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Verfahren zur Registrierung des innerhalb eines festgelegten Zeitraumes
erfolgenden Auftretens von beliebigen Vorgängen, insbesondere von Schaltmaßnahmen
im selbsttätigen Aufbau einer Nachrichtenverbindung Zur Herstellung einer Nachrichtenverbindung
benötigt man, insbesondere in der Sel.bstanschlußtechnik, eine Vielzahl von Schaltvorgängen,
durch welche einzelne Nachrichtenübertra,gungsorgane wirksam gemacht und zu einem
Verbindungsweg zusammengeschaltet werden. So stellt beispielsweise die Belegung
eines Wählers einen solchen Schaltvorgang dar. Die Störanfälligkeit eines solchen
Nachrichtenübertragungsorgans hängt nun wesentlich davon ab, in wie schneller Folge
irgendwelche zu ihm gelangende oder in ihm wirkende Schaltvorgänge von ihm verarbeitet
werden können. Da das Nachrichtenübertragungsorgan auf ihm angebotene Schaltvorgänge
keinen Einfluß hat, muß es in der Lage sein, jedes Angebot aufzunehmen und schnellstens
zu verarbeiten. Gelangen beispielsweise zu dem betreffenden Organ Belegungsversuche
innerhalb des Zeitraumes, der zur Auswertung eines derartigen Schaltvorganges erforderlich
ist, so kann es zu einer Doppelbelegung und damit Fehlverbindung kommen.
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Es ist nun von Interesse, die Häufigkeit solcher Fälle, in denen bestimmte
Vorgänge gleichzeitig oder innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auftreten, zu messen,
um daraus Schlüsse auf die Störanfälligkeit des Übertragungsorgans zu ziehen. Es
besteht aber auch in anderen Zweigen der Technik das Bedürfnis, derartige Gleichzeitigkeits-
bzw. Ungleichzeitigkeitsfälle zu erfassen, so z: B. bei Maschinen zur Auswertung
von Lochkarten oder in der Verkehrsüberwachung. Hier kann es sich darum handeln,
die Dichte des Verkehrsflusses, beispielsweise
die Aufeinanderfolge
von Kraftfahrzeugen, meBtechnisch zu untersuchen.
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Zur Durchführung die Gleichzeitigkeit zweier Vorgänge erfassender
Messungen in der Selbstanschlußtechnik hat man bisher eine Gasentladungsröhre mit
zwei Gittern verwendet, welche den Anodenstrom der Röhre derart steuern, daß nur
bei Zuführung von Schwellpotentialen oder Barüberliegenden Spannungen, welche im
folgenden als Öffnungsspannungen bezeichnet werden, zu allen Gittern die Röhre durchlässig
wird. Gegebenenfalls können dabei den einzelnen Gittern jeweils besondere Schwellpotentiale
zugeordnet sein. Führt man den Gittern einer solchen Röhre gleichzeitig die öffnungsspannungen
zu, so zündet die Röhre und bewirkt eine Registrierung des gleichzeitigen Auftretens
dieser Spannungen, welche irgendwelchen Vorgängen zugeordnet sein können.
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Diese bekannte Methode ermöglicht praktisch nur die Registrierung
des Auftretens von gleichzeitigen Vorgängen, wenn man von einer gewissen Röhrenträgheit
absieht, welche eine geringe zeitliche Verschiebung der an den Gittern liegenden
Spannungen zuläßt. Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, das Auftreten
von yt beliebigen Vorgängen; innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu registrieren.
Dies bedeutet, daß außer den Gleichzeitigkeitsfällen auch solche Fälle von Ungleichzeitigkeit
festgestellt werden sollen, welche innerhalb bestimmter, durch den festgelegten
Zeitraum gegebener Grenzen liegen. Zu diesem Zweck werden die Vorgänge in Fronten
von i-t elektrischen Impulsen umgesetzt, welche mit einer solchen Amplitude den
Steuerelektroden der Entladungsröhre zuzuführen sind, daß das Schwellpotential mindestens
erreicht wird. Mindestens einer dieser Impulse wird nun in seiner Dauer derart verlängert
bzw. umgesetzt, daß an der entsprechenden Steuerelektrode während des an die betreffende
Impulsfront sich anschließenden festgelegten Zeitraumes eine Spannung herrscht,
welche in diesem Zeitraum an anderen Steuerelektroden auftretende Impulse mit einer
mindestens dem Schwellpotential gleichen Amplitude zeitlich überdeckt. Infolgedessen
wird bei Zusammentreffen von derartigen Spannungen an allen Steuerelektroden die
Entladungsröhre durchlässig und eine in ihrem Anodenstromkreis liegende Schaltvorrichtung
zwecks Registrierung becinflußt. Für die Durchführung dieses Verfahrens benutzt
man eine Entladungsröhre mit mindestens it Steuerelektroden. Zweckmäßig ordnet man
den Vorgängen die Vorderfronten der Impulse zu, wobei unter Impuls ein Spannungsanstieg
in positiver Richtung an der Steuerelektrode zu verstehen ist.
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Handelt es sich um Vorgänge, die völlig unabhängig voneinander eintreten
können und von denen jeder in bezug auf die anderen zeitlich gleichwertig, d. h.
deren Reihenfolge beliebig sein soll, so führt man die Impulse über n Zuleitungen
den Steuerelektroden zu, wobei jeder einem bestimmten Vorgang zugeordnete Impuls
über eine eigene Zuleitung einer eigenen Steuerelektrode zugeführt wird. Verlängert
man nun sämtliche zugeführte Impulse, so wird im Anschluß an jeden Impuls geprüft,
ob während des festgelegten Zeitraumes die (it-i) restlichen Impulse an den anderen
Steuerelektroden auftreten, d.h. es findet eine Prüfung im Anschluß an jeden einzelnen
Impuls statt.
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Die Erfindung gestattet aber auch eine besondere Bewertung der einzelnen
Vorgänge hinsichtlich ihrer Reihenfolge. Dies ist folgendermaßen zu verstehen: Es
soll beispielsweise das Auftreten von drei einzelnen wiederkehrenden Vorgängen A,
B und C innerhalb des festgelegten Zeitraumes nur dann registriert werden, wenn
ein bestimmter Vorgang, z. B. B, als letzter innerhalb des festgelegten Zeitraumes
erscheint. Um dies zu erreichen, werden die den Vorgängen B zugeordneten Impulse
von der Verlängerung ausgenommen. Unter der Voraussetzung, daß die Impulsdauer klein
gegenüber dem festgelegten Zeitraum ist, ergibt sich dann, daß bei Auftreten eines
unverlängerten Impulses an erster oder zweiter Stelle eine Zündung der Röhre sehr
unwa'hrsc'heinlich wird, da die fehlenden Impulse innerhalb der (kurzen) Impulsdauer
des unverlängerten Impulses auftreten müssen. Diese Wahrscheinlichkeit ist um so
geringer, je kürzer der Impuls ist. Sofern der unverlängerte Impuls ausreichend
kurz gegenüber dem verlängerten Impuls gewählt wird, werden praktisch nur die Fälle
mit der beabsichtigten Reihenfolge registriert. Tritt der unverlängerte Impuls jedoch
als letzter auf, so findet er, falls er innerhalb des festgelegten Zeitraumes nach
Auftreten des ersten Impulses (also im Fall dieses Beispiels A oder C) erscheint,
an, den beiden anderen Steuerelektroden bereits öffnungsspannung vor, so daß die
Röhre zur Zündung gebracht wird.
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Eine andersartige zeitliche Bewertung der Vorgänge gewinnt man, wenn
man beispielsweise die den Vorgängen B und C zugeordneten Impulse von der Verlängerung
ausnimmt. Wendet man die vorstehenden Betrachtungen in entsprechender Weise auf
diesen Fall an, so ergibt sich, daß der Vorgang.-1 am Anfang liegen muß. Für eine
Zündung ist allerdings hier Voraussetzung, daß die folgenden, den Vorgängen B und
C zugeordneten, Impulse zeitlich zusammenfallen, damit an allen Steuerelektroden
Öffnungsspannung liegt.
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Besondere Bedeutung hat diese Möglichkeit der Ausnahme eines einem
bestimmten Vorgang zugeordneten Impulses von der Verlängerung bei Anwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens auf nur zwei Vorgänge, z. B. D und E, da sich dadurch
eine eindeutige Folge der Vorgänge festlegen läßt. Werden hier nämlich die den Vorgängen
E zugeordneten Impulse nicht verlängert, so wird immer nur im Anschluß an die verlängerten,
den Vorgängen D zugeordneten Impulse geprüft, ob innerhalb des festgelegten Zeitraumes
ein dem Vorgang E zugeordneter Impuls auftritt. Eine Registrierung setzt also voraus,
daß der Vorgang D dem Vorgang E vorausgegangen ist.
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Aus diesen drei angeführten Beispielen für eine besondere zeitliche
Bewertung der einzelnen Vorgänge
ergibt sich, das immer erst die
verlängerten Impulse aufgetreten sein müssen, damit bei darauffolgendem Erscheinen
der unverlängerten Impulse diese die Entladungsröhre zur Zündung bringen können.
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Ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zeigt die Fig. i. Es handelt sich hier um die Registrierung des Auftretens zweier
in ihrer Reihenfolge gleichwertiger Vorgänge innerhalb des festgelegten Zeitraumes,
d. h. also von zwei Vorgängen, deren Reihenfolge beliebig sein kann. Die diese Vorgänge
darstellenden, Impulse werden über die beiden Zuleitungen A1 und A2 den die Steuerelektroden
darstellenden Gittern G1 und G2 der Entladungsröhre Rö zugeführt und verlängert.
Die Verlängerung beider Impulse ist hierbei erforderlich, da ihre Reihenfolge keine
Rolle spielen soll. Um diese Verlängerung durchzuführen, sind in die Zuleitungen
A1 und A2 RC-Glieder eingeschaltet, wobei unter Berücksichtigung des inneren Widerstandes
der die Impulse liefernden Spannungsquelle U" durch eine entsprechende Bemessung
der RC-Glieder die Zeitkonstante der Kondensatoraufladung bei Auftreten eines Impulses
klein gegenüber der Impulsdauer und die Zeitkonstante der Kondensatorentladung bei
Verschwinden des Impulses so groß ist, das die durch die Kondensa.torladung hervorgerufene
Spannung der betreffenden Steuerelektrode für die Dauer des festgelegten Zeitraumes
mindestens gleich dem dieser Steuerelektrode zugeordneten Schwellpotential ist.
Die RC-Glieder bestehen aus der Parallelschaltung eines Kondensators Cl bzw. C2
und eines Widerstandes R1 bzw. R2. Kondensator bzw. Widerstand oder beide können
regelbar ausgebildet sein,, um auf diese Weise die Zeitkonstante des RC-Gliedes
und damit die Länge des festgelegten Zeitraumes einstellen zu können. Zweckmäßig
sieht man an dem einstellbaren Bauelement eine Skala vor, um den eingestellten Zeitraum
direkt ablesen zu können. In der vorliegenden Schaltung sind die Kondensatoren einstellbar.
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Vorteilhaft läßt sich diese Schaltung zur Registrierung des innerhalb
des festgelegten Zeitraumes erfolgenden Auftretens einer Belegung und einer Auslösung
von beliebigen, zu einer Gruppe sammengefaßten Nachrichtenübertragungsorganen verwenden.
Die Reihenfolge von Belegung und Auslösung kann dabei beliebig oder vorher bestimmt
sein, je nachdem, ob man die beeiden Vorgängen zugeordneten Impulse oder nur die
einem einzigen Vorgang zugeordneten der Verlängerung unterwirft. Verlängert man
nur die einem Vorgang zugeordneten, d. h. über eine Zuleitung zugeführten Impulse,
so ist, wie bereits erwähnt, Voraussetzung für eine Registrierung, das die unverlängerten
Impulse den verlängerten zeitlich folgen, wodurch die Reihenfolgevorschrift für
Belegung und Auslösung gegeben ist.
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Der Belegungsvorgang des in der Fig. i nicht näher dargestellten Nachrichtenübertragungsorgans
wird an einer Signalklemme X1 dadurch angezeigt, das der Signalkontakt c in Abhängigkeit
vom Belegungszustand eine Erdverbindung zur Signalklemme X1 herstellt oder auftrennt.
Den an die Signalklemme X1 angeschlossenen Stromzweig mit dem Kontakt c kann man
demnach als einen Signalgeber auffassen, welcher dem jeweiligen Belegungszustand
zugeordnete Potentiale liefert. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel soll
während der Belegung der Kontakt c geschlossen sein, so das das Relais 0 erregt
ist. Mit der Arbeitsseite seines Wechselkontaktes o1 wird dabei über den Ruhekontakt
h1 des Relais H die Spannung U" an die Zuleitung Al angelegt. Gleichzeitig
schaltet das Relais 0 mit seinem Arbeitskontakt o2 das Relais H und das Zählrelais
Z ein, welch letzteres die Zahl der Belegungen des betreffenden Nachrichtenübertragungsorgans
angibt. Mit Ansprechen von H wird durch Öffnen von hl die Spannung U" von der Zuleitung
A1 wieder abgetrennt, so daB der Belegungsvorgang in einen auf die Zuleitung Al
gegebenen Impuls von der Dauer der Ansprechzeit von H umgesetzt ist. Über den geschlossenen
Arbeitskontakt h2 wird gleichzeitig die Impulsgabe auf der anderen Zuleitung A2
vorbereitet. Löst nämlich das Nachrichtenübertragungsorgan aus, so wird durch Öffnen
des Kontaktes c das Relais O stromlos und fällt ab. Mit der Ruheseite seines Wechselkontaktes
o1 legt es dabei über den geschlossenen h2-Kontakt die Spannung U" an die Zuleitung
A2. Gleichzeitig öffnet der Kontakt o2 den Stromkreis für H und Z. Der anschließende
Abfall von H trennt danach durch Öffnen von h2 die Spannung U" von der Zuleitung
A2 wieder ab. Damit ist der Auslösungsvorgang in einen auf die Zuleitung A2 gegebenen
Impuls von der Dauer der Abfallzeit von H umgesetzt. Der innere Widerstand der diese
Impulse liefernden Spannungsquelle U" ist nun so niedrig, das die Kondensatoren
C1 und C2 mit gegenüber der Impulsdauer kleiner Zeitkonstante aufgeladen werden.
Nach Abschalten dieser Spannungsquelle entlädt sich jeder Kondensator über den Widerstand
R1 bzw. R2. Die Spannung an dem jeweiligen Gitter G1 bziv. G2, welche mit einem
Abgriff des Widerstandes R1 bzw. R2 verbunden ist, folgt damit einer Exponentialfunktion,
deren Zeitkonstante durch entsprechende Bemessung von R1 und Cl bzw: R2 und C2 derart
gewählt ist, das am Ende des festgelegten Zeitraumes das jeweilige Schwellpotential
gerade erreicht wird. Die Abgriffe an den Widerständen R1 und R2 sind derart festgelegt,
das die Spannung U" in bezug auf das jeweilige Gitter ausreichend herabgesetzt ist,
um die Entladungsröhre vor Überlastungen zu schützen.
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Die Zuleitungen Al und A2 sind in Vielfachschaltung mit den Kontakten
derjenigen den Beginn der Belegung und der Auslösung in Impulse umsetzenden Schalteinrichtungen,
hier der Relais H und 0, verbunden, welche den zu der Gruppe zusammengefasten Nachrichtenübertragungsorgaiien
zugeordnet sind. Innerhalb dieser Gruppe wird damit festgestellt, wie oft eine Belegung
eines beliebigen Nachrichtenübertragungsorgans dieser Gruppe und eine Auslösung
eines beliebigen anderen
Nachrichtenübertragungsorgans der gleichen
Gruppe in beliebiger oder festgelegter Reihenfolge innerhalb des festgelegten Zeitraumes
auftreten. Tritt ein solcher Fall ein, so bewirken die an den beiden Gittern G1
und G" herrschenden, Öffnungsspannungen das Zünden der Röhre Rö. Ihr Anodenstrom
erregt das Relais K, welches mit seinem Arbeitskontakt h das gegebenenfalls verzögerte
Relais 111 einschaltet. Dieses trennt mit seinem Ruhekontakt in, den Anodenstrom
wieder auf, die Röhre Rö erlischt und ist anschließend wieder zündbereit. Mit ni.,
wird gleichzeitig das Zählrelais Zk eingeschaltet, welches die Zahl der Fälle des
Auftretens der beiden Vorgänge innerhalb des festgelegten Zeitraumes angibt. Die
Zeit, während der die Röhre durchlässig war, wird durch die Ansprechzeit von K und
die Ansprechzeit von M bestimmt. Das Zeitintervall, Ansprechzeit von K -}- Ansprechzeit
von M, muß nun größer sein als der festgelegte Zeitraum, damit bei Wiederanlegen
der Spannung U" an die Anode der Röhre Rö über den Kontakt inl diese wegen noch
vorhandener öffnungsspannungen an ihren Gittern nicht nochmals zündet und damit
einen zweiten Registrierungsfall vortäuscht.
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Um diese Schaltung zweckmäßig im Rahmen von Verkehrsmessungen benutzen
zu können, besitzt sie noch weitere, in der Fig. i ebenfalls dargestellte, Einrichtungen.
Diese bestehen in einem Amperestundenzähler Ah und dem Stromschreiber Sr. Der Amperestundenzähler
ist in Belegungsminuten und der Stromschreiber in Zahlen gleichzeitig belegter Nachrichtenübertragungsorgane
geeicht. Beide sind in Reihe geschaltet und werden über vielfachgeschaltete Arbeitskontakte
o3 derjenigenBelegungsrelais 0 gespeist, welche den zu der Gruppe zusammengefaßten
Nächrichtenübertragungsorganen zugeordnet sind: Der Amperestundenzähler
Alt gibt dann direkt die von der Gruppe geleisteten Belegungsminuten an,
während der vom Stromschreiber Sr gezeichneten Kurve zu entnehmen ist, wieviel Nachrichtenübertragungsorgane
der Gruppe in jedem Augenblick belegt waren. Der Stromschreiber Sr erhält eine zusätzliche
Speisung über den Arbeitskontakt m3 des bei der Registrierung erregten Relais i1.T,
über «-elchen zwecks Festhaltens des Zeitpunktes einer Registrierung eine derartige
Spannung an den Stromschreiber Sr angelegt wird, daß dieser einen über die Anzeige
der Belegung der gesamten Gruppe hinausgehenden Ausschlag ausführt. Zu diesem Zweck
muß der in Reihe mit m3 geschaltete Widerstand R, niederohmiger sein als die Parallelschaltung
sämtlicher in Reihe zu o3 liegender Widerstände R4.
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Um die Betriebsbereitschaft der in Fig. i dargestellten Schaltung
jederzeit untersuchen, zu können, ist eine Prüfschaltung vorgesehen, mittels der
auf den beiden Zuleitungen Al und A, je ein Impuls erzeugt wird, deren zeitlicher
Abstand auf größere und kleinere Werte als der festgelegte Zeitraum einstellbar
ist. Dadurch kann festgestellt werden, ob von der erfindungsgemäßen Schaltung die
durch den festgelegten Zeitraum gegebene Grenze für die Registrierung eingehalten
wird. Durch die Prüfschaltung werden Belegung und Auslösung von zwei beliebigen
Nachrichtenübertragungsorganen nachgebildet. Sie besitzt zwei Anschlußklemmen Y1
und Y" die mit den Signalklemmen X1 von zwei beliebigen Nachrichtenübertragungsorganen
verbunden werden, deren normale Belegung in diesem Fall zweckmäßig durch Abschalturig
des betreffenden Nachrichtenübertragungsorgans unmöglich gemacht wird, um während
der Zeit der Prüfung eine Störung zu vermeiden. An die beiden Prüfklemmen Y1 und
Y, sind in der Prüfschaltung zwei Stromzweige angeschlossen, die den Signalgebern
jedes Nachrichtenübertragungsorgans nachgebildet sind. Bei dem in Fig. i dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht der Signalgeber aus der Spannungsquelle tja, die über
den Widerstand R, mittels des Kontaktes c ein- und ausgeschaltet wird. Jeder Stromzweig
enthält einen Widerstand R6 bzw R7, deren Widerstandswerte gleich dem des Widerstandes
R, sind. Die Widerstände R6 und R7 liegen entsprechend dem Widerstand R5 einseitig
an Erde. Wird nun der am, eine Anschlußklemme Y1 bzw. Y2 angeschlossene Stromzweig
durchgeschaltet, so erhält das im Fall der Prüfung an diesen Stromzweig angeschlossene
Relais 0 den gleichen Strom wie im Fall einer normalen Belegung.
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Der Prüfvorgang spielt sich folgendermaßen ab: Durch Schließen des
Schalters S" wird das Prüfrelais E erregt und bringt mit seinem Kontakt e2 das betreffende
O-Relais zum Ansprechen. Die Folge ist ein Impuls auf die Zuleitung <4l, welcher
aber für die Prüfung noch nicht ausgenutzt wird. Durch Drücken der Taste T wird
dann das Prüfrelais F erregt, welches mit seinem Wechselkontakt f" den Stromkreis
für das Prüfrelais E unterbricht und sich über die Arbeitsseite dieses Wechselkontaktes
selbst hält. In der gezeichneten Schalterstellung des Schalters S1 wird durch Ansprechen
von F mittels des Kontaktes f1 der zu der Anschlußklemme Y1 führende Stromzweig
unterbrochen, so daß das angeschlossene O-Relais abfällt und auf die bereits beschriebene
Weise auf der Zuleitung A, einen den Auslösevorgang darstellenden Impuls erzeugt.
Durch Schließen des Kontaktes f, in dein zu der Anschlußklemme
Y, führenden Stromkreis wird gleichzeitig ein Belegungsvorgang vorbereitet
(dieser Stromzweig ist zunächst wegen des noch angesprochenen E-Relais durch den
Kontakt ei aufgetrennt). Durch das Abschalten des E-Relais mittels des Kontaktes
f2 wird dieses aberregt und fällt nach Ansprechen des F-Relais ab, so daß durch
Schließen des Kontaktes ei das an die Anschlußklemme Y2 angeschlossene O-Relais
erregt wird und auf die bereits beschriebene Weise auf der Zuleitung Ai einen den
Belegungsvorgang darstellenden Impuls erzeugt. Zwischen der Auslösung über die Anschlußklemme
Irl (Öffnen von f1) und dem Belegen über die Anschlußklemme Y, (Schließen von
ei) liegt also die Abfallzeit des Prüfrelais E. Das Prüfrelais E besitzt
eine zweite niederohmige Wicklung, welche über einen geeichten
regelbaren
Widerstand R12 kurgeschlossen ist. Durch Einstellung dieses `'Widerstandes läßt
sich die Abfallzeit von E beliebig einstellen und damit die erfindungsgemäße Schaltung
hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit auf Schwankungen im zeitlichen Abstand der zugeführten
Impulse kontrollieren. Wie ersichtlich, treten die für diesen Prüfvorgang benutzten
Impulse in einer solchen Reihenfolge auf, daß einem Impuls auf der Zuleitung A2
ein solcher auf der Zuleitung A1 folgt.
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Werden die beiden Schaltarme des Schalters .S1 in die gestrichelt
gezeichnete Schalterstellung gebracht, so wird dadurch die Reihenfolge der Impulse
auf den Zuleitungen umgekehrt. Die beiden Kontakte f1 und ei brauchen in dieser
Schalterstellung nicht mehr betrachtet zu werden, da sie durch die beiden Schaltarme
kurzgeschlossen sind. Mit Umlegen des Schalters S2 und Erregung des Prüfrelais E
wird durch Schließen des Kontaktes e2 das an die Anschlußklemme Y, angeschlossene
O-Relais erregt. Der so dargestellte Belegungsvorgang bewirkt einen Impuls auf der
Zuleitung Al, welcher jedoch, wie im vorhergehenden Fall, für die Prüfung nicht
ausgenutzt wird. Durch Drücken der Taste T erhält das Prüfrelais F Strom und bewirkt
durch Schließen seines Kontaktes f2 eine Erregung des an die Anschlußklemme Y2 angeschlossenen
O-Relais, die, da sie eine Belegung darstellt, zu einem weiteren Impuls auf der
Zuleitung Al führt. Durch Umlegen des Kontaktes f3 wird, wie vorher beschrieben,
das Prüfrelais E abgeschaltet. Nach seiner Abfallzeit öffnet es mit seinem Kontakt
e2 den an die Anschlußklemme Y1 angeschlossenen Stromzweig, wodurch das an diese
Anschlußklemme angeschlossene O-Relais abfällt. Durch die so nachgebildete Auslösung
wird auf der Zuleitung A2 ein Impuls erzeugt, welcher auf den vorhergehenden, auf
die Zuleitung Al gegebenen Impuls im Abstand der Abfallzeit von E folgt. Die Regelung
dieses Zeitraumes erfolgt auch hier in der bereits beschriebenen Weise. Nach Abschluß
der Prüfung wird der Schalter S2 wieder in die gezeichnete Schalterstellung gebracht,
so daß das Prüfrelais F abfällt und die Präfschaltung die Ruhestellung einnimmt.
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Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wird geprüft, ob zwei
unabhängig voneinander auftretende Vorgänge zeitlich so dicht benachbart zueinander
liegen, daß sie in den festgelegten Zeitraum fallen. Tritt nun beispielsweise einer
der beiden Vorgänge des öfteren auf, so besteht auch dabei die Möglichkeit, daß
die Folge zweier gleichartiger Vorgänge kürzer als der festgelegte Zeitraum ist.
In einem solchen Fall würde mit der Schaltung gemäß Fig. i eine Registrierung nicht
erfolgen: können, da aufeinanderfolgende gleichartige Vorgänge nur auf einer Zuleitung
Impulse hervorrufen, die für sich allein kein Zünden der Röhre bewirken können,
da das Schwellpotential an der zweiten Steuerelektrode fehlt.
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Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich jedoch auch derart anwenden,
daß die Aufeinanderfolge von über eine Zuleitung gegebenen Impulsen daraufhin geprüft
wird, ob der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Impulsen gleich dem festgelegten
Zeitraum oder kleiner als dieser ist. Dies entspricht der alleinigen Überprüfung
des zeitlichen Abstandes von sich wiederholenden Vorgängen, wobei bei Unterschreiten
eines bestimmten zeitlichen Abstandes, der dem festgelegten Zeitraum entspricht,
eine Registrierung erfolgt. Dies geschieht dadurch, daß die den Vorgängen zugeordneten
Impulse über eine einzige Zuleitung zunächst einer einzigen Steuerelektrode zugeführt
werden, wobei jeder Impuls, gegebenenfalls durch eine Umsetzung, durch seine Rückfront
an einer zweiten Steuerelektrode für die Dauer des festgelegten Zeitraumes als Verlängerung
wirksam gemacht wird. Bei der Aufeinanderfolge von zwei Impulsen innerhalb des festgelegten
Zeitraumes macht dann der zweite dieser beiden Impulse durch Zuführung zu der einen
Steuerelektrode die Entladungsröhre durchlässig.
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In der Fig. a ist eine Schaltung dargestellt, der das zuletzt beschriebene
Verfahren zugrunde liegt. Hier werden die einzelnen Impulse über die Zuleitung A3
dem Gitter G1 der Röhre Rö zugeführt. Außer dem Gitter G1 hängt an der Zuleitung
A3 das Relais B, welches bei jedem Impuls anspricht und mit seinem Kontakt
b die Spannung U" an den Kondensator C3 anlegt. Der auf die Rückfront jedes
Impulses folgende Abfall des Relais B bewirkt mittels des Kontaktes b eine Entladung
des Kondensators C3 über den Widerstand R., wodurch dem Gitter G2 der Röhre Rö öffnungsspannung
zugeführt wird. Damit die Aufladung des Kondensators C3 den im allgemeinen kurzzeitigen
Impulsen folgen kann, ist die Zeitkonstante für die Aufladung dieses Kondensators
genügend klein gewählt, was sich durch Wahl des inneren Widerstandes der Spannungsquelle
U" leicht erreichen läßt. Kondensator C3, Widerstand R8 und Abgriff am Widerstand
R8 sind nun so gewählt, d.aß die Spannung am Gitter G2 vom Beginn der Kondensatorentladung
bis zum Ende des festgelegten Zeitraumes mindestens gleich dem diesem Gitter zugeordneten
Schwellpotential ist. Um innerhalb bestimmter Grenzen eine beliebige Einstellung
des festgelegten Zeitraumes zu ermöglichen, ist der Kondensator C3 regelbar ausgebildet.
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Im Anschluß an jeden über die Zuleitung A3 zugeführten Impuls wird
für die Dauer des festgelegten Zeitraumes durch die Entladung des Kondensators C3
dem Gitter G2 Üffnungsspannung zugeführt, wodurch für diesen Zeitraum die Röhre
für eine Zündung vorbereitet ist. Tritt nun in diesem Zeitraum auf der Zuleitung
A3 ein zweiter Impuls auf, so bekommt auch das Gitter Gl öffnungsspannung, so daß
die Röhre zündet und die innerhalb des festgelegten Zeitraumes erfolgte Aufeinanderfolge
zweier Impulse registriert wird. Da die Zündung der Röhre wesentlich schneller erfolgt
als der Anzug des Relais B, hat das neuerliche Umlegen des b-Kontaktes keinen Einfluß
auf die Zündung. Um auch sehr kurze Impulse und kurze festgelegte Zeiträume erfassen
zu können, wird zweckmäßig
für das Relais B ein schnell ansprechendes
Relais gewählt. Der zum Gitter G1 führende Abgriff am Widerstand R9 ist so gelegt,
daß die an die Zuleitung A3 angelegte Spannung U" ausreichend herabgesetzt ist,
um die Röhre vor einer Überlastung zu schützen.
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Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die
auf die Zuleitung A3 gegebenen Impulse durch Belegungen innerhalb einer Gruppe von
Nachrichtenübertragungsorganen bewirkt. Zu diesem Zweck ist die Zuleitung A3 in
Vielfachschaltung mit den Kontakten derjenigen den Beginn der Belegung in Impulse
umsetzenden Schalteinrichtungen verbunden, welche den zu der Gruppe zusammengefaßten
Nachrichtenübertragungsorganen zugeordnet sind. Wie bereits zu der Schaltung gemäß
Fig. i beschrieben, wird auch hier der Belegungszustand an einer Signalklemme X,
angezeigt, an die ein Relais O angeschlossen ist, welches bei der Belegung anzieht
und bei der Auslösung abfällt. Mit seinem Kontakt o1 wird bei der Belegung über
den Kontakt h1 des Relais H die Spannung U" an die Zuleitung A3 angelegt. Gleichzeitig
werden durch Schließen des Kontaktes ö2 die Relais H und Z eingeschaltet (Z zählt
die Zahl der Belegungen). Daraufhin schaltet H mit seinem Kontakt h1 die Spannung
U" von der Zuleitung A3 ab, so däß die Dauer jedes Impulses durch die Ansprechzeit
von H bestimmt wird. Die weiterhin dargestellten Schalteinrichtungen, wie die Relais
h, 11T, Zk, sowie der Amperestundenzä'hler Ah und der Stromschreiber Sr entsprechen
den gleichbezeichneten der Fig. i.
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Entsprechend der gegenüber der Schaltung gemäß Fig. i andersartigen
Aufgabenstellung ist hier eine teilweise abgewandelte Prüfschaltung vorgesehen.
Die Schaltung besitzt zwei an den Anschlußklemmen Y3 und Y4 endende Stromzweige,
für die das in der Beschreibung zu Fig. i Gesagte gilt. Zwecks' Prüfung werden die
beiden Anschlußklemmen Y3 und Y4 mit je einer Signalklemme X1 eines Nachrichtenübertragungso.rgans
verbunden.
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Die Wirkungsweise der Prüfschaltung. ist folgende: Durch Umlegen des
Schalters S2 wird das Prüfrelais E erregt, welches seinen Kontakt e3 öffnet. Nach
Drücken der Taste T kommt das Prüfrelais F; welches mit seinem Kontakt f4 das an
die Anschlußklemme Y3 angeschlossene O-Relais einschaltet und gleichzeitig mit dem
Kontakt f3 E abschaltet. Nach der Abfallzeit von E schließt der Kontakt e3, welcher
eine Erregung des an die Anschlußklemme Y4 angeschlossenen O -Relais bewirkt. Die
Erregung der beiden an die Anschlußklemmen Y3 und h 4 angeschlossenen 0-Relais hat
auf der Zuleitung A3 zwei Impulse zur Folge, deren zeitlicher Abstand durch die
Ansprechzeit E gegeben ist. Wie bereits in Fig. i beschrieben, ist auch hier zwecks
Regelung der Abfallzeit des Prüfrelais E eine niederohmige zweite Wicklung vorgesehen,
welche über den regelbaren Widerstand R12 kurzgeschlossen ist.
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Bei dem zuletzt beschriebenen Verfahren waren alle über die eine Zuleitung
gegebenen Impulse zeitlich gleichwertig, d. h. es wurde im Anschluß an jeden einzelnen
Vorgang geprüft, ob ein zweiter in einem dem festgelegten Zeitraum entsprechenden
oder kleineren Abstand folgt. Das Verfahren: läßt sich jedoch auch anwenden, wenn
den Vorgängen eine unterschiedliche zeitliche Bewertung zu geben ist, beispielsweise
wenn nur das innerhalb des festgelegten Zeitraumes erfolgende Wiederauftreten eines
ersten Vorganges nach einem zweiten Vorgang registriert werden soll. Dies erfolgt
dadurch, daß der erste und zweite Vorgang in die Vorder-und Rückfront eines Impulses
umgesetzt wird, welcher über eine Zuleitung einer Steuerelektrode zuzuführen ist,
wobei er, gegebenenfalls durch eine Umsetzung, durch die Rückfront an einer zweiten
Steuerelektrode für die Dauer des festgelegten Zeitraumes als Verlängerung wirksam
gemacht wird. Bei Wiederauftreten des ersten Vorganges innerhalb des festgelegten
Zeitraumes macht dann der der ersten Steuerelektrode zugeführte neue Impuls die
Entladungsröhre durchlässig.
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In der Fig.3 ist die Schaltung eines Ausführungsbeispiels abgebildet,
die dieses Verfahren verwirklicht. Die einzelnen Vorgänge werden hier durch Belegungen
bzw. angebotene Belegungen und Auslösungen eines einzelnen Nachrichtenübertragungsorgans
dargestellt. Als erster Vorgang sei eine Belegung bzw. eine angebotene Belegung
und als zweiter Vorgang eine Auslösung bezeichnet. Der Zustand der die Belegung
des Nachrichtenübertragungsorgans übermittelnden Leitung L, hier die Belegungsleitung
eines Selbstanschlußfernsprechsysterns, wird an einer ihr zugeordneten Signalklemme
X2 durch derartige Potentiale angezeigt, daß das an diese Signalklemme angeschlossene
Relais D mit dem Angebot einer Belegung anzieht und erst mit der Auslösung abfällt.
Dabei legt es mit seinem Arbeitskontakt d1 die Spannung U" an die Zuleitung A4,
der damit ein Impuls zugeführt wird, der vom Belegungsangebot bis zur Auslösung
währt. Um schnell aufeinanderfolgenden Belegungen bzw. angebotenen Belegungen und
Auslösungen folgen zu können, wird zweckmäßig für D ein schnell ansprechendes Relais
mit geringer Verzerrung gewählt. Es besitzt gegenüber den mit der Leitung L, verbundenen
Schalteinrichtungen einen hohen Widerstand, um für diese keine zusätzliche Belastung
darzustellen, welche die Wirkungsweise dieser Schalteinrichtungen beeinträchtigen
könnte. Im übrigen ist die Schaltung ähnlich wie die gemäß Fig.2 aufgebaut. An der
Zuleitung A4 hängt das Relais B, welches mit seinem Kontakt, wie bereits
zu Fig.2 beschrieben, im Anschluß an jeden über die Zuleitung A4 gegebenen Impuls
Öffnungsspannung an das Gitter G2 anlegt. Dies bedeutet, daß mit jeder Auslösung,
die durch eine Rückfront des der Zuleitung A4 zugeführten Impulses dargestellt wird,
für die Dauer des festgelegten Zeitraumes öffnungs-Spannung am Gitter G2 liegt.
Wird nun innerhalb des festgelegten Zeitraumes im Anschluß an eine Auslösung eine
neue Belegung angeboten, so bewirkt diese ein Anziehen von D und damit einen
neuen
Impuls auf der Zuleitung A4, der zum Zünden der Röhre Rö führt. Damit ist das innerhalb
des festgelegten Zeitraumes nach einer Auslösung erfolgte Angebot einer neuen Belegung
registriert.
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Es lassen sich drei verschiedene Fälle der Aufeinanderfolge einer
Auslösung und des Angebotes einer neuen Belegung unterscheiden. Zunächst der Fall,
daß die Auslösung des betreffenden Nachrichtenübertragungsorgans vollständig durchgeführt
und dieses für ein neues Belegungsangebot aufnahmefähig ist. Ein weiterhin denkbarer
Fall ist der, daß die Auslösung des betrachteten Nachrichtenübertragungsorgans noch
nicht vollständig durchgeführt ist (ein beispielsweise zugehöriger Wähler ist noch
nicht heimgelaufen), aber auch nicht aufgehalten wird, sobald ein neues Belegungsangebot
erfolgt; letzteres geht dann wegen der noch nicht wiederhergestellten Aufnahmebereitschaft
des Nachrichtenübertragungsorgans verloren. Gemäß dem dritten Fall ist die Auslösung
des Nachrichtenübertragungsorgans bei Auftreten eines neuen Belegungsangebotes ebenfalls
noch nicht vollständig durchgeführt. Hier bewirkt jedoch das neue Angebot einer
Belegung ein Aufhalten des Auslösevorganges. Dies entspricht dem sogenannten Festhalten
einer auslösenden Verbindung.
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Zur Erläuterung dieser Fälle ist in der Fig.3 die das Belegungsangebot
zu dem Nachrichtenübertragungsorgan übermittelnde Leitung mit ihren Schalteinrichtungen
im einzelnen dargestellt. Als Beispiel wurde die übliche Schaltung einer Belegungsleitung
eines Selbstanschlußfernsprechsystems gewählt. Diese mit L, bezeichnete Leitung
wird von einem Wähler W gesucht, der von dem Wählerprüfrelais P stillgesetzt wird,
wenn der Wähler W die Leitung L, frei vorfindet. Auf der dem Wähler W gegenüberliegenden
Seite der Leitung L, liegt das dem betrachteten Nachrichtenübertragungsorgan zugeordnete
Belegungsrelais C mit einer niederohmigen Wicklung C und einer hochohmigen
Wicklung C", dessen Ansprechen den vollständig durchgeführten Belegungsvorgang des
über diese Leitung belegbaren Nachrichtenübertragungsorgans angibt. Seine Auslösung
wird durch Unterbrechung der Leitung L, auf der Seite des Wählers W eingeleitet,
so daß C stromlos wird. Die Belegungsmöglichkeit des C-Relais ist in erster Linie
von dem Kontakt w abhängig, welcher im Fall des hier dargestellten Ausführungsbeispiels
von einem dem Nachrichtenübertragungsorgan zugehörigen weiteren Wähler derart gesteuert
wird, daß nur im Ruhezustand dieses Wählers der Kontakt w geschlossen ist.
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Im ersten Fall, bei dem das Nachrichtenübertragungsorgan vollständig
ausgelöst hatte, bewirkt ein Belegungsangebot die Erregung des C-Relais über seine
niederohmige Wicklung C und den geschlossenen Kontakt w. Im zweiten Fall geht das
Belegungsangebot verloren, da durch den vorhergehenden Auslösevorgang C bereits
abgefallen ist, während der Kontakt w infolge des noch nicht vollendeten Heimlaufs
des zugehörigen Wählers noch geöffnet ist. In diesem Zustand kann ein Belegungsangebot
zu keiner Erregung des C-Relais führen. Im dritten Fall erfolgt das Belegungsangebot
bei noch nicht abgefallenem C-Relais und geöffnetem w-Kontakt, d. h. das Belegungsangebot
fällt in die Abfallzeit des C-Relais nach einer Auslösung. In diesem letzteren Fall
bekommt C über seinen Kontakt c3 von neuem Strom und kann weiterhin gehalten werden.
Dies hängt in der Hauptsache davon ab, ob das Prüfrelais P des neu belegenden Wählers
W über die in Reihe geschalteten Wicklungen des C-Relais C und C" ansprechen
und seinen Wähler W stillsetzen kann. Erfolgt diese Stillsetzung, so wird C weiterhin
gehalten, d. h. eine auslösende Verbindung wird festgehalten.
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Die dabei in der erfindungsgemäßen Schaltung gemäß Fig.3 sich abspielenden
Vorgänge sind folgende: Im ersten Fall, bei dem ein Belegungsangebot nach vollständig
durchgeführter Auslösung des Nachrichtenübertragungsorgans erfolgt, führt dieses
zu einer Registrierung mittels des Zählrelais Zk, falls das neue Belegungsangebot
innerhalb des festgelegten Zeitraumes nach der Auslösung auftritt. Außerdem wird
über die Kontakte d2 und cl das Zählrelais Z, erregt, welches wegen seiner Abhängigkeit
von dem Kontakt d2 jedes Belegungsangebot zählt, da ein solches immer zu einem Ansprechen
von D führt. Wegen der gegebenenfalls kurzzeitigen Erregung von D ist parallel
zu Z" ein Kondensator C8 geschaltet, dessen Kapazität derart bemessen ist,
daß auch bei kurzzeitigem Schließen von d2 eine für die Erregung von Z" ausreichende
Energie zur Verfügung steht. Die erfolgte Belegung des Nachrichtenübertragungsorgans
wird durch Ansprechen des Belegungsrelais C angezeigt, welches mit seinem Kontakt
cl das Zählrelais Zb zum Ansprechen bringt, welches wegen seiner Abhängigkeit von
dem Kontakt cl nur die Zahl der tatsächlich durchgeführten Belegungen angibt.
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Im zweiten Fall erfolgt das Belegungsangebot in der für das Auslösen
des Nachrichtenübertragungsorgans benötigten Zeitspanne. Das Angebot bewirkt eine
Registrierung mittels des Zählrelais Zk, falls Beginn der Auslösung und Belegungsangebot
in den festgelegten Zeitraum fallen. Um nun diese Belegungsangebote, die zu keiner
normalen Belegung führen, gesondert zu zählen, sind die beiden Zählrelais Z" und
Zb vorgesehen. Außer der Erregung des Zählrelais Zk wird durch das Schließen des
Kontaktes d2, wie vorher, auch das Zählrelais Z, erregt. Da in dem hier betrachteten
Fall das betreffende Nachrichtenübertragungsorgan für das neue Belegungsangebot
noch nicht aufnahmefähig ist (wegen noch nicht beendeten Heimlaufs des zugehörigen
Wählers ist der Kontakt w noch offen, das Belegungsrelais C aber bereits abgefallen),
kann sein zugehöriges Belegungsrelais C nicht von neuem erregt werden, d. h. das
Belegungsangebot geht verloren. Infolgedessen unterbleibt hier eine Erregung des
die durchgeführten Belegungen erfassenden Zählrelais Zb. Da das Zählrelais Z" die
Zahl aller Belegungsangebote angibt, während Zb nur die Zahl der tatsächlich durchgeführten
Belegungen anzeigt, ergibt sich aus der Differenz Z" Zb somit
die
Zahl derjenigen Belegungsangebote, die wegen mangelnder Aufnahmebereitschaft des
betreffenden Nachrichtenübertragungsorgans zu keiner vollzogenen Belegung geführt
haben.
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Zur ausschließlichen Erfassung des dritten Falls, nämlich des Festhaltens
von auslösenden Verbindungn, ist in der Schaltung gemäß Fig. 3 ein besonderes Kriterium
für die Zündung der Röhre Rö vorgesehen. Diese Zündung wird mittels des Schalters
S3 und Kontaktes c, davon abhängig gemacht, ob das Angebot einer neuen Belegung
ein noch angezogenes C-Relais antrifft, über welches die Verbindung festgehalten
werden kann. Die beiden anderen Bedingungen, nämlich das Vorhandensein von Öffnungsspannung
an den beiden Gittern GI und G,, sind durch den Beginn des Auslösungsvorganges und
das darauffolgende Belegungsangebot dann erfüllt, wenn der Kondensator C3 derart
eingestellt ist, daß mindestens für einen der Abfallzeit von C entsprechenden Zeitraum
öffnungsspannung am Gitter Gz liegt. Dann muß ein durch ein Belegüngsangebot ausgelöster
Impuls auf der Zuleitung A4 am Gitter G:., Öffnungsspannung vorfinden, da der festgelegte
Zeitraum in diesem Fall durch die Abfallzeit von C bestimmt wird.
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Der Ablauf der Vorgänge gemäß dem dritten Fall ist folgender: Das
Angebot einer neuen Belegung findet ein noch nicht abgefallenes C-Relais vor, d.
h. der Kontakt c3 hat die r2oo-Ohm-Wicklung dieses Relais noch mit der Leitung L,
verbunden. Der Kontakt w ist dabei geöffnet, da der zu dem Nachrichtenübertragungsorgan
gehörende Wähler sich außerhalb seiner Ruhestellung befindet. Wie in den vorhergehenden
Fällen beschrieben, wird an die Gitter G1 und G, durch die Auslösung und das neue
Belegungsangebot Öffnungsspannung angelegt, wobei durch entsprechende Einstellung
des Kondensators C3 am Gitter G, für einen längeren Zeitraum öffnungsspannung liegt,
als für den Abfall des C-Relais benötigt wird. Da das neue Belegungsangebot vor
Abfall des C-Relais eintritt, ist der Kontakt c, noch geschlossen, und die Röhre
R<i zündet. Kann nun das neue Belegungsangebot das C-Relais nicht festhalten,
so fällt dieses ab und unterbricht mit seinem Kontakt c, den Anodenstromkreis der
Röhre Rö. Im anderen Fall wird C gehalten, so daß auch der Anodenstrom bestehenbleibt.
Um diese letzteren Fälle eindeutig zu erfassen, besitzt das Relais 31 eine
so große Ansprechverzögerung, daß nur bei durch den Kontakt c, länger aufrechterhaltenem
Anodenstrom, wie im Fall des Festhaltens von C, das Relais lI anspricht und mit
seinem Kontakt in, das Zählrelais Zk erregt. Diese Ansprechverzögerung hat demnach
zur Folge, daß eine kurzzeitige Zündung der Röhre Rö und nachfolgende Unterbrechung
des Anodenstromes mittels des Kontaktes c2 infolge Nichtfesthaltens der auslösenden
Verbindung nicht ausreicht, um das Relais M und das dadurch gesteuerte Zählrelais
Zk zum Ansprechen zu bringen. Damit werden vom Zählrelais Zk eindeutig nur diejenigen
Fälle erfaßt, welche zum Festhalten einer auslösenden Verbindung führen. Zwischen
die Signallzlernme X. und das Relais D ist ein Gleichrichter Gl geschaltet, welcher
eine Umkehrung der Stromrichtung in D verhindert, wenn der Wähler W heimläuft und
dabei die Verbindung der Leitung L, über das Relais P nach Erde auftrennt. Die Umkehrung
der Stromrichtung in D kommt dadurch zustande, daß die schaltungsmäßig bedingte
höhere Induktivität des Relais C gegenüber der des dazu parallel geschalteten Relais
D einen Induktionsstoß hervorruft, welcher über D in umgekehrter Richtung als in
dem vorhergehenden Betriebsfall fließen würde. Diese Umkehrung der Stromrichtung
kann eine nochmalige Erregung des Relais D bewirken, wodurch ein Belegungsangebot
vorgetäuscht werden würde.
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Zur Prüfung der einwandfreien Funktion sowie zur Kontrolle des eingestellten
festgelegten Zeitraumes ist die Schaltung wie die vorhergehend behandelten mit einer
Prüfschaltung versehen. Diese besitzt zwei Stromzweige, für die grundsätzlich das
in der Beschreibung zu Fig. r Gesagte gilt. Im Fall des hier behandelten Ausführungsbeispiels
liegen in den beiden Stromzweigen je ein Relais P1 und P,, die dem in die Leitung
L, eingeschalteten P-Relais entsprechen. Beide Stromzweige enden in der Anschlußklemme
Y5, welche zwecks Prüfung mit der Signalklemme X, zu verbinden ist. Das an die Signalklemme
X, angeschlossene D-Relais erhält somit bei der Nachbildung von Belegung und Auslösung
mittels der Prüfschaltung die gleichen Ströme wie im normalen Betriebsfall.
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Die Prüfung spielt sich folgendermaßen ah Durch Umlegen des Schalters
S, wird das Relais E erregt, welches mit seinem Kontakt e4 das Relais P, an die
Leitung L, anschaltet. Infolgedessen wird das C-Relais erregt, d. 1i. das zu C gehörende
Nachricbtenübertragungsorgan belegt. Dabei wird auch D erregt und legt Spannung
über dl an die Zuleitung A4. Die dadurch bewirkten weiteren Vorgänge spielen sich
wie vorher beschrieben ah. Bei Drücken der Taste T zieht das Relais F an, welches
mit seinem Kontakt f4 den Prüfstromkreis unterbricht und damit das Nachrichtenübertragungsorgan
auslöst. Gleichzeitig wird mit dem Kontakt f3 das Relais E abgeschaltet, so daß
durch Umlegen des Kontaktes e4 über den vorbereiteten Kontakt f5 das Nachrichtenübertragungsorgan
von neuem belegt wird. Zwischen der Auslösung und der nachfolgenden Belegung liegt
also die Abfallzeit des Relais E. Diese ist, wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
beschrieben, mittels einer parallel geschalteten niederohmigen Wicklung und des
regelbaren Widerstandes Ri, einstellbar.
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Mit dem erfindungsgdmäßen Verfahren lassen sich nicht nur rein schaltungstechnische
Probleme, wie sie in der Selbstanschlußtechnik vorkommen, sondern auch sonstige
Probleme, bei denen beliebige Folgen von irgendwelchen Vorgängen auftreten, tneßtechnisch
erfassen. Abgesehen von den bereits eingangs erwähnten Möglichkeiten läßt sich das
erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise anwenden, um das Arbeiten von Kontakten
daraufhin
zu überprüfen, ob diese prellungsfrei öffnen oder schließen
und - welchen zeitlichen Abstand die einzelnen Prellungen besitzen. Für diesen Anwendungsfall
würde man zweckmäßig eine Schaltung verwenden, welche entsprechend der in Fig. z
abgebildeten aufgebaut sein müßte. Zur Feststellung einer Kontaktprellung beim Schließen
würde man den zu prüfenden Kontakt zwischen Erde und die Zuleitung A3 schalten.
Führt das Schließen des Kontaktes zu einer Prellung und ist der zeitliche Zwischenraum
zwischen Prellung und endgültigem Schließen kleiner als der festgelegte Zeitraum,
so zündet die Röhre und registriert die erfolgte Prellung.
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Eine weitere Anwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, die menschliche Sprache auf Häufigkeit von bestimmten Frequenzen
zu untersuchen. Zu diesem Zweck wird die interessierende Frequenz aus der Sprache
mittels eines Filters herausgesiebt, an das dann Schalteinrichtungen, beispielsweise
Röhren, angeschlossen sind, die bei Auftreten der betreffenden Frequenz ansprechen
und einen Impuls erzeugen. Gibt man derart erzeugte Impulse auf die Zuleitung A3
einer Schaltung gemäß Fig.2, so wird durch diese registriert, wenn die gleiche Frequenz
innerhalb des festgelegten Zeitraumes zweimal auftritt. Diese Untersuchung ist wichtig
für Selektivrufempfänger, beispielsweise für die Tonfrequenzfernwahl, bei der mit
Tonfrequenzkombinationen gearbeitet wird. Diese Selektivrufempfänger müssen so ausgebildet
sein, daß sie durch Sprache nicht zum Ansprechen zu bringen sind.
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Dies sind nur einige Beispiele aus der Fülle der Anwendungsmöglichkeiten
des erfindungsgemäßen Verfahrens, die immer dann gegeben sind, wenn es gilt, bestimmte
Vorgänge auf ihre zeitliche Folge hin zu untersuchen.
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Als Entladungsröhre Rö wird zweckmäßig ein Stromtor verwendet, da
dieses nach seiner Zündung unabhängig von seinen Gitterpotentialen seinen Anodenstrom
aufrechterhält. Im Ruhezustand wird den Gittern des Stromtores durch eine Gittervorspannung
ein gegenüber der Kathode negatives Potential gegeben, um eine Zündung bei Anlegen
der Anodenspannung zu vermeiden. Besitzt das Stromtor eine indirekt geheizte Kathode,
so kann man eine zusätzliche Heizstromquelle einsparen, indem man die Kathode aus
der Atiodenspannungsquelle mit Strom versorgt. Um die Anodenspannung auf die Heizspannung
herabzusetzen, wird dem Heizfaden ein entsprechend bemessener Widerstand vorgeschaltet.
Dabei kann gleichzeitig der Spannungsabfall am Heizfaden zur Erzeugung der Gittervorspannung
ausgenutzt werden. Die Fig. q. verdeutlicht diese Art der Schaltung des Stromtores.
Das Stromtor ist hier mit Rö bezeichnet und der die Anodenspannung U" herabsetzende
Widerstand mit R13. Aus dieser Figur gehen noch weitere vorteilhafte Schaltungseinzelheiten
hervor. Hier sind die Abgriffe an den mit den jeweiligen Zuleitungen verbundenen
Widerständen R1, R2 bzw. R3, R4 bzw. R8, R, über je einen `'Widerstand R14 und R15
mit den Gittern G1 und G2 verbunden. Gleichzeitig ist von jedem Gitter ein Kondensator
C4 bzw. C5 nach Kathode geführt. Die beiden Widerstände R14 und R15 sind hochohmig
(etwa ioo kOhm) und dienen dazu, die Röhre vor Überlastung bei zu stark positiven
Gitterspannungen zu schützen, da in diesem Fall der fließende Gitterstrom einen
Spannungsabfall an dem Widerstand R14 bzw. R15 hervorruft, der das Gitterpotential
ausreichend herabsetzt. Die Kondensatoren C4 und C5 haben die Aufgabe, ein Zünden
der Röhre bei Anschalten von Anodenspannung trotz negativer Vorspannung der Gitter
zu verhindern. Im Fall des plötzlichen Einschaltens von Anodenspannung wirken nämlich
die Gitter-Anoden- und die Gitter-Kathoden-Kapazität wie ein Spannungsteiler, so
daß im Einschaltaugenblick erhebliche positive Spannungen an den Gittern vorkommen
können. Wählt man die Werte dieser beiden Kondensatoren C4 und C5 so, daß sie groß
gegenüber der jeweiligen Gitter-Anoden-Kapazität sind, so wird damit das Spannungsteilerverhältnis
derart festgelegt, daß im Einschaltaugenblick die an den beiden Gittern liegende
Vorspannung nur unwesentlich ansteigt, so daß ein unerwünschtes Zünden der Röhre
vermieden ist. Durch die Ausnutzung der Anodenspannungsquelle zur Heizung der Kathode
und Gittervorspannungserzeugung benötigen die erfindungsgemäßen Schaltungen nur
eine einzige Spannungsquelle, die im Fall des Einsatzes der erfindungsgemäßen Schaltung
zur Verkehrsmessung in Nachrichtenübertragungsstellen aus der zugehörigen Amtsbatterie
bestehen kann. Diese Amtsbatterie kann auch gleichzeitig zur Lieferung der an die
Zuleitung angelegten Impulsspannung verwendet werden, da diese in bezug auf die
Gitter durch die Abgriffe an den in den Zuleitungen liegenden Widerständen ausreichend
herabgesetzt wird.