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DE927925C - Verfahren zur Anreicherung oder Trennung von Niob und Tantal - Google Patents

Verfahren zur Anreicherung oder Trennung von Niob und Tantal

Info

Publication number
DE927925C
DE927925C DEH4791A DEH0004791A DE927925C DE 927925 C DE927925 C DE 927925C DE H4791 A DEH4791 A DE H4791A DE H0004791 A DEH0004791 A DE H0004791A DE 927925 C DE927925 C DE 927925C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tantalum
niobium
acid
separation
inorganic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH4791A
Other languages
English (en)
Inventor
Christel Dipl-Chem Dr Pietruck
Harald Dr Schaefer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WC Heraus GmbH and Co KG
Original Assignee
WC Heraus GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WC Heraus GmbH and Co KG filed Critical WC Heraus GmbH and Co KG
Priority to DEH4791A priority Critical patent/DE927925C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE927925C publication Critical patent/DE927925C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G33/00Compounds of niobium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/80Compositional purity

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Anreicherung oder Trennung von Niob und Tantal Die Elemente Niob und Tantal kommen im allgemeinen in der Natur vergesellschaftet vor. Die übliche Aufbereitung ider Erze und die Trennung dieser beiden im chemi-scihen Verhalten, ähnlichen Elemente führt über einen Fluß.säureaufsch.luß zui Albtrennung des schwerlöslichen Kaliumtantalfluorids K2 Ta F7 von dem leichter löslichen Kaliumnioboxyfluorid K2 NbO F5. Wegen der immerhin noch beachtlichen Löslichkeit des Kaliumtantalfluorids bleibt hierbei aber auch noch eine bedeutende Menge Tantal in Lösung. Der aus dem Filtrat des Niederschlags des Kaliumtantalfluorids beispielsweise mit Ammoniak abgeschiedenen Niobsäureniederschlag enthält daher je nach den Arbeitsbedin:gungen noch etwa 5 Ibis 201/o Tantalsäure. Es stößt daher auf erhebliche Schwierigkeiten, nach den bekannten Verfahren ein tatalfreies Niob zu gewinnen. Ein analytisches Verfahren, aus Lösungen mit einem Gehalt an Tantal und Niob durch Behandlung mit Tannin oder Phenylarsinsäure das Tantal bevorzugt auszufällen, hat für ein technisches Trennungsverfahren schon im Hinblick auf dieKostspieligkeit @derReagenzien keineBedeutung.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aus dem erwähnten Erdsäurenniederschlag mit einem Gehalt von ;beispielsweise 5 bis 2o '/o. Tantalsäure das Niob .in tantalfreier Form zu gewinnen.
  • Die Lösung der Aufgabe beruht auf einer Auswertung der Beobachtung, daß die N iobkomplexe eine größere Bildungsaffinität besitzen als die Tantalkomplexe. Behandelt man einen Erdsäur eniederschlag, der Niob und Tantal enthält, in Gegenwart eines Komplexbildners mit einem -lösenden Mittel, beispielsweise verdünnter Salzsäure, dann geht das Niob bevorzugt in Lösung, während sich das Tantal im Niederschlag anreichert. Die Komplexbildner bilden hierbei Komplexsalze, worunter im üblichen Sinne Salze verstanden sind, die nicht nur im festen Zustand beständig, sondern auch in der Lösung mehr oder weniger stabil sind, zum Unterschied von Doppelsalzen, bei denen man die Verbindung nur .in festem Zustand kennt, während sie in wäßriger Lösung vollständig in Ionen zerfällt. Als Komplexbi-Idner kommen bei dem Verfahren der Erfindung organische Stoffe, z. B. Dikanbonsäuren, wie Oxalsäure und Oxykarbonsäuren, und anorganische Verbindungen, wie Wasserstoffperoxyd, in Betracht, das Peroxokomplexe bildet, also Verbindungen, in denen Sauerstoffatomedurch die Peroxogruppe 0-O ersetzt sind.
  • Bei niobreichen Ausgangsstoffen ei@hällt man so in einem Arbeitsgang ein Niob mit einem Reinheitsgrad von 9g °/o und höher. Gegebenenfalls läßt sich aus der Lösung nach an sich bekannten Verfahren ein Niederschlag ausscheiden und dieser nochmals mit einem Lösungsmittel, das einen Komplexbildner enthält, behandeln und so der Reinheitsgrad weiter steigern. Man kann aber auch den Komplexibildner in der Lösung stufenweise zerstören, beispielsweise Oxalsä'ure durch A,ufoxydieren, und so eine tantalreiche Fällung erhalten.
  • Das Verfahrender Erfindung sei noch an einem Beispiel erläutert. Die nach üblichen Verfahren gefällten Erdsäuren mit einem Gehalt von insgesamt ioo Gewichtsteilen Niobpentoxyd. und Tantalpentoxyd wenden mit i8oo Gewichtsteilen 2n-Salzsäure und i8o Gewichtsteilen Oxalsäure@dihydrat versetzt. Dann wird unter Rühren 'während, 6 Stunden auf 6o° erwärmt. Nach oder Abtrennung des verbleibenden Rückstandes ergeben sich für die Zusammensetzung von Lösung und Rückstand die in der folgenden. Zusammenstellung gegebenen Werte, wobei sich die angegebenen Prozentgehalte auf die Oxydsumme -von Nidb und Tantal beziehen.
    Eingesetzter Zusammensetzung
    Erdsäurenniederschlag der Lösung des Rückstandes
    °% Nb20a °% Taz0s °@o Nb20s °@° Ta2fls °@° Nb20s °% Taz0a
    78 22 go 1o 66 34
    9= 9 99 I 84 16
    Bei Wiederholung des Verfahrens ,geht also das Niab schließlich praktisch tantalfrei in Lösung. Der verbleibende Rückstand .ist dann tantalreicher geworden. Er kann nochmals mit Salzsäure und Oxylsäure behandelt werden oder wird in den Fluoridtrennungsprozeß, zurückgegeben; hierbei wird dann ein. Teil des Tantal<s als Kailitumtantalfluori,d abgetrennt, während die verbleibende niobreiche Lösung erneut der Oxalsäuretrennung zugeführt wird.
  • Das Verfahren der Erfindung .ist also eine wertvolle Ergänzung der bisher üblichen Fluoridfällung, indem aus den tantalarmen Lösungen das Niob in reiner Form gewonnen wird. Durch Vereinigung .der Fluoridfällung und des Verfahrens der Erfindung können also Niob-Tantal-Gemische in einfacher Weise völlig in die Bestandteile Nieb und Tantal zerlegt werden.
  • Dabei bietet sich noch ein besonderer Vorteil, daß Elemente wie Wolfram und Titan, die häufige Begleiter in Niob und Tantal enthaltenden Erzen darstellen, im Niederschlag bleiben sind es so zum Unterschied von den bekannten Verfahren gelingt, Niob auch von diesen Metallen leicht abzutrennen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahrnen zur Anreicherung oder Trennung des Niobs und Tantals in diese Elemente enthaltenden Gemischen der- Erdsäurefällungen dieser Elemente, dadurch gekennzeichnet, @daß man die Gemische ein oder mehrere Male mit verdünnter Salzsäure oder einer sich ähukch verhaltenden Säure in Gegenwart eines Komplexbildners behandelt und die vornehmlich das Niob als Komplexsalz enthaltende Lösung von dem vornehmlich das Tautal enthaltenden Bodenkörper abtrennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Komplexbildner organische Stoffe, beispielsweise Dikanbonsäuren, wie Oxalsäure, oder Oxykarbonsäuren Verwendung finden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß als Komplexbildner anorganische Stoffe, wie Wasserstoffperoxyd, Verwendung finden.
  4. 4. Vereinigung des Anreicherungs- und Trennungsverfährens nach Anspruch i bis 3 mit der an sich bekannten Fluoridtrennung des Niobs und Tantals. Angezogene Druckschriften: G me 1 i n, Handbuch der anorganischen Chemie, B. Auflage, 1928, Bd. VI, 1, S. 293 und 294; Remy, Lehnbuch der anorganischen Chemie, Bd. 2,:2,. und 3. Auflage, S. 113, Abs. 2; Zeitschrift für analytische Chemie, Bid. 122, 1941, S. 88 bis 94; Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, Bd. 151, 1926, S.222.
DEH4791A 1950-08-04 1950-08-04 Verfahren zur Anreicherung oder Trennung von Niob und Tantal Expired DE927925C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017601B (de) * 1955-03-01 1957-10-17 Ciba Geigy Verfahren zur Trennung von Niob- und Tantalverbindungen
DE1108194B (de) * 1957-02-28 1961-06-08 Horizons Inc Verfahren zur Gewinnung von Niobfluorid aus einem Niob- und Tantaloxyd enthaltenden Ausgangsmaterial
EP0408218A1 (de) * 1989-07-11 1991-01-16 Teledyne Industries Inc Verfahren zur Herstellung von Niob mit geringem Tantalgehalt

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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DE1108194B (de) * 1957-02-28 1961-06-08 Horizons Inc Verfahren zur Gewinnung von Niobfluorid aus einem Niob- und Tantaloxyd enthaltenden Ausgangsmaterial
EP0408218A1 (de) * 1989-07-11 1991-01-16 Teledyne Industries Inc Verfahren zur Herstellung von Niob mit geringem Tantalgehalt

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