DE913218C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, oel- oder fetthaltigen Stoffen und Wasser - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, oel- oder fetthaltigen Stoffen und WasserInfo
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- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/02—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with hydrocarbons
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F23/00—Mixing according to the phases to be mixed, e.g. dispersing or emulsifying
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, öl-oder fetthaltigen Stoffen und Wasser Zum Wasserdichtmachen von Faserstoff oder Faserstoffbahnen ist es bekannt, paraffin-, öl- oder fetthaltige Stoffe mit Hilfe eines Emulgiermittels mit Wasser zu emulgieren und den Faserstoff bzw. die Faserstoflbahn mit der feinverteilten Emulsion zu behandeln.
- Dem Verfahren liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Herstellung solcher Emulsionen die Verwendung von Emulgatoren zu vermeiden und die Emulsion in jeder Verdünnung und bei beliebigem Druck zur Anwendung zu bringen.
- Erfindungsgemäß wird die Mischung bzw. Emulgierung ohne Zusatz eines Emulgiermittels unter Umrühren in einem oder mehreren hintereinandergeschalteten Behältern vorgenommen; gleichzeitig wird die gebildete Emulsion zu dem oder den Verbrauchern gepumpt; der Überschuß an Emulsion wird zu einem der Behälter zurückgeleitet. Um eine Entmischung der Emulsion weitgehendst zu verhindern, wird diese in den Umpumpleitungen verwirbelt und warm gehalten.
- Nach einer Ausführungsform des Verfahrens wird die Ölkomponente in einem beheizten Gefäß geschmolzen und aus diesem Gefäß über ein Meßgefäß in ein mit Rührwerk versehenes, ebenfalls beheiztes Mischgefäß geleitet, aus dem die Emulsion, zweckmäßig über ein Sammelgefäß, zu den Verbrauchern gepumpt wirj Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einem beheizbaren Schmelzgefäß für die Olkomponente, mindestens einem mit Rührwerk versehenen, ebenfalls heizbaren Mischgefäß, einer Pumpe und einem oder mehreren Verbrauchern, die hintereinandergeschaltet sind, wobei das Mischgefäß oder eines derselben an einer Uberschußrückleitung liegt. Zwischen dem Schmelzgefäß und dem Mischgefäß kann ein zweckmäßig ebenfalls heizbares Meßgefäß angeordnet sein. Ferner kann zwischen dem Mischgefäß und der Ableitung zu den Verbrauchern, vorzugsweise zwischen dem Mischgefäß und der Pumpe, ein mit Rührwerk versehener heizbarer Vorratsbehälter angebracht sein.
- Um einen gleichmäßigen Druck in der Leitung zu sichern, ist ein Niveaugefäß mit Überlauf und Rückleitung zu dem Mischgefäß oder zu dem Vorratsbehälter vorgesehen. Die Gefäße sowie die Rohrleitungen sind heizbar, z. B. mit Heißwasser-oder Dampfmänteln ausgerüstet. Um gleichmäßige Temperaturen zu erhalten, erfolgt die Heizung der Gefäße und zweckmäßig auch der Rohre über temperaturregelnde Einrichtungen, wie Thermostaten.
- Den Ablauföffnungen der Gefäße, insbesondere der Ablauföffnung des Mischgefäßes, können Siebe vorgeschaltet sein. In die Leitungen, insbesondere in die Zufluß leitungen der Emulsion zu den Verbrauchern, sind die Strömungsrichtung ändernde und daher die Emulsion verwirbelnde Hinderniskörper, z. B. gelochte Bleche oder schnecken-und düsenartige Körper, angeordnet.
- Die Figur zeigt in schematischer Darstellung eine Anlage zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens Es sind vier Gefäße I, II, III und IV über Rohrleitungen hintereinandergeschaltet, derart, daß die Flüssigkeit von dem höheren in das tiefere Gefäß fließt. Jedes der Gefäße ist von einem Heizmantel umgeben, der entweder mit heißem Wasser oder Dampf betrieben wird. Die Heißwasser- bzw.
- Dampfzuleitung ist mit I, die Rückleitung mit 2 bezeichnet. Mit diesen beiden Hauptleitungen sind die Speiseleitungen sowie die zugehörigen Rückleitungen der einzelnen Gefäße oder Behälter I bis IV verbunden; sie bilden im Boden des jeweiligen Heizmantels des betreffenden Gefäßes eine Heizschlange 3. Die Temperatur des Heißwasser- bzw.
- Dampfbades wird durch temperaturregelnde Vorrichtungen, z. B. Thermostaten a, konstant gehalten.
- In dem am höchsten liegenden doppelwandigen Behälter I wird die Olkomponente, z. B. Paraffin, geschmolzen. Die Temperatur wird in diesem Fall z. B. auf 80 bis go" gehalten. Der an den Behälter I angeschlossene Behälter II dient als Meßgefäß, wodurch eine konstante Menge Paraffin od. dgl. emulgiert und damit die Gleichmäßigkeit der Emulsion gewährleistet wird. Es wird also beispielsweise in dem Gefäß II jeweils die Menge Paraffin od. dgl. abgemessen, die für die Herstellung einer Emulsion von 500 1 notwendig ist In dem folgenden Behälter III befindet sich eine der abgemessenen Menge Paraffin entsprechende Wassermenge. Er ist mit einem Rührwerk 4, angetrieben durch einen Motor 5, ausgerüstet. Durch starkes Aufrühren wird die Emulsion aus Wasser und Paraffin, Öl oder Fett hergestellt. Am Auslauf dieses Behälters befindet sich ein Sieb 6, welches Verunreinigungen zurückhält. Von dem Mischbehälter III fließt die Emulsion in den Behälter IV, der als Sammelbehälter dient und ebenfalls mit einem durch einen Motor 7 betriebenen Rührwerk 8 ausgestattet ist.
- Die Temperatur der Emulsion in diesem Sammelbehälter wird durch den zugehörigenThermostaten a auf der entsprechenden Höhe von z. B. 80 bis go0 gehalten. Das Rührwerk dieses Behälters sorgt für ständige starke Mischung der wäßrigen Emulsion.
- Aus dem Sammelbehälter wird die Emulsion durch eine Pumpe V entnommen und durch mantelbeheizte Rohre 9, 10 zu den Verbraucherstellen VI und VII gefördert. Die Verbraucherstelle VII besteht aus einem Aggregat von Düsen 11 an einem schwenkbaren Auslaufrohr 12; die Düsen dienen zur Oberflächenbehandlung einer Stoffbahn mit der Emulsion.
- Der Entnahmestelle VI laufen eine Faserstoffmasse und die Emulsion direkt zu; die Faserstoffmasse und die Emulsion werden in dem Mischer VI einer Feinverteilung unterworfen. Vor dem Einströmen der Emulsion in dieVerbraucher wird die Emulsion einer intensiven Durchwirbelung unterworfen ; dies geschieht mittels in die Rohrleitungen 9 und 10 eingebauter, die Strömungsricbtung der Emulsion ändernder Hinderniskörper, die, wie bei I3 schematisch angedeutet, aus gelochten gerade oder schräg in der Zufluß richtung eingebauten Blechen oder schnecken- und düsenartigen Körpern bestehen. Die Temperaturhaltung der Rohrleitungen g und 10 erfolgt wie die Temperaturhaltung der Behälter durch einen Thermostaten a. Zur Gewährleistung eines gleichmäßig konstanten Druckes in der Umpumpleitung ist ein mantelbeheiztes Niveaugefäß VIII vorgesehen, in welches der Überschuß an Emulsion zurückströmt. Die Versorgung des Heizmantels dieses Gefäßes mit heißem Wasser bzw. Dampf geschieht von der Hauptleitung I aus.
- Das Niveaugefäß VIII ist mit einer Überlaufleitung I4 versehen, die in den Sammelbehälter IV mündet.
- Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung zu seiner Durchführung dient in erster Linie zum Wasserdichtmachen von Faserstoff und Faserstoffbahnen durch Aufspritzen der Emulsion auf die Bahnen über das Düsenaggregat II oder sonstige Sprühvorrichtungen. In dem Mischer VI dagegen findet ein direktes Mischen der Emulsion mit einem Faserstoffbrei statt. Von besonderer Bedeutung ist das Verfahren und die Vorrichtung für die Herstellung von Holzfaserhartplatten, wobei sich die Wirkung erhöht, wenn die Faserstoffmasse angewärmt wird. Die Temperatur dieser Masse soll die Löse- bzw. Schmelzpunkte von Paraffin, Olen, Fetten usw. möglichst nicht unterschreiten. Erhöhte Temperaturen, insbesondere beim direkten Mischen der Emulsion mit Faserstoffmasse, gewährleisten eine bessere Verteilung. Bei Oberflächenbehandlung kann im Zeitpunkt des Aufspritzens oder Auf- tragens die Temperatur der Faserstoffmasse niedriger liegen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren macht die Verwendung von Emulgatoren entbehrlich; wäßrige Lösungen lassen sich in jeder Verdünnung herstellen; ein Verspritzen der wäßrigen Lösungen ist mit jedem beliebigen Druck durchführbar, so daß eine einwandfreieVerteilung der Emulsion auf bzw. in den Stoffmassen möglich wird.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, öl-oder fetthaltigen Stoffen und Wasser zum Wasserdichtmachen von Faserstoff oder Faserstoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung bzw. Emulsion ohne Zusatz eines Emulgiermittels unter Rühren in einem oder mehreren hintereinandergeschalteten Behältern erfolgt und dabei die Emulsion zu dem oder den Verbrauchern gepumpt und der Überschuß zu einem Behälter zurückgeleitet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion in den Umpumpleitungen verwirbelt und erwärmt gehalten wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölkomponente in einem beheizten Gefäß geschmolzen und über ein Meßgefäß in ein mit Rührwerk versehenes, ebenfalls beheiztes Mischgefäß und dann über ein Sammelgefäß zu den Verbrauchern gepumpt wird.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem heizbaren Schmelzgefäß (I) für die Olkomponente, mindestens einem mit Rührwerk versehenen, ebenfalls heizbaren Mischgefäß (III), einer Pumpe (V) und einem oder mehreren Verbrauchern (VI, VII) und einer Überschußrückleitung für die Mischgefäße.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein zwischen dem Schmelzgefäß (I) und dem Mischgefäß (III) liegendes, ebenfalls heizbares Meßgefäß (II).
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, gekennzeichnet durch einen zwischen dem Mischgefäß (III) und der Ableitung zu den Verbrauchern (VI, VII) liegenden, mit Rührwerk versehenen, heizbaren Vorratsbehälter (IV).
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, bestehend aus einem zweckmäßigbeheizten Niveaugefäß (VIII) mit Überlauf und Rückleitung zu dem Mischgefäß oder Vorratsbehälter.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gefäße (1 bis IV und VIII) und die Rohrleitungen mit Heißwasser- oder Dampfmänteln versehen sind und ihre Beheizung überTemperaturregler (Thermostaten) erfolgt.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 8, gekennzeichnet durch den Ablauföffnungen der Gefäße vorgeschaltete Siebe.IO. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Umpumpleitungen, insbesondere der Zuflußleitung, die Strömungsrichtung ändernde und daher die Emulsion verwirbelnde Hinderniskörpeir, z. B. gelochte Bleche oder schnecken-und düsenartige Körper, angeordnet sind.I I. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis IO, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbraucher Düsen oder Zerstäuber (VII) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH1426D DE913218C (de) | 1944-09-22 | 1944-09-22 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, oel- oder fetthaltigen Stoffen und Wasser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH1426D DE913218C (de) | 1944-09-22 | 1944-09-22 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, oel- oder fetthaltigen Stoffen und Wasser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE913218C true DE913218C (de) | 1954-06-10 |
Family
ID=7142587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH1426D Expired DE913218C (de) | 1944-09-22 | 1944-09-22 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Emulsionen aus paraffin-, oel- oder fetthaltigen Stoffen und Wasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE913218C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1020034B (de) * | 1954-02-24 | 1957-11-28 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Suspensionen fester Stoffe in Fluessigkeiten |
| FR2577438A1 (fr) * | 1985-02-15 | 1986-08-22 | Wenmaekers Paul | Procede et dispositif de la fabrication en continu d'une emulsion et emulsion ainsi obtenue |
| FR2612618A2 (fr) * | 1987-01-16 | 1988-09-23 | Wenmaekers Paul | Fondoir-doseur de haute precision pour materiau fusible ou liquide |
| US4856988A (en) * | 1987-01-16 | 1989-08-15 | Paul Wenmaekers | High-precision melting and metering assembly for meltable or liquid material |
-
1944
- 1944-09-22 DE DEH1426D patent/DE913218C/de not_active Expired
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| US4839093A (en) * | 1985-02-15 | 1989-06-13 | Paul Wenmaekers | Process and apparatus for continuous manufacture of an emulsion |
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