterband bzw. auf einem Wanderrost wird das zu Granalien geformte Rohgut zusammen mit einem feinkörnigen, kurzflammigen Brennstoff- zu einer Schicht auf dem Rost ausgebreitet. Die Schicht läuft unter einer Zündflamme, die von oben auf die Schicht gerichtet ist, hinweg und wird alsdann einem Luftstrom ausgesetzt, der von oben nach unten durch die Schicht hindurchgesaugt wird. Statt den Brennstoff den Granalien beizumischen, bat man ihn auch schon dem Rohgut vor der Granalienbildung zugesetzt, so daß jedes einzelne Gutkügelchen. (Granalie) aus einem Gemisch von Rohgut und Brennstoff besteht. Letzterer ist also gleichmäßig auf die gesamte Masse des Gutkügelchens verteilt, d. h., das Verhältnis von Rohgut zu Brennstoff ist im Innern des Gutkügelchens .dasselbe wie an seiner Oberfläche. Ferner ist man gelegentlich auch schon so vorgegangen, daß man die Granalien zunächst ohne Brennstoff geformt und alsdann in dem Brennstoff oder einem brennstoffreichen Rohgutgemisch nachgerollt hat, so daß Gutkügelchen entstanden, bei denen der Brennstoff ausschließlich in der äußeren Schale untergebracht ist.
  • Sobald die Schicht gezündet ist und der Luftstrom von oben einsetzt, bildet sich zunächst im oberen "Teil der Schicht eine Glutzone, die sich mehr und mehr nach unten durchfrißt. Ist die Schicht am Abwurfende des Bandes angelangt, so befindet sich die Glutzone im untersten Teil der Schicht. Bei einem Längsschnitt durch die langsam wandernde Schicht erscheint also die Glutzone als diagonaler Streifen, der sich vom Beschickungsende zum Abwurfende schräg von oben nach unten -durch die Schicht erstreckt. Oberhalb der Glutzone befindet sich die Kühlzone, unterhalb die. Vorwärmzone. In der Nähe des Beschickungsendes ist die Höhenerstreckung,der Kühlzone, in der Nähe des Abwurfendes die Höhenerstreckung der Vorwärmzone praktisch gleich Null. An diesen beiden Stellen entstehen zwangläufig hohe Wärmeverluste, die sich, falls man nicht zu sehr umständlichen Gasumleitungen.od. dgl. greift, nicht vermeiden lassen. Jedoch nimmt, wie leicht einzusehen ist, die Bedeutung dieser Verluste relativ mit zunehmender Schichtstärke ab. Man ist auf Sinterbändern daher schon mit einer Schichtstärke von bis zu einem Meter gefahren.
  • Beim Brennen von Zement und auch von anderem Sintergut auf dem Rost hat sich nun gezeigt, daß bei Hinzufügung der für die Kalzinierung und Sinterung theoretisch notwendigen Brennstoffmenge sehr leicht ein Überbrennen des Gutes eintritt. Die Granalien zeigen stellenweise, besonders an ihrer äußeren Schale, Schmolz, während das Innere des einzelnen Korns noch urgar geblieben-ist. Falls der Kern des Gutkügelchens ebenfalls Brennstoff enthält, ist dieser häufig nur teilweise verbrannt,-.-Messungen ergaben, daß die Temperatur in der Glutzone außerordentlich hoch ist, sie' überschritt nichtselten I700° C. Setzte man die auch nur um ein weniges herab, so ergab sich durchweg.Schwachbrand. Däs Gut war zwar kalziniert, aber nicht mehr gesintert. Auch ein Vergrößern -oder Verkleinern: der Granalien führte nicht zum Ziel. Bei: gräßeren Granalien war der Anteil des Schwachbrandes im. Innern, der einzelnen Gutkügelchen -größer, wählte:;äan dagegen kleinere Granalien, so stieg die T.emperatur,in der Glutzone weiter an. Das einzelne Korn Zeigte. weder an der Außenschale; :Schmolz; . während das., :Innere urgar geblieben war. Das gleiche gilt für die Wahl eines anderen Brennstoffes. klimmt man.z. B: einen solehen mit einem höheren AnteitJ-an _ flüchtigen Bestandteilen, so wird die Glutzone enladblich breiter und die Abgasverlustei-steigen unverhältnismäßig hoch an.
  • Vermeiden lassen sich diese. Schwierigkeiten nur dann, wenn man die Geschwindigkeit der hindurchströmenden Luft und, dementsprechend auch die Wandergeschwindigkeit des Rostes in einem wirtschaftlich nicht vertretbaren Uriifange herabsetzt. Der ganze Brennvorgang spielt sich dann langsamex@ab und sowohl der Schmolz an der Außenseite der einzelnen Gutkörner wie das Urgare in ihrem Innern kommt in Fortfall. Jedoch fällt:-,damit die Leistung des Rostes stark ab.
  • Der Grund für dieses eigenartige Verhalten des Gutes beim Sintern auf dem Rost ist in folgendem zu sehen: Die hohe Geschwindigkeit der Luft ergibt eine sehr schnelle Umsetzung des Brennstoffe- s.. in Kohlensäure. Die dabei auftretenden Verbrennungstemperaturen sind entsprechend hoch. Die Wandergeschwindigkeit der Wärme von der Oberfläche des einzelnen Gutkorns .- an dieser Oberfläche . findet die Verbrennung zunächst statt und hier entsteht daher die Verbrennungswärme - bis zu dessen Kern kann aber nicht beliebig gesteigert werden. Zwar nimmt diese Wandergeschwindigkeit mit zunehmender Temperaturdifferenz zwischen Kornoberfläche und Kornkern zu, aber doch nicht so stark, daß die Entstehung einer Übertemperatur an der Oberfläche des Korns vermieden wird.
  • Ist der Brennstoff über die ganze Masse des Gutkügelchens verteilt, so ist zwar die Menge des Brennstoffes, die an der Oberfläche des einzelnen Gutkorns zunächst zur Verbrennung zur Verfügung steht, geringer und die hier erzeugte Temperatur daher nicht ganz so hoch, aber die Wandergeschwindigkeit der Wärme von der Oberfläche der Gutkügelchen zu deren Kern ist immer noch zu gering, d. h., die Kühlwirkung des noch kalten Kerns auf die hocherhitzte Oberfläche ist zu klein, um die Entstehung von Obertemperaturen an der Kornoberfläche zu verhindern.
  • Die Verbrennungsgeschwindigkeit des im Innern des Kügelchens vorhandenen Brennstoffes ist verhältnismäßig klein. Die Verbrennung setzt erst ein, wenn die Temperatur hier genügend gestiegen ist und auch nur, soweit Verbrennungsluft durch die poröse Gutmasse bis in das Kerninnere dringt. Entscheidend für das Einsetzen der Verbrennung ist also ebenfalls die Wandergeschwindigkeit der Wärme von der Oberfläche des Gutkügelchens zu seinem Kern. Ist diese zu gering, so ist die Sinterung an der Oberfläche bereits beendet und die Poren schließen sich, ehe der Brennstoff im Innern des Gutkügelchens überhaupt gezündet hat. Die Folge ist daher zwangläufig Schmolz an der Oberfläche und Unverbranntes im Innern des Gutkügelchens.
  • Einen einigermaßen ausreichend gleichmäßigen Brand des Sintergutes erzielte man erst, als man dazu überging, dem frischen Robg4tt Rückgut, d. h. fertig gebranntes Gut, beizumischen. Allerdings mußte man die beigefügte Brennstoffmenge ebenfalls erhöhen, jedoch nur um so viel, wie zur Erwärmung des Rück- . gutes auf Sintertemperatur notwendig ist. Die beträchtliche Brennstoffmenge, die, zur Austreibung der Kohlensäure aus dem Rohgut erforderlich ist, kam für den Rückgutanfall der Rohgut-Rückgutmischung in Fortfall. Durch diese Arbeitsweise wurde erreicht, , daß die erzeugte Verbrennungswärme sich auf eine größere Gesamtgutmenge verteilte, so daß übertemperaturen sich vermeiden ließen. Allerdings war die erforderliche Rückgutmenge beträchtlich. :Im allgemeinen war ein Verhältnis von Rohgut zu Rück- ; gut wie 1:1 notwendig, so daß die Gesamtbrennstoffmenge bezogen auf die Menge des Fertiggutes (abzüglich des Rückgutanteils) nicht unerheblich höher als beim Brennen ohne Rückgut war.
  • Hier setzt die vorliegende Erfindung ein. Gemäß dieser wird vorgeschlagen, ohne Rückgut zu arbeiten und an Stelle der Verbrennungsluft ein Luft-Rauchgas-Gemisch zu verwenden. Diese Maßnahme bietet verschiedene Vorteile. Durch die beigemischten Rauchgase kann ebenso wie durch Beimischung von Rückgut zum Rohgut die Temperatur der erzeugten Verbrennungsgase gedämpft werden, und zwar in während des Betriebes in jedem Augenblick leicht regelbarem Maße. Eine Vergrößerung des Brennstoffverbrauchs wie beim Betrieb mit Rückgut tritt nicht auf, denn die Abgase des Sinterrostes werden im Kreislauf der Verbrennungsluft wieder beigemischt. Soweit diese Abgase also eine höhere Temperatur besitzen als beim Arbeiten mit Luft allein, wird ihre fühlbare Wärme im Arbeitsprozeß selber nutzbar gemacht.
  • Bei Sinterbändern ist es üblich, den Saugkasten unter dem Rost zu unterteilen, um die an den verschiedenen Stellen des Rostes anfallenden Abgase für verschiedene Zwecke zu verwenden. Insbesondere ist es auch bekannt, die Abgase aus den Teilsaugkästen in der Nähe des Abwurfendes des Rostes, die besonders heiß sind, zum Vorwärmen oder Trocknen des Rohgutes zu verwenden. Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, diese besonders heißen Abgase vorzugsweise der Frischluft beizumischen, während die kälteren Abgase aus den anderen Teilsaugkästen in die Esse abgeleitet werden. Dies trägt erheblich zur Wärmeökonomie des Verfahrens nach der Erfindung bei.
  • Die Rückführung von Abgasen in die Feuerung ist an sich bei den verschiedensten Arbeitsprozessen bekannt. Sie dient entweder dazu, den Feuergasen besonders stark ausgesetzte Bauteile vor der Verzunderung zu schützen oder um bestimmte Behandlungstemperaturen eines Gutes einhalten zu können. Im vorliegenden Falle war es jedoch nicht bekannt, warum beim Brennen von Zement auf dem Rost, das an sich sehr hohe Temperaturen (etwa 1500° C) verlangt, teilweise Überbrand, teilweise Schwachbrand erzeugt wurde. Die Erkenntnis, daß unter den sich beim Zementbrennen auf dem Rost ergebenden Arbeitsbedingungen eine Dämpfung der erzeugten Verbrennungswärme am Ort ihrer Entstehung geeignet ist die oben geschilderten Übelstände zii vermeiden, gehört zur vorliegenden Erfindung. Erst diese Erkenntnis ermöglichte den erfindungsgemäßen Vorschlag, das an sich bekannte Dämpfungsmittel, Rauchgase der Verbrennungsluft beizumischen, anzuwenden.
  • Inerte Gase, insbesondere Abgase der Verbrennungsluft beizumischen, ist nicht nur bei den verschiedensten Feuerungen, sondern auch bei Sinterbändern bekannt, insbesondere dann, wenn die Sinterbänder im Mehrschichtenverfahren betrieben werden, d. h. also, wenn dasselbe Gut mehrmals durch den Ofen wandert, z. B. erst in einer oberen Schicht zum Vorwärmen des Gutes und dann in einer unteren Schicht zum Fertigbrennen. Ein solches Verfahren kostet aber erfahrungsgemäß viel Brennstoff, da das gesamte Gut ja zweimal erwärmt werden muß.
  • Ferner ist es bei Sinterrosten bekannt, den Raum unterhalb des Rostes in eine größere Zahl von Kammern zu unterteilen, und aus jeder dieser Kammern werden die dort anfallenden Abgase getrennt von den Abgasen der anderen Kammern abgesaugt. O1)erhalb des Rostes ist eine Heizhaube angeordnet, der der Brennstoff in Form einer Flamme zugeführt wird, die z. B. aus einem brennbaren Gas und aus Luft einer der Kammern unter dem Rost gespeist wird. Auf diese . Weise gelingt es wohl, eine bestimmte Temperatur in der zu brennenden Schicht einzuhalten, aber die Vorrichtung und demgemäß auch das Brennverfahren wird dabei sehr kompliziert, so daß schon allein aus -diesem Grunde ein Vergleich mit dem Gegenstand der Erfindung schwer möglich ist.
  • Beim Verfahren nach der Erfindung wird jedenfalls diesen und noch anderen bekannten Brennverfahren gegenüber erstmalig das sonst dem Brenngut beigemischte Rückgut zur Dämpfung der für das Zementbrennen zu hohen Temperatur in der Behandlungsschicht durch Beimischung von inerten Gasen, insbesondere Abgasen, ersetzt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Brennen und Sintern von Zement oder anderem Sintergut auf einem Sinterband, wobei das Rohgut zusammen mit dem für das Sintern erforderlichen feinkörnigen, kurzflammigen Brennstoff (Koks) zu einer Schicht auf dem Band ausgebreitet und während seiner auf dem Band stattfindenden nur einmaligen Behandlung über die Behandlungsstrecke mit Hilfe von hindurchgeführter Verbrennungsluft gebrannt undgesintert wird,dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des üblichen Zusatzes von Rückgut zum Rohgut der Verbrennungsluft inerte Gase, insbesondere Abgase, beigemischt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die' Abgase, die unter dem Sinterband anfallen, zur Beimischung benutzt werden, und zwar in regelbarer Menge.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Unterteilung des Saugkastens in mehrere Abschnitte nur die in dem heißesten, dem Abwurfende des Rostes benachbarten Abschnitt anfallenden Abgase der Verbrennungsluft beigemischt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1035 040, 972 440, 923 656, 806 225; deutsche Patentanmeldung Nr. K 18636 IV c/ 80 c (bekanntgemacht am 20. 5. 1954).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3210136A1 (de) * 1982-03-19 1983-09-22 Taškentskij naučno-issledovatel'skij i proektnyj institut stroitel'nych materialov NIISTROMPROEKT, Taškent Verfahren zur herstellung von zementklinker

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