DE927298C - Temperatur-Überwachungsgerät - Google Patents
Temperatur-ÜberwachungsgerätInfo
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Classifications
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Description
Im Patent 905 800 sind Temperatur-Überwachungsgeräte
behandelt, die aus einem Temperaturfühler und mit diesem zusammengebautem mechanischem, unter Federkraft stehendem Auslösewerk
für direkte oder indirekte Signialgabe oder für andere Überwachungsmaßnahmen bestehen und
bei denen der aus rohr- oder stabförmigen Ausdehnungskörpern bestehende Fühler z. B. über eine
Hebelübersetzung eine Klinke bewegt, die das Auslösewerk freigibt.
Die bisher bekannten Temperatur-Überwachungsgeräte enthalten als in Wärmekontakt mit
dem Meßgut befindlichen Temperaturfühler Ausdehnungselemente aus Stäben und Rohren, und es
ist auch bereits bekannt, diese Elemente derart in Reihe zu schalten, daß ihre paarweisen Einzelwärmehübe
sich summieren. Die bekannten Anordnungen weisen runde Stäbe auf, die auf dem Mantel eines mit dem Fühlerrohr konzentrischen
Zylinders mit Zwischenräumen angeordnet sind. Diese Anordnung ergibt geringe Ausnutzung des
Fühlerquerschnitts, erfordert also einen relativ großen Fühlerdurchmesser. Auch arbeitet der
Fühler wegen der verhältnismäßig großen Lu ftz wischenräume zwischen den einzelnen Ausdehnungsstäben
relativ träge, und es sind besondere Führungskörper erforderlich.
Die Erfindung betrifft eine vorteilhafte Verbesserung des Erfindungsgegenstandes des Hauptpatents.
Nach der Erfindung werden Temperatur-
Meß-, -Melde-, -Regel-, -Schalt- und -Überwachungsgeräte der genannten Art so ausgeführt,
■ daß die stab- odier streifenförmigen Ausdehnungskörper
zur Erzielung größter Leistung bei kleinsten Abmessungen des rohr- oder plattenförmigen
Fühlers ohne Zwischenräume, sich gegenseitig führend, gepackt sind, und zwar vorzugsweise entweder
in Form konzentrischer Rohre (mit Kernstab) oder in Form von Paketen aus Blechstreifen.
ίο In den Figuren sind einige Ausführungsbeispiele
dargestellt. Fig. ι zeigt einen Fühler mit konzentrischen Ausdehnungskörpern. Ein nahtloses Flußstahlrohr
ι ist am unteren Ende mit einem Stopfen 2 verschlossen, der verlötet oder verschweißt
sein kann. Auf diesen stützt sich, ein Stab 3 aus Nickelstahl von mögliidhist geringem Ausdehnungskoeffizienten.
Auf das obere Ende des Stabes 3 stützt sich der Boden eines Zieh teils aus
Aluminium, Magnies ium oder einem anderen Material
von hohem Ausdeihnungskoeffizieniten, das am
unteren Ende einen Kragen oder Flansch aufweist. Dieser Flansch wiederum trägt das z. B. aus Blech
gerollte roh-rartige Teil 5, das wieder möglichst
kleinen Ausdehnungskoeffizientein aufweist. Das Fluß Stahlrohr 6 endlich überträgt die Bewegung
des oberen Endes von Teil 5 auf das weiter oben liegende Meß-, Melde- usw. Werk.
Die Anordnung ergibt einen etwa dreimal so großen Hub wie eine gleich lange Anordnung aus
nur einem Fl!ußstahlrohr und einem darin angeordneten Nickelstahlstab. Gegenüber der für viele
Zwecke recht vorteilhaften Anordnung eines Niekelstahlstabes in einem Aluminiumrohr ergibt sich
zwar nur der etwa 1,5fache Hub; daneben ergibt
sich aber der wichtige Vorteil, daß das Außenrohr wegen seiner größeren Steife dünner bzw. dünnwandiger
gewählt werden kann, so daß der Fühler oberhalb der Meßstrecke (auch wegen der geringeren
Wärmeleitung von Flußstahl) einen bedeutend geringeren axialen Wärmetransport aufweist als ein
Fühler mit einem gleich festen Aluminiumrohr. Eine weitere Verbesserung in diesem Sinne ergibt
sich, wenn man die Teile 1 und 6 aus einem Baustoff von noch geringerer Wärmeleitfähigkeit, wie
z. B. Nickelin, Manganin, Chromnickel usw., ausführt. Der geringere axiale Wärmetransport ergibt
größere Unabhängigkeit der Messung von der Eintauchtiefe des Fühlers. Man kann diesen Vorteil
■zwar auch mit einem Paar, z. B. mit einem Nickelstahil'stab
im Aluminium-rohr, erreichen!, wenn man
sowohl das Rohr als auch dien Stab durch ein zweites Rohr bzw. einen zweiten Stab von schlechten
Wärmeleiteigenschaftem verlängert. Diese Verlängerung des äußeren Rohres bereitet aber technische
Schwierigkeiten-, die durch die errindungsgemäße Anordnung bei gleichzeitiger Erhöhung des
Hubes vermieden werden.
In Fig. 2 ist eine aus nebeneinander angeordneten Stabpaaren aufgebaute paketförmige Anordnung
im Zusammenbau mit beispielsweise einem elektrischen Schaltwerk dargestellt; ein solches Gerät
eignet sich als Warnungsgerät zum' Aufschrauben auf Warmpreßformen. Zwischen der Grund- und
Fühlerplatte 7, den Seitenleisten 8 und einer nicht gezeichneten Deckplatte ist das eigentliche Meßorgan
in Gestalt eines Paketes aus Nickelstahlstäben 9 und z.B. Aluminiumstäben 10 geführt.
Die Stäbe sind abwechselnd oben und unten durch Lotung, Schweißung oder hakenförmiges Übergreifen
mit dem Nachbarn verbunden, und zwar ist in der Figur am unteren Ende Schwelung, am
oberen hakenförmiges Übergreifen dargestellt. Das eine Ende 11 des Paketes ist auf der Fühlerplattc
festgelegt, das andere Ende 12, das den 4- bis 5fachen
Hub eines einzelnen Stabpaares ausführt, ist mit dem nur noch wenig übersetzenden Hebel 13 nebst
daransetzender Blattfederklinke belastet, der sich unter der Wirkung der Feder 15 im Uhrzeigersinn
um die Schneide 16 zu drehen versucht. Bei Erwärmung des Paketes wandert das Ende 12 nach
unten, der Hebel 13 folgt mit Drehung im Uhrzeigersinn, die Klinke 14 wandert abwärts, und
der um die Achse 17 drehbare Hebel 18 wird freigegeben. Er dreht sich unter der Wirkung der
schwachen Zugfeder 19 ebenfalls im Uhrzeigersinn S so Lange, bis die an seinem kurzen Arm 20 sitzende
Klinke den unter der Wirkung der starken Feder 21 stehenden Schalthebel 22 freigibt. Der um die
Achse 23 drehbare Schalthebel dreht sich gegen den Uhrzeiger so lange, bis die Kontakte 24 von der
Traverse 25 überbrückt sind und ein elektrisches Alarmgerät in Gang setzen.
Nach Abkühlung von Überwachungsgut, Fühlerplatte und Meßpaket wird das Schaltwerk mittels
des Hand- oder Fingerhebels 26 wieder in Bereitschaft gebracht, indem man zunächst den an der
Stelle 27 passend geformten Hebel 18 dadurch verklinkt, daß man Hebel 22 über seine eigene Bereitschaftsilage
hinaus vorübergehend im Uhrzeigersinn dreht. Damit ist zugleich auch der Hebel 22 wieder
in der in der Figur dargestellten Lage verklinkt. Wählt man eine große Zahl von Paaren für das
Paket, so kann man die Übersetzung durch den Hebel 13 auch ganz weglassen und die Klinke 14
direkt an das Paketende 12 setzen. Die Schneide ιό
oder aber das Paketende 11 wird in geeigneter Weise, z. B. mit Stellschraube oder mit Exzenter,
verstellbar gemacht, um die jeweils gewünschte Auslösetemperatur einstellen zu können.
Das Schaltwerk, an dessen Stelle auch ein An- uo zeigewerk oder ein Glockenschlagwerk oder ein
Ventil oder ein Regelschalter oder irgendein anderes Uberwachungs- oder Betätigungswerk
treten kann, wird man im Gegensatz zur Zeichnung im allgemeinen nicht in der Paketebene, sondern in
einer darüberliegenden Ebene anordnen.
Bei beiden dargestellten Beispielen entfernt sich das dem Auslösewerk zugekehrte Ende der Reiheschaltung
von Ausdehnungskörpern bei Erwärmung von diesem. .Es ist aber ohne weiteres auch mög-Hch,
die umgekehrte Anordnung zu treffen, wobei das Auslösewerk so modifiziert wird, daß die Auslösung
beim Vorkommen statt beim Zurückweichen des Endstabes erfolgt. Auch kann man nur entweder
diese Bewegung des Endstabes oder das Arbeiten der Klinken umkehren; das Gerät ist dann
in der Lage, das Unterschreiten einer bestimmten Temperatur zu melden bzw. zu überwachen.
Schließlich kann die Anordnung so getroffen werden, daß der letzte Stab der Batterie vom Meß-
bzw. Auslösewerk auf Zug statt auf Druck beJastet wird.
Dünne, blechförmige, zu einem Paket zu vereinigende Stäbe verbindet man · am besten durch
Punktschweißung, also im Gegensatz zu Fig. 2
ίο schon etwas vor dem Ende des Paketes bzw. der
Stäbe.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Temperatur-Meß-, -Melde-, -Regel- oder -Überwachungsgerät mit einem in Wärmekontakt mit dem Meß- bzw. Überwachungsgut zu bringenden, in Reihe geschaltete Paare linearer Ausdehnungskörper von unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten enthaltenden Temperaturfühler Bach Patent 905 800, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausdehnungskörper aus konzentrischen Rohren oder paketweise nebeneinanderiliegenden Blechstreifen bestehen,
- 2. Temperatur-Meß- usw. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der Ausdehnungskörperpaare auf das Meß- usw. Werk durch eine neutrale Verlängerung (6) vom gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie das Trägerorgan (1) übertragen wird.
- 3. Temperatur-Meß- usw. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerorgan (Fühlerrohr, Fühlerplatte) und die neutrale Verlängerung aus einem Material geringer Wärmeleitfähigkeit, insbesondere Metallen, wie Nickelin, Manganin, Chromnickel usw., bestehen.
- 4. Temperatur-Meß- usw. Gerät nach Anspruch ι für Temperaturüberwachung, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der Ausdehnungskörper direkt oder indirekt einen unter Federspannung stehenden Werkshebel entklinkt, woraufhin der letzte die gewünschte Überwachungsmaßnahme verrichtet.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 702 300.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 9623 4.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE927298C true DE927298C (de) | 1955-04-07 |
Family
ID=581608
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT927298D Expired DE927298C (de) | Temperatur-Überwachungsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE927298C (de) |
-
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- DE DENDAT927298D patent/DE927298C/de not_active Expired
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