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DE1193412B - Verfahren zur Herstellung von Weisszement-klinker - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Weisszement-klinker

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Publication number
DE1193412B
DE1193412B DED27667A DED0027667A DE1193412B DE 1193412 B DE1193412 B DE 1193412B DE D27667 A DED27667 A DE D27667A DE D0027667 A DED0027667 A DE D0027667A DE 1193412 B DE1193412 B DE 1193412B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
zone
reducing
cooling
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED27667A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Kurt Meyer
Dipl-Chem Dr Hans Rausch
Dr Alfred Russ
Dr Horst Pajenkamp
Dr Heinrich Zur Strassen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Dyckerhoff GmbH
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Dyckerhoff GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG, Dyckerhoff GmbH filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DED27667A priority Critical patent/DE1193412B/de
Priority to CH6814959A priority patent/CH414435A/de
Priority to BE576853A priority patent/BE576853A/fr
Publication of DE1193412B publication Critical patent/DE1193412B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/43Heat treatment, e.g. precalcining, burning, melting; Cooling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04B7/44Burning; Melting
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating
    • C22B1/20Sintering; Agglomerating in sintering machines with movable grates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Weißzementklinker Es ist bekannt, helle Zemente durch Brennen von Rohmehlen, die möglichst wenig färbende Bestandteile wie Fe und Mn enthalten, in reduzierender Atmosphäre herzustellen. Weiter ist bekannt, daß ein möglichst weitgehendes Fernhalten von Sauerstoff bei der anschließenden Kühlung der fertiggebrannten Klinker sich ebenfalls auf den Weißgehalt günstig auswirkt. Ebenso ist bekannt, den reduzierend gebrannten Klinker vor der Kühlung mit einem reduzierend wirkenden Gas zu behandeln und anschließend die Kühlung in reduzierender Atmosphäre vorzunehmen. Auch ist bekannt, den weißglühenden Klinker durch rasches Abschrecken, beispielsweise durch Eintrag in Wasser, zu kühlen, wodurch eine weitgehende Aufhellung erzielt wird.
  • Ein neuerer bekanntgewordener Vorschlag sieht vor, die fertiggebrannten Weißzementklinker längere Zeit reduzierend weiterzubehandeln, bevor sie auf 900° C abgekühlt sind und darauf eine längere Abkühlung auf mindestens 700° C in reduzierender oder inerter Atmosphäre vorzunehmen sowie den auf eine Höchsttemperatur von 700° C abgekühlten Klinker anschließend auf andere Weise fertigzukühlen.
  • Obwohl bekannt ist, daß das Brennen von Grauzement auf dem Sinterband im allgemeinen wirtschaftlicher ist als im Drebrohrofen, konnten die bekannten Verfahren zur Herstellung von Weißzement bisher nur im Drehrohrofen, nicht aber mit anderen Brennapparaten, insbesondere nicht auf dem Sinterband, durchgeführt werden. Der Grund dafür besteht unter anderem darin, daß andere Brennapparate, wie Schachtofen und Sinterband, nicht die Aufrechterhaltung einer reduzierenden oder neutralen Atmosphäre ermöglichten und zum Teil auch vom Zusatz fester Brennstoffe abhängig sind, deren Ascheanteile zusätzlich färbende Bestandteile in den Klinker einbringen. Außerdem würde die Aufrechterhaltung einer reduzierenden Atmosphäre beim Arbeiten auf dem Sinterband die Behandlung zusätzlicher reduzierender Gase erfordern, die häufig nicht zur Verfügung stehen bzw. in einer gesonderten Anlage hergestellt werden müssen, was zusätzliche Investitions- und Betriebskosten verursachen würde. Es wurde nun gefunden, daß diese der Verwendung des Sinterbandes zur Herstellung von Weißzement entgegenstehenden Hindernisse durch Anwendung verschiedener, nicht zum bekannten Stand der Technik gehörender älterer Vorschläge überwunden und dabei eine Reihe weiterer Vorteile erzielt werden können, die bei der Herstellung von Grauzement weniger oder gar nicht ins Gewicht fallen. Erfindungsgemäß wird die Länge des Sinterbandes in eine Reihe aufeinanderfolgender Zonen unterteilt, die mit besonderen, älteren, nicht bekannten Vorschlägen entsprechenden Maßnahmen gasseitig scharf voneinander und von der Außenatmosphäre abgetrennt sind. Diese Maßnahmen bestehen im wesentlichen darin, zur Abdichtung eines Gasraumes gegenüber einem benachbarten Gasraum, einen Aufgabebunker zu verwenden, der bis knapp über die Oberfläche der Sinterbeschickung an der gasseitig abzutrennenden Stelle reicht und durch den ständig ein Feststoff auf die Sinterbandbeschickung aufgegeben wird, der für die weitere Verarbeitung des Gutes mindestens nicht schädlich ist. Durch diese Unterteilung wird wenigstens eine gesonderte Brennzone geschaffen, der gegebenenfalls eine Vorheizzone vorgeschaltet werden kann. In der Brennzone erfolgt das eigentliche Klinkerbrennen in reduzierender Atmosphäre. An die Brennzone schließt sich zweckmäßig eine Nachgarungszone an, in der heiße Gase unter stark vermindertem Unterdruck durch die Beschickung hindurchgesaugt werden und eine der Nachgarungszone folgende Kühlzone, in der relativ kalte reduzierende Gase durch den gebrannten und nachgegarten Klinker hindurchgesaugt werden und diesen dabei auf eine Temperatur abkühlen, bei der keine Reoxydation der färbenden Bestandteile mehr zu befürchten ist, d. h. auf eine Temperatur von maximal 400 bis 500° C. An diese reduzierende Kühlzone kann sich gegebenenfalls noch eine Schlußzone anschließen, in der die Fertigkühlung durch Hindurchsaugen oder Hindurchdrücken von Luft bewirkt wird.
  • Erfindungswesentlich ist ferner, daß Zementrohmehl in Form von Granalien gleichmäßiger Korngröße innerhalb des Bereiches von 3 bis 15 mm aufzugeben. Ein besonderer Vorteil der Verwendung des Sinterbandes gegenüber dem Drehrohrofen besteht hier darin, daß diese Korngröße während der ganzen Behandlungsdauer aufrechterhalten bleibt und sich nicht, wie im Drehrohrofen, ein Gemisch von Abrieb und Agglomeraten bzw. Konglomeraten mit weitem Korngrößenspektrum bildet. Dies ist deshalb von besonderer Wichtigkeit, weil zwecks Erhaltung eines ausreichenden Garbrandes die Granalien nicht zu klein, keinesfalls unter 3 mm sein dürfen, während andererseits gefunden wurde, daß der Weißgehalt unter sonst gleichen Betriebsbedingungen um so besser wird, je kleinere Granalien verwendet werden. Der erfindungsgemäße ausgewählte Bereich von 3 bis 15 mm, vorzugsweise 6 bis 8 mm gibt daher sowohl für das Garbrennen als auch für den Weißgehalt optimale Effekte.
  • Außerdem ist innerhalb des erfindungsgemäß ausgewählten Korngrößenbereiches ein möglichst gleichmäßiges Korn vorteilhaft. Zweckmäßig werden Abweichungen von ± 1,5 mm nicht überschritten.
  • Die gleichen genannten Bedingungen für die Korngrößen und das Korngrößenspektrum, die für das Erzielen einer ausreichenden Garbrennung notwendig sind, sind auch für die anschließende reduzierende Nachbehandlung des Klinkers im Anschluß an die Sinterung und bei der darauffolgenden Kühlung von besonderem Vorteil für die Erzielung eines , möglichst hohen Weißgehaltes.
  • Es ist zwar bereits bekannt, daß allgemein eine gleichmäßige Korngröße zur Erzielung einer guten Gasdurchlässigkeit der Sinterbandbeschickung vorteilhaft ist, jedoch sind derart enge Konrgrößen-Bereiche, wie sie erfindungsgemäß für die Weiß- ` zementherstellung vorgesehen sind, bisher nicht angewendet worden. So beträgt z. B. der Anteil einer bekannten Kornzusammensetzung eines auf das Sinterband aufgegebenen Granaliengemisches an Anteilen über 15 mm mindestens 14,7% oder auch 30,5% während erfindungsgemäß dieser Anteil auf 0% gehalten wird.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es nicht notwendig, die ganze Brennzone reduzierend zu fahren, es genügt vielmehr, sie in einen nichtreduzierenden, gegebenenfalls oxydierenden und einen reduzierenden Brennabschnitt zu unterteilen, wobei der reduzierende Brennabschnitt vor dem Eintritt in die Nachbehandlungszone liegt. Die Verweilzeit im reduzierenden Brennabschnitt muß selbstverständlich der jeweiligen Rohmehlzusammensetzung angepaßt werden. Zweckmäßig erfolgt die Aufteilung der Brennzone in einen nichtreduzierenden und reduzierenden Teil so, daß die Abgase der reduzierenden Zone nach Menge und Zusammensetzung für die redu-5 zierende Nachbehandlung und Kühlung ausreichen, wobei aber der reduzierend geleitete Brennprozeß einsetzen muß, bevor die für die jeweilige Rohmehlzusammensetzung einzuhaltende Maximaltemperatur erreicht ist. Da die Abgase der reduzierenden o Brennzone mit einer Temperatur von etwa 200 bis 4001 C anfallen, können sie trotz ihrer verhältnismäßig hohen Temperatur für die reduzierende Vorkühlung des gebranten nachgegarten Gutes auf eine Temperatur von 400 bis 5001 C eingesetzt g werden.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das nicht zum bekannten Stand der Technik gehörende Verfahren der Zweizonensinterung besonders gut geeignet, wobei in einer Unterschicht die Abwärme aus der Oberschicht zum Vertrocknen und Entsäuern der Grünpellets nutzbar gemacht und diese so vorbehandelten Pellets anschließend der Oberschicht aufgegeben werden, in welcher sie durch die direkte Einwirkung der heißen Gase fertig-; gebrannt werden.
  • Die in jeder einzelnen Zone des Sinterbandes einzuhaltenden Temperaturbereiche und der Reduktions- bzw. Oxydationsgrad richten sich selbstverständlich nach der Zusammensetzung des eingesetzten Rohmehls und nach dem Dickenverhältnis von Unterschicht zu Oberschicht. Eine Maximaltemperatur von 14801 C soll aber in der Oberschicht der Brennzone möglichst nicht überschritten werden, während eine Minimaltemperatur von etwa 14301 C für die meisten Rohmehlzusammensetzungen in dieser Zone erforderlich ist.
  • Die Temperaturführung des Gesamtprozesses und die Schichtdickenverteilung werden zweckmäßig so eingestellt, daß alle Pellets der Unterschicht mindestens an einer Stelle eine Minimaltemperatur von etwa 10001 C erreichen oder überschreiten. Wenn besonders leicht zu sinternde Materialien verarbeitet werden, kann dann gegebenenfalls ein Teil des Abwurfs der Unterschicht direkt der Produktion zugesetzt werden.
  • In der Nachbehandlungszone werden die fertiggesinterten Pelletsklinker allmählich, d. h. im Laufe von 10 bis 60 Minuten, auf eine Temperatur von nicht unter 9001 C mit Hilfe hindurchgesaugter reduzierender Gase abgekühlt.
  • Um die Abkühlungsgeschwindigkeit innerhalb der gewünschten Grenzen zu regeln, wird die Temperatur der durch diese Zone hindurchgesaugten Gase entsprechend, d. h. auf etwa 800 bis 12001 C, eingestellt. Vorzugsweise werden reduzierende Gase mit einer Temperatur von 1000 bis 11001 C angewendet. Diese werden entweder mit sehr geringer Geschwindigkeit, d. h. mit etwa 10 bis 40, vorzugsweise 20 m3 je Kubikmeter je Stunde hindurchgesaugt, oder es kann gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung das Hindurchsaugen von Gasen in dieser Zone überhaupt unterbleiben.
  • Zweckmäßig werden als Rostbelag Pellets mit einem größeren Durchmesser verwendet als zu den eigentlichen Produktionsschichten. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht es, nach dem Abwurf den Rostbelag abzusieben und von neuem als Rostbelag zu verwenden. Das erfindungsgemäße Verfahren ist nachstehend an Hand der Abbildung und des Ausführungsbeispiels schematisch und beispielsweise näher erläutert: Ausführungsbei spiel Auf das Sinterband 1, das sich in Pfeilrichtung bewegt, wird durch den Aufgabebunker 2 eine Schicht Rostbelag 3 von über 15 mm Durchmesser aufgetragen, auf diese Schicht durch den Bunker 4 eine Schicht 5 aus Grünpellets von 6 bis 8 mm Durchmesser und darüber durch den Bunker 6 eine Schicht? aus vorgebrannten Pellets aufgelegt. Das Rohmehl, aus dem die Pellets hergestellt werden, hatte folgende Verunreinigungen: 0,45°/o Fe203, 0,030/0 MnO, 0,0042% Cr20s, einen Si-Modul von 4,0 und einen Kalkstandard nach Kühl von 90. Das Sinterband hatte eine Gesamtfläche von 20 102. An Grünpellets wurden aufgegeben 6 t je Stunde mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 12,21%, an vorgebrannten Pellets 3,4 t je Stunde und an Rostbelag 1,7 t je Stunde. Die Marschgeschwindigkeit des Sinterbandes wurde so eingestellt, daß sich eine Gesamthöhe der Beschikkung einschließlich des Rostbelages von 42 cm ergab.
  • Nach der Aufgabe gelangte die Beschickung unter die Trockenhaube 8, die mit heißen Gasen von 300° C ansteigend auf 400° C gegen Ende der Haube beaufschlagt wurde. An die Trockenzone schloß sich eine Brennzone an, in der durch die Haube 9 mit den Brennern 10 heiße Verbrennungsgase mit einer Temperatur von 1000° C ansteigend auf 1400° C durch die Beschickung hindurchgesaugt wurden. Diese Verbrennungsgase waren oxydierend. Die oxydierende Brennzone war gegen die anschließende reduzierende Brennzone durch den Zwischenaufgabebunker 11 gasdicht abgeschlossen, durch den auf 0 bis 4 mm zerkleinerter fertiger Klinker 19 aufgegeben wurde. Durch die anschließende Brennhaube 12 mit den Brennern 13 wurden reduzierende heiße Gase mit einer Temperatur von 1400 auf 1460° C ansteigend aufgegeben. In beiden Brennzonen sowie in der Trockenzone wurde praktisch der gleiche Unterdruck, nämlich rund 300 mm WS, angewendet. An die reduzierende Brennzone schloß sich eine Nachgarungszone an, in der durch die Haube 14 reduzierende Gase von 1050° C mit stark- vermindertem Unterdruck, nämlich 20 mm WS, hindurchgesaugt werden. In dieser Nachgarungszone verblieb die Beschickung etwa 8 Minuten und gelangte dann in die reduzierende Kühlzone. In dieser wurden durch die Haube 15 reduzierende Gase mit einer Temperatur von 400° C abfallend auf 200° C in solchen Mengen aufgegeben, daß kein Teil der Oberschicht eine Temperatur über 500° C beim Verlassen dieser Zone hatte. In dieser Zone wurde ein Unterdruck von 400 mm WS angewendet.
  • Die reduzierende Kühlzone war gegen das Abwurfende durch den Absperrbunker 16 abgesperrt, durch den Feinkorn 20 des fertigen Klinkers von 0 bis 4 mm aufgegeben wurde. In der Schlußstrecke 17 wurde die ganze Beschickung einschließlich Rostbelag auf eine Durchschnittstemperatur von 100° C fertiggekühlt. Vor dem Abwurfende war ein Abschermesser 18 angebracht, welches die fertiggebrannte Oberschicht mit dem durch die Absperrbunker 11 und 16 aufgegebenen Feinkorn von der vorgebrannten Unterschicht mit dem Rostbelag abtrennte. Von der Unterschicht wurde der Rostbelag durch Sieben abgetrennt und in den Bunker 2 zurückgeführt. Das von der Oberschicht ebenfalls durch Sieben abgetrennte Feingut wurde in die Absperrbunker 11 und 16 zurückgebracht. Das vom Rostbelag abgetrennt vorgebrannte Gut aus der Unterschicht wurde in den Bunker 6 gebracht.
  • Die Abgase der Trockenzone wurden verworfen. Das Abgas aus der oxydierenden Brennzone wurde als Heißgas der Haube 8 der Trockenzone aufgegeben, das Abgas der reduzierenden Brennzone in die Haube 15 der reduzierenden Kühlung. Das Abgas aus der Nachgarungszone und der Zone der reduzierenden Kühlung wurde dem Gasgemisch unter der Haube 9 der oxydierenden Brennzone zugemischt. Die erwärmte Kühlluft aus der Nachkühlzone wurde als Verbrennungsluft in den Brennern 10 und 12 der beiden Brennzonen verwendet.
  • Der erhaltene Klinker hatte nach der Vermahlung auf eine spezifische Oberfläche nach Blain von 4000 c102 je Gramm einen Weißgehalt von 90,4 gemessen gegen einen Weißstandard von MgO = 100. Das gleiche Rohmehl liefert nach bekannten Methoden einen Klinker, der nach Vermahlung auf die gleiche Feinheit einen auf die gleiche Weise bestimmten Weißgehalt von 82,7 hat.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Weißzementklinker durch Sintern in reduzierender Atmosphäre, Vorkühlung in reduzierender Atmosphäre bis auf eine Temperatur, bei der keine Reoxydation mehr auftreten kann und anschließende Fertigkühlung, wobei das Rohmehl der Brennvorrichtung in Granalienform aufgegeben und ausschließlich mit Gasheizung vorgewärmt und gesintert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung auf einem besonderen Sinterrost erfolgt, die Granalien in einer gleichmäßigen Korngröße innerhalb des Bereiches von 3 bis 15 mm, insbesondere 6 bis 8 mm aufgegeben werden, zwischen Brenn und Kühlzone eine Ausgarungszone vorgesehen ist, durch die heiße reduzierende Gase unter stark vermindertem Unterdruck geführt werden und die Vorkühlung mittels Abgasen der Brennzone bewirkt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennzone in zwei Teile geteilt wird, von dem der erste oxydierend und der zweite reduzierend gefahren wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohmehlgranalien dem Sinterband als Unterschicht aufgegeben, in dieser durch die Abgase der Oberschicht vorgetrocknet und entsäuert werden und die so vorbehandelten Granahen nach dem Abwurf dem Sinterband als Oberschicht aufgegeben werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Schichtdicken der Unter- zur Oberschicht und die Temperaturführung so eingestellt werden, daß alle Granalien der Unterschicht vor dem Abwurf eine minimale Temperatur von 1000° C erreichen.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Unterschicht ohne Nachbehandlung in der Oberschicht der Produktion zugegeben wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Rostbelag Granalien größeren Durchmessers als in den Produktionsschichten verwendet werden, die nach dem Abwurf abgesiebt und erneut als Rostbelag verwendet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 244 622, 923 656, 937277, 1035040; »Zement, Kalk, Gips«, 1952, H.11; 1954, H.3.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE937277C (de) * 1953-01-03 1955-12-29 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von festen Stoffen mit heissen Gasen auf Saugzuggeraeten
DE1035040B (de) 1952-01-25 1958-07-24 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern auf Sinterrosten

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