DE917470C - Synchronisationsvorrichtung fuer elektrische Musikinstrumente - Google Patents
Synchronisationsvorrichtung fuer elektrische MusikinstrumenteInfo
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Description
- Synchronisationsvorrichtung für elektrische Musikinstrumente Die Erfindung betrifft eine Synchronisationsvorrichtung für elektrische Musikinstrumente zur gleichzeitigen Erzeugung mehrerer Frequenzen in subharmonischen Teilungsverhältnissen, bei welcher ein. synchronisierender und ein oder mehrere synchronisierte Kippgeneratoren mit gittergesteuerten iGasentladungsröhren verwendet werden.
- Um bei elektrischen Musikinstrumenten, die zur Erzeugung der elektrischen Schwingungen gittergesteuerte Gasentladungsröhren verwenden, gleichzeitig mehrere Töne zu gewinnen, die in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen, ist vorgeschlagen worden, aus einer gegebenen Frequenz durch Frequenzteilung die Subharmonischen abzuleiten und zu der Frequenzteilung Gasentladungsröhren in Verbindung mit Widerstand und Kondensator zu verwenden, wobei die Eigenfrequenz dieser der sogenannten Blinkschaltung ähnlichen Anordnung etwa der Frequenz der gewünschten Subharmonischen entspricht. Durch die Synchronisation dieses Kippgenerators mit der vorgegebenen Frequenz erzeugt dieser eine Frequenz, die in einem streng konstanten Teilungsverhältnis zur vorgegebenen Frequenz steht.
- Zweckmäßig ist es, auch die vorgegebene Frequenz in einem Kippgenerator mit Gasentladungsröhre zu gewinnen. Man hat dann eine Schaltung, in der mehrere !Kippgeneratoren mit je einer Gasentladungsrö'hre so miteinander gekoppelt sind, daß einer von ihnen als synchronisierender Generator den anderen Generatoren subharmonische Frequenzen aufzwingt. Bei einer Frequenzänderungdes
synchronisierenden Generators über größere kon- tinuierliche Frequenzbereiche gelingt mit dieser Anordnung jedoch eine Synchronisation in einem gleichbleibenden subharmonischen Teilungsverhält- nis nicht. Der synchronisierte Generator schlägt vielmehr immer wieder in einen bestimmten Fre- quenzbereich zurück, welcher ungefähr demjenigen entspricht, den er .ohne die synchronisierende Kipp- frequenz haben würde. .Deshalb ist auch schon vorgeschlagen worden, mehreren gleichartigen Kippgeneratoren, .die ent- sprechend dem gewünschten Teilungsverhältnis ab- gestimmt sind, das frequenzbestimmende Element in der Weise gemeinsam zu machen, daß alle durch dasselbe schon ohne Einwirkung der synchronisie- renden Frequenz etwa im gleichen relativen Fre- quenzum.fang verändert werden. Der synchronisie- renden Frequenz fällt dann nur noch die Aufgabe zu, diese annähernd dem gewünschten subharmoni- schen Teilungsverhältnis schon entsprechenden, par- allel laufenden Kippfrequenzen streng zu synchroni- sieren. Hierdurch ist der Frequenzbereich der syn- chronen .Mitnahme in einem gleichbleibenden sub- harmonischen Teilungsverhältnis wesentlich er- weitert worden, wenn das Teilungsverhältnis klein gehalten werden kann. Bei wachsendem Teilungs- verhältnis nimmt dieser Frequenzbereich jedoch schnell ab. Der synchronisierte Generator schlägt leicht in ein anderes Teilungsverhältnis um, wobei an der Umschlagstelle kratzende Geräusche ent- stehen. Da die Kennlinien der Gasentladungsröhren bdkanntlich erheblich streuen, kann es leicht vor- kommen, daß nicht nur an den Grenzen des Mit- nahmebereichs solche Instabilitäten auftreten, son- dern auch innerhalb des Mitnahmebereichs. Man muß daher die Gasentladungsröhren für die Kippgenera- toren sorgfältig auswählen. Der naheliegende Ausweg, höhere subharmonische Teilungsverhältnisse durch Seriensynchronisation, also durch Synchronisation in mehreren Stufen mit kleinen Teilungsverhältnissen, herzustellen, hat sich ebenfalls nicht bewährt. Denn abgesehen davon, daß musikalisch wichtige Intervalle, wie die Terz und die Septime, auf diesem Wege nicht erreichbar wer- den, weil dazu die Teilungsverhältnisse 1 : 5 bzw. 1 : 7 gebraucht werden, addieren sich alle Instabili- täten .der in Reihe geschalteten Kippgeneratoren, und die Zahl der Bedienungselemente wächst in einer -für die Praxis nicht mehr tragbaren Weise an. Ist beispielsweise ein subharmonisches Teilungs- verhältnis i : 16 durch vier Seriensynchronisationen in den Stufen 1 : 2 : 4. : S : 16 erreicht, so ergibt das bei zwei Bedienungselementen für jeden Kippgene- rator nicht weniger als acht Bedienungselemente, an welchen der Spieler des Instruments eine etwa auf- tretende Instabilität suchen muß. Man kann es daher nicht wagen, etwa mehrere gleichzeitig er- klingende subharmonische Teiltöne mit hohen Tei- lungsverhältnissen vorzusehen. Gerade die Serien- synchronisation verlangt eine maximale Stabilität der Synchronisationsvorrichtung. Im allgemeiner. scheinen somit Kippgeneratoren, deren Frequenzen auf die beschriebene bekannte Weise gemeinsam erzeugt. Im Gitterkreis des Generators i liegt als frequenzbestimmendes Element ein Bandmanual q., mit welchem über die Einstimmwiderstände 2 und 3 und die Widerstandskombination 8, 9 eine variable negative Vorspannung am Gitter des Generators i erzeugt wird. Das Gitter des synchronisierten Generators 2o liegt dagegen über die Widerstandskombination r6, 117, r8 an einer bestimmten, an 17 einstellbaren negativen Vorspannung, welche beim Synchronisationsvorgang unverändert konstant bleiben muß.gittergesteuert werden, für stabile Synchronisations- v orrichtungen wenig geeignet. Im Gegensatz zu dieser bekannten Vorrichtung wird gemäß der Erfindung eine Schaltung vorge- schlagen, bei welcher der synchronisierende Gene- rator in an sich bekannter Weise durch eine mittels eines frequenizibestimmenden Elementes v eränder- ,bare negative Gitterspannung frequenzveränderlich ist und die von dem Kippschwingungsgenerator er- zeugte Kippfrequenz dem synchronisierten Kipp- schwingungsgenerator über eine phasenumkehrende, gittergesteuerte Hochvakuumröhre zugeführt wird. deren Steuergitter ebenfalls mit dem frequen:zbe- stimmenden Element gekoppelt ist. Es ist der Grundgedanke der vorliegenden Erfin- dung, die erläuterten Nachteile der bekannten Syn- chronisationsvorrichtungen grundsätzlich dadurch zu vermeiden, daß die synchronisierten Kippgene- ratoren nicht, wie früher vorgeschlagen wurde, an das frequenzbestimmende, kontinuierlich veränder- liche Element, nämlich das Bandmanual, des syn- chronisierenden Kippgenerators angeschlossen sind, sondern eine davon unabhängige feste Gittervor- spannung erhalten. Es wird also nur ein spezieller, leicht reproduzierbarer Wert der Charakteristik der synchronisierten Gasentladungsröhren verwendet. Es ist nun für die Synchronisationsfrequenz eine solche Form zu suchen, daß durch sie allein der synchrone Gleichlauf in konstantem subharmoni- schem Teilungsverhältnis im synchronisierten Kipp- generator erzwungen wird. Das geschieht erfin- dungsgemäß dadurch, daß die Kippfrequenz des syn- chronisierenden Kippgenerators über eine Phasen- umkebrröhre auf das Gitter des synchronisierten Kippgenerators übertragen wird und daß dem Steuergitter dieser Phasenumkehrröhre zugleich die negative Steuerspannung vom Gitter des synchroni- sierenden Kippgenerators zugeführt und der Ar- b,-itspunkt .der Phasenumkehrröhre in das untere gekrümmte Gebiet ihrer Ia-Ug-Kennlinien gelegt wird. Hierdurch entsteht am Gitter des synchroni- sierten Kippgenerators eine mit der Frequenz an- steigende Amplitude der synchronisierenden Kipp- frequenz, welche eine überraschend stabile Fre- quenzmitnahme über den gesamten, auf dem Band- manual spielbaren Tonhöhenbereich bis zu subhar- monischen Teilungsverhältnissen von etwa i : 12 er- zwingt und auch für höhere Teilungsverhältnisse nur wenig eingeengt wird, dabei so genau reprodu- zierbar ist, daß die verschiedenen subharmonischen Teilungsverhältnisse an Festwiderständen einge- stellt werden können, so daß beispielsweise für die Wahl der ersten zwölf Teilungsverhältnisse eines synchronisierten Kippgenerators nur ein 12stufiger Umschalter am Instrument erforderlich ist. Das Wesen der Erfindung sowie einige ihrer An- wendungsmöglichkeiten seien an Hand der Zeich- nung erläutert. Fig. i :beschreibt ein Ausführungs- beispiel der Erfindung. Kippgenerator i ist der syn- chronisierende, Kippgenerator 2o der synchroni- sierte Generator. Die Kippschwingungen werden bei beiden in der bekannten Weise mittels der Anoden- widerstände 5, 19 und der Kondensatoren 6, 21 - Die synchronisierende, vom Generator i erzeugte Kippfrequenz wird über das Entkopplungsglied io, i i dem. Gitter einer flochvakuumröhre 12 zugeführt. Das Steuergitter der Hochvakuumröhre 12 ist über einen Widerstand 13 mit dem Gitter des synchronisierenden Kippgenerators i gekoppelt. Der Kondensator 7 dient zur Verflachung plötzlicher Gleichspannungssprünge, welche an d. bei stufenweiser Variation des Kurzschlusses zwischen dem Manualwiderstand und der geerdeten Unterlage auftreten können, und bewirkt außerdem, daß im Gitterkreis die Gittereigenimpulse, des Generators i unterdrückt werden. Die im Anodenkreis der Hochvakuumröhre 12 entstehende synchronisierende Kippfrequenz ist phasenumgekehrt und zugleich frequenzabhängig amplitudenmoduliert, wenn der Arbeitspunkt der Phasenumkehrröhre durch geeignete Wahl des Anodenwiderstandes 14. in das untere gekrümmte Gebiet der Ia-Ug-Kenniinien verlegt wird. Über den gleichstromsperrenden Koppelkondensator 15 wird die synchronisierende Kippfrequenz von der P'hasenumkehrröhre 1'2 auf das Gitter des synchronisierten Kippgenerators 20 übertragen. Die verschiedenen subharmonischen Teilungsverhältnisse werden durch den variablen Widerstand 1,9 eingestellt.
- Die Wirkungsweise der Schaltung wird an Fig. 2 erläutert. Die Oszillogramme a, b, c zeigen verschiedene Kippfrequenzen des synchronisierenden Generators i am Gitter der Phasenumkehrröhre 12. Es sind aus einer kontinuierlich veränderlichen Folge von Kippfrequenzen die speziellen Frequenzwerte F (bei a), 2 F (bei b), q. F (bei c) herausgegriffen. Die Amplitude der Kippfrequenz fällt in bekannter Weise mit der Frequenz ab. Die Oszillogramme d, e, f, denen in dieser Reihenfolge wiederum dieselben Frequenzen F, 2 F, 4 F der synchronisierenden Kippfrequenz entsprechen, sind am Gitter des synchronisierten Kippgenerators 2o aufgenommen. Die Wirkungsweise der Phasenumikehrrö'hrebesteht 'hiernach darin, daß sie die Richtung der Spannungssprünge p1 aus a umkehrt zu p3 in d und dadurch in die .gleiche Richtung mit den Eigenimpulsen p2 in d des synchronisierten Generators bringt. Das muß als ein wichtiges stabilisierendes Element der Synchronisationsvorrichtung angesehen werden. Außerdem bewirkt die P'hasenumkehrröhre, daß die Amplitude der synchronisierenden Kippfrequenz am Gitter des synchronisierten Generators mit der Frequenz zunimmt. Das wird dadurch erreicht, daß am Gitter der Phasenumkehrröhre 12 die vom Bandmanual .4 erzeugte negative Vorspannung liegt, welche mit steigender Frequenz ab-
fest eingestellte Zündspanriungbesitzt, kann in ihm ein kontinuierliches Frequenzgebiet in der geforderten streng subharmonischen Zuordnung erzwungen werden, indem die jeweils fehlende Differenz zur vorgegebenen Zündspannung durch .die synchronisierende Frequenz geliefert wird, deren Amplitude ja mit der Frequenz zunimmt. Es hat sich gezeigt, daß diese neue Art .der Synchronisation sicherer arbeitet als .die bekannte Schaltung, bei der das frequenzbestimmende Element auch die Zündspannung des synchronisierten Generators verändert, weil nun vermieden wird, daß die Eigenheiten der Röhrencharakteristik als instabiles Moment in den Synchronisationsvorgangeingehen.nimmt. Wenn nun der Arbeitspunkt der Phasen- umkeh.rröhre 12 in dem Gebiet der unteren Krüm- mung der Ia-Ug-Kennlinien liegt, so verursachen die Änderungen der Gittervorspannung durch das Bandmanual ,4 eine große Änderung der Steilheit der Phasenumkehrröhre 12. Man kann auf diese Weise erreichen, daß die Steilheit der Phasenum- kehrröhre r2 mit steigender Frequenz so stark zu- nimmt, daß derAmplitudenabfall der Kippfrequenz a, b, c mit der Frequenz am Gitter der Phasenum- kehrröhre 12 in einen Amplitudenanstieg d, e, f mit der Frequenz im Anodenkreis der Phasenumkehr- röhre 12 umgewandelt wird. Sobald dieser überkompensierende Zustand her- gestellt ist, gelingt es, bei Feineinstellung des Anodenwiderstandes 1q., des Gitterwiderstandes 17 und des Koppelwiderstandes 13 ein Optimum der synchronen Mitnahme zu erreichen, welche sich über den gesamten Spielbereich des Bandmanuals von maximal etwa 3'/2 Oktaven erstreckt und Ibis zu Teilungsverhältnissen von i : 12 von deren Ord- nungszahl unabhängig ist. Ein mathematisch for- mulierbarer Zusammenhang zwischen Synchronisa- tionsfrequenz und Amplitude 'konnte bisher nicht ermittelt werden. Obgleich das in der Empfindlich - #keit der Einstellung und dem überraschend ein- setzenden hohen Wirkungsgrad einer scharf ein- stellbaren Resonanz ähnliche Phänomen vermutlich auf einem Zusammenhang zwischen der exponen bellen Ladungskurve der Kippkondensatoren 6, 21 und dem gekrümmten Verlauf der Arbeitskenn linie der Phasenumikehrröhre r2 beruht, spielen jeden- falls noch andere, weniger übersichtliche Vorgänge mit, wie z. B. die Verzerrungen der Schwingungs- form durch die nichtlineare Kennlinie und die Eigenarten der Charakteristik des,Kippge.nerators i. 'Das zeigt sich unter anderem darin, daß man zwar die Gasentladungsröhren der synchronisierten Kippgeneratoren einfach auswechseln und nur durch Nachstellen der Widerstände 14. und 17 leicht wieder in dieselbe synchrone Arbeitsweise bringen kann, ohne daß der fWiderstan.d i9 geändert zu werden braucht. Dagegen ist .ein Röhrenwechsel im Kipp- generator i in beliebiger Weise auch jetzt nicht möglich, sondern müß, wie bisher, eine Auswahl von Typen mit ähnlichen Charakteristiken erfolgen. Während diese sorgfältige Auswahl aber bei den bekannten V erfahren für sämtliche Kippgeneratoren erforderlich war, ist hier durch die Erfindung inso- fern eine wesentliche Verbesserung erreicht, als es bei einem zweimanualigen Instrument nur zwei synchronisierende Kippgeneratoren gibt und alle für diese nicht geeigneten Typen der Gasentladungs- röhren ohne weiteres für die viel zahlreicheren synchronisierten Generatoren verwendet werden 'können. Das schließliche Ergebnis des Synchronisations- vorganges, die synchronisierte Kippfrequenz, zeigt Fig.2g, 2h, 2i hinter dem Koppelglied 22, 23 auf- genommen. Während die Frequenzintervalle denen der Reihen a-c und d-f entsprechen, sind die abso- luten Werte in diesem Falle durch 7 dividiert. Ob- gleich also der Kippgenerator 20 nur eine einmal - Die Schaltung der Fig. i läßt sich in verschiedenster Weise für Vielfachsynchronisationen erweitern. Einige Beispiele seien hier erläutert. Fig. 3 zeigt eine Schaltung für Parallelsynchronisation, bei welcher .die hinter der Phasenumkehrröhre 12 entstehende synchronisierende Kippfrequenz mehreren synchronisierten Kippgeneratoren 20, 20' . . . über Entkopplungsröhren 25, 25'. . . zugeführt wird, welche dazu dienen, Rückwirkungen der Gittereigenimpulse zwischen den synchronisierten Kippgeneratoren zu verhindern. Die Schaltelemente 24 bis 29, 24' bis 29' sollen so bemessen sein, daß eine unverfälschte Übertragung der synchronisierenden Kippfrequenz erfolgt; die Entkopplungsröhren arbeiten daher in einer der übliehen Triodenschaltungen im normalen Kennlinienbereich. An i9, i9' . . . können dann verschiedene subharmonische Intervalle voneinander unabhängig eingestellt werden.
- Fig. 4 und 5 zeigen Verfahren zur Parallel- und Seriensynchronisation, bei welchen die synchronisierten Generatoren 2o, 2o' . . . j e eine Phasenumkehrröhre 12, 12' ... erhalten, deren Gitter über getrennte Widerstände 13, 13' . . . mit dem Gitter des synchronisierenden Kippgenerators i gekoppelt sind und an deren Gitter über getrennte Koppelelemente io, i i, ro', i i' . . . die synchronisierende Kippfrequenz zugeführt wird. Bei Fig. 4 wird die Kippfrequenz des Kippgenerators i über jedes der Koppelglieder io, i i, iö , i i' . . . als synchronisierende Kippfrequenz verwendet und über je eine Phasenumkehrröhre 12, 12' . . . den synchronisierten Generatoren 20, 20' . . . zugeführt (Parallelsynchronisation). Bei Fig.5 wird dagegen nicht nur die Kippfrequenz des Kippgenerators i als synchronisierende benutzt, sondern jede synchronisierte Kippfrequenz synchronisiert ihrerseits einen weiteren Kippgenerator; es entsteht Seriensynchronisation. Praktisch wird man natürlich Kombinationen beider Arten verwenden müssen, was in naheliegender und sehr mannigfacher Weise geschehen kann. Eine freie Wahl der Subharmonischen ibei Seriensynchronisation besteht naturgemäß nicht, so .daß für zahlreiche gewünschte Subharmonische der Aufwand groß wird. Es ist daher von erheblicher praktischer Bedeutung, daß eine Parallelsynchronisation auch für große subharmonische Intervalle stabil gelingt, da hiermit schon ein kleiner Aufwand an Kippgeneratoren und Koppelröhren zu sehr verschiedenartigen und zahlreichen Kombinationen führt. :Auch ist es hierfür sehr wichtig, -daß sich deiSubharmonischen durch Einknopfbedienung wechseln lassen.
- Um die Möglichkeiten, die die erfindungsgemäße Synchronisationsvorrichtung bietet, klarzumachen, sei schließlich noch auf eine interessante Erweiterung der bisher beschriebenen Schaltungen hingewiesen, welche eigentümliche und klanglich sehr überraschende Schwingungsformen zustande bringt. Hierbei werden einem synchronisierten Kippgenerator 32 über eine Phasenumkehrröhre 35 mehrere synchronisierte Kippfrequenzen, die entweder nach einer der bereits beschriebenen Schaltungen oder auch auf sonst eine bekannte Weise erzeugt worden sind, über getrennte Koppelelemente 33, 34 33', 34 ... zugeführt. Beispielsweise können diese synchronisierenden Kippfrequenzen den Kippgeneratoren 2o, :2o'. . . der Fig. 3 bis 5 ,entnommen sein. Wirken. diese unter sich harmonischen Frequenzen gleichzeitig auf die Phasenumkehrröhre 35, so bewirkt deren nichtlineare Arbeitsweise, daß Differenzschwingungen sehr starker Amplitude entstehen, welche natürlich wieder in einem streng harmonischen Verhältnis zu den einwirkenden Kippfrequenzen stehen müssen. Diese Differenzschwingungen entstehen nun auch als Teile .der synchronisierten Kippfrequenz im Generator 32, so daß ein subjektiver Klang entsteht, der ungefähr mit dem einer Orgelmixtur verglichen werden kann: man hört vorherrschend den tiefen Grundton, daneben aber auch die Tonhöhen der Kippfrequenzen der Generatoren 2o, 2ö . . . und weitere, schwächere, harmonische Komponenten, .die insgesamt ein sehr vielseitiges Klangbild ergeben. Erstaunlicherweise bleibt auch :bei dieser Mehrfachsynchronisation der Mitnahmebereich unverändert derselbe, auch wenn die einwirkenden synchronisierten 'Kippfrequenzen der Generatoren 2o, 2ö ... hohe subharmonische Teilungsverhältnisse z u der diesen zugeführten synchronisierenden Kippfrequenz haben. Durch regelbare Koppelwiderstände 34, 34' . . . kann ,das Mischungsverhältnis im hörbaren Klang in mannigfacher Weise noch beeinflußt werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Synchronisationsvorrichtung für elektrische Musikinstrumente zur gleichzeitigen Erzeugung mehrerer Frequenzen in subharmonischen Verhältnissen, bei welcher zur Erzeugung einer synchronisierenden und einer oder mehrerer synchronisierter Schwingungen Kippschwingungsgeneratoren mit gittergesteuerten Gasentladungsröhren verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß .der synchronisierende Kippschwingungsgenerator (i) in an sich bekannter Weise durch eine mittels eines frequenzbestimmenden Elementes (4) veränderbare negative Gittervorspannung frequenzveränderbar ist und die von dem Kippschwingungsgenerator (i) erzeugte Kippfrequenz dem synchronisierten Kippsch-wingungsgenerator (2o) über eine phasenumkehrende, gittergesteuerte Hochvakuumröhre (i2) zugeführt wird, deren Steuergitter ebenfalls mit dem frequen@zbestimmenden Element ,gekoppelt ist.
- 2. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß der Arbeitspunkt derphasenum:kehrenden Hochvakuumröhre (i2) im unteren gekrümmten Teil der Steuerkennlinie liegt und das frequenzbestimmende Element (4) eine Abnahme der negativen Gittervorspannung mit der Frequenz bewirkt, so daß am Gitter des synchronisierten Kippgenerators eine mit der Frequenz ansteigende Amplitude der synchronisierenden Kippfrequenz vorhanden ist.
- 3. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitter der Phasenu.mkehrröhre (i2) mit dem frequenzbestimmenden Element (4) über einen zweckmäßigerweise veränderbaren Widerstand (i3) gekoppelt ist.
- 4. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, .daß die synchronisierende Kippfrequenz mehreren synchronisierten Kippgeneratoren (2o, 2o' . . .) über Entkopplungsröhren (25, 25'. . .) zugeleitet wird, welche gitterseitig an die P'hasenumkehrröhre (i2) über Koppelkondensatoren (i5, i5'. . .) angeschlossen sind.
- 5. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch mehrere Phasenumkehrröhren (i2, 12' . . .), deren Gitter über getrennte Widerstände (i3, 13' . . .) mit dem frequenzbestimmenden Element (4) gekoppelt sind und über .die die synchronisierende Kippfrequenz .mehreren synchronisierten Kippgeneratoren (2o, 2o'. . .) zugeführt wird. b.
- Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch getrennte Koppelelemente (io, i I ; io', i i' . . .), über die die,Kippfrequenz des synchronisierenden Kippgenerators (i) den Gittern der Phasenumkehrröhren (i2, 12' . . .) zugeführt wird.
- 7. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch eine Phasenum'kehrröhre (i2'), über die die Kippfrequenz des synchronisierten Generators (20) als synchronisierende Kippfrequenz einem weiteren synchronisierten Kippgenerator (2o') zugeführt wird. B. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet :durch eine solche Anordnung der einzelnen Teile, daß die Kippfrequenz des synchronisierenden Generators (i) als synchronisierende Kippfrequenz über eine Phasenumkehrröhre (i2) beliebig vielen hintereinandergeschalteten synchronisierten Kippgeneratoren (20, 2o', 2o" . . .) derart zugeführt wird, daß sich zwischen je zwei synchronisierten Kippgeneratoren eine Phasenumkehrröhre (i2, i2', 12" . . .) befindet. g. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch i bis 8, gekennzeichnet durch einen Kippgenerator (32), dem die von mehreren zueinander in harmonischen Frequenzverhältn.issen schwingenden, auf beliebige Weise synchronisierten Kippgeneratoren (20, 20' . . .) erzeugten Kippfrequenzen .über eine gemeinsame Phasenumkehrröhre (35) als synchronisierende Frequenzen zugeführt werden. io. Synchronisationsvorrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Kippgeneratoren (20, ZO' ...) und dem Gitter der Phasenum!k.ehrröhre (35) Koppelglieder (33, 34; 33', 34' . . .) vorgesehen sind, die veränderbare Widerstände (34, 34' usw.) enthalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES27202A DE917470C (de) | 1952-02-15 | 1952-02-15 | Synchronisationsvorrichtung fuer elektrische Musikinstrumente |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES27202A DE917470C (de) | 1952-02-15 | 1952-02-15 | Synchronisationsvorrichtung fuer elektrische Musikinstrumente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE917470C true DE917470C (de) | 1954-09-02 |
Family
ID=7478993
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES27202A Expired DE917470C (de) | 1952-02-15 | 1952-02-15 | Synchronisationsvorrichtung fuer elektrische Musikinstrumente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE917470C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1203583B (de) * | 1960-07-16 | 1965-10-21 | Berlin Messelektronik | Verfahren zur Erzeugung subharmonischer Frequenzen fuer elektronische Klang- und Geraeuscherzeuger |
-
1952
- 1952-02-15 DE DES27202A patent/DE917470C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1203583B (de) * | 1960-07-16 | 1965-10-21 | Berlin Messelektronik | Verfahren zur Erzeugung subharmonischer Frequenzen fuer elektronische Klang- und Geraeuscherzeuger |
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